Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4662800 mal)

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« Antwort #3688 am: 01. Juli 2016, 06:03:23 »
Die Wehklage und Freude Mariens

Der Heilige Josef sattelte den Esel für die Reise nach Betlehem und hiess Maria sich darauf zu setzen ... Als sie drei Meilen zurückgelegt hatten, drehte sich Josef zu ihr um und sah, dass sie traurig war ... da sagte er zu sich selbst: "Etwas lässt sie sicherlich leiden". Als er einige Zeit danach wieder nach ihr blickte, sah er sie ganz fröhlich: "Was geht in dir vor, Maria? Ich sehe dein Gesicht bald heiter, bald traurig!" Da antwortete Maria: "Es ist, weil ich mit meinen Augen zwei Völker sehe, eines weint und schlägt sich an die Brust, das andere freut sich und jubelt."

Protoevangelium des Jakobus
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3689 am: 01. Juli 2016, 06:10:28 »
Die Heilige Jungfrau Maria spricht zu Petrus nach seiner Verleugnung

Armer Petrus meines Sohnes, der wie alle, in dieser Stunde der Finsternis, in den Händen Satans war - was  dir nicht bewusst war - und der glaubt, dass er selbst gehandelt hat, komm, komm zum Herzen der Mutter der Kinder meines Sohnes. Hier kann Satan dir nichts Böses mehr tun.
 
Am Fusse des Kreuzes, litt ich mit Ihm und für euch - wieso hast du das nicht gefühlt? - Ich habe so sehr nach euren Seelen gerufen, dass ich glaube, dass sie wirklich zu mir gekommen sind. Ich habe sie in mein Herz eingeschlossen, oder eher, auf mein Herz gelegt, und sie in das Bad des Blutes und der Tränen meines Sohnes getaucht. Ich durfte es, denn Er hat mich, in Johannes, zur Mutter all Seiner Nachkommenschaft gemacht ... O, wie habe ich dich herbeigesehnt! ...  Armer Petrus, verletzt und getreten durch den Dämon, warum hast du eine Mutter so lange warten lassen? Weisst du denn nicht, dass es die Aufgabe der Mütter ist Ordnung zu machen, zu heilen, zu verzeihen, heimzubringen? Ich bringe dich zu Ihm zurück.

Maria Valtorta
L'Evangile tel qu'il m'a été révélé
Band 9, Seite 362-363
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3690 am: 01. Juli 2016, 06:20:07 »
Buch Amos 8,4-6.9-12.

Hört dieses Wort, die ihr die Schwachen verfolgt und die Armen im Land unterdrückt.
Ihr sagt: Wann ist das Neumondfest vorbei? Wir wollen Getreide verkaufen. Und wann ist der Sabbat vorbei? Wir wollen den Kornspeicher öffnen, das Maß kleiner und den Preis größer machen und die Gewichte fälschen.
Wir wollen mit Geld die Hilflosen kaufen, für ein paar Sandalen die Armen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld.
An jenem Tag - Spruch Gottes, des Herrn - lasse ich am Mittag die Sonne untergehen und breite am helllichten Tag über die Erde Finsternis aus.
Ich verwandle eure Feste in Trauer und all eure Lieder in Totenklage. Ich lege allen ein Trauergewand um und schere alle Köpfe kahl. Ich bringe Trauer über das Land wie die Trauer um den einzigen Sohn und das Ende wird sein wie der bittere Tag des Todes.
Seht, es kommen Tage - Spruch Gottes, des Herrn -, da schicke ich den Hunger ins Land, nicht den Hunger nach Brot, nicht Durst nach Wasser, sondern nach einem Wort des Herrn.
Dann wanken die Menschen von Meer zu Meer, sie ziehen von Norden nach Osten, um das Wort des Herrn zu suchen; doch sie finden es nicht.

Psalm 119(118),2.10.20.30.40.131.

Wohl denen, die seine Vorschriften befolgen
und ihn suchen von ganzem Herzen.
Ich suche dich von ganzem Herzen.
Lass mich nicht abirren von deinen Geboten!

In Sehnsucht nach deinem Urteil
verzehrt sich allezeit meine Seele.
Ich wählte den Weg der Wahrheit;
nach deinen Urteilen hab' ich Verlangen.

Nach deinen Befehlen hab' ich Verlangen.
Gib mir neue Kraft durch deine Gerechtigkeit!
Weit öffne ich meinen Mund
und lechze nach deinen Geboten;
denn nach ihnen hab' ich Verlangen.

