Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971771 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1032 am: 02. April 2016, 09:57:22 »
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Samstag der Osteroktav

Heute auch : Hl. Franz von Paola

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Leo der Große : „[…] und berichtete es denen, die mit ihm zusammen gewesen waren und nun trauerten und weinten […] Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet der ganzen Schöpfung das Evangelium“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 4,13-21.
Als sie den Freimut des Petrus und des Johannes sahen und merkten, dass es ungelehrte und einfache Leute waren, wunderten sie sich. Sie erkannten sie als Jünger Jesu,
sahen aber auch, dass der Geheilte bei ihnen stand; so konnten sie nichts dagegen sagen.
Sie befahlen ihnen, den Hohen Rat zu verlassen; dann berieten sie miteinander
und sagten: Was sollen wir mit diesen Leuten anfangen? Dass offensichtlich ein Wunder durch sie geschehen ist, ist allen Einwohnern von Jerusalem bekannt; wir können es nicht abstreiten.
Damit aber die Sache nicht weiter im Volk verbreitet wird, wollen wir ihnen bei Strafe verbieten, je wieder in diesem Namen zu irgendeinem Menschen zu sprechen.
Und sie riefen sie herein und verboten ihnen, jemals wieder im Namen Jesu zu predigen und zu lehren.
Doch Petrus und Johannes antworteten ihnen: Ob es vor Gott recht ist, mehr auf euch zu hören als auf Gott, das entscheidet selbst.
Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben.
Jene aber drohten ihnen noch mehr und ließen sie dann gehen; denn sie sahen keine Möglichkeit, sie zu bestrafen, mit Rücksicht auf das Volk, da alle Gott wegen des Geschehenen priesen.

Psalm 118(117),1-2.14-15.16-21.
Danket dem Herrn, denn er ist gütig,
denn seine Huld währt ewig.
So soll Israel sagen:
Denn seine Huld währt ewig.

Meine Stärke und mein Lied ist der Herr;
er ist für mich zum Retter geworden.
Frohlocken und Jubel erschallt in den Zelten der Gerechten,
die Rechte des Herrn wirkt mit Macht!

"Die Rechte des Herrn ist erhoben,
die Rechte des Herrn wirkt mit Macht!"
Ich werde nicht sterben, sondern leben,
um die Taten des Herrn zu verkünden.

Der Herr hat mich hart gezüchtigt,
doch er hat mich nicht dem Tod übergeben.
Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit,
damit ich eintrete, um dem Herrn zu danken.

Das ist das Tor zum Herrn,
nur Gerechte treten hier ein.
Ich danke dir, dass du mich erhört hast;
du bist für mich zum Retter geworden.




Evangelium nach Markus 16,9-15.
Als Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war, erschien er zuerst Maria aus Magdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte.
Sie ging und berichtete es denen, die mit ihm zusammengewesen waren und die nun klagten und weinten.
Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht.
Darauf erschien er in einer anderen Gestalt zweien von ihnen, als sie unterwegs waren und aufs Land gehen wollten.
Auch sie gingen und berichteten es den anderen, und auch ihnen glaubte man nicht.
Später erschien Jesus auch den Elf, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten.
Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Leo der Große (?-um 461), Papst und Kirchenlehrer
58. Predigt = 20. Predigt über die Passion
„[…] und berichtete es denen, die mit ihm zusammen gewesen waren und nun trauerten und weinten […] Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet der ganzen Schöpfung das Evangelium“

Lassen wir uns nicht gefangen nehmen vom Schauspiel der weltlichen Dinge. Die Güter der Erde sollen unsere Blicke nicht vom Himmel abwenden. Überholt sei für uns, was schon jetzt fast nur ein Nichts ist. Unser Geist hingegen sei fest verankert in dem, was Bestand hat und verlange nach den Verheißungen der Ewigkeit. Obwohl wir bis jetzt „nur in der Hoffnung gerettet sind“ (vgl. Röm 8,24), obwohl wir noch Fleisch sind, das der Vergängnis und dem Tod unterworfen ist, kann man doch bekräftigen, dass wir nicht aus dem Fleisch leben, wenn wir der Umklammerung der Leidenschaften entgehen. Nein, wir verdienen nicht mehr, den Namen dieses Fleisches zu tragen, dessen Lockungen wir zum Schweigen gebracht haben […]

