Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 972143 mal)

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« Antwort #648 am: 13. März 2015, 08:01:19 »
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Buch Hosea 14,2-10.
So spricht der Herr: Kehr um, Israel, zum Herrn, deinem Gott! Denn du bist zu Fall gekommen durch deine Schuld.
Kehrt um zum Herrn, nehmt Worte der Reue mit euch und sagt zu ihm: Nimm alle Schuld von uns und lass uns Gutes erfahren! Wir danken es dir mit der Frucht unserer Lippen.
Assur kann uns nicht retten. Wir wollen nicht mehr auf Pferden reiten und zum Machwerk unserer Hände sagen wir nie mehr: Unser Gott. Denn nur bei dir findet der Verwaiste Erbarmen.
Ich will ihre Untreue heilen und sie aus lauter Großmut wieder lieben. Denn mein Zorn hat sich von Israel abgewandt.
Ich werde für Israel da sein wie der Tau, damit es aufblüht wie eine Lilie und Wurzeln schlägt wie der Libanon.
Seine Zweige sollen sich ausbreiten, seine Pracht soll der Pracht des Ölbaums gleichen und sein Duft dem Duft des Libanon.
Sie werden wieder in meinem Schatten wohnen; sie bauen Getreide an und gedeihen wie die Reben, deren Wein so berühmt ist wie der Wein vom Libanon.
Was hat Efraim noch mit den Götzen zu tun? Ich, ja ich, erhöre ihn, ich schaue nach ihm.Ich bin wie der grünende Wacholder, an mir findest du reiche Frucht.
Wer weise ist, begreife dies alles, wer klug ist, erkenne es. Ja, die Wege des Herrn sind gerade; die Gerechten gehen auf ihnen, die Treulosen aber kommen auf ihnen zu Fall.

Psalm 81(80),6c.7-10.11ab.14.17.
Eine Stimme höre ich, die ich noch nie vernahm:
Seine Schulter hab' ich von der Bürde befreit,
seine Hände kamen los vom Lastkorb.
Du riefst in der Not, und ich riss dich heraus.

Ich habe dich aus dem Gewölk des Donners erhört,
an den Wassern von Meriba geprüft.
Höre, mein Volk, ich will dich mahnen!
Israel, wolltest du doch auf mich hören!

Für dich gibt es keinen andern Gott.
Du sollst keinen fremden Gott anbeten.
Ich bin der Herr, dein Gott,
der dich heraufgeführt hat aus Ägypten.

Ach dass doch mein Volk auf mich hörte,
dass Israel gehen wollte auf meinen Wegen!
Ich würde es nähren mit bestem Weizen
und mit Honig aus dem Felsen sättigen.




Evangelium nach Markus 12,28b-34.
In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?
Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.
Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm,
und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.
Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Basilius (um 330-379), Mönch und Bischof von Caesarea in Kappadozien, Kirchenlehrer
Die großen monastischen Regeln, Q 1-2
Die beiden Gebote der Liebe

Frage: Bitte sage uns als erstes, ob den Geboten Gottes eine bestimmte Reihenfolge zugrunde liegt. Gibt es ein erstes, zweites, drittes Gebot und so fort? ...

Antwort: Der Herr selbst hat die Reihenfolge festgelegt, die bei den Geboten zu beachten ist. Das erste und größte ist das, welches die Liebe zu Gott betrifft und das zweite, diesem gleich, oder vielmehr dessen Erfüllung und logische Folge, betrifft die Liebe zum Nächsten...

Frage: Sag' uns zuerst etwas über die Gottesliebe. Es wird erwartet, dass wir Gott lieben, aber wie sollen wir ihn lieben? ...

Antwort: Man kann die Liebe zu Gott nicht lehren. Es hat uns niemand beigebracht, am Licht Freude zu haben oder insbesondere am Leben festzuhalten; auch hat uns niemand gelehrt, die zu lieben, denen wir unsere Existenz verdanken oder die uns großgezogen haben. So, oder noch vielmehr, lernen wir auch nicht durch Unterweisung von außen, Gott zu lieben. In der Natur des lebendigen Wesens – ich meine des Menschen – liegt eine Art Keim, der das Prinzip der Liebesfähigkeit enthält. In dem Maße, wie wir lernen, die Gebote Gottes zu halten, werden wir uns auch dieses Keimes annehmen, ihn fleißig pflegen, ihn sorgfältig nähren, und ihn mit Hilfe der göttlichen Gnade zur Entfaltung bringen. Ich lobe Euren Eifer, denn ohne Eifer erreicht man sein Ziel nicht...

