Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4662448 mal)

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« Antwort #3504 am: 28. Mai 2016, 15:07:20 »
Hl. Athanasius (295-373), Bischof von Alexandrien und Kirchenlehrer

„Wer hat dir die Vollmacht gegeben, das zu tun?“

Die Person gewordene Weisheit Gottes, sein eingeborener Sohn, hat alles geschaffen und Wirklichkeit werden lassen. Ein Psalm sagt ja: „Mit Weisheit hast du alle Werke gemacht“ (vgl. 103 [104],24) [...] Wie unser Menschenwort ein Abbild des Wortes, das Gottes Sohn ist, darstellt, so ist auch unsere Weisheit ein Abbild des Wortes, das die Weisheit in Person ist (vgl. Joh 1,1). Da wir in ihr die Fähigkeit zu denken und zu erkennen besitzen, werden wir fähig, die schöpferische Weisheit in uns aufzunehmen, dank derer wir ihren Vater erkennen können. „Denn wer den Sohn hat, hat auch den Vater“ (vgl. 1 Joh 2,23), und: „wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat“ (Mt 10,40) [...]

„Denn da die Welt angesichts der Weisheit Gottes auf dem Weg ihrer Weisheit Gott nicht erkannte, beschloss Gott, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten“ (1 Kor 1,21). Seitdem will Gott nicht mehr durch Abbildungen und Schatten der Weisheit erkannt werden, wie es in alten Zeiten war. Nun wollte er, dass die wahre Weisheit in Person Fleisch annehme, Mensch werde und den Kreuzestod sterbe, damit künftig alle, die glauben, durch den Glauben an diese fleischgewordene Weisheit gerettet würden.

Diese Weisheit ist also die Weisheit Gottes. Ehemals ließ sie sich durch ihr den geschaffenen Dingen eingeprägtes Abbild erkennen [...] und auf diese Weise ließ sie auch den Vater erkennen. Später ist die Weisheit, die das Wort ist, Fleisch geworden, wie der hl. Johannes sagt (1,14). Nachdem sie „den Tod entmachtet“ (vgl. 1 Kor 15,26) und die Menschheit errettet hat, hat sie sich selber deutlicher offenbart und eben damit auch den Vater. Das ließ ihn sagen: „Gib dich ihnen zu erkennen, dich, den einzigen wahren Gott, und Jesus Christus, den du gesandt hast“ (vgl. Joh 17,3). Die ganze Welt ist also voller Erkenntnis seiner. Denn es gibt nur eine Erkenntnis, die Erkenntnis des Vaters durch den Sohn und die Erkenntnis des Sohnes, die vom Vater ausgeht. Der Vater findet seine Freude am Sohn, und der Sohn freut sich ebenso am Vater, so dass er sagen kann: „Ich war seine Freude Tag für Tag und spielte vor ihm allezeit“ (vgl. Spr 8,30).

Reden gegen die Arianer, 2, 78-79
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3505 am: 28. Mai 2016, 15:08:11 »
Brief des Judas 1,17.20b-25.

Liebe Brüder, denkt an die Worte, die von den Aposteln Jesu Christi, unseres Herrn, im Voraus verkündet worden sind,
gründet euch auf euren hochheiligen Glauben, und baut darauf weiter, betet in der Kraft des Heiligen Geistes,
haltet fest an der Liebe Gottes und wartet auf das Erbarmen Jesu Christi, unseres Herrn, der euch das ewige Leben schenkt.
Erbarmt euch derer, die zweifeln;
rettet sie, entreißt sie dem Feuer! Der anderen aber erbarmt euch voll Furcht; verabscheut sogar das Gewand eines Menschen, der der Sünde verfallen ist.
Dem einen Gott aber, der die Macht hat, euch vor jedem Fehltritt zu bewahren und euch untadelig und voll Freude vor seine Herrlichkeit treten zu lassen,
ihm, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, rettet, gebührt die Herrlichkeit, Hoheit, Macht und Gewalt vor aller Zeit und jetzt und für alle Zeiten. Amen.

Psalm 63(62),2.3-4.5-6.