Das Volk Gottes soll sich also dessen bewusst sein, dass es „eine neue Schöpfung in Christus“ ist (2Kor 5,17). Es verstehe endlich, wer es auserwählt hat, und wen er erwählt hat. Die neue Schöpfung soll nicht zur Haltlosigkeit ihres alten Seins zurückkehren. „Wer die Hand an den Pflug gelegt hat“ (Lk 9,62), der höre nicht auf zu arbeiten, der wache über die Saat, die er ausgesät hat, der kehre nicht zu dem zurück, was er zurückgelassen hat. Niemand soll in die Zuchtlosigkeit zurückfallen, aus der er sich erhoben hat. Und wenn einer aufgrund der Schwachheit des Fleisches noch in einer seiner Krankheiten gefangen ist, dann soll er den festen Entschluss fassen, geheilt zu werden und sich zu erheben. Das ist der Weg des Heils; so soll man die Auferstehung Christi nachahmen… Unsere Schritte sollen den Treibsand verlassen, um auf fester Erde gehen zu können, denn es steht geschrieben: „Der Herr festigt die Schritte des Mannes, er hat Gefallen an seinem Weg. Auch wenn er strauchelt, stürzt er nicht hin, denn der Herr hält ihn fest an der Hand.“ (Ps 36,23 f.).

Geliebte Brüder, denkt stetig an diese Überlegungen, nicht nur, wenn ihr das Osterfest feiert, sondern um euer ganzes Leben zu heiligen.





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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1033 am: 03. April 2016, 11:28:39 »
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2. Sonntag der Osterzeit - Barmherzigkeitssonntag und Weißer Sonntag

2. Sonntag der Osterzeit - Barmherzigkeitsonntag und Weißer Sonntag
Heute auch : Hl. Elisabeth Koch, Hl. Richard von Chichester

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Sel. Paul VI. : « Die Jünger waren voll,Freude, als sie den Herrn sahen »

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 5,12-16.
Durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder im Volk. Alle kamen einmütig in der Halle Salomos zusammen.
Von den übrigen wagte niemand, sich ihnen anzuschließen; aber das Volk schätzte sie hoch.
Immer mehr wurden im Glauben zum Herrn geführt, Scharen von Männern und Frauen.
Selbst die Kranken trug man auf die Straßen hinaus und legte sie auf Betten und Bahren, damit, wenn Petrus vorüberkam, wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen fiel.
Auch aus den Nachbarstädten Jerusalems strömten die Leute zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte mit. Und alle wurden geheilt.

Psalm 118(117),2.4.22-24.26-27a.
So soll Israel sagen:
Denn seine Huld währt ewig.
So sollen alle sagen, die den Herrn fürchten und ehren:
Denn seine Huld währt ewig.

Der Stein, den die Bauleute verwarfen,
er ist zum Eckstein geworden.
Das hat der Herr vollbracht,
vor unseren Augen geschah dieses Wunder.

Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat;
wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn.
Wir segnen euch, vom Haus des Herrn her.
Gott, der Herr, erleuchte uns.




Buch der Offenbarung 1,9-11a.12-13.17-19.
Ich, euer Bruder Johannes, der wie ihr bedrängt ist, der mit euch an der Königsherrschaft teilhat und mit euch in Jesus standhaft ausharrt, ich war auf der Insel Patmos um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses für Jesus.
Am Tag des Herrn wurde ich vom Geist ergriffen und hörte hinter mir eine Stimme, laut wie eine Posaune.
Sie sprach: Schreib das, was du siehst, in ein Buch, und schick es an die sieben Gemeinden.
Da wandte ich mich um, weil ich sehen wollte, wer zu mir sprach. Als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter
und mitten unter den Leuchtern einen, der wie ein Mensch aussah; er war bekleidet mit einem Gewand, das bis auf die Füße reichte, und um die Brust trug er einen Gürtel aus Gold.
Als ich ihn sah, fiel ich wie tot vor seinen Füßen nieder. Er aber legte seine rechte Hand auf mich und sagte: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte
und der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt.
Schreib auf, was du gesehen hast: was ist und was danach geschehen wird.

Evangelium nach Johannes 20,19-31.
Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen.
Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!
Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.
Thomas, genannt Didymus - Zwilling-, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.
Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt, und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch!
Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott!
Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan.
Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Paul VI. (1897-1978), Papst von 1963-1978
Apostolisches Schreiben « Gaudete in Domino » über die christliche Freude
« Die Jünger waren voll,Freude, als sie den Herrn sahen »

