Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4660991 mal)

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« Antwort #3072 am: 08. März 2016, 06:27:40 »
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

„Möchtest du wieder gesund werden?“

Die Wunder Christi sind Symbole der unterschiedlichen Umstände unseres ewigen Heils [...], dieses Bad ist das Symbol des kostbaren Geschenkes, welches uns das Wort des Herrn macht. Kurz, dieses Wasser stellt das jüdische Volk dar, die fünf Torhallen sind das von Moses in fünf Büchern niedergeschriebene Gesetz. Das Wasser war also von fünf Säulengängen umschlossen, wie das Volk vom Gesetz, welches es umfasste. Das Wasser, das in Wallung geriet und trüb wurde, bedeutet die Passion des Retters inmitten dieses Volkes. Derjenige, der in dieses Wasser hinabstieg, war geheilt, einer allein, um die Einheit darzustellen. Diejenigen, die es nicht ertragen können, wenn man von der Passion Christi spricht, das sind die Stolzen: sie wollen nicht eintauchen und werden nicht geheilt. „Was“, sagt der Hochmütige, „an einen Gott glauben, der Fleisch geworden ist, der aus einer Frau geboren wurde, an einen Gott, der gekreuzigt und gegeißelt wurde? Nein, ich würde nie daran glauben, dass ein Gott sich so demütigen lässt, das ist eines Gottes nicht würdig.“

Lasst in diesem Zusammenhang lieber euer Herz als euren Verstand sprechen. Demütigungen erscheinen den Arroganten als eines Gottes unwürdig, deshalb sind sie auch weit davon entfernt, geheilt zu werden. Hütet euch vor diesem Stolz. Wenn ihr geheilt werden wollt, dann steigt hinein in dieses Wasser. Man könnte sich zu Recht beunruhigen, wenn einem gesagt würde, dass Christus sich in seiner Fleischwerdung irgendwie verändert habe. Aber nein, seid unbesorgt, euer Gott bleibt, was er war. Er ist unvergänglich und bewirkt, dass auch ihr unvergänglich seid. Er bleibt in der Tat, was er ist. Er wird von einer Frau geboren, aber nur dem Fleisch nach [...] Als Mensch hat man ihn ergriffen, gefesselt, ausgepeitscht, mit Hohn überschüttet und schließlich gekreuzigt und umgebracht. Warum solltet ihr erschrecken? Das Wort des Herrn bleibt ewig. Wer nicht annehmen will, dass ein Gott sich so demütigt, will von der tödlichen Geschwulst seines Stolzes nicht geheilt werden.

Unser Herr Jesus Christus hat durch sein Kommen im Fleisch unserem Fleisch die Hoffnung zurückgegeben. Er hat Geburt und Tod auf sich genommen, Gaben dieser Erde, die wir nur zu gut kennen und die uns allen gemeinsam sind. Geburt und Tod hat die Erde tatsächlich im Überfluss hervorgebracht; nicht aber Auferstehung, nicht aber ewiges Leben. Gott hat die unseligen Gaben dieser undankbaren Erde angenommen und uns dafür die Güter seines himmlischen Reiches geschenkt.

Predigt 124
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3073 am: 08. März 2016, 06:28:38 »
Buch Ezechiel 47,1-9.12.