Wir müssen wissen, dass es nur eine einzige Tugend der Liebe gibt, die aber in ihrer Wirkmächtigkeit alle anderen Gebote umschließt: „Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten“ (Joh 14,23) und: „An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten“ (Mt 22,40).
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #649 am: 14. März 2015, 10:14:07 »
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Buch Hosea 6,1-6.
Kommt, wir kehren zum Herrn zurück! Denn er hat Wunden gerissen, er wird uns auch heilen; er hat verwundet, er wird auch verbinden.
Nach zwei Tagen gibt er uns das Leben zurück, am dritten Tag richtet er uns wieder auf und wir leben vor seinem Angesicht.
Lasst uns streben nach Erkenntnis, nach der Erkenntnis des Herrn. Er kommt so sicher wie das Morgenrot; er kommt zu uns wie der Regen, wie der Frühjahrsregen, der die Erde tränkt.
Was soll ich tun mit dir, Efraim? Was soll ich tun mit dir, Juda? Eure Liebe ist wie eine Wolke am Morgen und wie der Tau, der bald vergeht.
Darum schlage ich drein durch die Propheten, ich töte sie durch die Worte meines Mundes. Dann leuchtet mein Recht auf wie das Licht.
Liebe will ich, nicht Schlachtopfer, Gotteserkenntnis statt Brandopfer.

Psalm 51(50),3-4.18-19.20-21ab.
Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld,
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab,
und mach mich rein von meiner Sünde!

Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben;
an Brandopfern hast du kein Gefallen.
Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist,
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz
wirst du, Gott, nicht verschmähen.

In deiner Huld tu Gutes an Zion;
bau die Mauern Jerusalems wieder auf!
Dann hast du Freude an rechten Opfern,
an Brandopfern und Ganzopfern,
dann opfert man Stiere auf deinem Altar.




Evangelium nach Lukas 18,9-14.
In jener Zeit erzählte Jesus einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, dieses Beispiel:
Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.
Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort.
Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens.
Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig!
Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gregor der Große (um 540-604), Papst und Kirchenlehrer
Aus den "Moralia", 76
Eine offene Bresche

Mit welcher Umsicht beruft sich der Pharisäer, der in den Tempel ging, um dort zu beten, und der die Schutzmauern seiner Seele befestigt hatte, doch darauf, zwei Mal in der Woche zu fasten und den Zehnten von allem, was er verdiente, zu geben. Indem er spricht: „Mein Gott, ich danke dir“, zeigt sich klar, dass er alles Erdenkliche darangegeben hat, sich im Voraus abzusichern. Doch er lässt eine Stelle unbewacht und bietet sie sogar seinem Feind an, wenn er hinzufügt: „Denn ich bin nicht wie jener Zöllner dort“. Durch diese Eitelkeit hat er dem Feind gestattet, in die Stadt seines Herzen einzudringen, die er doch so gut durch sein Fasten und seine Almosen verriegelt hatte.

Alle anderen Vorsichtsmaßnahmen sind somit unnütz, wenn es in uns doch noch eine Öffnung gibt, durch die der Feind eindringen kann... Dieser Pharisäer hatte die Genusssucht durch den Verzicht besiegt; er hatte den Geiz durch die Freigebigkeit überwunden... Aber wieviel Arbeit, die für diese Siege nötig gewesen war, wurde zunichte gemacht durch ein einziges Laster? Durch die Bresche eines einzigen Fehlers?

Deshalb müssen wir nicht nur daran denken, das Gute zu tun. Wir müssen auch mit Sorgfalt über unsere Gedanken wachen, um sie rein zu bewahren bei unseren guten Werken. Denn wenn sie eine Quelle der Eitelkeit oder des Hochmuts in unserem Herzen sind, kämpfen wir einzig und allein für die nichtige Ehre und nicht für die unseres Schöpfers.
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« Antwort #650 am: 15. März 2015, 11:14:30 »
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Zweites Buch der Chronik 36,14-16.19-23.
In jenen Tagen begingen alle führenden Männer Judas und die Priester und das Volk viel Untreue. Sie ahmten die Gräueltaten der Völker nach und entweihten das Haus, das der Herr in Jerusalem zu seinem Heiligtum gemacht hatte.
Immer wieder hatte der Herr, der Gott ihrer Väter, sie durch seine Boten gewarnt; denn er hatte Mitleid mit seinem Volk und seiner Wohnung.
Sie aber verhöhnten die Boten Gottes, verachteten sein Wort und verspotteten seine Propheten, bis der Zorn des Herrn gegen sein Volk so groß wurde, dass es keine Heilung mehr gab.
Die Chaldäer verbrannten das Haus Gottes, rissen die Mauern Jerusalems nieder, legten Feuer an alle seine Paläste und zerstörten alle wertvollen Geräte.
Alle, die dem Schwert entgangen waren, führte Nebukadnezzar in die Verbannung nach Babel. Dort mussten sie ihm und seinen Söhnen als Sklaven dienen, bis das Reich der Perser zur Herrschaft kam.
Da ging das Wort in Erfüllung, das der Herr durch den Mund Jeremias verkündet hatte. Das Land bekam seine Sabbate ersetzt, es lag brach während der ganzen Zeit der Verwüstung, bis siebzig Jahre voll waren.
Im ersten Jahr des Königs Kyrus von Persien sollte sich erfüllen, was der Herr durch Jeremia gesprochen hatte. Darum erweckte der Herr den Geist des Königs Kyrus von Persien und Kyrus ließ in seinem ganzen Reich mündlich und schriftlich den Befehl verkünden:
So spricht Kyrus, der König von Persien: Der Herr, der Gott des Himmels, hat mir alle Reiche der Erde verliehen. Er selbst hat mir aufgetragen, ihm in Jerusalem in Juda ein Haus zu bauen. Jeder unter euch, der zu seinem Volk gehört - der Herr, sein Gott, sei mit ihm -, der soll hinaufziehen.

