Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971765 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1040 am: 10. April 2016, 11:37:22 »
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3. Sonntag in der Osterzeit

Heute auch : Hl. Eberwin von Helfenstein, Hl. Engelbert von Admont

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Johannes Paul II. : „Liebst du mich?“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 5,27b-32.40b-41.
In jenen Tagen verhörte der Hohepriester die Apostel
und sagte: Wir haben euch streng verboten, in diesem Namen zu lehren; ihr aber habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt; ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.
Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt.
Ihn hat Gott als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken.
Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen.
dann verboten sie den Aposteln, im Namen Jesu zu predigen, und ließen sie frei.
Sie aber gingen weg vom Hohen Rat und freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren, für seinen Namen Schmach zu erleiden.

Psalm 30(29),2.4.5-6abcd.12a.13b.
Ich will dich rühmen, Herr,
denn du hast mich aus der Tiefe gezogen
und lässt meine Feinde nicht über mich triumphieren.
Herr, du hast mich herausgeholt aus dem Reich des Todes,
aus der Schar der Todgeweihten mich zum Leben gerufen.

Singt und spielt dem Herrn, ihr seine Frommen,
preist seinen heiligen Namen!
Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick,
doch seine Güte ein Leben lang.

Wenn man am Abend auch weint,
am Morgen herrscht wieder Jubel.
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.




Buch der Offenbarung 5,11-14.
Ich, Johannes, sah und hörte die Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und um die Lebewesen und die Ältesten; die Zahl der Engel war zehntausendmal zehntausend und tausendmal tausend.
Sie riefen mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde, Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre, Herrlichkeit und Lob.
Und alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde, unter der Erde und auf dem Meer, alles, was in der Welt ist, hörte ich sprechen: Ihm, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebühren Lob und Ehre und Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit.
Und die vier Lebewesen sprachen: Amen. Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder und beteten an.

Evangelium nach Johannes 21,1-19.
In jener Zeit offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise.
Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus - Zwilling-, Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen.
Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.
Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.
Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein.
Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.
Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See.
Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot.
Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt.
Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht.
Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war.
Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.
Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.
Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer!
Zum zweitenmal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe!
Zum drittenmal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum drittenmal gefragt hatte: Hast du mich lieb? Er gab ihm zu Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich liebhabe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe!
Amen, amen, das sage ich dir: Als du noch jung warst, hast du dich selbst gegürtet und konntest gehen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst.
Das sagte Jesus, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen würde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: Folge mir nach!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Predigt beim Gottesdienst vor der Basilika Notre-Dame in Paris am 30. Mai 1980 (Predigten u. Ansprachen v. Papst Joh. Paul II. bei seiner Pilgerfahrt nach Frankreich. Verlautbarungen des Apostol. Stuhls ; 21. Bonn: Sekretariat der Dt. Bischofkonferenz)
„Liebst du mich?“

„Liebst du? […] Liebst du mich? […]“ Für immer, bis an sein Lebensende, sollte Petrus auf dem Weg weitergehen, begleitet von dieser dreimal gestellten Frage: „Liebst du mich?“ Und an der Antwort, die er damals gegeben hatte, maß er all sein Tun und Wirken – als er vor den Hohen Rat gerufen wurde, als er in Jerusalem ins Gefängnis geworfen wurde, aus dem er nicht mehr freikommen sollte […] und aus dem er dennoch freikam; und als er sich […] nach Antiochia, und dann noch weiter, von Antiochia nach Rom begab. Und in Rom, wo er bis ans Ende seiner Tage blieb, erkannte er die Macht der Worte, dass ihn ein anderer führen werde, wohin er nicht wolle […] (vgl. Joh 21,18). Und er wusste auch, dass dank dieser Worte die Kirche unablässig „an der Lehre der Apostel und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten“ festhielt und dass „der Herr ihrer Gemeinschaft täglich die hinzufügte, die gerettet werden sollten“ (Apg 2,42.47) […]

Petrus kann sich nie mehr von dieser Frage losmachen: „Liebst du mich?“ Er trägt sie mit sich, wohin er auch geht. Er trägt sie durch die Jahrhunderte, durch die Generationen. Mitten unter die jungen Völker und jungen Nationen. Mitten unter die immer neuen Sprachen und Rassen. Er trägt sie allein und ist doch nicht mehr allein. Andere tragen sie mit ihm […] Es gab und gibt sehr viele Männer und Frauen, die wussten und die noch heute wissen, dass ihr ganzes Leben allein und ausschließlich dann Wert und Sinn hat, wenn es Antwort gibt auf eben diese Frage: Liebst du? Liebst du mich? Sie haben ihre Antwort gegeben und geben sie noch immer in vollkommener Weise – eine heroische Antwort – oder jetzt in allgemeiner, üblicher Weise. Aber in jedem Fall wissen sie, dass ihr Leben, dass das menschliche Leben überhaupt in dem Maße Wert und Sinn hat, als es Antwort ist auf die Frage: Liebst du? Einzig und allein dank dieser Frage ist das Leben wert, gelebt zu werden.



