Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971477 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1232 am: 19. Oktober 2016, 07:57:41 »
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Brief des Apostels Paulus an die Epheser 3,2-12.
Brüder! Ihr habt gehört, welches Amt die Gnade Gottes mir für euch verliehen hat.
Durch eine Offenbarung wurde mir das Geheimnis mitgeteilt, das ich soeben kurz beschrieben habe.
Wenn ihr das lest, könnt ihr sehen, welche Einsicht in das Geheimnis Christi mir gegeben ist.
Den Menschen früherer Generationen war es nicht bekannt; jetzt aber ist es seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist offenbart worden:
dass nämlich die Heiden Miterben sind, zu demselben Leib gehören und an derselben Verheißung in Christus Jesus teilhaben durch das Evangelium.
Ihm diene ich dank der Gnade, die mir durch Gottes mächtiges Wirken geschenkt wurde.
Mir, dem Geringsten unter allen Heiligen, wurde diese Gnade geschenkt: Ich soll den Heiden als Evangelium den unergründlichen Reichtum Christi verkündigen
und enthüllen, wie jenes Geheimnis Wirklichkeit geworden ist, das von Ewigkeit her in Gott, dem Schöpfer des Alls, verborgen war.
So sollen jetzt die Fürsten und Gewalten des himmlischen Bereichs durch die Kirche Kenntnis erhalten von der vielfältigen Weisheit Gottes,
nach seinem ewigen Plan, den er durch Christus Jesus, unseren Herrn, ausgeführt hat.
In ihm haben wir den freien Zugang durch das Vertrauen, das der Glaube an ihn schenkt.

Buch Jesaja 12,2.3.4bcd.5-6.
Gott ist meine Rettung;
ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.
Denn meine Stärke und mein Lied ist der Herr.
Er ist für mich zum Retter geworden.

Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude
aus den Quellen des Heils.
Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
Macht seine Taten unter den Völkern bekannt,
verkündet: Sein Name ist groß und erhaben!

Preist den Herrn; denn herrliche Taten hat er vollbracht;
auf der ganzen Erde soll man es wissen.
Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner von Zion;
denn groß ist in eurer Mitte der Heilige Israels.




Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 12,39-48.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, dass man in sein Haus einbricht.
Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.
Da sagte Petrus: Herr, meinst du mit diesem Gleichnis nur uns oder auch all die anderen?
Der Herr antwortete: Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr einsetzen wird, damit er seinem Gesinde zur rechten Zeit die Nahrung zuteilt?
Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt!
Wahrhaftig, das sage ich euch: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen.
Wenn aber der Knecht denkt: Mein Herr kommt noch lange nicht zurück!, und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen; wenn er isst und trinkt und sich berauscht,
dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen.
Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen.
Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge bekommen. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Fulgentius von Ruspe (467-532), Bischof in Nordafrika
Predigt 1; CCL 91A, 889
Diener Christi und Verwalter der Geheimnisse Gottes (vgl. 1 Kor 4,1)

Um die Rolle der Diener genau festzulegen, die er an die Spitze seines Volkes gesetzt hat, spricht der Herr das folgende, im Evangelium berichtete Wort: „Wer ist der treue und kluge Knecht, den der Herr eingesetzt hat, damit er dem Gesinde zur rechten Zeit gibt, was sie zum Essen brauchen? Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt.“ Wer ist dieser Herr, liebe Brüder? Es handelt sich ohne Zweifel um Christus, der zu seinen Jüngern gesagt hat: „Ihr sagt zu mir Meister und Herr, und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es (Joh 13,13)“. Und was ist die Hausgemeinschaft dieses Herrn? Offensichtlich doch die, die der Herr aus den Händen des Feindes losgekauft und sich zu eigen gemacht hat. Diese Hausgemeinschaft ist die heilige und universale Kirche, die sich in wunderbarer Fruchtbarkeit über die ganze Welt ausbreitet und sich rühmt, um den Preis des Blutes des Herrn freigekauft zu sein [...]