Psalm 137(136),1-2.3.4-5.6.
An den Strömen von Babel,
da saßen wir und weinten,
wenn wir an Zion dachten.
Wir hängten unsere Harfen
an die Weiden in jenem Land.

Dort verlangten von uns die Zwingherren Lieder,
unsere Peiniger forderten Jubel:
«Singt uns Lieder vom Zion!»
Wie könnten wir singen die Lieder des Herrn,
fern, auf fremder Erde?

Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem,
dann soll mir die rechte Hand verdorren.
Die Zunge soll mir am Gaumen kleben,
wenn ich an dich nicht mehr denke,
wenn ich Jerusalem nicht zu meiner höchsten Freude erhebe.




Brief des Apostels Paulus an die Epheser 2,4-10.
Brüder! Gott, der voll Erbarmen ist, hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus wieder lebendig gemacht.
Aus Gnade seid ihr gerettet.
Er hat uns mit Christus Jesus auferweckt und uns zusammen mit ihm einen Platz im Himmel gegeben.
Dadurch, dass er in Christus Jesus gütig an uns handelte, wollte er den kommenden Zeiten den überfließenden Reichtum seiner Gnade zeigen.
Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft - Gott hat es geschenkt -,
nicht aufgrund eurer Werke, damit keiner sich rühmen kann.
Seine Geschöpfe sind wir, in Christus Jesus dazu geschaffen, in unserem Leben die guten Werke zu tun, die Gott für uns im voraus bereitet hat.

Evangelium nach Johannes 3,14-21.
In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden,
damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat.
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.
Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.
Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.
Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Theodor von Mopsvestia (?-428), Bischof und Theologe
Kommentar zum Johannesevangelium; CSCO 115,116
„So sehr hat Gott die Welt geliebt"

„Habt keine Angst vor dem Kreuz", sagt der Herr Jesus, „und zweifelt nicht an den Worten, die ich zu euch sage.“ Die Schlange, die Mose in der Wüste erhöht hat, war einzig durch die Allmacht dessen wirksam, der befohlen hatte, sie aufzurichten... So nimmt auch der Herr das Los der Menschen auf sich und erleidet die Schmerzen des Kreuzes. Doch durch die in ihm wohnende Macht hat er die, die an ihn glauben, des ewigen Lebens würdig gemacht. In den Zeiten des Mose befreite die eherne Schlange diejenigen vom Tod, die vom giftige Biss getroffen worden waren, wenn sie denn ihre Blicke auf sie richten würden - obwohl sie kein Leben in sich hatte und nur durch die Kraft eines anderen. Jesus hingegen, allem Aussehen und aller Qualen zum Trotz, schenkt das Leben gleicherweise allen, die an ihn glauben würden, durch die Macht, die in ihm wohnt.

Jesus fährt fort: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingegeben hat, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ „Auch das ist“, so sagt er, „ein Zeichen der Liebe Gottes...“ Wie hat er sagen können: „Gott hat seinen einzigen Sohn hingegeben“? Es ist klar, dass die Gottheit nicht leiden kann. Doch durch ihre Vereinigung bilden die Göttlichkeit und die menschliche Person Jesu eine Einheit. Deshalb berührt alles, was seine menschliche Person betrifft, auch seine Göttlichkeit, obwohl der Mensch allein leidet...

