Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4575218 mal)

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« Antwort #992 am: 01. Juni 2014, 14:06:40 »
Papst Pius X. (1909)

1909, während einer feierlichen Audienz, sahen die Anwesenden, wie dem Papst plötzlich der Kopf auf die Brust sank. Für einige Minuten, während denen sich kaum jemand rührte, war er wie in tiefem Schlaf. Als er seine Augen wieder öffnete, sahen seine Mitarbeiter darin Erschütterung und Schrecken. Papst Pius X. erhob sich von seinem Sitz und rief mit angstvoller Stimme: »Was ich gesehen habe ist fürchterlich! Werde ich das sein oder einer meiner Nachfolger? Ich weiß es nicht. Mit Sicherheit kann ich nur sagen: Ich habe den Papst aus dem Vatikan fliehen sehen und dabei trat er auf die Leichen seiner Priester. Sagt es niemanden, solange ich lebe.«

Die Anwesenden waren betroffen von der Wucht, mit der der Papst diese Worte hinausgeschrien hatte. Kurz vor seinem Tode soll er noch gesagt haben: »...ich sehe die Russen in Genua.«
« Letzte Änderung: 03. September 2014, 12:58:12 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #993 am: 01. Juni 2014, 14:12:30 »

Padre Pio (20. Jahrhundert)

1949:
»Mein Sohn, mein Sohn, ich habe mich gesehnt nach dieser Stunde, in der ich dir wieder die große Liebe meines Herzens offenbare. Bete zu mir. Ermahne andere dasselbe zu tun, denn die Zeit ist nahe, wo ich meine ungläubigen Menschen besuche, die die Zeit der Gnade verachteten. Verharre im Gebet, so daß deine Widersacher keine Gewalt über dich bekommen. Sag meinen Leuten, sie sollen vorbereitet sein alle Zeit, weil mein Gericht plötzlich über sie kommen wird, wenn sie es nicht erwarten — und niemand wird mir entrinnen, ich werde sie alle finden! Ich werde die Gerechten schützen. Achte auf die Sonne und den Mond und die Sterne am Himmel. Wenn sie unruhig und ruhelos erscheinen und sich seltsam bewegen, weißt du, daß der Tag nicht mehr fern ist. Bleibt stark im Gebet und wachet bis der Engel der Zerstörung eure Türen passiert hat. Betet, daß diese Tage abgekürzt werden.«

23. 1. 1950:
»Bete! Kehre um! Große Dinge stehen auf dem Spiele! Bete! Menschen rennen  in den Abgrund der Hölle mit großer Lust und Vergnügtheit, als wenn sie zu einem Maskenball gehen oder zu einem Hochzeitsfest des Teufels selbst! Unterstütze mich bei der Rettung der Seelen. Das Maß der Sünden ist voll! Der Tag der Rache, mit seinen erschreckenden Ereignissen ist nahe — näher, als du dir vorstellst! Und die Welt wiegt sich in falscher Sicherheit! Das göttliche Gericht wird einschlagen wie ein Blitzschlag! Diese gottlosen und bösen Menschen werden zerstört werden ohne Gnade, gegen das die Bestrafung der Leute von Sodom und Gomorra nichts sein wird. Ja, ich sage dir, ihre Bosheit war beim Menschengeschlecht nie so groß wie heute!«

28. 1. 1950:
»Haltet eure Fenster geschlossen. Seht nicht hinaus. Brennt eine gesegnete Kerze an, sie wird für viele Tage reichen. Betet den Rosenkranz. Lest geistige Bücher. Macht geistige Kommunion und Taten der Liebe, welche uns erfreuen. Betet mit ausgestreckten Armen oder werft euch zu Boden, damit vielleicht viele Seelen gerettet werden. Geht nicht aus dem Haus. Versorgt euch mit ausreichend Essen. Die Kräfte der Natur werden im Gange sein und ein Feuerregen wird die Leute zittern lassen vor Angst. Habt Mut! Ich bin mitten unter euch.«

7. 2. 1950:
»Gebt acht auf die Tiere in diesen Tagen. Ich bin der Schöpfer und Beschützer der Tiere als auch der Menschen. Ich werde euch vorher einige Zeichen geben, zu welcher Zeit ihr mehr Futter für sie unterbringen sollt. Ich werde das Eigentum der Auserwählten beschützen, inklusive die Tiere. Laß niemanden auf den Hof, wer rausgeht und die Tiere füttert, wird sterben! Bedeckt eure Fenster sorgfältig. Meine Auserwählten sollen meinen Zorn nicht sehen. Habt Vertrauen zu mir und ich werde euer Schutz sein.