Der Mann, der mich begleitete, führte mich zum Eingang des Tempels zurück, und ich sah, wie unter der Tempelschwelle Wasser hervorströmte und nach Osten floss; denn die vordere Seite des Tempels schaute nach Osten. Das Wasser floss unterhalb der rechten Seite des Tempels herab, südlich vom Altar.
Dann führte er mich durch das Nordtor hinaus und ließ mich außen herum zum äußeren Osttor gehen. Und ich sah das Wasser an der Südseite hervorrieseln.
Der Mann ging nach Osten hinaus, mit der Messschnur in der Hand, maß tausend Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen; das Wasser reichte mir bis an die Knöchel.
Dann maß er wieder tausend Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen; das Wasser reichte mir bis zu den Knien. Darauf maß er wieder tausend Ellen ab und ließ mich hindurchgehen; das Wasser ging mir bis an die Hüften.
Und er maß noch einmal tausend Ellen ab. Da war es ein Fluss, den ich nicht mehr durchschreiten konnte; denn das Wasser war tief, ein Wasser, durch das man schwimmen musste, ein Fluss, den man nicht mehr durchschreiten konnte.
Dann fragte er mich: Hast du es gesehen, Menschensohn? Darauf führte er mich zurück, am Ufer des Flusses entlang.
Als ich zurückging, sah ich an beiden Ufern des Flusses sehr viele Bäume.
Er sagte zu mir: Dieses Wasser fließt in den östlichen Bezirk, es strömt in die Araba hinab und läuft in das Meer, in das Meer mit dem salzigen Wasser. So wird das salzige Wasser gesund.
Wohin der Fluss gelangt, da werden alle Lebewesen, alles, was sich regt, leben können, und sehr viele Fische wird es geben. Weil dieses Wasser dort hinkommt, werden die Fluten gesund; wohin der Fluss kommt, dort bleibt alles am Leben.
An beiden Ufern des Flusses wachsen alle Arten von Obstbäumen. Ihr Laub wird nicht welken, und sie werden nie ohne Frucht sein. Jeden Monat tragen sie frische Früchte; denn das Wasser des Flusses kommt aus dem Heiligtum. Die Früchte werden als Speise und die Blätter als Heilmittel dienen.

Psalm 46(45),2-3.5-6.8-9.

Gott ist uns Zuflucht und Stärke,
ein bewährter Helfer in allen Nöten.
Darum fürchten wir uns nicht, wenn die Erde auch wankt,
wenn Berge stürzen in die Tiefe des Meeres.

Die Wasser eines Stromes erquicken die Gottesstadt,
des Höchsten heilige Wohnung.
Gott ist in ihrer Mitte, darum wird sie niemals wanken;
Gott hilft ihr, wenn der Morgen anbricht.

Der Herr der Heerscharen ist mit uns,
der Gott Jakobs ist unsre Burg.
Kommt und schaut die Taten des Herrn,
der Furchtbares vollbringt auf der Erde

Evangelium nach Johannes 5,1-16.

Es war ein Fest der Juden, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem.
In Jerusalem gibt es beim Schaftor einen Teich, zu dem fünf Säulenhallen gehören; dieser Teich heißt auf hebräisch Betesda.
In diesen Hallen lagen viele Kranke, darunter Blinde, Lahme und Verkrüppelte.

Dort lag auch ein Mann, der schon achtunddreißig Jahre krank war.
Als Jesus ihn dort liegen sah und erkannte, dass er schon lange krank war, fragte er ihn: Willst du gesund werden?
Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich, sobald das Wasser aufwallt, in den Teich trägt. Während ich mich hinschleppe, steigt schon ein anderer vor mir hinein.
Da sagte Jesus zu ihm: Steh auf, nimm deine Bahre und geh!
Sofort wurde der Mann gesund, nahm seine Bahre und ging. Dieser Tag war aber ein Sabbat.
Da sagten die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbat, du darfst deine Bahre nicht tragen.
Er erwiderte: Der Mann, der mich gesund gemacht hat, sagte zu mir: Nimm deine Bahre und geh!
Sie fragten ihn: Wer ist das denn, der zu dir gesagt hat: Nimm deine Bahre und geh?
Der Geheilte wusste aber nicht, wer es war. Jesus war nämlich weggegangen, weil sich dort eine große Menschenmenge angesammelt hatte.
Später traf ihn Jesus im Tempel und sagte zu ihm: Jetzt bist du gesund; sündige nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres zustößt.
Der Mann ging fort und teilte den Juden mit, dass es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte.
Daraufhin verfolgten die Juden Jesus, weil er das an einem Sabbat getan hatte.
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« Antwort #3074 am: 09. März 2016, 06:34:25 »
Hl. Bruno von Querfurt

