Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971988 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #488 am: 05. Oktober 2014, 10:18:26 »
 ;ksghtr ;mloda
Brief des Apostels Paulus an die Philipper 4,6-9.
Brüder! Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott!
Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.
Schließlich, Brüder: Was immer wahrhaft, edel, recht, was lauter, liebenswert, ansprechend ist, was Tugend heißt und lobenswert ist, darauf seid bedacht!
Was ihr gelernt und angenommen, gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein.

Evangelium nach Matthäus 21,33-42.44.43.
In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes : Hört noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land.
Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen.
Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den andern brachten sie um, einen dritten steinigten sie.
Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erstemal; mit ihnen machten sie es genauso.
Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.
Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten, damit wir seinen Besitz erben.
Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um.
Wenn nun der Besitzer des Weinbergs kommt: Was wird er mit solchen Winzern tun?
Sie sagten zu ihm: Er wird diesen bösen Menschen ein böses Ende bereiten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist.
Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder?
Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen; auf wen der Stein aber fällt, den wird er zermalmen.
Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #489 am: 06. Oktober 2014, 08:17:33 »
 ;ksghtr
Psalm 111(110),1-2.7-8.9.10c.
Den Herrn will ich preisen von ganzem Herzen
im Kreis der Frommen, inmitten der Gemeinde.
Groß sind die Werke des Herrn,
kostbar allen, die sich an ihnen freuen.

Die Werke seiner Hände sind gerecht und beständig,
all seine Gebote sind verlässlich.
Sie stehen fest für immer und ewig,
geschaffen in Treue und Redlichkeit.

Er gewährte seinem Volk Erlösung
und bestimmte seinen Bund für ewige Zeiten.
Furchtgebietend ist sein Name und heilig,
sein Ruhm hat Bestand für immer.



Evangelium nach Lukas 10,25-37.
Da stand ein Gesetzeslehrer auf, und um Jesus auf die Probe zu stellen, fragte er ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?
Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz? Was liest du dort?
Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst.
Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach, und du wirst leben.
Der Gesetzeslehrer wollte seine Frage rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster?
Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halbtot liegen.
Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging weiter.
Auch ein Levit kam zu der Stelle; er sah ihn und ging weiter.
Dann kam ein Mann aus Samarien, der auf der Reise war. Als er ihn sah, hatte er Mitleid,
ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn.
Am andern Morgen holte er zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.
Was meinst du: Wer von diesen dreien hat sich als der Nächste dessen erwiesen, der von den Räubern überfallen wurde?
Der Gesetzeslehrer antwortete: Der, der barmherzig an ihm gehandelt hat. Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle genauso!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gregor von Nyssa (um 335 - 395), Mönch und Bischof
Predigten über das Hohelied der Liebe, Nr. 14
„Er brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn“

„Und wer ist mein Nächster?“ Als Antwort kleidet der Logos, das Wort Gottes, die ganze Geschichte der Barmherzigkeit in die Form einer Erzählung. Er schildert den Abstieg des Menschen, den Hinterhalt der Räuber, den Verlust seiner unvergänglichen Bekleidung, die Wunden der Sünde, die Herrschaft des Todes über die Hälfte der Natur (die Seele selber bleibt unsterblich),das wirkungslose Vorübergehen des Gesetzes - da weder Priester noch Levit die Wunden des Mannes, der Opfer der Räuber geworden war, versorgt haben. „Denn das Blut von Stieren und Böcken kann unmöglich Sünden wegnehmen“ (Hebr 10,4). Dazu war nur der fähig, der sich mit der ganzen menschlichen Natur bekleidet hat, mit der Erde vom Ackerboden, an der alle Rassen Anteil hatten: Juden, Samariter, Griechen, die ganze Menschheit. Er fand sich mit seinem Leib, d.h. mit seiner Bekleidung, mitten im Elend des Menschen; er versorgte seine Wunden, ließ ihn auf seinem eigenen „Kleid“ ausruhen und schenkte ihm seine Barmherzigkeit als Refugium, wo alle, die sich plagen und schwere Lasten tragen, Ruhe finden (Mt 11,28)…

