Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4662546 mal)

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« Antwort #3544 am: 04. Juni 2016, 23:02:50 »
Hl. Johannes Eudes (1601-1680), Priester, Prediger, Ordensgründer

„Seine Mutter bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen“

Unter den Marienfesten ist das Herz-Marien-Fest so etwas wie das Herz und die Königin der anderen Feste, weil das Herz der Sitz der Liebe und der Barmherzigkeit ist. Worum geht es an diesem Fest? Es geht um das Herz der einzigartigen und vielgeliebten Tochter des ewigen Vaters, um das Herz der Mutter Gottes; um das Herz der Gemahlin des Heiligen Geistes; um das Herz der gütigen Mutter aller Gläubigen. Es ist ein Herz, das Gott glühend liebt und ganz von Liebe zu uns entflammt ist.

Ihr Herz ist ganz Liebe zu Gott, weil es nie etwas anderes geliebt hat als Gott allein und das was Gott wollte: dass es in ihm und für ihn lebe. Es ist ganz Liebe, weil die selige Jungfrau Gott immer mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all ihren Gedanken (Mk 12,30) liebte. Es ist ganz Liebe, denn es wollte nicht nur immer alles, was Gott wollte, und wollte nie anders; sondern war auch ganz Liebe, weil der liebenswerte Wille Gottes seine ganze Freude war.

Ihr Herz ist uns ganz in Liebe zugeneigt. Maria liebt uns mit der gleichen Liebe wie sie Gott liebt, denn sie sieht und liebt in uns ja Gott. Und sie liebt uns genauso, wie sie den Gottmenschen liebt, ihren Sohn Jesus. Denn sie weiß, dass er unser Haupt ist und wir seine Glieder sind (Kol 2,19), und dass wir folglich nichts als eins sind mit ihm.

Le cœur admirable, Buch 9, Kap. 4
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3545 am: 04. Juni 2016, 23:05:36 »
Buch Jesaja 61,9-11.

So spricht der Herr: Die Nachkommen meines Volkes werden bei allen Nationen bekannt sein und ihre Kinder in allen Völkern. Jeder, der sie sieht, wird erkennen: Das sind die Nachkommen, die der Herr gesegnet hat.
Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn. Meine Seele soll jubeln über meinen Gott. Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils, er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit, wie ein Bräutigam sich festlich schmückt und wie eine Braut ihr Geschmeide anlegt.
Denn wie die Erde die Saat wachsen lässt und der Garten die Pflanzen hervorbringt, so bringt Gott, der Herr, Gerechtigkeit hervor und Ruhm vor allen Völkern.

Erstes Buch Samuel 2,1bcde.4-5ab.6-7.8.

Mein Herz ist voll Freude über den Herrn,
große Kraft gibt mir der Herr.
Weit öffnet sich mein Mund gegen meine Feinde;
denn ich freue mich über deine Hilfe.

Der Bogen der Helden wird zerbrochen,
die Wankenden aber gürten sich mit Kraft.
Die Satten verdingen sich um Brot,
doch die Hungrigen können feiern für immer.

Der Herr macht tot und lebendig,
er führt zum Totenreich hinab und führt auch herauf.
Der Herr macht arm und macht reich,
er erniedrigt, und er erhöht.

Den Schwachen hebt er empor aus dem Staub
und erhöht den Armen, der im Schmutz liegt;
er gibt ihm einen Sitz bei den Edlen,
einen Ehrenplatz weist er ihm zu.

Evangelium nach Lukas 2,41-51.

Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem.
Als er zwölf Jahre alt geworden war, zogen sie wieder hinauf, wie es dem Festbrauch entsprach.
Nachdem die Festtage zu Ende waren, machten sie sich auf den Heimweg. Der junge Jesus aber blieb in Jerusalem, ohne dass seine Eltern es merkten.
Sie meinten, er sei irgendwo in der Pilgergruppe, und reisten eine Tagesstrecke weit; dann suchten sie ihn bei den Verwandten und Bekannten.
Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn dort.
Nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel; er saß mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen.
Alle, die ihn hörten, waren erstaunt über sein Verständnis und über seine Antworten.
Als seine Eltern ihn sahen, waren sie sehr betroffen, und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich haben dich voll Angst gesucht.
Da sagte er zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?
Doch sie verstanden nicht, was er damit sagen wollte.
Dann kehrte er mit ihnen nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam. Seine Mutter bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3546 am: 05. Juni 2016, 16:24:41 »
Als ich vor dem Haus "Maria Verkündigung" vorbeiging