Glaubensbote in Polen und Preußen,
Erzbischof von Magdeburg, Märtyrer
* 974 (?) in Querfurt bei Halle in Sachsen-Anhalt
† 9. März (oder 14. Februar) 1009 bei Lötzen, heute Giżycko in Polen

Bruno stammte aus dem sächsischen Hochadel. Er war Domschüler und dann Kanoniker in Magdeburg. 996 zog er als Hofkaplan im Gefolge Kaiser Ottos III. nach Rom. Dort entschloss er sich, Einsiedler zu werden. Papst Silvester II. beauftragte ihn mit der Missionierung der Slawen und ernannte ihn zum Erzbischof. Die Missionsarbeit war sehr schwierig wegen der Kriege zwischen dem deutschen König Heinrich II. und dem Polenherzog Boleslaw. Bruno versuchte zu vermitteln, hatte aber wenig Erfolg. Er missionierte auch bei den Ungarn, in Südrussland und in Ostpreußen. Bei Braunsberg wurde er 1009 mit achtzehn Begleitern von den heidnischen Preußen erschlagen. - „Es geschehe, wie Gott will und wie du willst“, hatte er an Heinrich II. geschrieben.
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« Antwort #3075 am: 09. März 2016, 06:35:30 »
Hl. Franziska von Rom

Ordensgründerin, Mystikerin
* 1384 in Rom
† 9. März 1440 daselbst

Franziska wollte als junges Mädchen in ein Kloster eintreten, heiratete aber nach dem Willen ihrer Eltern den Römer Lorenzo de Ponziani. Mit ihm lebte sie vierzig Jahre als glückliche Gattin und liebevolle Mutter ihrer Kinder. Mit unermüdlichem Eifer sorgte sie für die Angehörigen des Hauses und für die Armen von Rom. Nach Lorenzos Tod (1436) bat sie um Aufnahme in dem von ihr gestifteten Kloster der Benediktineroblatinnen von Tor de Specchi. Sie musste das Amt einer Oberin übernehmen, starb aber schon am 9. März 1440. Sie wird mit einem Engel dargestellt, weil sie oft ihren Schutzengel sah, der sie überall begleitete.
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« Antwort #3076 am: 09. März 2016, 06:36:30 »
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

Er rief mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!

Unter allen Wundern, welche unser Herr Jesus Christus getan, wird die Auferweckung des Lazarus ganz besonders gepriesen. Allein wenn wir erwägen, wer es getan hat, dann müssen wir uns viel mehr freuen als verwundern. Der hat einen Menschen erweckt, der den Menschen erschaffen hat; denn er ist der Eingeborene des Vaters, durch den, wie ihr wisst, alles geworden ist (Joh 1,3). Wenn also durch ihn alles geworden ist, was Wunder, wenn einer durch ihn aufersteht, da doch täglich so viele durch ihn zum Leben kommen? [...]

Du hast ja gehört, dass der Herr Jesus einen Toten erweckte; es genügt dir, um zu wissen, dass er, wenn er wollte, alle Toten erwecken könnte. Dies hat er sich freilich für das Ende der Welt vorbehalten. Denn derjenige, von dem ihr gehört habt, dass er durch ein großes Wunder einen, der bereits vier Tage tot war, aus dem Grabe erweckte, hat selbst gesagt: Es wird die Stunde kommen, da alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und hervorgehen werden. Er hat einen bereits Riechenden wieder erweckt, aber dennoch war in dem riechenden Leichnam noch die Gestalt der Glieder; am jüngsten Tage wird er mit einem Worte die Asche wieder zum Fleische zusammenfügen. Aber er musste jetzt etwas tun, damit wir dadurch als Zeichen seiner Kraft an ihn glauben und uns für jene Auferstehung vorbereiten möchten, welche zum Leben, nicht zum Gerichte sein wird. Er sagt nämlich: „Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und herauskommen werden: Die das Gute getan haben, werden zum Leben auferstehen, die das Böse getan haben, zum Gericht" (Joh 5,28f.).