Hurrikane des Feuers werden ausströmen aus den Wolken und sich über die ganze Erde verbreiten! Stürme, Unwetter, Blitze und Erdbeben werden die Erde bedecken für zwei Tage. Ein ununterbrochener Feuerregen wird niedergehen! Es wird beginnen während einer sehr kalten Nacht. All das ist der Beweis, daß Gott der Herr der Schöpfung ist. Die, die auf mich hoffen und meinen Worten glauben, haben nichts zu befürchten, weil ich sie nicht im Stich lassen werde, auch die nicht, die meine Botschaft verbreiten.

Damit ihr vorbereitet seid auf diese Heimsuchungen, werde ich euch die folgenden Zeichen und Anweisungen geben: Die Nacht wird sehr kalt sein. Der Wind wird heulen. Nach einiger Zeit wird man Blitze hören. Schließt alle Türen und Fenster. Sprecht mit niemandem außerhalb des Hauses. Kniet nieder vor einem Kreuz, bereut eure Sünden und bittet meine Mutter um Schutz. Seht nicht heraus während des Erdbebens, weil der Ärger Gottes heilig ist!

Diejenigen, die diesen Rat nicht beachten, werden augenblicklich getötet. Der Wind wird die Giftgase über die ganze Erde verteilen. Die, die leiden und unschuldig sterben, werden Märtyrer sein und sie werden mit mir in mein Himmelreich einziehen. Satan wird triumphieren! Aber in drei Nächten wird das Erdbeben und das Feuer aufhören. Am folgenden Tag wird die Sonne wieder scheinen, Engel werden vom Himmel herabsteigen und den Geist des Friedens über die Erde verbreiten. Ein Gefühl von unermeßlicher Dankbarkeit wird die ergreifen, die diese schreckliche Prüfung überlebten.

Ich habe auch Seelen aus anderen Ländern gewählt, die diese Offenbarung erhalten haben, wie Belgien, Schweiz, Spanien, so daß diese Länder auch vorbereitet sind. Betet den Rosenkranz, aber betet ihn gut, so daß eure Gebete den Himmel erreichen. Bald wird eine schreckliche Katastrophe über die ganze Erde kommen, wie sie niemals zuvor bezeugt worden ist, eine furchtbare Züchtigung wie nie zuvor!

Wie sorglos die Menschen sind wegen dieser Dinge! Diese werden so bald über sie kommen, gegen alle Erwartungen. Wie gleichgültig sie sind in Vorbereitung auf diese Ereignisse, durch die sie bald hindurch müssen! Das Gewicht von Gottes Waage hat die Erde erreicht! Der Zorn meines Vaters wird über der ganzen Welt ausgeschüttet werden. Ich warne die Welt wieder durch eure Mitwirkung, wie ich es bis jetzt schon so oft getan habe.

Diese Katastrophe wird über die Erde kommen wie ein Blitz! In diesem Moment wird das Licht der Morgensonne ersetzt werden durch schwarze Dunkelheit! Niemand soll das Haus verlassen oder aus dem Fenster sehen von diesem Moment an. Ich selbst werde kommen mitten in Blitz und Donner. Die Bösen sollen mein göttliches Herz erblicken. Es wird eine große Verwirrung sein, wegen dieser totalen Dunkelheit, die die ganze Erde umzieht und viele, viele werden sterben aus Furcht und Verzweiflung.

An diesem Tagen der Finsternis soll niemand das Haus verlassen oder aus dem Fenster sehen. Die Dunkelheit wird einen Tag dauern und eine Nacht, gefolgt von einem weiteren Tag und einer Nacht und noch einem Tag; aber in der folgenden Nacht werden die Sterne wieder scheinen und am nächsten Morgen wird die Sonne wieder aufgehen und es wird Frühling sein!! An den Tagen der Dunkelheit sollen meine Auserwählten nicht schlafen. Sie sollen unaufhörlich beten und sollen nicht von mir enttäuscht sein. Ich werde meine Auserwählten sammeln. Die Hölle wird glauben, die ganze Erde zu besitzen, aber ich werde sie bändigen.