Die Osterfreude ist nicht nur die Freude einer möglichen Verklärung: sie ist die Freude über eine neue Gegenwart und Nähe des auferstandenen Christus, der den Seinen den Heiligen Geist mitteilt, damit er fortan immer bei ihnen bleibe. Der Heilige Geist ist der Kirche mitgeteilt worden als unerschöpfliches Prinzip der Freude als Braut des erhöhten Christus [...] Der Heilige Geist, der vom Vater und vom Sohn ausgeht, deren gegenseitige Liebe er ist, wurde also dem Volk des Neuen Bundes mitgeteilt und jeder Seele, die für sein Wirken im Inneren aufgeschlossen ist. Er nimmt in uns seine Wohnung als süßer Seelengast, dulcis hospes animae (Veni sancte Spiritus). Mit ihm wohnen im Herzen der Menschen der Vater und der Sohn. Der Heilige Geist erweckt darin ein Gebet voll kindlichen Vertrauens, das aus der innersten Tiefe der Seele emporsteigt und sich in Lobpreis, in Dank, Sühne und fürbittendem Flehen äußert. So können wir die wahrhaft geistliche Freude verkosten, die eine Frucht des Heiligen Geistes ist (Gal 5,22) [...]

Eine solche Freude prägt seitdem alle christlichen Tugenden. Die kleinen menschlichen Freuden, die in unserem Leben gleichsam Hinweise auf eine erhabenere Wirklichkeit sind, werden verklärt. Diese geistliche Freude wird hier auf Erden immer ein gewisses Maß schmerzlicher Prüfung enthalten wie bei jener Frau, die in Geburtswehen lag; das Gefühl einer gewissen Verlassenheit wird sich einstellen, ähnlich der eines verwaisten Kindes: Klagen und Weinen, während die Welt eine hämische Genugtuung zur Schau trägt. Aber die Traurigkeit der Jünger, die nicht nach Art der Welt, sondern nach der Art Gottes trauern, wird sich alsbald in eine geistliche Freude verwandeln, die ihnen niemand mehr nehmen kann (Joh 16,20-22).


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« Antwort #1034 am: 04. April 2016, 08:02:32 »
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Hochfest Verkündigung des Herrn

Heute auch : Hl. Isidor

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Katharina von Siena : „Der Mächtige hat Grosses an mir getan“ (Lk 1,49)

Die Texte des Tages als Audio

Buch Jesaja 7,10-14.
In jenen Tagen sprach der Herr zu Ahas - dem König von Juda; er sagte:
Erbitte dir vom Herrn, deinem Gott, ein Zeichen, sei es von unten, aus der Unterwelt, oder von oben, aus der Höhe.
Ahas antwortete: Ich will um nichts bitten und den Herrn nicht auf die Probe stellen.
Da sagte Jesaja: Hört her, ihr vom Haus David! Genügt es euch nicht, Menschen zu belästigen? Müsst ihr auch noch meinen Gott belästigen?
Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel - Gott mit uns - geben.

Psalm 40(39),7-8.9-10.11.
An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen,
Brand- und Sündopfer forderst du nicht.
Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt;
darum sage ich: Ja, ich komme.
In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist.

Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude,
deine Weisung trag' ich im Herzen.
Gerechtigkeit verkünde ich in großer Gemeinde,
meine Lippen verschließe ich nicht; Herr, du weißt es.

Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht im Herzen,
ich spreche von deiner Treue und Hilfe,
ich schweige nicht über deine Huld und Wahrheit
vor der großen Gemeinde.




Brief an die Hebräer 10,4-10.
Brüder! Das Blut von Stieren und Böcken kann unmöglich Sünden wegnehmen.
Darum spricht Christus bei seinem Eintritt in die Welt: Schlacht- und Speiseopfer hast du nicht gefordert, doch einen Leib hast du mir geschaffen;
an Brand- und Sündopfern hast du kein Gefallen.
Da sagte ich: Ja, ich komme - so steht es über mich in der Schriftrolle -, um deinen Willen, Gott, zu tun.
Zunächst sagt er: Schlacht- und Speiseopfer, Brand- und Sündopfer forderst du nicht, du hast daran kein Gefallen, obgleich sie doch nach dem Gesetz dargebracht werden;
dann aber hat er gesagt: Ja, ich komme, um deinen Willen zu tun. So hebt Christus das erste auf, um das zweite in Kraft zu setzen.
Aufgrund dieses Willens sind wir durch die Opfergabe des Leibes Jesu Christi ein für allemal geheiligt.

Evangelium nach Lukas 1,26-38.
In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret
zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.
Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.
Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.
Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.
Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.
Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?
Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.
Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat.
Denn für Gott ist nichts unmöglich.
Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Katharina von Siena (1347-1380), Dominikanertertiarin, Kirchenlehrerin, Mitpatronin Europas
Gebet am 25. März 1379
„Der Mächtige hat Grosses an mir getan“ (Lk 1,49)

Maria, Tempel der Dreiheit, Glutofen des göttlichen Feuers, Mutter der Barmherzigkeit [...] Du bist der junge Trieb (Jes 11,1), der die Blume hervorgebracht hat, die die Welt mit ihrem Duft erfüllt, das Wort, den einzigen Sohn Gottes. Hineingesät wurde in Dich, fruchtbares Erdreich, dieses Wort (Mt 13,3ff.). Du hast das Feuer unter der Asche unserer Menschlichkeit verborgen. Du Gefäß der Demut, in dem das Licht der wahren Weisheit brennt [...] – durch das Feuer Deiner Liebe, durch die Flamme Deiner Demut hast Du an Dich gezogen den ewigen Vater und ihn zu uns herabgezogen [...]

