Autor Thema: DIE BARMHERZIGKEIT GOTTES ALS EINZIGES MITTEL ZUM WAHREN FRIEDEN IN DER WELT  (Gelesen 618099 mal)

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Die Vielfältigkeit der Begriffe von der Barmherzigkeit Gottes in der Heiligen Schrift verwundert viele. Sie fragen nach dem warum. Wir sehen darin den Willen Gottes den Menschen seine Barmherzigkeit zu erteilen und die Zuversicht an sie zu wecken. Gott will uns über sein innerstes Leben belehren. Er will von uns Verehrung seiner Barmherzigkeit und dass wir ihn in seinen Taten nachahmen
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KULT DER BARMHERZIGKEIT GOTTES



 Jesu Liebe zu uns ist göttlich und menschlich, weil er die menschliche und göttliche Natur besitzt. Daher kann man das heiligste Herz des Erlösers für das Symbol seiner dreifachen Liebe zu uns sehen: Göttlich, menschlich-geistlich und menschlich-gefühlvoll. Das Herz ist nicht formales Bild (Zeichen) sondern scheint nur eine Spur davon zu sein. Kein geschaffenes Bild vermag das wesentlich nämlich die grenzenlose, barmherzige Liebe darzustellen. Pius XII versucht dies in seiner Enzyklika "Haurietis apuas" vom 15. Mai 1456 auszudrücken.

Im Kult des heiligsten Herzen Jesu ehren wir neben seiner göttlichen, vor allem die menschliche Liebe zu uns. Er liebt das Elend - das ist Barmherzigkeit Gottes. Wir erkennen also im Kult nur die Spur der göttlichen Barmherzigkeit. Er befindet sich bloß im Bezug auf ihn. Im Kult der göttlichen Barmherzigkeit ist Blut und Wasser, strömend aus der offenen Seite des Erlösers am Kreuz, der nähere materielle Gegenstand. Blut und Wasser sind die Symbole der Kirche.
 (...) Sie fließen in der Kirche ständig in der Form von Gnade die z. B. die Seele reinigt (im Sakrament der Taufe und Buße) und ihr Leben gibt (Eucharistie). Der heilige Geist ist Spender von diesen Gnaden, die der Erlöser zuerst den Aposteln erteilte. (...) Formaler Gegenstand (ein Motiv) im Kult der Barmherzigkeit Gottes ist die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes in seinem Zuwenden der fallenden Menschen. Diese Liebe Gottes zu dem Menschen hat größere Bedeutung, weil sie nicht die Vollkommenheit Gottes lobt, sondern die mitleidende Liebe des Elends (des Menschen) heraushebt.

(...) Aus dem erwähnten lässt sich schließen, dass der Kult der Barmherzigkeit Gottes aus dem Kult des Herzens Jesu hervorgegangen ist. Sie waren vereint. Jetzt steht der Kult der Barmherzigkeit für sich allein und identifiziert sich nicht mehr mit dem Kult des Herzen Jesu. Er besitzt einen anderen Gegenstand sowie ein anderes Ziel. Der Kult bezieht sich auf alle drei Personen der Heiligen Dreifaltigkeit und nicht nur auf die göttliche zweite Person.
 Der Kult spricht mehr für den psychischen Zustand des heutigen Menschen, der mehr denn je die Zuversicht auf Gott braucht. "Jesus, ich vertraue auf Dich und durch Dich vertraue ich auf den Vater und den Heiligen Geist".

Die Andacht zur Barmherzigkeit Gottes aller Seelen wird vor allem im Sakrament der Buße beschert. Sie richtet sich auf die Verehrung des barmherzigsten Erlösers und nicht auf einen besonderen Zustand oder ein besonderes Geheimnis. Obwohl die Andacht individuell ist, lässt sie sich verallgemeinern. Unsere Verehrung wendet sich dann an die verehrte Person des Gott-Menschen. Das drückt das Stoßgebet aus: "Jesus, ich vertraue auf Dich." Das Gefühl der Sünde und des Elend im Menschen ruft eine Tugend der Zuversicht hervor die zugleich Grundlage unserer Rechtfertigung ist.



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ZUVERSICHT


Entscheidender Faktor um die Barmherzigkeit Gottes zu erlangen ist Zuversicht. Zuversicht ist das erwarten von Hilfe von jemandem. Es ist nicht die einzige Tugend. Sie setzt sich aus Hoffnung sowie einem Bestandteil der Tugenden Stärke und Großmütigkeit zusammen. Die aus dem Glauben herausfließende Zuversicht stärkt die Tugenden der Hoffnung und Liebe. Außerdem verbindet sie sich auf die eine oder andere Weise mit moralischen Tugenden. Sie ist deshalb eine Grundlage, bei der sich theologische mit moralischen Tugenden verbinden. Die moralischen Tugenden verwandeln sich von natürlichen in übernatürliche inwieweit wir sie mit der Zuversicht auf Gottes Hilfe praktizieren.

Wertvolle Zuversicht wie z. B. das Erwarten von Menschenhilfe kann große Triebkraft im Menschenleben sein. Es kann uns helfen, wenn wir uns an die Belagerungen von Chocim, Zbaraz und anderen Festungen erinnern. Dort hielten die Belagerten mit heldenhafter Ausdauer die schrecklichsten Angriffe des Feindes aus und ertrugen dabei alle Mängel nur weil sie Hilfe und Befreiung erwarteten. Die Erwartungen von Menschen bleiben oft versagt. Wer dagegen auf Gott vertraut, der wird niemals enttäuscht. "Der Frevler leidet viele Schmerzen, doch wer dem Herrn vertraut, den wird er mit seiner Huld umgeben". (Ps 32, 10)

(...) Bei der Abschiedsrede während des letzten Abendmahles sagte Jesus, dass Zuversicht die notwendige Bedingung sei, um die Hilfe der göttlichen Barmherzigkeit zu bekommen: "In der Welt wird man euch hart zusetzten, aber verliert nicht den Mut. Ich habe die Welt besiegt". Das sind die letzten Worte des Erlösers vor dem Leiden welche sein Lieblingsjünger notiert hat um alle Gläubigen an die Wichtigkeit der Zuversicht zu erinnern.

Warum wurde die Zuversicht so stark empfohlen? Weil sie eine Ehre für die Barmherzigkeit Gottes ist. Wer die Hilfe Gottes erwartet bekennt, dass dieser allmächtig und gut ist. Zudem glaubt er, dass Gott uns Hilfe geben will und geben kann, weil er barmherzig ist. "Nur einer ist gut, Gott" (Mk 10, 18) Wir sollen Gott in seiner Wahrheit kennen lernen, denn falsche Erkenntnis macht uns gleichgültig gegen Gott und hindert den erhalt der Gnaden, die er in seiner Barmherzigkeit verschenken will.