Wieder und wieder habe ich die Menschen gewarnt und oft gab ich ihnen günstige Gelegenheiten, zum richtigen Weg zurückzukehren; aber jetzt hat die Bosheit ihren Höhepunkt erreicht und die Strafe kann nicht länger zurückgehalten werden. Sagt allen, daß die Zeit gekommen ist, in der sich diese Dinge erfüllen werden.«
« Letzte Änderung: 03. September 2014, 12:59:30 von Tina 13 »
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« Antwort #994 am: 01. Juni 2014, 14:17:01 »


Anna Katharina Emmerick (1774–1824)

Sie wurde in Flamske bei Coesfeld geboren. Bereits in ihrer Kindheit hatte sie zahlreiche Visionen. Im Jahr 1802 trat sie in das Augustinerinnenkloster Agnetenberg in Dülmen ein. Die Stigmata, deren Echtheit eine kirchliche Untersuchung bestätigte, erhielt sie 1812. In der Folgezeit bis zu ihrem Tod blieb sie ans Bett gefesselt. Anna Katharina Emmerick gab sich ganz dem Gebet und der Wohltätigkeit der Armen, für die sie nähte, hin.

Ich sah die Erde, die in Finsternis gefallen war. Alles ringsum war dürr und welk und im Absterben. Bäume, Sträucher, Blumen und Felder, alles hatte das traurige Gepräge des Siechtums. Es schien, als seien selbst die Wasser der Quellen, der Bäche, Flüsse und Meere erschöpft. Ich gewahrte Länder und Völker, die sich in äußerster Not befanden. Ich sah, wie sich die Werke der Finsternis unter den Menschen vermehrten. Ich sah große Menschenmassen sich gegenseitig aufs äußerste bekämpfen. In der Mitte des Schlachtfelds gewahrte ich einen schwindelnden Abgrund, in den die Kämpfenden hineinzufallen schienen, weil sich ihre Reihen immer mehr lichteten.

Unter den Volksmassen sah ich zwölf neue, apostolisch tätige Männer, die ohne gegenseitige Verbindung durch Schriften wirkten und von anderen bekämpft wurden. Sie verschwanden manchmal im Kampfgewühl, um aber bald wieder mit größerem Ansehen hervorzutreten. Während sich die Reihen der Kämpfenden immer mehr lichteten und eine ganze Stadt während des Ringens verschwand, vergrößerte sich die Partei der zwölf Männer immer mehr. Dann sah ich aus der Stadt Gottes einen Blitzstrahl über den finsteren Abgrund hinüberfahren, und über der verminderten und gedemütigten Kirche eine Frauengestalt schweben mit ausgebreiteten Mantel und einer Sternenkrone auf dem Haupte. Von ihr strahlte Licht aus und verbreitete sich stufenweise in der dichten Finsternis.

Wohin diese Strahlen drangen, erneuerte sich die Erde und ward wieder blühend. Die neuen Apostel versammelten sich unter diesen Strahlen, und bald darauf war alles wieder blühend geworden. Nun begann sich der finstere Abgrund allmählich zu schließen, und endlich wurde seine Öffnung so eng, daß ein Wassereimer sie bedecken konnte. Schließlich gewahrte ich drei Völkerschaften, die ihre Gemeinschaft mit dem Licht vollzogen. Die Volksmassen waren von Personen geraden und erleuchteten Sinnes begleitet und traten in die Kirche ein. Es war nunmehr alles erneuert. Die Wasserläufe hatten die Fülle ihrer Fluten wiedererlangt, und überall prangte das Grün der Blumen.
« Letzte Änderung: 03. September 2014, 12:59:52 von Tina 13 »
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« Antwort #995 am: 01. Juni 2014, 20:03:56 »


Don Bosco (1815–1888)

Vom heiligen Giovanni Bosco wird berichtet, daß er schon in der Kindheit die Gabe des zweiten Gesichts hatte. Er wurde 1841 zum Priester geweiht und 1934 heilig gesprochen. In einer seiner Aussagen beschreibt er eine tragische Situation in Rom: »Die Pferde der Kosaken werden aus den Brunnen Sankt Peters trinken.«