„Wer in mir bleibt, in dem bleibe auch ich“ (Joh 6,56)… Wer bei der Barmherzigkeit Christi Zuflucht sucht, erhält von ihm zwei Silbermünzen; die eine bedeutet: Gott mit ganzer Seele lieben; die andere: den Nächsten lieben wie sich selbst – so wie die Antwort des Schriftgelehrten lautete (Mk 12, 30f). Aber da „vor Gott nicht die gerecht sind, die das Gesetz hören, sondern die, die das Gesetz tun“ (Röm 2,13), darf man diese beiden Silbermünzen nicht einfach annehmen …, sondern man muss auch durch seine Taten persönlich dazu beitragen, dass diese beiden Gebote erfüllt werden. Deshalb sagt der Herr zum Herbergsvater, er werde bei seinem Wiederkommen ihm alles zurückerstatten, was er für die Versorgung des Verwundeten aufgewendet habe.
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #490 am: 07. Oktober 2014, 08:59:43 »
 ()*kjht545
FEST DER KÖNIGIN DES ROSENKRANZES-FATIMA

Psalm 139(138),1-3.13-14.15-16b.
Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich.
Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir.
Von fern erkennst du meine Gedanken.
Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt;

du bist vertraut mit all meinen Wegen.
Denn du hast mein Inneres geschaffen,
mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast.

Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.
Als ich geformt wurde im Dunkeln,
kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde,
waren meine Glieder dir nicht verborgen.

Deine Augen sahen, wie ich entstand,
in deinem Buch war schon alles verzeichnet.


Evangelium nach Lukas 10,38-42.
In jener Zeit kam Jesus in ein Dorf und eine Frau namens Marta nahm ihn freundlich auf.
Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu.
Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen!
Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen.
Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897), Karmelitin, Kirchenlehrerin
Selbstbiographie C 36,r.-v.
„Maria hat das Bessere gewählt“

Eine von Liebe blühende Seele kann nicht untätig bleiben. Gewiss, sie verweilt wie die heilige Magdalena zu Füßen Jesu, hört seinen sanften und begeisternden Worten zu. Scheinbar gibt sie nichts und gibt doch mehr als Martha, die sich um Vieles Sorge macht und möchte, dass die Schwester es ihr gleichtut. Jesus tadelt Martha keineswegs wegen der Arbeit, die sie verrichtet; seine göttliche Mutter hat ja zeitlebens in Bescheidenheit dasselbe getan, wenn sie für die Heilige Familie Speisen zubereitete. Er wollte seiner übereifrigen Gastgeberin nur ihre Besorgtheit nehmen.

Alle Heiligen haben das erkannt, und vor allem wohl solche, die mit der Lehre der Evangelien Licht in die Welt gebracht haben. Die hll. Paulus, Augustinus, Johannes vom Kreuz, Thomas von Aquin, Franziskus, Dominikus und so viele andere illustre Freunde Gottes – haben sie nicht ihr göttliches Wissen, von dem die größten Genies begeistert waren, aus dem Gebet geschöpft? Ein sachkundiger Mann sagte einmal: „Gebt mir einen Hebel, einen Ansatzpunkt, und ich hebe die Welt aus den Angeln.“ Was dem Archimedes auszuführen nicht vergönnt war, weil seine Suche nicht Gott galt und sich nur auf die Materie richtete, das wurde den Heiligen in ganzer Fülle zuteil. Als Ansatzpunkte hat der Allmächtige ihnen sich selbst gegeben, und nur sich selbst. Als Hebel diente das Gebet, das ein Feuer der Liebe entfacht, und damit haben sie die Welt aus den Angeln gehoben. Und die Heiligen heben sie mit ihrem Gebetskampf heute noch aus den Angeln, sie und auch die künftigen Heiligen, bis zum Ende der Welt.
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« Antwort #491 am: 08. Oktober 2014, 08:12:15 »
 ;ksghtr ;qfykkg ;ghjghg

Psalm 117(116),1.2.
Lobet den Herrn, alle Völker,
preist ihn, alle Nationen!

Denn mächtig waltet über uns seine Huld,
die Treue des Herrn währt in Ewigkeit.




