Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971918 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #928 am: 20. Dezember 2015, 11:40:35 »
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4. Adventssonntag

Heute auch : Hl. Hoger (Holger)

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Johannes Chrysostomus : „Das Kind hüpfte vor Freude in meinem Leib“

Die Texte des Tages als Audio

Buch Micha 5,1-4a.
Aber du, Betlehem-Efrata, so klein unter den Gauen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll. Sein Ursprung liegt in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen.
Darum gibt der Herr sie preis, bis die Gebärende einen Sohn geboren hat. Dann wird der Rest seiner Brüder heimkehren zu den Söhnen Israels.
Er wird auftreten und ihr Hirt sein in der Kraft des Herrn, im hohen Namen Jahwes, seines Gottes. Sie werden in Sicherheit leben; denn nun reicht seine Macht bis an die Grenzen der Erde.
Und er wird der Friede sein.

Psalm 80(79),2ac.3bc.15-16.18-19.
Du Hirte Israels, höre!
Der du auf den Kerubim thronst, erscheine!
Biete deine gewaltige Macht auf,
und komm uns zu Hilfe!

Gott der Heerscharen, wende dich uns wieder zu!
Blick vom Himmel herab, und sieh auf uns!
Sorge für diesen Weinstock
und für den Garten, den deine Rechte gepflanzt hat.

Deine Hand schütze den Mann zu deiner Rechten,
den Menschensohn, den du für dich groß und stark gemacht.
Erhalt uns am Leben!
Dann wollen wir deinen Namen anrufen und nicht von dir weichen.




Brief an die Hebräer 10,5-10.
Darum spricht Christus bei seinem Eintritt in die Welt: Schlacht- und Speiseopfer hast du nicht gefordert, doch einen Leib hast du mir geschaffen;
an Brand- und Sündopfern hast du kein Gefallen.
Da sagte ich: Ja, ich komme - so steht es über mich in der Schriftrolle -, um deinen Willen, Gott, zu tun.
Zunächst sagt er: Schlacht- und Speiseopfer, Brand- und Sündopfer forderst du nicht, du hast daran kein Gefallen, obgleich sie doch nach dem Gesetz dargebracht werden;
dann aber hat er gesagt: Ja, ich komme, um deinen Willen zu tun. So hebt Christus das erste auf, um das zweite in Kraft zu setzen.
Aufgrund dieses Willens sind wir durch die Opfergabe des Leibes Jesu Christi ein für allemal geheiligt.

Evangelium nach Lukas 1,39-45.
In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.
Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt
und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Aus einer ihm zugeschriebenen Homilie
„Das Kind hüpfte vor Freude in meinem Leib“

Welch neues und wunderbares Geheimnis! Johannes ist noch nicht geboren und schon spricht er durch sein Jauchzen. Er ist noch nicht erschienen und läßt schon aufhorchen. Er kann noch nicht schreien und läßt sich schon durch seine Taten vernehmen. Er hat sein irdisches Leben noch nicht begonnen und predigt schon Gott. Er sieht noch nicht das Licht und zeigt schon auf die Sonne. Er wurde noch nicht zur Welt gebracht und hat schon Eile, sich als Vorläufer zu zeigen. Der Herr ist da, deshalb kann er sich nicht zurückhalten, er erträgt es nicht, die durch die Natur gesetzten Grenzen auszuhalten, sondern bemüht sich, das Gefängnis des Mutterschoßes zu zerbrechen und er versucht, schon im voraus das Kommen des Erlösers zu verkünden. „Er ist gekommen, so sagt er, der die Fesseln zerbricht. Und ich liege noch in Fesseln, bin noch gehalten, hier zu verharren? Das Wort kommt, um alles neu zu machen und ich soll noch gefangenbleiben? Ich werde ausbrechen, werde vor ihm herlaufen und allen verkünden: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“ (Joh 1,29).