Wer aber ist der treue und kluge Verwalter? Der Apostel Paulus zeigt ihn uns, wenn er von sich und seinen Gefährten spricht und dabei sagt: „Als Diener Christi soll man uns betrachten und als Verwalter von Geheimnisse Gottes. Von Verwaltern aber verlangt man, dass sie sich treu erweisen“ (1 Kor 4,1-2). Und damit keiner von uns glaubt, dass nur die Apostel Verwalter geworden sind, und damit ein fauler und treuloser Diener den geistigen Kampf nicht aufgibt und sich nicht schlafen legt, weist der heilige Apostel deutlich darauf hin, dass auch die Bischöfe Verwalter sind: „ein Bischof muss unbescholten sein, weil er das Haus Gottes verwaltet“ (Tit 1,7). Wir sind also Diener des Hausherrn, die Verwalter des Herrn, und wir haben das Maß Getreide empfangen, das wir an euch austeilen sollen.



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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1233 am: 20. Oktober 2016, 07:55:00 »
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Brief des Apostels Paulus an die Epheser 3,14-21.
Brüder! Ich beuge meine Knie vor dem Vater,
nach dessen Namen jedes Geschlecht im Himmel und auf der Erde benannt wird,
und bitte, er möge euch aufgrund des Reichtums seiner Herrlichkeit schenken, dass ihr in eurem Innern durch seinen Geist an Kraft und Stärke zunehmt.
Durch den Glauben wohne Christus in eurem Herzen. In der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet,
sollt ihr zusammen mit allen Heiligen dazu fähig sein, die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe zu ermessen
und die Liebe Christi zu verstehen, die alle Erkenntnis übersteigt. So werdet ihr mehr und mehr von der ganzen Fülle Gottes erfüllt.
Er aber, der durch die Macht, die in uns wirkt, unendlich viel mehr tun kann, als wir erbitten oder uns ausdenken können,
er werde verherrlicht durch die Kirche und durch Christus Jesus in allen Generationen, für ewige Zeiten. Amen.

Psalm 33(32),1-2.4-5.11-12.18-19.
Ihr Gerechten, jubelt vor dem Herrn;
für die Frommen ziemt es sich, Gott zu loben.
Preist den Herrn mit der Zither,
spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe!

Denn das Wort des Herrn ist wahrhaftig,
all sein Tun ist verlässlich.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht,
die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn.

Der Ratschluss des Herrn bleibt ewig bestehen,
die Pläne seines Herzens überdauern die Zeiten.
Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist,
der Nation, die er sich zum Erbteil erwählt hat.

Das Auge des Herrn ruht auf allen, die ihn fürchten und ehren,
die nach seiner Güte ausschaun;
dass er sie dem Tod entreiße
und ihr Leben erhalte in Hungersnot.




Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 12,49-53.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!
Ich muss mit einer Taufe getauft werden, und ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist.
Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung.
Denn von nun an wird es so sein: Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben, wird Zwietracht herrschen: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei,
der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ambrosius (um 340-397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Kommentar zum Lukasevangelium, 7, 134
„Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter [...] verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten“ (Mt 19,29)

„Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Von jetzt an werden in einem Haus fünf Menschen zerstritten sein; drei werden gegen zwei Partei ergreifen und zwei gegen drei“ (Mt 10,34 und vgl. Lk 12,52-53). [...] In fast allen Stellen des Evangeliums spielt der tiefere Sinn eine wichtige Rolle. Vor allem bei dieser Stelle muss man, um nicht durch die Schroffheit einer grob vereinfachenden Deutung abgeschreckt zu werden, einen tieferen Sinnzusammenhang suchen [...] Wie kann Christus selber sagen: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“ (Joh 14,27), wenn er gekommen ist, um Väter mit ihren Söhnen zu entzweien und Söhne mit ihren Vätern – und dadurch ihre Beziehungen zerstört? Wie kann man verflucht sein, „wenn man Vater oder Mutter schmäht“ (vgl. Dtn 27,16), und zugleich fromm, wenn man sie verlässt?

