Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971893 mal)

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Evangelium nach Matthäus 5,38-42.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn.
Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.
Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann laß ihm auch den Mantel.
Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm.
Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Cäsarius von Arles (470 - 543), Mönch und Bischof
Predigten ans Volk, Nr. 23, 4-5; inspiriert vom hl. Augustinus; SC 243
„Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand“

„Wer das ganze Gesetz hält und nur gegen ein einziges Gebot verstößt, der hat sich gegen alle verfehlt“ (Jak 2,10). Was ist der Inhalt dieses einzigen Gebotes, wenn nicht die wahre Liebe, die vollkommene Nächstenliebe? Von ihr sagt auch der Apostel Paulus: „Das ganze Gesetz ist in dem einen Wort zusammengefasst: du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Gal 5,14)…

Denn die wahre Liebe ist geduldig im Unglück und bescheiden im Glück. Sie ist stark in schweren Leiden, fröhlich in guten Werken, ganz in Sicherheit in der Anfechtung. Unter wahren Freunden ist sie sehr zart, unter falschen sehr geduldig. Sie bleibt unschuldig inmitten von Nachstellungen. Sie seufzt inmitten von Bösartigkeiten und atmet auf in der Wahrheit. In der verheirateten Susanna, der Witwe Anna, der Jungfrau Maria ist die Liebe keusch (Dn 13,1f; Lk 2,36), im Gehorsam des Petrus demütig und im Sprechen des Paulus frei. Sie ist menschlich im Zeugnis der Christen, göttlich in der Vergebung Christi. Denn die wahre Liebe, geliebte Brüder, ist die Seele der ganzen Heiligen Schrift, die Kraft der Prophetie, das Traggerüst der Erkenntnis, die Frucht des Glaubens, das Leben der Sterbenden. Bewahrt sie also in Treue, liebt sie von ganzem Herzen und mit der ganzen Kraft eures Geistes (vgl. Mk 12,30).
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Evangelium nach Matthäus 5,43-48.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er läßt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden?
Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Juliana von Norwich (1342-nach 1416), englische Inklusin
Offenbarungen von der göttlichen Liebe, Kap.35
„Er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten“

Alles wird sich zum Guten wenden: Die Fülle der Freude besteht darin, in allem Gott zu sehen. Mit derselben gebenedeiten Macht, Weisheit und Liebe, mit der er alles geschaffen hat, führt er ständig alles dem gleichen Ziel zu und bringt alles zu ihm zurück. Wir werden das zur rechten Zeit sehen… Alles, was unser Herr tut, ist gerecht; alles, was er geschehen lässt, gehört zu seinem Plan – das Gute wie das Böse. Denn alles, was gut ist, ist das Werk unseres Herrn; was schlecht ist, das lässt er zu. Ich sage nicht, dass das Schlechte wertvoll ist; sondern ich sage, dass alles, was unser Herr geschehen lässt, ein Baustein ist in seinem Plan. So wird in diesem Werk der Barmherzigkeit und Gnade seine Güte in alle Ewigkeit erkannt werden, genauso wie die Wunder seiner Demut und Sanftheit…

Gott selber ist die Redlichkeit in Person; alle seine Werke sind gerecht, von Ewigkeit her sind sie durch seine große Macht, Weisheit und Güte verfügt. So wie er alles aufs Beste eingerichtet hat, so ist er ständig mit Redlichkeit am Werk und führt alles seinem Ziel zu … Wir sind mehr als jede andere Kreatur wunderbar behütet und für ewig in dieser Redlichkeit geborgen.

