Nach der ursprünglichen Idee der Familie des Heiligsten Herzen Jesu bilden Novenenbeter eine Familie, die gemeinsam erreicht, dass ein “Beten ohne Unterlass” zum Himmel steigt.
14 Beter und Beterinnen bilden eine Familie, und diese 14 Mitglieder beten dreimal über das Jahr verteilt eine 9-tägige Novene. So wird das ganze Jahr gefüllt und es steigt ununterbrochen ein Gebet zu unserem Herr Jesus Christus auf!
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TÄGLICHES GEBET
Unbefleckte Jungfrau, Du Königin des Himmels und der Erde, Du Zuflucht der Sünder, unsere liebenswürdigste Mutter, Dir wollte Gott die ganze Vermittlung seiner Barmherzigkeit anvertrauen. Ich armer Sünder werfe mich vor Dir nieder; ich bitte Dich demütig, nimm mich an als Dein Gut und Dein Eigentum. Wirke in mir und in allen Fähigkeiten meiner Seele und meines Leibes, in meinem ganzen Leben, in meinem Tod und meiner Ewigkeit, wie es Dir gefällt.
Mache aus mir, was Du willst, damit in Erfüllung gehe, was von Dir geschrieben steht: „Sie wird der Schlange den Kopf zertreten“, und „durch Dich sind alle Irrtümer der Welt überwunden worden.“ (Papst Pius IX. hat in der Dogmatisierungsbulle zur Unbefleckten Empfängnis von dieser Stelle erklärt: “Die Väter und die kirchlichen Schriftsteller, durch Gottes Wort erleuchtet, haben gelehrt, dass die göttliche Verheißung ‘Feindschaft will ich setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Spross und ihrem Spross’ klar und offenkundig den barmherzigen Erlöser des Menschengeschlechts Jesus Christus, den eingeborenen Gottessohn, vorauskündigte, seine heilige Mutter, die Jungfrau Maria, bezeichnete, und gleichzeitig die Feindschaft beider gegen den Teufel kräftig zum Ausdruck brachte. Wie aber Christus, der Mittler zwischen Gott und den Menschen, eine Menschennatur angenommen und den Schuldbrief, der uns entgangen war, ausgelöscht und siegreich ans Kreuz geheftet hat, so hat die seligste Jungfrau, mit ihm durch engste und unauflösliche Bande verbunden, zugleich mit ihm und durch ihn in ewiger Feindschaft gegen die giftige Schlange und in vollem Triumph über sie, diese mit ihrem unbefleckten Fuß zertreten.”)
Laß mich ein fügsames Werkzeug in Deinen reinen und barmherzigen Händen sein, um viele laue und verirrte Seelen zu lehren, daß sie Dich erkennen und lieben, und daß so das heiligste Reich Jesu sich soweit wie möglich ausbreite.
Wahrhaftig, nur dort, wohin Du kommst, erlangst Du die Gnade der Bekehrung und der Heiligung der Seelen, weil alle Gnaden vom Heiligsten Herzen Jesu durch Deine Hände auf uns herabströmen.
Hl. Maximilian Kolbe
Freie Anrufungen:
Unbeflecktes Herz Mariä, bitte für uns. Unbeflecktes Herz Mariä, führe uns zu Jesus. Heiligstes Herz Jesu, Dein Reich komme. Heiligstes Herz Jesu, ich vertraue auf Dich. Heiligstes Herz Jesu, ich liebe Dich.
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ERSTER TAG
“Aus seinem Inneren werden Ströme lebendigen Wassers fließen.” (Joh 7, 38)
Betrachtung: Jesus hielt sich im Tempel auf und Er begann mit lauter Stimme zu lehren: „Wer Durst hat, komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt. Wie die Schrift sagt: Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen. Damit meinte Er den Geist, den alle empfangen sollten, die an ihn glauben.“ (Joh 7, 37-39) Die Seite Jesu ist durch die Lanze des Soldaten geöffnet worden, und sogleich floß Blut und Wasser heraus. Wahrlich, all das ist geschehen, damit das Schriftwort erfüllt werde: „Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben“. (Joh 19, 37)
Die Samariterin hat die Liebe erfahren, als sie dieses lebendige Wasser empfing. Eines Tages sagte Jesus zu ihr: „Wenn du wüßtest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: „Gib mir zu trinken!, dann hättest du Ihn gebeten, und Er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.“ (Joh 4, 10) „Da sagte die Frau zu Ihm: Herr gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe, “ (Joh 4, 15) Gott hat uns aus Liebe erschaffen, indem Er in uns eine natürliche Sehnsucht legte, die zu einer innigen Vereinigung mit Ihm hindrängt. „Du hast uns für Dich erschaffen, Herr, und unruhig ist unser Herz, bis es ruhet in Dir!“ (Hl. Augustinus) Wir sind eingeladen, von dem Glück zu kosten, das uns das göttliche Leben gibt. Dieses lebendige Wasser, das uns aus der Seite Jesu geschenkt wurde, ist Sein Geist, der uns mit Gott vereint.