Wenn wir einsehen, dass die Gottesbeziehung an erster Stelle steht und die Kindesliebe an zweiter, wird sich für uns dieses Problem lösen. Das Menschliche muss tatsächlich dem Göttlichen hintangestellt werden. Denn wenn man schon den Eltern gegenüber Pflichten hat, um wie viel mehr dann dem Vater der Eltern gegenüber, dem wir für unsere Eltern dankbar sein müssen [...] Er sagt also nicht, dass wir auf die verzichten sollen, die wir lieben, sondern er sagt, dass wir Gott allen vorziehen müssen. An anderer Stelle steht übrigens: „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig“ (Mt 10,37). Es ist dir nicht untersagt, deine Eltern zu lieben – es ist dir untersagt, sie Gott vorzuziehen. Denn die natürlichen Beziehungen sind Wohltaten des Herrn, und niemand darf empfangene Wohltaten mehr lieben als Gott, der sehr wohl darauf achtet, welche Wohltaten er austeilt.


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« Antwort #1234 am: 21. Oktober 2016, 07:57:13 »
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Brief des Apostels Paulus an die Epheser 4,1-6.
Brüder! Ich, der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging.
Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe,
und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält.
Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist;
ein Herr, ein Glaube, eine Taufe,
ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.

Psalm 24(23),1-2.3-4.5-6.
Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt,
der Erdkreis und seine Bewohner.
Denn er hat ihn auf Meere gegründet,
ihn über Strömen befestigt.

Wer darf hinaufziehn zum Berg des Herrn,
wer darf stehn an seiner heiligen Stätte?
Der reine Hände hat und ein lauteres Herz,
der nicht betrügt und keinen Meineid schwört.

Er wird Segen empfangen vom Herrn
und Heil von Gott, seinem Helfer.
Das sind die Menschen, die nach ihm fragen,
die dein Antlitz suchen, Gott Jakobs.




Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 12,54-59.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Sobald ihr im Westen Wolken aufsteigen seht, sagt ihr: Es gibt Regen. Und es kommt so.
Und wenn der Südwind weht, dann sagt ihr: Es wird heiss. Und es trifft ein.
Ihr Heuchler! Das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr deuten. Warum könnt ihr dann die Zeichen dieser Zeit nicht deuten?
Warum findet ihr nicht schon von selbst das rechte Urteil?
Wenn du mit deinem Gegner vor Gericht gehst, bemüh dich noch auf dem Weg, dich mit ihm zu einigen. Sonst wird er dich vor den Richter schleppen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und der Gerichtsdiener wird dich ins Gefängnis werfen.
Ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Apostolisches Schreiben »Novo millenio ineunte«, 6/01/2001, §§ 55−56 (© Libreria Editrice Vaticana)
Die Zeichen der Zeit deuten können

In der Situation eines immer ausgeprägteren kulturellen und religiösen Pluralismus, wie man ihn in der Gesellschaft des neuen Jahrtausends voraussehen kann, ist dieser Dialog auch wichtig, um eine sichere Voraussetzung für den Frieden zu schaffen und das düstere Gespenst der Religionskriege zu vertreiben, die viele Epochen der Menschheitsgeschichte mit Blut überzogen haben. Der Name des einzigen Gottes muss immer mehr zu dem werden, was er ist, ein Name des Friedens und ein Gebot des Friedens.

Der Dialog kann jedoch nicht auf den religiösen Indifferentismus gegründet sein. So haben wir Christen die Pflicht, ihn so zu entwickeln, dass wir das volle Zeugnis der Hoffnung, die uns erfüllt (vgl. 1Petr 3,15), vortragen [...] Die missionarische Pflicht hindert uns jedoch nicht daran, zum Dialog überzugehen und mit innerer Bereitschaft zuzuhören. Denn wir wissen, dass angesichts des an Dimensionen und möglichen Folgen für das Leben und die Geschichte des Menschen unendlich reichen Gnadengeheimnisses die Kirche selbst bei dessen Ergründung niemals an ein Ende kommen wird, obwohl sie auf die Hilfe des Beistandes, des Geistes der Wahrheit (vgl. Joh 14,17) zählen kann, dem es ja zukommt, sie »in die ganze Wahrheit« (Joh 16,13) einzuführen.