Die Barmherzigkeit ist eine Haltung, die aus Gottes Güte hervorgeht. Sie wird solange währen, wie es der Sünde gestattet ist, die Seelen der Gerechten heimzusuchen… Gott lässt zu, dass wir fallen; durch seine Macht und Weisheit aber passt er auf uns auf. Durch seine Barmherzigkeit und Gnade erhebt er uns zu einer unendlich größeren Freude. So will er in seiner Redlichkeit und Barmherzigkeit erkannt und geliebt werden, jetzt und immerdar.
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Evangelium nach Matthäus 6,1-6.16-18.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.
Wenn du Almosen gibst, laß es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut.
Dein Almosen soll verborgen bleiben, und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, daß sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht,
damit die Leute nicht merken, daß du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. John Henry Newman (1801-1890), Theologe und Kardinal, Gründer eines Oratorium in England
Predigt „Times of Private Prayer“, PPS, Bd. 1, Nr. 19
„Geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist“

Menschen, die den unsichtbaren Gott suchen, suchen ihn in ihrem Herzen und ihren verborgenen Gedanken, nicht aber in lauten Worten, als wäre er weit weg von ihnen. Sie sind es gewohnt, sich dorthin zurückzuziehen, wo kein menschliches Auge sie erblickt. Dort können sie, demütig und tiefen Glaubens, dem begegnen, der „ihrem Pfad und ihrem Lager nahe“ ist und der all ihre Schritte sieht. Und Gott, der „die Herzen erforscht“ (Röm 8,27), wird sie am helllichten Tag belohnen. Das in Abgeschiedenheit und im Einklang mit dem Willen Gottes gesprochene Gebet wird wie ein Schatz in seinem Buch des Lebens (Ps 69,29) aufbewahrt. Vielleicht hat dieses Gebet hienieden auf eine Antwort gewartet, aber sie nicht erhalten? Vielleicht ist es der Welt nie bekannt geworden? Gott jedoch behält es stets in Erinnerung, und am Letzten Tag, wenn die „Bücher aufgeschlagen“ werden (Offb 20,12), wird dieses Gebet kundgegeben und vor aller Welt seinen Lohn bekommen…

Wir sind uns durchaus bewusst, dass wir in gewissem Sinn den ganzen Tag über (Lk 18,1) in Gebet und Betrachtung verharren sollten. Aber… sollen wir auch zu festgesetzten Tageszeiten auf bestimmte Art und Weise beten? Selbst wenn festgelegte Zeiten und Formeln nicht absolut notwendig sind, stellen sie dennoch eine große Hilfe dar; überdies sind sie uns von unserem Herrn ans Herz gelegt, wenn er sagt: „Geh in deine Kammer, wenn du betest“. Sogar unser Erlöser kannte herausgehobene Momente des Einswerdens mit Gott. Seine Gedanken waren wohl ein ständig dem Vater erwiesener göttlicher Dienst; doch lesen wir auch, dass „er auf einen Berg stieg, um in der Einsamkeit zu beten“, und dass „er die ganze Nacht im Gebet zu Gott verbrachte“ (Mt 14,23; Lk 6,12).

Man muss auf der Verpflichtung zu festgelegten Zeitpunkten des Gebets bestehen; denn angesichts der Sorgen und Anforderungen des Lebens neigen wir oft dazu, sie zu vernachlässigen. Diese Verpflichtung ist weit gewichtiger als man gemeinhin denkt – auch in den Reihen derer, die ihr nachkommen.
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DAS HEILIGSTE FRONLEICHNAMFEST

Eucharistisches Wunder von Buenos Aires – Erzbischof Bergoglio und die wissenschaftlichen Analysen
5. Juli 2013 11:26 | Mitteilung an die Redaktion
(Buenos Aires) Papst Franziskus ließ als Erzbischof von Buenos Aires eine wissenschaftliche Untersuchung über ein mutmaßliches eucharistisches Wunder durchführen, das als Eucharistisches Wunder von Buenos Aires bekannt wurde und sich zwischen 1992 und 1996 zugetragen haben soll. Er selbst suchte jedes Jahr mehrfach die Marienkirche auf, in der die sichtbaren Zeichen des Wunders aufbewahrt werden, um dort eucharistische Anbetung zu halten.

