Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 972097 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #584 am: 08. Januar 2015, 08:09:45 »
 ;ksghtr ;kreuz+

Erster Johannesbrief 4,7-10.
Liebe Brüder, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott.
Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe.
Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.
Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.

Psalm 72(71),1-2.3-4ab.7-8.
Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König,
dem Königssohn gib dein gerechtes Walten!
Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit
und deine Armen durch rechtes Urteil.

Dann tragen die Berge Frieden für das Volk
und die Höhen Gerechtigkeit.
Er wird Recht verschaffen den Gebeugten im Volk,
Hilfe bringen den Kindern der Armen.

Die Gerechtigkeit blühe auf in seinen Tagen
und großer Friede, bis der Mond nicht mehr da ist.
Er herrsche von Meer zu Meer,
vom Strom bis an die Enden der Erde.



Evangelium nach Markus 6,34-44.
In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.
Gegen Abend kamen seine Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen, und es ist schon spät.
Schick sie weg, damit sie in die umliegenden Gehöfte und Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können.
Er erwiderte: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Sollen wir weggehen, für zweihundert Denare Brot kaufen und es ihnen geben, damit sie zu essen haben?
Er sagte zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Geht und seht nach! Sie sahen nach und berichteten: Fünf Brote, und außerdem zwei Fische.
Dann befahl er ihnen, den Leuten zu sagen, sie sollten sich in Gruppen ins grüne Gras setzen.
Und sie setzten sich in Gruppen zu hundert und zu fünfzig.
Darauf nahm er die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern, damit sie sie an die Leute austeilten. Auch die zwei Fische ließ er unter allen verteilen.
Und alle aßen und wurden satt.
Als die Jünger die Reste der Brote und auch der Fische einsammelten, wurden zwölf Körbe voll.
Es waren fünftausend Männer, die von den Broten gegessen hatten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes vom Kreuz (1542-1591), Karmelit, Kirchenlehrer
Geistlicher Gesang, 2. Fassung
„Gegen Abend… aßen alle und wurden satt“

Die Stille der Nacht ist für mich mein Geliebter,
Gleich der Morgenröte, die aus dem Dunkel steigt,
Ein verschwiegenes Lied ist er,
Wohlklang der Abgeschiedenheit,
Abendliches Mahl, das stärkend die Liebe entflammt.

In der Heiligen Schrift ist der erholsame Feierabend ein Bild Gottes. Wie das abendliche Mahl die Krönung des Arbeitstages ist und die nächtliche Ruhe einleitet, so genießt die Seele den Vorgeschmack des Endes ihrer Übel und der Gewissheit der zu erwartenden Güter. Und damit wird ihre Gottesliebe auch groß und größer. Es ist für sie das „stärkende abendliche Mahl“, das ihr das Ende ihrer Übel ankündigt und „die Liebe entflammt“, indem es den Besitz aller Güter zusichert.

Um besser zu verstehen, wie köstlich dieses Mahl für die Seele ist – es ist, wie gesagt, nichts Anderes als der Geliebte selbst –, wollen wir uns der Worte des Bräutigams in der Offenbarung des Johannes entsinnen: „Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintraten und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir“ (Offb 3,20). Damit gibt er uns zu verstehen, dass er die Mahlzeit mit sich bringt, den Wohlgeruch und die Köstlichkeiten, von denen er sich selber nährt und die er der Seele, wenn er sich mit ihr vereint, mitteilt, damit auch sie sich davon nähre. Das ist der Sinn des Wortes: „Ich werde Mahl halten mit ihm und er mit mir“. Und das bewirkt die Vereinigung der Seele mit Gott: das Gut Gottes wird zum gemeinsamen Gut Gottes und der bräutlichen Seele; denn er teilt es ihr zu, unentgeltlich und in souveräner Freiheit. Gott selber ist so dieses „abendliche Mahl, das stärkend die Liebe entflammt“. Er stärkt seine Braut mit seiner Freigiebigkeit und entflammt sie zur Liebe durch die Huld, die er ihr bezeugt.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #585 am: 09. Januar 2015, 08:06:25 »
 ;ksghtr kz12) ;tffhfdsds

