Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4579078 mal)

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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #2656 am: 26. November 2015, 05:46:01 »
Hl. Bernhard (1091-1153), Zisterziensermönch und Kirchenlehrer

Der Menschensohn wird kommen und uns mitnehmen

„Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wieder kommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.“ (Apg 1,11). Er wird, so sagen die Engel, auf die gleiche Weise kommen. Wird er uns also mit dieser einzigartigen und umfassenden Gefolgschaft holen, vor ihm alle Engel und, ihm folgend, alle Menschen, um die Lebenden und die Toten zu richten? Ja, es ist ganz gewiss, dass er kommen wird, aber er wird auf die gleiche Weise kommen, wie er zum Himmel aufgefahren ist, nicht so, wie er das erste Mal herabkam. Als er einst kam, um unsere Seelen zu retten, geschah das ja in Demut. Wenn er aber kommt, um diesen Leichnam aus seinem Todesschlaf zu ziehen, um unseren „armseligen Leib in die Gestalt seines verherrlichten Leibes zu verwandeln“ (Phil 3,21) und das jetzt so zerbrechliche Gefäß mit Ehre zu erfüllen, dann wird er sich in seiner ganzen Herrlichkeit zeigen. Dann werden wir den in seiner ganzen Macht und Majestät sehen, der sich einst unter der Schwäche unseres Fleisches verborgen hat […]

Da Christus Gott war, konnte er nicht größer werden, denn jenseits von Gott gibt es nichts. Und doch fand er die Möglichkeit zu wachsen dadurch, dass er hinabstieg, Fleisch annahm, litt und starb, um uns dem ewigen Tod zu entreißen. „Darum hat ihn Gott erhöht“ (Phil 2,9). Er hat ihn auferweckt, und er setzte sich zur Rechten Gottes. Geh, und mach auch du das gleiche: du kannst nicht hinaufsteigen, ohne zuerst hinunterzusteigen. „Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden“ (Lk 14,11).

Glücklich, Herr Jesus, wer sich nur von dir führen lässt. Wenn wir, „dein Volk und die Schafe deiner Weide“ (Ps 78,13) dir nur folgen könnten, durch dich auf dich zugehen könnten, weil du „der Weg, die Wahrheit und das Leben bist“ (Joh 14,6)! Der Weg durch dein Beispiel, die Wahrheit durch deine Verheißungen, das Leben, weil du unser Lohn bist. „Du hast die Worte ewigen Lebens, und wir wissen und glauben, dass du Christus bist, der Heilige Gottes“ (Joh 6,69; Mt 16,16), und Gott selber, höher als alles, gebenedeit für immer.

2. Predigt zur Himmelfahrt
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2657 am: 26. November 2015, 05:49:02 »

Hl. Konrad von Konstanz

Bischof von Konstanz
* um 900 in Altdorf, heute Weingarten in Baden-Württemberg
† 26. November 975 daselbst
K o n r a d soll aus dem Grafengeschlecht der Welfen stammen. Dann ist er der Sohn Heinrichs, des Grafen von Altdorf, des Gründers der Abtei Weingarten. Konrad erhielt seine Ausbildung in St. Gallen und Konstanz. 934 wurde er in Anwesenheit seines Freundes, des Bischofs Ulrich von Augsburg, zum Bischof von Konstanz gewählt. Er war ein frommer und tüchtiger Bischof. Sein ganzes Privatvermögen stellte er in den Dienst der Kirche und der Armen. Dreimal machte er die mühsame Wallfahrt ins Heilige Land. 948 weihte er die erste Kirche von Einsiedeln ein. Nach mehr als vierzigjähriger Amtszeit starb Konrad am 26. November 975.

 
Hl. Gebhard II. von Konstanz
Bischof von Konstanz
* 7. August 949 in der Oberstadt von Bregenz in Österreich
† 27. August 995 in Konstanz in Baden-Württemberg
G e b h a r d, Sohn des Grafen Ulrich von Bregenz, erhielt, wie vor ihm Konrad, an der Konstanzer Domschule seine Ausbildung. Er wurde 979 Bischof von Konstanz und bemühte sich als solcher, der armen Bevölkerung des Schwarzwalds zu helfen. Er starb am 27. August 995 und wurde in seiner Stiftung Petershausen bei Konstanz begraben.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2658 am: 26. November 2015, 05:50:59 »
Buch Daniel 6,12-28.

