Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 972114 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #632 am: 25. Februar 2015, 08:09:12 »
 ;mloda ;ksghtr

Buch Jona 3,1-10.
Das Wort des Herrn erging an Jona:
Mach dich auf den Weg, und geh nach Ninive, in die große Stadt, und droh ihr all das an, was ich dir sagen werde.
Jona machte sich auf den Weg und ging nach Ninive, wie der Herr es ihm befohlen hatte. Ninive war eine große Stadt vor Gott; man brauchte drei Tage, um sie zu durchqueren.
Jona begann, in die Stadt hineinzugehen; er ging einen Tag lang und rief: Noch vierzig Tage, und Ninive ist zerstört!
Und die Leute von Ninive glaubten Gott. Sie riefen ein Fasten aus, und alle, groß und klein, zogen Bußgewänder an.
Als die Nachricht davon den König von Ninive erreichte, stand er von seinem Thron auf, legte seinen Königsmantel ab, hüllte sich in ein Bußgewand und setzte sich in die Asche.
Er ließ in Ninive ausrufen: Befehl des Königs und seiner Großen: Alle Menschen und Tiere, Rinder, Schafe und Ziegen, sollen nichts essen, nicht weiden und kein Wasser trinken.
Sie sollen sich in Bußgewänder hüllen, Menschen und Tiere. Sie sollen laut zu Gott rufen, und jeder soll umkehren und sich von seinen bösen Taten abwenden und von dem Unrecht, das an seinen Händen klebt.
Wer weiß, vielleicht reut es Gott wieder, und er lässt ab von seinem glühenden Zorn, so dass wir nicht zugrunde gehen.
Und Gott sah ihr Verhalten; er sah, dass sie umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten. Da reute Gott das Unheil, das er ihnen angedroht hatte, und er führte die Drohung nicht aus.

Psalm 51(50),3-4.12-13.18-19.
Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld,
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab,
und mach mich rein von meiner Sünde!

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!

Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben;
an Brandopfern hast du kein Gefallen.
Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist,
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz
wirst du, Gott, nicht verschmähen.




Evangelium nach Lukas 11,29-32.
In jener Zeit als immer mehr Menschen zu ihm kamen, sagte er: Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona.
Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein.
Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.
Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Clemens von Alexandrien (150-um 215), Theologe
Protreptikos, Kap. 10
„Sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona“

Bereuen wir; kehren wir um von der Unwissenheit hin zum wahren Wissen, von der Torheit zur Weisheit, von der Ungerechtigkeit zur Gerechtigkeit, von der Gottlosigkeit hin zu Gott. Zahlreich sind die Wohltaten, die daraus entspringen, wie Gott selber bei Jesaja sagt: „Das ist das Erbteil der Knechte des Herrn“ (54,17). Nicht Gold noch Silber, noch das, was der Wurm zerstört und der Dieb stiehlt (Mt 6,19), sondern der unvorstellbar große Schatz des Heils... Dies ist das Erbe, das uns das ewige Testament in die Hand legt, mit dem Gott uns seiner Geschenke versichert. Dieser Vater, der uns zärtlich liebt, hört nicht auf, uns zu ermahnen, uns zu erziehen, uns zu lieben und uns zu retten. „Auf, ihr Durstigen“, sagt der Herr, „kommt alle zum Wasser! Auch wer kein Geld hat, soll kommen... kauft und trinkt ohne Bezahlung“ (vgl. Jes 55,1). Er lädt uns ein zum Bad, das reinigt, zum Heil, zur Erleuchtung... Die Heiligen des Herrn erben die Herrlichkeit Gottes und seine Macht, eine Herrlichkeit, „die kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist“ (1Kor 2,9)...

Ihr habt diese göttliche Zusage der Gnade, andererseits habt ihr die Androhungen der Züchtigung vernommen: Das sind die zwei Mittel, mit denen der Herr rettet... Was zögern wir noch? Warum nehmen wir nicht sein Geschenk an und wählen dabei das Bessere? ... „Hiermit lege ich dir“, sagt er, „den Tod und das Leben vor“ (Dt 30,15). Der Herr unternimmt den Versuch, dich das Leben wählen zu lassen; er berät dich wie ein Vater...