Doch sag' uns, Johannes, der du noch zurückgehalten wirst in der Verborgenheit von deiner Mutter Schoß, wie siehst du und wie hörst du? Wie betrachtest du die göttlichen Dinge? Wie kannst du vor Freude hüpfen und jauchzen? „Groß ist“, so sagt er, „das Geheimnis, das sich erfüllt; es ist ein Akt, der menschliches Verstehen übersteigt. Ganz zu Recht mache ich Neues in der natürlichen Ordnung einzig seinetwegen, der Neues machen wird in der übernatürlichen Ordnung. Ich sehe schon vor meiner Geburt, denn ich sehe in der Schwangerschaft ,die Sonne der Gerechtigkeit‘ (Mal 3,20). Ich erfahre durch das Hören, denn indem ich zur Welt kam, bin ich die Stimme geworden, die dem großen Wort vorangeht. Ich rufe, denn ich betrachte den einzigen Sohn des Vaters, bekleidet mit seinem Fleisch. Ich juble, denn ich sehe den Schöpfer des Weltalls die menschliche Gestalt annehmen. Ich hüpfe vor Freude, denn ich denke daran, dass der Erlöser der Welt einen Leib annahm. Ich bin der Vorläufer seines Kommens und ich geben Zeugnis von ihm, bevor ihr es tut.“
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #929 am: 21. Dezember 2015, 08:04:58 »
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Das Hohelied 2,8-14.
Horch! Mein Geliebter! Sieh da, er kommt. Er springt über die Berge, hüpft über die Hügel.
Der Gazelle gleicht mein Geliebter, dem jungen Hirsch. Ja, draußen steht er an der Wand unsres Hauses; er blickt durch die Fenster, späht durch die Gitter.
Der Geliebte spricht zu mir: Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch!
Denn vorbei ist der Winter, verrauscht der Regen.
Auf der Flur erscheinen die Blumen; die Zeit zum Singen ist da. Die Stimme der Turteltaube ist zu hören in unserem Land.
Am Feigenbaum reifen die ersten Früchte; die blühenden Reben duften. Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch!
Meine Taube im Felsennest, versteckt an der Steilwand, dein Gesicht lass mich sehen, deine Stimme hören! Denn süß ist deine Stimme, lieblich dein Gesicht.

Psalm 33(32),2-3.11-12.20-21.
Preist den Herrn mit der Zither,
spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe!
Singt ihm ein neues Lied,
greift voll in die Saiten und jubelt laut!

Der Ratschluss des Herrn bleibt ewig bestehen,
die Pläne seines Herzens überdauern die Zeiten.
Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist,
der Nation, die er sich zum Erbteil erwählt hat.

Unsre Seele hofft auf den Herrn;
er ist für uns Schild und Hilfe.
Ja, an ihm freut sich unser Herz,
wir vertrauen auf seinen heiligen Namen.




Evangelium nach Lukas 1,39-45.
In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.
Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt
und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Bernhard (1091-1153), Zisterziensermönch und Kirchenlehrer
Predigt am Sonntag in der Oktav von Mariä Himmelfahrt - Über die zwölf Erwählungen Mariens
„Selig, die geglaubt hat“

Maria ist selig, wie Elisabet zu ihr sagte, weil Gott auf sie geschaut, und weil sie geglaubt hat. Ihr Glaube ist die schönste Frucht der göttlichen Güte. Doch dazu brauchte es die unaussprechliche Kunst des Heiligen Geistes, der über sie kam, damit eine solche Großmut sich mit einer solchen Demut im Innersten ihres jungfräulichen Herzens verband. Die Demut und die Großmut Mariens, gleichwie auch ihre Jungfräulichkeit und ihre Fruchtbarkeit, sind zwei Sternen vergleichbar, die sich gegenseitig heller erstrahlen lassen. Denn in Maria schmälert die Tiefe der Demut die Großmut nicht und umgekehrt. Maria demütigte sich so sehr, doch war sie nicht weniger großzügig in ihrem Glauben an die Verheißung, die ihr der Engel brachte. Sie sah sich nur als arme Magd, aber zweifelte trotzdem nicht, als sie in dieses undenkbare Geheimnis, diese wunderbare Vereinigung, dieses unergründbare Mysterium berufen wurde. Und sie glaubte sofort, dass sie wirklich die Mutter des menschgewordenen Gottes werden würde.