„Wer Durst hat, komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt. “ (Joh 7, 38)
Lobgesang: Jesaja 66, 10-14
„Freut euch mit Jerusalem, + jubelt in der Stadt alle, die ihr sie liebt. Seid fröhlich mit ihr alle, die ihr über sie traurig wart. Saugt euch satt an ihres Trostes vollen Brust, trinkt und labt euch an ihrem mütterlichen Reichtum! Denn so spricht der Herr: + Seht her: wie einem Strom leite ich den Frieden zu ihr und den Reichtum der Völker wie einen rauschenden Bach. + Ihre Kinder wird man auf den Armen tragen und auf den Knien schaukeln. + Wie eine Mutter ihren Sohn tröstet, so tröste ich euch. Ja, in Jerusalem findet ihr Trost. + Wenn ihr das seht, wird euer Herz sich freuen, und ihr werdet aufblühen wie frisches Gras.“
Gebet: Jesus, gib mir ein solches Vertrauen auf Dich, daß ich niemals zögere, zu Dir zu kommen, um das lebendige Wasser aus Deinem göttlichen Herzen zu schöpfen. Möge dieses Wasser Deine Macht der Liebe in mir entfalten. Bezeichne mein menschliches Leben mit diesem heiligen Wasser für immer! Möge Dein Heiliger Geist mich den unergründlichen Reichtum Deines Herzens entdecken lassen.
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ZWEITER TAG
Das Herz Jesu vertraut uns seine Mutter an
Betrachtung: Als Jesus am Kreuz angenagelt war, stieß Er einen Schrei aus zum himmlischen Vater, damit Er der Menschheit seine Verzeihung gewähre. Um uns die Größe seiner Bitte zu beweisen, gibt Er uns als Mutter die Frau, die Er am meisten liebt. „Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den Er liebte, sagte Er zu seiner Mutter: Frau, siehe, Dein Sohn! Dann sagte Er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter!“ (Joh 19, 26)
Das Herz der Jungfrau Maria war mit den gleichen Gefühlen erfüllt wie das Herz Jesu. Die Schmach und die Qualen, die man ihrem Sohn zugefügt hat, haben ihre Liebe nicht aufhalten können; und als sie Johannes als ihren Sohn annahm, nahm sie auch die ganze sündige Menschheit an. Sie ist in Wahrheit die Mutter der Barmherzigkeit, die die Sendung hat, bei Gott für uns einzutreten und uns zu ihrem Sohn zu führen, der Quelle der Barmherzigkeit.
„Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten.“ (Lk 1, 50)
Lobgesang Mariens (Lk 1): „Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, mei-nen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat Er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die Ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt Er mit seinen Gaben und läßt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen,
das Er unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Gebet: Liebe Gottesmutter, Du kennst alle Nachstellungen, Belastungen und Herausforderungen, die die Kinder Gottes heute ertragen müssen. Es gibt heute so viele Stimmen, die gegen uns auftreten, um uns von dem guten Weg abzubringen. Der Geist des Widerspruchs hört nicht auf, uns Gedanken einzuflößen, um die Verbindung zwischen uns und unserem Gott und Vater zu trennen. Der Unruhestifter ist am Werk, um uns auch aus der Gemeinschaft mit unseren Brüdern und Schwestern wegzuziehen, um so Zwietracht zu säen. Du, liebe Gottesmutter, Du Mutter der Barmherzigkeit, Du hast die Macht, der Schlange den Kopf zu zertreten. Sei Du meine Beschützerin und führe mich zu Deinem Sohn Jesus. Ich grüße Dich, Maria, in Deiner Unbefleckten Empfängnis zur Verherrlichung der Heiligsten Dreifaltigkeit.
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DRITTER TAG
Christus, der Auferstandene, schenkt uns den Geist Gottes
Betrachtung: Die erste österliche Gabe unseres Herrn nach der Vergebung unserer Sünden ist der Heilige Geist, der uns den wahren Frieden und das ewige Leben bringt. Als das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt, sein Opfer vollendet hatte, offenbarte Er sich am Abend des Ostertages den Seinen mit den Worten: „Der Friede sei mit euch!“ (Joh 20, 19) und „Empfanget den Heiligen Geist!“ (Joh 20, 22) Alle, die an Jesus glauben, können seinen Geist empfangen.
Die Liebe Jesu war so groß, daß Er gekommen ist, um der Welt den Frieden des Herzens wiederzugeben. „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.“ (Joh 14, 26-27)
Ganz erfüllt von der Freude des Heiligen Geistes, laßt uns Gott verherrlichen. (Halleluja)
Lobgesang: Ezechiel: 36, 24-28
„Ich hole euch heraus aus den Völkern, ich sammele euch aus allen Ländern und bringe euch in euer Land.
Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein.
Ich reinige euch von aller Unreinheit und von allen euren Götzen.
Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch.
Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, daß ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt.“
Herr, laß uns zu Dir zurückkehren, und wir werden zurückkommen. Erneuere für uns die Tage von ehedem.
Gebet: Du Geist Jesu, Du bist das lebendige Wasser, das mein Leben heil macht, damit ich reiche Frucht bringe. Erneuere in mir die Gaben meiner hl. Firmung. Erfülle mein Herz mit Deinen Früchten: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Demut, Hilfsbereitschaft, Güte, Vertrauen auf die anderen, Milde und Selbstbeherrschung. Möge doch Gott, mein Vater, durch meine Werke der Barmherzigkeit verherrlicht werden! Heiliger Geist, gib mir die Gnade, in Deiner vertrauten Nähe zu leben.
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