Zu wem wird der Herr sagen: „Euch gehört das Himmelreich“ (Mt 5,3)? Euch gehört es, wenn ihr das wünscht, wenn ihr euch für Gott entschieden habt. Euch gehört es, wenn ihr nur den wesentlichen Inhalt der Botschaft glauben und ihn beherzigen wollt, so wie die Bewohner von Ninive: Sie haben die Botschaft des Propheten gehört und durften dank ihrer aufrichtigen Reue anstatt des angedrohten Untergangs eine großartige Rettung erleben.
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #633 am: 26. Februar 2015, 08:08:11 »
 ;mloda ()*kjht545

Monatsbotschaft der Muttergottes vom 25. Februar
"Liebe Kinder! In dieser Zeit der Gnade rufe ich euch alle auf: betet mehr und redet weniger. Sucht im Gebet den Willen Gottes und lebt ihn nach den Geboten, zu denen euch Gott aufruft. Ich bin mit euch und ich bete mit euch. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #634 am: 27. Februar 2015, 08:11:05 »
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Buch Ezechiel 18,21-28.
So spricht Gott, der Herr : Wenn der Schuldige sich von allen Sünden, die er getan hat, abwendet, auf alle meine Gesetze achtet und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, dann wird er bestimmt am Leben bleiben und nicht sterben.
Keines der Vergehen, deren er sich schuldig gemacht hat, wird ihm angerechnet. Wegen seiner Gerechtigkeit wird er am Leben bleiben.
Habe ich etwa Gefallen am Tod des Schuldigen - Spruch Gottes, des Herrn - und nicht vielmehr daran, dass er seine bösen Wege verlässt und so am Leben bleibt?
Wenn jedoch ein Gerechter sein rechtschaffenes Leben aufgibt, wenn er Unrecht tut und all die Greueltaten begeht, die auch der Böse verübt, sollte er dann etwa am Leben bleiben? Keine seiner gerechten Taten wird ihm angerechnet. Wegen seiner Treulosigkeit und wegen der Sünde, die er begangen hat, ihretwegen muss er sterben.
Ihr aber sagt: Das Verhalten des Herrn ist nicht richtig. Hört doch, ihr vom Haus Israel: Mein Verhalten soll nicht richtig sein? Nein, euer Verhalten ist nicht richtig.
Wenn der Gerechte sein rechtschaffenes Leben aufgibt und Unrecht tut, muss er dafür sterben. Wegen des Unrechts, das er getan hat, wird er sterben.
Wenn sich der Schuldige von dem Unrecht abwendet, das er begangen hat, und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, wird er sein Leben bewahren.
Wenn er alle Vergehen, deren er sich schuldig gemacht hat, einsieht und umkehrt, wird er bestimmt am Leben bleiben. Er wird nicht sterben.

Psalm 130(129),1-2.3-4.5.6.7a.8.
Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir:
Herr, höre meine Stimme!
Wende dein Ohr mir zu,

achte auf mein lautes Flehen!
Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten,
Herr, wer könnte bestehen?

Doch bei dir ist Vergebung,
damit man in Ehrfurcht dir dient.
Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele,

ich warte voll Vertrauen auf sein Wort.
Meine Seele wartet auf den Herrn
mehr als die Wächter auf den Morgen.

soll Israel harren auf den Herrn.
Ja, er wird Israel erlösen
von all seinen Sünden.



Evangelium nach Matthäus 5,20-26.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern : Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein.
Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du gottloser Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.
Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,
so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.
Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und du wirst ins Gefängnis geworfen.
Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407), Priester in Antiochia, später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Predigten an das Volk von Antiochien, XX 5 und 6
„Geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder“

Hört, dies bekunde und bezeuge ich mit lauter Stimme: Keiner von denen, die jemanden zum Feind haben, trete an den heiligen Tisch und empfange den Leib des Herrn! Keiner von denen, die kommen, darf jemanden zum Feind haben! Hast du einen Feind, so bleibe fern. Wenn du kommen willst, so versöhne dich zuerst, und dann empfange das Sakrament.