Es ist die Gnade Gottes, die dieses Wunder im Herzen der Erwählten wirkt. Die Demut lässt sie nicht furchtsam und verschreckt werden, wie auch die Großmut ihrer Seele sie nicht hochmütig werden lässt. Ganz im Gegenteil unterstützen sich diese beiden Tugenden bei den Heiligen. Die Großmut der Seele hält dem Hochmut nicht nur die Tür verschlossen, es ist gerade sie, die tiefer ins Geheimnis der Demut eindringen läßt. Und wirklich sind am meisten diejenigen von der Furcht Gottes erfüllt und am dankbarsten für seine Gnadengaben, die am großherzigsten in seinem Dienst stehen. Wenn die Demut im Spiel ist, kann sich keine Laxheit in die Seele schleichen. Je weniger jemand auf seine eigenen Kräfte setzt, und sei es in den kleinsten Dingen, desto mehr vertraut er sich der Allmacht Gottes an, auch in den größten Dingen.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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« Antwort #930 am: 22. Dezember 2015, 08:04:42 »
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Erstes Buch Samuel 1,24-28.
Als sie ihn entwöhnt hatte, nahm sie ihn mit hinauf, dazu einen dreijährigen Stier, ein Efa Mehl und einen Schlauch Wein. So brachte sie ihn zum Haus des Herrn in Schilo; der Knabe aber war damals noch sehr jung.
Als sie den Stier geschlachtet hatten, brachten sie den Knaben zu Eli,
und Hanna sagte: Bitte, mein Herr, so wahr du lebst, mein Herr, ich bin die Frau, die damals neben dir stand, um zum Herrn zu beten.
Ich habe um diesen Knaben gebetet, und der Herr hat mir die Bitte erfüllt, die ich an ihn gerichtet habe.
Darum lasse ich ihn auch vom Herrn zurückfordern. Er soll für sein ganzes Leben ein vom Herrn Zurückgeforderter sein. Und sie beteten dort den Herrn an.

Erstes Buch Samuel 2,1bcde.4-5ab.6-7.8abcd.
Mein Herz ist voll Freude über den Herrn,
große Kraft gibt mir der Herr.
Weit öffnet sich mein Mund gegen meine Feinde;
denn ich freue mich über deine Hilfe.

Der Bogen der Helden wird zerbrochen,
die Wankenden aber gürten sich mit Kraft.
Die Satten verdingen sich um Brot,
doch die Hungrigen können feiern für immer.

Der Herr macht tot und lebendig,
er führt zum Totenreich hinab und führt auch herauf.
Der Herr macht arm und macht reich,
er erniedrigt, und er erhöht.

Den Schwachen hebt er empor aus dem Staub
und erhöht den Armen, der im Schmutz liegt;
er gibt ihm einen Sitz bei den Edlen,
einen Ehrenplatz weist er ihm zu.




Evangelium nach Lukas 1,46-56.
Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehn.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Adam von Perseigne (?-1221), Zisterzienserabt
Brief an André, Chorherr von Tours, 13-15
„Der Mächtige hat Großes an mir getan“

„Meine Seele preist die Größe des Herrn“. Wie preist du seine Größe? Machst du ihn größer, ihn, dessen Größe unendlich ist? „Groß ist der Herr“, sagt der Psalmist, „und hoch zu loben“ (Ps 145,3). Er ist groß, so groß, dass seine Größe weder Vergleich noch Maß duldet. Wie also preist du seine Größe, da du ihn nicht größer machst?