Das Ereignis ist nur wenig bekannt, weil der Pfarrer und seine Gläubigen, wohl nicht ohne Rücksprache mit dem zuständigen Erzbischof, kein mediales Aufsehen wollten. Seit der Wahl Kardinal Bergoglios zum Nachfolger des Apostels Petrus spricht sich die Nachricht dennoch langsam herum. Im deutschen Sprachraum gehört das katholische Internetforum Viaveritas zu den Ersten, die bereits 2009 darüber berichteten.

Die Fakten
Das Ereignis begann 1992 im selben Jahr und Monat, in dem Jorge Mario Bergoglio von Papst Johannes Paul II. aus der argentinischen Provinz zurückgerufen und zum Weihbischof von Buenos Aires ernannt wird. Alles geschah in der Pfarrkirche Santa Maria im Viertel Almagro y Caballito in der Altstadt von Buenos Aires. Am 1. Mai 1992, einem Freitag, wurden zwei konsekrierte Hostien auf dem Korporale des Tabernakels gefunden. Auf Anweisung des Pfarrers, Pater Alejandro Pezet, wurden sie in einen Wasserbehälter gelegt und im Tabernakel verschlossen, wie es in solchen Fällen üblich ist. Nach mehreren Tagen hatten sich die Hostien aber nicht aufgelöst. Eine Woche später, am Freitag den 8. Mai 1992 waren die beiden Hostien wie mit Blut durchtränkt. Am Sonntag, den 10. Mai 1992 wurden während der Abendmesse auch auf der Patene Bluttropfen entdeckt, auf der die konsekrierte Hostie während der Eucharistiefeier gelegt wird. Das Blut wurde von einem Arzt und mehreren Hämatologen untersucht. Alle stellten zweifelsfrei fest, daß es sich um menschliches Blut handelte.

Am 15. August 1996, dem Hochfest Maria Himmelfahrt, als während der Heiligen Messe die Kommunionspendung beendet war, näherte sich eine Frau Pfarrer Pezet und sagte ihm, sie hätte auf der Rückseite der Kirche eine offensichtlich profanierte Hostie gefunden. Der Priester eilte hinaus, um sie aufzulesen und legte auch diese in ein Wasserglas, damit sie sich auflöst. Statt sich aufzulösen, verwandelte sich die Hostie jedoch in ein blutiges Fleischstück. Von dieser Metamorphose wurde umgehend der damalige Erzbischof von Buenos Aires, Antonio Kardinal Quarracino (1990-1998) und dessen Weihbischof Jorge Mario Bergoglio informiert. Dieser beauftragte den Pfarrer, von einem Fotografen alles ablichten zu lassen. Die Aufnahmen wurden am 6. September 1996 gemacht und nach Rom geschickt.

Wissenschaftliche Untersuchungen
Als auch nach mehreren Jahren keine Zeichen eines Zerfallsprozesses erkennbar waren, erlaubte der inzwischen zum Erzbischof von Buenos Aires gewordene heutige Papst eine gründliche Untersuchung. Eine Gewebeprobe des Fleischstückes, in das sich 1996 die aufgefundene Hostie im Tabernakel verwandelt hatte, wurde gerichtsmedizinisch untersucht. Dabei wurde festgestellt, daß es sich mit Sicherheit um den Teil eines Menschenherzens handelt. Wie das pathologische Institut weiter feststellte, mußte es sich um das Herz eines noch lebenden Mannes handeln. Es handelt sich um lebende Zellen. Der beauftragten Gerichtsmedizin war die Herkunft der Gewebeprobe nicht mitgeteilt worden, um das Ergebnis in keine Richtung zu beeinflussen.