Dieses Prinzip liegt nicht nur der unerschöpflichen theologischen Vertiefung der christlichen Wahrheit zugrunde, sondern auch des christlichen Dialogs mit den Philosophien, den Kulturen und Religionen. Denn nicht selten erweckt der Geist Gottes, der »weht, wo er will« (Joh 3,8), in der allgemeinen menschlichen Erfahrung trotz ihrer vielen Widersprüchlichkeiten Zeichen seiner Gegenwart, die selbst den Jüngern Christi helfen, die Botschaft, deren Überbringer sie sind, vollkommener zu verstehen. War das Zweite Vatikanische Konzil nicht vielleicht mit dieser demütigen und vertrauensvollen Öffnung darum bemüht, die »Zeichen der Zeit« zu deuten? (Gaudium et spes, §4) Auch wenn sie eine sorgfältige und wachsame Unterscheidung vornimmt, um die »wahren Zeichen der Gegenwart oder der Absicht Gottes« (§11) zu erfassen, erkennt die Kirche nicht nur, dass sie etwas gegeben hat, sondern wieviel sie auch »der Geschichte und Entwicklung der Menschheit verdankt« (§44). Diese Haltung der Öffnung und zugleich sorgfältiger Unterscheidung hat das Konzil auch gegenüber den anderen Religionen eingeführt.



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« Antwort #1235 am: 22. Oktober 2016, 10:06:50 »
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Heute auch : Hl. Johannes Paul II.

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Didachè : „Wähle also das Leben“ (Dt 30,19)

Die Texte des Tages als Audio

Brief des Apostels Paulus an die Epheser 4,7-16.
Brüder! Jeder von uns empfing die Gnade in dem Maß, wie Christus sie ihm geschenkt hat.
Deshalb heißt es: Er stieg hinauf zur Höhe und erbeutete Gefangene, er gab den Menschen Geschenke.
Wenn er aber hinaufstieg, was bedeutet dies anderes, als dass er auch zur Erde herabstieg?
Derselbe, der herabstieg, ist auch hinaufgestiegen bis zum höchsten Himmel, um das All zu beherrschen.
Und er gab den einen das Apostelamt, andere setzte er als Propheten ein, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer,
um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten, für den Aufbau des Leibes Christi.
So sollen wir alle zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, damit wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen.
Wir sollen nicht mehr unmündige Kinder sein, ein Spiel der Wellen, hin und her getrieben von jedem Widerstreit der Meinungen, dem Betrug der Menschen ausgeliefert, der Verschlagenheit, die in die Irre führt.
Wir wollen uns, von der Liebe geleitet, an die Wahrheit halten und in allem wachsen, bis wir ihn erreicht haben. Er, Christus, ist das Haupt.
Durch ihn wird der ganze Leib zusammengefügt und gefestigt in jedem einzelnen Gelenk. Jedes trägt mit der Kraft, die ihm zugemessen ist. So wächst der Leib und wird in Liebe aufgebaut.

Psalm 122(121),1-3.4-5.
Ich freute mich, als man mir sagte:
„Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.
Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem:
Jerusalem, du starke Stadt,
dicht gebaut und fest gefügt.

Dorthin ziehen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn,
wie es Israel geboten ist,
den Namen des Herrn zu preisen.
Denn dort stehen Throne bereit für das Gericht,
die Throne des Hauses David.




Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 13,1-9.
Zu jener Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern, die Pilatus beim Opfern umbringen ließ, so dass sich ihr Blut mit dem ihrer Opfertiere vermischte.
Da sagte er zu ihnen: Meint ihr, dass nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht?
Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.
Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms von Schiloach erschlagen wurden - meint ihr, dass nur sie Schuld auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner von Jerusalem aber nicht?
Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.
Und er erzählte ihnen dieses Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine.
Da sagte er zu seinem Weingärtner: Jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen?
Der Weingärtner erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen.
Vielleicht trägt er doch noch Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Didachè (zwischen 60-120), jüdisch-christliche Katechese
§§ 1−6; Das Neue Testament und die frühchristlichen Schriften (Üb. Insel Verlag, 2005)
„Wähle also das Leben“ (Dt 30,19)

Zwei Wege gibt es, der eine führt zum Leben, der andere zum Tod. Die beiden Wege sind sehr unterschiedlich. Der Weg zum Leben sieht so aus: Erstens sollst du Gott lieben, der dich geschaffen hat. Zweitens sollst du deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Füge keinem anderen zu, was du selbst nicht erleiden willst. Aus diesen Grundsätzen ergibt sich folgende Lehre: Segnet alle, die euch verfluchen! Betet für eure Feinde! Fastet für eure Verfolger! Denn was habt ihr davon, wenn ihr nur die liebt, die euch lieben? Das tun schließlich auch die Heiden. Doch ihr sollt auch die lieben, die euch hassen. Dann werdet ihr keinen Feind mehr haben. Halte dich fern von aller Maßlosigkeit, die bei Menschen, die einen schwachen Körper haben, aus Gier entsteht [...]