In jenen Tagen schlichen sich die obersten Beamten heran und fanden Daniel, wie er zu seinem Gott betete und flehte.
Darauf gingen sie zum König und erinnerten ihn an sein Verbot; sie sagten: O König, hast du nicht ein Verbot unterzeichnet, nach dem jeder, der innerhalb von dreißig Tagen an irgendeinen Gott oder Menschen außer an dich, König, eine Bitte richtet, in die Löwengrube geworfen werden soll? Der König gab zur Antwort: Die Anordnung steht fest nach dem unwandelbaren Gesetz der Meder und Perser.
Da berichteten sie dem König: Daniel, einer von den verschleppten Juden, achtet weder dich, König, noch das Verbot, das du unterschrieben hast, sondern verrichtet dreimal am Tag sein Gebet.
Als der König das hörte, war es ihm sehr peinlich und er dachte nach, wie er Daniel retten könne. Bis Sonnenuntergang bemühte er sich, ihn freizubekommen.
Doch jene Männer bestürmten ihn und sagten: Bedenke, König, es ist bei den Medern und Persern Gesetz, dass jedes Verbot und Dekret, das der König erlässt, unabänderlich ist.
Darauf befahl der König, Daniel herzubringen, und man warf ihn zu den Löwen in die Grube. Der König sagte noch zu Daniel: Möge dein Gott, dem du so unablässig dienst, dich erretten.
Und man nahm einen großen Stein und wälzte ihn auf die Öffnung der Grube. Der König versiegelte ihn mit seinem Siegel und den Siegeln seiner Großen, um zu verhindern, dass an der Lage Daniels etwas verändert würde.
Dann ging der König in seinen Palast; fastend verbrachte er die Nacht; er ließ sich keine Speisen bringen und konnte keinen Schlaf finden.
Früh am Morgen, als es gerade hell wurde, stand der König auf und ging in Eile zur Löwengrube.
Als er sich der Grube näherte, rief er mit schmerzlicher Stimme nach Daniel und fragte: Daniel, du Diener des lebendigen Gottes! Hat dein Gott, dem du so unablässig dienst, dich vor den Löwen erretten können?
Daniel antwortete ihm: O König, mögest du ewig leben.
Mein Gott hat seinen Engel gesandt und den Rachen der Löwen verschlossen. Sie taten mir nichts zuleide; denn in seinen Augen war ich schuldlos und auch dir gegenüber, König, bin ich ohne Schuld.
Darüber war der König hoch erfreut und befahl, Daniel aus der Grube herauszuholen. So wurde Daniel aus der Grube herausgeholt; man fand an ihm nicht die geringste Verletzung, denn er hatte seinem Gott vertraut.
Nun aber ließ der König die Männer herbeiholen, die Daniel verklagt hatten, und ließ sie mit ihren Kindern und Frauen in die Löwengrube werfen. Sie waren noch nicht am Boden der Grube angelangt, da stürzten sich die Löwen auf sie und zermalmten ihnen alle Knochen.
Daraufhin schrieb König Darius an alle Völker, Nationen und Sprachen auf der ganzen Erde: Friede sei mit euch in Fülle!
Hiermit ordne ich an: Im ganzen Gebiet meines Reiches soll man vor dem Gott Daniels zittern und sich vor ihm fürchten. Denn er ist der lebendige Gott; er lebt in Ewigkeit. Sein Reich geht niemals unter; seine Herrschaft hat kein Ende.
Er rettet und befreit; er wirkt Zeichen und Wunder am Himmel und auf der Erde; er hat Daniel aus den Tatzen der Löwen errettet.

Buch Daniel 3,68.69.70.71.72.73.74.

Preist den Herrn, Tau und Schnee;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, Eis und Kälte;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!

Preist den Herrn, Raureif und Schnee;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, ihr Nächte und Tage;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!

Preist den Herrn, Licht und Dunkel;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, ihr Blitze und Wolken;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Die Erde preise den Herrn;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!

Evangelium nach Lukas 21,20-28.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr aber seht, dass Jerusalem von einem Heer eingeschlossen wird, dann könnt ihr daran erkennen, dass die Stadt bald verwüstet wird.
Dann sollen die Bewohner von Judäa in die Berge fliehen; wer in der Stadt ist, soll sie verlassen, und wer auf dem Land ist, soll nicht in die Stadt gehen.
Denn das sind die Tage der Vergeltung, an denen alles in Erfüllung gehen soll, was in der Schrift steht.
Wehe den Frauen, die in jenen Tagen schwanger sind oder ein Kind stillen. Denn eine große Not wird über das Land hereinbrechen: Der Zorn Gottes wird über dieses Volk kommen.
Mit scharfem Schwert wird man sie erschlagen, als Gefangene wird man sie in alle Länder verschleppen, und Jerusalem wird von den Heiden zertreten werden, bis die Zeiten der Heiden sich erfüllen.
Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres.
Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen.
Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2659 am: 27. November 2015, 06:56:56 »
Origenes (um 185-253), Priester und Theologe