Um diese Größe der Passion darzulegen, sagt der heilige Paulus: „... hätten sie die Weisheit Gottes erkannt, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt“ (1Kor 2,8). Indem er Jesus diesen Titel gibt, will er die Großartigkeit der Passion aufzeigen. In gleicher Weise verkündet unser Herr sehr trefflich: „Gott hat seinen einzigen Sohn hingegeben“, um die Größe seiner Liebe aufzuzeigen durch die Leiden, die er ertragen hat.
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« Antwort #651 am: 16. März 2015, 08:11:52 »
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Buch Jesaja 65,17-21.
So spricht der Herr: Seht, ich erschaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Man wird nicht mehr an das Frühere denken, es kommt niemand mehr in den Sinn.
Nein, ihr sollt euch ohne Ende freuen und jubeln über das, was ich erschaffe. Denn ich mache aus Jerusalem Jubel und aus seinen Einwohnern Freude.
Ich will über Jerusalem jubeln und mich freuen über mein Volk. Nie mehr hört man dort lautes Weinen und lautes Klagen.
Dort gibt es keinen Säugling mehr, der nur wenige Tage lebt, und keinen Greis, der nicht das volle Alter erreicht; wer als Hundertjähriger stirbt, gilt noch als jung, und wer nicht hundert Jahre alt wird, gilt als verflucht.
Sie werden Häuser bauen und selbst darin wohnen, sie werden Reben pflanzen und selbst ihre Früchte genießen.

Psalm 30(29),2.4.5-6ab.6cd.12a.13b.
Ich will dich rühmen, Herr,
denn du hast mich aus der Tiefe gezogen
und lässt meine Feinde nicht über mich triumphieren.
Herr, du hast mich herausgeholt aus dem Reich des Todes,
aus der Schar der Todgeweihten mich zum Leben gerufen.

Singt und spielt dem Herrn, ihr seine Frommen,
preist seinen heiligen Namen!
Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick,
doch seine Güte ein Leben lang.


Wenn man am Abend auch weint,
am Morgen herrscht wieder Jubel.
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.




Evangelium nach Johannes 4,43-54.
In jenen Tagen ging Jesus von Samaria nach Galiläa.
Er selbst hatte bestätigt: Ein Prophet wird in seiner eigenen Heimat nicht geehrt.
Als er nun nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, weil sie alles gesehen hatten, was er in Jerusalem während des Festes getan hatte; denn auch sie waren zum Fest gekommen.
Jesus kam wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser in Wein verwandelt hatte. In Kafarnaum lebte ein königlicher Beamter; dessen Sohn war krank.
Als er hörte, dass Jesus von Judäa nach Galiläa gekommen war, suchte er ihn auf und bat ihn, herabzukommen und seinen Sohn zu heilen; denn er lag im Sterben.
Da sagte Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht.
Der Beamte bat ihn: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt.
Jesus erwiderte ihm: Geh, dein Sohn lebt! Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und machte sich auf den Weg.
Noch während er unterwegs war, kamen ihm seine Diener entgegen und sagten: Dein Junge lebt.
Da fragte er sie genau nach der Stunde, in der die Besserung eingetreten war. Sie antworteten: Gestern in der siebten Stunde ist das Fieber von ihm gewichen.
Da erkannte der Vater, dass es genau zu der Stunde war, als Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er wurde gläubig mit seinem ganzen Haus.
So tat Jesus sein zweites Zeichen, und zwar nachdem er von Judäa nach Galiläa gekommen war.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Homilien zum Johannesevangelium, Nr. 35
„Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht"

„Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht!“ Der königliche Beamte scheint zu glauben, dass Jesus nicht die Macht hat, Tote aufzuerwecken: „Komm herab, ehe mein Kind stirbt!“ Er scheint zu glauben, dass Jesus nicht weiß, wie krank sein Kind ist. Deshalb macht Jesus ihm diesen Vorwurf, mit dem er ihm klarmachen will, dass Wunder vor allem geschehen, um Seelen zu gewinnen und zu heilen. So heilt Jesus den geistlich kranken Vater ebenso wie den körperlich kranken Sohn. Er will uns damit zu verstehen geben, dass wir uns nicht um der Wunder willen, sondern seiner Lehre wegen an ihn halten sollen, die von den Wundern bestätigt wird. Denn Wunder tut er nicht für die Glaubenden, sondern für die Ungläubigen.