(...) Unser geistiges Leben hängt hauptsächlich davon ab, was wir für Vorstellungen von Gott haben. Es gibt zwischen Gott und uns fundamentale Beziehungen die sich auf unsere Natur beziehen. Es gibt aber auch Beziehungen die auf unsere Einstellung zu Gott, also von unseren Gottesvorstellungen abhängen. Wenn wir vom höchsten Herrn falschen Vorstellungen haben werden unsere Beziehungen zu Gott unrichtig und unsere Anstrengungen diese zu verbessern fruchtlos. Wenn wir von Gott eine ungenaue Vorstellung haben, werden in unserem Leben viele Fehler und Unvollkommenheiten auftreten. Wenn wir von Gott in unserer menschlichen Beschränktheit seine Wahrheit versuchen zu erkennen, entwickelt sich in unserer Seele mit Sicherheit Helligkeit und Licht.

Die Vorstellungen von Gott sind also Schlüssel zur Heiligkeit, der dieses Verhalten zwischen Gott und uns reguliert. Gott hat uns als eigene Kinder angenommen, oft verhalten wir uns in unserem Leben nicht wie Kinder Gottes. Wir zeigen in unserem Verhalten oft nicht, dass wir Kinder Gottes sind und mangelnde Zuversicht verhindert das Wirken Gottes. Das ist wie eine dunkle Wolke, die das durchscheinen der Sonnenstrahlen verhindert oder ein Damm, der das Wasser nicht durchsickern lässt.

(...) Nichts bringt der göttlichen Allmacht mehr Ehre wie das vertrauen in ihn. Damit unsere Zuversicht nie versagt, soll sie sich mit entsprechenden Eigenschaften auszeichnen, die uns der König der Barmherzigkeit selbst hingewiesen hat. (...) Aus Rücksicht auf Gott soll die Zuversicht übernatürlich, rein, stark und standhaft sein. Vor allem soll die Zuversicht aus der Gnade Gottes strömen und sich auf Gott stützen. (...) Wenn wir Gott vertrauen, dürfen wir uns selbst sowie unseren Talenten, unserer Klugheit und eigenen Stärke nicht zu sehr vertrauen, weil Gott uns sonst seine Hilfe versagt und uns eigene Unfähigkeit und Schwachheit erfahren lässt.

In Glaubensdingen sollten wir nicht auf uns selbst vertrauen oder die Überzeugung haben, dass wir Gottes Absichten verletzen oder zunichte machen könnten. (...) Wenn wir Gott vertrauen sollen wir uns nicht auf menschliche Maßstäbe stützen, denn die größten Kräfte und Schätze der Welt helfen nicht, wenn Gott nicht dahinter steht. Man soll notwendige Maßnahmen wählen, sich aber nicht ausschließlich darauf stützen sondern die ganze Zuversicht in Gott legen. Vertrauen auf Gott motiviert uns zu fleißiger Arbeit in kleinsten Dingen und schützt zugleich vor der Unruhe mancher Menschen. Sich nur auf Gott zu verlassen ohne eigen Mithilfe ist dagegen Faulheit.

Die Zuversicht auf Gott soll stark und standhaft, ohne Zweifel und Schwäche sein.
 So eine Zuversicht hatte Abraham als er seinen Sohn opfern wollte. Auch Märtyrer hatten diese Zuversicht. Den Aposteln fehlte diese Tugend in der Gewitterzeit, deshalb machte Jesus ihnen den Vorwurf: "Warum habt ihr solche Angst? Ihr habt zu wenig vertrauen"! (Mt8, 26).Wenn man starkes Vertrauen hat, soll man sich vor Kleinmütigkeit und Vermessenheit hüten. Die Kleinmütigkeit ist eine der gemeinsten aller Versuchungen. Wenn wir den Mut zum Fortschritt im Guten verlieren, fallen wir schnell in einen Abgrund kleiner Verbrechen.
 Die Vermessenheit führt uns in Versuchung, mit dem Vorwand, dass Gott uns sowieso rettet.

Die Zuversicht soll mit Furcht verbunden sein, die Folge der Erkenntnis unseres Elendes ist. Ohne diese Furcht wird die Zuversicht eine Einbildung und Furcht ohne Zuversicht wird Kleinmütigkeit. Aus Furcht mit Vertrauen wächst Demut und Stärke die sich zu Demut und Bescheidenheit weiterentwickeln. Damit ein Segelboot schwimmen kann, braucht es Wind und ein bestimmtes Gewicht um beim eintauchen ins Wasser nicht ins kentern zu geraten. Auch wir brauchen den Wind des Vertrauens und das Gewicht der Furcht. (Ps 146, 11)

Die Zuversicht soll mit der Sehnsucht verbunden werden, also mit dem Verlangen,
 die Versprechen Gottes zu sehen und sich einst mit dem geliebten Erlöser zu verbinden. (...) Die Sehnsucht nach Gott soll mit seinem Willen übereinstimmen, nicht nur im Gefühl sondern auch im Willen demütig sein. Der Wille soll uns zu ständiger Arbeit und absoluter Aufopferung für Gott motivieren. Die Sehnsucht voller Vertrauen soll man auf ehrliche Buße für begangene Sünden annehmen, weil man ansonsten einer Täuschung unterlegen wäre. "Wer dem Herrn vertraut, wird seine Güte erfahren" (Ps 31, 10). Wenn das Schiff durch ein schweres Gewitter Mast, Leine und Steuer verliert und die hohen Wellen es auf einen Felsen treiben und ihm zudem der Schiffbruch droht, suchen die Seemänner im letzten Maße Zuflucht indem sie den Anker hinunter lassen, der das Schiff aufhält und so ein Schiffbruch vermieden wird. So ein Anker ist für uns das Vertrauen in Gott und seine Hilfe.

(...) Doch Segen soll über alle kommen, die allein auf mich, den Herrn ihr vertrauen setzen! Sie sind wie Bäume, die am Wasser stehen und ihre Wurzeln zum Bach hin ausstrecken. Sie fürchten nicht die glühende Hitze. Ihr Laub bleibt grün und frisch. Selbst wenn der Regen ausbleibt, leiden sie keine Not. Nie hören sie auf, Frucht zu tragen". (Jo 17, 7-8).

Vor allem die Zuversicht, die Ehre der Barmherzigkeit Gottes ist, gibt dem Vertrauenden Stärke und Kraft um größte Schwierigkeiten zu überwinden. (...) Das Vertrauen auf Gott beseitigt alle Traurigkeit und Niedergeschlagenheit und füllt die Seele mit großer Freude; sogar in schwierigsten Lebensumständen. (...) Die Zuversicht der Allmacht Gottes wirkt Wunder. (...) Die Zuversicht gibt innerlichen Frieden, welchen die Welt nicht geben kann.

Die Zuversicht ebnet den Weg für alle Tugenden. Es gibt eine Legende in der alle Tugenden beschlossen haben, die mit zahlreichen Verbrechen befleckte Erde zu verlassen und zum Himmel zurückzukehren. Als sie sich der Himmelspforte genähert haben ließ der Pförtner sie alle - bis auf die Zuversicht ein. Sie sollte auf der Erde bleiben, damit die in so viele Versuchungen und Leiden verwickelten Menschen nicht in Verzweiflung geraten. Das ist der Grund warum die Zuversicht zurückkehren musste und alle anderen Tugenden mitgenommen hat. Die Zuversicht tröstet besonders den sterbenden Menschen, denn im letzten Moment erinnert er sich an alle Sünden seines ganzen Lebens, die ihn zur Verzweiflung führen. Deshalb soll man den Sterbenden Vertrauen geben, auf das nicht mehr entfernte Vaterland hinweisen, wo der König der Barmherzigkeit mit Freude die auf seine Barmherzigkeit vertrauenden erwartet. Die Zuversicht versichert die Belohnung nach dem Tod, wie zahlreiche Beispiele der Heiligen beweisen.