Erster Johannesbrief 4,11-18.
Liebe Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.
Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet.
Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns bleibt: Er hat uns von seinem Geist gegeben.
Wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als den Retter der Welt.
Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott, und er bleibt in Gott.
Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
Darin ist unter uns die Liebe vollendet, dass wir am Tag des Gerichts Zuversicht haben. Denn wie er, so sind auch wir in dieser Welt.
Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Denn die Furcht rechnet mit Strafe, und wer sich fürchtet, dessen Liebe ist nicht vollendet.

Psalm 72(71),1-2.10-11.12-13.
Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König,
dem Königssohn gib dein gerechtes Walten!
Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit
und deine Armen durch rechtes Urteil.

Die Könige von Tarschisch und von den Inseln bringen Geschenke,
die Könige von Saba und Seba kommen mit Gaben.
Alle Könige müssen ihm huldigen,
alle Völker ihm dienen.

Denn er rettet den Gebeugten, der um Hilfe schreit,
den Armen und den, der keinen Helfer hat.
Er erbarmt sich des Gebeugten und Schwachen,
er rettet das Leben der Armen.



Evangelium nach Markus 6,45-52.
Nachdem Jesus die fünftausend Männer gespeist hatte, forderte er seine Jünger auf, ins Boot zu steigen und ans andere Ufer nach Betsaida vorauszufahren. Er selbst wollte inzwischen die Leute nach Hause schicken.
Nachdem er sich von ihnen verabschiedet hatte, ging er auf einen Berg, um zu beten.
Spät am Abend war das Boot mitten auf dem See, er aber war allein an Land.
Und er sah, wie sie sich beim Rudern abmühten, denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache ging er auf dem See zu ihnen hin, wollte aber an ihnen vorübergehen.
Als sie ihn über den See gehen sahen, meinten sie, es sei ein Gespenst, und schrien auf.
Alle sahen ihn und erschraken. Doch er begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!
Dann stieg er zu ihnen ins Boot, und der Wind legte sich. Sie aber waren bestürzt und außer sich.
Denn sie waren nicht zur Einsicht gekommen, als das mit den Broten geschah; ihr Herz war verstockt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Joseph Kardinal Ratzinger (Papst Benedikt XVI.)
Der Gott Jesu Christi
„Als er sah, wie sie sich beim Rudern abmühten… ging er auf dem See zu ihnen hin.“

Die Apostel fahren über den See. Jesus allein bleibt am Land zurück, während sie sich abmühen und rudern, ohne vorwärts zu kommen, denn sie haben Gegenwind. Jesus betet und in seinem Gebet sieht er, wie sie sich anstrengen um voran zu kommen. Also geht er ihnen entgegen.


Es ist klar, dass dieser Text voller ekklesiologischer Symbole ist: Die Apostel auf dem Meer und der Gegenwind, und dann der Herr vereint mit dem Vater. Aber das entscheidende ist, dass er in seinem Gebet nicht abwesend ist, wenn er „beim Vater“ ist. Ganz im Gegenteil: Während er betet, sieht er die Jünger. Wenn Jesus beim Vater ist, ist er gegenwärtig in seiner Kirche.


Das Problem der Gegenwart Christi ist hier vertieft und in trinitarischer Weise umgewandelt: Jesus sieht die Kirche im Vater und ist bei ihr durch die Macht des Vaters und durch die Kraft seines Gesprächs mit ihm. Gerade dieses Gespräch „auf dem Berg“ mit dem Vater ist es, der ihn gegenwärtig werden lässt und umgekehrt. Die Kirche ist gleichsam das Objekt des Gesprächs zwischen Vater und Sohn, sie ist somit verankert im Leben der Dreifaltigkeit.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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« Antwort #586 am: 10. Januar 2015, 12:48:03 »
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Erster Johannesbrief 4,19-21.5,1-4.
Liebe Brüder! Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.
Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht.
Und dieses Gebot haben wir von ihm: Wer Gott liebt, soll auch seinen Bruder lieben.
Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, stammt von Gott, und jeder, der den Vater liebt, liebt auch den, der von ihm stammt.
Wir erkennen, dass wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote erfüllen.
Denn die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. Seine Gebote sind nicht schwer.
Denn alles, was von Gott stammt, besiegt die Welt. Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube.

