Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4662407 mal)

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Offline Tina 13

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« Antwort #3480 am: 24. Mai 2016, 06:49:48 »
Hl. Thomas von Celano (um 1190-1260), Biograph des hl. Franziskus und der hl. Klara

Alles verlassen, um ihm nachzufolgen

Vierzig Jahre lang war Klara in der Rennbahn der hochsten Armut gelaufen (vgl. 1 Kor 9,24). Siehe, da näherte sie sich dem Siegespreis der himmlischen Berufung […] Schon eilte die göttliche Vorsehung, ihr Vorhaben mit Klara zu erfüllen; es eilte Christus, die arme Pilgerin in den Palast des himmlischen Reiches zu erhöhen. Schon wünschte und begehrte sie mit ganzer Sehnsucht, von diesem Todesleib befreit zu werden und in den himmlischen Wohnungen Christus herrschen zu sehen, dem sie in seiner Armut auf Erden mit ganzem Herzen als kleine Arme nachgefolgt war. […]

Die Töchter, die demnächst Waisen werden sollten, umstanden das Lager der Mutter […] Zu sich gewendet aber redete die heiligste Jungfrau ihre Seele leise an und sprach: „Geh in Sicherheit, denn du hast ein gutes Weggeleit. Geh“, sagte sie, „denn der dich geschaffen hat, hat dich geheiligt. Er hat dich stets behütet wie eine Mutter ihr Kind und dich mit zärtlicher Liebe geliebt.“ Sie sprach: „Du, Herr, sei gepriesen, der du mich erschaffen hast.“ Als eine der Schwestern fragte, mit wem sie rede, erwiderte sie: „Ich rede mit meiner gesegneten Seele.“ Auch jener herrliche Wegbegleiter war nicht mehr fern. Denn zu einer Tochter hingewandt sagte sie: „Siehst du, Tochter, den König der Herrlichkeit, den ich sehe?“ […]

Gepriesen sei dieser Auszug aus dem Tal des Elends, der Klara zum Einzug ins ewige Leben geworden ist! Schon erfreut sie sich an Stelle der kärglichen Reisenahrung an der Tafel der Himmelsbewohner! Schon wird sie an Stelle der Erniedrigung in der Asche als Selige im himmlischen Reich mit dem Gewand der ewigen Herrlichkeit geschmückt!

Das Leben der hl. Klara (Klara-Quellen, S. 329-335)
« Letzte Änderung: 24. Mai 2016, 06:53:30 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3481 am: 24. Mai 2016, 06:54:21 »
Erster Brief des Apostels Petrus 1,10-16.

Liebe Brüder! Die Propheten haben nach dem Heil gesucht und geforscht, und sie haben über die Gnade geweissagt, die für euch bestimmt ist.
Sie haben nachgeforscht, auf welche Zeit und welche Umstände der in ihnen wirkende Geist Christi hindeute, der die Leiden Christi und die darauf folgende Herrlichkeit im voraus bezeugte.
Den Propheten wurde offenbart, dass sie damit nicht sich selbst, sondern euch dienten; und jetzt ist euch dies alles von denen verkündet worden, die euch in der Kraft des vom Himmel gesandten Heiligen Geistes das Evangelium gebracht haben. Das alles zu sehen ist sogar das Verlangen der Engel.
Deshalb umgürtet euch, und macht euch bereit! Seid nüchtern, und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch bei der Offenbarung Jesu Christi geschenkt wird.
Seid gehorsame Kinder, und lasst euch nicht mehr von euren Begierden treiben wie früher, in der Zeit eurer Unwissenheit.
Wie er, der euch berufen hat, heilig ist, so soll auch euer ganzes Leben heilig werden.
Denn es heißt in der Schrift: Seid heilig, denn ich bin heilig.

Psalm 98(97),1.2-3ab.3cd-4.

Singet dem Herrn ein neues Lied;
denn er hat wunderbare Taten vollbracht!
Er hat mit seiner Rechten geholfen
und mit seinem heiligen Arm.

Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker.
Er dachte an seine Huld
und an seine Treue zum Hause Israel.