Der sterbende Verbrecher auf dem Kreuz neben Jesus wandte sich im letzten Moment seines Lebens vertrauensvoll an Jesus und hörte die glückliche Verheißung aus Jesu Mund:
"Ich versichere dir, noch heute wirst du mit mir im Paradies sein". (...) "Unglücklich ist der Mensch, der auf andere Menschen vertraut und sich auf sterbliches Fleisch stützt und dessen Herz vom Herrn abfällt. Er wird wie Unkraut im Urwald sein und nicht sehen, wenn das Gute kommt..." (Jr 17, 5-6)
 Das Bild der heutigen Welt sieht so aus. Man vertraut auf eigene Klugheit, Kraft
 und Erfindungen die den Menschen nicht glücklich machen sondern Selbstvernichtung provozieren. Erfindungen sind eine gute Sache und gemäß dem Willen Gottes, der einst die Worte sprach: "Macht euch die Erde untertan". Man darf aber nicht ausschließlich dem eigenen Verstand vertrauen und dadurch auf die Ehre und das dem Schöpfer zustehende Vertrauen vergessen.

(...) Menschliches Misstrauen zu Gott ist ein unsinniges und grundloses Missverständnis, dass dadurch entsteht, dass wir Gott für unsere Fehler und Unvollkommenheiten verantwortlich machen. Wir transportieren unser Verhalten auf Gott und stellen ihn uns darum veränderlich, launisch, roh und besorgt vor. In dieser Verhaltensweise beleidigen wir Gott und tun uns selbst großes Unrecht. Wie würde das ausgehen, wenn der Lenker unseres Schicksals tatsächlich so launisch, rachsüchtig und aufbrausend wäre, wie wir ihn uns manchmal vorstellen. Unsere falschen Gottesvorstellungen und das Abschieben unserer Fehler auf ihn ist das Ergebnis unserer eigenen Schwäche, Traurigkeit, unserer Furcht und inneren Unruhe.

Die Zuversicht kann mit einer vom Himmel hängenden Kette verglichen werden an der wir unsere Seelen festhalten. Gottes Hand hebt die Kette empor und greift die sich daran festhaltenden. (...) Lasst uns also diese Kette während des Gebets ergreifen, wie der Blinde aus Jericho, der neben dem Weg saß und rief: "Jesus, Davids Sohn, erbarme dich meiner". Lasst uns au Gott vertrauen in gegenwärtigen und ewigen Bedürfnissen, im Leiden, in Gefahr und Einsamkeit. Lasst uns auf ihn vertrauen, auch wenn uns vorkommt von Gott verlassen zu sein, wenn er uns seinen Trost verwehrt, uns nicht erhört und uns mit schweren Kreuzen belastet. Dann soll man besonders auf Gott vertrauen, denn das ist eine Probe - und Erfahrungszeit, die jede Seele durchleben muss.

Heiliger Geist, gib mir die Gnade der unerschütterlichen Zuversicht in die Verdienste des Herrn und Zuversicht in die Annahme meiner Schwächen.

Wenn Armut an die Tür meines Hauses klopft: "Jesus, ich vertraue auf dich".
 Wenn mich Krankheit oder Behinderung verfolgen: "Jesus, ich vertraue
 auf dich".  Wenn mich die Welt verstoßt und mit Hass verfolgt: "Jesus, ich vertraue auf dich".
 Wenn ich verleumdet werde und Bitterkeit mich durchtränkt: "Jesus, ich vertraue auf dich". Wenn mich Freunde verlassen und in Wort und Tat verletzen: "Jesus, ich vertraue auf dich".

Geist der Liebe und der Barmherzigkeit, sei mir Zuflicht, süßer Trost und gütige Hoffnung, dass ich in schwierigsten Umständen meines Lebens nicht aufhöre auf dich zu vertrauen".
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TUGEND DER BARMHERZIGKEIT

DIE PFLICHT BARMHERZIGKEIT AUSZUÜBEN



 Die Tugend der Barmherzigkeit ist eine Bruderschaft zwischen dem Menschen und einer gefühlvollen Mutter, die alle Leiden lindert und tröstet. Das ist das Bild der göttlichen Vorsehung, deren Augen offen für alle Bedürfnasse sind, vor allem für das Bild der Vermittlung des Barmherzigen Vaters. "Werdet barmherzig so wie euer Vater barmherzig ist". (Lk 6,36)

Wir sollen verstehen dass diese Tugend nicht nur Ratschlag, sondern eine strenge Pflicht für jeden Christen ist. Viele Menschen haben falsche Vorstellungen von Barmherzigkeit und denken dass sie durch das Wirken barmherziger Taten Opfer vollbringen, die von ihrem Willen und ihrem guten Herzen abhängen. Dies ist jedoch ganz anders. Barmherzigkeit ist nicht nur Ratschlag an den man sich anpassen muss. Mann kann ihn auch nicht unterlassen ohne gesündigt zu haben. Barmherzigkeit ist Recht und Pflicht. Vom erfüllen dieser Pflicht kann sich niemand entziehen. Dies entnehmen wir aus der heiligen Schrift, aus unserem Verstand und aus den Beziehungen zu unseren Mitmenschen. Schon im Alten Testament war dies eine Verpflichtung für alle. "Es wird in euerem Land immer Arme geben, deshalb befehle ich euch: Unterstützt eure Armen und Not leidenden Brüder"! (Deut 15,11).

(...) Der Erlöser fordert von uns Barmherzigkeit. Beim letzten Gericht steht geschrieben, dass aus dem Mund des Richters folgendes Urteil kommt: "Geht mir aus den Augen, Gott hat euch verflucht! Fort mit euch in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel vorbereitet ist"! (Mt 25,41).
 (...) Als einzige Ursache erwähnt er Mangel an barmherzigen Taten für die Nächsten: "Denn ich war hungrig, aber ihr habt mir nichts zu essen gegeben. Ich war durstig, aber ihr habt mir nichts zu trinken gegeben. Ich war fremd, aber ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich war nacht, aber ihr habt mir nichts zum anziehen gegeben. Ich war krank und im Gefängnis, aber ihr habt euch nicht um mich gekümmert...".

"Was ihr an einem von meinen geringsten Brüdern zu tun versäumt habt, das habt ihr an mir versäumt" (Mt 25, 42-45). Nach diesen Worten des Herrn Jesus, muss man nicht beweisen, Dass Tugend der Barmherzigkeit Pflicht ist, denn der gerechte Gott kann nicht dafür bestrafen, was nicht geboten ist.
 (...) Zahlreiche Fragmente der Heiligen Schrift sprechen von einer irdischen Belohnung für die gegenüber den Nächsten gezeigte Barmherzigkeit. "Bedürftigen helfen heißt, Gott etwas leihen, der wird es voll zurückerstatten" (Sprichwörter 14, 17). (...) Größeren Segen und Gnaden verspricht Jesus den Barmherzigen: "Schenkt, dann wird Gott euch schenken... Darum gebraucht anderen gegenüber ein reichliches Maß, denn Gott wird bei euch dasselbe Maß verwenden" (Lk 6, 38).