Als er wieder zu Hause war „wurde er mit seinem ganzen Haus gläubig“. Leute, die Jesus weder gesehen noch gehört haben… glauben an ihn. Was können wir daraus lernen? Dass wir, ohne Wunder zu fordern, an ihn glauben sollen; wir dürfen von Gott keine Beweise für seine Macht fordern. Wie viele Menschen lassen in unserer Zeit eine größere Gottesliebe erkennen, wenn Kinder oder Frauen die Linderung ihrer Krankheit erfahren! Wir müssen, auch wenn unsere Wünsche nicht erhört werden, in der Danksagung und im Lobpreis verharren. Bleiben wir mit Gott im Unglück ebenso verbunden wie in glücklichen Tagen!
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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« Antwort #652 am: 17. März 2015, 09:03:25 »
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Buch Ezechiel 47,1-9.12.
Der Mann, der mich begleitete, führte mich zum Eingang des Tempels zurück, und ich sah, wie unter der Tempelschwelle Wasser hervorströmte und nach Osten floss; denn die vordere Seite des Tempels schaute nach Osten. Das Wasser floss unterhalb der rechten Seite des Tempels herab, südlich vom Altar.
Dann führte er mich durch das Nordtor hinaus und ließ mich außen herum zum äußeren Osttor gehen. Und ich sah das Wasser an der Südseite hervorrieseln.
Der Mann ging nach Osten hinaus, mit der Messschnur in der Hand, maß tausend Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen; das Wasser reichte mir bis an die Knöchel.
Dann maß er wieder tausend Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen; das Wasser reichte mir bis zu den Knien. Darauf maß er wieder tausend Ellen ab und ließ mich hindurchgehen; das Wasser ging mir bis an die Hüften.
Und er maß noch einmal tausend Ellen ab. Da war es ein Fluss, den ich nicht mehr durchschreiten konnte; denn das Wasser war tief, ein Wasser, durch das man schwimmen musste, ein Fluss, den man nicht mehr durchschreiten konnte.
Dann fragte er mich: Hast du es gesehen, Menschensohn? Darauf führte er mich zurück, am Ufer des Flusses entlang.
Als ich zurückging, sah ich an beiden Ufern des Flusses sehr viele Bäume.
Er sagte zu mir: Dieses Wasser fließt in den östlichen Bezirk, es strömt in die Araba hinab und läuft in das Meer, in das Meer mit dem salzigen Wasser. So wird das salzige Wasser gesund.
Wohin der Fluss gelangt, da werden alle Lebewesen, alles, was sich regt, leben können, und sehr viele Fische wird es geben. Weil dieses Wasser dort hinkommt, werden die Fluten gesund; wohin der Fluss kommt, dort bleibt alles am Leben.
An beiden Ufern des Flusses wachsen alle Arten von Obstbäumen. Ihr Laub wird nicht welken, und sie werden nie ohne Frucht sein. Jeden Monat tragen sie frische Früchte; denn das Wasser des Flusses kommt aus dem Heiligtum. Die Früchte werden als Speise und die Blätter als Heilmittel dienen.

Psalm 46(45),2-3.5-6.8-9.
Gott ist uns Zuflucht und Stärke,
ein bewährter Helfer in allen Nöten.
Darum fürchten wir uns nicht, wenn die Erde auch wankt,
wenn Berge stürzen in die Tiefe des Meeres.

Die Wasser eines Stromes erquicken die Gottesstadt,
des Höchsten heilige Wohnung.
Gott ist in ihrer Mitte, darum wird sie niemals wanken;
Gott hilft ihr, wenn der Morgen anbricht.

Der Herr der Heerscharen ist mit uns,
der Gott Jakobs ist unsre Burg.
Kommt und schaut die Taten des Herrn,
der Furchtbares vollbringt auf der Erde.




Evangelium nach Johannes 5,1-16.
Es war ein Fest der Juden, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem.
In Jerusalem gibt es beim Schaftor einen Teich, zu dem fünf Säulenhallen gehören; dieser Teich heißt auf hebräisch Betesda.
In diesen Hallen lagen viele Kranke, darunter Blinde, Lahme und Verkrüppelte.

Dort lag auch ein Mann, der schon achtunddreißig Jahre krank war.
Als Jesus ihn dort liegen sah und erkannte, dass er schon lange krank war, fragte er ihn: Willst du gesund werden?
Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich, sobald das Wasser aufwallt, in den Teich trägt. Während ich mich hinschleppe, steigt schon ein anderer vor mir hinein.
Da sagte Jesus zu ihm: Steh auf, nimm deine Bahre und geh!
Sofort wurde der Mann gesund, nahm seine Bahre und ging. Dieser Tag war aber ein Sabbat.
Da sagten die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbat, du darfst deine Bahre nicht tragen.
Er erwiderte: Der Mann, der mich gesund gemacht hat, sagte zu mir: Nimm deine Bahre und geh!
Sie fragten ihn: Wer ist das denn, der zu dir gesagt hat: Nimm deine Bahre und geh?
Der Geheilte wusste aber nicht, wer es war. Jesus war nämlich weggegangen, weil sich dort eine große Menschenmenge angesammelt hatte.
Später traf ihn Jesus im Tempel und sagte zu ihm: Jetzt bist du gesund; sündige nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres zustößt.
Der Mann ging fort und teilte den Juden mit, dass es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte.
Daraufhin verfolgten die Juden Jesus, weil er das an einem Sabbat getan hatte.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Oden des Salomo (christlich-hebräischer Text, frühes 2. Jh.)
Nr. 6
„Das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt“ (Joh 4,14)