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« Antwort #1041 am: 11. April 2016, 07:58:05 »
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Montag der 3. Osterwoche

Heute auch : Hl. Stanislaus

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Ignatius von Antiochien : „Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 6,8-15.
In jenen Tagen tat Stephanus, voll Gnade und Kraft, Wunder und große Zeichen unter dem Volk.
Doch einige von der sogenannten Synagoge der Libertiner und Zyrenäer und Alexandriner und Leute aus Zilizien und der Provinz Asien erhoben sich, um mit Stephanus zu streiten;
aber sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach, nicht widerstehen.
Da stifteten sie Männer zu der Aussage an: Wir haben gehört, wie er gegen Mose und Gott lästerte.
Sie hetzten das Volk, die Ältesten und die Schriftgelehrten auf, drangen auf ihn ein, packten ihn und schleppten ihn vor den Hohen Rat.
Und sie brachten falsche Zeugen bei, die sagten: Dieser Mensch hört nicht auf, gegen diesen heiligen Ort und das Gesetz zu reden.
Wir haben ihn nämlich sagen hören: Dieser Jesus, der Nazoräer, wird diesen Ort zerstören und die Bräuche ändern, die uns Mose überliefert hat.
Und als alle, die im Hohen Rat saßen, auf ihn blickten, erschien ihnen sein Gesicht wie das Gesicht eines Engels.

Psalm 119(118),23-24.26-27.29-30.
Wenn auch Fürsten gegen mich beraten:
dein Knecht sinnt nach über deine Gesetze.
Deine Vorschriften machen mich froh;
sie sind meine Berater.

Ich habe dir mein Geschick erzählt, und du erhörtest mich.
Lehre mich deine Gesetze!
Lass mich den Weg begreifen, den deine Befehle mir zeigen,
dann will ich nachsinnen über deine Wunder.

Halte mich fern vom Weg der Lüge;
begnade mich mit deiner Weisung!
Ich wählte den Weg der Wahrheit;
nach deinen Urteilen hab' ich Verlangen.




Evangelium nach Johannes 6,22-29.
In jener Zeit sah die Menge, die am anderen Ufer des Sees geblieben war, dass nur noch ein Boot dort lag, und sie erfuhren, dass Jesus nicht mit seinen Jüngern ins Boot gestiegen war, sondern dass die Jünger allein abgefahren waren.
Von Tiberias her kamen andere Boote in die Nähe des Ortes, wo sie nach dem Dankgebet des Herrn das Brot gegessen hatten.
Als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus.
Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierher gekommen?
Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.
Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt.
Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?
Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ignatius von Antiochien (?-um 110), Bischof und Märtyrer
Brief an die Gemeinde von Philadelphia
„Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat“

Ihr seid Kinder des wahren Lichtes, lasst euch also nicht ein auf Streit und schlechte Lehren. Folgt eurem Hirten in allem, wie es Lämmer tun. Denn es geschieht häufig, dass Wölfe, die scheinbar glaubwürdig sind, diejenigen in die Irre führen, die auf Gottes Wegen gehen. Bleibt also einig, so finden sie bei euch keinen Raum.

Achtet darauf, nur an einer Eucharistie teilzunehmen. Es gibt ja auch wirklich nur ein Fleisch unseres Herrn, einen Kelch, der uns in seinem Blut vereint und einen Altar, so wie es auch nur einen Bischof gibt, mit Priestern und Diakonen um sich. So wird alles, was ihr tut, Gottes Zustimmung finden [...] Meine Zuflucht ist das Evangelium. Es stellt für mich den lebendigen Jesus dar und die Apostel als Leitung der Kirche. Lasst uns auch die Propheten hochhalten, denn auch sie haben die Frohbotschaft angekündigt. Sie haben auf Christus gehofft und ihn erwartet; ihr Glaube an ihn hat sie gerettet. Als Heilige, die in der Einheit mit Jesus Christus verblieben, sind sie unserer Liebe und Bewunderung würdig; sie haben es verdient, von Jesus Christus bezeugt zu werden und Anteil zu haben am Evangelium, unserer gemeinsamen Hoffnung [...]