Aufgrund dieses Lichtes, o Maria, bist Du niemals wie die törichten Jungfrauen geworden (Mt 25,1ff.), sondern warst erfüllt von der Tugend der Klugheit. Deshalb wolltest Du wissen, wie sich erfüllen kann, was der Engel Dir verkündet hat. Du wusstest, dass „für Gott alles möglich ist“; Du hast niemals gezweifelt. Warum also erwidern: „Ich erkenne keinen Mann“?

Nicht der Glaube war es, der Dir fehlte. Deine tiefe Demut war es, die Dich solches sagen ließ. Du hast nicht gezweifelt an der Macht Gottes; Du hast Dich vielmehr eines solchen Wunders unwürdig gefühlt. Nicht die Angst war es, die Dich durch die Worte des Engels unruhig gemacht hat. Im Lichte Gottes, so scheint es mir, war es eher die Bewunderung. Was aber hast Du bewundert, o Maria? Die Unermesslichkeit der Güte Gottes? Du hast auf Dich selbst geschaut und hieltest Dich dieser Gnade nicht für würdig – und Du bliebst erstaunt zurück. Deine Frage erweist Deine Demut. Du warst nicht von Angst, sondern schlichtweg von Bewunderung erfüllt vor der unermesslichen Güte Gottes, verglichen mit Deiner Niedrigkeit und Deinem niedrigen Stand (Lk 1,48).



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« Antwort #1035 am: 05. April 2016, 08:45:09 »
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Dienstag der 2. Osterwoche

Heute auch : Hl. Vinzenz Ferrer, Hl. Maria Kreszentia Höß von Kaufbeuren

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Hilarius : „Du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 4,32-37.
Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam.
Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des Herrn, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen.
Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös
und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.
Auch Josef, ein Levit aus Zypern, der von den Aposteln Barnabas, das heißt übersetzt Sohn des Trostes, genannt wurde,
verkaufte einen Acker, der ihm gehörte, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.

Psalm 93(92),1.2-3.4-5.
Der Herr ist König, bekleidet mit Hoheit;
der Herr hat sich bekleidet und mit Macht umgürtet.
Der Erdkreis ist fest gegründet,
nie wird er wanken.

Dein Thron steht fest von Anbeginn,
du bist seit Ewigkeit.
Fluten erheben sich, Herr,
Fluten erheben ihr Brausen,
Fluten erheben ihr Tosen.

Gewaltiger als das Tosen vieler Wasser,
gewaltiger als die Brandung des Meeres
ist der Herr in der Höhe.
Deine Gesetze sind fest und verlässlich;
Herr, deinem Haus gebührt Heiligkeit
für alle Zeiten.




Evangelium nach Johannes 3,7-15.
In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus: Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden.
Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.
Nikodemus erwiderte ihm: Wie kann das geschehen?
Jesus antwortete: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht?
Amen, amen, ich sage dir: Was wir wissen, davon reden wir, und was wir gesehen haben, das bezeugen wir, und doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an.
Wenn ich zu euch über irdische Dinge gesprochen habe und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr glauben, wenn ich zu euch über himmlische Dinge spreche?
Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn.
Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden,
damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Hilarius (um 315-367), Bischof von Poitiers und Kirchenlehrer
Die Dreifaltigkeit 12, 55ff. ; PL 10, 472
„Du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht“

Allmächtiger Gott, „dein Heiliger Geist“ – so der Apostel Paulus – „ergründet und kennt die Tiefen deines Seins“ (1 Kor 2,10-11) und tritt ein für mich und spricht statt meiner zu dir mit „Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können“ (Röm 8,26) [...] Nichts, was außerhalb deiner ist, ergründet dein Mysterium; nichts, was nicht zu dir gehört, ist mächtig genug, die Tiefe deiner unermesslich großen Majestät auszuloten. Alles, was in dich eindringt, ist dein; nichts, was außerhalb deiner ist, hat die Macht dich zu ergründen [...]