Doch betrachten wir die so wunderbaren Werke Christi: jeder Mensch, der den Glauben hat, ist ein Auferstandener; und wenn wir genau hinschauen, erkennen wir, dass es schlimmere Todesarten gibt, als die von Lazarus: nämlich dass jeder, der sündigt, stirbt. Allein den Tod des Fleisches fürchtet jeder Mensch, den Tod der Seele nur wenige. [...] O, wenn wir doch alle Menschen mit unserem Eifer anstecken könnten, und von ihrem Eifer angesteckt würden, solche Liebhaber des ewig dauernden Lebens zu sein, wie die Menschen Liebhaber des vergänglichen Lebens sind!

Vorträge über das Johannesevangelium, Nr. 49, 1-3
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« Antwort #3077 am: 09. März 2016, 06:37:24 »
Buch Jesaja 49,8-15.

So spricht der Herr: Zur Zeit der Gnade will ich dich erhören, am Tag der Rettung dir helfen. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund zu sein für das Volk, aufzuhelfen dem Land und das verödete Erbe neu zu verteilen,
den Gefangenen zu sagen: Kommt heraus!, und denen, die in der Finsternis sind: Kommt ans Licht! Auf allen Bergen werden sie weiden, auf allen kahlen Hügeln finden sie Nahrung.
Sie leiden weder Hunger noch Durst, Hitze und Sonnenglut schaden ihnen nicht. Denn er leitet sie voll Erbarmen und führt sie zu sprudelnden Quellen.
Alle Berge mache ich zu Wegen und meine Straßen werden gebahnt sein.
Seht her: Sie kommen von fern, die einen von Norden und Westen, andere aus dem Land der Siniter.
Jubelt, ihr Himmel, jauchze, o Erde, freut euch, ihr Berge! Denn der Herr hat sein Volk getröstet und sich seiner Armen erbarmt.
Doch Zion sagt: Der Herr hat mich verlassen, Gott hat mich vergessen.
Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht.

Psalm 145(144),8-9.13cd-14.17-18.

Der Herr ist gnädig und barmherzig,
langmütig und reich an Gnade.
Der Herr ist gütig zu allen,
sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.

Der Herr ist treu in all seinen Worten,
voll Huld in all seinen Taten.
Der Herr stützt alle, die fallen,
und richtet alle Gebeugten auf.

Gerecht ist der Herr in allem, was er tut,
voll Huld in all seinen Werken.
Der Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe,
allen, die zu ihm aufrichtig rufen.

Evangelium nach Johannes 5,17-30.

In jener Zeit entgegnete Jesus den Juden: Mein Vater ist noch immer am Werk, und auch ich bin am Werk.
Darum waren die Juden noch mehr darauf aus, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen Vater nannte und sich damit Gott gleichstellte.
Jesus aber sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, wenn er den Vater etwas tun sieht. Was nämlich der Vater tut, das tut in gleicher Weise der Sohn.
Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er tut, und noch größere Werke wird er ihm zeigen, so dass ihr staunen werdet.
Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, wen er will.
Auch richtet der Vater niemand, sondern er hat das Gericht ganz dem Sohn übertragen,
damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat.
Amen, amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen.
Amen, amen, ich sage euch: Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden; und alle, die sie hören, werden leben.
Denn wie der Vater das Leben in sich hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben in sich zu haben.
Und er hat ihm Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist.
Wundert euch nicht darüber! Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören
und herauskommen werden: Die das Gute getan haben, werden zum Leben auferstehen, die das Böse getan haben, zum Gericht.
Von mir selbst aus kann ich nichts tun; ich richte, wie ich es vom Vater höre, und mein Gericht ist gerecht, weil es mir nicht um meinen Willen geht, sondern um den Willen dessen, der mich gesandt hat.
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« Antwort #3078 am: 09. März 2016, 12:43:45 »
313. Ströme lebendigen Wassers

25. Januar 2016; № 313
Jesus spricht:
Die Kirche spaltet sich. Sie ist schon lange gespalten.
Neues will das Alte vertreiben.
Das Alte, das im goldenen Wasser liegt.
(Jesus zeigt, klares und goldenes Wasser vereinten sich.)
Nun will man es trennen und viele kleine Bäche ziehen.
(Jesus zeigt ein Meer. Menschen ziehen am Ufer Furchen, damit das Wasser des Meeres in viele kleine Bäche mündet bzw. dass kleine Bäche entstehen. Menschen lassen verschmutzte Dinge in ihre Bäche fallen, dann sind die Bäche, das Wasser, verseucht. Manche merken nichts davon und andere wollen nichts merken. Viele wollen nichts dagegen tun. Manche können nichts dagegen tun.)