Du machst ihn groß, weil du ihn preist. Du machst ihn groß, weil du inmitten der Finsternis dieser Welt die Herrlichkeit Gottes – sie ist heller als die Sonne, schöner als der Mond, wohlriechender als die Rose und weißer als der Schnee – erkennbarer machst. Du machst ihn groß, nicht wie du seiner Größe ohne Maß noch etwas hinzufügen könntest, sondern weil du, in die Finsternis der Welt, das Licht der wahren Göttlichkeit bringst […] Du machst ihn groß, weil du zu so hoher Würde erhoben wurdest, dass du voll der Gnade bist (Lk 1,28), dass du wert warst, den Heiligen Geist zu empfangen und dass du, als Mutter Gottes, bei unverletzter Jungfräulichkeit einer untergehenden Welt den Retter gebierst.

Woher kommt das? Weil der Herr mit dir ist (Lk 1,28), der Herr, der aus seinen Gaben deine Verdienste macht. Nun, warum sagt man, du preist seine Größe? Weil du selbst in ihm und durch ihn groß gemacht bist. Deine Seele preist doch den Herrn allein insofern, als du selbst von ihm gepriesen bist […] denn du bist das Gefäß, das das Wort aufgenommen hat, der Keller des neuen Weins, der die Nüchternheit der Gläubigen trunken macht. Du bist die Mutter Gottes.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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« Antwort #931 am: 23. Dezember 2015, 09:05:56 »
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Buch Maleachi 3,1-4.23-24.
So spricht Gott, der Herr: Seht, ich sende meinen Boten; er soll den Weg für mich bahnen. Dann kommt plötzlich zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes, den ihr herbeiwünscht. Seht, er kommt!, spricht der Herr der Heere.
Doch wer erträgt den Tag, an dem er kommt? Wer kann bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer im Schmelzofen und wie die Lauge im Waschtrog.
Er setzt sich, um das Silber zu schmelzen und zu reinigen: Er reinigt die Söhne Levis, er läutert sie wie Gold und Silber. Dann werden sie dem Herrn die richtigen Opfer darbringen.
Und dem Herrn wird das Opfer Judas und Jerusalems angenehm sein wie in den Tagen der Vorzeit, wie in längst vergangenen Jahren.
Bevor aber der Tag des Herrn kommt, der große und furchtbare Tag, seht, da sende ich zu euch den Propheten Elija.
Er wird das Herz der Väter wieder den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne ihren Vätern, damit ich nicht kommen und das Land dem Untergang weihen muss.

Psalm 25(24),4-5.8-9.10.14.
Zeige mir, Herr, deine Wege,
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich;
denn du bist der Gott meines Heiles.
Auf dich hoffe ich allezeit.

Gut und gerecht ist der Herr,
darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg.
Die Demütigen leitet er nach seinem Recht,
die Gebeugten lehrt er seinen Weg.

Alle Pfade des Herrn sind Huld und Treue
denen, die seinen Bund und seine Gebote bewahren.
Die sind Vertraute des Herrn, die ihn fürchten;
er weiht sie ein in seinen Bund.




Evangelium nach Lukas 1,57-66.
Für Elisabeth kam die Zeit der Niederkunft, und sie brachte einen Sohn zur Welt.
Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte, und freuten sich mit ihr.
Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes und wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben.
Seine Mutter aber widersprach ihnen und sagte: Nein, er soll Johannes heißen.
Sie antworteten ihr: Es gibt doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt.
Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle.
Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb zum Erstaunen aller darauf: Sein Name ist Johannes.
Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen, und er redete und pries Gott.
Und alle, die in jener Gegend wohnten, erschraken, und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa.
Alle, die davon hörten, machten sich Gedanken darüber und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden? Denn es war deutlich, dass die Hand des Herrn mit ihm war.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Predigt zur Geburt von Johannes dem Täufer, Nr. 293,3
„Er konnte Mund und Zunge wieder gebrauchen […] und pries Gott“

