Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4663351 mal)

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« Antwort #3896 am: 08. August 2016, 19:31:22 »
Hl. Pacianus von Barcelona (?-um 390), Bischof

Befreit durch den Menschensohn, der sich den Händen der Menschen ausliefert

Alle Völker wurden durch unseren Herrn Jesus Christus von den Mächten befreit, die sie gefangenhielten. Er ist es, ja er, der uns losgekauft hat. Wie der Apostel Paulus sagt: „Gott aber hat [...] uns alle Sünden vergeben. Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben. Er hat ihn dadurch getilgt, dass er ihn an das Kreuz geheftet hat. Die [...] Gewalten hat er entwaffnet [...]; durch Christus hat er über sie triumphiert.“ (Kol 2,13−15). Er hat die Angeketteten befreit und unsere Fesseln gesprengt, wie David es gesagt hatte: „Recht verschafft er den Unterdrückten [...]; der Herr befreit die Gefangenen. Der Herr öffnet den Blinden die Augen [...].“ Und weiter: „Du hast meine Fesseln gelöst. Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen“ (Ps 145[146],7−8; 115[116],16−17).

Ja, wir wurden befreit von unseren Fesseln, die wir durch den Ruf des Herrn versammelt wurden durch das Sakrament der Taufe [...]; wir wurden befreit durch das Blut Christi und die Anrufung seines Namens [...] Meine Geliebten, ein für allemal sind wir durch das Wasser der Taufe gewaschen worden, ein für allemal wurden wir befreit, ein für allemal wurden wir aufgenommen in das unsterbliche Reich. Ein für allemal sind selig „die, deren Frevel vergeben und deren Sünden bedeckt sind.“ (Röm 4,7; vgl. Ps 31[32],1). Haltet mutig fest an dem, was ihr empfangen habt, bewahrt es zu eurer Glückseligkeit, sündigt nicht mehr. Von nun an bewahrt euch rein und unbefleckt für den Tag des Herrn.

Homilie über die Taufe, 7
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3897 am: 08. August 2016, 19:33:14 »
Buch Ezechiel 1,2-5.24-28abc.

Am fünften Tag des Monats - es war im fünften Jahr nach der Verschleppung des Königs Jojachin -
erging das Wort des Herrn an Ezechiel, den Sohn Busis, den Priester, im Land der Chaldäer, am Fluß Kebar. Dort kam die Hand des Herrn über ihn.
Ich sah: Ein Sturmwind kam von Norden, eine große Wolke mit flackerndem Feuer, umgeben von einem hellen Schein. Aus dem Feuer strahlte es wie glänzendes Gold.
Mitten darin erschien etwas wie vier Lebewesen. Und das war ihre Gestalt: Sie sahen aus wie Menschen.
Ich hörte das Rauschen ihrer Flügel; es war wie das Rauschen gewaltiger Wassermassen, wie die Stimme des Allmächtigen. Wenn sie gingen, glich das tosende Rauschen dem Lärm eines Heerlagers. Wenn sie standen, ließen sie ihre Flügel herabhängen.
Ein Rauschen war auch oberhalb der Platte, die über ihren Köpfen war. Wenn sie standen, ließen sie ihre Flügel herabhängen.
Oberhalb der Platte über ihren Köpfen war etwas, das wie Saphir aussah und einem Thron glich. Auf dem, was einem Thron glich, saß eine Gestalt, die wie ein Mensch aussah.
Oberhalb von dem, was wie seine Hüften aussah, sah ich etwas wie glänzendes Gold in einem Feuerkranz. Unterhalb von dem, was wie seine Hüften aussah, sah ich etwas wie Feuer und ringsum einen hellen Schein.
Wie der Anblick des Regenbogens, der sich an einem Regentag in den Wolken zeigt, so war der helle Schein ringsum.
So etwa sah die Herrlichkeit des Herrn aus.
Als ich diese Erscheinung sah, fiel ich nieder auf mein Gesicht. Und ich hörte, wie jemand redete.

Psalm 148(147),1-2.11-12.13-14.

Lobet den Herrn vom Himmel her,
lobt ihn in den Höhen:
Lobt ihn, all seine Engel,
lobt ihn, all seine Scharen.

Lobt ihn, ihr Könige der Erde und alle Völker,
ihr Fürsten und alle Richter auf Erden,
ihr jungen Männer und auch ihr Mädchen,
ihr Alten mit den Jungen!

Loben sollen sie den Namen des Herrn;
denn sein Name allein ist erhaben,
seine Hoheit strahlt über Erde und Himmel.
Seinem Volk verleiht er Macht,
das ist ein Ruhm für all seine Frommen,
für Israels Kinder, das Volk, das ihm nahen darf.

Evangelium nach Matthäus 17,22-27.