Der Herr hat sich besser zu erkennen gegeben. Er bemüht sich darum, dass die von seiner Gnade empfangenen Gaben besser erkannt werden. Er hat uns gewährt, dass wir seinen Namen preisen; unser Geist besingt seinen Heiligen Geist. Denn Wasser strömte hervor und ist zu einem weiten, mächtigen Fluss geworden (Ez 47,1f). Er hat das Universum überschwemmt, es zerbrochen und zum Tempel getragen. Die Hindernisse der Menschen konnten den Fluss nicht aufhalten, nicht einmal der Sachverstand derer, die Wasser eindeichen. Denn der Fluss hat sich über die ganze Erde ausgebreitet und sie ganz bedeckt.

Alle Durstigen der Erde haben getrunken; ihr Durst ist gelöscht worden, denn der Höchste hat den Durst der Seinen gestillt. Die Diener, denen er seine Wasser anvertraut hat, können sich glücklich schätzen. Ihre ausgedörrten Lippen wurden benetzt und ihr gelähmter Wille gestärkt. Die todgeweihten Seelen wurden dem Tod entrissen; die ermatteten Glieder wurden wieder fest und stehen aufrecht. Ihre Schritte bekamen Kraft und ihre Augen Licht. Im Herrn sind sie zur Erkenntnis gekommen; durch das lebendige Wasser leben sie in Ewigkeit.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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« Antwort #653 am: 18. März 2015, 08:11:03 »
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Buch Jesaja 49,8-15.
So spricht der Herr: Zur Zeit der Gnade will ich dich erhören, am Tag der Rettung dir helfen. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund zu sein für das Volk, aufzuhelfen dem Land und das verödete Erbe neu zu verteilen,
den Gefangenen zu sagen: Kommt heraus!, und denen, die in der Finsternis sind: Kommt ans Licht! Auf allen Bergen werden sie weiden, auf allen kahlen Hügeln finden sie Nahrung.
Sie leiden weder Hunger noch Durst, Hitze und Sonnenglut schaden ihnen nicht. Denn er leitet sie voll Erbarmen und führt sie zu sprudelnden Quellen.
Alle Berge mache ich zu Wegen und meine Straßen werden gebahnt sein.
Seht her: Sie kommen von fern, die einen von Norden und Westen, andere aus dem Land der Siniter.
Jubelt, ihr Himmel, jauchze, o Erde, freut euch, ihr Berge! Denn der Herr hat sein Volk getröstet und sich seiner Armen erbarmt.
Doch Zion sagt: Der Herr hat mich verlassen, Gott hat mich vergessen.
Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht.

Psalm 145(144),8-9.13cd-14.17-18.
Der Herr ist gnädig und barmherzig,
langmütig und reich an Gnade.
Der Herr ist gütig zu allen,
sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.

Der Herr ist treu in all seinen Worten,
voll Huld in all seinen Taten.
Der Herr stützt alle, die fallen,
und richtet alle Gebeugten auf.

Gerecht ist der Herr in allem, was er tut,
voll Huld in all seinen Werken.
Der Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe,
allen, die zu ihm aufrichtig rufen.



Evangelium nach Johannes 5,17-30.
In jener Zeit entgegnete Jesus den Juden: Mein Vater ist noch immer am Werk, und auch ich bin am Werk.
Darum waren die Juden noch mehr darauf aus, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen Vater nannte und sich damit Gott gleichstellte.
Jesus aber sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, wenn er den Vater etwas tun sieht. Was nämlich der Vater tut, das tut in gleicher Weise der Sohn.
Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er tut, und noch größere Werke wird er ihm zeigen, so dass ihr staunen werdet.
Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will.
Auch richtet der Vater niemand, sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen,
damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.
Amen, amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen.
Amen, amen, ich sage euch: Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden; und alle, die sie hören, werden leben.
Denn wie der Vater das Leben in sich hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben in sich zu haben.
Und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist.
Wundert euch nicht darüber! Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören
und herauskommen werden: Die das Gute getan haben, werden zum Leben auferstehen, die das Böse getan haben, zum Gericht.
Von mir selbst aus kann ich nichts tun; ich richte, wie ich es vom Vater höre, und mein Gericht ist gerecht, weil es mir nicht um meinen Willen geht, sondern um den Willen dessen, der mich gesandt hat.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. John Henry Newman (1801-1890), Theologe und Kardinal, Gründer der Oratorianergemeinschaft in England
Predigt „Christ Manifested in Remembrance“, PPS Bd. 4, Nr. 17
„Mein Vater ist noch immer am Werk und auch ich bin am Werk“