Ich glaube fest, dass dein Heiliger Geist durch deinen einzigen Sohn von dir kommt; auch wenn ich dieses Mysterium nicht begreife, bin ich von seiner Wahrheit zutiefst überzeugt. Denn wenn es um himmlische Dinge geht, für die du allein zuständig bist, ist mein Verstand beschränkt. Dein einziger Sohn bezeugt ja: „Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden. Denn der Heilige Geist weht, wo er will; du hörst seine Stimme, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Wasser und dem Geist geboren ist.“

Ich glaube, dass ich von neuem geboren bin, ohne es zu verstehen. Im Glauben lasse ich nicht ab von dem, was sich meinem Verstand entzieht. Ich weiß, dass ich die Möglichkeit habe, von neuem geboren zu werden, aber ich weiß nicht, wie das vor sich geht. Dem Geist sind keine Schranken gesetzt; er spricht, wann er will; er sagt, was er will und wo er will. Der Grund seines Gehens und Kommens bleibt mir unbekannt, aber ich bin zutiefst überzeugt von seiner Anwesenheit.
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« Antwort #1036 am: 06. April 2016, 07:57:31 »
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Mittwoch der 2. Osterwoche

Heute auch : Hl. Petrus von Verona, Hl. Wilhelm von Aebelholt

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Antonius von Padua : „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 5,17-26.
In jenen Tagen erhoben sich voll Eifersucht der Hohepriester und alle, die auf seiner Seite standen, nämlich die Gruppe der Sadduzäer.
Sie ließen die Apostel verhaften und in das öffentliche Gefängnis werfen.
Ein Engel des Herrn aber öffnete nachts die Gefängnistore, führte sie heraus und sagte:
Geht, tretet im Tempel auf, und verkündet dem Volk alle Worte dieses Lebens!
Sie gehorchten und gingen bei Tagesanbruch in den Tempel und lehrten.
Währenddessen kam der Hohepriester mit seinen Begleitern. Sie riefen den Hohen Rat und alle Ältesten der Söhne Israels zusammen; man schickte Boten zum Gefängnis, um die Apostel vorführen zu lassen.
Die Diener gingen, fanden sie aber nicht im Gefängnis. Sie kehrten zurück und meldeten:
Wir fanden das Gefängnis sorgfältig verschlossen und die Wachen vor den Toren stehen; als wir aber öffneten, fanden wir niemand darin.
Der Tempelhauptmann und die Hohenpriester waren ratlos, als sie das hörten, und wussten nicht, was nun werden sollte.
Da kam jemand und meldete ihnen: Die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt, stehen im Tempel und lehren das Volk.
Da ging der Tempelhauptmann mit seinen Leuten hin und holte sie, allerdings nicht mit Gewalt; denn sie fürchteten, vom Volk gesteinigt zu werden.

Psalm 34(33),2-3.4-5.6-7.8-9.
Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Meine Seele rühme sich des Herrn;
die Armen sollen es hören und sich freuen.

Verherrlicht mit mir den Herrn,
lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen.
Ich suchte den Herrn, und er hat mich erhört,
er hat mich all meinen Ängsten entrissen.

Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten,
und ihr braucht nicht zu erröten.
Da ist ein Armer; er rief, und der Herr erhörte ihn.
Er half ihm aus all seinen Nöten.

Der Engel des Herrn umschirmt alle, die ihn fürchten und ehren,
und er befreit sie.
Kostet und seht, wie gütig der Herr ist;
wohl dem, der zu ihm sich flüchtet!




Evangelium nach Johannes 3,16-21.
Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.
Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.
Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.
Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Antonius von Padua (um 1195-1231), Franziskaner, Kirchenlehrer
Predigten zum Sonntag und zu den Heiligenfesten
„Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab“

Der Vater hat uns seinen Sohn gesandt, der die „beste Gabe, das vollkommene Geschenk ist“ (Jak 1,17). Die beste Gabe, von nichts zu übertreffen; das vollkommen Geschenk, dem nichts hinzugefügt werden kann. Christus ist die beste Gabe, denn derjenige, den uns der Vater gegeben hat, ist sein Sohn, Herrscher in Ewigkeit wie Er. Christus ist das vollkommene Geschenk. Entsprechend sagt der Apostel Paulus: „Mit ihm hat uns Gott alles geschenkt“ (Röm 8,32) [...] Er hat uns den geschenkt, der „das Haupt der Kirche ist“ (Eph 5,23). Mehr konnte er uns nicht schenken. Christus ist das vollkommene Geschenk, denn der Vater hat, indem er ihn uns schenkte, durch ihn alle Dinge zur Vollkommenheit gebracht.