Evangelium nach Matthäus 9,9-13.

In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm.
Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.
Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?
Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.

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« Antwort #3691 am: 01. Juli 2016, 06:21:06 »
TAGESGEBET
Gott, unser Schöpfer.
Die Gegensätze in der Welt klagen uns an:
Reichtum und Not,
Hunger und Überfluss,
Sorglosigkeit und Leid stehen gegeneinander.
Hilf du uns allen,
dass wir aufhören, die Gegensätze zu verschärfen,
und anfangen,
einander Brüder und Schwestern zu sein.
Darum bitten wir durch Jesus Christus. (MB 313, 23)

FÜRBITTEN
Zu Jesus Christus, unserem Herrn und Erlöser, rufen wir:
Bestärke alle Christen in deiner Nachfolge
A.: Herr. erhöre uns.
Hindere die Mächtigen, Arme und Wehrlose auszunutzen.
Lade die Sünder ein, ihr Leben zu ändern.
Hilf uns, die Fehler und Schwächen anderer zu ertragen.
Gütiger Vater, dein Sohn hat wegen unserer Sünden sein Leben hingegeben. Sei uns gnädig durch ihn, Christus, unseren Herrn.
A.: Amen.
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« Antwort #3692 am: 01. Juli 2016, 06:46:51 »
Johannes Tauler (um 1300-1361), Dominikaner in Straßburg

„Da stand Matthäus auf und folgte ihm“

Unser Herr sprach zum Hl. Matthäus: „Folge mir nach!“ Dieser liebenswerte Heilige wurde zum Vorbild für alle Menschen. Zunächst laut dem Bericht des Evangeliums ein großer  Sünder, ist er dann einer der Großen unter allen Gottesfreunden geworden. Denn unser Herr hat ihn im tiefsten Inneren seines Wesens angesprochen und so hat er alles verlassen, um dem Meister zu folgen.

Gott wahrhaftig nachzufolgen: genau daran ist alles gelegen, und um es zu tun, alles, was nicht Gott ist, vollkommen zu verlassen, was auch immer es ist. Gott ist in die Herzen der Menschen verliebt, er hat kein Interesse an Äußerlichkeiten, sondern verlangt nach einer lebendigen inneren Hingabe. Diese lebendige innere Hingabe birgt in sich mehr Wahrheit, als wenn ich alle Gebete der Welt verrichten würde, oder wenn ich so laut singen würde, sodass mein Lob bis zum Himmel steigen würde, sie birgt mehr Wahrheit in sich als alles, was ich rein äußerlich an Fasten, Nachtwachen und anderer Übungen vollbrächte.

Predigt 64
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« Antwort #3693 am: 01. Juli 2016, 18:05:43 »
Von wem also wird der Missionar meistens sprechen?

Wenn die Missionare in ein Land der Heiden kommen und ihnen vom Christentum erzählen, geschieht es sehr oft, dass sie ihnen nicht gleich den gekreuzigten Christus verkünden; denn der Anblick des Gekreuzigten hat für die Heiden etwas Entmutigendes.

Von wem also wird der Missionar meistens sprechen, wenn er mit den Heiden Kontakt aufnimmt? Er wird vom Schöpfer und von Maria erzählen. Er spricht von der Heiligen Jungfrau und dem Kind.

Maria ist die Jungfrau, die Mutter, die Mitleidende; edelmütig aber arm, die gearbeitet und gelitten hat, wie alle Armen. Sie ist eine grosse Schwester für uns. Für gewöhnlich fühlen sich die Heiden vom   unvergleichlichem Charme und der Schönheit dieser Frau sehr angezogen.

So trug der heilige Franz-Xaver immer ein Bild der Heiligen Jungfrau bei sich, das er gut sichtbar aufstellte, wenn er vor den Heiden predigte. Er sagte oft, dass sich die Heiden durch dieses Hilfsmittel leichter bekehrten.

Kardinal Celse Constantini
Vorwort, in Maria, études sur la Vierge Marie, Band IV
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« Antwort #3694 am: 02. Juli 2016, 07:27:19 »
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327. Das Kreuz meiner Liebe (Morgenröte Botschaften)

8. Mai 2016; № 327
Jesus spricht:
Das Kreuz, an dem Ich gehangen, liegt in jenen Herzen, die an Mich glauben
und ihre Hoffnung auf das ewige Leben
wird durch Mein Kreuz und ihr Kreuz
ein wahrhaftiges großes Feuer entzünden,
wenn die Menschen anderen in Liebe begegnen.