(...) Die Belohnung für die Barmherzigkeit endet nicht mit irdischen Dingen. Viel kostbarer sind die geistlichen Güter, mit welchen Gott diese Tugend belohnt und diese in folgende Worte fasst. Vergebung und Gnade bei Gott. Das ist höchste Güte, kostbarster Schatz, leicht zu finden teuerste Perle, wenn man Barmherzigkeit Nächsten gegenüber praktiziert. Wenn jemand das Unglück hatte im Glauben zu fallen oder sich wie ein Blinder im Leben zu verirren, soll er barmherzig sein um auf diesem Weg das verlorene Himmelslicht wieder zu finden. Wenn jemand noch nicht zur Erkenntnis der göttlichen Barmherzigkeit gekommen ist, soll er anfangen die Barmherzigkeit seinen Nächsten gegenüber zu praktizieren und mit Sicherheit erfüllen sich auch bei ihm die Worte des Erlösers: "Freuen dürfen sich alle die barmherzig sind - Gott wird auch mit ihnen barmherzig sein" (Mt 5,7).
 (...) Die Tugend der Barmherzigkeit erbittet uns Gnade und Licht, läutert uns von Sünden, bringt uns zum Sakrament der Buße und rettet die Seele vom Tod (ewiger Verdammnis). "Almosen rettet von allen Sünden und vorm Tod und erlaubt der Seele nicht zur Finsternis zu gehen" (Tb 411).

(...) Um die ewige Belohnung für die barmherzigen Taten zu erhalten, müssen diese gewisse Bedingungen erfüllen. Sie müssen in reiner Absicht gemacht werden, freiwillig, gerne, ständig und ohne Rücksicht darauf, für wen wir diese Taten tun.

(...) Was für eine große Ehre ist es Gott auf Erden im barmherzigen Dienst in Brüdern und Schwestern zu sehen, Nächste aus dem Elend ihrer physischen und moralischen Mängel zu retten.
 (...) Was für ein Glück für uns, dass uns Gott auf so einfache Art und Weise für unsere Sünde abbüßen lässt, um die ewige Belohnung zu verdienen".





 "Das Evangelium besteht nicht auf Verkünden,
 dass die Sünder gut sein sollen,
 aber dass Gott für die Sünder gut ist" (Pr. Michael Sopocko).
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MEINE ERINNERUNGEN AN DIE SCHWESTER FAUSTINA

Bialystok 27.01.1948.
 Auf dem Original unterschrieben:
 /-/ Pr. Michael Sopocko der Beichtvater von Schwester Faustina


 


 Es gibt Wahrheiten, die man kennt, von denen man oft hört und spricht, sie aber nicht versteht. Bei mir war dies so, als es um die Wahrheit der Barmherzigkeit Gottes ging. So viele Male erinnerte ich an diese Wahrheit der Barmherzigkeit Gottes in Predigten, dachte während Exerzitien über sie nach, wiederholte sie in den Gebeten der Kirche - vor allem in den Psalmen - aber ich verstand die Bedeutung dieser Wahrheit nicht, auch konnte ich nicht in ihren Inhalt eindringen, dass sie die bedeutendste Eigenschaft Gottes ist.
 Es brauchte die einfache Ordensfrau Sr. Faustina aus der Gemeinschaft der Schwestern
 der Muttergottes der Barmherzigkeit, die mit mir, geführt durch ihre Intuition, davon sprach und immer wieder kurz und häufig daran erinnerte. Dies weckte in mir das Verlangen,
 über dieses Thema der Barmherzigkeit Gottes nachzuforschen, zu studieren und über diese Wahrheit nachzudenken.


 Ich lernte Sr. Faustina im Sommer (im Juli oder August 1933) als Pönitentin in der Ordensgemeinschaft der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit in Vilnius (Senatorska-Strasse 25) kennen; dort war ich damals ein einfacher Beichtvater.
 Sie lenkte meine Aufmerksamkeit durch eine ungewöhnliche Feinheit ihres Gewissens
 und durch eine strenge Vereinigung mit Gott auf sich. Meistens gab es keine Materie zur Vergebung und nie beleidigte sie Gott durch eine schwere Sünde.
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Schon am Anfang erklärte sie mir, dass sie mich seit langem von einer Vision her kenne
 und dass ich ihr geistlicher Leiter sein würde und mir irgendwelche Pläne Gottes, die durch sie gegeben sein werden, verwirklichen müsse. Ich ließ diese Erzählung unbeachtet und unterwarf sie einer Prüfung, welche dazu führte, dass sie mit der Erlaubnis der Oberin einen anderen Beichtvater zu suchen anfing. Nach einiger Zeit kam sie wieder und erklärte, dass sie alles ertragen würde, aber dass sie von mir nicht mehr weg ginge. Ich kann hier nicht alle Einzelheiten unseres Gesprächs erzählen weil ich ihr nachher verbot über ihre Erlebnisse in der Beichte zu erzählen. Dieses Gespräch ist teilweise im Tagebuch, das sie auf meine Empfehlung hin geschrieben hat, enthalten.


 Als ich Sr. Faustina näher kennen lernte, stellte ich fest, dass die Gaben des Heiligen Geistes in ihr geheim wirkten, jedoch in einigen Situationen offen erschienen. Der Geist der in ihr wirkte hat nicht nur Anstürme der Liebe sondern auch heroische Opferakte sowie Verleumdungen ihrer selbst bewirkt. Besonders oft kam es vor, dass Sr. Faustina die Gaben der Einsicht, des Verstandes und der Klugheit erteilt worden waren, dank derer sie die Kleinheit der weltlichen Sachen und die Wichtigkeit des Leidens und der Demütigungen klar erkannte. Sie lernte die Eigenschaften Gottes, vor allem Seine unendliche Barmherzigkeit, direkt kennen. Wieder einmal schaute sie das unzugängliche, beglückende Licht aus dem die Gestalt Christus aufrecht gehend erschien. Er segnete die Welt mit der rechten Hand und mit der linken Hand hielt Er sein Gewand in der Nähe seines Herzens erhoben. Aus dem erhobenen Gewand strömten zwei Strahlen in den Farben weiß und rot hervor. Sr. Faustina hatte solche Visionen, bei denen sie auch außergewöhnliche Worte hörte, des Öfteren.


 Ich befürchtete dies wäre eine Sinnestäuschung, eine Halluzination oder gar eine Einbildung der Sr. Faustina, deswegen wandte ich mich an die Oberin Mutter Irena. Sie sollte mich nicht nur über Sr. Faustina informieren, sondern auch über den Ruf den diese sich in der Ordensgemeinschaft und auch unter ihren Mitschwestern machte. Ich bat auch darum, ihre psychische und physische Gesundheit überprüfen zu lassen. Nachdem ich eine in jeder Hinsicht anerkennende Äußerung über sie bekam wartete ich weiter. Teilweise glaubte ich selbst nicht. Ich überlegte, betete und forschte und bat auch einige gebildete Priester um Rat, ohne zu offenbaren worum und um wen es eigentlich ging.