Mein Kind!
Meine Gottgeweihten – sie sind es, die das Meer teilen.
Das Wasser – es soll klein und nach ihren Wünschen fließen.
Dorthin, wo sie es haben wollen und in einem neuen Zustand, der das Alte vertreiben wird.
Wasser ist nicht mehr Wasser.
Wahrheit ist nicht mehr Wahrheit.
Leben ist nicht mehr Leben.
Ihr Wasser, ihre Freiheit und ihr Leben werden mit dem Ursprung des wahren Lebens und der wahren Freiheit vermischt und verseucht, durch Missachtung und Veränderung Meiner Gebote.

Mein Kind!
Viele kümmern sich nicht um ihr Leben. Das Leben, das Ich Mir wünsche:
Es ist das Bestreben und der Wunsch nach Heiligkeit.
In ihren Bächen fließen tote Fische, mit und durch den Strom ihrer Sünden.
Mit und durch den Strom der Gleichgültigkeit, werden sie fortgetragen von der Dunkelheit in das Tal der nie endenden Leiden. (Jesus zeigt die Hölle.)
Wasser fließt aus Meinem heiligsten Herzen.
Ströme lebendigen Wassers lasse Ich in ihre Bäche fließen und ihre Einsicht und Reue trägt die toten Fische fort und füllt die Bäche mit Freiheit und Wahrheit.
So vereint sich Meine Barmherzigkeit mit den verirrten Seelen, damit die neue Zeit beginnen kann.
Mein Kind, würde Ich nicht segnen, würde Ich nicht heilen, würde Ich nicht Meine Barmherzigkeit ausgießen, wären die meisten Menschen auf Erden verloren. Für immer verloren.

Für immer leiden – für immer im Feuer der Wüste leiden.
Wer kann es verstehen?

Mein Kind!
Der Wolf geht einher und versucht noch vieles zu verschlingen, denn seine Zeit liegt nicht frei.
Sie liegt verdeckt. Sie ist nicht zu sehen und doch ruht sie in der Gegenwart, die bald sein wird.
Der Atem liegt am Ende.
Das Ende, das kommen wird, liegt auf dem Weg des Wolfes.
Atem und Wissen liegen nicht in der Zeit des Wolfes und doch kommt die Zeit, wo keine Beute mehr zu finden sein wird.
Weil die verschmutzten Bäche überquellen, hat der Wolf leichte Beute.
Er weiß keine Zeit, wann das Ende kommen wird.
Doch weiß er, seine Zeit ist begrenzt und legt sich bald nieder.
Damit sie nicht gleich aufstehe, erstrahlt Mein Kreuz, damit die neue Zeit hereinbrechen kann und sich in die neuen, reinen, kostbaren Bäche legen kann.
Und alles was dann lebt, wird im Fluss sein.
Im klaren Wasser – mit Meinem Wasser vereint.

Mein Kind! (Jesus ist sehr traurig. Er hat Tränen in Seinen Augen.)
Sie wollen nicht an Meinem Tische sitzen.
Sie holen einen neuen und werfen den alten Tisch hinaus. (Den Altar.)
Sie wollen nicht aus Meinem Kelch trinken.
Sie holen neue herbei und werfen Mein Blut hinaus.
Sie wollen nicht aus Meinem Buche lesen.
Sie holen neue Bücher und werfen die Wahrheit hinaus.

