Verdammung eines Priesters!
Pfarrer Steven Scheier erlebt sein persönliches Gericht!
Pfarrer Scheier:
„Meine Aufgabe ist es, allen Menschen und besonders den Priestern zu sagen, dass die Hölle existiert und dass jeder in die Hölle kommen kann! Ich habe meine Lektion gelernt! Aber ER musste mir das Genick brechen und mir mit der ewigen Hölle drohen, um meine Aufmerksamkeit auf IHN zu lenken. Ich würde niemals mehr zu meinen vorherigen Lebenswandel zurückkehren – niemals mehr!“
«Die Priester, die heute so leben, wie dies bei den meisten von ihnen der Fall ist, sind die größten Feinde, welche die Kirche Gottes überhaupt aufzuweisen hat.
Die Verderbtheit der Geistlichkeit ist die Hauptursache des Verfalls der Kirche.»
Hl. Vinzenz von Paul (1581-1660)
Eines Tages nach meiner Rückkehr feierte ich wie gewohnt eine Werktagsmesse. Das Evangelium des Tages - eine Perikope, die ich schon viele Male las und hörte - handelte von jemandem, der einen Feigenbaum in seinem Weinberg hatte. Als er beim Inspizieren keine Früchte am Baume vorfand, sprach er zum Weingärtner: «Siehe, drei Jahre sind es schon, seit ich komme und Frucht an diesem Feigenbaum suche, jedoch keine finde. Hau ihn um! Wozu nimmt er noch den Boden weg?» Wir lesen weiter im Evangelium: «Der aber wendete ein und sagte zu ihm: Herr, lass ihn dieses Jahr noch! Ich will erst noch rings um ihn aufgraben und Dünger einlegen; vielleicht bringt er dann Frucht. Wenn aber nicht, dann magst du ihn umhauen!» [Lk 13,6-9]
Die Seite mit diesem Evangelium, das ich gelesen hatte, wurde immer größer und heller und bewegte sich schließlich vom Lektionar[2] zu mir hin. Ich dachte, dass etwas Außergewöhnliches geschehen war. Das Besondere an diesem Evangelium war, dass es wie ein Gespräch anmutete, dem ich zuhören konnte. Ich beendete die heilige Messe, so gut ich konnte, ging ins Pfarrhaus zurück und setzte mich in meinen Sessel. Sehr schnell erinnerte ich mich an das Gespräch, das kurz nach meinem Unfall stattgefunden hatte: Ich befand mich vor dem Richterstuhl des allmächtigen Gottes und Seines Sohnes Jesus Christus. Der Herr ging sehr schnell durch mein ganzes Leben. Ganz besonders klagte Er mich schwerer Todsünden an, für die ich keine Zeit mehr zum Beichten oder zum Bereuen hatte. Ich dachte, ich könnte mir hierfür noch Zeit nehmen. Offensichtlich hatte Er andere Gedanken. Als Er seine Anklage beendet hatte, sprach Er:
«Das Urteil lautet auf ewige Hölle!»
Dies war keine Überraschung. Ich sagte:
«Ja, Herr, ich weiß. Das ist, was ich verdiene!»
Wenn man mit der ewigen Wahrheit spricht, gibt es keine Entschuldigungen oder Ausreden. Alles, was Er sagte, erkannte ich als richtig und wahr. Es gab überhaupt nichts zu entschuldigen. Er sagte mir bloß, dass ich haben könne, was ich wollte. Meine Wahl[3] war die ewige Verdammnis. Er respektierte also nur meine Wahl, die ich selbst getroffen hatte.
Kurz darauf vernahm ich eine weibliche Stimme. Ich sah die Person nicht, sondern hörte sie nur. Die Stimme sagte:
«Mein Sohn, willst Du nicht sein Leben und seine unsterbliche Seele retten?»
Daraufhin sagte Jesus Christus:
«Mutter, er war während zwölf Jahren ein Priester nur für sich selbst und nicht für mich. Lass ihn die Strafe haben, die er verdient hat.»
Daraufhin sagte die weibliche Stimme:
«Aber wie wäre es, mein Sohn, wenn wir ihm besondere Gnaden geben und dann sehen, ob er Früchte trägt? Bringt er keine Früchte hervor, dann geschehe Dein Wille.»