Das Kreuz Meiner Liebe wird nicht zerbrechen,
denn Mein Vater hat es errichtet,
damit die Menschen aufschauen können
zum Kreuz, das ewiges Leben schenkt,
damit die Menschen durch Mein Kreuz gestärkt werden – in ihrem Kreuz.

Gestern verfolgten sie Mich.
Heute verfolgen sie Mich.
Morgen verfolgen sie Mich.

Vor Meinem Tode trug Ich eine schwere Last – eure Sünden.

In Meinem Todeskampf ertrug Ich alle Leiden,
die waren, die sind und sein werden,
aller Menschen auf Erden in vermehrtem Maße,
weil Leib und Seele die Welt verlassen wollten
und Ich in Meinem blutigen Todeskampf
noch viele verstockte und gleichgültige Sünder
retten wollte – vor dem [ihren] ewigen Tode.   
Ich goss Meine ganze Barmherzigkeit auf die Menschheit herab
– Menschen die waren, die sind und sein werden –
und durch das barmherzige Herz Meiner Liebe, 
dass sich für beide Verurteilten öffnete,
als Ich am Kreuz hing, als geschlachtetes Lamm,
wollte Ich den Menschen
Meine tiefe unergründliche Liebe, Meine göttliche Liebe,
Meine barmherzige, brennende, blutende Liebe,
im Hauch des letzten Atemzuges Meiner Leiden schenken,
damit ihre Herzen umkehren zum barmherzigen Herzen,
das lebte, starb und doch nicht starb,
durch den Heiligen Geist Meiner Liebe,
den Ich hinterlassen wollte.

Eine Seele legte sein Leben in Mein barmherziges, brennendes, blutendes Herz.
Eine andere Seele zerbrach Meine Barmherzigkeit, durch Stolz und Gleichgültigkeit.
So ist es auch heute noch.
Wenn zwei Menschen sterben, ist eine Seele oft voller Reue
und die andere Seele,
bleibt lange in ihrem Stolz und in ihrer Gleichgültigkeit gefangen.
Weil sie schon auf Erden sich einfangen lies von der Dunkelheit
und nicht die Freiheit Meiner Liebe einatmen wollte.

Meine Kinder!
Im letzten Hauch des Lebens jedes Menschen auf Erden
entscheidet jede Seele selbst, wohin sie wandern will:
Nach oben, zum Haus des Vaters,
oder nach unten, zum ewigen Feuer.
Ich lasse jeder Seele den eigenen Willen
und doch komme Ich als barmherziger Heiland
und tauche die Seele in Mein kostbares Blut
durch die Schauung Meines Lebens,
was Ich gelitten und erduldet habe für sie.
Ich will die Seele retten.
Ich will sie dem Feind entziehen, aus seinen Fängen befreien,
wenn die Seele Meine Barmherzigkeit annimmt.

Das Fleisch zerfällt, das Herz steht still.
Nur die Seele wandert dorthin, wo Ich will.
Es wird sich vieles öffnen, was einst verschlossen war
und in einem Augenblick geschieht es
in einer Fülle,
die die Seele in tiefe Erkenntnis stürzt,
die man auf Erden nicht kennt.

Mein Kind,
Ich schenke Meinen Kindern auf Erden diese Worte,
damit sie ihre Zeit, ihre Erdenzeit in Meine Zeit legen,
damit sie ihr Kreuz in Mein Kreuz legen,
damit sie ihre Reue in Mein barmherziges Herz legen.
Viele qualvolle Seelenschmerzen
würden sich nicht in den Seelen, in den sterbenden Seelen, aufbäumen,
wenn Glaube, Hoffnung, Liebe, vielmehr gelebt werden würden.
Wenn die Menschen viel mehr auf Mich schauen würden.
So viele zieren ihre Herzen und Sinne mit unnützen Dingen.
So viele gedenken Meiner nicht.

Meine Kinder!
Wenn in euren Herzen kein Friede und keine Einsicht sind,
kann der Heilige Geist nicht wirken,
denn auf Erden, wie einst im Tode, entscheidet ihr doch selbst über eure Ewigkeit.
Wer sich nicht mit Liebe kleidet, verschließt der Wahrheit die Tür.
So wird die Seele nie die wahre Freiheit besitzen.
Jeder begegne seinen Mitmenschen mit wahrer Liebe,
damit sich immer mehr das Feuer der Liebe ausbreite auf Erden.
Jeder einzelne soll sich einsetzen für den Frieden,
für die Wahrheit und für die Liebe.
Das ist der Glaube, der wahre Glaube, den Ich lehrte.
Denn Wahrheit, Frieden, Glaube, Hoffnung und Liebe:
Sie alle liegen in Meinen Geboten.
Die Gebote werden sich nicht ändern.
„Meine Gebote“ werden sich nicht ändern.
Aber ihr sollt euer Leben ändern,
wenn es nicht in Meiner Ordnung liegt;
wenn ihr euch nicht mit Meinen Geboten kleidet;
wenn ihr euch nicht um Frieden bemüht.