Psalm 72(71),1-2.14.15bc.17.
Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König,
dem Königssohn gib dein gerechtes Walten!
Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit
und deine Armen durch rechtes Urteil.

Von Unterdrückung und Gewalttat befreit er sie,
ihr Blut ist in seinen Augen kostbar.
Man soll für ihn allezeit beten,
stets für ihn Segen erflehen.

Sein Name soll ewig bestehen;
solange die Sonne bleibt, sprosse sein Name.
Glücklich preisen sollen ihn alle Völker
und in ihm sich segnen.



Evangelium nach Lukas 4,14-22a.
In jener Zeit kehrte Jesus, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend.
Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen.
So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen,
reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt:
Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze
und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.
Dann schloss er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.
Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.
Seine Rede fand bei allen Beifall; sie staunten darüber, wie begnadet er redete, und sagten: Ist das nicht der Sohn Josefs?


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Rupert von Deutz (um 1075-1130), Benediktinermönch
Die heilige Dreifaltigkeit, 42
„Der Geist des Herrn ruht auf mir“

        „Heute erfüllt sich das Wort der Schrift, das ihr soeben gehört habt: ‚Der Geist Gottes des Herrn, ruht auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt’“ (Jes 61,1). Es ist so, als ob Christus sagen würde: Weil der Herr mich gesalbt hat, habe ich gesagt – ja, habe es wirklich gesagt und sage es auch jetzt noch: Der Geist des Herrn ruht auf mir. Wo also und wann hat mich der Herr gesalbt? Als ich empfangen wurde, oder besser: Er hat mich gesalbt, damit ich im Schoß meiner Mutter empfangen werde. Es hat mich nämlich nicht eine Frau durch den Samen eines Mannes empfangen, sondern eine Jungfrau hat mich durch die Salbung des Heiligen Geistes empfangen. In diesem Augenblick hat mich der Herr mit königlicher Salbung gesalbt; durch Salbung hat er mich zum König geweiht und gleichzeitig zum Priester. Durch den gleichen Geist hat mich der Herr im Jordan ein zweites Mal geweiht...


      Und warum ruht der Geist des Herrn auf mir?.... „Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist“ (Jes 61,1). Er hat mich nicht zu den Stolzen und den Gesunden gesandt, sondern wie einen Arzt zu den Kranken und Bedrückten. Er hat mich nicht „zu den Gerechten“ gesandt, sondern zu „den Sündern“ (Mk 2,17). Er hat aus mir „einen Mann voller Schmerzen gemacht, einen Mann, der mit Krankheit vertraut ist“ (Jes 53,3), „gütig und demütig von Herzen“ (Mt 11,29). „Er hat mich gesandt, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung.“ Welchen Gefangenen soll ich die Befreiung verkünden, oder vielmehr aus welchem Gefängnis sollen sie entlassen werden? Welchen Gefesselten gilt es, die Freiheit zu verkünden? Seitdem „durch einen einzigen Menschen die Sünde in die Welt kam und durch die Sünde der Tod“ (Röm 5,12), sind alle Menschen Gefangene der Sünde und des Todes... Ich bin gesandt, um die Bedrückten Zions zu trösten, alle die, die darüber bedrückt sind, dass sie wegen ihrer Sünden von ihrer Mutter, dem himmlischen Jerusalem (Gal 4,26) abgeschnitten und getrennt sind. Ja, ich werde sie trösten, und an Stelle der Asche der Buße schmücke ich ihr Haupt mit Ehre, gebe ihnen Freudenöl, also die Tröstung des Heiligen Geistes an Stelle der Trauer darüber, verwaist und verstoßen zu sein; und ich gebe ihnen ein „Festtagsgewand“, also die Herrlichkeit der Auferstehung „an Stelle der Verzweiflung“ (Jes 61,3).
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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« Antwort #587 am: 11. Januar 2015, 10:02:12 »
 ;ksghtr ;gggds ;jkgjkgj ;mloda