Es folgte eine kurze Pause. Dann hörte ich Ihn sagen:
«Mutter, er gehört Dir!»
Und so kann ich heute Abend hier vor ihnen sein!
Das ist nun etwas mehr als zwölf Jahre her. Die Muttergottes ist jetzt meine Mutter. Ich gehöre ganz ihr, und zwar im natürlichen wie auch im übernatürlichen Sinne. Ich weiß nicht, wie ich heute ohne sie leben könnte. Früher hegte ich keine besondere Verehrung zu ihr. Jetzt aber verehre ich sie ganz besonders. Mein Leben als Priester hat sich dramatisch verändert. Jetzt weiß ich, dass es ein Leben lang braucht, ja wirklich ein ganzes Leben, um ein guter Priester zu werden, so wie Gott ihn haben will. Das schafft man nicht in einem Monat, in einem Jahr oder in fünf Jahren. Unser Herr hat gesagt, dass wir vollkommen sein sollen, wie sein himmlischer Vater vollkommen ist. Und das gilt auch für die Priester. Ich habe seither erfahren, dass meine Mission ist, «wieder zurückzukommen» und den Leuten zu sagen, dass erstens die Hölle existiert, sie existiert wirklich, und zweitens, dass auch die Priester zu ewiger Hölle verurteilt werden können.
Mutter Angelica: Viele Leute fragen sich, wie denn ein Priester die Hölle verdienen kann?
Pfarrer Scheier: Für uns gelten die gleichen Gebote wie für jeden anderen auch. Es gibt die Zehn Gebote Gottes. Wenn eines oder mehrere dieser Gebote übertreten werden, so müssen wir zur Beichte gehen, denn wir haben gesündigt. Wir haben womöglich schwer gegen den Herrn gesündigt. Auch Priester können sich schwer versündigen. Der weiße Streifen, den ein Priester als Kragen an seinem Hals trägt, garantiert ihm keinesfalls den Himmel. Wir müssen an uns ebenso hart arbeiten und manchmal noch härter als der durchschnittliche Katholik. Das kommt daher, weil wir für mehr verantwortlich sind, denn wir geben den Gläubigen die Ratschläge, wie man zu leben hat. Wir vertreten ihnen gegenüber Seine Kirche. Wir sprechen über das, was Jesus sagte und lehrte. Folglich sind wir für sehr viel mehr verantwortlich. Die Leute glauben das nicht, aber wir tragen wirklich eine sehr große Verantwortung. Die Gläubigen sind der Meinung, dass wir garantiert gerettet sind. Das stimmt nicht, überhaupt nicht!
Mutter Angelica: Wir müssen alle den Weg der Heiligkeit gehen, nicht wahr?
Pfarrer Scheier: Genau so ist es! Das ist richtig.
Mutter Angelica: Wissen Sie, was mich am meisten erstaunt, Herr Pfarrer? Als Sie Gott gegenüberstanden und Er Ihnen das schreckliche Urteil «ewige Hölle» verkündete, schienen Sie so ruhig darüber zu sein. Gehört das zum Sterben?
Pfarrer Scheier: Das gehörte zum Urteil. Es war etwas, das ich angenommen hatte. Es war die Wahrheit. Ich wusste um das Urteil, bevor Er es sagte. Noch bevor Er es sagte, war es folgerichtig, dass Er zu diesem Schluss kommen würde. Daher war es überhaupt kein Schock. Es war wirklich kein Schock für mich.
Mutter Angelica: Und Sie nahmen das Urteil an?
Pfarrer Scheier: Ja, so war es.
Mutter Angelica: Ich vermute, dass jeder Sein Urteil annehmen muss.
Pfarrer Scheier: Ich denke, wir alle nehmen es an. Ich hatte es aber anders geplant. Ich hatte viele Entschuldigungen. Aber damit kann man dem Urteil nicht entgehen. Es geht wirklich nicht auf diese Art, weil Gott eben alles weiß. Er kennt uns besser als wir uns selbst. Er kennt uns durch und durch. Er beschuldigt uns nicht solcher Taten, für die wir nicht verantwortlich sind. Das habe ich selbst erfahren.
Kleiner Auszug aus Verdammung eines Priesters!
http://www.herzmariens.de/Priester/Verdammung/prieverd_2.htm