Wer Mich aufrichtig liebt, wer an Meine Worte glaubt,
wer seine Hoffnung lebt durch den Frieden, ist Mir wahrhaftig ein Jünger.
Kommt und folgt den Spuren Meiner Wahrheit.
Kommt und folgt dem Kreuz Meiner Liebe.
Kommt und folgt dem Frieden, den Ich euch hinterließ.
Kommt und lebt Meine Lehre
und liebt den Frieden, den Ich euch gab, den Ich euch hinterließ,
und immer wieder ausgieße in eure Herzen.
Durch euer ‚Ja’ zur Umkehr, durch eure Bereitschaft zur Versöhnung,
öffnet ihr Mir euer Herz.
So wird sich auch einst das Tor des ewigen Lebens öffnen, für euch.

Im Hauch der Entscheidung,
im Hauch der Reinigung,
im Hauch der Erlösung
fließen euer Wille und Meine Barmherzigkeit zum Throne Gottes:
zum gerechten, liebenden Gott.
Seid wachsam!
Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde, wann der Tod an eure Tür klopft
und niemand kann ihm entrinnen.

Glaube, Hoffnung, Liebe lege Ich in eure Herzen.
Stunde um Stunde. Tag für Tag.
Seid wachsam und vermehrt Meine Geschenke
durch eure Bereitschaft, Gott zu dienen,
durch eure Bereitschaft, Gott zu ehren,
durch euer ‚Ja‘ zur Wahrheit.

Ich danke euch, Meine Kinder!
Lasst den Samen der Liebe nicht vertrocknen
und schöpft aus den Geboten Meiner Liebe.
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« Antwort #3695 am: 02. Juli 2016, 07:36:12 »
Morgenröte - Botschaften

328. Die schwarzen Raben

2. Juni 2016; № 328
Jesus spricht:
Mein Kind!
Wenn die Menschen die guten Werke vernachlässigen,
werden sie vieles verlieren, was Ich für sie bereitet habe.

Gestern lagen sie gefesselt am Boden.
Morgen werden die Fesseln fallen und sie werden Erkenntnis erlangen.
Gestern lagen so viele in der Gleichgültigkeit.
Morgen werden die Lügen zerbrechen und sie werden gereinigt werden.
Gestern lagen so viele im Wasser der Trägheit.
Morgen wird das himmlische Wasser sie in die Freiheit tragen.

Viele stehen auf unter Meinem Namen,
doch ihre Schuhe tragen nicht das Siegel des Evangeliums.
Viele tragen für das Volk schöne Kleidung,
doch den Panzer der Gerechtigkeit haben sie zerschlagen.
Viele stehen auf dem Schlachtfeld der Entscheidung,
doch sie halten nicht das Schild des Glaubens in ihren Händen.
Viele kämpfen für Gleichberechtigung und Lockerungen ihrer Begierden,
doch sie streiten ohne das Schwert des Geistes.
Viele ziehen nackt durch die Straßen, ohne den Helm des Heiles.
Viele, zu viele sind es, die nicht Meine Rüstung tragen.
Sie tragen lieber andere Dinge an ihrem Leibe,
die nicht in Meiner Ordnung liegen, oder gar keine Kleidung.
So werden die meisten leer, nackt vor Mir stehen.
Der Sommer liegt im Ofen der Unvernunft.
Der Winter liegt im Ofen der Unsittlichkeit.
Ob Sommer oder Winter:
der Mensch ist nicht mehr das, was er war;
nicht mehr so, wie Ich ihm das Leben schenkte.
Arm und bloß, um sich zu kleiden mit dem Mantel der Sittlichkeit.
Die Keuschheit floh dahin
und die Freizügigkeit breitete sich aus über Land und Volk.

Mein Kind – o Mein Kind!
Die Zügellosigkeit hat die Erde umfasst
und sie kann, sie will nicht befreit werden.
Weil sie Gefallen gefunden hat an dieser Freiheit.

