Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971981 mal)

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Monatsbotschaft der Muttergottes vom 25. Juli
„Liebe Kinder! Ihr seid euch nicht bewusst, welche Gnaden ihr lebt in dieser Zeit, in der euch der Allerhöchste Zeichen gibt, damit ihr euch öffnet und bekehrt. Kehrt zu Gott und dem Gebet zurück und es möge in euren Herzen, Familien und Gemeinschaften das Gebet zu herrschen beginnen, damit euch der Heilige Geist führt und anregt, damit ihr mit jedem Tag für den Willen Gottes und Seinen Plan für jeden von euch offener seid. Ich bin bei euch und halte mit den Heiligen und den Engeln für euch Fürsprache. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Evangelium nach Matthäus 13,44-52.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge : Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker.
Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.
Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.
Weiter ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen.
Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, lasen die guten Fische aus und legten sie in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg.
So wird es auch am Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen
und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.
Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten: Ja.
Da sagte er zu ihnen: Jeder Schriftgelehrte also, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes hervorholt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Basilius (um 330 - 379), Mönch und Bischof von Caesarea in Kappadozien, Kirchenlehrer
Große Mönchsregel , § 8
„Er verkaufte alles, was er besaß“

Unser Herr bestand eindringlich und wiederholt darauf: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ (Mt 16,24)… Und an anderer Stelle sagte er: „Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkaufe deinen Besitz und gib das Geld den Armen“, und fügte hinzu: „Dann komm und folge mir nach“ (Mt 19,21).


Für den Verständigen hat das Gleichnis vom Kaufmann die selbe Bedeutung: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.“ Die Perle bezeichnet hier gewiss das Himmelreich, und der Herr zeigt uns, dass es unmöglich ist, es zu erlangen, wenn man nicht alles, was man besitzt, aufgibt: Reichtum, Ehre, adelige Geburt und all das, dem so viele Andere nachjagen.


Der Herr hat auch erklärt, dass es unmöglich ist, sich einer Sache entsprechend anzunehmen, wenn der Geist von unterschiedlichsten Dingen beansprucht wird: „Niemand kann zwei Herren dienen“, sagte er (Mt 6,24). Deshalb ist „der Schatz im Himmel“ der einzige, an dem wir unser Herz festmachen können: „Denn wo euer Schatz ist, da ist euer Herz“ (Mt 6,20f)… Alles in allem: es handelt sich darum, unser Herz in den Himmel zu erheben, um dort zu leben, so dass wir sagen können: „Unsere Heimat ist im Himmel“ (Phil 3,20). Vor allem geht es darum, Christus ähnlich zu werden: „Er, der reich war, wurde euretwegen arm“ (2 Kor 8,9).
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Evangelium nach Matthäus 13,31-35.
In jener Zeit erzählte Jesus der Menge ein weiteres Gleichnis und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte.
Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, so daß die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.
Und er erzählte ihnen noch ein Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war.
Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge durch Gleichnisse; er redete nur in Gleichnissen zu ihnen.
Damit sollte sich erfüllen, was durch den Propheten gesagt worden ist: Ich öffne meinen Mund und rede in Gleichnissen, ich verkünde, was seit der Schöpfung verborgen war.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Apostolisches Schreiben „Evangelii Gaudium/Die Freude des Evangeliums“, § 111-114 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig“

Das ganze Volk Gottes verkündet das Evangelium. Die Evangelisierung ist Aufgabe der Kirche. Aber dieses Subjekt der Evangelisierung ist weit mehr als eine organische und hierarchische Institution, da es vor allem ein Volk auf dem Weg zu Gott ist...

Dieses Heil, das Gott verwirklicht und das die Kirche freudig verkündet, gilt allen und Gott hat einen Weg geschaffen, um sich mit jedem einzelnen Menschen aus allen Zeiten zu vereinen. Er hat die Wahl getroffen, sie als Volk und nicht als isolierte Wesen zusammenzurufen. Niemand erlangt das Heil allein, das heißt weder als isoliertes Individuum, noch aus eigener Kraft. Gott zieht uns an, indem er den vielschichtigen Verlauf der zwischenmenschlichen Beziehungen berücksichtigt, den das Leben in einer menschlichen Gemeinschaft mit sich bringt. Dieses Volk, das Gott sich erwählt und zusammengerufen hat, ist die Kirche. Jesus sagt den Aposteln nicht, eine exklusive Gruppe, eine Elitetruppe zu bilden. Jesus sagt: »Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern« (Mt 28,19). Der heilige Paulus bekräftigt, dass es im Volk Gottes »nicht mehr Juden und Griechen [gibt] … denn ihr alle seid „einer“ in Christus Jesus« (Gal 3,28). Zu denen, die sich fern von Gott und von der Kirche fühlen, würde ich gerne sagen: Der Herr ruft auch dich, Teil seines Volkes zu sein, und er tut es mit großem Respekt und großer Liebe!