Wo Zwist und Zorn herrschen, wohnt Gott nicht. Aber der Herr vergibt allen, die Reue zeigen, wenn die Reue sie in die Einheit mit Gott zurückführt und in die Gemeinschaft mit dem Bischof. Ich glaube an die Gnade Jesu Christi, der all unsere Ketten lösen wird. Ich bitte euch inständig, handelt nie aus Zorn, sondern gemäß der Lehre Christi. Ich habe Leute sagen hören: „Was ich nicht in den Archiven finde, das glaube ich im Evangelium nicht“ [...] Mein Archiv ist Christus; meine unantastbaren Archive sind sein Kreuz, sein Tod und seine Auferstehung und der Glaube, der von ihm kommt. Von da her erwarte ich, gestützt durch euer Gebet, meine ganze Rechtfertigung.

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« Antwort #1042 am: 12. April 2016, 07:58:24 »
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Dienstag der 3. Osterwoche

Heute auch : Hl. Josef (Giuseppe) Moscati, Hl. Julius I., Hl. Zeno von Verona

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Columban : „Herr, gib uns immer dieses Brot“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 7,51-60.8,1a.
In jenen Tagen sagte Stephanus zu dem Volk, den Ältesten und den Schriftgelehrten: Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch mit Herz und Ohr immerzu dem Heiligen Geist widersetzt, eure Väter schon und nun auch ihr.
Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Sie haben die getötet, die die Ankunft des Gerechten geweissagt haben, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid,
ihr, die ihr durch die Anordnung von Engeln das Gesetz empfangen, es aber nicht gehalten habt.
Als sie das hörten, waren sie aufs äußerste über ihn empört und knirschten mit den Zähnen.
Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen
und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.
Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten gemeinsam auf ihn los,
trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß.
So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!
Dann sank er in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Nach diesen Worten starb er.
Saulus aber war mit dem Mord einverstanden.

Psalm 31(30),3cd-4.6.7b.8a.17.21ab.
Sei mir ein schützender Fels,
eine feste Burg, die mich errettet.
Denn du bist mein Fels und meine Burg;
um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten.

In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist;
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.
Ich verlasse mich auf den Herrn.
Ich will jubeln und über deine Huld mich freuen.

Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht,
hilf mir in deiner Güte!
Du beschirmst sie im Schutz deines Angesichts
vor dem Toben der Menschen.




Evangelium nach Johannes 6,30-35.
In jener Zeit sagte die Menge zu Jesus: Welches Zeichen tust du, damit wir es sehen und dir glauben? Was tust du?
Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.
Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben.
Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot!
Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Columban (563-615), Mönch und Klostergründer
Geistliche Instruktion, 12,3
„Herr, gib uns immer dieses Brot“

Der Prophet sagt: „Ihr Durstigen, kommt alle zur Quelle“ (Jes 55,1). Das ist die Quelle derer, die Durst haben, nicht derer, die ihren Durst gestillt haben. Die Quelle ruft diejenigen, die Hunger und Durst haben, die an anderer Stelle selig genannt werden (Mt 5,6), deren Durst nie gelöscht wird und die, wenn sie ihren Durst bereits an der Quelle gestillt haben, noch mehr dürsten. Wir müssen also, meine Brüder, nach mehr dürsten. Wir müssen also, meine Brüder, nach der Quelle der Weisheit verlangen, nach dem Wort Gottes, der in den Höhen thront; wir müssen nach dieser Quelle suchen und sie lieben. In ihr, so sagt der Apostel Paulus, „sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen“ (Kol 2,3), und sie lädt alle Durstigen ein, ihren Durst zu löschen.

Wenn du Durst hast, geh und trinke aus der Quelle des Lebens. Wenn du Hunger hast, iss das Brot des Lebens. Selig, die nach diesem Brot hungern und nach diesem Quellwasser dürsten. Auch wenn sie unaufhörlich trinken und essen, so wollen sie doch immer noch trinken und essen. Süß ist die Speise und süß der Trank. Wir essen und trinken – und haben immer noch Hunger und immer noch Durst. Unser Verlangen ist gestillt und hört doch nicht auf. Deshalb ruft David, der königliche Prophet, aus: „Kostet und seht, wie gütig der Herr ist“ (Ps 33[34],9). Deshalb, meine Brüder, folgen wir dem Ruf, der an uns ergeht. Die Quelle des Lebens, die Quelle lebendigen Wassers, die Quelle des ewigen Lebens, die Quelle des Lichts und der Klarheit – sie selbst lädt uns ein, zu ihr zu kommen und zu trinken (Joh 7,37). Dort finden wir die Weisheit und das Leben, das ewige Licht. Dort trinken wir lebendiges Wasser, das für das ewige Leben sprudelt (Joh 4,14).