Berge – Hügel – Meere – bedeckt uns.
„Wird die Nacht durchdringen“.
Weil sie erkennen werden, ihre Nacktheit, die sich in die Leere legte.

Meine Kinder,
verbündet euch im Lichte der Wahrheit.
Meine Treuen, verbündet euch
und geht gemeinsam den Berg hoch:
den Weg des Friedens, der Ausdauer und der Geduld.
Versteht und erkennt:
Mein Wort ist Licht und Wahrheit
und liegt auf eurem Weg, der zu Mir führt.

Ich habe vieles gesagt, um der Wahrheit willen.
Und Ich habe vieles nicht gesagt, was viele sagten und sagen.
Ich habe vieles gezeigt, um der Wahrheit willen.
Und Ich habe vieles nicht gezeigt, was viele sagten und sagen.
Ich habe vieles geschenkt, um der Wahrheit willen.
Und Ich habe vieles nicht geschenkt, was viele sagten und sagen.
Vieles wird gesagt,
was nicht aus Meinem Göttlichen Herzen entströmt.
Es sind so viele Lügen und eigene Vorstellungen unterwegs,
die nicht vom Himmel strömen, nicht aus Meinem Heiligsten Herzen.
So vieles wird vermehrt, mit eigenen Wünschen gefüllt,
die aber nicht in Meinem Willen liegen.
   
Deshalb, liebe Kinder, sage Ich euch heute wieder: Seid wachsam!
Denn der Feind steht zu eurer Rechten.
Der Feind steht zu eurer Linken.
Der Feind steht vor euch.
Der Feind steht hinter euch.
Seid wachsam!

Wer Mich im Herzen trägt,
bei dem stehe Ich zur Rechten, zur Linken, hinter ihm und vor ihm.
Wer Mich im Herzen trägt, wer Mich wahrhaftig im Herzen trägt.
Es sind jene, die die Wahrheit leben,
den Frieden umfassen und sich mit Liebe kleiden.
Sie sind es. Sie tragen Mich in ihrem Herzen.
Was kann ihnen geschehen?

Sie stellen euch Fallen auf.
Doch ihr werdet es erkennen. Und eure Schritte lenke Ich.
Sie stellen euch auf die Probe,
doch ihr werdet den süßen Worten nicht folgen
und eure Schritte werden nicht wanken,
denn ihr geht auf den Spuren, die Ich euch hinterließ.
Sie werden euch Honig zu essen geben,
doch ihr werdet ihn nicht kosten, denn Salz steigt aus dem Honig.
Sie werden euch zu trinken geben, aus kostbaren Gläsern,
doch ihr werdet nicht trinken, das verdorbene Wasser.
Seid wachsam!
Denn der Löwe geht umher in schönen Gewändern, um das Volk zu täuschen.
Seid wachsam!
Viele sind berufen, doch nur wenige sind auserwählt.
Viele wollen des Armen Reichtum besitzen
und viele Arme wollen des Reichen Reichtum besitzen.
Viele sind berufen, doch nur wenige sind auserwählt.
Die reich sind, die Armen, die arm sind vor den Menschen,
die nur Mich, den wahren Reichtum besitzen, sind jene,
die wahrhaftig alle Reichtümer besitzen.
Seid wachsam und vermehrt das Gute.
Ich danke euch!
Ich liebe euch!
Seid wachsam!

(Jesus zeigt viele schwarze Raben. Sie fliegen umher.
Unter ihrem Federkleid – ist ein rotes Federkleid.
Unter ihrem roten Federkleid – ist ein grünes Federkleid.
Unter dem grünen Federkleid – ist ein lila Federkleid.
Unter dem lila Federkleid – ist ein orangefarbenes Federkleid.
Unter dem orangenen Federkleid – ist ein braunes Federkleid.
Unter dem braunen Federkleid – ist ein schwarzes Federkleid.
Die Raben täuschen die Menschen.
Sie lassen zuerst das schwarze Federkleid fallen.
Sie fliegen in bestimmten Farben zu den Menschen.
Rotes Federkleid – Unzucht, Sittenlosigkeit, Unkeuschheit.
Grünes Federkleid – Neid, Missgunst, Eifersucht.
Lila Federkleid – Lieblosigkeit, Uneinsichtigkeit.
Orange Federkleid – Gleichgültigkeit, Kälte, Hass.
Braunes Federkleid – Lügen, Falschheit, Besessenheit.
Verfaulte Erde – sie stinkt zum Himmel.
Schwarzes Federkleid – wie am Anfang.)
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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