Evangelium nach Lukas 11,1-4.
Jesus betete einmal an einem Ort; und als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie schon Johannes seine Jünger beten gelehrt hat.
Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme.
Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen.
Und erlass uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Brief 130 an Proba über das Gebet, 11-12
„Lehre uns beten“

Wir müssen Worte sprechen, um uns daran zu erinnern und uns klarzuwerden, um was wir eigentlich bitten wollen. Wir sollten nicht denken, wir müssten durch sie den Herrn belehren oder umstimmen. Wenn wir also sagen: „Geheiligt werde dein Name", ermahnen wir uns selbst, danach zu verlangen, dass sein Name, der immer heilig ist, auch bei den Menschen heiliggehalten, das heißt: nicht verachtet wird; das dient dann nicht Gott, sondern den Menschen. Wir beten: „Dein Reich komme!" Es wird kommen, ob wir wollen oder nicht. Aber wir wecken unser Verlangen nach diesem Reich, dass es zu uns komme und dass wir in ihm herrschen dürfen. Wir sprechen: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden!" und erbitten uns dadurch von ihm den Gehorsam, damit sein Wille unter uns so geschehe, wie er im Himmel von den Engeln erfüllt wird…

Wir beten: „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern." Mit diesen Worten weisen wir uns selbst mahnend darauf hin, um was wir bitten und was wir tun müssen, um es erlangen zu können… Unser Gebet sagt: „Erlöse uns von dem Bösen", eine Mahnung, daran zu denken, dass wir noch nicht im Reich des Guten sind, wo wir nichts Böses mehr zu erleiden haben. Dieser Satz steht als letzter im Gebet des Herrn und besitzt eine solche Weite, dass der Christ in jeder Not durch dieses Wort seine Seufzer zum Ausdruck bringen, in ihm seine Tränen vergießen, mit ihm neu anfangen, in ihm verweilen, und mit ihm sein Gebet beenden kann.

Wir brauchen diese Worte, um Realitäten unserem Gedächtnis einzuprägen. Was immer unsere Worte sind, die wir sprechen – wenn wir recht und angemessen beten, sagen wir nichts anderes als das, was im Gebet des Herrn steht.
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #492 am: 09. Oktober 2014, 08:12:39 »
 ;ksghtr ;qfykkg

Evangelium nach Lukas 1,68-69.70-71.72-73.74-75.
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;
er hat uns einen starken Retter erweckt
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her
durch den Mund seiner heiligen Propheten.
Er hat uns errettet vor unseren Feinden
und aus der Hand aller, die uns hassen;

Er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet
und an seinen heiligen Bund gedacht,
Er hat an den Eid gedacht,
den er unserm Vater Abraham geschworen hat.

Er hat uns geschenkt,
dass wir, aus Feindeshand befreit, ihm furchtlos dienen
in Heiligkeit und Gerechtigkeit
vor seinem Angesicht all unsre Tage.



Evangelium nach Lukas 11,5-13.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn einer von euch einen Freund hat und um Mitternacht zu ihm geht und sagt: Freund, leih mir drei Brote;
denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen, und ich habe ihm nichts anzubieten!,
wird dann etwa der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe, die Tür ist schon verschlossen, und meine Kinder schlafen bei mir; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben?
Ich sage euch: Wenn er schon nicht deswegen aufsteht und ihm seine Bitte erfüllt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen und ihm geben, was er braucht.
Darum sage ich euch: Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.
Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.
Oder ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn eine Schlange gibt, wenn er um einen Fisch bittet,
oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet?
Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wieviel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Symeon der Neue Theologe (um 949 - 1022), griechischer Mönch, Heiliger der Orthodoxen Kirchen
Anrufung des Heiligen Geistes, Einleitung zu den Hymnen; SC 156
„Wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten“