Mein Kind!
Ich sagte schon vor langer Zeit, man will den Altar zerschlagen.
Der Altar ist Mein Herz.
Es ist Mein Herz, das man zerschlägt.
Man holt viele leere Herzen herbei. Viele leere Bücher und viele leere Tische. Alles wird leer bleiben. Mensch, Raum und Zeit.
Denn wie kann man mit Leerem – Leeres füllen? Der Wolf geht einher und verschlingt auch das Leere. Was bleibt dem Menschen übrig?

Mein Kind!
Die Kirche ist Mein Heiligster Leib.
Das Haus ist der Tempel Meines Vaters, im Heiligen Geist.
Was sie hinaustragen, werden sie nicht mehr zurückholen können.
Was sie entzweibrechen, werden sie nicht mehr zusammenfügen können.
Was sie beschmutzen, werden sie nicht mehr reinigen können.
In der Zeit, wo die Tür der Gerechtigkeit sich öffnen wird.

Jetzt – liegt der Atem der Reue tief im eisigen Herzen.
Morgen – wird er aufbrechen, der Atem der Reue.
Wird die Zeit reichen:
Um das Alte zurückzuholen, was fortgetragen wurde?
Um das zusammen zu fügen, was getrennt wurde?
Um das zu reinigen, was beschmutzt wurde?
(Jesus zeigt eine Zeit, bevor die Gerechtigkeit kommt.)

Meine Kinder!
Viele werden so sehr die alte Zeit zurückholen wollen, doch wird es nicht möglich sein.
Das Bitten und das Beten Meiner Treuen, lässt Mein Barmherziges Herz im tiefen Meer Meiner Göttlichen Barmherzigkeit ruhen
und deckt für kurze Augenblicke Meine Gerechtigkeit zu.

Mein Kind!
Der eisige Wind ist noch eisiger geworden.
Meine Treuen können oft kaum noch atmen und doch trägt Mein Kreuz – Meine Liebe – sie den Berg hoch, zum strahlenden Licht der aufgehenden Sonne, zum goldenen Tor der ewigen Glückseligkeit.
Selig sind die Hungernden, die Dürstenden, die Barmherzigen, die wahren Treuen, denn sie werden das Land erben, das Ich ihnen verheißen habe.
Selig die reinen Herzens sind.
Ohne Gleichgültigkeit, Gewalt, Stolz, Hochmut, Neid, Eifersucht und Gier.
Sie werden einst in Reinheit vor Mir stehen.
Selig die Liebenden, denn ihre Liebe vertreibt die Gerechtigkeit. Schon lange.
Doch morgen wird sie zurückkehren:
tiefer, weiter, schmerzlicher – um der Gerechten willen, die die Wahrheit mehr liebten als die Lügen; die die Gebote mehr liebten als die Sünden.

Der Wolf geht einher, versucht alles zu verschlingen.
Meine Liebe zieht von Herz zu Herz, versucht viele zu gewinnen.

Ich lege Meinen Atem der Liebe tief in die Herzen der Menschen, damit der Samen der Liebe sich erhebe in den Herzen und die Seelen durchdringen mit Glaube, Hoffnung und Liebe mit Meinen Geboten und Verheißungen.
Seht und erkennt – Meine Güte und Liebe.
Seht und erkennt – ohne Güte und Liebe bleibt ihr leer.
Seht und erkennt – die Wahrheit. Es ist Mein Wort.
Seht und erkennt – euer Leben. Es ist oft leer.
Seht und erkennt – die Zeichen der Zeit.
Die alte Zeit rückt weit weg, denn die neue Zeit ist nahe.

Kommt und folgt dem Ruf Meiner Liebe – durch euer „Ja“,
damit sich das Haus der Liebe fülle durch eure Liebe.

(Morgenröte Botschaften)
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« Antwort #3079 am: 09. März 2016, 12:44:27 »
314. Feuer der Liebe

9. Februar 2016, Fest des Heiligsten Antlitzes Jesu; № 314

Jesus spricht
Mein Herz brennt.
Es ist ein Feuer, das nie erlischt.
Es ist Meine göttliche Allmacht und Herrlichkeit, die das Feuer entfachte.In einer unvorstellbaren Weite und Tiefe, darin die Weisheit ruht. Sie wurde nicht geboren, denn sie war, ist und bleibt im Hauch des göttlichen Lebens.