Ich bin es nicht, der so redet; es ist der Herr, der für uns Gekreuzigte, der so spricht. Um dich mit seinem Vater zu versöhnen, hat er sich nicht geweigert, geopfert zu werden und sein Blut zu vergießen. Und du? Um dich mit deinem Bruder zu versöhnen, willst du nicht den Mund auftun, willst nicht die Initiative ergreifen und auf ihn zugehen? Höre, was der Herr über deinesgleichen sagt: „Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst, und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen…“ Er sagt nicht: „Warte bis er dich aufsucht, oder bis einer deiner Freunde als Vermittler zu ihm geht“, auch nicht: „Schick jemand anderen zu ihm“, sondern eindeutig: „Lauf du selber auf ihn zu!“ „Geh, und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder.“

Unglaublich! Gott hält sich nicht für entehrt, wenn er mit ansehen muss, dass die Gabe, die du ihm hättest opfern wollen, vor dem Altar liegen bleibt: Und du fühlst dich in deiner Ehre verletzt, entehrt wenn du den ersten Schritt machen müsstest, um dich mit deinem Bruder zu versöhnen? Wie sollte man ein solches Verhalten entschuldigen? Wenn du sähest, dass eines deiner Gliedermaßen abgetrennt ist, würdest du nicht mit allen Mitteln versuchen, es wieder mit deinem Körper zu verbinden? Geh ebenso mit deinen Brüdern um! Wenn du siehst, dass sie dir nicht mehr freundschaftlich verbunden sind: hol sie rasch zurück; warte nicht darauf, bis sie als erste erscheinen; komm ihnen zuvor, und zwar rasch!
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« Antwort #635 am: 28. Februar 2015, 10:15:45 »
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Deuteronomium 26,16-19.
Mose sprach zum Volk : Heute, an diesem Tag, verpflichtet dich der Herr, dein Gott, diese Gesetze und die Rechtsvorschriften zu halten. Du sollst auf sie achten und sie halten mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele.
Heute hast du der Erklärung des Herrn zugestimmt. Er hat dir erklärt: Er will dein Gott werden, und du sollst auf seinen Wegen gehen, auf seine Gesetze, Gebote und Rechtsvorschriften achten und auf seine Stimme hören.
Und der Herr hat heute deiner Erklärung zugestimmt. Du hast ihm erklärt: Du möchtest das Volk werden, das ihm persönlich gehört, wie er es dir zugesagt hat. Du willst auf alle seine Gebote achten;
er soll dich über alle Völker, die er geschaffen hat, erheben - zum Lob, zum Ruhm, zur Zierde -; und du möchtest ein Volk werden, das ihm, dem Herrn, deinem Gott, heilig ist, wie er es zugesagt hat.

Psalm 119(118),1-2.4-5.7-8.
Wohl denen, deren Weg ohne Tadel ist,
die leben nach der Weisung des Herrn.
Wohl denen, die seine Vorschriften befolgen
und ihn suchen von ganzem Herzen.

Du hast deine Befehle gegeben,
damit man sie genau beachtet.
Wären doch meine Schritte fest darauf gerichtet,
deinen Gesetzen zu folgen!

Mit lauterem Herzen will ich dir danken,
wenn ich deine gerechten Urteile lerne.
Deinen Gesetzen will ich immer folgen.
Lass mich doch niemals im Stich!




Evangelium nach Matthäus 5,43-48.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden?
Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ignatius von Antiochien (?-um 110), Bischof und Märtyrer
Brief an die Epheser, 10-14
«Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen»

„Betet ohne Unterlass“ (1 Thess 5,17) für die Anderen. Man kann nur hoffen, dass sie Reue zeigen und zu Gott gelangen; aber euer Beispiel soll ihnen wenigstens den Weg zeigen. Reagiert mit Sanftmut auf ihre Wut; mit Demut auf ihre Arroganz; mit Gebet auf ihre Lästerungen; mit Glaubensstärke auf ihre Irrtümer; mit Gelassenheit auf ihre Heftigkeit; versucht, es ihnen in nichts gleichzutun. Zeigen wir ihnen durch unser Gutsein, dass wir ihre Brüder sind! Lasst uns „dem Beispiel des Herrn folgen“ (1 Thess 1,6). Wer hat mehr Unrecht ertragen als er? Wem hat man mehr weggenommen? Wer hat mehr Zurückweisung erfahren? Unter euch soll kein Unkraut des Teufels wachsen (vgl. Mt 13,25). An Leib und Seele ganz rein und enthaltsam, so sollt ihr in Christus verbleiben.