Fest Taufe des Herrn


Kommentar zum heutigen Evangelium -
Dem hl. Hippolyt von Rom : So kommt der Herr zur Taufe

Die Texte des Tages als Audio

Buch Jesaja 42,5a.1-4.6-7.
So spricht Gott, der Herr:
Seht, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwählter, an ihm finde ich Gefallen. Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er bringt den Völkern das Recht.
Er schreit nicht und lärmt nicht und lässt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen.
Das geknickte Rohr zerbricht er nicht, und den glimmenden Docht löscht er nicht aus; ja, er bringt wirklich das Recht.
Er wird nicht müde und bricht nicht zusammen, bis er auf der Erde das Recht begründet hat. Auf sein Gesetz warten die Inseln.
Ich, der Herr, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen, ich fasse dich an der Hand. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund für mein Volk und das Licht für die Völker zu sein:
blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu holen und alle, die im Dunkel sitzen, aus ihrer Haft zu befreien.

Psalm 29(28),1-3a.3c.4.3b.9b.10.
Bringt dar dem Herrn, ihr Himmlischen,
bringt dar dem Herrn Lob und Ehre!
Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens,
werft euch nieder vor dem Herrn in heiligem Schmuck!

Die Stimme des Herrn erschallt über den Wassern.
der Herr über gewaltigen Wassern.
Die Stimme des Herrn ertönt mit Macht,
die Stimme des Herrn voll Majestät.

Der Gott der Herrlichkeit donnert,
In seinem Palast rufen alle: O herrlicher Gott!
Der Herr thront über der Flut,
der Herr thront als König in Ewigkeit.



Apostelgeschichte 10,34-38.
In jenen Tagen begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht,
sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist.
Er hat das Wort den Israeliten gesandt, indem er den Frieden verkündete durch Jesus Christus; dieser ist der Herr aller.
Ihr wisst, was im ganzen Land der Juden geschehen ist, angefangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes verkündet hat:
wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat mit dem Heiligen Geist und mit Kraft, wie dieser umherzog, Gutes tat und alle heilte, die in der Gewalt des Teufels waren; denn Gott war mit ihm.

Evangelium nach Markus 1,7-11.
In jener Zeit trat Johannes in der Wüste auf und verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren.
Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.
Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Dem hl. Hippolyt von Rom (?-235), Priester und Märtyrer, zugeschriebene Predigt
Homilie zur Erscheinung des Herrn; PG10, 852
So kommt der Herr zur Taufe

Der Herr kommt, um die Taufe zu empfangen: unscheinbar, spärlich bekleidet, ohne Begleitung, in menschlicher Gestalt. Er verhüllt, um den schlauen Plan der Schlange zu durchkreuzen, seine göttliche Größe. Zu sagen, er sei zu Johannes gekommen wie ein Herr, der seine Leibgarde weggeschickt hat, trifft den Kern der Sache nicht. Er geht zu ihm hin wie ein Mensch wie du und ich, der der Sünde unterworfen ist, neigt sein Haupt, um aus der Hand des Johannes die Taufe zu empfangen. Dieser ist von der Demut überrascht, versucht, ihn davon abzubringen mit den Worten: „Ich müsste von dir getauft werden, und du kommst zu mir?“ (Mt 3,12)…