Im selben Jahr wurde der bekannte, unter anderem in Deutschland ausgebildete Neuropsychophysiologe Ricardo Castañon Gomez aus Bolivien mit der Durchführung einiger weiterer Untersuchungen beauftragt. Diesmal an beiden mutmaßlichen eucharistischen Wundern, jenem von 1992 und jenem von 1996. Am 6. Oktober 1999 entnahm Castañon in Anwesenheit von Vertretern des Erzbischofs und eines Notars je eine Blutprobe und schickte sie an das gerichtsmedizinische Institut Forence Analitycal von San Francisco in den USA. Die Entnahme war vom Erzbischof mit Rom abgesprochen worden. Direkter Ansprechpartner war der Kirchenrechtler und heutige Kurienbischof Gianfranco Girotti, der Privatsekretär von Joseph Kardinal Ratzinger, dem damaligen Präfekten der Glaubenskongregation. Am 28. Januar 2000 wurde das Ergebnis bekanntgegeben. Das Institut stellte fest, daß es sich um menschliches Blut handelte und bestätigte damit die bisherigen Untersuchungen. Der DNA-Code sei eindeutig menschlich. Die Proben wurden ebenso an Professor John Walker von der University of Sydney in Australien geschickt. Der unabhängig von den anderen Untersuchungen feststellte, daß die Muskelzellen und Weißen Blutkörperchen von einem Menschen stammen und vollkommen intakt sind. Aus den Untersuchungen ging zudem hervor, daß das Gewebe entzündet war, was bedeutet, daß die Person, zu dem es gehört, ein Trauma erlitten hatte. 2003 teilte Walker Castañon mit, daß die Proben mit einem entzündeten männlichen, nach allen Merkmalen noch lebenden Herzen übereinstimmen.

Um die Sache weiter zu vertiefen, wurden daraufhin die Proben dem bekannten Spezialisten für Herzerkrankungen Frederic Zugibe von der Columbia University von New York, einem der renommiertesten Gerichtsmediziner der USA übermittelt. Am 26. März 2005 legte er das Ergebnis seiner Untersuchungen vor. Das analysierte Material stellte er als Fragment des Herzmuskels fest, das aus der linken Herzkammer nahe der Aortenklappe stamme. Die linke Herzkammer pumpt das Blut in alle Körperteile. Der untersuchte Herzmuskel, so Zugibe, befindet sich in einem entzündeten Zustand und enthält eine große Zahl weißer Blutkörperchen. Das weise daraufhin, daß das Herz lebte, als ihm die Probe entnommen wurde, da weiße Blutkörperchen außerhalb eines lebenden Organismus absterben. Mehr noch: die weißen Blutkörperchen sind in das Gewebe eingedrungen, was anzeigt, daß das Herz eine große Streßsituation erlitten hat. Auch Zugibe und sein Wissenschaftsteam waren nicht über die Hintergründe und die Herkunft der Proben aus konsekrierten Hostien informiert.

Zeugen der Untersuchungen waren der Rechtsanwalt Ron Tesoriero und mit Mike Willesee einer der bekanntesten Journalisten Australiens, der sich dann zum katholischen Glauben bekehrte. Als Zugibe später erfuhr, daß die eine Probe einen Monat, die andere sogar drei Jahre in destilliertem Wasser aufbewahrt wurden, war er völlig verblüfft. Noch mehr verblüfft war er, als er von der Herkunft der Proben aus Hostien erfuhr. Das von ihm als Teil eines „lebenden“ männlichen Herzens festgestellte Fragment, stammte aus einem konsekrierten Brotstück. Zugibe war fassungslos: Wie konnte das Fragment eines Stückes Brot ein Teil eines menschlichen Herzens werden? Wie war es möglich, daß diese von ihm untersuchte Probe, die 1996 für alle, die nicht an Wunder glauben, von einem toten Mann entnommen worden sein mußte,  Jahre nach der Entnahme noch immer „lebte“, das heißt, daß die Gewebezellen aktiv waren und sich bewegten? Innerhalb von 15 Minuten zerfallen die weißen Blutkörperchen in einem toten Organismus. Wie war es dann möglich, sie 2005 noch immer zu beobachten? Die Antwort von Zugibe: „Wie und warum die geweihte Hostie mutieren und zu Fleisch und Blut eines lebenden menschlichen Wesens werden kann, bleibt für die Wissenschaft ein unerklärliches Geheimnis, ein Geheimnis, das außerhalb ihrer Kompetenz liegt.“