Die Endzeit ist gekommen… Nur in Christus gehen wir in das wahre Leben ein. Außerhalb von ihm gibt es nichts, was von Wert wäre!... Es gibt kein höheres Gut als den Frieden. Er triumphiert über alle Angriffe unserer Feinde, über irdische und überirdische… Es genügt heute nicht mehr, den Glauben zu bekennen; wir müssen bis zum Ende erkennen lassen, mit welcher Kraft er uns ausstattet.
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« Antwort #636 am: 01. März 2015, 11:16:14 »
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Buch Genesis 22,1-2.9a.10-13.15-18.
In jenen Tagen stellte Gott Abraham auf die Probe. Er sprach zu ihm: Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.
Gott sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija, und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar.
Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte, baute Abraham den Altar, schichtete das Holz auf, fesselte seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz.
Schon streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten.
Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.
Jener sprach: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus, und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, dass du Gott fürchtest; du hast mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten.
Als Abraham aufschaute, sah er: Ein Widder hatte sich hinter ihm mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen. Abraham ging hin, nahm den Widder und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar.
Der Engel des Herrn rief Abraham zum zweitenmal vom Himmel her zu
und sprach: Ich habe bei mir geschworen - Spruch des Herrn: Weil du das getan hast und deinen einzigen Sohn mir nicht vorenthalten hast,
will ich dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel und den Sand am Meeresstrand. Deine Nachkommen sollen das Tor ihrer Feinde einnehmen.
Segnen sollen sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde, weil du auf meine Stimme gehört hast.

Psalm 116(115),10.15.16-17.18-19.
Voll Vertrauen war ich, auch wenn ich sagte: Ich bin so tief gebeugt.
Kostbar ist in den Augen des Herrn
das Sterben seiner Frommen.
Ach Herr, ich bin doch dein Knecht,

dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd.
Du hast meine Fesseln gelöst.
Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen
und anrufen den Namen des Herrn.

Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen
offen vor seinem ganzen Volk,
in den Vorhöfen am Haus' des Herrn,
in deiner Mitte, Jerusalem. Halleluja!



Brief des Apostels Paulus an die Römer 8,31b-34.
Brüder! Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns?
Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
Wer kann die Auserwählten Gottes anklagen? Gott ist es, der gerecht macht.
Wer kann sie verurteilen? Christus Jesus, der gestorben ist, mehr noch: der auferweckt worden ist, sitzt zur Rechten Gottes und tritt für uns ein.

Evangelium nach Markus 9,2-10.
In jenen Tagen nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt;
seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann.
Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus.
Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.
Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen.
Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.
Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus.
Während sie den Berg hinabstiegen, verbot er ihnen, irgend jemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei.
Dieses Wort beschäftigte sie, und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Leo der Große (?-um 461), Papst und Kirchenlehrer
Homilie 51/38, Über die Verklärung (vgl. BKV, 1927, Verl. Kösel & Pustet)
«Jesus verbot ihnen, irgend jemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei»

Damit sich nun die Apostel eine solch unerschütterliche und heilbringende Standhaftigkeit von ganzem Herzen zu eigen machten und nicht vor der Schwere des zu tragenden Kreuzes zurückschreckten, damit sie sich nicht des Todes Christi schämten und an seiner Geduld Anstoß nähmen, mit der er sich qualvollen Leiden unterziehen wollte, ohne dabei seine Macht und Glorie einzubüßen, nahm „Jesus den Petrus, den Jakobus und dessen Bruder Johannes mit sich, stieg mit ihnen allein auf einen hohen Berg“ und zeigte ihnen dort den Glanz seiner Herrlichkeit. Wenn sie nämlich auch schon in ihm seine erhabene göttliche Natur erkannt hatten, so wussten sie doch nichts von der Macht seines Leibes, in dem sich seine Gottheit verbarg...