Komm, du wahres Licht. Komm, du ewiges Leben. Komm, du geheimnisvoll Verborgener. Komm, du namenloser Schatz. Komm, du unaussprechliche Wirklichkeit. Komm, du unbegreifliche Person. Komm, du unendliches Glück. Komm, du Sonne, die nicht untergeht. Komm, du sichere Erwartung aller, die gerettet werden sollen. Komm, du Weckruf derer, die eingeschlafen sind. Komm, du Auferstehung von den Toten. Komm, du Mächtiger, der du allein durch deinen Willen allezeit alles schaffst, erneuerst und umformst … Komm, du ewig Unbewegter, der dennoch ständig in Bewegung ist, um zu uns zu kommen, die wir bei den Toten liegen, du, der du über allen Himmeln bist … Komm, ewige Freude. Komm, du unvergänglicher Siegeskranz (1 Kor 9,25). Komm, du Purpur des großen Königs, unseres Gottes… Komm, den meine arme Seele begehrt hat und begehrt. Du Alleiniger, komm zu dem, der allein ist, da du ja siehst, dass ich einsam bin … Komm, der du selber in mir zur Sehnsucht geworden bist, der du in mir die Sehnsucht nach dir geweckt hast, nach dir, dem gänzlich Unzugänglichen. Komm, du mein Atem und mein Leben. Komm, Trost meiner armen Seele. Komm, du meine Freude, meine Ehre, mein unendlicher Jubel.

Ich danke dir, dass du mit mir eines Geistes geworden bist (Röm 8,16), ohne Vermengung, ohne Veränderung, ohne Umformung, du, der Gott über allem; und ich danke dir, dass du für mich alles in allem geworden bist (1 Kor 15,28)… ich danke dir, dass du für mich Licht ohne Verlöschen geworden bist, Sonne ohne Untergang; denn du kannst dich nirgends verbergen, du, der das Universum mit seinem Ruhm erfüllt. Nein, du hast dich niemals vor jemandem verborgen; wir sind es doch, die sich ständig vor dir verstecken, sich weigern, auf dich zuzugehen…

Komm, doch, Herr, richte heute in mir dein Zelt auf (vgl. Joh 1,14), errichte dein Haus und nimm Wohnung in mir, deinem Knecht, für immer und unzertrennlich, bis zum Ende, du, der ganz Gute. Auch lass mich bei meinem Weggang aus dieser Welt, in dir mich wiederfinden, du ganz Guter, und mit dir herrschen, Gott, der du über allem bist.
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« Antwort #493 am: 10. Oktober 2014, 08:14:34 »
 ;ksghtr ;qfykkg

Psalm 111(110),1-2.3-4.5-6.
Den Herrn will ich preisen von ganzem Herzen
im Kreis der Frommen, inmitten der Gemeinde.
Groß sind die Werke des Herrn,
kostbar allen, die sich an ihnen freuen.

Er waltet in Hoheit und Pracht,
seine Gerechtigkeit hat Bestand für immer.
Er hat ein Gedächtnis an seine Wunder gestiftet,
der Herr ist gnädig und barmherzig.

Er gibt denen Speise, die ihn fürchten,
an seinen Bund denkt er auf ewig.
Er hat seinem Volk seine machtvollen Taten kundgetan,
um ihm das Erbe der Völker zu geben.



Evangelium nach Lukas 11,14-26.
In jener Zeit trieb Jesus einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon den Stummen verlassen hatte, konnte der Mann reden. Alle Leute staunten.
Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.
Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel.
Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden, und ein Haus ums andere stürzt ein.
Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe.
Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil.
Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen.
Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher;
wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat, und verteilt die Beute.
Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.
Ein unreiner Geist, der einen Menschen verlassen hat, wandert durch die Wüste und sucht einen Ort, wo er bleiben kann. Wenn er keinen findet, sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe.
Und wenn er es bei seiner Rückkehr sauber und geschmückt antrifft,
dann geht er und holt sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er selbst. Sie ziehen dort ein und lassen sich nieder. So wird es mit diesem Menschen am Ende schlimmer werden als vorher.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Diadochos von Photike (um 400 – ?), Bischof
Hundert Kapitel über die geistliche Vollkommenheit, 6,26f; PG 65,1169f
Der Heilige Geist triumphiert in uns über die Geister des Bösen

Es ist ein Lichtstrahl echter Erkenntnis, wenn man ohne Irrtum das Gute vom Schlechten unterscheiden kann … Wer im geistlichen Kampf steht, muss unaufhörlich Ruhe im Denken bewahren. So nämlich kann der Geist die Eingebungen unterscheiden, die guten und von Gott kommenden in der Schatztruhe des Gedächtnisses ablegen, die bösen und teuflischen aber verwerfen. Ist das Meer ruhig, nehmen die Fischer Bewegungen in der Tiefe so genau wahr, dass beinahe keines der Lebewesen, die unter ihnen ihre Bahnen ziehen, ihren Augen entgeht. Ist das Meer aber von den Winden aufgewühlt, so verbirgt es in seinem bewegten Dunkel das, was es bereitwillig sehen lässt, wenn es unbewegt ruht…