Gott, du mein Gott, dich suche ich,
meine Seele dürstet nach dir.
Nach dir schmachtet mein Leib
wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser.

Darum halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum,
um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen.
Denn deine Huld ist besser als das Leben;
darum preisen dich meine Lippen.

Ich will dich rühmen mein Leben lang,
in deinem Namen die Hände erheben.
Wie an Fett und Mark wird satt meine Seele,
mit jubelnden Lippen soll mein Mund dich preisen.

Evangelium nach Markus 11,27-33.

In jener Zeit kamen Jesus und seine Jünger wieder nach Jerusalem. Als er im Tempel umherging, kamen die Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die Ältesten zu ihm
und fragten ihn: Mit welchem Recht tust du das alles? Wer hat dir die Vollmacht gegeben, das zu tun?
Jesus sagte zu ihnen: Zuerst will ich euch eine Frage vorlegen. Antwortet mir, dann werde ich euch sagen, mit welchem Recht ich das tue.
Stammte die Taufe des Johannes vom Himmel oder von den Menschen? Antwortet mir!
Da überlegten sie und sagten zueinander: Wenn wir antworten: Vom Himmel!, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?
Sollen wir also antworten: Von den Menschen? Sie fürchteten sich aber vor den Leuten; denn alle glaubten, dass Johannes wirklich ein Prophet war.
Darum antworteten sie Jesus: Wir wissen es nicht. Jesus erwiderte: Dann sage auch ich euch nicht, mit welchem Recht ich das alles tue.

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« Antwort #3506 am: 28. Mai 2016, 15:10:04 »

„JESUS trat weder als ausgewiesener Träger eines bestimmten Charismas noch als Inhaber eines Amtes unter sein Volk. Er erzählt von keiner Berufung, und er füllt auch keinen Beruf aus. Er hat keinen Titel, der seiner Person einen bestimmten Rang oder Platz einräumte. Die vieldeutige Bezeichnung als ‚Prophet‘ legen ihm andere bei, ohne ihn darauf festlegen zu können; die Anrede ‚Rabbi‘, Lehrer, scheint seiner Lehrtätigkeit und seiner Stellung im Jüngerkreis zu entsprechen, aber macht ihn nicht zum Vertreter eines bestimmten Standes mit feststehenden Rechten und begründeter Autorität. Hinter seinen Worten und Taten wird immer wieder nur er selbst und sein eigener Entschluss sichtbar, für die es keinen Namen und keinen Maßstab zu geben scheint. Dennoch tritt Jesus mit völliger Sicherheit und mit gebieterischer Bestimmtheit auf den Plan. Er lehrt ungeschützt und unmittelbar; er handelt gegenwärtig und unableitbar. Er ruft Männer in seine Nachfolge wie ein König und fordert die Schriftgelehrten zum Kampf heraus, als bedürfte er keiner rabbinischen Schulung ... Er handelt völlig frei als der, der er ist, und in diesem umfassenden Sinne ‚in Vollmacht‘“ (Hans Freiherr von Campenhausen)
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« Antwort #3507 am: 28. Mai 2016, 15:15:19 »

 ;tffhfdsds

Die Befehle des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz.
Die Weisung des Herrn ist vollkommen, sie erquickt den Menschen.
Das Gesetz des Herrn ist verlässlich, den Unwissenden macht es weise.
Die Befehle des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz;
das Gebot des Herrn ist lauter, es erleuchtet die Augen.
Die Furcht des Herrn ist rein, sie besteht für immer.
Die Urteile des Herrn sind wahr, gerecht sind sie alle.
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« Antwort #3508 am: 28. Mai 2016, 20:05:28 »
"Meine geliebten Priestersöhne, wo seid ihr? Wo bleibt ihr? Ist keine Scham bei euch vorhanden, was ihr tut? Glaubt ihr, dass ihr machen könnt, was ihr wollt, mit diesem Heiligen Messopfer, mit der Wahrhaftigkeit Meines Sohnes? Ist Er nicht für euch ans Kreuz gegangen? Hat Er euch nicht dieses Testament hinterlassen? Dieses ganz besonders große Sakrament der Heiligen Eucharistie? Und doch glaubt ihr, ihr könntet diese Verunehrung weiterhin vollziehen? Nein, Meine geliebten Priestersöhne. Ich muss eingreifen, leider, doch ganz anders, als ihr es erwartet. Ich Bin der große, Gewaltige Dreieinige Gott. Ich Bin der Vater im Himmel in der Dreieinigkeit, und werde dann Meinen Plan verwirklichen, erst dann, wenn ihr es nicht erwartet." (Worte von Gottvater, 26. Mai 2016, Anne, Sühneseele)
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« Antwort #3509 am: 29. Mai 2016, 05:45:27 »
Maria im Abendmahlsaal