Zacharias verstummt und kann bis zur Geburt des Johannes, des Vorläufers des Herrn, der ihm die Sprache zurückgibt, nicht mehr sprechen. Was bedeutet das Schweigen des Zacharias denn anderes, als dass die Prophetie verloren gegangen und vor der Verkündigung Christi gleichsam verborgen und verschlossen war? Sie öffnet sich bei seiner Ankunft wieder, wird klar, um die Ankunft dessen anzukündigen, der prophezeit war. Die Sprache, die Zacharias bei der Geburt des Johannes wiedererlangt hatte, entspricht dem Vorhang, der beim Tod Jesu am Kreuz riss (Mt 27,51). Wenn Johannes sich selbst angekündigt hätte, wäre der Mund des Zacharias verschlossen geblieben.

Er hat das Wort wiedererlangt wegen der Geburt dessen, der die Stimme ist; denn Johannes, der schon den Herrn ankündigte, wurde gefragt: „Wer bist du?“ Und er antwortete: „Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft.“ Die Stimme, das ist Johannes, das Wort aber ist der Herr: „Im Anfang war das Wort“. Johannes ist eine Zeitlang die Stimme; Christus ist das Wort im Anfang, das ewige Wort.
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« Antwort #932 am: 24. Dezember 2015, 08:01:32 »
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Heilig Abend

Heute auch : Adam und Eva

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Bernhard : „Die Herrlichkeit des Herrn hüllte sie ein in ihr Licht“

Die Texte des Tages als Audio

Buch Jesaja 9,1-6.
Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.
Du erregst lauten Jubel und schenkst große Freude. Man freut sich in deiner Nähe, wie man sich freut bei der Ernte, wie man jubelt, wenn Beute verteilt wird.
Denn wie am Tag von Midian zerbrichst du das drückende Joch, das Tragholz auf unserer Schulter und den Stock des Treibers.
Jeder Stiefel, der dröhnend daherstampft, jeder Mantel, der mit Blut befleckt ist, wird verbrannt, wird ein Fraß des Feuers.
Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.
Seine Herrschaft ist groß, und der Friede hat kein Ende. Auf dem Thron Davids herrscht er über sein Reich; er festigt und stützt es durch Recht und Gerechtigkeit, jetzt und für alle Zeiten. Der leidenschaftliche Eifer des Herrn der Heere wird das vollbringen.

Psalm 96(95),1-2.3.11.12-13a.
Singet dem Herrn ein neues Lied,
singt dem Herrn, alle Länder der Erde!
Singt dem Herrn und preist seinen Namen,
verkündet sein Heil von Tag zu Tag!

Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit,
bei allen Nationen von seinen Wundern!
Der Himmel freue sich, die Erde frohlocke,
es brause das Meer und alles, was es erfüllt.

Es jauchze die Flur und was auf ihr wächst.
Jubeln sollen alle Bäume des Waldes.
vor dem Herrn, wenn er kommt,
wenn er kommt, um die Erde zu richten.




Brief des Apostels Paulus an Titus 2,11-14.
Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten.
Sie erzieht uns dazu, uns von der Gottlosigkeit und den irdischen Begierden loszusagen und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt zu leben,
während wir auf die selige Erfüllung unserer Hoffnung warten: auf das Erscheinen der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Christus Jesus.
Er hat sich für uns hingegeben, um uns von aller Schuld zu erlösen und sich ein reines Volk zu schaffen, das ihm als sein besonderes Eigentum gehört und voll Eifer danach strebt, das Gute zu tun.