Kirche sein bedeutet Volk Gottes sein, in Übereinstimmung mit dem großen Plan der Liebe des Vaters. Das schließt ein, das Ferment Gottes inmitten der Menschheit zu sein. Es bedeutet, das Heil Gottes in dieser unserer Welt zu verkünden und es hineinzutragen in diese unsere Welt, die sich oft verliert, die es nötig hat, Antworten zu bekommen, die ermutigen, die Hoffnung geben, die auf dem Weg neue Kraft verleihen. Die Kirche muss der Ort der ungeschuldeten Barmherzigkeit sein, wo alle sich aufgenommen und geliebt fühlen können, wo sie Verzeihung erfahren und sich ermutigt fühlen können, gemäß dem guten Leben des Evangeliums zu leben.
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Evangelium nach Johannes 11,19-27.
In jener Zeit waren viele Juden zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten.
Als Marta hörte, daß Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus.
Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.
Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben.
Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.
Marta sagte zu ihm: Ich weiß, daß er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag.
Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?
Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, daß du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Franz von Sales (1567 – 1622), Bischof von Genf und Kirchenlehrer
Philothea III,19
„Jesus liebte Martha, ihre Schwester und Lazarus“ (Joh 11,5)

Begegnet allen Menschen mit großer Freundlichkeit, aber pflegt tiefere Freundschaft nur mit Menschen, mit denen ein Austausch auf tiefer Ebene möglich ist... Wenn euer Austausch sich auf dem Gebiet der Wissenschaft bewegt, ist eure Beziehung sicher wertvoll; wertvoller wird sie, wenn ihr euch austauscht, wo es um Klugheit geht, um Unterscheidung, Stärke und Gerechtigkeit. Aber wenn eure Beziehung auf der Liebe gründet, auf der Frömmigkeit und dem Streben nach christlicher Vollkommenheit: also auf Gott, dann ist eure Freundschaft eine Kostbarkeit. Sie ist kostbar, weil sie von Gott kommt, weil sie sich auf Gott ausrichtet, weil Gott das Band ist, das sie zusammenhält, und weil sie in Gott ewigen Bestand hat. Wie gut ist es doch, schon auf Erden so zu lieben, wie man im Himmel liebt, und sich auf dieser Welt zu lieben, wie wir es in der anderen Welt auf ewig tun werden!

Ich spreche hier nicht vom schlichten Wohlwollen, das man ja allen Menschen entgegenbringen muss; ich rede vielmehr von der spirituellen Freundschaft, durch die zwei oder drei oder noch mehr Personen in ihrem geistlichen Leben verbunden und eines Geistes sind (vgl. Apg 4,32). Glückliche Menschen dieser Art können wahrlich zu Recht singen: „Wie gut und schön ist es, wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen“(Ps 133,1). Von solcher Freundschaft sind alle anderen Freundschaften doch wohl nur ein Schatten... Für Christen, die auf dieser Welt leben, ist es unerlässlich, dass sie einander in heiliger Freundschaft beistehen; damit machen sie einander Mut, stützen einander, verhelfen einander zum Guten. Niemand kann, wie die Schrift bezeugt, abstreiten, dass unser Herr den hl. Johannes, Lazarus, Martha und Magdalena in ausnehmend inniger und besonderer Freundschaft geliebt hat.
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Evangelium nach Matthäus 13,44-46.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge : Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker.
Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.
Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 - 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Homilie über den Brief an die Hebräer
„Er verkauft alles, was er besitzt“

„Armut macht den Menschen demütig“ sagt die Schrift, und Christus beginnt seine Seligpreisungen mit dem Wort: „Selig, die arm sind vor Gott“… Wollt ihr das Lob der Armut hören? Jesus Christus selber hat sie erwählt, er, der „keinen Ort hatte, wo er sein Haupt hinlegen konnte“, und der zu seinen Jüngern sagte: „Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel… nehmt kein zweites Hemd mit“; und sein Apostel Paulus: „Wir haben nichts und haben doch alles“; und Petrus: „Silber und Gold besitze ich nicht“… Keiner betrachte also die Armut als eine Schande, denn im Vergleich zur Tugend sind alle Güter dieser Welt nur Stroh und Staub. Lieben wir also die Armut, wenn wir das Himmelreich besitzen wollen: „Verkauf deinen Besitz, gib das Geld den Armen, so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben“…