Niemand liebte mich, ich steckte in einer tiefen Depression, so sehr, dass ich es für das Beste hielt, meinen Vater beiseite zu schaffen und alle anderen Personen, die im Haus lebten, und mich anschliessend umzubringen. Zwei Wochen lang überlegte ich, mit welchen Mitteln ich dieses Projekt verwirklichen könnte. Auch bei allen anderen Leuten meines Wohnviertels, die mir so wenig Freundschaft bezeugten, wollte ich mich rächen. Ich hatte auch kein Geld mehr, um mir Alkohol oder Drogen zu besorgen. Eines Morgens fasste ich den Entschluss, mich an diesem Tag umzubringen und ich verliess unglücklich, mutlos und schwermütig das Haus, um mich von der Duarte Brücke (Kanada) in die Tiefe zu stürzen.

Auf dem Weg dorthin, kam ich an dem Haus "Maria Verkündigung" vorbei, wo eben eine Messe mit Pater Emiliano Tardif begann. Da die Messe im Freien gefeiert wurde, befanden sich viele Menschen davor. Ich sah mehrere junge Leute, Mädchen und Burschen, aus meinem Wohnviertel und blieb stehen, nicht um daran teilzunehmen, sondern um sie zu ärgern, den Mädchen zu schmeicheln und mich zu amüsieren. Lieber noch ein paar angenehme Augenblicke verbringen, bevor ich mich umbringe, sagte ich mir.

Als der Moment des Heilungsgebetes gekommen war, gab es einige, die geheilt wurden. Ich glaubte nicht daran. Aber unter einem Avocadobaum erblickte ich einen Lahmen mit seinen zwei Krücken aus meinem Wohnviertel, den ich seit langem kannte. In diesem Augenblick verkündete Pater Emiliano: ,Ein Lahmer mit Krücken wird eben geheilt'.  Der Pater bat ihn, sich vorzustellen. Ich schaute auf den Lahmen ... Die  Heilungen gingen weiter. Der Pater wiederholte: ,Wo ist der Lahme, den der Herr geheilt hat'?

Ich fühlte mich sehr unbehaglich, darum näherte ich mich dem Lahmen und sagte: ,Liebe Freund, du bist der einzige Lahme, den ich hier sehe'. Er antwortete mir, dass nicht er es wäre, der eben geheilt wird. Ich sagte von neuem: ,Mein Bester, wenn dieser Priester nicht lügt, bist du dieser Lahme. Ich nehme dir deine Krücken weg und wenn du es nicht bist, wirst du auf der Stelle umfallen'. Er fiel nicht um, als ich sie ihm weg nahm, danach folgte aufrecht gehend dem Appel.

"Einige Personen schrien: 'Pater, Pater, hier ist ein Lahmer'! Als ich den Lahmen zum Altar gehen sah, lief es mir kalt über den Rücken; Der Herr hatte ihn geheilt. Die Krücken, die ich ihm weggenommen hatte, entglitten meinen kraftlosen Händen, mein ganzer Körper war erstarrt, ich begann zu weinen und sagte: ,Herr, vergib mir, nie mehr will ich über diese Dinge spotten'. Ich setzte mich auf den Boden um zu weinen, die Krücken an meiner Seite. Ich wusste noch nicht, dass der Herr auch mich geheilt hatte.

In diesem Augenblick sagte Pater Tardif, vom Herrn inspiriert: ,Es befindet sich hier ein Mann, der Drogen nimmt und in schlechtem Einvernehmen mit seiner Familie lebt. Er hatte eine sehr traurige Kindheit und befindet sich im Aufruhr. Durch den Einfluss von Drogen und anderen Lastern lebte er in Sünde aber in diesem Moment wird er vom Herrn berührt und geheilt'.