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« Antwort #1043 am: 13. April 2016, 07:59:44 »
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Mittwoch der 3. Osterwoche

Heute auch : Hl. Martin I.

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Franziskus von Assisi : „Ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 8,1b-8.
An jenem Tag brach eine schwere Verfolgung über die Kirche in Jerusalem herein. Alle wurden in die Gegenden von Judäa und Samarien zerstreut, mit Ausnahme der Apostel.
Fromme Männer bestatteten Stephanus und hielten eine große Totenklage für ihn.
Saulus aber versuchte die Kirche zu vernichten; er drang in die Häuser ein, schleppte Männer und Frauen fort und lieferte sie ins Gefängnis ein.
Die Gläubigen, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündeten das Wort.
Philippus aber kam in die Hauptstadt Samariens hinab und verkündigte dort Christus.
Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philippus; sie hörten zu und sahen die Wunder, die er tat.
Denn aus vielen Besessenen fuhren unter lautem Geschrei die unreinen Geister aus; auch viele Lahme und Krüppel wurden geheilt.
So herrschte große Freude in jener Stadt.

Psalm 66(65),1-3a.4-5.6-7ab.
Jauchzt vor Gott, alle Länder der Erde!
Spielt zum Ruhm seines Namens!
Verherrlicht ihn mit Lobpreis!
Sagt zu Gott: „Wie Ehrfurcht gebietend sind deine Taten."

Alle Welt bete dich an und singe dein Lob,
sie lobsinge deinem Namen!
Kommt und seht die Taten Gottes!
Staunenswert ist sein Tun an den Menschen.

Er verwandelte das Meer in trockenes Land,
sie schritten zu Fuß durch den Strom;
dort waren wir über ihn voll Freude.
In seiner Kraft ist er Herrscher auf ewig;
seine Augen prüfen die Völker.




Evangelium nach Johannes 6,35-40.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.
Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt mich gesehen, und doch glaubt ihr nicht.
Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen;
denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
Es ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich keinen von denen, die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse, sondern dass ich sie auferwecke am Letzten Tag.
Denn es ist der Wille meines Vaters, dass alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben und dass ich sie auferwecke am Letzten Tag.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Franziskus von Assisi (1182-1226), Gründer der Minderbrüder
Der Brief an alle Brüder oder den gesamten Orden, Kapitel 7 (Franziskus-Quellen, Kevelaer 2009, S. 119f.)
„Ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat“

Allmächtiger, ewiger, gerechter und barmherziger Gott,
verleihe uns Elenden,
um deiner selbst willen das zu tun,
von dem wir wissen, dass du es willst,
und immer zu wollen, was dir gefällt,
damit wir, innerlich geläutert, innerlich erleuchtet
und vom Feuer des Heiligen Geistes entflammt, den Fußspuren deines geliebten Sohnes,
unseres Herrn Jesus Christus, folgen können
und allein durch deine Gnade
zu dir, Allerhöchster, zu gelangen vermögen,
der du in vollkommener Dreifaltigkeit und einfacher Einheit
lebst und herrschst und verherrlicht wirst
als allmächtiger Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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« Antwort #1044 am: 14. April 2016, 07:59:12 »
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Donnerstag der 3. Osterwoche

Heute auch : Hl. Ernestine, Hl. Hadwig von Meer, Hl. Lidwina

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Teresa von Avila : Alle werden Schüler Gottes sein

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 8,26-40.
In jenen Tagen sagte ein Engel des Herrn zu Philippus: Steh auf und zieh nach Süden auf der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt. Sie führt durch eine einsame Gegend.
Und er brach auf. Nun war da ein Äthiopier, ein Kämmerer, Hofbeamter der Kandake, der Königin der Äthiopier, der ihren ganzen Schatz verwaltete. Dieser war nach Jerusalem gekommen, um Gott anzubeten,
und fuhr jetzt heimwärts. Er saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja.
Und der Geist sagte zu Philippus: Geh und folge diesem Wagen.
Philippus lief hin und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen. Da sagte er: Verstehst du auch, was du liest?
Jener antwortete: Wie könnte ich es, wenn mich niemand anleitet? Und er bat den Philippus, einzusteigen und neben ihm Platz zu nehmen.
Der Abschnitt der Schrift, den er las, lautete: Wie ein Schaf wurde er zum Schlachten geführt; und wie ein Lamm, das verstummt, wenn man es schert, so tat er seinen Mund nicht auf.
In der Erniedrigung wurde seine Verurteilung aufgehoben. Seine Nachkommen, wer kann sie zählen? Denn sein Leben wurde von der Erde fortgenommen.
Der Kämmerer wandte sich an Philippus und sagte: Ich bitte dich, von wem sagt der Prophet das? Von sich selbst oder von einem anderen?
Da begann Philippus zu reden, und ausgehend von diesem Schriftwort verkündete er ihm das Evangelium von Jesus.
Als sie nun weiterzogen, kamen sie zu einer Wasserstelle. Da sagte der Kämmerer: Hier ist Wasser. Was steht meiner Taufe noch im Weg?