Es ging um die Verwirklichung der Forderungen von Jesus Christus, ein Bild zu malen welches Sr. Faustina sah, sowie das Fest der Barmherzigkeit Gottes am ersten Sonntag nach Ostern einzuführen. Es war mehr die Neugier die mich führte als der Glaube an die Echtheit dieser Vision der Sr. Faustina und ich beschloss dieses Bild malen zu lassen. Ich verständigte mich mit dem Künstler Eugeniusz Kazimirowski der im selben Haus wie ich wohnte. Dieser begann gegen eine bestimmte Geldsumme mit dem Malen. Die Oberin der Sr. Faustina erlaubte dieser zweimal in der Woche den Kunstmaler zu besuchen, damit sie ihm diktieren könne wie das Bild auszusehen haben solle.


 Die Arbeit dauerte einige Monate und endlich im Juni oder Juli 1934 war das Bild fertig.
 Sr. Faustina beschwerte sich, dass das Bild nicht so schön sei wie sie es gesehen habe.
 Jesus selbst beruhigte sie und sagte: “Ich überreiche den Menschen ein Gefäß, mit dem sie zu Mir um Gnaden kommen sollen. Dieses Gefäß ist das Bild mit der Unterschrift Jesus,
 ich vertraue auf Dich”. (siehe Das Bild)


 Anfangs konnte Sr. Faustina nicht erklären was die Strahlen auf dem Bild zu bedeuten haben. Aber nach einigen Tagen sagte sie, dass Jesus sie während des Gebetes erleuchtet hätte.
“Die zwei Strahlen auf dem Bild symbolisieren Blut und Wasser. Der blasse Strahl bedeutet Wasser, das die Seelen rechtfertigt; der rote Strahl bedeutet Blut, welches das Leben der Seelen ist. Diese zwei Strahlen drangen aus den Tiefen Meiner Barmherzigkeit damals, als Mein sterbendes Herz am Kreuz mit der Lanze geöffnet wurde(…). Glücklich, wer in ihren Schatten leben wird, denn der gerechte Arm Gottes wird ihn nicht erreichen(…) Ich verspreche, dass die Seele, die dieses Bild verehrt, nicht verloren geht. Ich verspreche auch, schon hier auf Erden, den Sieg über Feinde, besonders in der Stunde des Todes. Ich selbst werde die Seele verteidigen wie meine Ehre.(…) Ich wünsche ein Fest der Barmherzigkeit. (…) Die Seele, die beichtet und die heilige Kommunion empfängt, erhält vollkommene Vergebung der Schulden und der Strafen(…) Die Menschheit wird keinen Frieden finden, solange sie sich nicht mit Vertrauen an Meine Barmherzigkeit wendet”.


Dieses Bild war neuen Inhaltes, deswegen ließ ich es in der Kirche ohne Erlaubnis des Bischofs nicht hängen. Ich schämte mich ihn darum zu bitten und erst recht von seinen Ursprüngen zu erzählen. Aus diesem Grund platzierte ich es in einem dunklen Gang neben der Kirch zum Hl. Michael (in dem Kloster der Bernhardinerinnen), in der ich damals zum Rektor ernannt worden war. Sr. Faustina sagte mir die Schwierigkeiten voraus die während des Aufenthaltes des Bildes neben dieser Kirche auftreten werden und tatsächlich ließen diese Ereignisse nicht lange auf sich warten.


 Sr. Faustina forderte, dass ich das Bild um jeden Preis in der Kirche unterbringen solle,
 ich aber beeilte mich nicht. In der Karwoche 1935 offenbarte sie mir endlich, dass Jesus
 fordere dieses Bild im Tor der Morgenröte (Ausros Vartai) für drei Tage zum Abschluss
 des Jubiläumsjahres der Welterlösung unterzubringen. Dieser letzte Tag würde auf das vorhergesehene Fest, auf den weißen Sonntag fallen. Kurz darauf erfuhr ich, dass der Pfarrer des Tors der Morgenröte (Ausros Vartai), Kanonik St. Zawadzki mich darum bat die Predigt zu halten. Unter der Bedingung, dass jenes Bild in dem Fenster des Kreuzganges als Dekoration untergebracht werden würde, sagte ich zu. Das Bild sah dort eindrucksvoll
 aus und zog mehr Aufmerksamkeit auf sich als das Bild der Muttergottes.


 Nach der Andacht wurde das Bild auf seinen alten Platz im Verborgenen zurückgebracht
 wo es noch für zwei weiter Jahre blieb. Am 01.04.1937 bat ich den Erzbischof von Vilnius
 um Erlaubnis, dass Bild in der Kirche zum Heiligen Michael, in der ich damals noch Rektor war, aushängen zu dürfen. Dieser erwiderte mir, dass er darüber alleine nicht entscheiden wolle. Er veranlasste die Beschauung des Bildes. Es wurde eine Kommission von Priester Adam Sawicki, Kanzler der Metropolitkurie organisiert.
 Der Kanzler veranlasste das Bild am 2. April in der Sakristei der Michaelskirche aushängen zu lassen, denn er wusste die Uhrzeit nicht an dem das Bild beschaut werden sollte. Ich war mit der Arbeit im Priesterseminar und an der Universität sehr beschäftigt, deswegen wusste ich nicht in welchem Personalbestand jene Kommission anwesend war. Am 3. April 1937 benachrichtigte mich der Erzbischof von Vilnius, dass er die genauen Informationen über dieses Bild habe und somit die Erlaubnis gäbe es zu weihen und aufzuhängen. Bedingungen waren jedoch, dass das Bild nicht im Altar ausgehangen und über seine Herkunft nicht gesprochen werden dürfe.


 Das Bild wurde an diesem Tag geweiht und neben dem großen Altar ausgehängt.
 Für Fronleichnamsprozessionen wurde es mehrmals in die Pfarrei des Heiligen Franziskus gebracht (neben den Bernhardinerinnen) um dort an dem zugewiesenen Altar ausgestellt
 zu werden. Am 28.12.1940 wurde das Bild durch die Bernhardinerinnen verlegt wodurch
 es etwas beschädigt wurde. Als die Bernhardinnerinnen durch die deutschen Behörden 1942 arretiert wurden kehrte das Bild an den alten Platz neben dem großen Altar in der Kirche zum Heiligen Michael zurück. Bis heute blieb es dort. Gläubige schmückten es mit zahlreichen Weihgeschenken und erwiesen dem Bild große Verehrung.


 Sr. Faustina erzählte mir einige Tage nach dem Triduum im Tor der Morgenröte (Ausros Vartai) ihre Erfahrungen bezüglich des Festes. Diese sind auch ausführlich in ihrem Tagebuch beschrieben worden. Am 12. Mai sah sie im Geist den sterbenden und schrecklich leidenden Marschall Pilsudski. Jesus selber wollte ihr das zeigen und sagte: “Sieh an auf welche Weise die Größe dieser Welt endet”. Danach sah sie das Urteil über ihn und als ich gefragt habe wie es ausgegangen sei, antwortete sie: “Es scheint so, dass die Barmherzigkeit Gottes dank der Fürsprache der Muttergottes siegte”.