So enthüllte also Christus vor auserlesenen Zeugen seine Herrlichkeit und umgab seinen Leib, den er mit den anderen Menschen gemein hatte, mit solch strahlendem Glanz, dass „sein Antlitz gleich der Sonne leuchtete und sein Gewand blendend weißem Schnee vergleichbar“ war. Ohne Zweifel handelte es sich bei dieser Verklärung in erster Linie darum, aus den Herzen der Jünger das Ärgernis des Kreuzes zu entfernen, damit ihr Glaube nicht ins Wanken käme durch die Geduld, mit der er sein Leiden freiwillig auf sich nehmen würde..., aber bei dieser Verklärung zeigte sich Jesus auch ebenso darum besorgt, die Hoffnung seiner heiligen Kirche auf sicheren Grund zu stellen, damit der ganze Leib Christi wüsste, welche Umgestaltung auf ihn wartet, und all seine Glieder fest darauf bauten, dass sie der Glorie teilhaftig würden, die bereits im Voraus an ihrem Haupt zutage getreten sei. Davon hatte der Herr auch gesprochen, als er auf seine „Ankunft in Macht und Herrlichkeit“ mit den Worten anspielte: „Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters“ (Mt 13,43). Der Apostel Paulus bekräftigt seinerseits: „Denn ich halte dafür, dass die Leiden dieser Zeit nicht zu vergleichen sind mit der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll“ (Röm 8,18)... Er schreibt auch: „Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott. Wenn aber Christus, euer Leben, offenbar wird, werdet ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit“ (Kol 3,3).
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« Antwort #637 am: 02. März 2015, 08:10:13 »
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Buch Daniel 9,4b-10.
Herr, du großer und Furcht erregender Gott, du bewahrst denen, die dich lieben und deine Gebote halten, deinen Bund und deine Gnade.
Wir haben gesündigt und Unrecht getan, wir sind treulos gewesen und haben uns gegen dich empört; von deinen Geboten und Gesetzen sind wir abgewichen.
Wir haben nicht auf deine Diener, die Propheten, gehört, die in deinem Namen zu unseren Königen und Vorstehern, zu unseren Vätern und zu allen Bürgern des Landes geredet haben.
Du, Herr, bist im Recht; uns aber steht bis heute die Schamröte im Gesicht, den Leuten von Juda, den Einwohnern Jerusalems und allen Israeliten, seien sie nah oder fern in all den Ländern, wohin du sie verstoßen hast; denn sie haben dir die Treue gebrochen.
Ja, Herr, uns steht die Schamröte im Gesicht, unseren Königen, Oberen und Vätern; denn wir haben uns gegen dich versündigt.
Aber der Herr, unser Gott, schenkt Erbarmen und Vergebung. Ja, wir haben uns gegen ihn empört.
Wir haben nicht auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes, gehört und seine Befehle nicht befolgt, die er uns durch seine Diener, die Propheten, gegeben hat.

Psalm 79(78),5.8-9.11.13.
Wie lange noch, Herr? Willst du auf ewig zürnen?
Wie lange noch wird dein Eifer lodern wie Feuer?
Rechne uns die Schuld der Vorfahren nicht an!
Mit deinem Erbarmen komm uns eilends entgegen!

Denn wir sind sehr erniedrigt.
Um der Ehre deines Namens willen
hilf uns, du Gott unsres Heils!
Um deines Namens willen reiß uns heraus

und vergib uns die Sünden!
Das Stöhnen der Gefangenen dringe zu dir.
Befrei die Todgeweihten durch die Kraft deines Armes!
Wir aber, dein Volk, die Schafe deiner Weide,

wollen dir ewig danken,
deinen Ruhm verkünden von Geschlecht zu Geschlecht.


