Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4666269 mal)

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« Antwort #4872 am: 10. März 2017, 23:44:32 »
Hl. John Ogilvie, Priester, Ordensmann, Märtyrer

* um 1580 in Keith in Schottland
† 10. März 1615 in Glasgow in Schottland

John wurde als Sohn eines Calvinisten geboren, der Vater war Beamter am Hof von Maria Stuart. Er besuchte hervorragende Schulen, auch in Regensburg, konvertierte mit 17 Jahren zum Katholizismus und trat mit 19 Jahren in den Jesuitenorden ein. Er arbeitete dann in Wien und Graz, bis er 1610 in Paris zum Priester geweiht wurde. Heimlich reiste er nach Schottland zurück, war als Hauslehrer in Edinburgh tätig und besuchte Katholiken im Gefängnis. 1614 wurde John verraten und auf Anweisung des protestantischen Erzbischofs in Glasgow verhaftet. Er verfasste einen Bericht mit dem Titel "Relatio incarcerationis", "Bericht aus dem Kerker" über seine Verhaftung und die im Gefängnis erlittenen Foltern, der nach draußen geschmuggelt werden konnte. In einem Gerichtsverfahren wurde er wegen Hochverrats zum Tod verurteilt; er wurde erhängt und gevierteilt.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4873 am: 11. März 2017, 13:41:38 »
Hl. Ambrosius (um 340-397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer

„Er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten“

„Von deiner Güte, Herr, ist die Erde erfüllt. Lehre mich deine Gesetze!“ (Ps 118(119),64). Wie kann die Erde von dieser Güte des Herrn erfüllt sein, wenn nicht durch das Leiden unseres Herrn Jesus Christus, deren Verheißung der Psalmist gewissermaßen besingt und der Christus von ferne erblickte? [...] Sie, die Erde, ist von ihr, der Güte, erfüllt, denn die Vergebung der Sünden wurde allen gewährt. Der Sonne wurde geboten, über allen aufzugehen, und es geschieht an jedem Tag. Für alle ist ja auch wirklich in verborgener Weise die Sonne der Gerechtigkeit (Mal 3,20) aufgegangen; Christus ist für alle gekommen, hat für alle gelitten, ist für alle auferstanden. Und wenn er gelitten hat, dann hat er es getan, „um die Sünden der Welt hinwegzunehmen“ (vgl. Joh 1,29) [...]

Doch wenn jemand nicht an Christus glaubt, dann beraubt er sich selbst dieser allumfassenden Wohltat. Wenn einer die Fenster schließt und dadurch die Sonnenstrahlen daran hindert, hineinzuscheinen, dann kann man nicht sagen, dass die Sonne für alle aufgegangen ist, denn dieser Mensch hat sich der Wärme verschlossen. Was die Sonne betrifft, so bleibt sie ihm fern; für den, dem die Weisheit fehlt, läuft es darauf hinaus, dass er sich der Gnade des einen Lichtes entzieht, das allen zugesagt ist.

Gott wurde zum Pädagogen: er erleuchtet den Geist eines jeden, indem er die Helligkeit seiner Erkenntnis über ihn ausgoss, jedoch mit der Bedingung, dass du die Tür deines Herzens öffnest und die Helligkeit der himmlischen Gnade empfängst. Wenn du zweifelst, dann beeile dich zu suchen, denn „wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet“ (Mt 7,8).

8. Predigt über Psalm 118 (119)
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4874 am: 11. März 2017, 13:58:43 »
Deuteronomium 26,16-19.