Wenn wir unser Augenmerk darauf richten, wie sich der Retter während seines irdischen Lebens verhalten hat, sehen wir, dass er seine Identität als Sohn Gottes absichtlich verschleiert und trotzdem gleichzeitig preisgegeben hat. Er wollte offensichtlich, dass man sie als Besitz habe, jedoch nicht sofort: Als ob seine Worte zwar ihre Gültigkeit behalten sollten, man aber auch eine Weile warten müsste, bis man sie in ihrer Bedeutung voll erfassen würde; als ob man seine Ankunft abwarten müsste, die sowohl Christus als auch seine Worte ins volle Licht setzen würde… Unter seinen Jüngern war er „wie der, der bedient“ (Lk 22,27). Die Apostel begriffen offensichtlich erst nach seiner Auferstehung – und vor allem nach seiner Himmelfahrt, als der Heilige Geist herabkam – wer bei ihnen gewesen war…

Zu wiederholten Malen, und das in der Heiligen Schrift wie im Leben, nehmen wir die aktuelle Gegenwart Gottes nicht wahr, sondern erst dann, wenn wir zurückblicken und dabei feststellen, was damals geschehen ist… Wie wunderbar doch die Vorsehung ist, so leise und doch so wirksam, so beständig und vor allem so unfehlbar! Und das macht den Satan völlig hilflos; er kann beim Ablauf der Geschehnisse die wirkende Hand Gottes nicht erkennen…; vor der majestätischen, gelassenen Stille, der unerschütterlichen, heiligen Ruhe, die in der Vorsehung Gottes walten, sind seine vielfältigen Möglichkeiten wirkungslos…

Die Hand Gottes wacht immer über die Seinen, und Gott führt sie auf einem Weg, den sie nicht kennen. Glauben ist alles, was sie tun können. Später werden sie sehen, was sie jetzt nicht sehen. Durch diesen Glauben sind sie aktiv an den Vorhaben Gottes beteiligt.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #654 am: 19. März 2015, 08:11:48 »
 ()*kjht545 ;tffhfdsds

Jährliche Erscheinung der Muttergottes vom 18. März 2015 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo
„Liebe Kinder! Mit vollem Herzen bitte ich euch, ich bitte euch, meine Kinder, eure Herzen von der Sünde zu reinigen und sie zu Gott und dem ewigen Leben aufzurichten. Ich bitte euch, seid wachsam und offen für die Wahrheit. Erlaubt nicht, dass euch all das Irdische von der wahren Erkenntnis der Zufriedenheit in der Gemeinschaft mit meinem Sohn entfernt. Ich führe euch auf dem Weg der wahren Weisheit, denn nur durch die wahre Weisheit könnt ihr den wahren Frieden und das wahre Gute erkennen. Verliert keine Zeit, indem ihr vom himmlischen Vater Zeichen erbittet, denn das größte Zeichen hat Er euch schon gegeben: das ist mein Sohn. Deshalb, meine Kinder, betet, damit der Heilige Geist euch in die Wahrheit einführen kann, damit Er euch hilft, sie zu erkennen, und durch diese Erkenntnis der Wahrheit ihr eins mit dem himmlischen Vater und meinem Sohn sein möget. Das ist die Erkenntnis, die das Glück auf der Erde gibt, und die Tür des ewigen Lebens und der grenzenlosen Liebe öffnet. Ich danke euch.“
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #655 am: 20. März 2015, 08:09:58 »
 ;mloda ;ksghtr