Evangelium nach Lukas 2,1-14.
In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen.
Dies geschah zum erstenmal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien.
Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen.
So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids.
Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete.
Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft,
und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde.
Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr,
der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll:
Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.
Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.
Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach:
Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Bernhard (1091-1153), Zisterziensermönch und Kirchenlehrer
5. Predigt am Vigiltag von Weihnachten
„Die Herrlichkeit des Herrn hüllte sie ein in ihr Licht“

Finsternis hüllte die ganze Welt ein, bevor das wahre Licht aufging, vor der Geburt Christi. Finsternis herrschte auch in einem jeden von uns vor unserer Bekehrung und unserer inneren Neugestaltung. Herrschte nicht wirklich tiefste Nacht, undurchdringlichste Finsternis auf der Erde, als unsere Väter falsche Götzen verehrten? [... ] Und herrschte in uns nicht noch eine andere dunkle Nacht, als wir noch ohne Gott in dieser Welt lebten, unseren Leidenschaften und dem Werben dieser Welt folgten, und als wir Dinge taten, deren wir uns heute schämen, da sie Werke der Finsternis sind? [...]

Jetzt aber habt ihr euch aus eurer Schläfrigkeit losgerissen; ihr habt euch geheiligt, seid zu Kindern des Lichts geworden, zu Kindern des Tages und nicht mehr der Finsternis und der Nacht (vgl. 1 Thess 5,5) [...] „Morgen werdet ihr die Herrlichkeit Gottes in euch sehen.“ Heute wurde der Sohn für uns zur Gerechtigkeit, die von Gott gekommen ist. Morgen wird er sich als unser Leben offenbaren, damit wir mit ihm in der Herrlichkeit erscheinen. Heute ist ein kleines Kind für uns geboren worden, um uns daran zu hindern, uns in eitlem Ruhm zu erheben und damit wir wie kleine Kinder werden (vgl. Mt 18,3), wenn wir umkehren. Morgen wird er sich in seiner Größe zeigen, um uns anzustacheln im Lobpreis, und damit auch wir verherrlicht und gelobt werden können, wenn Gott in einem jeden von uns seine Herrlichkeit kundtun wird [...] „Wir werden ihm ähnlich sein, weil wir ihn sehen werden wie er ist“ (1 Joh 3,2). Heute nämlich sehen wir ihn nicht selbst, sondern nur wie in einem Spiegel (vgl. 1 Kor 13,12); und jetzt empfängt er das, was wir ihm geben können. Doch morgen werden wir ihn in uns sehen, wenn er uns geben wird, was er uns geben kann; wenn er sich uns zeigen wird, wie er ist, und uns zu sich nehmen wird, um uns bis zu sich zu erheben.
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« Antwort #933 am: 25. Dezember 2015, 13:11:02 »
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Hochfest der Geburt des Herrn – Weihnachten


Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Gregor von Nazianz : „[...] du hast den Menschen in seiner Würde wunderbar erschaffen und noch wunderbarer wiederhergestellt“ (aus dem Tagesgebet)

Die Texte des Tages als Audio

Buch Jesaja 52,7-10.
Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, der eine frohe Botschaft bringt und Rettung verheißt, der zu Zion sagt: Dein Gott ist König.
Horch, deine Wächter erheben die Stimme, sie beginnen alle zu jubeln. Denn sie sehen mit eigenen Augen, wie der Herr nach Zion zurückkehrt.
Brecht in Jubel aus, jauchzt alle zusammen, ihr Trümmer Jerusalems! Denn der Herr tröstet sein Volk, er erlöst Jerusalem.
Der Herr macht seinen heiligen Arm frei vor den Augen aller Völker. Alle Enden der Erde sehen das Heil unseres Gottes.

Psalm 98(97),1.2-3ab.3cd-4.5-6.
Singet dem Herrn ein neues Lied;
denn er hat wunderbare Taten vollbracht!
Er hat mit seiner Rechten geholfen
und mit seinem heiligen Arm.

Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker.
Er dachte an seine Huld
und an seine Treue zum Hause Israel.