Er ließ den Wagen halten, und beide, Philippus und der Kämmerer, stiegen in das Wasser hinab, und er taufte ihn.
Als sie aber aus dem Wasser stiegen, entführte der Geist des Herrn den Philippus. Der Kämmerer sah ihn nicht mehr, und er zog voll Freude weiter.
Den Philippus aber sah man in Aschdod wieder. Und er wanderte durch alle Städte und verkündete das Evangelium, bis er nach Cäsarea kam.

Psalm 66(65),8-9.16-17.19-20.
Preist unseren Gott, ihr Völker;
lasst laut sein Lob erschallen!
Er erhielt uns am Leben
und ließ unseren Fuß nicht wanken.

Ihr alle, die ihr Gott fürchtet, kommt und hört;
ich will euch erzählen, was er mir Gutes getan hat.
Zu ihm hatte ich mit lauter Stimme gerufen,
und schon konnte mein Mund ihn preisen.

Gott aber hat mich erhört,
hat auf mein drängendes Beten geachtet.
Gepriesen sei Gott; denn er hat mein Gebet nicht verworfen
und mir seine Huld nicht entzogen.




Evangelium nach Johannes 6,44-51.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen.
Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen.
Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben.
Ich bin das Brot des Lebens.
Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.
So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben.
Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Teresa von Avila (1515-1582), Karmelitin, Kirchenlehrerin
Das Buch meines Lebens, Kap. 12,5-7 (Übers. Dobhan,Peters, 2001)
Alle werden Schüler Gottes sein

Wenn aber der Herr den Verstand aufhebt und stillhalten lässt, gibt er ihm, was ihn in Erstaunen und Beschäftigung versetzt, und dann versteht er ohne diskursives Nachdenken in der Zeitspanne eines Credo mehr als wir mit all unseren menschlichen Bemühungen in vielen Jahren verstehen können. Aber die Seelenvermögen beschlagnahmen und glauben, dass wir sie zum Verstummen bringen, ist Unsinn. [...]

Jahrelang erging es mir so, dass ich vieles las und nichts davon verstand. Und lange Zeit konnte ich auch, obwohl der Herr es mir schenkte, mit keinem Wort etwas davon ausdrücken, um es verständlich zu machen, was mir keine geringe Qual gekostet hat. Wenn Seine Majestät will, lehrt er einen im Nu alles, so dass ich mich wundere.

Eines kann ich in aller Wahrheit sagen: Auch wenn ich mit vielen spirituellen Menschen gesprochen habe, die mir verständlich machen wollten, was mir der Herr schenkte, damit ich es ihnen darzulegen verstünde, so ist doch gewiss, dass meine Dummheit so groß war, dass es mir weder wenig noch viel nützte; oder aber der Herr wollte, da Seine Majestät immer mein Lehrmeister gewesen ist, dass ich niemandem zu danken hätte (er sei für alles gepriesen, denn es bestürzt mich schon sehr, dies wahrheitsgemäß sagen zu dürfen). Und ohne es zu wollen, noch zu erbitten schenkte es mir Gott in einem Augenblick, es in aller Deutlichkeit zu verstehen und ausdrücken zu können, so dass sich meine Beichtväter wunderten und ich noch mehr, denn ich kannte meine Dummheit besser. [...] Ich weise noch einmal daraufhin, dass es ganz wichtig ist, „den Geist nicht selbst zu erheben, wenn ihn nicht der Herr erhebt“. Was damit gemeint ist, versteht man dann schon.

Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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« Antwort #1045 am: 15. April 2016, 08:00:55 »
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Freitag der 3. Osterwoche

   
Apostelgeschichte 9,1-20.