„Der Sommer ist schon nahe“

„Herr, tu mir mein Ende kund und die Zahl meiner Tage! Lass mich erkennen, was mir noch fehlt!“ (Ps 38,5). „Wenn du mich mein Ende wissen ließest“ sagt der Psalmist, „und die Zahl meiner Tage, so könnte ich erkennen, was mir fehlt.“ Vielleicht möchte der Psalmist mit diesen Worten noch auf folgendes hinweisen: Jedes Gewerbe verfolgt ein bestimmtes Ziel. So ist es z.B. das Ziel eines Bauunternehmens, ein Haus zu bauen; das Ziel einer Werft, ein Schiff zu bauen, das den Wogen des Meeres trotzt und der Wucht der Winde standhält; und das Ziel eines jeden Handwerks ist eben etwas, wozu das Handwerk offensichtlich erfunden worden ist. So gibt es vielleicht auch ein bestimmtes Ziel für unser Leben und für die ganze Welt, um dessentwillen in unserem Leben alles geschieht oder die Welt geschaffen worden ist und existiert. An dieses Ziel denkt auch der Apostel Paulus, wenn er sagt: „Danach kommt das Ende, wenn er seine Herrschaft Gott dem Vater übergibt“ (1Kor 15,24). Diesem Ziel müssen wir entgegeneilen, denn eben dieses ist der Preis, um dessentwillen wir von Gott geschaffen worden sind.

Der Organismus unseres Körpers, der bei seiner Entstehung klein und unausgebildet ist, wächst mit zunehmendem Alter zu seiner ihm eigenen Größe heran; und unser Geist [...] äußert sich zuerst stammelnd, dann immer klarer, um schließlich zu einer vollkommen korrekten Ausdrucksweise zu gelangen. Ebenso beginnt auch jedes Menschenleben hienieden gleichsam stammelnd, aber im Himmel bei Gott erreicht es seine höchste Vollendung.

Aus diesem Grund also will der Prophet das Ziel erkennen, zu dem hin er geschaffen worden ist, damit er das Ziel betrachten, sein Leben überprüfen, den Stand seiner Vervollkommnung abschätzen und so ersehen kann, was ihm im Blick auf sein Ziel noch fehlt [...] Es ist so, als hätten die Menschen, die aus Ägypten auszogen, gesagt: „Herr, tu mir mein Ziel kund“ – es ist gutes Land und heiliges Land, wohin ich ziehe – „und die Zahl meiner Tage, damit ich erkenne, was mir fehlt“: wie viele Tage mir noch bleiben, bis ich in das heilige Land gelange, das mir verheißen ist.

Homilie zu Psalm 39
« Letzte Änderung: 27. November 2015, 07:05:06 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2660 am: 27. November 2015, 07:07:10 »
Buch Daniel 7,2-14.

Ich, Daniel, hatte während der Nacht eine Vision: Die vier Winde des Himmels wühlten das große Meer auf.
Dann stiegen aus dem Meer vier große Tiere herauf; jedes hatte eine andere Gestalt.
Das erste war einem Löwen ähnlich, hatte jedoch Adlerflügel. Während ich es betrachtete, wurden ihm die Flügel ausgerissen; es wurde vom Boden emporgehoben und wie ein Mensch auf zwei Füße gestellt und es wurde ihm ein menschliches Herz gegeben.
Dann erschien ein zweites Tier; es glich einem Bären und war nach einer Seite hin aufgerichtet. Es hielt drei Rippen zwischen den Zähnen in seinem Maul und man ermunterte es: Auf, friss noch viel mehr Fleisch!
Danach sah ich ein anderes Tier; es glich einem Panther, hatte aber auf dem Rücken vier Flügel, wie die Flügel eines Vogels; auch hatte das Tier vier Köpfe; ihm wurde die Macht eines Herrschers verliehen.
Danach sah ich in meinen nächtlichen Visionen ein viertes Tier; es war furchtbar und schrecklich anzusehen und sehr stark; es hatte große Zähne aus Eisen. Es fraß und zermalmte alles, und was übrig blieb, zertrat es mit den Füßen. Von den anderen Tieren war es völlig verschieden. Auch hatte es zehn Hörner.
Als ich die Hörner betrachtete, da wuchs zwischen ihnen ein anderes, kleineres Horn empor und vor ihm wurden drei von den früheren Hörnern ausgerissen; und an diesem Horn waren Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das anmaßend redete.
Ich sah immer noch hin; da wurden Throne aufgestellt und ein Hochbetagter nahm Platz. Sein Gewand war weiß wie Schnee, sein Haar wie reine Wolle. Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder waren loderndes Feuer.
Ein Strom von Feuer ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm, zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht nahm Platz und es wurden Bücher aufgeschlagen.
Ich sah immer noch hin, bis das Tier - wegen der anmaßenden Worte, die das Horn redete - getötet wurde. Sein Körper wurde dem Feuer übergeben und vernichtet.
Auch den anderen Tieren wurde die Herrschaft genommen. Doch ließ man ihnen das Leben bis zu einer bestimmten Frist.
Immer noch hatte ich die nächtlichen Visionen: Da kam mit den Wolken des Himmels einer wie ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn geführt.
Ihm wurden Herrschaft, Würde und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und Sprachen müssen ihm dienen. Seine Herrschaft ist eine ewige, unvergängliche Herrschaft. Sein Reich geht niemals unter.