Ich erinnere mich, dass ich am ganzen Körper wie erstarrt war, als ob ich ein Stück Eis verschluckt hätte, das den Hals hinuntergleitet. Ich wusste, dass ich es war. Ich gab mich nicht gleich zu erkennen, aber am nächsten Tag kehrte ich in das Haus "Maria Verkündigung" zurück um zu beten. Ich sprach auch mit Pater Tardif und erzählte ihm alle meine Probleme. Ich betete immerfort. Auch mein Vater und alle Leute im Wohnviertel, bemerkten die Veränderung, die in meinem Leben stattgefunden hat.

Der Herr wirkt widererwarten. Wenn er eine Gesellschaft verändern will, nimmt er den Schlechtesten daraus, bekehrt ihn und alle werden von der Liebe Gottes ergriffen. Ich trank nicht mehr. Von ganzem Herzen verzieh ich meinem Vater, ich sagte ihm, dass ich ihn liebe und umarmte ihn. Auch er vergab mir. Alle Menschen, die ich durch mein schlechtes Benehmen verletzt habe, bat ich um Verzeihung, meine Brüder, den Mann, der mit meiner Mutter lebt. Unser Leben ist erfüllt vom Frieden unseres Herrn Jesus Christus.


Zeugnis von José Pimentel aus der Zeitschrift "Alabanza" Nr. 70
Auszug aus dem Buch "Emiliano Tardif, un homme de Dieu",
Editions des Béatitudes
« Letzte Änderung: 06. Juni 2016, 20:38:03 von Tina 13 »
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« Antwort #3547 am: 05. Juni 2016, 16:26:40 »
Maria empfängt den Heiligen Geist

Am Pfingsttag sendet der Heilige Geist Strahlen seines heiligen Feuers auf die Apostel herab; doch er versammelt sie alle um Maria; er ruht ganz besonders auf ihr; er erfüllt sie; er entzündet sie mit seinem Feuer. Er vermählt sich aufs Neue mit ihr, er schenkt sich ihr vollkommener und inniger als er es jemals tat.

Wir können der Macht Gottes keine Grenzen setzen aber wir können in Wahrheit sagen, dass der Heilige Geist sich niemals einem Geschöpf in einem solchen Überfluss mitgeteilt hat, noch sich jemals mitteilen wird, wie Maria.

An diesem Tag geschah ein erstaunlicher Wandel mit den Aposteln, die, so sinnlich und ungehobelt wie sie waren, plötzlich zu vollkommen spirituellen und heiligen Menschen wurden ...

Mit Maria aber geschah ein noch grösserer Wandel, nicht einer, der sie vom Zustand der Unvollkommenheit in einen der Heiligkeit versetzt hätte, sondern der sie aus dem erhabenen Zustand der Vollkommenheit auf eine noch unvergleichlich höhere Stufe gesetzt hat.

Wir werden mühelos glauben, dass dies nichts mit Übertreibung zu tun hat, wenn wir bedenken, dass, nachdem die Heiligkeit Gottes in sich unendlich ist, nichts seine Beziehungen nach aussen begrenzen kann; und was Maria betrifft, er kein anderes Mass angelegt hat, als jenes, das der, ihrem Wesen nach, vollendeten Befähigung eines reinen Geschöpfes zukommt. Und da diese Befähigung immer zunehmen kann ohne die Grenzen des Endlichen zu verlassen, haben wir keine Schwierigkeit zu glauben, dass Maria sie in einer Grösse besass, die die Intelligenz der Menschen und Engel übersteigt.

Aber was empfängt sie?  Empfängt sie wie die Apostel die Gabe des Redens in fremden Sprachen, die Gabe der Wunderheilung, die Gabe der Prophezeiung, die Gabe der Wissenschaft und andere Gaben, die notwendig waren um die neue Religion zu gründen? So vortrefflich diese Gaben auch seien, Maria steht über ihnen! Sie muss mehr als alle Apostel, mehr als alle ihre Nachfolger im heiligen Dienst, mithelfen das Reich ihres Sohnes zu errichten und für seine Ausbreitung zu sorgen.  Dies wird aber nicht auf dem Weg des Predigens und des Wunderwirkens geschehen.