Ich möchte einen kontemplativen Blick auf Maria werfen, so wie sie in den Anfängen der Kirche, in der  Apostelgeschichte beschrieben wird. Am Anfang dieser neutestamentarischen Schrift, die über das Leben der ersten christlichen Gemeinde berichtet, behauptet der heilige Lukas, nachdem er die Namen der einzelnen Apostel angeführt hat: "Sie alle verharrten dort einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und mit Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern." (Apg 1,14)

Aus diesem Rahmen löst sich die Person Mariens heraus, die einzige die, ausser den Aposteln, mit ihrem Namen genannt wird: sie stellt ein anderes, ein ergänzendes Gesicht zu jenem der amtlichen oder hierarchischen Kirche dar.

In der Tat berichtet der heilige Lukas von der Anwesenheit einiger Frauen im Abendmahlsaal und weist dadurch auf die Wichtigkeit der Teilnahme der Frau am Leben der Kirche von ihrem Anfang an hin. Diese Präsenz ist eng mit der Beharrlichkeit der Gemeinde im Gebet und in der Eintracht verbunden. Sie beweist vollkommen diese zwei grundlegenden Aspekte der spezifischen Teilnahme der Frau am kirchlichen Leben.

Maria übernimmt diese Mission der Frau auf hervorragende Weise. Wer ermutigt die Gläubigen besser als Maria zur Beharrlichkeit im Gebet? Wer fördert besser als Maria das Gebet und die Eintracht?

Lukas stellt Maria ausdrücklich als "Mutter Jesu" vor (Apg 1,14), indem er auf diese Art fast nahelegen will, dass ein Teil der Gegenwart des in den Himmel aufgefahrenen Sohnes, in der Gegenwart der Mutter verbleibt.

Sie ruft das Gesicht Jesu in das Gedächtnis der Jünger zurück und ist durch ihre Gegenwart inmitten der Gemeinde, das Zeichen der Treue der Kirche zu Christus, dem Herrn.

In diesem Zusammenhang weist der Titel "Mutter" auf ihr Gebaren der mütterlichen Fürsorge hin, mit der die heilige Jungfrau sich dem Leben der Kirche widmet. Ihr öffnet Maria ihr Herz, um die Wunder zu bekunden, die der allmächtige und barmherzige Gott in ihr hervorgebracht hat.

Maria übt ihre Mutterschaft für die Gemeinschaft der Gläubigen nicht nur aus, um durch ihr Gebet für die Kirche die Gaben des Heiligen Geistes zu erhalten, die für die Entwicklung und die Zukunft der Kirche wichtig sind, sondern auch um die Jünger des Herrn in der beständigen Gemeinschaft mit Gott zu erziehen.

Dadurch wird sie zur Erzieherin des christlichen Volkes für das Gebet, die Begegnung mit Gott, ein zentrales und unentbehrliches Element, damit das Werk der Hirten und der Gläubigen immer seinen Anfang und seine tiefe Begründung im Herrn findet.