Vergleich mit Lanciano und dem Grabtuch von Turin
Die Ergebnisse der Analyse des New Yorker Instituts wurden schließlich mit jenen eines anderen eucharistischen Wunders, jenem von Lanciano verglichen, dem ältesten bekannten seiner Art. In Lanciano werden sowohl die Reste einer Bluthostie als auch eines menschlichen Herzens aufbewahrt, in das sich eine konsekrierte Hostie verwandelte. Das Hostienwunder von Lanciano liegt bereits 1300 Jahre zurück und dennoch sind noch immer Hostie und Teil des Herzmuskels zu sehen und in der dortigen Minoritenkirche ausgestellt. Das Wunder ereignete sich in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts, als die Gegend von Lanciano in Süditalien langobardisch war. Aus Byzanz waren wegen des Bildersturms unter Kaiser Leo III. (717-741) zahlreiche Mönche in den Westen geflohen. Einer von ihnen, ein griechischer Basilianermönch zweifelte während er das heilige Meßopfer zelebrierte, an der Realpräsenz Christi. Er bezweifelte, daß Brot und Wein in der Wandlung tatsächlich zum Fleisch und Blut von Jesus Christus werden und bleiben. Während der Wandlung verwandelten sich in seinen Händen und unter seinen Augen Brot und Wein tatsächlich in Fleisch und Blut. Wie auch neueste wissenschaftliche Untersuchungen bestätigten, handelt es sich bei den seit bald 1300 Jahren verehrten Reliquien um menschliches Blut und menschliches Herzgewebe. Es konnten keine Konservierungsmittel festgestellt werden, die den so langen Erhalt erklären könnten.

Auch beim Vergleich der Untersuchungen von Lanciano und Buenos Aires wurde den Wissenschaftlern weder etwas über die Herkunft der beiden Proben aus Italien und Argentinien mitgeteilt. Der Vergleich ergab, daß die untersuchten Proben in beiden Fällen von derselben Person stammen. Die Blutgruppe ist jeweils AB+, die weltweit bei rund fünf Prozent aller Menschen vorkommt. Die DNA stimmt in beiden Fällen überein. Zudem gebe es Merkmale, daß der Mann aus dem Nahen Osten stamme. Weitere Vergleiche zeigten dieselbe Übereinstimmung mit dem Turiner Grabtuch und dem Schweißtuch von Oviedo.

Vom Vatikan wurde das Eucharistische Wunder von Buenos Aires (noch) nicht anerkannt. Die Kirche läßt sich damit in der Regel ausreichend Zeit und überstürzt nichts. Dennoch scheint sich Argentinien in eine lange Reihe eucharistischer Wunder einzureihen, die im Laufe der Zeit die Kirchengeschichte auf eine ganz eigene Art und Weise durchziehen, indem sie gegen die Zweifel von Priestern, Ordensleuten und Laien die Transsubstantiation ganz real und plastisch in Erinnerung rufen.
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Evangelium nach Matthäus 6,19-23.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen,
sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen.
Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Das Auge gibt dem Körper Licht. Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Körper hell sein.
Wenn aber dein Auge krank ist, dann wird dein ganzer Körper finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß muß dann die Finsternis sein!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Vinzenz von Paul (1581-1660), Gründer religiöser Gemeinschaften
Vortrag vom 16. Mai 1659, Über die Gleichgültigkeit
„Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“

Wo ist das liebende Herz? In dem Ding, das es liebt – folglich da, wo unsere Liebe ist; da, wo unser Herz gefangen ist. Es kann davon nicht loskommen, es kann sich nicht mehr aufschwingen, sich nicht mehr nach rechts oder links bewegen: Es ist festgezurrt. Wo der Schatz des Geizigen ist, dort ist sein Herz; und wo unser Herz ist, da ist unser Schatz. Beklagenswert ist nur, dass diese Dinge, die uns gefangen nehmen, normalerweise sehr unwürdige Dinge sind.