In jener Zeit, als Jesus und seine Jünger in Galiläa zusammen waren, sagte Jesus zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert werden,
und sie werden ihn töten; aber am dritten Tag wird er auferstehen. Da wurden sie sehr traurig.
Als Jesus und die Jünger nach Kafarnaum kamen, gingen die Männer, die die Tempelsteuer einzogen, zu Petrus und fragten: Zahlt euer Meister die Doppeldrachme nicht?
Er antwortete: Doch! Als er dann ins Haus hineinging, kam ihm Jesus mit der Frage zuvor: Was meinst du, Simon, von wem erheben die Könige dieser Welt Zölle und Steuern? Von ihren eigenen Söhnen oder von den anderen Leuten?
Als Petrus antwortete: Von den anderen!, sagte Jesus zu ihm: Also sind die Söhne frei.
Damit wir aber bei niemand Anstoß erregen, geh an den See und wirf die Angel aus; den ersten Fisch, den du heraufholst, nimm, öffne ihm das Maul, und du wirst ein Vierdrachmenstück finden. Das gib den Männern als Steuer für mich und für dich.
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« Antwort #3898 am: 09. August 2016, 06:42:26 »
TAGESGEBET
Gott unserer Väter,
du hast die heilige Märtyrin Teresia Benedicta (Edith Stein)
zur Erkenntnis deines gekreuzigten Sohnes geführt
und in seine Nachfolge bis zum Tod gerufen.
Auf ihre Fürsprache lass alle Menschen
im Gekreuzigten den Erlöser erkennen
und durch ihn zur Schau deiner Herrlichkeit gelangen.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.

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« Antwort #3899 am: 09. August 2016, 06:42:43 »
Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein)

Ordensfrau, Märtyrerin
* 12. Oktober 1891 in Breslau, heute Wrocław in Polen
† 9. August 1942 in Auschwitz, heute Oświęcim in Polen

Edith Stein wurde am 12. Oktober 1891 als Kind jüdischer Eltern in Breslau geboren. Sie studierte (1916-1918 in Freiburg) Philosophie. Nach langem Suchen fand sie den durch ihre Studien verlorenen Gottesglauben wieder. Schließlich wandte sie sich der katholischen Kirche zu; ausschlaggebend dafür war die Lektüre der Autobiographie Teresas von Avila. Am 1. Januar 1922 wurde sie getauft. Ihren Lehrberuf und ihre wissenschaftliche Arbeit verstand sie fortan als Gottesdienst. 1933 trat sie in den Kölner Karmel ein. Im Sinne des von ihr gewünschten Ordensnamens Teresia Benedicta  a Cruce (vom Kreuz) opferte sie ihr Leben für das deutsche und das jüdische Volk auf. Wegen der Judenverfolgung verließ sie Deutschland und fand am Silvestertag 1938 Aufnahme im Karmel von Echt in den Niederlanden. Am 2. August 1942 wurde sie von den nationalsozialistischen Machthabern verhaftet, in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau (Polen) deportiert und wahrscheinlich am 9. August durch Giftgas ermordet. Papst Johannes Paul II. sprach sie am 1. Mai 1987 im Köln selig und am 11. Oktober 1998 in Rom heilig.
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« Antwort #3900 am: 09. August 2016, 06:44:02 »
Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst

„Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!“

Liebe Schwestern und Brüder! Weil Edith Stein Jüdin war, wurde sie zusammen mit ihrer Schwester Rosa und vielen anderen katholischen Juden aus den Niederlanden in das Konzentrationslager nach Auschwitz gebracht, wo sie mit ihnen in den Gaskammern starb. Heute gedenken wir ihrer aller in großer Ehrfurcht. Noch wenige Tage vor ihrem Abtransport hatte die Ordensfrau das Angebot einer möglichen Rettung mit den Worten abgewehrt: „Tun sie das nicht, warum soll ich eine Ausnahme erfahren? Ist dies nicht gerade Gerechtigkeit, dass ich keinen Vorteil aus meiner Taufe ziehen kann? Wenn ich nicht das Los meiner Schwestern und Brüder teilen darf, ist mein Leben wie zerstört“.

Wenn wir fortan Jahr für Jahr das Gedächtnis der neuen Heiligen feiern, müssen wir uns auch an die Shoah erinnern, an den grausamen Plan, ein Volk zu vernichten − einen Plan, dem Millionen jüdischer Schwestern und Brüder zum Opfer fielen. Der Herr lasse über sie sein Angesicht leuchten und schenke ihnen seinen Frieden (vgl. Num 6, 25f.).