Keiner ist reicher als einer, der sich aus freien Stücken und großherzig für die Armut entscheidet…; er ist reicher als ein König. Könige brauchen viel, sie haben Angst, mittellos zu werden. Dem Armen jedoch, von dem wir sprechen, fehlt nichts, er fürchtet sich vor nichts. Ich frage euch nun, wer von beiden der reichere ist: der darauf aus ist, immer noch mehr zusammenzuraffen, oder der andere, der sich über Weniges so freut, als lebte er im Überfluss?... Geld macht zum Sklaven: „Geschenke und Gaben blenden die Augen der Weisen“, sagt die Schrift… Teilt also euer Gut mit den Armen, sucht und folgt Jesus Christus…, und eines Tages werdet ihr das beseligende Wort hören: „Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.“
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Evangelium nach Matthäus 13,47-52.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Weiter ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen.
Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, lasen die guten Fische aus und legten sie in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg.
So wird es auch am Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen
und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.
Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten: Ja.
Da sagte er zu ihnen: Jeder Schriftgelehrte also, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes hervorholt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Der Glaube und die Werke, Kap. 3-6
Die Geduld des Herrn als Vorbild

Unser Herr war ein unnachahmliches Vorbild an Geduld. Bis zu seiner Passion ertrug er einen „Teufel“ unter seinen Jüngern (Joh 6,70). Er sagte: „Lasst beides wachsen bis zur Ernte, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus“ (Mt 13,29). Symbolisch für die Kirche sagte er voraus, dass das Netz alle Arten von Fischen, gute und schlechte, ans Ufer, d.h. zum Ende der Welt, holen werde. Er tat auf verschiedene andere Weisen, offen oder in Gleichnissen, kund, dass es immer zur gleichen Zeit Gute wie Schlechte geben werde. Und doch macht er deutlich, dass der Disziplin in der Kirche Beachtung geschenkt werden müsse, wenn er sagt: „Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht; hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen“ (Mt 18,15)…

Heute jedoch erleben wir Menschen, die nur auf strenge Vorschriften bedacht sind, die verlangen, dass Störenfriede gemaßregelt werden, dass „Heiliges nicht den Hunden überlassen werden darf“, dass man den, der die Kirche missachtet, wie „einen Zöllner behandle“ und das Ärgernis erregende Glied aus dem Leib schneide (Mt 7,6; 18,17; 5,30). Ihr stürmischer Eifer stiftet Unfrieden in der Kirche, da sie am liebsten das Unkraut vor der Zeit ausreißen wollen und ihre Blindheit sie geradezu zu Feinden der Einheit Christi macht…

Achten wir darauf, dass wir in unseren Herzen keine dünkelhaften Haltungen aufkommen lassen: etwa sich von Sündern abzusondern, um sich nicht im Kontakt mit ihnen zu beschmutzen; oder einen Kreis reiner, heiliger Jünger zu schaffen. Unter dem Vorwand, schlechte Menschen zu meiden, würden wir nur Entzweiung schaffen. Denken wir vielmehr an die Gleichnisse der Schrift, ihre geistvollen Worte, ihre eindrucksvollen Beispiele, die uns zeigen, dass sich in der Kirche bis zum Ende der Welt und zum Tage des Gerichts immer Böse unter die Guten mischen, ohne dass deren Teilhabe an den Sakramenten den Guten schadet, sofern diese nicht wie jene sündigen.
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #422 am: 01. August 2014, 08:13:27 »
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Evangelium nach Matthäus 13,54-58.
In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt und lehrte die Menschen dort in der Synagoge. Da staunten alle und sagten: Woher hat er diese Weisheit und die Kraft, Wunder zu tun?
Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria, und sind nicht Jakobus, Josef, Simon und Judas seine Brüder?
Leben nicht alle seine Schwestern unter uns? Woher also hat er das alles?
Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat und in seiner Familie.
Und wegen ihres Unglaubens tat er dort nur wenige Wunder.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
51. Predigt, §19,30
„Ist er nicht der Sohn des Zimmermanns?“

Die Antwort unseres Herrn Jesus Christus: „Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?“ (Lk 2,49), will mit der Behauptung, dass Gott sein Vater sei, nicht zugleich aussagen, dass Josef es deshalb nicht sei. Wie ist das zu beweisen? Mittels der Hl. Schrift, die danach ausführt: „...Dann kehrte er mit ihnen nach Nazareth zurück und war ihnen gehorsam“ (Vers 51). Wem war er gehorsam? Wem anders als seinen Eltern? Alle Beide waren also seine Eltern... die Beiden waren seine Eltern in der Zeit, wie Gott sein Vater ist von Ewigkeit bis in alle Ewigkeit. Die Beiden waren die Eltern des Menschensohnes; der himmlische Vater der seines Wortes - des Logos - seiner Weisheit (vgl. 1Kor 1,24), jene Macht, durch die er alles erschaffen hat...