In jenen Tagen wütete Saulus immer noch mit Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn. Er ging zum Hohenpriester
und erbat sich von ihm Briefe an die Synagogen in Damaskus, um die Anhänger des neuen Weges, Männer und Frauen, die er dort finde, zu fesseln und nach Jerusalem zu bringen.
Unterwegs aber, als er sich bereits Damaskus näherte, geschah es, dass ihn plötzlich ein Licht vom Himmel umstrahlte.
Er stürzte zu Boden und hörte, wie eine Stimme zu ihm sagte: Saul, Saul, warum verfolgst du mich?
Er antwortete: Wer bist du, Herr? Dieser sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst.
Steh auf und geh in die Stadt; dort wird dir gesagt werden, was du tun sollst.
Seine Begleiter standen sprachlos da; sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemand.
Saulus erhob sich vom Boden. Als er aber die Augen öffnete, sah er nichts. Sie nahmen ihn bei der Hand und führten ihn nach Damaskus hinein.
Und er war drei Tage blind, und er aß nicht und trank nicht.
In Damaskus lebte ein Jünger namens Hananias. Zu ihm sagte der Herr in einer Vision: Hananias! Er antwortete: Hier bin ich, Herr.
Der Herr sagte zu ihm: Steh auf und geh zur sogenannten Geraden Straße, und frag im Haus des Judas nach einem Mann namens Saulus aus Tarsus. Er betet gerade
und hat in einer Vision gesehen, wie ein Mann namens Hananias hereinkommt und ihm die Hände auflegt, damit er wieder sieht.
Hananias antwortete: Herr, ich habe von vielen gehört, wieviel Böses dieser Mann deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat.
Auch hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle zu verhaften, die deinen Namen anrufen.
Der Herr aber sprach zu ihm: Geh nur! Denn dieser Mann ist mein auserwähltes Werkzeug: Er soll meinen Namen vor Völker und Könige und die Söhne Israels tragen.
Ich werde ihm auch zeigen, wie viel er für meinen Namen leiden muss.
Da ging Hananias hin und trat in das Haus ein; er legte Saulus die Hände auf und sagte: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Weg hierher erschienen ist; du sollst wieder sehen und mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.
Sofort fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er sah wieder; er stand auf und ließ sich taufen.
Und nachdem er etwas gegessen hatte, kam er wieder zu Kräften. Einige Tage blieb er bei den Jüngern in Damaskus;
und sogleich verkündete er Jesus in den Synagogen und sagte: Er ist der Sohn Gottes.



Psalm 117(116),1.2. 
Lobet den Herrn, alle Völker,
preist ihn, alle Nationen!

Denn mächtig waltet über uns seine Huld,
die Treue des Herrn währt in Ewigkeit.

Evangelium nach Johannes 6,52-59. 



In jener Zeit stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.
Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.
Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte.




 
Kommentar zum heutigen Evangelium  : Hl. Theresia Benedicta a Cruce [Edith Stein]
„Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm"

 
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1046 am: 16. April 2016, 10:02:33 »
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Samstag der 3. Osterwoche

Heute auch : Hl. Benedikt Josef Labre, Hl. Bernadette Soubirous

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Bernhard : „Wollt auch ihr gehen?“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 9,31-42.
In jenen Tagen hatte die Kirche in ganz Judäa, Galiläa und Samarien Frieden; sie wurde gefestigt und lebte in der Furcht vor dem Herrn. Und sie wuchs durch die Hilfe des Heiligen Geistes.
Auf einer Reise zu den einzelnen Gemeinden kam Petrus auch zu den Heiligen in Lydda.
Dort fand er einen Mann namens Äneas, der seit acht Jahren lahm und bettlägerig war.
Petrus sagte zu ihm: Äneas, Jesus Christus heilt dich. Steh auf, und richte dir dein Bett! Sogleich stand er auf.
Und alle Bewohner von Lydda und der Scharon-Ebene sahen ihn und bekehrten sich zum Herrn.
In Joppe lebte eine Jüngerin namens Tabita, das heißt übersetzt: Gazelle. Sie tat viele gute Werke und gab reichlich Almosen.
In jenen Tagen aber wurde sie krank und starb. Man wusch sie und bahrte sie im Obergemach auf.
Weil aber Lydda nahe bei Joppe liegt und die Jünger hörten, dass Petrus dort war, schickten sie zwei Männer zu ihm und ließen ihn bitten: Komm zu uns, zögere nicht!
Da stand Petrus auf und ging mit ihnen. Als er ankam, führten sie ihn in das Obergemach hinauf; alle Witwen traten zu ihm, sie weinten und zeigten ihm die Röcke und Mäntel, die Gazelle gemacht hatte, als sie noch bei ihnen war.
Petrus aber schickte alle hinaus, kniete nieder und betete. Dann wandte er sich zu dem Leichnam und sagte: Tabita, steh auf! Da öffnete sie ihre Augen, sah Petrus an und setzte sich auf.
Er gab ihr die Hand und ließ sie aufstehen; dann rief er die Heiligen und die Witwen und zeigte ihnen, dass sie wieder lebte.
Das wurde in ganz Joppe bekannt, und viele kamen zum Glauben an den Herrn.