Nur der Heilige Geist kann den Geist reinigen; denn wenn nicht ein Stärkerer auftritt, der dem Dieb die Beute abnimmt, ist sie überhaupt nicht mehr zu beschaffen. Wir müssen also auf jede erdenkliche Weise, vor allem durch die Seelenruhe, dem Heiligen Geist ein Quartier anbieten, damit das Licht der Erkenntnis in uns unaufhörlich leuchtet. Denn wenn es die verborgenen Winkel der Seele erhellt, dann werden die harten und dunklen Einflüsterungen der Dämonen nicht nur offenbar, sondern sie werden auch beträchtlich schwächer, weil sie von dem heiligen und herrlichen Licht getroffen werden. Deshalb sagt der Apostel Paulus: „Löscht den Geist nicht aus“ (1 Thes 5,19).
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« Antwort #494 am: 11. Oktober 2014, 10:32:54 »
 ;ksghtr
Psalm 105(104),2-3.4-5.6-7.
Singt dem Herrn und spielt ihm,
sinnt nach über all seine Wunder!
Rühmt euch seines heiligen Namens!
Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen.

Fragt nach dem Herrn und seiner Macht;
sucht sein Antlitz allezeit!
Denkt an die Wunder, die er getan hat,
an seine Zeichen und die Beschlüsse aus seinem Mund.

Bedenkt es, ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham,
ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat.
Er, der Herr, ist unser Gott.
Seine Herrschaft umgreift die Erde.




Evangelium nach Lukas 11,27-28.
In jener Zeit, als Jesus zum Volk redete, rief eine Frau aus der Menge ihm zu: Selig die Frau, deren Leib dich getragen und deren Brust dich genährt hat.
Er aber erwiderte: Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Apostolisches Schreiben “Evangelii Gaudium/Die Freude des Evangeliums”, § 288 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Selig, die geglaubt hat“ (Lk 2,45)

Jungfrau und Mutter Maria,
vom Heiligen Geist geführt
nahmst du das Wort des Lebens auf,
in der Tiefe deines demütigen Glaubens
ganz dem ewigen Gott hingegeben.
Hilf uns, unser »Ja« zu sagen
angesichts der Notwendigkeit, die dringlicher ist denn je,
die Frohe Botschaft Jesu erklingen zu lassen.
Du, von der Gegenwart Christi erfüllt,
brachtest die Freude zu Johannes dem Täufer
und ließest ihn im Schoß seiner Mutter frohlocken.
Du hast, bebend vor Freude,
den Lobpreis der Wundertaten Gottes gesungen.
Du verharrtest standhaft unter dem Kreuz
in unerschütterlichem Glauben
und empfingst den freudigen Trost der Auferstehung,
du versammeltest die Jünger
in der Erwartung des Heiligen Geistes,
damit die missionarische Kirche entstehen konnte.

Erwirke uns nun einen neuen Eifer als Auferstandene,
um allen das Evangelium des Lebens zu bringen,
das den Tod besiegt.
Gib uns den heiligen Wagemut, neue Wege zu suchen,
damit das Geschenk der Schönheit, die nie erlischt,
zu allen gelange.
Du, Jungfrau des hörenden Herzens und des Betrachtens,
Mutter der Liebe, Braut der ewigen Hochzeit,
tritt für die Kirche ein, deren reinstes Urbild du bist,
damit sie sich niemals verschließt oder still steht
in ihrer Leidenschaft, das Reich Gottes aufzubauen.
Stern der neuen Evangelisierung,
hilf uns, dass wir leuchten
im Zeugnis der Gemeinschaft,
des Dienstes, des brennenden und hochherzigen Glaubens,
der Gerechtigkeit und der Liebe zu den Armen,
damit die Freude aus dem Evangelium
bis an die Grenzen der Erde gelange
und keiner Peripherie sein Licht vorenthalten werde.
Mutter des lebendigen Evangeliums,
Quelle der Freude für die Kleinen,
bitte für uns.
Amen. Halleluja!
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« Antwort #495 am: 12. Oktober 2014, 10:11:13 »
 ;ksghtr kz12) ;xdysaa

Psalm 23(22),1-3a.3b-4.5.6.
Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen;
er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.

Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.

Du deckst mir den Tisch
vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl,
du füllst mir reichlich den Becher.

Lauter Güte und Huld
werden mir folgen mein Leben lang,
und im Haus des Herrn
darf ich wohnen für lange Zeit.




Brief des Apostels Paulus an die Philipper 4,12-14.19-20.
Brüder! Ich weiß, Entbehrungen zu ertragen, ich kann im Überfluss leben. In jedes und alles bin ich eingeweiht: in Sattsein und Hungern, Überfluss und Entbehrung.
Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt.
Trotzdem habt ihr recht daran getan, an meiner Bedrängnis teilzunehmen.
Mein Gott aber wird euch durch Christus Jesus alles, was ihr nötig habt, aus dem Reichtum seiner Herrlichkeit schenken.
Unserem Gott und Vater sei die Ehre in alle Ewigkeit! Amen.

Evangelium nach Matthäus 22,1-14.
In jener Zeit erzählte Jesus den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes das folgende Gleichnis:
Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete.
Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen.
Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit!
Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden,
wieder andere fielen über seine Diener her, misshandelten sie und brachten sie um.
Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen.
Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert eingeladen zu werden.
Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein.
Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen.
Als sie sich gesetzt hatten und der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Mann, der kein Hochzeitsgewand anhatte.
Er sagte zu ihm: Mein Freund, wie konntest du hier ohne Hochzeitsgewand erscheinen? Darauf wusste der Mann nichts zu sagen.
Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.
Denn viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
90. Predigt, PL 38, 559f
Das Hochzeitsgewand anziehen...

Was bedeutet das Hochzeitsgewand, von dem das Evangelium spricht? Ganz sicher ist dieses Gewand etwas, was nur die Guten besitzen, diejenigen, die am Fest teilnehmen sollen... Könnten jenes etwa die Sakramente sein? Die Taufe? Ohne die Taufe kann niemand zu Gott gelangen, doch empfangen manche die Taufe und kommen trotzdem nicht bei Gott an... Vielleicht ist es der Altar oder das, was wir am Altar empfangen? Doch indem sie den Leib des Herrn empfangen, essen und trinken sich manche ihre eigene Verdammung (vgl. 1Kor 11,29). Was ist es also? Das Fasten? Die Bösen aber fasten ebenfalls. Der regelmäßige Kirchgang? Die Bösen gehen ebenso wie andere zur Kirche...

Was also hat es mit diesem Hochzeitsgewand auf sich? Der Apostel Paulus sagt uns: „Das Ziel der Unterweisung ist Liebe aus reinem Herzen, gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben“ (1Tim 1,5). Das genau ist es, das Hochzeitsgewand. Es handelt sich nicht um irgendeine Liebe, denn oft sieht man unehrliche Leute, die andere mit ebensolcher Liebe umfangen...; jene Liebe allerdings sieht man bei ihnen nicht, „die aus einem reinen Herzen, gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben“ geboren wird: genau diese jedoch ist das Hochzeitsgewand.

„Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts“ (1Kor 13,1-2)... Ich könnte ruhig alles besitzen, sagt er, aber ohne Christus „bin ich nichts“... Wieviele Güter sind unnütz, wenn das einzige Gut fehlt! Wenn ich die Liebe nicht habe, dann kann ich all meine Habe weggeben, kann den Namen Christi bekennen bis zum Blutvergießen (vgl. 1Kor 13,3), aber das alles würde mir nichts nützen, denn ich kann aus Ehrsucht so handeln... „Wenn ich die Liebe nicht habe, nützt es mir nichts.“ Sie also ist das Hochzeitsgewand. Prüft euch daher: Wenn ihr sie habt, dann nähert euch voll Vertrauen dem Festmahl des Herrn.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

 

La Salette 1846



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