Was nun? Eine Lappalie, eine Einbildung, ein hartes Wort, das uns gilt, ein zu wenig freundlicher Empfang, eine unbedeutende Absage, die bloße Vorstellung, man nehme nicht groß Notiz von uns – all das verletzt uns und verstimmt uns in einem Maß, dass wir nicht mehr davon frei werden können. Die Eigenliebe kettet uns an diese eingebildeten Verletzungen, wir können nicht loskommen von ihnen, wühlen immer in ihnen herum – und warum? Weil wir Gefangene dieser Sucht sind. Was nimmt uns denn gefangen?… Sind wir in der „Freiheit der Kinder Gottes“ (Röm 8,21)? Oder sind wir gefesselt an Hab und Gut, an Bequemlichkeit und Ehre?

O mein Erlöser, du hast uns die Tür zur Freiheit aufgemacht, lehre uns sie zu finden. Lass uns die Bedeutung dieser Befreiung erkenne, lass uns Zuflucht bei dir nehmen, damit uns das gelingt. Erleuchte uns, mein Erlöser, damit wir sehen, an was wir gefesselt sind, und versetze uns bitte in die Freiheit der Kinder Gottes.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Evangelium nach Matthäus 6,24-34.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern : Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.
Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, daß ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, daß ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung?
Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?
Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht.
Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen.
Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wieviel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen!
Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen?
Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles braucht.
Euch aber muß es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.
Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage. ;gggds


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Juliana von Norwich (1342-nach 1416), englische Inklusin
Offenbarungen von göttlicher Liebe, Kap.85
„Sorgt euch nicht um morgen: denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen“

Ich wunderte mich sehr: Trotz unserer Dummheit und Blindheit hienieden schaut unser Herr in seinem Edelmut stets mit Wohlwollen und Freude auf uns. Die größte Freude, die wir ihm machen könnten, ist, eben davon wirklich und einsichtig überzeugt zu sein und uns mit ihm und in ihm zu freuen. Denn wie wir in alle Ewigkeit in der Glückseligkeit Gottes sein werden und ihn loben und danken, so sind wir auch seit jeher in seiner Fürsorge geborgen: er hat uns in seinem ewigen Plan schon vor Beginn der Zeiten geliebt und gekannt.

Mit dieser Liebe ohne Anfang hat er uns geschaffen, und durch sie bewahrt er uns. Er lässt niemals zu, dass wir so verletzt werden, dass wir unsere Glückseligkeit verlieren. Deshalb werden wir beim Letzten Gericht, wenn wir alle in den Himmel erhoben sind, deutlich in Gott alles sehen, was uns jetzt als Geheimnis verborgen ist. Dann wird niemand versucht sein zu sagen: „Herr, wenn es anders gekommen wäre, wäre es perfekt gewesen“. Mit einer Stimme werden wir alle sagen: „Gepriesen seist du, Herr! So ist es, und so ist es gut. Wahrlich, wir sehen, dass sich alles nach dem Plan, den du vor dem Beginn aller Dinge festgelegt hast, erfüllt hat.“
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Evangelium nach Matthäus 10,26-33.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Fürchtet euch nicht vor den Menschen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.
Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern.
Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann.
Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters.
Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt.
Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.
Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.
Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Thomas von Celano (um 1190- gegen 1260), Biograph des Hl. Franziskus und der Hl. Klara
Erste Lebensbeschreibung des Hl. Franziskus von Assisi, 58
"Nicht ein Spatz fällt vom Himmel ohne Wissen meines Vaters ... Habt also keine Angst"

Nachdem der selige Franziskus in die unmittelbare Nähe einer großen Vogelschar hatte kommen können, stellte er fest, dass sie auf ihn gewartet hatten. Er sprach seinen gewohnten Gruß, wunderte sich darüber, dass sie nicht davongeflogen waren, wie sie es normalerweise tun, sagte ihnen, dass sie das Wort Gottes hören sollten und bat sie demütig, aufmerksam zu sein.