Mose sprach zum Volk: Heute, an diesem Tag, verpflichtet dich der Herr, dein Gott, diese Gesetze und die Rechtsvorschriften zu halten. Du sollst auf sie achten und sie halten mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele.
Heute hast du der Erklärung des Herrn zugestimmt. Er hat dir erklärt: Er will dein Gott werden, und du sollst auf seinen Wegen gehen, auf seine Gesetze, Gebote und Rechtsvorschriften achten und auf seine Stimme hören.
Und der Herr hat heute deiner Erklärung zugestimmt. Du hast ihm erklärt: Du möchtest das Volk werden, das ihm persönlich gehört, wie er es dir zugesagt hat. Du willst auf alle seine Gebote achten;
er soll dich über alle Völker, die er geschaffen hat, erheben - zum Lob, zum Ruhm, zur Zierde -; und du möchtest ein Volk werden, das ihm, dem Herrn, deinem Gott, heilig ist, wie er es zugesagt hat.

Psalm 119(118),1-2.4-5.7-8.

Wohl denen, deren Weg ohne Tadel ist,
die leben nach der Weisung des Herrn.
Wohl denen, die seine Vorschriften befolgen
und ihn suchen von ganzem Herzen.

Du hast deine Befehle gegeben,
damit man sie genau beachtet.
Wären doch meine Schritte fest darauf gerichtet,
deinen Gesetzen zu folgen!

Mit lauterem Herzen will ich dir danken,
wenn ich deine gerechten Urteile lerne.
Deinen Gesetzen will ich immer folgen.
Lass mich doch niemals im Stich!

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,43-48.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden?
Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.
« Letzte Änderung: 11. März 2017, 14:06:32 von Tina 13 »
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« Antwort #4875 am: 11. März 2017, 14:02:15 »
Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,43-48.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden?
Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.
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« Antwort #4876 am: 12. März 2017, 05:38:11 »
Hl. Beatrix, Chorfrau (Priorin?) in Maria Engelport

† an einem 13. Februar (?) nach 1275

Möglicherweise war Beatrix eine Tochter des Philipp II. von Wildenberg und die erste Priorin im Kloster Maria Engelport. Sichere Überlieferungen fehlen, doch der eher seltene Vorname findet sich im Stammbaum der Familie.

1260 war das 1220 gegründete, dann verwahrloste Kloster Maria Engelport durch den Edelherren Philipp von Wildenburg bei Treis an der Mosel, wieder hergerichtet worden; zusammen mit seiner Frau, Irmgard von Braunshorn, gilt er deshalb als der eigentlichen Gründer von Maria Engelport. 1262 ließen sie drei ihrer Töchter - unter ihnen Beatrix - zusammen mit mehreren Dominikanerinnen hier eintreten. 1272 wandten sich die Nonnen dem Prämonstratenserorden zu.

Nach der Überlieferung der Bollandisten pflegte Beatrix in ihrem einfachen Holzsarg zu rumoren, wenn man ihren Gedenktag vergaß. Ihre Reliquien wurden bald Mittelpunkt weiter Verehrung. Während der Französischen Revolution gingen sie verloren.
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« Antwort #4877 am: 12. März 2017, 05:40:44 »
Hl. Ephräm (um 306-373), Diakon in Syrien, Kirchenlehrer

„Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe“

Er nahm sie mit auf den Berg, um ihnen die Herrlichkeit seiner Gottheit zu zeigen. Er will sie zur Erkenntnis führen, dass er der Erlöser Israels ist, wie er es durch seine Propheten zeigen ließ [...] Sie hatten ihn essen und trinken, sich ermüden und ausruhen sehen, sie hatten gemerkt, dass er einschlummerte und schlief, dass er sich ängstigte bis ihm Blutschweiß kam – alles Dinge, die nicht zu seiner göttlichen Natur passen wollten und nur seiner Menschlichkeit zu entsprechen schienen. Deshalb also nahm er sie mit auf den Berg, damit der Vater ihn seinen Sohn nennt und ihnen zeigt, dass er wahrhaft sein Sohn ist und wahrhaft Gott.

Er nahm sie mit auf den Berg und zeigte ihnen sein Königtum vor dem Leiden, seine Macht vor dem Tod, seine Herrlichkeit vor der Verspottung und seine Ehre vor der Erniedrigung. Dadurch würden seine Apostel nach seiner Gefangennahme und Kreuzigung verstehen, dass er dies nicht aus Schwäche, sondern in vollem Einverständnis und freiwillig für das Heil der Welt auf sich genommen hat.