Es wird durch den Eifer ihrer Gelübde und die unvergleichliche Glut ihrer Liebe geschehen.  Ja, es wird diese Liebe zu ihrem Sohn und zu den Menschen, die ihre Kinder geworden sind, sein, die mehr dem Voranschreiten des Christentums dienen wird, als alle Werke der Apostel und Diener der Kirche zusammen. Die Apostel und Diener der Kirche werden nur besondere Werkzeuge sein; Maria wird ein allumfassendes, aber verborgenes Werkzeug sein, eines, das nicht äusserlich wirkt, dessen ganze Kraft sich aber durch innere Wirkungen entfaltet.

Die Demut Mariens hätte zu sehr gelitten, wenn sie der Kirche auf andere Art und Weise gedient hätte. Durch ihre Gebete wird sie den Dienst der Apostel unterstützten aber zu ihren Lebzeiten wird ihr nichts zugeschrieben werden; sie wird über alle Gnaden ihres Sohnes verfügen, man wird aber nicht an sie denken.
Ich kann nicht umhin, hier zu bewundern, wie behutsam und respektvoll Gott mit der Demut Mariens, ihrer bevorzugten Tugend, umgeht. O Demut, wie kostbar bist du für Gott, da du von seiner Mutter so geliebt wirst!

Père Grou (1731-1803)
Les plus beaux textes sur la Vierge Marie
Präsentiert von Père Pie Régamey (1946)
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« Antwort #3548 am: 05. Juni 2016, 20:45:14 »
Heiliger Geist und Maria, die Mutter unseres Herrn

Durch Maria hat der Heilige Geist Christus in die Welt gebracht; deshalb steht Er zu ihr in einer einzigartigen Beziehung. Maria ist vom erstem Augenblick ihres Daseins an das „Heiligtum des Heiligen Geistes" (LG 53). Vorherbestimmt zur Mutter Seines Sohnes hat sie der Ewige Vater, „aber die heiligende Kraft des Geistes hat sie aufgesucht, gereinigt, heilig gemacht und sozusagen begossen" (Johannes von Damaskus). Ihr wandte Gott „mehr als allen anderen Geschöpfen Seine besondere Liebe zu und an ihr allein fand Er Sein höchstes Wohlgefallen. Weit mehr als alle Engel und Heiligen überhäufte Er sie mit himmlischen Gnadengaben, die Er der Schatzkammer Seiner Gottheit entnahm. So wunderbar begnadete Er sie, daß sie allzeit frei blieb von jeder Makel der Sünde und strahlend von Schönheit und Vollkommenheit eine solche Fülle von Reinheit und Heiligkeit besaß, wie sie - abgesehen von Gott - größer überhaupt nicht erdacht werden kann und auch niemanden außer Gott erreichbar ist" (Papst Pius IX.).
Maria wurde „gewissermaßen vom Heiligen Geist gebildet und zu einer neuen Kreatur gemacht (LG 56). Die Bewahrung von der Erbschuld und die Fülle der ihr geschenkten Gnadengaben hat ihr ganzes Wesen vom ersten Augenblick an bestimmt und bleibend geprägt, dies war das Werk des Heiligen Geistes. „Maria war von Anfang an mit dem Heiligen Geist, dem Ursprung des Lebens, verbunden", sagt Theophanes von Nicäa; „alles, was sie vom Leben erfuhr, teilt sie mit dem Heiligen Geist, denn ihre Teilhabe im Geist wurde zu einer Teilhabe im Sein." Maria konnte nicht anders als „heilig" sein...
Der Heilige Geist hat Maria nie verlassen und sie ihr ganzes Leben lang geführt, besonders in den entscheidenden Augenblicken. In der mystischen Verbindung mit ihr konnte Er fruchtbar werden und die Menschwerdung des Ewigen Wortes bewirken - sie „empfing vom „Heiligen Geist". Diese Empfängnis mußte notwendigerweise jungfräulich sein, denn die Fruchtbarkeit ihres Schoßes kam nicht aus menschlicher Notwendigkeit oder biologischer Logik, sondern allein aus der Kraft des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist war es auch, der sie antrieb und stärkte, zum unbegreiflichen Ratschluß der Menschwerdung ihr festes und unabänderliches „Ja" zu sagen...
Alles, was folgte, ist nur die logische Konsequenz aus dem ein- für allemal gegebenen Jawort, bis hin zum Kreuzweg und zur Zustimmung zur grausamen Kreuzigung. Maria blieb auch nach der Geburt „in der Kraft der Verkündigung", das heißt in einem Zustand der ständigen Herabkunft des Heiligen Geistes, der sie fortwährend zur Mutter der Glieder Christi, zur Mutter der Kirche macht. „Diese Mutterschaft in der Gnadenökonomie dauert unaufhörlich fort... bis zur ewigen Vollendung aller Auserwählten" (LG 62). Wie Maria nach der Himmelfahrt des Herrn der jungen Kirche im Abendmahlsaal „mit ihren Gebeten die Gabe des Geistes" erfleht hat, so erfleht sie vom Himmel aus fort und fort der Kirche und allen einzelnen Gliedern, ihren Kindern, die Gabe des Geistes. Wohl dem, der weiß, daß er sich der Führung des Heiligen Geistes überläßt, wenn er sich vertrauensvoll den Händen Mariens übergibt...