Überlegt einmal, meine geliebten Kinder, wie viele und wesentliche Güter wir verloren hätten, wenn der Herr der Einladung des Johannes gefolgt wäre und nicht die Taufe empfangen hätte. Vorher war der Himmel verschlossen und unsere ewige Heimat unerreichbar; wir waren zutiefst gesunken und konnten nicht mehr nach oben kommen. Der Herr hat nicht nur die Taufe empfangen; er hat den alten Menschen neu gemacht (vgl. Röm 6,6) und ihm von neuem das Zepter der Kindschaft Gottes anvertraut. Denn sogleich „öffnete sich der Himmel“. Das Sichtbare versöhnte sich mit dem Unsichtbaren; die Hierarchien des Himmels waren voller Freude; auf Erden wurden die Krankheiten geheilt; was verborgen lag, kam an den Tag… Christus, dem Gemahl, mussten die Türen des Ehegemaches geöffnet werden. Als der Geist in der Gestalt einer Taube herabkam und allenthalben die Stimme des Vaters ertönte, mussten „sich die Pforten des Himmels heben“ (vgl. Ps 24,7)…

Ich bitte euch, hört mir gut zu…: Kommt zum Bad der Unsterblichkeit, all ihr Stämme der Nationen! Ich kündige euch, die ihr noch in der Nacht der Unwissenheit verharrt, durch diese frohe Botschaft das Leben an. Kommt aus der Sklaverei in die Freiheit, aus der Tyrannei zur Königsherrschaft, aus dem Vergänglichen ins Unvergängliche. Ihr wollt wissen, wie das geschehen kann? Durch Wasser und Geist (Joh 3,5). Dieses Wasser, das teilhat am Geist, tränkt das Paradies, erfreut die Erde, befruchtet die Welt… Dieses Wasser, in dem Christus getauft wurde und auf das der Geist herabkam, es lässt den Menschen wiedergeboren werden und bringt ihn so zum Leben.
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« Antwort #588 am: 12. Januar 2015, 08:17:47 »
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Brief an die Hebräer 1,1-6.
Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten;
in dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn, den er zum Erben des Alls eingesetzt und durch den er auch die Welt erschaffen hat;
er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; er trägt das All durch sein machtvolles Wort, hat die Reinigung von den Sünden bewirkt und sich dann zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt;
er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie der Name, den er geerbt hat, ihren Namen überragt.
Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt, und weiter: Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein?
Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in die Welt einführt, sagt er: Alle Engel Gottes sollen sich vor ihm niederwerfen.

Psalm 97(96),1-2.6-7.9.12.
Der Herr ist König. Die Erde frohlocke.
Freuen sollen sich die vielen Inseln.
Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel,
Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen seines Throns.

Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel,
seine Herrlichkeit schauen alle Völker.
Alle, die Bildern dienen, werden zuschanden,
alle, die sich der Götzen rühmen.
Vor ihm werfen sich alle Götter nieder:

Denn du, Herr, bist der Höchste über der ganzen Erde,
hoch erhaben über alle Götter.
Ihr Gerechten, freut euch am Herrn,
und lobt seinen heiligen Namen!




Evangelium nach Markus 1,14-20.
Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes
und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer.
Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gregor der Große (um 540-604), Papst und Kirchenlehrer
Homilien über das Evangelium, Nr. 5
„Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm“

Vielleicht sagt sich jemand: „Was haben sie denn, als der Herr sie rief, schon Kostbares liegen lassen, die zwei Fischer, die doch fast gar nichts hatten?... Sie haben viel zurückgelassen, weil sie alles aufgaben, so wenig sie auch haben mochten. Wir jedoch kleben an dem, was wir haben, und machen uns gierig auf die Suche nach dem, was wir nicht haben. Beide, Petrus und Andreas, haben also viel aufgegeben, als sie dem schlichten Wunsch nach Besitz entsagten. Sie haben viel aufgegeben, da sie mit dem Verzicht auf ihre Habe auch ihrer Begehrlichkeit entsagten…

Es möge also keiner, selbst wenn er sieht, dass Leute auf große Reichtümer verzichtet haben, bei sich selber sagen: „Ich würde es ihnen in ihrer Missachtung dieser Welt gerne gleichtun; doch ich habe nichts, wovon ich mich trennen könnte: ich besitze nichts.“ Ihr gebt viel auf, liebe Brüder, wenn ihr auf das verzichtet, was die Welt begehrt. Der Herr begnügt sich ja mit dem, was wir haben, mag es noch so gering sein: es ist das Herz, worauf er schaut, nicht auf den Marktwert unserer Gabe. Er achtet nicht darauf, wie viel wir ihm opfern, sondern von wie viel Liebe unser Geben begleitet wird.