Alle Enden der Erde
sahen das Heil unsres Gottes.
Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde,
freut euch, jubelt und singt!

Spielt dem Herrn auf der Harfe,
auf der Harfe zu lautem Gesang!
Zum Schall der Trompeten und Hörner
jauchzt vor dem Herrn, dem König!




Brief an die Hebräer 1,1-6.
Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten;
in dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn, den er zum Erben des Alls eingesetzt und durch den er auch die Welt erschaffen hat;
er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; er trägt das All durch sein machtvolles Wort, hat die Reinigung von den Sünden bewirkt und sich dann zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt;
er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie der Name, den er geerbt hat, ihren Namen überragt.
Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt, und weiter: Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein?
Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in die Welt einführt, sagt er: Alle Engel Gottes sollen sich vor ihm niederwerfen.

Evangelium nach Johannes 1,1-18.
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.
Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.
Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes.
Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen.
Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben,
die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.
Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war.
Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade.
Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus.
Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gregor von Nazianz (330-390), Bischof und Kirchenlehrer
38. Predigt, von der Geburt des Herrn, PG 36, 311 f.
„[...] du hast den Menschen in seiner Würde wunderbar erschaffen und noch wunderbarer wiederhergestellt“ (aus dem Tagesgebet)

Jesus Christus wurde geboren, gebt ihm die Ehre! Christus ist vom Himmel herabgestiegen, lauft ihm entgegen! Christus ist auf Erden, verherrlicht ihn! „Singet dem Herrn ein neues Lied, singt dem Herrn, alle Länder der Erde! Der Himmel freue sich, die Erde frohlocke“ (Ps 96,1.11). Vom Himmel her kommt er, um bei den Menschen zu wohnen; erbebt vor Furcht und Freude: vor Furcht aufgrund der Sünde, vor Freude aufgrund unserer Hoffnung. Heute zerstreuen sich die Schatten und das Licht geht auf über der Welt. Wie damals, als Ägypten von Finsternis geschlagen war, so erleuchtet auch heute eine Feuersäule Israel. O Volk, das du in der Finsternis der Unwissenheit saßest, betrachte heute dieses gewaltige Licht der wahren Erkenntnis, denn die alte Welt ist vergangen, alles ist neu geworden (vgl. 2 Kor 5,17). Der Buchstabe weicht zurück, der Geist triumphiert (vgl. Röm 7,6). Was vorgebildet ist, geht vorüber, die Wahrheit erscheint (vgl. Kol 2,17).

Der uns ins Leben gerufen hat, will uns auch mit Freude erfüllen. Diese Freude, die uns die Sünde genommen hat, gibt uns die Fleischwerdung des Sohnes zurück […] Das nämlich bedeutet dieser Festtag: wir grüßen heute das Erscheinen Gottes unter den Menschen, damit nicht wir vermögen: ihn zu erreichen, aber doch zurückkehren zu Gott; damit wir uns des alten Menschen entledigen und den neuen Menschen anziehen (vgl. Kol 3,9); damit wir, die wir in Adam gestorben sind, in Christus leben mögen (vgl. 1 Kor 15,22) […] Feiern wir also diesen Tag, mit göttlicher Freude erfüllt, nicht mit weltlicher - sondern mit einer wahrhaft himmlischen Freude. Welch ein Fest ist doch dieses Geheimnis Christi! Es ist meine Vollendung, meine neue Geburt.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #934 am: 26. Dezember 2015, 10:09:50 »
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Zweiter Weihnachtstag und Fest des Hl. Stephanus, erster Märtyrer

Heute auch : Hl. Stephanus

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Theresia Benedicta a Cruce [Edith Stein] : „Ja, ich komme, um Deinen Willen zu tun“ (Hebr 10,7)

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 6,8-10.7,54-60.
In jenen Tagen tat Stephanus, voll Gnade und Kraft, Wunder und große Zeichen unter dem Volk.
Doch einige von der sogenannten Synagoge der Libertiner und Zyrenäer und Alexandriner und Leute aus Zilizien und der Provinz Asien erhoben sich, um mit Stephanus zu streiten;
aber sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach, nicht widerstehen.
Als sie das hörten, waren sie aufs äußerste über ihn empört und knirschten mit den Zähnen.
Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen
und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.
Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten gemeinsam auf ihn los,
trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß.
So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!
Dann sank er in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Nach diesen Worten starb er.