Buch Daniel 3,75.76.77.78.79.80.81.

Preist den Herrn, ihr Berge und Hügel;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, all ihr Gewächse auf Erden;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, ihr Quellen;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, ihr Meere und Flüsse;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!

Preist den Herrn, ihr Tiere des Meeres.
Lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, all ihr Vögel am Himmel;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!
Preist den Herrn, all ihr Tiere, wilde und zahme;
lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!

Evangelium nach Lukas 21,29-33.

In jener Zeit gebrauchte Jesus einen Vergleich und sagte: Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an:
Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.
Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist.
Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles eintrifft.
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2661 am: 28. November 2015, 13:37:53 »

Sel. John Henry Newman (1801-1890), Theologe und Kardinal, Gründer der Oratorianergemeinschaft in England

„Wacht und betet zu jeder Zeit“

„Wacht!“ sagt Jesus uns mit Nachdruck. Wir müssen nicht nur glauben, sondern auch wachen; wir dürfen nicht nur einfach lieben, sondern wir müssen wachen; wir müssen nicht nur gehorchen, sondern wachen. Wachsam sein warum? Für dieses große, dieses größte Ereignis: die Wiederkunft Christi. Es scheint wohl so zu sein, dass das ein ganz eigener Anruf ist, eine Verpflichtung, die uns niemals in den Sinn gekommen wäre, wenn Jesus sie uns nicht eigens aufgetragen hätte. Aber was heißt das nun – wachen?  [...]

Derjenige wacht in der Erwartung Christi, der den Geist gefühlvoll, offen hält, der lebendig, aufmerksam und voller Eifer ist, um ihn zu suchen und zu ehren. Er verlangt danach, Christus in allem zu finden, was ihm widerfährt. Er würde keinerlei Überraschung, keinerlei Schrecken oder Unruhe empfinden, wenn er erführe, dass Christus da ist.

Derjenige wacht mit Christus (Mt 26,38), der weiß, dass er, die Zukunft im Auge, die Vergangenheit nicht vergessen darf, der nicht vergißt, dass Christus für ihn gelitten hat. Es wacht mit Christus, der sich, ihm zum Gedächtnis, mit seinem Kreuz und seiner Todesangst vereinigt, der freudig das Gewand trägt, das Christus bis zum Kreuz getragen und das er nach seiner Himmelfahrt zurückgelassen hat. Oft drücken die geisterfüllten Schriftsteller in ihren Briefen ihre Sehnsucht nach der zweiten Wiederkunft aus, vergessen jedoch niemals die erste – die Kreuzigung und die Auferstehung... Deshalb verschweigt der Apostel Paulus, der in seinem Brief die Korinther einlädt, „das Kommen Christi zu erwarten“, auch nicht, „immer das Todesleiden Jesu an unserem Leib zu tragen, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib sichtbar wird“ (2 Kor 4,10). Der Gedanke an das, was Christus heute für uns ist, darf nicht die Erinnerung daran auslöschen, was er für uns war [...]

Wachen, das heißt also, losgelöst von dem zu leben, was gerade um uns ist, das heißt im Unsichtbaren leben, leben mit dem Gedanken an Christus wie er war, als er zum ersten Mal kam und wie er wiederkommen soll, nach seiner zweite Ankunft verlangen im liebenden und dankbaren Gedenken an die erste.

Predigt « Watching », PPS vol. 4, n°22
« Letzte Änderung: 28. November 2015, 13:40:18 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2662 am: 28. November 2015, 14:06:11 »
57. Himmelsleiter

08. Januar 2012; № 57

Jesus spricht:
Was braucht „ihr“ um „nach oben“ zu kommen?
„Nach oben zu Mir?“ (Jesus zeigt eine goldene Leiter.)
Es sind 7 Sprossen!
Am Ende der Sprossen ist die Himmelstür.