Alle Enden der Erde
sahen das Heil unsres Gottes.
Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde,
freut euch, jubelt und singt!

Evangelium nach Markus 10,28-31.

In jener Zeit sagte Petrus zu Jesus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.
Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat,
wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.
Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.

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« Antwort #3482 am: 24. Mai 2016, 07:03:34 »
"Atheisten, die auf ihrem Sterbebett glauben, dass ihr Leiden mit ihrem letzten Atemzug enden wird, hört Mir jetzt zu. Denjenigen von euch, welche die Existenz Gottes auf dieser Erde bestreiten, obwohl euch die Wahrheit während eurer Lebenszeit offenbart worden ist, sage Ich: Euer Leiden in den Feuern der Hölle wird nur der Anfang der ewigen Verdammnis sein. Ihr, Meine armen Seelen, die ihr durch euren eigenen freien Willen schwer sündigt, weist Mich zurück. Stattdessen wählt ihr Satan. Er erwartet euch nach dem Tod. Ich werde nirgends zu finden sein. Denn dann wird es zu spät sein, euch Meine Barmherzigkeit zu zeigen."
(Worte Jesu aus 203 Buch der Wahrheit)
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« Antwort #3483 am: 24. Mai 2016, 23:02:28 »
Esther, Königin von Persien

lebte im 5. Jahrhundert v. Chr. in Persien

Esther ist die Hauptfigur des gleichnamigen Buches im Alten Testament, das aufgrund historischer Erinnerungen an drohende Vernichtung in der Perserzeit entstand als Festlegende für das Purimfest, das als Fest der Errettung vor Gefahr im Stile eines jüdischen Karnevals gefeiert wird.
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« Antwort #3484 am: 25. Mai 2016, 05:56:40 »
 Bete jeden Tag das Salve Regina und meditiere über den Tod

"Pater ich möchte mich gerne bessern. Aber die Versuchungen sind zu stark, viel stärker als ich."

Der heilige Philipp Neri blickt auf den jungen Mann und seinen guten Willen und ermutigt ihn sanft: "Habe Mut, mein Kind. Ich empfehle dir nur zwei Übungen: bete jeden Tag das Salve Regina und meditiere über den Tod. Bemühe dich, dir deinen Körper im Schoss der Erde vorzustellen, in voller Verwesung, beide Augen aufgefressen von Würmern. Und frage dich: soll ich dafür fleischlichen Begierden nachlaufen und dabei den Himmel verlieren?"

Den beiden Empfehlungen getreu, betete der Jüngling jeden Tag zur heiligen Jungfrau der Barmherzigkeit, des Lebens und der Hoffnung, und meditierte über den Tod. Mit Hilfe der Gnade Gottes, bestand er den Kampf bis zum Ende.

Quelle: 365 Tage Hoffnung mit Franz-Xaver Nguyen Van Thuan
Edition du Jubilé
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« Antwort #3485 am: 25. Mai 2016, 06:02:50 »
Der Glaube der Magd des Herrn

Der Glaube Marias war christozentrisch, Christus war der Anfang ihres Glaubens, die Mitte, das Ziel, der empfangene Erlöser, der im Mutterschoss werdende Jesus, das Kind, der Gottessohn, der handelnde Messias, der nicht erkannte, der verkannte und gekreuzigte, der Erlöser der Welt, der wahre Mensch, der in sich das Geheimnis der Gottessohnschaft trug, es offenbarte, doch als Geheimnis, vor dem Maria immer im tiefsten Glauben, voller Demut, Zuversicht und Liebe stand, ob während der Schmerzensankündigung des Simeon, ob unter dem Kreuz, ob versammelt mit den Aposteln im Gebet vor Pfingsten.

Mit der Zusage der Mutterschaft zum Sohne Gottes spricht sie ein nachhaltiges Fiat zum Schicksal dieses Sohnes aus, mit dem sie verbunden ist als physische Mutter, als erwählte Gnadenmutter und als wollende Mutter, die freiwillig, Gott hörig und liebend, Gottes Heilswillen erfüllen möchte.