Psalm 31(30),3b-4.6.8.16-17.
Sei mir ein schützender Fels,
eine feste Burg, die mich rettet.
Denn du bist mein Fels und meine Burg;
um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten.

In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist;
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.
Ich will jubeln und über deine Huld mich freuen;
denn du hast mein Elend angesehn,
du bist mit meiner Not vertraut.

In deiner Hand liegt mein Geschick;
entreiß mich der Hand meiner Feinde und Verfolger!
Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht,
hilf mir in deiner Güte!




Evangelium nach Matthäus 10,17-22.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nehmt euch aber vor den Menschen in acht! Denn sie werden euch vor die Gerichte bringen und in ihren Synagogen auspeitschen.
Ihr werdet um meinetwillen vor Statthalter und Könige geführt, damit ihr vor ihnen und den Heiden Zeugnis ablegt.
Wenn man euch vor Gericht stellt, macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben, was ihr sagen sollt.
Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden.
Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder, und die Kinder werden sich gegen ihre Eltern auflehnen und sie in den Tod schicken.
Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Theresia Benedicta a Cruce [Edith Stein] (1891-1942), Karmelitin, Märtyrerin, Mitpatronin Europas
Meditation zum 6. Januar 1941
„Ja, ich komme, um Deinen Willen zu tun“ (Hebr 10,7)

Wieder knien wir vor der Krippe nieder […] Ganz nahe beim neugeborenen Erlöser sehen wir den hl. Stephanus. Was hat ihm diesen Ehrenplatz erwirkt, der als Erster dem Gekreuzigten das Blutzeugnis dargebracht hat? Er hat in jugendlichem Eifer das vollzogen, was der Herr folgendermaßen bei seinem Eintritt in die Welt kundgetan hat: „einen Leib hast Du mir geschaffen […] Ja, ich komme, um Deinen Willen zu tun“ (Hebr 10,5.7). Er hat den vollkommenen Gehorsam geübt, der seine Wurzeln in der Liebe hat und sich in der Liebe ausdrückt. Er ist den Spuren des Herrn in dem gefolgt, was der Natur nach für das menschliche Herz vielleicht das Schwierigste ist, was geradezu unmöglich erscheint: wie der Erlöser selbst hat er das Gebot der Feindesliebe erfüllt. Das Kind in der Krippe, das gekommen ist, um den Willen Seines Vaters zu erfüllen bis zum Tod am Kreuz (vgl. Phil 2,8), sieht im Geiste vor sich all jene, die Ihm folgen werden auf diesem Weg. Er liebt diesen jungen Mann, den er eines Tages erwarten wird, um ihm als erstem mit einem Palmzweig in der Hand einen Platz beim Thron des Vaters zu geben. Seine kleine Hand zeigt auf ihn als ein Modell, wie wenn er zu uns sagte: „Seht hier das Gold, das ich von euch erwarte.“
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #935 am: 27. Dezember 2015, 10:00:51 »
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MONATSBOTSCHAFT VOM 25. DEZEMBER 2015

„Liebe Kinder! Auch heute bringe ich euch meinen Sohn Jesus und aus der Umarmung gebe ich euch Seinen Frieden und die Sehnsucht nach dem Himmel. Ich bete mit euch für den Frieden, und ich lade euch ein, Frieden zu sein. Ich segne euch alle mit meinem mütterlichen Segen des Friedens. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

 

La Salette 1846



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