1. Demut; 2. Gottvertrauen; 3. Glaube; 4. Hoffnung; 5. Liebe; 6. Erkenntnis; 7. Wahrheit.

Ich selbst öffne diese Türe schon von Anbeginn eures Lebens
und lasse diese Gnadenschätze auf euch fallen, in die Wurzel eurer Seele.
Euer Leben ist schon von Anfang an, an die Leiter gestützt,
damit ihr emporsteigen könnt, um einst in meinem Reiche zu leben.
Wer eine Sprosse auslässt, fällt zwei Sprossen herunter.

Denn jede Sprosse bringt euch näher zur Heiligkeit!

Wenn ihr die Sprossen hochsteigt, ist euch auch Hilfe angesagt.
Rechts und links sind Leitern, auf denen andere Menschen hochsteigen, mit euch – neben euch!
Jeder auf seiner Leiter und doch neben euch – mit euch.
Man kann diese Leitern nicht übereinander stellen, denn jeder muss
(ein rotes Herz legt sich um das Wort „muss“)
„seine Leiter“ hoch steigen, um in Mein Reich zu kommen.

Steigt jemand nicht die Leiter hoch,
muss er, um der Gerechtigkeit willen, seiner Versäumnisse Genugtuung leisten.
Und er wird bitterlich weinen, weil er die Versäumnisse nicht wieder gut machen kann,
sondern sie im Fegefeuer hochsteigen muss,
„die Leiter der Versäumnisse“, durch die Erkenntnis der Unterlassung.
Er wird hochsteigen – erst –
wenn Meine Barmherzigkeit die Sprosse abdeckt und wenn gläubige Menschen für die Armen beten.
Die Leiter, die Ich geschenkt, muss erklommen werden, egal wann und wo und wie!

Denn dies ist die Leiter, die zum Tore der ewigen Glückseligkeit führt!
Sie ist die einzige Leiter von jeder Seele zu Meinem Herzen,
um in mein Reich zu kommen, um ewig bei Mir zu wohnen!

Meine Mutter und Mein Pflegevater haben diese Leiter bestiegen,
schon vom Atem Meiner Entscheidung an!
Ich solle – Ich werde bei ihnen wohnen.
Ihre Leitern sind mit Edelsteinen geziert gewesen.
Denn ihre Demut hat das Vertrauen gestärkt!
Ihr Glaube hat sie getragen!
Ihre Hoffnung hat sie getröstet!
Ihre Liebe hat Mich umschlossen!
Ihre Erkenntnis hat Mich begehrt!
Und ihre Wahrheit hat sie erhalten, alle Tage ihres Lebens!

Meine Mutter – Mein Pflegevater.
Ihre Leitern des Lebens waren mit Edelsteinen geziert,
weil Gott, Mein Vater im Himmel, sie auserwählte,
weil Gott, Mein Vater im Himmel,
sie schon vor ihrem ersten Atem,
mit den Sprossen der goldenen Leitern zierte.

1. Sprosse: Demut.
Ja, ihre Leiter des Lebens wurde mit Demut, auf der Sprosse der Demut umschlungen!
2. Sprosse: Gottvertrauen.
Die Sprosse des Gottvertrauens wurde umarmt mit ihrem unermesslichen Gottvertrauen,
das in ihren Herzen schlummerte, als sie das Leben erweckte, im Schoße ihrer Mütter!
3. Sprosse: Glaube.
Der Glaube leuchtete in ihren Kinderherzen weit mehr als alle Herzen je auf Erden waren, sind und noch kommen werden. Und dieser Glaube schien ihr ganzes Leben, den Meine Eltern trugen.
Weiter als die Sonne scheinen mag und wärmer als je die Sonne scheinen kann.
4. Sprosse: Hoffnung.
Die Hoffnung lag in ihrem Erdenleben nicht vergraben. Nein, die Hoffnung trug Meine geliebte Mutter Maria und meinen Pflegevater, den heiligen Josef, „als sichtbares Zeichen“ - „mit dem Kinde in der Familie“! Und mit kristallklarem Denken lebten sie in Frieden und Klarheit der Liebe!
5. Sprosse: Liebe.
Die Liebe war in der Wurzel ihrer Seelen schon verankert, als Mein Vater im Himmel sie auserwählte!
Schon von Anbeginn des Lebens auf der Erde, erwählte der Schöpfer des Himmels und der Erde,
zwei Seelen, die Mich tragen sollten im Schoße und in ihren Armen!
„In ihren Armen und in ihrem Leben, damit Ich tragen konnte all das Leid der Welt!“
Die Liebe fiel in die Liebe!
Und das liebende Wort brachte die Frucht der Liebe hervor,
um in der liebenden Familie, das Wort der Liebe zu schenken, durch Zeichen und Wunder.
6. Sprosse: Erkenntnis.
In der Erkenntnis der reinen Elternschaft strömte die himmlische Wohnung auf die Erde,
in die Herzen der geliebten, auserwählten Seelen,
denn sie erkannten als erste Menschen auf Erden „Mich – Gottes Sohn“!
Ihre Erkenntnis ist und war einmalig, weil Mein Vater im Himmel
in der geheimnisvollen Menschwerdung die Allmacht offenbarte:
Gott und Mensch lebt im Himmel und auf Erden!
7. Sprosse: Wahrheit.
Die Wahrheit des Lebens begleitete meine Mutter und meinen Pflegevater –
von Beginn ihres Lebens an!
Die Wahrheit – Sie wuchs wie eine Blüte und versenkte sich in Meinen Willen!
„Wir waren vereint – noch ehe wir uns kannten!“