(Quelle: "Ave-Kurier", Heft 9/10-1998, S. 16, St. Andrä)
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« Antwort #3549 am: 05. Juni 2016, 20:59:05 »
Hl. Bonifatius, "Apostel Deutschlands"

Glaubensbote in Deutschland, Bischof von Mainz, Märtyrer
* um 673 in Crediton (?) in der Grafschaft Devonshire in England
† 5. Juni 754 bei Dokkum in den Niederlanden

Bonifatius, ursprünglich Winfrid, um 673 im Königreich Wessex in England geboren, wurde in den Klöstern Exeter und Nursling erzogen. Mit dreißig Jahren wurde er zum Priester geweiht, mit vierzig reiste er zum ersten Mal als Missionar nach Germanien. Dreimal machte er die Reise nach Rom. Von Papst Gregor II. erhielt er 719 den Missionsauftrag und den Namen Bonifatius. 722 die Bischofsweihe. Von Gregor III. wurde er 732 zum Erzbischof ernannt. Er organisierte die Kirche in Bayern, Hessen und Thüringen durch Gründung von Bistümern und versuchte, die fränkische Kirche durch Synoden zu reformieren. Wo er missionierte, errichtete er auch Klöster als Mittelpunkte der Missionsarbeit, Orte des Gebets und Pflanzstätten der Kultur. Seine Lieblingsgründung war das Kloster Fulda (744), wo er auch begraben ist und wo sich seit 1869 die deutschen Bischöfe zu ihren jährlichen Konferenzen versammeln. Am 5. Juni 754 wurde Bonifatius mit 52 Begleitern bei Dokkum von den Friesen erschlagen. Er wird der Apostel Deutschlands und auch der Apostel der abendländischen Kultur genannt.

In goldenen Buchstaben

Schon oft hat Deine Nächstenliebe meine Traurigkeit gelindert, sei es durch Vermittlung von Büchern oder durch Unterstützung mit Kleidern. So bitte ich auch jetzt noch zu mehren, was Du begonnen hast, d. h., mir in Goldbuchstaben die Briefe meines Herrn, des heiligen Apostels abzuschreiben, zur Achtung und Ehrfurcht vor der Heiligen Schrift in den Augen der Fleischesmenschen bei der Predigt, und weil ich die Worte gerade dessen, der mich auf diese Fahrt ausgesandt hat, allezeit vor Augen haben möchte. Das für die erbetene Abschrift erforderliche (Gold) schicke ich durch den Priester Eoba. (Bonifatius, Brief an die Äbtissin Eadburg)
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« Antwort #3550 am: 05. Juni 2016, 21:02:11 »
Erstes Buch der Könige 17,17-24.