Psalm 116(115),12-13.14-15.16-17.
Wie kann ich dem Herrn all das vergelten,
was er mir Gutes getan hat?
Ich will den Kelch des Heils erheben
und anrufen den Namen des Herrn.

Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen
offen vor seinem ganzen Volk.
Kostbar ist in den Augen des Herrn
das Sterben seiner Frommen.

Ach Herr, ich bin doch dein Knecht,
dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd.
Du hast meine Fesseln gelöst.
Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen
und anrufen den Namen des Herrn.




Evangelium nach Johannes 6,60-69.
In jener Zeit sagten viele der Jünger Jesu, die ihm zuhörten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?
Jesus erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoß?
Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war?
Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben.
Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wusste nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde.
Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist.
Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher.
Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen?
Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.
Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Bernhard (1091-1153), Zisterziensermönch und Kirchenlehrer
Ansprache de diversis, 5
„Wollt auch ihr gehen?“

Wir lesen im Evangelium, dass einige gesagt haben, als der Herr zu predigen begonnen hatte und er unter dem Geheimnis seines zur Speise hingegebenen Leibes seine Jünger über die Notwendigkeit zur Teilnahme an seinem Leiden unterwiesen hatte: „Diese Worte sind hart.“ Und sie haben ihn verlassen. Doch als Jesus seine Jünger fragte, ob auch sie gehen wollten, haben sie geantwortet: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast die Worte des ewigen Lebens“.

Brüder, ich sage es euch: Genauso sind auch heute noch für manche die Worte Jesu „Geist und Leben“ und sie folgen ihm nach. Doch anderen erscheinen sie hart, wenngleich sie anderswo nur eine erbärmliche Tröstung finden. Wahrhaftig „erhebt die Weisheit ihre Stimme auf den Plätzen“ (vgl. Spr 1,20), nämlich gerade auf der breiten und bequemen Straße, die zum Tod führt (vgl. Mt 7,13), um die zu rufen, die auf ihr gehen. „Vierzig Jahre“, so sagt ein Psalm, „hatte ich Verdruss an diesem Geschlechte, und sprach: Stets irren sie im Herzen.“ (Ps 94[95],10). „Einmal hat Gott gesprochen“ (Ps 61[62],12): Ein Mal, ja, weil sein Wort einzig ist, ohne Unterbrechung und ewig. Er lädt die Sünder dazu ein, in ihr Herz zu gehen, weil er dort wohnt, weil er dort spricht [...] „Heute, da ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht“ (Ps 94[95],8). Und im Evangelium sind es fast dieselben Worte [...]: „Meine Schafe hören meine Stimme“ (Joh 10,27) [...] „Ihr seid sein Volk, die Schafe seiner Weide, wenn ihr heute seine Stimme hört“ (vgl. Ps 94[95],8).

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1047 am: 17. April 2016, 09:40:49 »
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4. Sonntag in der Osterzeit - Weltgebetstag für geistliche Berufe

Heute auch : Hl. Eberhard von Obermarchtal, Max Joseph Metzger

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Gregor der Große : „Ich gebe ihnen das ewige Leben“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 13,14.43b-52.
Sie selbst wanderten von Perge weiter und kamen nach Antiochia in Pisidien. Dort gingen sie am Sabbat in die Synagoge und setzten sich.
Und als die Versammlung sich aufgelöst hatte, schlossen sich viele Juden und fromme Proselyten Paulus und Barnabas an. Diese redeten mit ihnen und ermahnten sie, der Gnade Gottes treu zu bleiben.
Am folgenden Sabbat versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort des Herrn zu hören.
Als die Juden die Scharen sahen, wurden sie eifersüchtig, widersprachen den Worten des Paulus und stießen Lästerungen aus.
Paulus und Barnabas aber erklärten freimütig: Euch musste das Wort Gottes zuerst verkündet werden. Da ihr es aber zurückstoßt und euch des ewigen Lebens unwürdig zeigt, wenden wir uns jetzt an die Heiden.
Denn so hat uns der Herr aufgetragen: Ich habe dich zum Licht für die Völker gemacht, bis an das Ende der Erde sollst du das Heil sein.
Als die Heiden das hörten, freuten sie sich und priesen das Wort des Herrn; und alle wurden gläubig, die für das ewige Leben bestimmt waren.
Das Wort des Herrn aber verbreitete sich in der ganzen Gegend.
Die Juden jedoch hetzten die vornehmen gottesfürchtigen Frauen und die Ersten der Stadt auf, veranlassten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihrem Gebiet.
Diese aber schüttelten gegen sie den Staub von ihren Füßen und zogen nach Ikonion.
Und die Jünger waren voll Freude und erfüllt vom Heiligen Geist.