Evangelium nach Lukas 6,36-38.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern : Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!
Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden.
Gebt, dann wird auch euch gegeben werden. In reichem, vollem, gehäuftem, überfließendem Maß wird man euch beschenken; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Bernhard (1091-1153), Zisterziensermönch und Kirchenlehrer
Stufen der Demut und des Hochmuts, § 12
„Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist"

Jesus Christus besitzt in einer Person zwei Naturen: Die eine, nach der er immer schon gewesen ist, die andere, nach der er in der Zeit begonnen hat, zu sein. Seinem ewigen Sein entsprechend weiß er immer schon alles, als einer in der Zeit Geborener jedoch hat er viele Dinge erst erlernt. Deshalb hat er erst, als er in der Zeit geboren wurde, als er Fleisch wurde, angefangen, das Elend unserer körperlichen Verfasstheit kennenzulernen, und zwar sie mit jener Kenntnis zu erlernen, die in der Schwäche unseres Fleisches erlernbar wird.

Es wäre für unsere Stammeltern schöner und klüger gewesen, diese Kenntnis nicht zu erlangen, denn um sie zu erlangen, mussten sie durch Widersinn und Unglück hindurchgehen. Gott aber, ihr Schöpfer, der gekommen ist, um zu suchen was verloren war, hatte Mitleid mit seinen Geschöpfen und ist gekommen, um sie aufzusuchen: Voller Erbarmen ist er dorthin hinabgestiegen, wohin sie in ihrem Elend gefallen waren. Er wollte am eigenen Leib erfahren, was sie erleiden mussten, nachdem sie sich von ihm abgewandt hatten, natürlich nicht aus menschlicher Neugierde heraus, sondern aufgrund einer bewunderungswerten Liebe; auch nicht, um mit ihnen im Elend zu verharren, sondern um barmherzig zu werden und sie aus ihrem Elend zu befreien.

Jesus Christus ist also barmherzig geworden, nicht aus der Barmherzigkeit heraus, die er in seinem ewigen Heilsein bereits besaß, sondern aus jener Barmherzigkeit, die er in unserer Fleischeshülle gefunden hat, indem er selber durch das Elend durchgegangen ist.
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« Antwort #638 am: 03. März 2015, 09:09:52 »
 ()*kjht545 ;kreuz+ ;mloda

Privatbotschaft der Muttergottes vom 2. März 2015 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo
"Liebe Kinder! Ihr seid meine Stärke, ihr, meine Apostel, die ihr durch eure Liebe, Demut und stilles Gebet es möglich macht, dass mein Sohn kennen gelernt wird. Ihr lebt in mir. Ihr tragt mich in eurem Herzen. Ihr wisst, dass ihr eine Mutter habt, die euch liebt und die gekommen ist, um euch die Liebe zu bringen. Ich schaue euch im himmlischen Vater an - eure Gedanken, eure Schmerzen, eure Leiden - und ich bringe sie meinem Sohn dar. Fürchtet euch nicht, verliert die Hoffnung nicht, weil mein Sohn auf Seine Mutter hört. Seitdem Er geboren wurde, liebt Er, und ich möchte, dass diese Liebe alle meine Kinder kennen lernen, damit jene zu Ihm zurückkehren, die Ihn wegen ihrer Schmerzen und ihres Nichtverstehens verlassen haben, und Ihn all jene, die Ihn nie gekannt haben, kennen lernen. Deshalb seid ihr da, meine Apostel, und ich als Mutter mit euch. Betet für die Festigkeit des Glaubens, denn aus dem festen Glauben kommen Liebe und Barmherzigkeit. Durch Liebe und Barmherzigkeit werdet ihr all jenen helfen, denen nicht bewusst ist, dass sie die Finsternis anstelle des Lichtes wählen. Betet für eure Hirten, denn sie sind die Stärke der Kirche, die euch mein Sohn hinterlassen hat. Durch meinen Sohn sind sie die Hirten der Seelen. Ich danke euch."
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« Antwort #639 am: 04. März 2015, 08:07:33 »
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Buch Jeremia 18,18-20.
Meine Feinde sagten: Kommt, lasst uns gegen Jeremia Pläne schmieden Denn nie wird dem Priester die Weisung ausgehen, dem Weisen der Rat und dem Propheten das Wort Kommt, wir wollen ihn mit seinen eigenen Worten schlagen und achtgeben auf alles, was er sagt.
Gib du, Herr, acht auf mich, und höre das Gerede meiner Widersacher!
Darf man denn Gutes mit Bösem vergelten? Denn sie haben mir eine Grube gegraben. Denk daran, wie ich vor dir stand, um zu ihren Gunsten zu sprechen und deinen Zorn von ihnen abzuwenden.