Hugolin Langkammer OFM: "Maria in der Bibel", S.61
Eigentümer, Herausgeber und Verleger:
Rosenkranz-Sühnekreuzzug um den Frieden der Welt, Wien
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« Antwort #3486 am: 25. Mai 2016, 06:16:07 »
Hl. Beda der Ehrwürdige

Priester, Mönch, Historiker, Kirchenlehrer
* um 672 (oder 673) in Monkton bei Wearmouth in England
† 26. Mai 735 in Jarrow in Sunderland in England

Beda wurde um 672 in Nordengland geboren. Er kam zur Erziehung in das Benediktinerkloster Wearmouth, wurde dann Mönch in dem neugegründeten Kloster Jarrow. Er selbst schreibt: „Seitdem habe ich mein ganzes Leben in diesem Kloster zugebracht und alle Mühe auf oder zu schreiben ...“ Er schrieb, teils lateinisch, teils angelsächsisch, über fast alle Gebiete der damaligen Wissenschaft. Wichtig ist seine Geschichte der Kirche von England. Er starb am 26. Mai 735; 1900 wurde er zum Kirchenlehrer erhoben.
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« Antwort #3487 am: 25. Mai 2016, 06:22:37 »
Hl. Ephräm (um 306-373), Diakon in Syrien, Kirchenlehrer

„Der Menschensohn ist gekommen [...] um sein Leben hinzugeben“

„[...] wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber“ (Mt 26,39). Warum hast du Simon-Petrus getadelt, als er sagte: „[...] Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!“ (Mt 16,22), und warum sagst du jetzt: „Wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber“? Er wusste sehr wohl, was er zu seinem Vater sagte, und dass es möglich war, dass dieser Kelch an ihm vorüber ging; aber er war ja gekommen, ihn für alle zu trinken, um mit diesem Kelch die Schuld zu begleichen, die der Tod der Propheten und der Märtyrer nicht tilgen konnte [...] Er, der seine Hinrichtung in den Schriften der Propheten beschrieben und das Mysterium seines Todes in den Gerechten vorabgebildet hatte, entzog sich diesem Tod nicht, als die Zeit dafür gekommen war. Wenn er sich dem Kelch hätte entziehen wollen, ihn nicht hätte trinken wollen, hätte er seinen Leib nicht mit dem Tempel verglichen: „Reißt diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten“ (Joh 2,19); dann hätte er nicht zu den Söhnen des Zebedäus gesagt: „Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?“ (Mt 20,22) und „Ich muss mit einer Taufe getauft werden, und ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist“ (Lk 12,50) [...]

„Wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber.“ Er sagte das wegen der Schwäche, mit der er sich nicht zum Schein, sondern wirklich bekleidet hatte. Da er sich klein gemacht und wirklich unsere Schwäche angezogen hatte, musste er sich davor fürchten, in seiner Schwäche wankelmütig zu werden. Er hatte Fleisch angenommen, sich mit Schwäche bekleidet, er aß, wenn er Hunger hatte, wurde müde von der Arbeit, vom Schlaf überwältigt: alles, was an das Fleisch gebunden war, musste vollbracht sein, wenn die Zeit seines Todes kam.

Um den Jüngern wegen seiner Passion Trost zu spenden, fühlte Jesus, was sie fühlen. Er nahm ihre Angst an, um ihnen zu zeigen, dass er eine Seele hatte wie sie und dass man sich des Todes nicht rühmen darf, bevor man ihn erleidet. Wenn nun er, der nichts fürchtet, Angst hatte und darum bat, aus ihr befreit zu werden, wo er doch wusste, dass dies unmöglich war: um wieviel mehr müssen dann die Anderen im Gebet verharren schon vor der Versuchung, damit sie daraus befreit sind, wenn sie naht [...] Um denen Mut zu machen, die Angst hatten vor dem Tod, versteckte er seine eigene Angst nicht; sie sollten wissen, dass diese Angst sie nicht in die Sünde führt, wenn sie nicht in der Angst verharren. „Nein, Vater“, sagte Jesus, „aber dein Wille geschehe“: ich sterbe, um vielen das Leben zu geben.

Kommentar zum Diatessaron, 20, 2-7
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La Salette 1846



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