Die durch Sr. Faustina vorausgesagten Schwierigkeiten fingen bald an, (im Zusammenhang mit meinem Aufenthalt in der Kirche zum Heiligen Michael) sie wurden immer größer und im Januar 1936 erreichten sie schließlich ihren Höhepunkt.
 Über diese Schwierigkeiten erzählte ich fast niemandem. An einem besonders kritischen
 Tag bat ich Sr. Faustina um ihr Gebet. Zum großen Erstaunen zerplatzten an diesem Tag
 alle meine Schwierigkeiten wie eine Seifenblase. Sr. Faustina erzählte mir, dass sie alle
 meine Leiden auf sich nahm und an diesem Tag so viel von ihnen erlebte wie nie in ihrem Leben zuvor. Als sie Jesus um Hilfe bat hörte sie folgende Worte: “Du hast es selbst unternommen, für ihn zu leiden und schreckst jetzt davor zurück? Ich habe nur einen Teil seiner Leiden auf dich zugelassen”. Dann erzählte sie mir mit großer Deutlichkeit die Ursache meiner Schwierigkeiten die ihr außergewöhnlich mitgeteilt worden sind. Die Genauigkeit war auffallend, denn eigentlich konnte sie über Einzelheiten nichts wissen. Ähnliche Zufälle gab es viele.


 Mitte April 1936 fuhr Sr. Faustina infolge der Verordnung der Generaloberin nach Walendow und dann nach Krakau. Ich dachte ernsthafter über die Idee der Barmherzigkeit Gottes nach und begann bei den Kirchenvätern nach einer Bestätigung dafür zu suchen, dass sie die größte Eigenschaft Gottes ist. Bei den neuen Theologen fand ich zu diesem Thema nichts. Mit großer Freude fand ich ähnliche Worte bei dem Hl. Fulgencjusz und dem Hl. Indelfons, vor allem beim Hl. Tomas und beim Hl. Augustinus wurde ich fündig. Letzterer schrieb bei den Kommentierungen der Psalmen ausführlich über die Barmherzigkeit Gottes und bezeichnete sie als die größte Eigenschaft Gottes. Alsdann zweifelte ich nicht mehr an den außergewöhnlichen Offenbarungen der Sr. Faustina und ich begann von Zeit zu Zeit Aufsätze in den theologischen Zeitschriften zum Thema Barmherzigkeit Gottes erscheinen zu lassen. Ich begründete verstandesgemäß und liturgisch, dass ein solches Fest der Barmherzigkeit Gottes am ersten Sonntag nach Ostern nötig sei.


 Im Juni 1936 gab ich in Vilnius eine erste Broschüre “Die Barmherzigkeit Gottes” mit dem Bildchen vom Barmherzigen Christus auf der Vorderseite aus. Diese erste Publikation schickte ich vor allem den Bischöfen zu, die auf der Konferenz des Episkopats Tschenstochau versammelt waren. Ich erhielt jedoch keine Antwort von ihnen. Im Jahre 1937 gab ich in Posen eine zweite Broschüre “Die Barmherzigkeit Gottes in der Liturgie” aus worauf ich ihre Rezension in einigen theologischen Zeitschriften fand. Im Allgemeinen waren sie wohlwollend. Ich inserierte auch einige Artikel in den Tageblättern von Vilnius aber nirgendwo veröffentlichte ich, das Sr. Faustina die “Causa Movens” gewesen war.


 Im August 1937 besuchte ich Sr. Faustina in Lagiewniki. Bei diesem Besuch fand ich in ihrem Tagebuch die Novene zur Barmherzigkeit Gottes die mir sehr gefiel. Als ich sie fragte, woher sie diese Novene habe, sagte sie mir, dass Jesus selbst ihr sie diktiert habe. Schon früher lernte ihr Jesus den Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit und andere Gebete. Ich beschloss sie zu publizieren. Aufgrund einiger Ausdrücke, die in diesem Gebet verwendet worden waren, bildete ich die Litanei zur Barmherzigkeit Gottes. Zusammen mit dem Rosenkranzgebet und der Novene wendete ich mich an Herrn Cebulski (Krakau, Szewska-Strasse 22) um die Imprimatur von der Kurie in Krakau zu bekommen, und zusammen mit dem Barmherzigen Jesus Bild auf der Vorderseite drucken zu lassen.


 Die Kurie in Krakau gab dem Werk die Imprimatur Nr. 671 und im Oktober konnte die Novene mit dem Rosenkranz und der Litanei in den Buchhandlungen gekauft werden. 1939 brachte ich einige dieser Bildchen und Novenen nach Vilnius und als der 2. Weltkrieg begann und die Truppen der UdSSR (19.09.1939) eintraten bat ich den Erzbischof von Vilnius um Erlaubnis die Soldanten mit einer Information über die Herkunft des Bildes zu kolportieren, wofür ich seine mündliche Zusage bekam. Damals begann ich den privaten Kult dieses Bildes (wofür ich auch eine mündliche Zusage bekam) und die durch Sr. Faustina in Krakau gebildeten Gebete zu verbreiten.


 Nach dem ausgehen der Krakauer Auflage war ich gezwungen diese Gebete an der Schreibmaschine zu vervielfältigen. Aufgrund des großen Bedarfes konnte ich nicht nachkommen. Ich bat die Metropolitkurie in Vilnius einen Nachdruck machen zu lassen
 und auf der ersten Seite die Erklärung des Inhaltes des Bildes anzugeben. Am 06.02.1940 bekam ich die Zusage mit der Nr. 35 mit der Unterschrift des Zensors Priester Prälat Zebrowski Leon, des Bischofs Sufragan Kazimierz Michalkiewicz und des Kuriennotars Priester J. Ostrewko. Weil ich nicht wusste ob und wer die Imprimatur unterschreiben wird, sprach ich nicht mit dem Bischof Sufragan darüber. Dieser verstarb einige Wochen später. Priester Prälat Zebrowski machte als Zensor eine stilistische Korrektur des in Krakau ausgegebenen Textes. Die Gesamtheit der Gläubiger bevorzugte diesen Text ohne Änderung zu lassen. Mit der Zusage des Zensors wandte ich mich noch einmal an die Kurie (schon nach dem Sterben des Bischofs Sufragan) um diese Gebete ohne Änderung genehmigen zu lassen. Priester Notar J. Ostrewko gab die Angabe dem Metropoliten weiter und sagte, dass ich die Unterschrift des Bischofs ausnütze, was ich auch tat. Später sagte man, dass ich diese Unterschrift hinterlistig bekommen hätte.


 Noch in Vilnius erzählte Sr. Faustina, dass sie den Wunsch verspüre die Ordensgemeinschaft der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit zu verlassen und eine neue Ordensgemeinschaft zu gründen. Ich hielt dies für eine Versuchung und riet ihr diese nicht ernst zu nehmen. Später in Briefen aus Krakau schrieb sie erneut über dieses Bedürfnis. Von ihrem neuen Beichtvater und der Generalmutter erhielt sie die Zusage unter der Bedingung meiner Zustimmung. Ich fürchtete mich vor der Verantwortung und gab die Zustimmung unter der Bedingung, dass der Beichtvater aus Krakau und die Generalmutter den Austritt nicht erlauben, sondern befehlen. Einen solchen Befehl erhielt Sr. Faustina nie.
 Sie beruhigte sich und blieb in dieser Ordensgemeinschaft bis zu ihrem Tod.