In jenen Tagen erkrankte der Sohn der Witwe, bei der Elija wohnt. Die Krankheit verschlimmerte sich so, dass zuletzt kein Atem mehr in ihm war.
Da sagte sie zu Elija: Was habe ich mit dir zu schaffen, Mann Gottes? Du bist nur zu mir gekommen, um an meine Sünde zu erinnern und meinem Sohn den Tod zu bringen.
Er antwortete ihr: Gib mir deinen Sohn! Und er nahm ihn von ihrem Schoß, trug ihn in das Obergemach hinauf, in dem er wohnte, und legte ihn auf sein Bett.
Dann rief er zum Herrn und sagte: Herr, mein Gott, willst du denn auch über die Witwe, in deren Haus ich wohne, Unheil bringen und ihren Sohn sterben lassen?
Hierauf streckte er sich dreimal über den Knaben hin, rief zum Herrn und flehte: Herr, mein Gott, lass doch das Leben in diesen Knaben zurückkehren!
Der Herr erhörte das Gebet Elijas. Das Leben kehrte in den Knaben zurück und er lebte wieder auf.
Elija nahm ihn, brachte ihn vom Obergemach in das Haus hinab und gab ihn seiner Mutter zurück mit den Worten: Sieh, dein Sohn lebt.
Da sagte die Frau zu Elija: Jetzt weiß ich, dass du ein Mann Gottes bist und dass das Wort des Herrn wirklich in deinem Mund ist.

Psalm 30(29),2.4.5-6ab.9.11.12-13.

Ich will dich rühmen, Herr,
denn du hast mich aus der Tiefe gezogen
und lässt meine Feinde nicht über mich triumphieren.
Herr, du hast mich herausgeholt aus dem Reich des Todes,
aus der Schar der Todgeweihten mich zum Leben gerufen.

Singt und spielt dem Herrn, ihr seine Frommen,
preist seinen heiligen Namen!
Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick,
doch seine Güte ein Leben lang.

Zu dir, Herr, rief ich um Hilfe,
ich flehte meinen Herrn um Gnade an.
Höre mich, Herr, sei mir gnädig!
Herr, sei du mein Helfer!

Da hast Du mein Klagen in Tanzen verwandelt,
hast mir das Trauergewand ausgezogen und mich mit Freude umgürtet.
Darum singt dir mein Herz und will nicht verstummen.
Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.

Brief des Paulus an die Galater 1,11-19.

Ich erkläre euch, Brüder: Das Evangelium, das ich verkündigt habe, stammt nicht von Menschen;
ich habe es ja nicht von einem Menschen übernommen oder gelernt, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi empfangen.
Ihr habt doch gehört, wie ich früher als gesetzestreuer Jude gelebt habe, und wisst, wie maßlos ich die Kirche Gottes verfolgte und zu vernichten suchte.
In der Treue zum jüdischen Gesetz übertraf ich die meisten Altersgenossen in meinem Volk, und mit dem größten Eifer setzte ich mich für die Überlieferungen meiner Väter ein.
Als aber Gott, der mich schon im Mutterleib auserwählt und durch seine Gnade berufen hat, mir in seiner Güte
seinen Sohn offenbarte, damit ich ihn unter den Heiden verkündige, da zog ich keinen Menschen zu Rate;
ich ging auch nicht sogleich nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog nach Arabien und kehrte dann wieder nach Damaskus zurück.
Drei Jahre später ging ich nach Jerusalem hinauf, um Kephas kennenzulernen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm.
Von den anderen Aposteln habe ich keinen gesehen, nur Jakobus, den Bruder des Herrn.

Evangelium nach Lukas 7,11-17.

In jener Zeit ging Jesus in eine Stadt namens Naïn; seine Jünger und eine große Menschenmenge folgten ihm.
Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie.
Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht!
Dann ging er zu der Bahre hin und fasste sie an. Die Träger blieben stehen, und er sagte: Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf!
Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück.
Alle wurden von Furcht ergriffen; sie priesen Gott und sagten: Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen.
Und die Kunde davon verbreitete sich überall in Judäa und im ganzen Gebiet ringsum.
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« Antwort #3551 am: 05. Juni 2016, 21:24:36 »
 ;medj

"Mir wurden im Jenseits auch andere Erscheinungsorte gezeigt, und ich weiß deshalb, dass auch diese echt sind, als Beispiel will ich hier Medjugorje (1981 erste Erscheinung) erwähnen."
(Zeugnis Helmut Lungenschmid, mein Sterbeerlebnis, Seite 252)
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La Salette 1846



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