Dies ist das zweite Gebot der Lehre: Du sollst nicht töten, du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht Knaben schänden, du sollst nicht huren, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht zaubern, du sollst nicht Gift mischen, du sollst kein Kind abtreiben, du sollst kein Neugeborenes töten. Du sollst nicht versuchen, an dich zu bringen, was deinem Nächsten gehört. Du sollst keinen Meineid schwören. Du sollst nicht falsches Zeugnis reden. Du sollst über Mitmenschen nicht schlecht reden. Du sollst nicht nachtragend sein. Du sollst eindeutig reden. Du sollst nicht doppelzüngig sein. Denn die Doppelzüngigkeit ist die Schlinge, durch die der Tod seine Herrschaft ausübt. Dein Wort soll nicht verlogen sein, nicht hohl, sondern dein Tun entspreche ihm ganz. Sei nicht habgierig, nicht räuberisch, nicht scheinheilig, nicht unfair, nicht überheblich, schmiede keine bösen Pläne gegen deinen Nächsten! Du sollst keinen Menschen hassen, sondern ihn entweder zur Rede stellen und tadeln oder für ihn beten oder in Liebe für ihn mehr tun als für dich selbst.

Mein Kind, fliehe das Böse und alles, was ihm ähnlich ist [...] Wache darüber, dass keiner dich von diesem Weg der Lehre abweichen lässt, denn dieser Mensch lehrt dich Gottloses. Wenn du das Joch des Herrn zur Gänze tragen kannst, wirst du vollkommen sein; ansonsten erfülle wenigstens das, was in deiner Kraft steht.


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« Antwort #1236 am: 23. Oktober 2016, 08:05:18 »
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Buch Jesus Sirach 35,15b-17.20-22a.
Der Herr ist der Gott des Rechts, bei ihm gibt es keine Begünstigung.
Er ist nicht parteiisch gegen den Armen, das Flehen des Bedrängten hört er.
Er missachtet nicht das Schreien der Waise und der Witwe, die viel zu klagen hat.
Wer Gott wohlgefällig dient, der wird angenommen, und sein Bittruf erreicht die Wolken.
Das Flehen des Armen dringt durch die Wolken, es ruht nicht, bis es am Ziel ist. Es weicht nicht, bis Gott eingreift
und Recht schafft als gerechter Richter.

Psalm 34(33),2-3.17-18.19.23.
Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Meine Seele rühme sich des Herrn;
die Armen sollen es hören und sich freuen.

Das Antlitz des Herrn richtet sich gegen die Bösen,
um ihr Andenken von der Erde zu tilgen.
Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr;
er entreißt sie all ihren Ängsten.

Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen,
er hilft denen auf, die zerknirscht sind.
Der Herr erlöst seine Knechte;
straflos bleibt, wer zu ihm sich flüchtet.




Zweiter Brief des Apostels Paulus an Timotheus 4,6-8.16-18.
Mein Sohn! Ich werde nunmehr geopfert, und die Zeit meines Aufbruchs ist nahe.
Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue gehalten.
Schon jetzt liegt für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereit, den mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, aber nicht nur mir, sondern allen, die sehnsüchtig auf sein Erscheinen warten.
Bei meiner ersten Verteidigung ist niemand für mich eingetreten; alle haben mich im Stich gelassen. Möge es ihnen nicht angerechnet werden.
Der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft, damit durch mich die Verkündigung vollendet wird und alle Heiden sie hören; und so wurde ich dem Rachen des Löwen entrissen.
Der Herr wird mich allem Bösen entreißen, er wird mich retten und in sein himmlisches Reich führen. Ihm sei die Ehre in alle Ewigkeit. Amen.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 18,9-14.
In jener Zeit erzählte Jesus einigen, die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren und die anderen verachteten, dieses Beispiel:
Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.
Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort.
Ich faste zweimal in der Woche und gebe dem Tempel den zehnten Teil meines ganzen Einkommens.
Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen und wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug sich an die Brust und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig!
Ich sage euch: Dieser kehrte als Gerechter nach Hause zurück, der andere nicht. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Bernhard (1091-1153), Zisterziensermönch und Kirchenlehrer
3. Predigt an Verkündigung des Herrn, 9−10 (Übers.: Josef Schwarzbauer, in: Bernhard v. Clairvaux: Sämtl. Werke lat./dt., Bd. 8. Innsbruck: Tyrolia, 1997. S.151−153)
„Der Zöllner [...] wagte nicht einmal, seine Augen zum Himmel zu erheben“