Buch der Weisheit 2,1a.12-22.
Sie tauschen ihre verkehrten Gedanken aus und sagen: Kurz und traurig ist unser Leben; für das Ende des Menschen gibt es keine Arznei, und man kennt keinen, der aus der Welt des Todes befreit.
Lasst uns dem Gerechten auflauern! Er ist uns unbequem und steht unserem Tun im Weg. Er wirft uns Vergehen gegen das Gesetz vor und beschuldigt uns des Verrats an unserer Erziehung.
Er rühmt sich, die Erkenntnis Gottes zu besitzen, und nennt sich einen Knecht des Herrn.
Er ist unserer Gesinnung ein lebendiger Vorwurf, schon sein Anblick ist uns lästig;
denn er führt ein Leben, das dem der andern nicht gleicht, und seine Wege sind grundverschieden.
Als falsche Münze gelten wir ihm; von unseren Wegen hält er sich fern wie von Unrat. Das Ende der Gerechten preist er glücklich und prahlt, Gott sei sein Vater.
Wir wollen sehen, ob seine Worte wahr sind, und prüfen, wie es mit ihm ausgeht.
Ist der Gerechte wirklich Sohn Gottes, dann nimmt sich Gott seiner an und entreißt ihn der Hand seiner Gegner.
Roh und grausam wollen wir mit ihm verfahren, um seine Sanftmut kennenzulernen, seine Geduld zu erproben.
Zu einem ehrlosen Tod wollen wir ihn verurteilen; er behauptet ja, es werde ihm Hilfe gewährt.
So denken sie, aber sie irren sich; denn ihre Schlechtigkeit macht sie blind.
Sie verstehen von Gottes Geheimnissen nichts, sie hoffen nicht auf Lohn für die Frömmigkeit und erwarten keine Auszeichnung für untadelige Seelen.

Psalm 34(33),17-18.19-20.21.23.
Das Antlitz des Herrn richtet sich gegen die Bösen,
um ihr Andenken von der Erde zu tilgen.
Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr;
er entreißt sie all ihren Ängsten.

Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen,
er hilft denen auf, die zerknirscht sind.
Der Gerechte muss viel leiden,
doch allem wird der Herr ihn entreißen.

Er behütet all seine Glieder,
nicht eines von ihnen wird zerbrochen.
Der Herr erlöst seine Knechte;
straflos bleibt, wer zu ihm sich flüchtet.




Evangelium nach Johannes 7,1-2.10.25-30.
In jener Zeit zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte sich nicht in Judäa aufhalten, weil die Juden darauf aus waren, ihn zu töten.
Das Laubhüttenfest der Juden war nahe.
Als aber seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, zog auch er hinauf, jedoch nicht öffentlich, sondern heimlich.
Da sagten einige Leute aus Jerusalem: Ist das nicht der, den sie töten wollen?
Und doch redet er in aller Öffentlichkeit, und man lässt ihn gewähren. Sollte der Hohe Rat wirklich erkannt haben, dass er der Messias ist?
Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Messias kommt, weiß niemand, woher er stammt.
Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht.
Ich kenne ihn, weil ich von ihm komme und weil er mich gesandt hat.
Da wollten sie ihn festnehmen; aber keiner wagte ihn anzufassen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Origenes (um 185-253), Priester und Theologe
Kommentar zum hl. Johannes 19,12; PG 14,548
„Keiner wagte ihn anzufassen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen“

Nach Jesus zu suchen, ist oft von großem Wert; denn es bedeutet dasselbe wie die Suche nach dem Wort, der Wahrheit und der Weisheit. Ihr werdet jedoch einwenden, dass der Ausdruck „Jesus suchen“ manchmal auf Leute gemünzt ist, die ihm Böses wollen. Zum Beispiel: „Sie wollten ihn festnehmen, aber keiner wagte ihn anzufassen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen“… Er weiß, von wem er sich fernhalten muss und bei wem er sich aufhalten kann, ohne dass man ihn gleich findet: Damit man ihn, wenn man ihn sucht, zur rechten Zeit auch findet. Der Apostel Paulus sagt denen, die Jesus noch nicht gefunden und ihn noch nicht aufmerksam betrachtet haben: „Sag nicht in deinem Herzen: Wer wird in den Himmel hinaufsteigen? Das hieße Christus herabholen. Oder: Wer wird in den Abgrund hinabsteigen? Das hieße: Christus von den Toten heraufführen. Was also sagt die Schrift? 'Das Wort ist dir nahe, es ist in deinem Mund und in deinem Herzen'“ (Röm 10,6-8).

Wenn der Herr in seiner Liebe zu den Menschen sagt: „Ihr werdet mich suchen“ (Joh 8,21), lässt er etwas vom Reich Gottes andeutungsweise erkennen, damit diejenigen, die ihn suchen, nicht außerhalb ihrer selbst suchen, und nicht etwa sagen: „Seht, hier ist es!", oder: "Dort ist es!“ Der Herr sagt zu ihnen: „Das Reich Gottes ist (schon) mitten unter euch“ (Lk 17,21). Solange wir den Samen der Wahrheit in unseren Seelen bewahren und seine Gebote halten, entfernt sich das Wort nicht von uns. Wenn aber das Böse in uns überhandnimmt und uns verdirbt, wird Jesus zu uns sagen: „Ich gehe fort und ihr werdet mich suchen, und ihr werdet in eurer Sünde sterben“.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

 

La Salette 1846



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