 Im Jahre 1938 kam ich Mitte September zur theologischen Tagung nach Krakau.
 Ich fand Sr. Faustina im Krankenhaus in Prudnik vor. Sie hatte bereits die Letzte Wegzehrung empfangen. Bei meinem Besuch sprach ich u.a. mit ihr über die Gründung einer neuen Ordensgemeinschaft. Sie selbst wollte eine neue Ordensgemeinschaft gründen und lag nun auf dem Sterbebett. Vielleicht war dies ein Irrtum, waren meine Gedanken, wie alles, worüber sie berichtet hatte. Sr. Faustina versprach mir, über meine Zweifel mit Jesus im Gebet zu sprechen. Am nächsten Tag zelebrierte ich eine Heilige Messe in der Intention von Sr. Faustina. In dieser Heiligen Messe durchströmten mich folgende Gedanken:
 Wie Sr. Faustina das Bild nicht selbst malen konnte, sondern nur Hinweise zu dessen Gestaltung gab, so ist sie wohl auch nicht in der Lage, mit eigener Hand eine neue Ordensgemeinschaft zu gründen. Sie hat lediglich einen allgemeinen Rahmen
 für diese angegeben.


 Als ich erneut zum Krankenhaus kam und sie darüber fragte ob sie mir über diese Sache
 zu etwas zu sagen hätte antwortete sie mir, dass sie nichts zu sagen brauche weil Jesus selbst dies während der Hl. Messe schon getan habe. Später sagte sie, dass ich mich vor allem um das Fest der Barmherzigkeit Gottes am ersten Sonntag nach Ostern bemühen soll und dass ich mich in Bezug der neuen Ordensgemeinschaft nicht allzu sehr beschäftigen soll, denn an Zeichen werde ich erkennen, was ich in dieser Sache tun müsse. Sie sagte mir, dass bei der Predigt die ich im Radio verkündete keine reine Intention hatte (es war auch so) außerdem sagte sie mir, dass sie in einer kleinen Holzkapelle sieht wie ich in der Nacht die ersten Gelübde der ersten Kandidatinnen dieser Ordensgemeinschaft abnehme, dass sie schnell sterben werde und dass sie alles was sie zu sagen hatte sagte. Davor beschrieb sie mir noch das Aussehen der kleinen Kirche und des Hauses der ersten Ordensgemeinschaft.


 Den Ratschlägen des Hl. Johannes vom Kreuz folgend betrachtete ich die Geschichten der Sr. Faustina fast immer gleichgültig. Nach Einzelheiten fragte ich nicht. Auch in diesem Fall fragte ich nicht nach als es um das Schicksal Polens ging das sie so bedauerte. Sie seufzte nur, wahrscheinlich um die Grausamkeit des von ihr gesehenen zu verbergen.


 Fast alles, was Sr. Faustina über die Ordensgemeinschaft gesagt hat, hat sich genauestens erfüllt. Und als ich in Wilno im Jahre 1944 (16. November) die privaten Gelübde der ersten sechs Kandidatinnen in der hölzernen Kapelle der Karmeliterinnen (siehe Ordensgemeinschaft) angenommen habe und als ich ein Jahr später im ersten Haus der Gemeinschaft in Mysliborz war, war ich erstaunt ich wegen der Ähnlichkeit all´ dessen, was mir Sr. Faustina vorausgesagt hat (siehe Heiligtum).
 Sie sagte auch die Schwierigkeiten, ja sogar die Verfolgungen in dieser Sacher voraus.
 (Für mich war es leichter die Sache zu erleiden, als ich wusste, dass dies von Anfang
 an der Wille Gottes war).
Sie sah am 26. September vorher, dass sie in 10 Tagen sterben werde und ist tatsächlich am 5. Oktober verstorben. Wegen Zeitmangel konnte ich bei der Beerdigung nicht anwesend sein.

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WAS KÖNNEN WIR VON SCHWESTER FAUSTINA
 UND IHREN ERSCHEINUNGEN HALTEN


 Sie war von Natur aus eine ganz ausgeglichene Person ohne jegliche Anzeichen von Psychoneurose oder Hysterie. Natürlich- und Einfachheit kennzeichneten ihren Umgang sowohl mit ihren Mitschwestern als auch mit anderen Personen aus. Sie war ohne Oberflächlichkeit, setzte sich in keine Rollen, erledigte alles freiwillig und ohne die Aufmerksamkeit auf sich zu werfen. Vielmehr bemühte sie sich, sich nicht mit anderen zu vergleichen und über ihre Erlebnisse sprach sie mit niemand anderem als ihrem Beichtvater und ihrer Oberin. Sie hatte eine normale Empfindlichkeit die sie mit Hilfe ihrer Willenskraft zügelte. Ihre Stimmungen und Emotionen waren meist ausgeglichen. Sie erlag keinen psychischen Depressionen. In Aufregung und Misserfolgen blieb sie ruhig, stets Gottes Willen gehorsam.


 Sie war vernünftig und zeichnete sich mit gesunder Beurteilungsfähigkeit aus obwohl sie keine Bildung besaß.  Alles was sie konnte war lesen und schreiben, aber auch da passierten Fehler. Wenn sich Mitschwestern an sie wandten erteilte Sr. Faustina gute Ratschläge. Mehrmals habe ich sie diesbezüglich auf die Probe gestellt. Ihre Vorstellung war sehr vielfältig aber nicht überspannt. Oft konnte sie selbst die natürlichen Vorstellungen nicht von ihren übernatürlichen Vorstellungen unterscheiden besonders wenn es um Erinnerungen der Vergangenheit ging. Wenn ich ihr befahl nur über das zu schreiben was sie schwören konnte verschwieg sie viele dieser Erinnerungen. 


 Sie war sehr ehrlich, ohne den kleinsten Anhauch von Übertreibungen oder Lüge: sie sagte immer die Wahrheit sogar dann wenn sie dadurch Unannehmlichkeiten ertragen musste. Im Sommer des Jahres 1934 war ich einige Wochen abwesend. In dieser Zeit teilte Sr. Faustina ihre Erlebnisse mit keinem anderen Beichtvater. Nach meiner Rückkehr erfuhr ich, dass sie ihr Tagebuch unter folgenden Umständen verbrannt hat. Angeblich ist ihr ein Engel erschienen und befahl ihr unter folgenden Worten das Tagebuch ins Feuer zu werfen: "Dummheit ist das was du schreibst. Damit bringst du dich und andere in großen Verdruss. Was hast du von dieser Barmherzigkeit? Warum verlierst du soviel Zeit für das Schreiben irgendwelcher Fantasien? Verbrenne alles und du wirst ruhiger und glücklicher. Sr. Faustina hatte niemanden, den sie um Ratschläge bitten konnte und als sich die Erscheinungen  wiederholten, erfüllte sie den Befehl des angeblichen Engels. Erst später kam ihr in den Sinn,  dass sie schlecht handelte, erzählte mir darauf hin alles und erfüllte dann meinen Befehl, alles noch einmal zu schreiben.