Wir waren unterwegs. – Uns zu finden. – Uns zu lieben.
In einer reinen, liebevollen Weise, „die göttlichen Ausmaß übersteigt“!

Mein Pflegevater – Meine Mutter – Ich Jesus.
Wir waren in der Wahrheit durch den erfüllten Traum der Wahrheit,
weil Gott es so wollte!

Die Wahrheit: Sie strömte aus dem Herzen der Gottheit in einem Maße der Liebe,
in die Herzen meiner geliebten Mutter Maria und meines Pflegevaters Josef.

Und in ihrem Leben und auch im Sterben legte sich das Band der Gotteswahrheit um ihre Herzen.

Und sie lebten, liebten und starben in den Armen des Geistes der Ewigkeit.
Es gab für sie eine Fortsetzung der Wahrheit und Erkenntnis.
Nie wurde sie unterbrochen, weder bei Meiner Mutter, noch bei meinem Pflegevater.

Es folgten viele nach ihnen und es folgen noch viele,
doch niemals wird es je wieder Menschen auf Erden geben,
die solch ein Leben führen, noch je geführt haben und solch einen Tod, der nie war, erleben werden!

Ihre Auserwählung –
Ihre Erkenntnis, ihre Wahrheit, ihre Demut, ihr Vertrauen, ihr Glaube,
ihre Hoffnung, ihre Liebe waren und sind einzigartig!
Denn die Dreifaltigkeit lies sich hernieder in den Schoß der Braut, um zu leiden, opfern, sühnen!
„Und diese Wohnung war dem Himmel so nahe!“

Kein Mensch –
als einzigste durfte Meine Mutter in Reinheit und Liebe den Himmel offen sehen, von Beginn ihres Lebens an.
Und diese Reinheit und Liebe träufelte der Geist auch in das Leben meines Pflegevaters.

Meine Eltern auf Erden! Meine geliebten Eltern am Throne der Gottheit!
„Am nahesten der Wahrheit und Erkenntnis!“
Wie im Leben –
Wie jetzt in der Ewigkeit ist alles vermehrt worden.
Aber in einer Maße, die, die Gottheit nie mehr verschenkte, noch verschenken wird.

Denn Ich wurde geboren,
aus dem Samen des Dreifaltigen Gottes, in das Herz der Wahrheit und Erkenntnis.
Damit das Wort sich erfüllt und getragen werde, von den Armen der auserwählten!
Vom Herzen meiner Mutter und vom liebenden, reinen Herzen meines Pflegevaters.

Ihren Platz kann keiner einnehmen – niemals!
Ihr Platz ist umstellt von Engeln!
Ihr Platz – Der Platz von Meinen geliebten Eltern ist – Seite an Seite bei der Dreifaltigkeit!

Weil sie Seite an Seite waren in Meinem Leben
und Seite an Seite lebten, liebten und litten – für Mich – für die Liebe – für die Wahrheit,
darin die Demut, das Vertrauen, der Glaube, die Hoffnung ruht.

Ich bin. Ich war. Ich bin. Ich lebe.
Ich bin „das Wort der Liebe“, „die Hoffnung der Liebe“, „das Leben der Liebe“!
Ich bin, der Ich bin!
Jesus – Euer Herr und Gott!
Jesus – Das Kind von Maria und Josef!
Jesus – Euer König!

Kommt und steigt hoch – Auf der Leiter eures Lebens – zu Mir!
Kommt und steigt hoch – mit Meiner und eurer Mutter!
Kommt und steigt hoch – mit eurem heiligen Josef und Meinem Pflegevater!
Kommt und steigt hoch – dem Lichte entgegen!
Kommt und steigt hoch – zur ewigen Glückseligkeit!