Gott Vater spricht:
Im tiefen Grund des göttlichen Lebens, darin schon immer die Dreifaltige Gottheit wohnte, füllte sich der Geist des neuen Lebens,
mit dem Geist der ewigen Liebe, um Leben einzuhauchen, auf neuem Boden, auf neuem Land, auf neuem Leben.

Im Garten Meines Herzens wuchs ein Platz, Mein Wunsch menschliches Leben zu schenken, durch das Feuer Meiner göttlichen Liebe.

Es geschah im göttlichen Dreifaltigen Wesen – das Wunder, das kein Wunder mehr sein wollte; in der Zeit, wo das neue Leben durch den Menschen entstehen sollte.

Aus Meinem Herzen wuchs das Leben, das durch das göttliche Feuer Meines Herzens zum Leben erweckt wurde.
Aus Meinem Herzen wuchs das Leben, das durch das göttliche Leben Atem gewann, im Feuer Meiner göttlichen Liebe.

Das Paradies (siehe Buch Genesis, Kap. 1), darin Ich das erste Leben versenkte, ist nur ein Hauch vom ewigen Paradies.

Freiheit, Frieden, Freude lagen im Kern – im tiefinnersten Samen der Liebe –, den Ich zuerst verschenkte, damit das erste Leben menschlichen Lebens sich hineinlegen konnte: in das Leben im Paradies; in das Leben, das leben wollte – nach Meinen Geboten und Wünschen.

Es fiel der erste Mensch in die Macht des zweiten Menschen:
In tiefer Sünde eingehüllt, die dem Hauch der Schuld keinen Einhalt gebot, weil die Schwachheit die Freiheit davonjagte; weil der Ungehorsam, die Sünde, das Leben im Paradies davonjagte.

So ist es gekommen, dass das Paradies zum ewigen Paradies zurückkehrte. Der Staub der Sünde legte sich nieder auf Mann und Frau und auf alle Nachkommen.

Die kurze Zeit, die sich in die neue Zeit legte, war nicht mehr in der Freiheit, wie sie vorher war.

Wind, Sturm, Sonne, Regen, Dürre, Armut, Kälte, Reichtum folgten im Wechsel der Natur Meiner göttlichen Gewalt.

In Meiner unendlichen Barmherzigkeit legte sich Mein großes göttliches Feuer der Liebe in das Leben Meines Sohnes zu Meiner Rechten, damit ein kleines Feuer entstehe, klein und doch gewaltig,
um auf Erden ein großes Feuer zu entfachen – zur Rettung der Menschen.

Ich gab, Mein Sohn gab, der Geist der Gottheit gab – dreifaltig und doch getrennt – ein neues Leben jenen Menschen, die „Ja“ sagen zum Leben beim Herrn und Schöpfer, – zu Mir, dem Vater aller, dem König, der ist und war und bleiben wird.

So ist das Feuer, in den Samen der Liebe eingetaucht.
In den Samen, den Ich jedem Menschen auf Erden schenken wollte und will – im Augenblick des Lebens, damit das neue Leben lebe in den Herzen, die hoffen, glauben und lieben.

Im Leiden durchbrach Mein Sohn die Nacht, die ewige Nacht, damit die Menschen in das Licht eintauchen können durch Seine Liebe,
die nicht starb durch Seinen Tod, sondern lebt in den Herzen, die leben und lieben wollen und sich führen lassen vom Samen der Liebe – immer näher und näher zum Licht, zum wahren Licht, das die Dunkelheit zerbrach.

Der Samen der Liebe geht bei vielen verloren.
Einige tragen ihn bis zu ihrem Tode, wie einen kostbaren Schatz in ihren Herzen.

Das eine Feuer gleicht keinem anderen Feuer, denn es brannte schon, ehe der Samen Meines Wortes sich mit dem Samen der Liebe vereinte.
Dieses Feuer brannte im göttlichen Herzen des Heiligen Geistes,
in unvorstellbarer Größe und legte sich in den reinen Schoß der Jungfrau Maria.
So begann in unbegreiflicher Weise für die Menschen
das göttliche Geheimnis auf Erden Frucht zu bringen,
durch das göttliche Leben im reinsten Schoße.