Eine Prophezeiung aus dem Jahre 1874, die sich auf eine Papstflucht bezieht, sagt folgendes aus:

Es war eine finstere Nacht, die Menschen konnten nicht mehr erkennen, welchen Weg sie einschlagen sollten, um zurückzukehren, als am Himmel plötzlich ein strahlendes Licht erschien, das die Schritte der Wanderer erhellte, als wäre es Mittag. In diesem Augenblick war eine große Menge von Männern, Frauen, Alten, Kindern, Mönchen, Nonnen und Priestern zu sehen, die mit dem Papst an der Spitze den Vatikan verließen und sich dabei zu einer Prozession aufstellten.

 Aber da kam plötzlich ein wütendes Gewitter; das Licht verdunkelte sich zusehens und es schien sich ein Kampf zwischen Licht und Finsternis zu entfachen. Inzwischen waren sie auf einen kleinen Platz angelangt, der mit Toten und Verwundeten bedeckt war, von denen viele mit lauter Stimme um Hilfe flehten. Die Reihen der Prozession lichtete sich immer mehr. Nachdem sie über einen Raum dahingegangen waren, der zwanzig Erhebungen der Sonne entspricht, eilte jeder herbei, der nicht mehr in Rom war. Fassungslosigkeit bemächtigte sich ihrer und alle scharten sich um den Papst, um seine Person zu schützen und ihm beizustehen.

 Von dem Augenblick an waren zwei Engel zu sehen, die eine Standarte trugen und sie dem Papst mit folgenden Worten überreichten: »Empfange das Banner derjenigen, die gegen die stärksten Völker der Erde kämpft und sie zerstreut. Deine Feinde sind verschwunden, deine Kinder beschwören mit Tränen und Seufzern deine Rückkehr.« Wenn man den Blick zum Banner erhob, sah man auf der einen Seite geschrieben: »Regina sine labe concepta« (Königin, ohne Makel der Erbsünde empfangen), und auf der anderen: »Auxilium christianorum« (Helferin der Christen). Der Papst ergriff freudig das Banner, aber als er die geringe Zahl derer sah, die bei ihm geblieben waren, wurde er betrübt.

 Die beiden Engel fügten hinzu: »Geh schnell und tröste deine Kinder. Schreibe deinen Brüdern, die in alle Teile der Welt verstreut sind, daß eine Reform in den Sitten der Menschen notwendig ist. Und die kann man nur verwirklichen, wenn man den Völkern das Brot des göttlichen Wortes bricht. Unterrichtet die Kinder im Glauben, predigt Entsagung von den irdischen Dingen. Die Zeit ist gekommen, in der die Völker den Völkern das Evangelium bringen. Die Leviten sind bei Hacke, Spaten und Hammer zu suchen, damit sich die Worte Davids erfüllen: Gott hat das Volk vom Erdboden erhoben, um es auf den Thron der Fürsten seines Volkes zu setzen.«

 Nachdem der Papst das gehört hatte, setzte er sich in Bewegung, und die Reihen der Prozession begannen dichter zu werden. Als er dann die heilige Stadt betrat, weinte er, als er die Verzweiflung der Bürger sah, von denen viele nicht mehr lebten. Als er schließlich den Petersdom betrat, stimmte er das »Te Deum« an, dem ein Engelschor antwortete: »Gloria in Excelsis deo...« (Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind). Nachdem der Gesang verklungen war, verschwand die Dunkelheit, und es zeigte sich eine strahlende Sonne. In den Städten, Dörfern, und auf dem Land gab es nur noch ganz wenig Leute; die Erde war zertreten wie von einem Orkan, einer Wasserflut oder einem Hagelschlag, und die Leute gingen bewegt aufeinander zu und sagten: »Est Deus in Israel« (Es gibt einen Gott...). Vom Anfang des Exils bis zum Gesang des »Te Deum« war die Sonne 200 mal aufgegangen. Die ganze Zeit, die verging, bis sich all das vollzogen hatte, belief sich auf 400 Sonnenaufgänge.
« Letzte Änderung: 03. September 2014, 13:00:08 von Tina 13 »
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« Antwort #996 am: 02. Juni 2014, 04:51:42 »
O barmherziger Jesus, mit welcher Sehnsucht bist du zum Abendmahlsaal geeilt, um die Hostie zu verwandeln, die ich in meinem Leben empfangen sollte. Du wolltest, o Jesus, in meinem Herzen Wohnung nehmen. Dein lebendiges Blut vereinigt sich mit meinem Blut. Wer begreift diese enge Verbundenheit? (TB 832)
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« Antwort #997 am: 02. Juni 2014, 04:55:45 »