„Der Menschensohn ist gekommen“, sagt der hl. Matthäus, „um zu retten, was verloren ist“ (18,11). Deshalb ruft die Kirche: „Singt dem Herrn ein neues Lied!“ (Ps 97,1). Sie will uns damit sagen: Ihr Gläubigen, die der Menschensohn gerettet und neu gemacht hat, singt ein neues Lied, denn ihr müsst „das Alte hinausschaffen, um Platz für das Neue zu haben“ (Lev 26,10). Singt, denn der Vater „hat wunderbare Taten vollbracht“ (Ps 97,1), als er seinen Sohn, das vollkommene Geschenk, uns gesandt hat. „Er hat sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker“ (Ps 97,2), als er uns das vollkommene Geschenk, seinen einzigen Sohn, geschenkt hat, der die Nationen richtet und alles zur Vollendung bringt.


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« Antwort #1037 am: 07. April 2016, 08:03:30 »
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Donnerstag der 2. Osterwoche

Heute auch : Hl. Johannes Baptist de la Salle

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Aphraat : „Gott gibt ihm den Geist ohne Maßen“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 5,27-33.
In jenen Tagen führten der Tempelhauptmann und seine Leute die Apostel herbei und stellten sie vor den Hohen Rat. Der Hohepriester verhörte sie
und sagte: Wir haben euch streng verboten, in diesem Namen zu lehren; ihr aber habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt; ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.
Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt.
Ihn hat Gott als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken.
Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen.
Als sie das hörten, gerieten sie in Zorn und beschlossen, sie zu töten.

Psalm 34(33),2.9.17-18.19-20.
Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Kostet und seht, wie gütig der Herr ist;
wohl dem, der zu ihm sich flüchtet!

Das Antlitz des Herrn richtet sich gegen die Bösen,
um ihr Andenken von der Erde zu tilgen.
Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr;
er entreißt sie all ihren Ängsten.

Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen,
er hilft denen auf, die zerknirscht sind.
Der Gerechte muss viel leiden,
doch allem wird der Herr ihn entreißen.




Evangelium nach Johannes 3,31-36.
Er, der von oben kommt, steht über allen; wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch. Er, der aus dem Himmel kommt, steht über allen.
Was er gesehen und gehört hat, bezeugt er, doch niemand nimmt sein Zeugnis an.
Wer sein Zeugnis annimmt, beglaubigt, dass Gott wahrhaftig ist.
Denn der, den Gott gesandt hat, verkündet die Worte Gottes; denn er gibt den Geist unbegrenzt.
Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.
Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Aphraat (?-um 345), Mönch und Bischof in Ninive bei Mossul im heutigen Irak, Heiliger der Orthodoxen Kirchen
Unterweisungen Nr. 6
„Gott gibt ihm den Geist ohne Maßen“

Wenn du ein Feuer nimmst und damit vielerorts weitere Feuer entzündest, wird davon das erste Feuer nicht schwächer [...] Das gilt auch für Gott und seinen Messias. Sie haben Wohnung genommen in einer Vielzahl von Menschen und sind doch eins. Ebenso wenig wird die Sonne geschwächt, weil sie ihre Kraft über die Erde ausstrahlt. Und um wie viel größer ist die Stärke Gottes, wo doch die Sonne aus der Kraft Gottes ihre Existenz bezieht [...]

Allein dem Lager der Israeliten vorzustehen, war für Mose eine schwere Last. Der Herr sagte zu ihm: „Ich nehme etwas von dem Geist, der auf dir ruht, und lege ihn auf siebzig von den Ältesten Israels“ (Num 11,17). Als der Herr etwas von dem Geist Moses nahm und damit siebzig Männer erfüllte – war Mose dadurch im geringsten geschwächt? Hat man etwa bemerkt, dass Mose weniger Geist hatte? Der hl. Apostel Paulus sagt ebenfalls: Gott hat vom Geist des Christus-Messias genommen und ihn auf die Propheten [des Neuen Bundes] gelegt (1 Kor 12,11.28). Aber der Messias war dadurch keineswegs geschädigt; denn sein Vater hat ihm den Geist ohne Maßen gegeben.

In diesem Sinn [...] wohnt der Christus-Messias den Gläubigen inne. Und er ist keineswegs Leid tragend, wenn er auf viele Menschen verteilt wird; denn den Geist Christi haben die Propheten empfangen, jeder soviel er davon tragen konnte. Auch heute noch ist es derselbe Geist des Messias, der ausgegossen ist über alles Fleisch, damit Söhne und Töchter Propheten sind, alte und junge Männer, Knechte und Mägde (Joël 3,1; Apg 2,17). Der Messias ist in uns, und der Messias ist im Himmel zur Rechten seines Vaters. Er hat den Geist nicht in Maßen empfangen, sondern sein Vater hat ihn geliebt und hat alles in seine Hände gelegt und ihm die Verfügungsgewalt über seinen ganzen Reichtum gegeben... Unser Herr hat zudem gesagt: „Mir ist von meinem Vater alles übergeben“ (Mt 11,27) [...] Zu guter Letzt sagt der Apostel Paulus: „Alles wird Christus unterworfen sein, ausgenommen der Vater, der ihm alles unterworfen hat. Wenn ihm dann alles unterworfen ist, wird auch er sich Gott unterwerfen, seinem Vater, der ihm alles unterworfen hat, und Gott wird alles in allen sein“ (1 Kor 15,27-28).