Meine Schafe hören auf Meine Stimme und sie folgen Mir,
sie folgen dem Licht, das die Ewigkeit schenkt!
Das Geschenk der liebenden, nie vergehenden, ewigen Glückseligkeit!

Meine Schafe hören auf Meine Stimme und steigen auf der goldenen Leiter hoch!
Zum Haus der Liebe!
Zum Haus der Freude!
Zum Haus des ewigen Friedens!

Meine Schafe hören auf Meine Stimme.
Ich kenne sie und habe die Wohnung bereitet im Hause Meines Vaters!

Meine Schafe hören auf Meine Stimme und befolgen sie,
die Worte der Liebe und Wahrheit,
durch demütiges Leben, in Wort und Tat, im Herzen und im Wirken,
mit Leib und Seele!

Meine Schafe hören auf Meine Stimme!
Und „ihre Stimme“ wird sich erheben in Freude,
weil sie durch die goldene Leiter zu Mir gekommen sind,
zu Mir,
in Mein Reich,
in das Reich Meines Vaters,
in das Reich der allumfassenden Herrlichkeit!

http://www.morgenroete.eu/index.php/7-botschaften/63-57-himmelsleiter
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« Antwort #2663 am: 28. November 2015, 14:08:40 »
302. Die hl. Beichte – Gnadengeschenk der Liebe Gottes

17. November 2015; № 302
Jesus spricht:
Mein Kind!
Wird dein Herz in Fülle zu Mir kommen?
Oder wird dein Herz leer und kalt vor Mir stehen?
Was ihr sät, werdet ihr ernten und was ihr erntet, bringt ihr zu Mir.

Mein Kind!
Gestern fiel der Beutel mit dem Samen auf den vertrockneten Acker
mit den spitzen Steinen und der Beutel riss in viele Teile.
Wer hat den Samen eingesammelt und in einen neuen Beutel gelegt?
Es ist schwer und doch nicht schwer – Mein Wort, der Samen.
Es ist „so schwer“ wie es die Kinder tragen.
Tragen die Kinder mit Liebe, Glauben, Vertrauen, Hoffnung und Vernunft
den Samen über Wiesen und Felder,
so wird der Samen aufgehen und reiche Frucht bringen.
Wird das eigene Ich in den Vordergrund gestellt,
wird der Samen auf die vertrockneten Felder fallen und keine Frucht bringen.
Und wer leichtfertig mit dem Samen umgeht, wird vieles verlieren.

Mein Kind!
Sie ordnen und ordnen.
Es wird niemals Ordnung eintreten, solange ihr Leben nicht in Meiner Ordnung liegt.
Die Veränderungen, die kommen, liegen nicht alle in Meinem Herzen.
Nur wer den Samen gleichmäßig über Wiesen und Felder verteilt,
wird immer in Meiner Ordnung leben wollen
und sich in Liebe Meinem Wort beugen, damit die Wahrheit aufleuchtet.
Und wer immer und immer wieder auf Felder und Wiesen nicht genug Samen ausstreut,
wird nicht im vollkommenen Gehorsam leben können,
weil [über] so viele Jahre so vieles verloren ging.

Mein Kind!
Es wird immer schwerer werden aufzustehen,
weil die Kraft sich verringert und die Sicht trüber wird.
Es gilt für jene, die sich nicht mit Meinem Wort der Wahrheit stärkten.
Es wird immer wehen – Mein Wort,
weil Ich nur Liebe bin.
Es wird immer Augenblicke der Zeit der Umkehr geben,
weil Ich nur Liebe bin.
Es wird immer der Samen der Wahrheit über die Erde wehen,
weil Ich nur Liebe bin.
Doch werden die Tage dunkler
und die Nächte legen sich in die Dunkelheit der Nacht,
weil immer mehr Menschen Mein Wort,
den Samen der Befreiung, verwerfen.
Was wird geschehen wenn sie vor Mir stehen?
Mit leeren Händen, nackt und bloß? Mit dunkler Seele, die im Herzen liegt?
Und wäre es nur die Hälfte, von dem, was ihr geben könnt,
so wären doch viele Seelen erleichtert,
weil sie nicht mit leeren Händen vor Mir stehen würden.
Da es gar wenige sind, welche nur die Hälfte bringen, ist Mein Herz betrübt.
Denn es sind „so viele“, die so wenig, weniger als die Hälfte, Mir bringen
und Ich ihnen deshalb nicht den Platz schenken kann, den Ich ihnen geben wollte,
um der Gerechtigkeit willen, die die Barmherzigkeit umhüllt.
Versteht, liebe Kinder, es liegt einzig alleine an euch.
Ihr wählt eure Gedanken, Worte und Werke. Ihr alleine.
Und Ich verteile je nach Verdienst. Ich sagte es euch schon öfters.
Es liegt alleine an euch selbst, wie euer Leben und euer Ende aussehen werden.
Es liegt einzig alleine an euch,
wie tief die Erkenntnis und die Geschenke sein werden in der Ewigkeit.
Die eigene Sünde wiegt sich nicht alleine im Sünderherzen,
sondern auch vielmals in den Herzen der Mitmenschen,
welche ihr beschmutzt, geschändet und ausgenützt habt.
Deshalb stehen so viele Menschen nackt vor Mir,
weil sie so viel Schlechtes in ihrem Leben nicht bereuten.
Meine Kinder, die heilige Beichte ist ein Gnadengeschenk Meiner Liebe!
(Jesus zeigt: Was die Menschen auf Erden bereuen und zu Gott bringen durch die heilige Beichte, bringt ihnen mehr, als wenn sie erst in ihrer Todesstunde die Sünden bereuen, wenn sie vor Gott stehen. Das Feuer im Ort der Reinigung ist leichter und brennt nicht so sehr in ihrer Seele.)