 In Hinsicht der übernatürlichen Tugenden  machte sie deutliche Fortschritte. Um ehrlich
 zu sein sah ich in ihr von Anfang an die Tugenden der Keuschheit, der Demut, des Gehorsams, Eifer sowie die Liebe zu Gott und den Mitmenschen. Man merkte in ihr das Wachstum der Tugenden. Wie sich in ihren Gedichten zeigte, steigerte sich besonders am Ende ihres Lebens ihre Liebe zu Gott. Ich erinnere  mich nicht mehr genau an den Inhalt aber an die Begeisterung mit der ich ihn  im Jahre 1938 las. 


 Einmal sah ich Sr. Faustina in Ektase. Das war am 2. September 1938 als ich sie in  Radnik
 im Krankenhaus besuchte weil ich mich vor meiner Fahrt nach Wilno von ihr verabschieden wollte. Nach dem ich einige Schritte machte erinnerte ich mich daran, dass ich dutzende Exemplare von ihren Gebeten (Litaneien, Novenen, Rosenkranz) über die Barmherzigkeit Gottes für sie hatte. Ich kehrte sofort zurück, um ihr diese auszuhändigen. Als ich die Tür zu ihrem Isolierraum öffnete, sah ich sie sitzend im Gebet versunken. Ihr Blick war auf einen unsichtbaren Gegenstand gerichtet. Sie sah mich nicht und ich weil ich sie nicht stören wollte, kehrte ich um. Bald darauf kam sie zu sich, bemerkte mich und entschuldigte sich, dass sie weder mein Anklopfen noch mein eintreten hörte. 


 Ich gab ihr alle Gebete und verabschiedete mich von ihr und sie sagte: "Wir sehen uns im Himmel." Als ich sie das nächste Mal am 26. September besuchte, sah ich sie zum letzten Mal. Sie wollte nicht mehr mit mir sprechen und sagte: "Ich bin mit Gesprächen mit dem Himmlischen Vater beschäftigt." Tatsächlich machte sie den Eindruck eines außerirdischen Lebewesens. Von jetzt an hatte ich keine Bedenken mehr bezüglich der Stelle in ihrem Tagebuch wo geschrieben steht, dass ein Engel im Spital die Kommunion austeile.


 Betreffend die Erscheinungen von Sr. Faustina gibt es darin nichts was dem Glauben oder guten Sitten widersprechen würde oder unter Theologen gar  umstritten wäre. Im Gegenteil. Alles richtet sich darauf aus Gott und seine Liebe besser kennen zu lernen. Das Bild ist künstlerisch gemacht und stellt ein kostbares, religiöses Werk moderner Kunst dar. (Protokoll von der Kommission in der Sache der Beurteilung und Restauration des Bildes
 vom Barmherzigen Jesus in der Kirche des Hl. Michael in Wilno vom 27. Mai 1941 unterschrieben von Sachverständigen Professoren der Kunstgeschichte Dr. M. Morelowski, Pfarrer Dr. Puchaty und Denkmalpfleger Pfarrer Dr. P. Sledziewski). 


 Der Kult der göttlichen Barmherzigkeit (privat in Form von Novenen, Rosenkranz, Litaneien) widerspricht in keiner Weise der Dogmatik oder der Liturgie sondern richtet sich viel mehr auf die Erklärung der Wahrheit des christlichen Glaubens und der Darstellung dessen, was bis jetzt in der Liturgie nur angedeutet wurde - auf die politische Situation der ganzen Welt, das, worüber die Kirchenväter bereits schrieben, und nachdem heute das große Elend der Menschen verlangt. 


 Die Intuition der einfachen Ordensschwester die bloß den Katechismus konnte und nur in kleinen Sachen zutreffend war kann man mit der Psychologie der heutigen Gesellschaft
 nicht anders als wie übernatürlich erklären. Viele Theologen sind nach langem Studium nicht annähernd in der Lage so zutreffend und leicht die Schwierigkeiten  zu lösen,
 die Sr. Faustina gelöst hat.   


 Zu den übernatürlichen Vorkommnissen von Sr. Faustina mischten sich manchmal ihre  ziemlich lebendigen Vorstellungen. Aus diesem Grund wurden von ihr  manche Sachen,
 wenn auch unbewusst, ein wenig verändert. Das aber kam schon bei z.B. der Hl. Brygida, Katherina Emerich, Maria de Zgreda, Joanna d'Arc usw. vor, denn davon berichten ihre Lebensläufe. Dadurch lassen sich die Unstimmigkeiten mit den Angaben der Generaloberin Michaela Moraczewska in der Beschreibung über die Aufnahme ins Kloster von Sr. Faustina und vielleicht auch ähnliche andere im Tagebuch verwendete Ausdrücke erklären.
 Dies sind alte Angaben die von beiden Seiten vergessen  bzw. verändert werden konnten,
 sie gehören aber nicht zum Wesentlichen. 


 Die Auswirkungen der Visionen der Sr. Faustina wie auch in den Seelen anderer Menschen haben sämtliche Erwartungen übertroffen. Die anfänglichen Befürchtungen die erhaltenen Befehle auszuführen legten sich. Sie beruhigte sich soweit und erreichte allmählich den Zustand absoluter Sicherheit, Geborgenheit und tiefer, innerer Freude. Sie wurde immer gehorsamer, demütiger, geduldiger,  verband sich immer mehr mit Gott und stimmte in allem ganz seinem Willen zu. Viele Votivgaben (ca. 150) bei dem Bild vom Barmherzigen Jesus in Wilno und anderen Städten zeugen ausreichend von erhaltenen Gnaden für die Verehrer der Barmherzigkeit Gottes sowohl im Vaterland sowie im Ausland. Von überall her kommen Nachrichten von wunderbaren Erhörungen des Barmherzigen Gottes. 
 
 
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Die Botschaften der Göttlichen

Barmherzigkeit

nach den Offenbarungen Jesu

an die Heilige Schwester Faustyna Kowalska


Die Heilige Schwester Maria Faustyna Kowalska (Nonne, Mystikerin, * 25. August 1905 in Glogowiec bei Lodz in Polen, + 5. Oktober 1938 in Kraków) ist die Sendbotin der Göttlichen Barmherzigkeit.

Die Sendbotin der Barmherzigkeit Gottes, Sr. Faustina vom Allerheiligsten Altarsakrament, aus der Kongregation der »Muttergottes der Barmherzigkeit«, starb mit 33 Jahren 1938 in Krakau und wurde am Festtag der Göttlichen Barmherzigkeit vom Sel. Papst Johannes Paul II am 30. April 2000 in Rom heiliggesprochen.

Sel. Papst Johannes Paul II. (am 1. Mai 2011 selig gesprochen) führte das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit am 30. April 2000 ein und sprach am gleichen Tag Schwester Faustyna Kowalska, von der Kongregation der »Muttergottes der Barmherzigkeit«, heilig.

 



„Nichts ist dem Menschen so nötig wie die Barmherzigkeit Gottes“ (Sel. Papst Johannes Paul II.)



Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

 

La Salette 1846



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