Dreifaltiges Feuer – Dreifaltige Liebe – Dreifaltige göttliche Liebe –
Dreifaltiges göttliches Geheimnis der Menschwerdung Gottes im reinsten Tabernakel! Wer vermag es zu verstehen?

Wenn eine Seele vor Mir steht nach ihrem Tode, werde Ich zuerst auf das Feuer schauen: auf das liebende, brennende Feuer schauen.
Ob es zu finden sein wird?

Der Samen der Liebe – ist das größte Geschenk, das Ich den Menschen auf Erden gab.
Wer mit diesem Samen lebt, wird das Feuer nie verlieren.
Das Feuer, das euch hinüberträgt.
Von einem Ufer zum anderen Ufer.
Vom alten Leben zum neuen Leben.
Vom kleinen Feuer zum Dreifaltigen Feuer.

Es ist das Feuer Meiner Gottheit, das Feuer Meiner Liebe, denn Meine Liebe liegt in jedem Samen der Liebe; Mein Feuer liegt in jedem Samen der Liebe.

Das Wunder der Liebe liegt im Feuer der Gottheit.
es entströmte aus Liebe –
es lebte aus Liebe –
es liebte aus Liebe –
es starb aus Liebe –
es lebt für die Liebe – in göttlicher Herrlichkeit.

Das Feuer Meiner Liebe taucht in den Samen der Liebe, welchen Ich euch schenkte, um der Liebe willen.

Barmherzigkeit will Ich schenken. Liebe will Ich schenken.
Gerechtigkeit werde Ich schenken im Feuer der Reinigung, damit das Alte in der Seele sterbe und die erneuerte Seele lebe in Meinem göttlichen, barmherzigen, brennenden, blutenden, liebenden dreifaltigen Herzen.

Im Feuer Meiner Liebe geboren, um zu leben.
Im Feuer Meiner Liebe mit dem Samen der Liebe beschenkt.

Vergangenes, was aus Meinem Herzen entströmte; Vergangenes, was aus euren Herzen entströmte, was gut war, wird sich füllen im Augenblick der Gegenwart eures Todes, damit das neue Leben beginnen kann. Das ewige Leben.

Im Schoße geboren, um in den Schoß (Gottes) einzugehen.
Das Wunder begann schon ehe die Welt atmete.
Das Wunder begann im Paradies und wird in der Herrlichkeit des Himmels, durch die Gegenwart Meines Sohnes, das größte Wunder sein. Bis in alle Ewigkeit.

Das Wunder Meiner Liebe, Meiner barmherzigen Liebe, durchdringt Leben und Tod.
Das Wunder Meiner Liebe, Meiner gerechten Liebe, durchdringt Tod und Auferstehung.
Das Wunder Meiner Liebe liegt in der dreifaltigen Liebe:
Sie zerbricht das Böse und vermehrt das Gute.
Wohin legt sich die Seele? In Meine Liebe oder in die Dunkelheit der Nacht?
Wohin legt sich die Seele? In das ewige Leben oder in die ewige Dunkelheit, wo es kein Entrinnen gibt? Nein, tiefe, immer tiefere Qualen füllen die Nächte.

Bei Mir ist Frieden – Freude – Glückseligkeit.
Im Feuer Meiner Liebe sollt ihr wohnen, bis in alle Ewigkeit!

Lächle, Meine Seele, denn bei Mir ruht die Sonne.
Freue dich, Meine Seele, denn bei Mir ruht die ewige Freiheit.
Juble, Meine Seele, - dein Kreuzweg ist der einzige Weg, der zu Mir führt.
Liebe, Meine Seele, damit Du in das Land der Liebe einziehen kannst, in das Land der brennenden Liebe.

Das Feuer der Ewigkeit liegt in den Wundern des Himmels.
Wer vermag es zu verstehen?

(Morgenröte Botschaften)
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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