Denn wenn man nur die äußeren Güter in Betracht zieht, dann haben unsere heiligen Händler mit ihren Netzen und ihrer Barke das ewige Leben, das Leben der Engel, erkauft. Das Reich Gottes hat keinen Preis, und doch kostet es dich nicht mehr und nicht weniger als das, was du besitzt.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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« Antwort #589 am: 13. Januar 2015, 08:34:04 »
 ;ksghtr ;tffhfdsds kz12)

Brief an die Hebräer 2,5-12.
Nicht Engeln hat er die zukünftige Welt unterworfen, von der wir reden,
vielmehr heißt es an einer Stelle ausdrücklich: Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, oder der Menschensohn, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn nur für kurze Zeit unter die Engel erniedrigt. Du hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt,
alles hast du ihm zu Füßen gelegt. Denn als er ihm alles zu Füßen legte, hat er nichts von der Unterwerfung ausgenommen. Jetzt sehen wir noch nicht alles ihm zu Füßen gelegt;
aber den, der nur für kurze Zeit unter die Engel erniedrigt war, Jesus, ihn sehen wir um seines Todesleidens willen mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; es war nämlich Gottes gnädiger Wille, dass er für alle den Tod erlitt.
Denn es war angemessen, dass Gott, für den und durch den das All ist und der viele Söhne zur Herrlichkeit führen wollte, den Urheber ihres Heils durch Leiden vollendete.
Denn er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden, stammen alle von Einem ab; darum scheut er sich nicht, sie Brüder zu nennen
und zu sagen: Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, inmitten der Gemeinde dich preisen.

Psalm 8,2.5.6-7.8-9.
Herr, unser Herrscher,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde;
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,
hast ihm alles zu Füßen gelegt:

All die Schafe, Ziegen und Rinder
und auch die wilden Tiere,
die Vögel des Himmels und die Fische im Meer,
alles, was auf den Pfaden der Meere dahinzieht.




Evangelium nach Markus 1,21-28.
In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte.
Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.
In ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien:
Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn!
Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei.
Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Balduin von Ford (? - um 1190), Zisterzienserabt, dann Bischof
Homilie Nr. 6, über Hebr 4,12; PL 204, 451
„Jesus befahl ihm: Schweig und verlass ihn!“

„Denn lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert“ (Hebr 4,12). Die ganze Größe, die Kraft und Weisheit des Wortes Gottes zeigt der Apostel mit diesen Worten denen, die Christus suchen: er ist das Wort, die Macht und Weisheit Gottes (1 Kor 1,24)…Wenn dieses Wort verkündet wird, gibt die Stimme, die es verkündet, einem sinnlich vernehmbaren Wort die Kraft des innerlich wahrgenommenen Wortes. Dann stehen Tote auf (Lk 7,22), und dieses Zeugnis macht neue Kinder Abrahams (Mt 3,9). Und da es ein lebendiges Wort ist, ist es zweifellos auch wirksam.

Es wirkt bei der Erschaffung der Welt, bei ihrer Steuerung und ihrer Erlösung. Was könnte denn wirksamer und kraftvoller sein? „Wer kann die großen Taten des Herrn erzählen, all seinen Ruhm verkünden?“ (Ps 106,2) Die Wirksamkeit dieses Wortes zeigt sich in seinen Werken; sie zeigt sich auch in der Verkündigung. Denn „es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern… erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe“ (Jes 55,11).

„Lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert“, wenn es mit Glauben und Liebe angenommen wird. Alles kann, wer glaubt (Mk 9,23). Und was wäre denn schwierig für einen, der liebt?