Um Gottes und der Menschen willen erhebe ich noch einmal tief betrübt meine Stimme und rufe: Ein solches verbrecherisches Tun darf sich nie mehr wiederholen, an keiner ethnischen Gruppe, an keinem Volk, an keiner Rasse, nirgendwo auf dieser Welt! Es ist ein Schrei, der allen gilt: allen Menschen guten Willens; allen, die an einen ewigen und gerechten Gott glauben; allen, die sich in Christus, dem menschgewordenen Wort, verbunden wissen. Wir alle müssen zusammenstehen. Die Würde des Menschen steht auf dem Spiel. Es gibt nur eine einzige Menschheitsfamilie.

Homilie zur Heiligsprechung der hl. Teresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein), 11.10.98

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« Antwort #3901 am: 09. August 2016, 06:48:12 »
Buch Ezechiel 2,8-10.3,1-4.

So spricht der Herr: Du, Menschensohn, höre, was ich zu dir sage. Sei nicht widerspenstig wie dieses widerspenstige Volk! Öffne deinen Mund, und iss, was ich dir gebe.
Und ich sah: Eine Hand war ausgestreckt zu mir; sie hielt eine Buchrolle.
Er rollte sie vor mir auf. Sie war innen und außen beschrieben, und auf ihr waren Klagen, Seufzer und Weherufe geschrieben.
Er sagte zu mir: Menschensohn, iss, was du vor dir hast. Iss diese Rolle! Dann geh, und rede zum Haus Israel!
Ich öffnete meinen Mund, und er ließ mich die Rolle essen.
Er sagte zu mir: Menschensohn, gib deinem Bauch zu essen, fülle dein Inneres mit dieser Rolle, die ich dir gebe. Ich aß sie, und sie wurde in meinem Mund süß wie Honig.
Er sagte zu mir: Geh zum Haus Israel, Menschensohn, und sprich mit meinen Worten zu ihnen!

Psalm 119(118),14.24.72.103.111.131.

Nach deinen Vorschriften zu leben
freut mich mehr als großer Besitz.
Deine Vorschriften machen mich froh;
sie sind meine Berater.

Die Weisung deines Mundes ist mir lieb,
mehr als große Mengen von Gold und Silber.
Wie köstlich ist für meinen Gaumen deine Verheißung,
süßer als Honig für meinen Mund.

Deine Vorschriften sind auf ewig mein Erbteil;
denn sie sind die Freude meines Herzens.
Weit öffne ich meinen Mund und lechze nach deinen Geboten;
denn nach ihnen hab' ich Verlangen.

Evangelium nach Matthäus 18,1-5.10.12-14.

In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte?
Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte
und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.
Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.
Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.
Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte?
Und wenn er es findet - amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben.
So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verlorengeht.
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« Antwort #3902 am: 09. August 2016, 07:00:36 »
Als Maria Kroatien rettete

Die Evangelisierung Kroatiens begann mit der Herrschaft Kaiser Heraklius (610-641) und Papst Johannes IV., die den Menschen Jesus und die Liebe Mariens brachten. König Zvonimir I. (1075-1089) weihte die Kathedrale des königlichen Hofes der Heiligen Jungfrau Maria und vertraute sein ganzes Königreich und sein Volk der himmlischen Königin an, mit dem Wunsch, dass Maria Königin Kroatiens werde und für immer bleibe. Die Ausbreitung des Ottomanischen Reiches im XV. und XIX. Jahrhundert machte in Kroatien halt.

Zwischen dem 7. und 14. August 1715 stürmten 60 000 osmanische Soldaten während der berühmten Schlacht von Sinj gegen eine kleine Schar von 700 Kroaten. Am Morgen des 14. August, Vortag des Festes der Heiligen Jungfrau, eröffneten die Türken das Feuer von allen Seiten. Bereits mehrere Stunden dauerte diese verlustreiche Schlacht, als sich plötzlich auf den Zinnen der Festung von Sinj, die von Licht umflutete Gestalt einer Frau zeigte. Von Panik ergriffen flohen die osmanischen Truppen um nie wieder ihren Fuss auf kroatischen Boden zu setzen. Man sagt, in Kroatien gibt es heute 222 Marienheiligtümer ...
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« Antwort #3903 am: 10. August 2016, 06:43:31 »
Hl. Laurentius, Diakon, Märtyrer

* in Spanien (?)
† 10. August 258 in Rom

Der Diakon Laurentius ist einer der berühmtesten römischen Märtyrer. Er erlitt das Martyrium unter Kaiser Valerian, wahrscheinlich am 10. August 258. Die Basilika über seinem Grab an der Via Tiburtina (Straße nach Tivoli) ist eine der sieben Hauptkirchen von Rom. Laurentius ist der Patron der Armen, weil er als Diakon für die Armen zu sor­gen hatte, die er als den wahren Schatz der Kirche ansah; Patron der Bibliothekare, weil er die Kirchenbücher zu verwalten hatte; Patron der Feuerwehrleute, der Köche und ähnlicher Berufe, die mit dem Feuer zu tun haben, weil er auf einem glühenden Rost gemartert wurde.
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La Salette 1846



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