Hl. Rafael Arnáiz Barón
"Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt"

„(Der Knecht:) Mein Herr und Gott! Mir wird so klar, wie sehr ich Geduld benötige; denn mir begegnet im Leben viel Widriges. Was auch immer ich unternehme, um Frieden zu haben – Kampf und Schmerz bleiben mir im Leben nicht erspart.- (Der Herr:) Genauso ist es, mein Kind; aber es ist auch gar nicht mein Wille, dass du einen Frieden suchst, der keiner Versuchung ausgesetzt ist und keine Widerstände kennt. Gerade dann glaube den Frieden gefunden zu haben, wenn du durch vielerlei Trübsale und Prüfungen geläutert und erprobt wirst“ (Thomas von Kempten, Nachfolge Christi, 3. Buch, 12. Kapitel)... Wie sehr täuschen wir uns manchmal, wenn wir den wahren Frieden, der aus Gott kommt, suchen! ... Denn wir suchen oft nicht den Frieden, der aus Gott kommt, sondern vielmehr einen Frieden, wie er in der Welt verstanden wird... Wenn die Welt auf die Suche nach Frieden geht, dann denkt sie an Stille, Ruhe, an Liebe ohne Leiden, die im Grunde verkappter Egoismus ist. Der Mensch sucht diesen Frieden, um sich wohlzufühlen, um nicht leiden zu müssen; er sucht einen Frieden nach menschlichem Maßstab, einen gefühlsbetonten Frieden, einen Frieden, den man sich vorstellt, wie ein in Sonne getauchtes Kloster, mit Zypressen und Vögelchen; einen Frieden ohne Versuchungen und ohne Kreuz... Heute jedoch lobe ich aus dem Grunde meines Herzens diesen Gott, der mich dermaßen liebt... Er liebt mich mit meinem Schwächen, meinen Sünden, meinen Tränen und meiner Freude; er möchte mich in jenem Frieden wissen, von dem Thomas von Kempten [in seiner Nachfolge Christi] spricht... Wie groß ist Gott! Der Frieden in meiner Seele gleicht nun dem Frieden eines Menschen, der von niemanden etwas einfordert. Was eine solche Seele im Leben ersehnt, ist nur noch das Verlangen, in Übereinstimmung mit Seinem Willen zu leben; und dieses Verlangen ist ruhig und klar, voll Frieden trotz des Schmerzes, Gott noch nicht schauen zu können. Wenn wir bei Ihm am Kreuz stehen, werden wir oft bittere Tränen weinen. Denn dann merken wir, dass wir immer noch von unserem Eigenwillen beherrscht sind, unzählige Schwächen, Fehler, Sünden haben, und das kann uns nichts anderes als mit Reue erfüllen... Überall herrschen Kampf und Schmerz, doch Jesus befindet sich im Zentrum von allem, ans Kreuz festgenagelt, und er ermuntert die Seele, ihm nachzufolgen. Mitten in der Schlacht, die wir in der Welt zu bestehen haben, ist Jesus da, ganz ruhig und klar, der zu uns spricht: „Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen“ (Joh 8,12).
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« Antwort #998 am: 02. Juni 2014, 21:27:14 »
50. Was bedeutet es, dass Gott allmächtig ist?

Gott hat sich als „stark und gewaltig“ (Ps 24, 8) geoffenbart, als derjenige, für den „nichts unmöglich“ ist (Lk 1, 37). Seine Allmacht erstreckt sich auf alles und ist geheimnisvoll. Sie zeigt sich in der Erschaffung der Welt aus dem Nichts und in der Erschaffung des Menschen aus Liebe, vor allem aber in der Menschwerdung und in der Auferstehung seines Sohnes, im Geschenk unserer Annahme an Kindes Statt und in der Vergebung der Sünden. Deshalb richtet die Kirche ihr Gebet an den „allmächtigen, ewigen Gott“ („Omnipotens sempiterne Deus ...“).