In welches Gefäß wird sich am ehesten die Gnade ergießen? Wenn das Vertrauen das Gefäß für die Barmherzigkeit, die Geduld aber das für die Gerechtigkeit ist [...] welches Gefäß werden wir nun vorlegen können, das geeignet wäre, die Gnade aufzunehmen? Sie ist der reinste Balsam und verlangt das gediegenste Gefäß. Und was ist so rein, was so gediegen wie die Demut des Herzens? Mit Recht wird darum den Demütigen Gnade gegeben (Jak 4,6), mit Recht hat Gott auf die Niedrigkeit seiner Magd herabgeblickt (Lk 1,48). Mit welchem Recht, fragst du? Gewiss deswegen, weil Menschenverdienst ein demütiges Herz nicht so erfassen kann, dass sich die Fülle der göttlichen Gnade nicht mehr frei ergießen könnte [...]

Habt ihr den Pharisäer bei seinem Gebet beobachtet? Er war kein Räuber, kein Betrüger, kein Ehebrecher. Mangelte es ihm etwa an den Früchten der Buße? Er fastete zweimal in der Woche und gab den zehnten Teil seines ganzen Einkommens dem Tempel (Lk 18,12) [...] Aber er war nicht aufnahmebereit, er war nicht entleert, nicht gebeugt, sondern stolz erhoben; er wollte nämlich gar nicht wissen, was ihm fehlte, sondern hob seine Verdienste hervor. Das war nicht echte Fülle, sondern Aufgeblasenheit, und so kehrte er, der Fülle vortäuschte, leer zurück. Reichere Gnade aber trug der Zöllner hinweg, denn er wollte sich selbst leer und bloß darbieten und war darauf bedacht, ein aufnahmebereites Gefäß zu sein.



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« Antwort #1237 am: 24. Oktober 2016, 08:01:50 »
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Brief des Apostels Paulus an die Epheser 4,32.5,1-8.
Brüder! Seid gütig zueinander, seid barmherzig, vergebt einander, weil auch Gott euch durch Christus vergeben hat.
Ahmt Gott nach als seine geliebten Kinder,
und liebt einander, weil auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat als Gabe und als Opfer, das Gott gefällt.
Von Unzucht aber und Schamlosigkeit jeder Art oder von Habgier soll bei euch, wie es sich für Heilige gehört, nicht einmal die Rede sein.
Auch Sittenlosigkeit und albernes oder zweideutiges Geschwätz schickt sich nicht für euch, sondern Dankbarkeit.
Denn das sollt ihr wissen: Kein unzüchtiger, schamloser oder habgieriger Mensch - das heißt kein Götzendiener - erhält ein Erbteil im Reich Christi und Gottes.
Niemand täusche euch mit leeren Worten: All das zieht auf die Ungehorsamen den Zorn Gottes herab.
Habt darum nichts mit ihnen gemein!
Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr durch den Herrn Licht geworden. Lebt als Kinder des Lichts!

Psalm 1,1-2.3.4.6.
Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt,
nicht auf dem Weg der Sünder geht,
nicht im Kreis der Spötter sitzt,
sondern Freude hat an der Weisung des Herrn,
über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht.

Er ist wie ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist,
der zur rechten Zeit seine Frucht bringt
und dessen Blätter nicht welken.
Alles, was er tut,
wird ihm gut gelingen.

Nicht so die Frevler:
Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.
Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten,
der Weg der Frevler aber führt in den Abgrund.




Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 13,10-17.
In jener Zeit lehrte Jesus am Sabbat in einer Synagoge.
Dort saß eine Frau, die seit achtzehn Jahren krank war, weil sie von einem Dämon geplagt wurde; ihr Rücken war verkrümmt, und sie konnte nicht mehr aufrecht gehen.
Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sagte: Frau, du bist von deinem Leiden erlöst.
Und er legte ihr die Hände auf. Im gleichen Augenblick richtete sie sich auf und pries Gott.
Der Synagogenvorsteher aber war empört darüber, dass Jesus am Sabbat heilte, und sagte zu den Leuten: Sechs Tage sind zum Arbeiten da. Kommt also an diesen Tagen und lasst euch heilen, nicht am Sabbat!
Der Herr erwiderte ihm: Ihr Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke?
Diese Tochter Abrahams aber, die der Satan schon seit achtzehn Jahren gefesselt hielt, sollte am Sabbat nicht davon befreit werden dürfen?
Durch diese Worte wurden alle seine Gegner beschämt; das ganze Volk aber freute sich über all die großen Taten, die er vollbrachte.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Gregor von Narek (um 944-um 1010), armenischer Mönch und Dichter
Buch der Klagen, Nr.18
„Im gleichen Augenblick richtete sie sich auf und pries Gott“

Es gab eine Zeit, da ich nicht war, und du hast mich geschaffen.
Ich hatte nicht darum gebeten, doch du hast mich gemacht.
Ich war noch nicht ans Licht gekommen, da hast du mich gesehen.
Ich war noch gar nicht auf der Welt, da hattest Mitleid du mit mir.
Ich hatte nicht nach dir gerufen, da galt mir deine Sorge schon.
Ich hatte noch nicht zum Zeichen meine Hand erhoben, da schautest du mich an.
Ich hatte noch nicht darum gefleht, da galt mir dein Erbarmen.
Ich hatte noch keinen Laut von mir gegeben, da hast du mich gehört.
Ich hatte noch keinen Seufzer getan, da schenktest du mir schon Gehör.

Du hast gewusst, was nun mit mir geschehen würde,
und hast dich doch nicht abgewandt von mir.
Du hast mit deinem Auge, das die Zukunft sieht,
die Schuld des Sünders, der ich bin, geschaut,
und hast mich doch geformt.
Nun lass nicht zu, dass mich,
den du geschaffen hast,
den du gerettet hast,
dem deine doch so große Sorge galt,
ins ewige Verderben reißt der Sünde Makel,
das Werk von dem, der stets uns anklagt! [...]

Gebunden, gelähmt,
gekrümmt wie die kranke Frau,
hat meine arme Seele, sich aufzurichten, keine Kraft.
Sie senkt zur Erde ihren Blick, die Sünde drückt sie schwer,
gefesselt ist sie von des Satans harten Banden [...]
Neige dich mir zu, du einziger Barmherziger,
mir, dem armen Baum, der denkend kam zu Fall.
Ich bin verdorrt; so lass mich neu erblühen
in Schönheit und Pracht,
getreu dem göttlichen Wort des Propheten (Ez 17,22−24) [...]
Du bist allein mein Beschützer,
lenk doch auf mich deinen Blick,
der der Sorge deiner unsagbaren Liebe entspringt...
und aus nichts wirst du in mir sogar das Licht erschaffen (vgl. Gen 1,3).



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Offline vianney

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1238 am: 25. Oktober 2016, 07:54:50 »
 ;mloda ;ksghtr

Brief des Apostels Paulus an die Epheser 5,21-33.
Brüder! Einer ordne sich dem andern unter in der gemeinsamen Ehrfurcht vor Christus.
Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie Christus, dem Herrn;
denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Kirche ist; er hat sie gerettet, denn sie ist sein Leib.
Wie aber die Kirche sich Christus unterordnet, sollen sich die Frauen in allem den Männern unterordnen.
Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat,
um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen.
So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos.
Darum sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst.
Keiner hat je seinen eigenen Leib gehasst, sondern er nährt und pflegt ihn, wie auch Christus die Kirche.
Denn wir sind Glieder seines Leibes.
Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein.
Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche.
Was euch angeht, so liebe jeder von euch seine Frau wie sich selbst, die Frau aber ehre den Mann.

Psalm 128(127),1-2.3.4-5.
Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt
und der auf seinen Wegen geht!
Was deine Hände erwarben, kannst du genießen;
wohl dir, es wird dir gut ergehn.