Wundern wir uns deshalb nicht, wenn die Evangelisten uns den Stammbaum Jesu anhand von dem des Josef und nicht von dem der Maria darlegen (Mt 1,1; Lk 3,23). Wenn Maria ohne Fleischeslust Mutter geworden ist, dann ist Josef ohne körperliche Vereinigung Vater geworden. Somit kann er den End- oder den Ausgangspunkt vom Stammbaum des Erlösers bilden, ohne deshalb sein Vater dem Fleisch nach zu sein. Seine große Reinheit bestätigt seine Vaterschaft. Maria, seine Ehefrau, hat ihn als Ersten nennen wollen: „Kind, wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich haben dich voll Angst gesucht“ (Lk 2,48)...

Wenn Maria den Erlöser außerhalb der Naturgesetze empfangen hat, dann war der Hl. Geist auch bei Josef am Werk, bei Beiden also gleichermaßen wirkend. „Josef, ihr Mann, der gerecht war“ (Mt 1,19), so formuliert es der Evangelist Matthäus. Der Ehemann war gerecht, seine Ehefrau war gerecht: Der Hl. Geist ruhte auf diesen beiden Gerechten und hat den Beiden einen Sohn geschenkt.
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #423 am: 02. August 2014, 15:23:13 »
 ;ksghtr
Evangelium nach Matthäus 14,1-12.
In jener Zeit hörte der Tetrarch Herodes, was man von Jesus erzählte.
Er sagte zu seinem Gefolge: Das ist Johannes der Täufer. Er ist von den Toten auferstanden; deshalb wirken solche Kräfte in ihm.
Herodes hatte nämlich Johannes festnehmen und in Ketten ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus.
Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, sie zur Frau zu nehmen.
Der König wollte ihn deswegen töten lassen, fürchtete sich aber vor dem Volk; denn man hielt Johannes für einen Propheten.
Als aber der Geburtstag des Herodes gefeiert wurde, tanzte die Tochter der Herodias vor den Gästen. Und sie gefiel Herodes so sehr,
daß er schwor, ihr alles zu geben, was sie sich wünschte.
Da sagte sie auf Drängen ihrer Mutter: Laß mir auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes herbringen.
Der König wurde traurig; aber weil er einen Schwur geleistet hatte - noch dazu vor allen Gästen -, befahl er, ihr den Kopf zu bringen.
Und er ließ Johannes im Gefängnis enthaupten.
Man brachte den Kopf auf einer Schale und gab ihn dem Mädchen, und sie brachte ihn ihrer Mutter.
Die Jünger des Johannes aber holten den Leichnam und begruben ihn. Dann gingen sie zu Jesus und berichteten ihm alles.


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Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Guerric von Igny (um 1080 - 1157), Zisterzienserabt
3. Predigt zum Fest des hl. Johannes des Täufers
Die Größe Johannes des Täufers

Was die Größe des Johannes ausgemacht hat, was ihn so groß unter den Großen gemacht hat, war der Umstand, dass er seine Tugenden auf den Gipfel getrieben hat... indem er ihnen deren größte, die Demut, hinzufügte. Als man ihn als den Höchsten von allen ansah, da hat er sofort und mit der Eile der Liebe den über sich gestellt, der der demütigste von allen ist, und er hat ihn so sehr über sich gestellt, dass er sich unwürdig nennt, ihm die Sandalen auszuziehen (vgl. Mt 3,11).

Mögen andere darüber in Bewunderung ausbrechen, dass Johannes von den Propheten vorausverkündet wurde, von einem Engel angekündigt wurde... von heiligen und untadeligen Eltern geboren wurde, die doch schon alt und unfruchtbar waren..., dass er den Weg des Erlösers in der Wüste bereitet hat, dass er für würdig befunden wurde, den Sohn [Gottes] zu taufen, den Vater zu hören, den Heiligen Geist zu sehen (vgl. Lk 3,22), und schließlich, dass er bis zum Tod für die Wahrheit gekämpft hat, und dass er, um Vorläufer Christi bis in das Reich der Toten zu sein, auch Märtyrer Christi vor seiner Passion war. Andere sollen darüber staunen...

Uns hingegen, meine Brüder, ist seine Demut vorgestellt, nicht nur als Objekt der Bewunderung, sondern auch der Nachahmung. Sie hat ihn dazu getrieben, nicht als ein Großer erscheinen zu wollen, wobei er das gekonnt hätte... Tatsächlich aber wünschte dieser treue „Freund des Bräutigams“ (Joh 3,29), der seinen Herrn mehr als sich selbst liebte, „kleiner zu werden“, damit „er größer werde“ (vgl. Vers 30). Er strengte sich an, die Herrlichkeit Christi zu vermehren, indem er sich selbst kleiner machte und durch sein Verhalten ausdrückte, was der Apostel Paulus sagte: „Wir verkündigen nämlich nicht uns selbst, sondern Jesus Christus als den Herrn“ (2 Kor 4,5).
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La Salette 1846



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