51. Warum ist es wichtig zu bekräftigen: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ (Gen 1, 1)?

Weil die Schöpfung die Grundlage aller göttlichen Heilspläne ist. Sie zeigt die allmächtige und weise Liebe Gottes. Sie ist der erste Schritt zum Bund des einen Gottes mit seinem Volk. Sie ist der Anfang der Heilsgeschichte, die in Christus gipfelt. Sie ist eine erste Antwort auf die Grundfragen des Menschen nach seinem Ursprung und seinem Ziel.

52. Wer hat die Welt erschaffen?

Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist sind der einzige und unzertrennliche Ursprung der Welt, auch wenn das Werk der Erschaffung der Welt insbesondere Gott Vater zugeschrieben wird.

53. Wozu ist die Welt erschaffen worden?

Die Welt wurde zur Ehre Gottes erschaffen, der seine Güte, Wahrheit und Schönheit zeigen und mitteilen wollte. Das letzte Ziel der Schöpfung ist es, dass Gott in Christus „alles in allem“ (1 Kor 15, 28) sein wird, zu seiner Ehre und zu unserer Seligkeit.

„Gottes Ruhm ist der lebendige Mensch; das Leben des Menschen aber ist die Anschauung Gottes“ (hl. Irenäus).

54. Wie hat Gott die Welt erschaffen?

Gott hat die Welt mit Weisheit und Liebe aus freiem Willen erschaffen. Die Welt ist nicht das Ergebnis einer Notwendigkeit, eines blinden Schicksals oder des Zufalls. Gott hat „aus dem Nichts“ („ex nihilo“) (2 Makk 7, 28) eine geordnete und gute Welt erschaffen, über die er unendlich erhaben ist. Durch seinen Sohn und den Heiligen Geist erhält er seine Schöpfung im Sein und trägt sie, gibt ihr die Möglichkeit zu wirken und führt sie zur Vollendung.

Katechismus
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« Antwort #999 am: 02. Juni 2014, 21:51:22 »
55. Worin besteht die göttliche Vorsehung?

Sie besteht in den Fügungen, durch die Gott seine Geschöpfe zu der letzten Vollkommenheit führt, zu der er sie berufen hat. Gott ist der souveräne Urheber seines Ratschlusses. Um diesen Plan auszuführen, bedient er sich aber auch der Mitwirkung seiner Geschöpfe. Zugleich gibt er den Geschöpfen die Würde, selbst zu handeln und Ursache voneinander zu sein.

56. Wie wirkt der Mensch mit der göttlichen Vorsehung zusammen?

Gott gewährt dem Menschen und verlangt von ihm, in Freiheit durch seine Taten, seine Gebete, aber auch durch sein Leiden mit ihm zusammen zu wirken. Er ist es, der in ihm „das Wollen und das Vollbringen bewirkt, nach seinem Wohlgefallen“ (Phil 2, 13).

57. Wenn Gott allmächtig ist und für alles sorgt, warum gibt es dann das Böse?

Auf diese schmerzliche und auch geheimnisvolle Frage kann nur der christliche Glaube als Ganzer eine Antwort geben. Gott ist auf keine Weise, weder direkt noch indirekt, die Ursache des moralischen Übels. Er erhellt das Mysterium des Bösen durch seinen Sohn Jesus Christus, der gestorben und auferstanden ist, um das große moralische Übel zu besiegen, das die Sünde der Menschen ist und das die Wurzel der anderen Übel darstellt.

58. Warum lässt Gott das Böse zu?

Der Glaube gibt uns die Gewissheit, dass Gott das Böse nicht zuließe, wenn er nicht sogar aus dem Bösen etwas Gutes hervorgehen ließe. Auf wunderbare Weise hat Gott dies bereits im Tod und in der Auferstehung Christi verwirklicht: Aus dem schlimmsten moralischen Übel, der Ermordung seines Sohnes, hat er das größte aller Güter gemacht: die Verherrlichung Christi und unsere Erlösung.

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La Salette 1846



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