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1038 am: 08. April 2016, 08:03:22 »
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Freitag der 2. Osterwoche

Heute auch : Hl. Beata von Mecklenburg, Hl. Manegold

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Albertus Magnus : „Jesus nahm das Brot, sprach den Lobpreis und gab es ihnen“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 5,34-42.
In jenen Tagen erhob sich im Hohen Rat ein Pharisäer namens Gamaliël, ein beim ganzen Volk angesehener Gesetzeslehrer; er ließ die Apostel für kurze Zeit hinausführen.
Dann sagte er: Israeliten, überlegt euch gut, was ihr mit diesen Leuten tun wollt.
Vor einiger Zeit nämlich trat Theudas auf und behauptete, er sei etwas Besonderes. Ihm schlossen sich etwa vierhundert Männer an. Aber er wurde getötet, und sein ganzer Anhang wurde zerstreut und aufgerieben.
Nach ihm trat in den Tagen der Volkszählung Judas, der Galiläer, auf; er brachte viel Volk hinter sich und verleitete es zum Aufruhr. Auch er kam um, und alle seine Anhänger wurden zerstreut.
Darum rate ich euch jetzt: Lasst von diesen Männern ab, und gebt sie frei; denn wenn dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen stammt, wird es zerstört werden;
stammt es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten; sonst werdet ihr noch als Kämpfer gegen Gott dastehen. Sie stimmten ihm zu,
riefen die Apostel herein und ließen sie auspeitschen; dann verboten sie ihnen, im Namen Jesu zu predigen, und ließen sie frei.
Sie aber gingen weg vom Hohen Rat und freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren, für seinen Namen Schmach zu erleiden.
Und Tag für Tag lehrten sie unermüdlich im Tempel und in den Häusern und verkündeten das Evangelium von Jesus, dem Christus.

Psalm 27(26),1.4.13-14.
Der Herr ist mein Licht und mein Heil:
Vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die Kraft meines Lebens:
Vor wem sollte mir bangen?

Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich:
Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens,
die Freundlichkeit des Herrn zu schauen
und nachzusinnen in seinem Tempel.

Ich aber bin gewiss, zu schauen
die Güte des Herrn im Land der Lebenden.
Hoffe auf den Herrn, und sei stark!
Hab festen Mut, und hoffe auf den Herrn!




Evangelium nach Johannes 6,1-15.
In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tiberias heißt.
Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat.
Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder.
Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe.
Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben?
Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte.
Philippus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll.
Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm:
Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele!
Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer.
Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, soviel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen.
Als die Menge satt war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übriggebliebenen Brotstücke, damit nichts verdirbt.
Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Stücken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren.
Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll.
Da erkannte Jesus, dass sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Albertus Magnus (um 1200-1280), Dominikaner
Buch über das Sakrament
„Jesus nahm das Brot, sprach den Lobpreis und gab es ihnen“

Herr, wir sind in unserem tiefsten Inneren gewaschen und rein gemacht, dein Heiliger Geist hat uns belebt, deine Eucharistie uns erfüllt. Gib, dass wir Anteil haben an der Gnade, die den heiligen Aposteln und Jüngern zuteil geworden ist, die das Sakrament aus dieser Hand empfangen haben. Gib, dass wir uns als deine Glieder (1 Kor 12,27) immer eifriger darum bemühen, dir nachzufolgen, damit wir würdig seien, dass du uns die Bedeutung und die Wirkung deiner geistigen Nahrung mitteilst. Entfalte in uns den Eifer des Petrus, damit alles Wollen, das deinem Willen entgegensteht, vernichtet wird: den Eifer, der Petrus beim letzten Abendmahl erfasste (vgl. Joh 18,10) [...] Entfalte in uns den inneren Frieden, die Entschiedenheit und Freude, wie sie dem hl. Johannes zuteilwurde, als er sich zurück an deine Brust lehnte (Joh 13, 25): dass wir so aus deiner Weisheit schöpfen und Geschmack finden an deiner Freundlichkeit und Güte. Entfalte in uns den rechten Glauben, die feste Hoffnung und die vollkommene Liebe.