Er sprach zu ihnen unter anderem: „Meine Brüder, Ihr Vögel, Ihr habt guten Grund, Euren Schöpfer zu loben und ihn zu lieben: er gab Euch Euer Federkleid, Flügel um zu fliegen und alles, was Ihr braucht um leben zu können. Von allen Geschöpfen Gottes seid Ihr es, die am meisten begünstigt seid. Er gab Euch als Lebensraum die Lüfte in ihrer Klarheit. Ihr braucht nicht zu säen und nicht zu ernten; er gibt Euch Nahrung und Wohnung, ohne dass Ihr Euch darum sorgen müsstet.“ Bei diesen Worten, so berichten der Heilige und seine Begleiter, drückten die Vögel in der ihnen eigenen Art ihre wunderbare Freude aus: sie reckten den Hals, entfalteten ihre Flügel, öffneten den Schnabel und blickten ihn aufmerksam an. Er selbst ging mitten unter ihnen auf und ab und streifte mit seiner Kutte ihre Köpfe und Körper. Schließlich segnete er sie, bezeichnete sie mit dem Zeichen des Kreuzes und gestattete ihnen, fortzufliegen. Er begab sich wieder mit seinen Begleitern auf den Weg, jauchzte vor Freude und dankte Gott, den alle seine Geschöpfe so erkennen und verehren.


Franziskus war kein einfältiger Geist, aber er hatte die Gabe der Einfachheit. Deshalb klagte er sich der Nachlässigkeit an, bis jetzt noch nicht den Vögeln gepredigt zu haben, obwohl diese Tiere mit so viel Ehrfurcht das Wort Gottes angehört hatten. Und von diesem Tag an versäumte er es nie, alle Vögel, alle Tiere, alle Kriechtiere und selbst die gefühllosen Geschöpfe zu ermahnen, den Schöpfer zu loben und zu lieben.
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Evangelium nach Matthäus 7,1-5.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden, und nach dem Maß, mit dem ihr meßt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden.
Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?
Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Laß mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! - und dabei steckt in deinem Auge ein Balken?
Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :


Nachfolge Christi, Erbauungsbuch aus dem 15. Jahrhundert, Buch II, Kap. 3
„Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet“

Du verstehst sehr gut, deine Taten zu entschuldigen, willst aber die Entschuldigungen der anderen nicht annehmen.
Es wäre gerechter, du würdest dich selbst anklagen und deinen Bruder entschuldigen.
Wenn du willst, dass man dich erträgt, dann ertrage auch die anderen.
Schau, wie ferne du noch bist von wahrer Liebe und wahrer Demut, wenn du dich über jemand anderen ärgerst und entrüstest außer über dich selbst.
In Gesellschaft guter und friedfertiger Menschen recht zu leben, ist keine große Sache, denn das gefällt natürlich allen. Jeder liebt von sich aus den Frieden und empfindet mehr Zuneigung für Leute, die wie er denken...
Aber in Frieden leben zu können mit groben, bösartigen und zuchtlosen Menschen, die einen anwidern, das ist eine große Gnade, eine lobenswerte und mutige Lebensart.
Wer am besten mit Leid umgehen kann, wird größeren Frieden haben. Er ist Sieger über sich selbst, Lehrer der Menschheit, Freund Christi und Erbe des Himmels.
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La Salette 1846



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Wenn Sie nur ein Wort suchen, sollte es nicht links in der Menüauswahl stehen, weil es Ihnen die ganze Palette anzeigt.
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Du hörst die Stimme deines Gewissens: Es lobt, tadelt oder quält dich. Diese Stimme kannst du nicht los werden. Sie weist dich hin auf Gott, den unsichtbaren Gesetzgeber. Daher lässt das Gewissen uns nicht im Zweifel darüber, daß wir für unser Tun verantwortlich sind und daß wir einmal gerichtet werden. Jeder hat eine Seele, für die zu sorgen seine einzige Aufgabe in dieser Welt ist. Diese Welt ist nur eine Schranke, die uns vom Himmel oder der Hölle trennt. »Wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern suchen die zukünftige.« (Hebr 13, 14)

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