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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #590 am: 14. Januar 2015, 08:10:46 »
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Brief an die Hebräer 2,11-12.13c-18.
Er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden, stammen alle von Einem ab; darum scheut er sich nicht, sie Brüder zu nennen
und zu sagen: Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, inmitten der Gemeinde dich preisen.
und ferner: Ich will auf ihn mein Vertrauen setzen; und: Seht, ich und die Kinder, die Gott mir geschenkt hat.
Da nun die Kinder Menschen von Fleisch und Blut sind, hat auch er in gleicher Weise Fleisch und Blut angenommen, um durch seinen Tod den zu entmachten, der die Gewalt über den Tod hat, nämlich den Teufel,
und um die zu befreien, die durch die Furcht vor dem Tod ihr Leben lang der Knechtschaft verfallen waren.
Denn er nimmt sich keineswegs der Engel an, sondern der Nachkommen Abrahams nimmt er sich an.
Darum musste er in allem seinen Brüdern gleich sein, um ein barmherziger und treuer Hoherpriester vor Gott zu sein und die Sünden des Volkes zu sühnen.
Denn da er selbst in Versuchung geführt wurde und gelitten hat, kann er denen helfen, die in Versuchung geführt werden.

Psalm 105(104),1-2.3-4.6-7.8-9.
Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
Macht unter den Völkern seine Taten bekannt!
Singt ihm und spielt ihm,
sinnt nach über all seine Wunder!

Rühmt euch seines heiligen Namens!
Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen.
Fragt nach dem Herrn und seiner Macht;
sucht sein Antlitz allezeit!

Bedenkt es, ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham,
ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat.
Er, der Herr, ist unser Gott.
Seine Herrschaft umgreift die Erde.

Ewig denkt er an seinen Bund,
an das Wort, das er gegeben hat für tausend Geschlechter,
an den Bund, den er mit Abraham geschlossen,
an den Eid, den er Isaak geschworen hat.



Evangelium nach Markus 1,29-39.
In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas.
Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen mit Jesus über sie,
und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie.
Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt,
und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu reden; denn sie wussten, wer er war.
In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
Simon und seine Begleiter eilten ihm nach,
und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich.
Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen.
Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in den Synagogen und trieb die Dämonen aus.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Petrus Chrysologus (um 406-450), Bischof von Ravenna, Kirchenlehrer
Predigt Nr. 18, 1-3; CCL 24,107-108
„Jesus ging zu ihr und fasste sie an der Hand“

Wer heute dem Evangelium aufmerksam gelauscht hat, der weiß, warum der Herr des Himmels in ein einfaches Haus hier auf Erden eingetreten ist. Da er in seiner Güte gekommen ist, um allen Menschen zu helfen, braucht ihr euch nicht zu wundern, dass er sich überall hinbegibt. „Jesus ging in das Haus des Petrus und sah, dass dessen Schwiegermutter im Bett lag und Fieber hatte“ (Mt 8,14). Das ist der Grund, der Christus zu Petrus geführt hat: keineswegs der Wunsch, sich an den Tisch zu setzen, sondern die Schwäche dieser Kranken; nicht das Verlangen nach einer Mahlzeit, sondern die Möglichkeit zu heilen. Er ist gekommen, um seine göttliche Macht zu gebrauchen, nicht um an einem geselligen Festmahl teilzunehmen; denn bei Petrus schenkte man keinen Wein aus, sondern Tränen…

Christus ging also nicht in dieses Haus, um verpflegt zu werden, sondern um Leben wiederherzustellen. Gott sucht Menschen, nicht deren weltliche Güter. Er will ihnen die himmlischen Güter geben; er hat kein Verlangen nach irdischen Dingen. Christus ist herabgekommen, um uns mit sich zu nehmen; nicht um sich zu holen, was wir besitzen.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #591 am: 15. Januar 2015, 08:10:08 »
 ;ksghtr ;gggds