Lass uns auf die Fürbitte aller heiligen Apostel und all deiner seligen Jünger aus deiner Hand das Sakrament empfangen, lass uns allzeit den Verrat des Judas meiden und gib unserem Geist ein, was dein Geist den Heiligen eingegeben hat, die jetzt im Himmel sind, und in denen du vollkommene Seligkeit hast Wirklichkeit werden lassen. Das alles mache du wahr, der du mit dem Vater in der Einheit desselben Geistes lebst und herrschest, vor aller Zeit und in Ewigkeit. Amen.
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1039 am: 09. April 2016, 10:02:11 »
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Samstag der 2. Osterwoche

Heute auch : Hl. Konrad I., Hl. Waltraud

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Clemens von Alexandrien : „Aber schon war das Boot am Ufer“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 6,1-7.
In diesen Tagen, als die Zahl der Jünger zunahm, begehrten die Hellenisten gegen die Hebräer auf, weil ihre Witwen bei der täglichen Versorgung übersehen wurden.
Da riefen die Zwölf die ganze Schar der Jünger zusammen und erklärten: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und uns dem Dienst an den Tischen widmen.
Brüder, wählt aus eurer Mitte sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit; ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen.
Wir aber wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben.
Der Vorschlag fand den Beifall der ganzen Gemeinde, und sie wählten Stephanus, einen Mann, erfüllt vom Glauben und vom Heiligen Geist, ferner Philippus und Prochorus, Nikanor und Timon, Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia.
Sie ließen sie vor die Apostel hintreten, und diese beteten und legten ihnen die Hände auf.
Und das Wort Gottes breitete sich aus, und die Zahl der Jünger in Jerusalem wurde immer größer; auch eine große Anzahl von den Priestern nahm gehorsam den Glauben an.

Psalm 33(32),1-2.4-5.18-19.
Ihr Gerechten, jubelt vor dem Herrn;
für die Frommen ziemt es sich, Gott zu loben.
Preist den Herrn mit der Zither,
spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe!

Denn das Wort des Herrn ist wahrhaftig,
all sein Tun ist verlässlich.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht,
die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn.

Das Auge des Herrn ruht auf allen, die ihn fürchten und ehren,
die nach seiner Güte ausschaun;
dass er sie dem Tod entreiße
und ihr Leben erhalte in Hungersnot.




Evangelium nach Johannes 6,16-21.
Als es aber spät geworden war, gingen seine Jünger zum See hinab,
bestiegen ein Boot und fuhren über den See, auf Kafarnaum zu. Es war schon dunkel geworden, und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen.
Da wurde der See durch einen heftigen Sturm aufgewühlt.
Als sie etwa fünfundzwanzig oder dreißig Stadien gefahren waren, sahen sie, wie Jesus über den See ging und sich dem Boot näherte; und sie fürchteten sich.
Er aber rief ihnen zu: Ich bin es; fürchtet euch nicht!
Sie wollten ihn zu sich in das Boot nehmen, aber schon war das Boot am Ufer, das sie erreichen wollten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Clemens von Alexandrien (150-um 215), Theologe
Paidagogos III, 12, 101
„Aber schon war das Boot am Ufer“

Bitten wir den Logos, das Wort Gottes: Sei gnädig deinen Kindern, Meister, Vater, Führer Israels, Sohn und Vater, Einer und Zwei zugleich, Herr! Da wir doch deine Gebote befolgen, schenke uns die Gnade, dass wir ganz und gar dein Abbild (Gen 1,26) werden; dass wir nach unseren Kräften den Gott der Güte erkennen, den Richter ohne Härte. Schenke uns dich selbst ganz: dass wir in deinem Frieden leben und dass wir in deine Stadt verbracht werden; dass wir den Sturm der Sünde überstehen, ohne Schiffbruch zu erleiden, und dass wir ruhiges Fahrwasser erreichen durch den Heiligen Geist, durch die unaussprechliche Weisheit. Gewähre es uns, dass wir Tag und Nacht bis zur letzten Stunde dich lobpreisen und Dank abstatten dem Einen – Vater und Sohn, Sohn und Vater, Sohn, Erzieher (1 Kor 4,15), und zugleich dem Heiligen Geist.

Alles gehört dem Einen, in ihm ist alles, durch ihn ist alles eins, durch ihn ist die Ewigkeit, jeder einzelne von uns ist ein Glied an ihm (1 Kor 12,27). Sein ist die Herrlichkeit und die Ewigkeit; alles gehört dem Guten, alles dem Schönen, alles dem Weisen, alles dem Gerechten! Ihm sei Ehre und Ruhm jetzt und in Ewigkeit. Amen!


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