Psalm 100(99),1-3.4-5.
Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde!
Dient dem Herrn mit Freude!
Kommt vor sein Antlitz mit Jubel!
Erkennt: Der Herr allein ist Gott.
Er hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum,
sein Volk und die Herde seiner Weide.

Tretet mit Dank durch seine Tore ein!
Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels!
Dankt ihm, preist seinen Namen!

Denn der Herr ist gütig,
ewig währt seine Huld,
von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.




Buch der Offenbarung 7,9.14b-17.
Danach sah ich: eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen in weißen Gewändern vor dem Thron und vor dem Lamm und trugen Palmzweige in den Händen.
Ich erwiderte ihm: Mein Herr, das musst du wissen. Und er sagte zu mir: Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht.
Deshalb stehen sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm bei Tag und Nacht in seinem Tempel; und der, der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt über ihnen aufschlagen.
Sie werden keinen Hunger und keinen Durst mehr leiden, und weder Sonnenglut noch irgendeine sengende Hitze wird auf ihnen lasten.
Denn das Lamm in der Mitte vor dem Thron wird sie weiden und zu den Quellen führen, aus denen das Wasser des Lebens strömt, und Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen.

Evangelium nach Johannes 10,27-30.
Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir.
Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen.
Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen.
Ich und der Vater sind eins.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gregor der Große (um 540-604), Papst und Kirchenlehrer
Aus der 14. Evangelienhomilie
„Ich gebe ihnen das ewige Leben“

Er, der gut ist, und das nicht etwa, weil er es als Gabe empfangen hätte, sondern weil er es von Natur aus ist, sagt: „Ich bin der gute Hirt.“ Und er spricht weiter, damit wir dem Vorbild nacheifern, das er uns in seiner Güte vorstellt: „Der gute Hirt gibt sein Leben für seine Schafe.“ (Joh 10,11). Er hat verwirklicht, was er gelehrt hat; er hat gezeigt, was er angeordnet hat. Als Guter Hirt hat er sein Leben für seine Schafe gegeben, um seinen Leib und sein Blut in unser Sakrament zu verwandeln und um mit der Speise seines Fleisches die Schafe zu sättigen, die er losgekauft hat. Die Straße, der es zu folgen gilt, ist gewiesen: es ist die Verachtung, die er dem Tod gegenüber gezeigt hat. Hier also ist uns das Beispiel vor Augen gestellt, an dem wir uns ausrichten müssen. Zuerst müssen wir uns äußerlich in Zärtlichkeit aufreiben für seine Schafe; doch dann, wenn nötig, ihnen selbst unseren Tod anbieten.

Er fügt hinzu: „Ich kenne – das heißt: Ich liebe – meine Schafe und meine Schafe kennen mich“. Das heißt klar ausgedrückt: „Wer mich liebt, der folge mir!“, denn wer die Wahrheit nicht liebt, der kennt sie noch nicht. Habt also acht, geliebte Brüder, ob ihr wirklich Schafe des guten Hirten seid, habt acht, ob ihr ihn kennt, habt acht, ob ihr das Licht der Wahrheit wahrnehmt. Ich spreche nicht von der Wahrnehmung des Glaubens, sondern von der der Liebe. Ihr nehmt wahr nicht durch euren Glauben, sondern durch euer Verhalten. Denn der gleiche Evangelist Johannes, von dem dieses Wort kommt, bezeugt auch: „Wer sagt, er kenne Gott, und seine Gebote nicht befolgt, ist ein Lügner.“ (vgl. 1 Joh 2,4). Deshalb fügt der Herr in unserem Text sofort hinzu: „wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe“, was in klarer Sprache so ausgedrückt wird: Weil ich meinen Vater kenne und ich von meinem Vater erkannt bin, gebe ich mein Leben für meine Schafe hin. Mit anderen Worten: Diese Liebe, mit der ich in den Tod gehe für meine Schafe, zeigt, wie sehr ich den Vater liebe.




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La Salette 1846



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