Brief an die Hebräer 3,7-14.
Brüder! Beherzigt, was der Heilige Geist sagt: Heute, wenn ihr seine Stimme hört,
verhärtet euer Herz nicht wie beim Aufruhr, wie in der Wüste am Tag der Versuchung.
Dort haben eure Väter mich versucht, sie haben mich auf die Probe gestellt und hatten doch meine Taten gesehen,
vierzig Jahre lang. Darum war mir diese Generation zuwider, und ich sagte: Immer geht ihr Herz in die Irre. Sie erkannten meine Wege nicht.
Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht in das Land meiner Ruhe kommen.
Gebt acht, Brüder, dass keiner von euch ein böses, ungläubiges Herz hat, dass keiner vom lebendigen Gott abfällt,
sondern ermahnt einander jeden Tag, solange es noch heißt: Heute, damit niemand von euch durch den Betrug der Sünde verhärtet wird;
denn an Christus haben wir nur Anteil, wenn wir bis zum Ende an der Zuversicht festhalten, die wir am Anfang hatten.

Psalm 95(94),6-7.8-9.10-11.
Kommt, lasst uns niederfallen, uns vor ihm verneigen,
lasst uns niederknien vor dem Herrn, unserm Schöpfer!
Denn er ist unser Gott,
wir sind das Volk seiner Weide,

die Herde, von seiner Hand geführt.
Ach, würdet ihr doch heute auf seine Stimme hören!
«Verhärtet euer Herz nicht wie in Meriba,
wie in der Wüste am Tag von Massa!

Dort haben eure Väter mich versucht,
sie haben mich auf die Probe gestellt
und hatten doch mein Tun gesehen.
Vierzig Jahre war mir dies Geschlecht zuwider,

und ich sagte: Sie sind ein Volk, dessen Herz in die Irre geht;
denn meine Wege kennen sie nicht.
Darum habe ich in meinem Zorn geschworen:
Sie sollen nicht kommen in das Land meiner Ruhe.»



Evangelium nach Markus 1,40-45.
In jener Zeit kam ein Aussätziger zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde.
Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es - werde rein!
Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz, und der Mann war rein.
Jesus schickte ihn weg und schärfte ihm ein:
Nimm dich in acht! Erzähl niemand etwas davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein.
Der Mann aber ging weg und erzählte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die ganze Geschichte, so dass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch außerhalb der Städte an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hrabanus Maurus (784-856), Benediktinerabt und Bischof
Drei Bücher Bonosus, Buch 3,4; PL 112, 1306
„Du kannst machen, dass ich rein werde“

Es darf dir nicht an Vertrauen zu Gott mangeln, und du darfst auch nicht an seiner Barmherzigkeit zweifeln, noch die Hoffnung auf seine Barmherzigkeit verlieren; ich will nicht, dass du daran zweifelst, oder gar verzweifelst, besser werden zu können. Selbst wenn der Dämon dich aus hoher Tugendhaftigkeit in die Abgründe des Bösen schleudern konnte: um wie viel mehr kann dich Gott zur höchsten Tugendhaftigkeit zurückrufen! Er kann dich nicht nur in den Zustand vor deinem Fall zurückversetzen, sondern dich viel glücklicher machen als du vorher scheinbar warst. Ich bitte dich, lass den Mut nicht sinken und verschließe deine Augen nicht vor der Hoffnung auf das Gute, etwa aus Angst, es könnte dir so ergehen wie denen, die Gott nicht lieben. Nicht die vielen Sünden lassen die Seele verzweifeln, sondern die Geringschätzung Gottes. „Es ist den Gottlosen eigen“, sagt der Weise, „wenn sie in den Abgrund der Sünde gefallen sind, am Heil zu verzweifeln und es geringzuschätzen“ (Spr 18,3 Vg).

Jeder Gedanke, der die Hoffnung auf Umkehr nimmt, kommt ja aus einem Mangel an Glauben: er zwingt uns, wie ein schwerer Stein am Hals, nach unten zu schauen, zur Erde, und lässt uns nicht die Augen zu Gott erheben. Wer aber ein mutiges Herz und einen wachen Geist hat, der kann sich von diesem schrecklichen Gewicht befreien. „Wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin, so schauen unsere Augen auf den Herrn, unseren Gott, bis er uns gnädig ist“ (Ps 123,2-3).
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