Meine Kinder!
Eine Sekunde im Fegefeuer ist schmerzlicher als zehn Jahre schweres Leiden,
weil dieses Feuer die Seele verzehrt.
Es ist ein Brennen, welches man auf Erden nicht kennt.
Ein Hauch von der Wahrheit, dem ihr begegnen werdet in eurer Todesstunde,
ist wie ein winzig kleiner Strahl von der größten Sonne, von der Sonne der Wahrheit.
Ein Verlangen legt sich in die Seele und lässt sie in tiefes, qualvolles, verzehrendes,
reinigendes Leiden fallen.

Ordnung und Treue liebe Ich.
Glaube und Hoffnung liebe Ich.
Barmherzigkeit und Vertrauen liebe Ich.
Gebet und Opfer liebe Ich.
Leiden – in Meinem Willen versenkt – liebe Ich.
Leiden verkürzt das Fegefeuer, wenn man sich mit Mir vereint.
Geht man den falschen Weg, so fällt das Leiden auf die vertrocknete Erde.
Gebe Ich kein Wasser, ist alles verloren.
Ich gebe – so viel Ich will.
Wer nicht will und alles fortträgt, wird alles verlieren.
(Jesus zeigt: Im Himmel gibt es verschiedene Stufen, Stufen der Erkenntnis und Nähe zu Gott. Manche haben Blumenkränze auf: in unterschiedlichen Farben und Größen. Andere haben goldene Kronen – kleine und große goldene Kronen mit unterschiedlichen Farben und unterschiedlicher Anzahl der Steine.)

Keiner kann sagen: Ich habe nichts gewusst. Ich habe nichts gehört.
Denn Ich verteile an jeden Menschen auf Erden in unterschiedlicher Weise.
Ich lege so viele Gnadengeschenke in die Herzen der Menschen,
doch viele werfen die Schätze hinaus in ihrem Leben und fallen immer tiefer in die Sünde.
Den Samen der Liebe trägt jeder Mensch auf Erden,
weil Mein Vater im Himmel diesen Samen in jedes Leben versenkt.

Samen der Freiheit – Samen der Liebe – Samen der Erlösung.
Wer kann es verstehen?
Das Schiff auf dem Meere ist vielem ausgesetzt:
Orkan und Stürme, Regen und Hagel, Frost und eisiger Wind.
Auch im Wasser lauern Gefahren.
(Jesus zeigt: Im Wasser sind viele fürchterliche Tiere. Sie reißen ihr Maul auf und wollen die Menschen verschlingen.)
Doch wer sich auf die Macht Gottes stützt,
wird auf dem Schiff der Wahrheit bleiben,
bis es angekommen ist im Hafen der Ewigkeit.

Selig – die Glaube, Hoffnung und Liebe im Herzen tragen.
Selig – die Meine Gebote leben und lieben.
Selig – die Barmherzigen, denn die werden Barmherzigkeit erlangen, auf Erden und in der Stunde ihres Todes.
Es steht geschrieben und wird immer geschrieben bleiben.
Weil Ich – JESUS – DAS LAMM – es mit Meinem Blute besiegelte!
Es steht geschrieben!
Die Liebe macht uns eins!

http://www.morgenroete.eu/index.php/7-botschaften/312-302-die-hl-beichte-gnadengeschenk-der-liebe-gottes
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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