Psalm 31(30),5-6.12.14.15-16.
Du wirst mich befreien aus dem Netz, das sie mir heimlich legten;
denn du bist meine Zuflucht.
In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist;
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

Zum Spott geworden bin ich all meinen Feinden,
ein Hohn den Nachbarn, ein Schrecken den Freunden;
wer mich auf der Straße sieht, der flieht vor mir.
Ich höre das Zischeln der Menge - Grauen ringsum.
Sie tun sich gegen mich zusammen;
sie sinnen darauf, mir das Leben zu rauben.

Ich aber, Herr, ich vertraue dir,
ich sage: «Du bist mein Gott.»
In deiner Hand liegt mein Geschick;
entreiß mich der Hand meiner Feinde und Verfolger!




Evangelium nach Matthäus 20,17-28.
In jener Zeit als Jesus nach Jerusalem hinaufzog, nahm er unterwegs die zwölf Jünger beiseite und sagte zu ihnen:
Wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf; dort wird der Menschensohn den Hohenpriestern und Schriftgelehrten ausgeliefert; sie werden ihn zum Tod verurteilen
und den Heiden übergeben, damit er verspottet, gegeißelt und gekreuzigt wird; aber am dritten Tag wird er auferstehen.
Damals kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus und fiel vor ihm nieder, weil sie ihn um etwas bitten wollte.
Er fragte sie: Was willst du? Sie antwortete: Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen.
Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Sie sagten zu ihm: Wir können es.
Da antwortete er ihnen: Ihr werdet meinen Kelch trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die mein Vater diese Plätze bestimmt hat.
Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über die beiden Brüder.
Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen.
Bei euch soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein,
und wer bei euch der Erste sein will, soll euer Sklave sein.
Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Kommentar zu Psalm 126 (127)
„Er sagte zu ihnen: Wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf"

„Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht“ (Psalm 127,2). Was will das heißen? ... Christus, unser Tag, ist auferstanden; es ist gut, uns nach Christus zu erheben und nicht vor ihm. Wer sind denn jene, die sich vor Christus erheben wollen? ... Jene, die hier auf Erden erhoben werden wollen, da, wo er in Niedrigkeit lebte. Sie sollten also in der Welt in Niedrigkeit leben, wenn sie dorthin erhoben werden wollen, wohin Christus erhoben worden ist. Tatsächlich sagte Jesus über jene, die durch den Glauben zu ihm gehörten – und da genaugenommen befinden wir uns: „Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin“ (Joh 17,24). Wunderbares Geschenk, große Gnade, herrliches Versprechen...Möchtet ihr dorthin erhoben werden, wo er ist? Dann seit demütig, wie er demütig war.

„Ein Jünger steht nicht über seinem Meister“ (Mt 10,24)... und doch hatten sich die Söhne des Zebedäus bereits ihre Plätze, der eine links, der andere rechts, ausgesucht, bevor sie in der Nachfolge im Leiden ihres Herrn erniedrigt wurden. Sie wollten sich „zu früh“ erheben; deshalb gingen sie in die Irre. Der Herr hat sie zur Demut zurückgerufen, indem er sie fragte: „Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? Ich bin gekommen, um demütig zu sein und ihr wollt vor mir erhoben werden? Folgt mir nach, auf dem Weg, den ich gehen werde. Denn wenn ihr auf einem Weg gehen wollt, den ich nicht gehe, geht ihr in die Irre“ (vgl. Mt 20,22).
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

 

La Salette 1846



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