Er nahm sie mit auf den Berg und zeigte ihnen vor seiner Auferstehung die Herrlichkeit seiner Göttlichkeit. Dadurch würden seine Jünger erkennen, nachdem er in der Herrlichkeit seiner Göttlichkeit von den Toten auferstanden ist, dass er diese Herrlichkeit nicht als Lohn für seine Leiden empfängt wie wenn er das nötig hätte, sondern dass sie ihm schon vor der Zeit eigen ist, mit dem Vater und beim Vater, wie er auch selber sagt, als er auf sein freiwilliges Leiden zugeht: „Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war“ (Joh 17,5).

Predigt über die Verklärung, 1.3−4
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« Antwort #4878 am: 12. März 2017, 05:49:45 »
Buch Genesis 12,1-4a.

In jenen Tagen sprach der Herr zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde.
Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein.
Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen.
Da zog Abram weg, wie der Herr ihm gesagt hatte.

Psalm 33(32),4-5.18-19.20.22.

Das Wort des Herrn ist wahrhaftig,
all sein Tun ist verlässlich.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht,
die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn.

Das Auge des Herrn ruht auf allen, die ihn fürchten und ehren,
die nach seiner Güte ausschaun;
dass er sie dem Tod entreiße
und ihr Leben erhalte in Hungersnot.

Unsre Seele hofft auf den Herrn;
er ist für uns Schild und Hilfe.
Lass deine Güte über uns walten, o Herr,
denn wir schauen aus nach dir.

Zweiter Brief des Apostels Paulus an Timotheus 1,8-10.

Mein Sohn! Leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die Kraft:
Er hat uns gerettet; mit einem heiligen Ruf hat er uns gerufen, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aus eigenem Entschluss und aus Gnade, die uns schon vor ewigen Zeiten in Christus Jesus geschenkt wurde;
jetzt aber wurde sie durch das Erscheinen unseres Retters Christus Jesus offenbart. Er hat dem Tod die Macht genommen und uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium,

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 17,1-9.

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg.
Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht.
Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus.
Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.
Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.
Als die Jünger das hörten, bekamen sie große Angst und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden.
Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst!
Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus.
Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.

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« Antwort #4879 am: 13. März 2017, 20:02:00 »
Fatima: ein Aufruf zur Barmherzigkeit

Der diözesane Seligsprechungsprozess von Schwester Lúcia, einer der drei Seherinnen von Fatima (Portugal), wurde am Jahrestag ihres „Geburtstags für den Himmel“, am 13. Februar 2017, im Karmel von Coimbra (Portugal) abgeschlossen, wo sie 12 Jahre zuvor, am 13. Februar 2005, heimgerufen worden war. Jetzt ist es an Rom zu entscheiden, nach Prüfung der Dokumentation, ob der Prozess weiterverfolgt wird oder nicht. Es ist von Bedeutung, dass der Prozess gerade jetzt nach Rom kommt, im 100. Jubiläumsjahr der Erscheinungen von Fatima 1917 und im Nachklang des Hl. Jahres der Barmherzigkeit.

So erklärt Msgr. Albert-Marie de Monléon in einem Interview vom 15. Januar  2017:
„Man kann die Botschaft Mariens und des Engels in Fatima in der Tat als einen Aufruf zur Barmherzigkeit verstehen. Nach der zweite Erscheinung des Engels vor den Hirtenkindern sagte er ihnen: „Betet viel! Die heiligsten Herzen Jesu und Mariens wollen euch Barmherzigkeit erweisen.“ Durch die Kinder richtet sich diese Botschaft an uns alle. Das Gebet ist im Wesentlichen „für die Bekehrung der armen Sünder“ und für den Frieden auf der Welt. Beides gehört zu den größten Werken der Barmherzigkeit, die unsere heutige Zeit dringend nötig hat.“

Zenit
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