Autor Thema: STICHWÖRTER BIBEL  (Gelesen 91339 mal)

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« Antwort #40 am: 29. Juli 2012, 17:33:31 »
WAS WAREN ERSTLINGSFRÜCHTE?

Die sogenannten Erstlingsfrüchte waren sozusagen die ersten Früchte der Saison: im Frühjahr das erste Getreide und der erste Brotteig, im Herbst die ersten Früchte wie Wein, Oliven oder Obst. Sie wurden Gott gegeben, um anzuerkennen, dass er der Herr über die Schöpfung und das Leben ist. Das war mitunter ein harter Schritt, wenn die vorherige Ernte mager ausgefallen war und die Menschen schon Hunger litten. Die entsprechenden Früchte wurden im Tempel oder an einem anderen Heiligtum abgelieferrt und dort entweder als Brandopfer dargebracht oder sie dienten der Verpflegung der Priesterschaft. Zwar wurde die Abgabe nicht streng überprüft, galt aber als moralische Pflicht. (ju)
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Antw:STICHWÖRTER BIBEL
« Antwort #41 am: 05. Juli 2013, 15:06:46 »
WOHER STAMMTE ELISCHA?

Der Prophet Elischa, der in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts v. Chr. lebte, stammte aus dem Ort Abel-Mehola (deutsch: Tanzaue)am Ostufer des Jordans.
Elischa gilt als legitimer Nachfolger des Elija, begann aber erst öffentlich zu wirken, nachdem Elija entrückt worden war (Berg Kamel, an dem beide gewirkt haben).
Später scheint Elischa Anführer einer religiösen Gemeinschaft am Heiligtum von Gilgal gewesen zu sein, dessen Mitglieder "Prophetensöhne" genannt wurden. (ju)

Quelle: neueKIRCHEN ZEITUNG- Nr. 26
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Antw:STICHWÖRTER BIBEL
« Antwort #42 am: 06. Juli 2013, 10:14:12 »
TOTE SOLLEN TOTE BEGRABEN

Es gibt einige Zitate in der Bibel, aus denen bis heute klar wird, wie radikal Jesus oft dachte -und dass er gerne provozierte. Die Aufforderung an einen Mann, dessen Vater gerade gestorben war, er solle das Reich Gottes verkünen und "die Toten ihre Toten begraben" lassen, ist ein Beleg für beides. Immerhin war es eine der wichtigsten Pflichten von Kindern, ihre verstorbenen Eltern zu bestatten. Doch für seine Boten, die seine radikal neue Botschaft des Reiches Gottes ausrufen sollten, sollte die alte Welt nicht mehr gelten, die Welt, in der man sich einander bis in den Tod und zum Begräbnis begleitet. Das "neue System", das Jesus verkündete, war so radikal, dass noch Jahrzehnte später Paulus eine gewisse Anarchie, die sich in Gemeinden breitmachte, zurückstutzen musste. (ju)

Quelle: neue KIRCHEN ZEITUNG - Nr. 26

Anmerkung: Können Tote ,Tote begraben? Ich bin hier eher der Meinung, daß Jesus damit meinte, daß die, die das Reich Gottes verkünden, das Leben bedeuten, und die, die das nicht taten, zu den Toten gehörten . Diese Toten sollten dann auch ihre Toten begraben -
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« Antwort #43 am: 07. Juli 2013, 07:32:00 »
GASTREGELN FÜR MISSIONARE

Jesus schickte seine Anhänger durch Galiläa, um seine  Botschaft zu verbreiten. Mit dieser Erzählung gibt auch der Evangelist Lukas den ersten Christen einen Hinweis, wie sie missionieren sollen. Kommen Jünger Jesu in einen Ort, so fragen sie beim erstbesten Haus nach einem Quartier. Werden sie dort freundlich aufgenommen, von einem "Sohn des Friedens", so sind die Boten von Gottes neuem Friedensreich genau richtig. Weil sie gute und wichtige Arbeit machen, sollen sie ihre Verpflegung nicht als Bettler, sondern als Lohn bekommen. Allerdings verbietet der Respekt vor dem Gastgeber, dass sie weiterziehen, nur weil in einem anderen Haus das Essen schmackhafter und die Betten bequemer sein sollen. (ju)

Quelle: neue KIRCHEN ZEITUNG - 27
« Letzte Änderung: 07. Juli 2013, 07:34:07 von amos »
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« Antwort #44 am: 07. Juli 2013, 10:12:22 »
DER SATAN FIEL VOM HIMMEL

"Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen" ist einer der rätselhaftesten Sätze aus dem Munde Jesu.
Sehr wahrscheinlich hat Jesus diesen Satz so gesagt; Lukas aber hat ihn vermutlich aus einem anderen Zusammenhang genommen.
Daher ist unklar, ob Jesus von einer Vision berichtet oder ob ihm eine intuitive Einsicht zuteil wurde. Laut jüdischen wie christlichen Vorstellungen lebte Satan ursprünglich im Himmel, wie ein untergebener Bote Gottes. Jesus erkannte/sah, dass dieser Zustand beendet ist: Gott selber hat den Verursacher des Bösen gestürzt. Zwar bedeutet die jenseitige Entmachtung Satans noch nicht, dass er auch im Diesseits besiegt ist, aber ein Anfang ist gemacht. Deshalb kann das Reich Gottes sich nun Bahn brechen. (ju)

Quelle: neue KIRCHEN ZEITUNG - Nr. 27
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« Antwort #45 am: 09. Juli 2013, 06:44:27 »
NAMEN IM HIMMEL VERZEICHNET

Mit dem Satz "eure Namen sind im Himmel verzeichnet"
spielt Jesus auch auf die Bürgerlisten antiker Städte an.
Nur vollwertige Bürger mit allen Rechten und Pflichten
etwa wurden von einer politischen Gemeinde in ihre Bürger-
listen aufgenommen. Das gab Sicherheit, bedeutete aber
auch Pflichten - etwa zu Wehrdienst oder Steuerzahlung.
Gleichzeitig schwingt in der Aussage die jüdische Vorstellung
mit, dass Gott jene Menschen, die in seinen Augen gerecht
sind, genau kennt. (ju)

Quelle: neue KIRCHEN ZEITUNG - Br. 27
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« Antwort #46 am: 13. Juli 2013, 20:04:30 »
SCHRIFTGELEHRTE

Schriftgelehrte waren die jüdischen Theologen und wurden meist mit "Rabbi" angeredet. Nach einem mehrjährigen Studium und der Ordination durften sie religionsgesetzliche Fragen entscheiden, in Strafprozessen als Richter mitwirken und Urteile in Zivilprozessen fällen; wer wollte, konnte eine Schule gründen. Rabbinen hatten keine priesterlichen Aufgaben.
Heutige Rabbinen sind die Nachfolger dieser Schriftgelehrten. (ju)

Quelle: neue KIRCHEN ZEITUNG - Nr. 28
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« Antwort #47 am: 14. Juli 2013, 07:51:18 »
LEVITEN

Leviten galten als Nachkommen des Levi, des Sohnes von Jakob und einer von den zwölf Stammvätern Israels. Sie hatten im Volk Israel besondere Aufgaben im religiösen Kult, wurden dafür eigens gereinigt und geweiht. Sie waren Träger des heiligen Zeltes, später Priester an den verschiedenen Kultstätten Israels. Nach der Reform des Joschija (622 v. Chr.) war nur noch der Kult am Tempel in Jerusalem gestattet; dadurch verloren viele Leviten ihre Arbeit. (ju)

Quelle: neue KIRCHEN ZEITUNG - Nr. 28
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La Salette 1846



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