Wie ein fruchtbarer Weinstock ist deine Frau
drinnen in deinem Haus.
Wie junge Ölbäume sind deine Kinder
rings um deinen Tisch.

So wird der Mann gesegnet,
der den Herrn fürchtet und ehrt.
Es segne dich der Herr vom Zion her.
Du sollst dein Leben lang das Glück Jerusalems schauen.




Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 13,18-21.
In jener Zeit sprach Jesus: Wem ist das Reich Gottes ähnlich, womit soll ich es vergleichen?
Es ist wie ein Senfkorn, das ein Mann in seinem Garten in die Erde steckte; es wuchs und wurde zu einem Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen.
Außerdem sagte er: Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen?
Es ist wie der Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ambrosius (um 340-397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Kommentar zum Lukasevangelium, VII, 176−180; SC 52
Das Senfkorn

Überlegen wir, warum das Himmelreich mit einem Senfkorn verglichen wird. Es fällt mir eine weitere Stelle ein, die vom Senfkorn handelt. Es wird mit dem Glauben verglichen, wenn der Herr sagt: „Wenn euer Glaube auch nur so groß ist wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Stürz dich ins Meer“ (vgl. Mt 17,20) [...] Wenn also das Reich Gottes einem Senfkorn gleicht und auch der Glaube einem Senfkorn, dann ist der Glaube mit Sicherheit das Reich Gottes und das Reich Gottes der Glaube. Glauben haben bedeutet das Reich Gottes haben [...] Deshalb hat Petrus, der ja nun wirklich Glauben hatte, die Schlüssel des Himmelreichs erhalten, damit er es auch den Anderen aufschließe (Mt 16,19).

Untersuchen wir jetzt, wie weit der Vergleich trägt. Das Senfkorn ist sicherlich etwas Gewöhnliches und Einfaches; zerdrückt man es aber, so entfaltet es seine Kraft. So scheint auch der Glaube zunächst etwas Einfaches zu sein; gerät er aber schwer unter Druck, entfaltet er seine Kraft [...] Unsere Märtyrer Felix, Nabor und Viktor waren Senfkörner. Sie hatten den Duft des Glaubens an sich, aber man wusste nichts von ihnen. Als die Verfolgung kam, legten sie die Waffen weg, hielten ihren Hals hin, kamen durch das Schwert um, und die Kunde von der Schönheit ihres Martyriums ging „in die ganze Welt hinaus“ (Ps 18 (19),5) [...]

Der Herr selbst ist ein Senfkorn. Solange ihm noch nicht der Angriff galt, kannten ihn die Leute nicht. Er entschied sich dafür, zermalmt zu werden [...], erdrückt zu werden, so dass Petrus sagte: „Die Leute erdrücken dich fast“ (vgl. Lk 8,45). Er wollte Same sein wie das „Senfkorn, das ein Mann in seinem Garten in die Erde steckte“. Denn Christus ist in einem Garten gefangen genommen und begraben worden. Er ist in diesem Garten größer geworden und ist dort sogar auferstanden [...] So sät auch ihr Christus in eurem Garten! [...] Sät den Herrn Jesus: er ist Saatkorn, wenn er gefangen genommen wird, Baum, wenn er aufersteht, Baum, der der Welt Schatten spendet; er ist Saatkorn, wenn er bestattet wird, Baum, wenn er sich zum Himmel emporhebt.


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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1239 am: 26. Oktober 2016, 07:55:43 »
 ;mloda ;ksghtr ()*kjht545

MONATSBOTSCHAFT VOM 25. OKTOBER 2016

„Liebe Kinder! Heute rufe ich euch auf: Betet für den Frieden! Lasst die Selbstsucht und lebt die Botschaften, die ich euch gebe. Ohne sie könnt ihr euer Leben nicht verändern. Das Gebet lebend, werdet ihr Frieden haben. Im Frieden lebend, werdet ihr das Bedürfnis verspüren, Zeugnis abzulegen, denn ihr werdet Gott entdecken, den ihr jetzt als fern empfindet. Deshalb, meine lieben Kinder, betet, betet, betet, und erlaubt Gott, dass Er in eure Herzen eintritt. Kehrt zum Fasten und zur Beichte zurück, damit ihr das Böse in euch und um euch besiegt. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
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