Johannes Paul II.
Generalaudienz vom 6. September 1995
« Letzte Änderung: 30. Mai 2016, 06:52:59 von Tina 13 »
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« Antwort #3510 am: 29. Mai 2016, 18:47:12 »
Hl. Maximin, Bischof von Trier

* Ende des 3. Jahrhunderts in Silly bei Poitiers in Frankreich
† 346 (?) in Poitiers in Frankreich

Maximin wurde wohl 329 Nachfolger des Agritius auf dem Bischofsstuhl von Trier, nachdem sein Bruder Bischof von Poitiers geworden war. Er bekämpfte den Arianismus und war ein Freund seines Mitstreiters Athanasius, dem er von 335 bis 337 das Exil in Trier ermöglichte. In seiner Regierungszeit gewann das Christentum in der Kaiserstadt Trier die Oberhand; die Zerstörung des heidnischen Tempelbezirks fällt in seine Regierungszeit.

Die Bischöfe im Osten, die dem Arianismus anhingen, erreichten auf der Scheinsynode von Philippopolis - dem heutigen Plovdiv in Bulgarien -, dass ein öffentliches Register der Sünden von Maximin angefertigt wurde und dass er gebannt wurde. Bei einer daraufhin einberufenen Synode der Bischöfe im Westen in Sardica - dem heutigen Sofia - im Jahr 343 wurden nun die Ost-Bischöfe gebannt. Maximin reiste selbst nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - um zu vermitteln. Maximin starb, als er auf der Rückreise seine Verwandten in Poitiers besuchte; dort wurde er auch bestattet.

Wie bei Korbinian fraß ein Bär nach der Legende auf einer Reise nach Rom sein Lasttier und musste daraufhin das Gepäck nach Rom und auf der Rückreise tragen, bis Maximin ihn nach der Rückkehr wieder verabschiedete.

Maximins Nachfolger Paulinus überführte am 29. Mai 353 seine Gebeine in die Johanneskirche nach Trier. Seine Grabstätte wurde zu einer im 7. Jahrhundert gegründeten, als Wallfahrtsort berühmten Benediktinerabtei, die Verehrung Maximins verbreitete sich im Elsass und in ganz Frankreich sowie in der Schweiz. Die frühere Johanneskirche in Trier erhielt ihm zu Ehren seinen Namen. Sein Haupt wird heute in der Kirche in Trier-Pfalzel verehrt.
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« Antwort #3511 am: 29. Mai 2016, 18:55:23 »
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

„Sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund“

Wie hat der Hauptmann die Gnade erlangt, dass sein Diener gesund wird? „Auch ich muß Befehlen gehorchen und habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. Ich habe Macht über meine Untergebenen, doch bin selber Untergebener. Wenn also schon ich, der ich gehorchen muss, die Macht habe zu befehlen, was kannst dann Du, dem alle Mächte gehorchen müssen?“ Dieser Mann gehört zu einem heidnischen Volk, denn die jüdische Nation war damals von den Armeen des römischen Reichs besetzt. In Judäa also hat er den Soldaten als Hauptmann Befehle erteilt [...]

Unser Herr aber, obwohl er mitten im Volk von Judäa stand, tut kund, dass die Kirche sich über die ganze Erde ausbreiten wird, wohin auch immer er seine Apostel senden würde (vgl. Mt 8,11). Und tatsächlich haben die Heiden geglaubt, ohne ihn gesehen zu haben [...] Der Herr ist nicht dem Leibe nach ins Haus des Hauptmanns eingetreten - und obwohl er dem Körper nach abwesend, seiner Königsmacht nach jedoch anwesend war, hat er dieses Haus und seinen Glauben [den des Hauptmanns nämlich] geheilt. Und so war der Herr dem Leibe nach nur inmitten des judäischen Volkes gegenwärtig; die anderen Völker haben nicht gesehen, wie er aus einer Jungfrau geboren wurde, wie er litt, wie er wanderte, wie er den menschlichen Gegebenheiten unterworfen war, noch haben sie gesehen, wie er göttliche Wunder tat. Nichts dergleichen hat er unter den Heiden getan, und doch hat sich in ihrer Mitte erfüllt, was gesagt wurde auf sie hin: „Ein Volk, das ich nicht kannte, diente mir.“ Wie konnte es ihm dienen, wo es ihn nicht kannte? Der Psalm fährt fort: „Sobald es mich nur hört, gehorcht es mir.“ (vgl. Ps 17[18],45).

62. Predigt
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La Salette 1846



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