Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4663953 mal)

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« Antwort #4328 am: 06. November 2016, 17:32:31 »
Die wunderbare Geburt Ludwig des XIV. „Dieudonné“ (I)

Ludwig XIII. und Anna von Österreich, die 1615, sehr jung geheiratet haben, hatten immer noch keine Kinder und die Jahre vergingen; die Frage begann besorgniserregend zu werden, sei es auch nur aus politischen Gründen. Die junge Königin betete viel in dieser Meinung. 1630 endete ihre Schwangerschaft wieder vorzeitig, wie alle anderen. Man sagte, dass nur noch ein Wunder helfen könnte. Und das Wunder fand statt, durch die Fürbitte Unserer Lieben Frau der Gnaden, nach 22jähriger Ehe.

Am 27. Oktober 1637, während er mit seinen Mitbrüdern im Chorraum der Kirche betete, hatte  Bruder Fiacre eine plötzliche innere Eingebung: die Königin sollte öffentlich die Bitte äussern, dass in ihrem Namen drei Novenen zur Heiligen Jungfrau gebetet werden sollen, woraufhin sie einen Sohn empfangen würde: die erste Novene zu Unserer Lieben Frau der Gnaden in der Provence, die zweite zu Unserer Lieben Frau von Paris in der Kathedrale und die dritte zu Unserer Lieben Frau vom Siege, in der Kirche seines Klosters.  Zwei Jahre davor, hatte Bruder Fiacre, als junger Novize, dieselbe Eingebung erhalten aber mit weniger Zwang und Dringlichkeit. Doch wie damals waren seine Oberen skeptisch und verboten ihm darüber zu sprechen. Ausser er erbrachte dafür einen Beweis …

Die wunderbare Geburt Ludwig des XIV. „Dieudonné“ (II)

Sechs Tage später, am 3. November gegen zwei Uhr morgens, wird Bruder Fiacre in seiner Zelle durch Kindergeschrei aus seinem Gebet gerissen. Erstaunen und Angst: er befindet sich der Heiligen Jungfrau Maria gegenüber, die ihm auf ihren Armen ein wimmerndes Kind zeigt: „Hab keine Angst, ich bin die Muttergottes und das Kind, das du siehst, ist der Thronfolger, den Gott Frankreich schenken will.“ Die Vision verschwindet und manifestiert sich aufs Neue einen kurzen Augenblick aber ohne Worte.

Schliesslich, nach zwei Stunden, zeigt sich Maria noch einmal allein und sagt: „Mein Kind, zweifle nicht mehr an dem, was du deinem Beichtvater erzählt hast. Um zu zeigen, dass ich will, dass man der Königin mitteilt, mir zu Ehren drei Novenen zu beten, siehe hier dasselbe Bild, wie in der Kirche Unserer Lieben Frau der Gnaden in der Provence und die Form der Kirche“. Und Bruder Fiacre sieht ganz deutlich das Bild sowie den Chorraum der Kirche in der es sich, wie heute, befindet. Er verständigt sofort seine Oberen, die, wie er, noch niemals dort waren. Freunde, die bereits eine Wallfahrt dorthin unternommen haben, bestätigen ihnen, dass die Beschreibung der Wirklichkeit entspricht.

Am 5. November wurde darüber ein Protokoll abgefasst, das die ganze Gemeinschaft der Augustiner im Sinne von Kardinal de la Rochefoucauld gegenzeichnete. Denn die drei Novenen sind inzwischen zur Staatsaffäre geworden.
« Letzte Änderung: 08. November 2016, 06:32:15 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4329 am: 06. November 2016, 23:12:59 »
Botschaft von der Heiligen Jungfrau Maria an ihre geliebte Tochter Maria des Lichts.

1. November 2016

Geliebte Kinder Meines Unbefleckten Herzens: Mein mütterliches Herz ist eine rettende Arche; kommt zu Mir, Ich werde euch zu Meinem Sohn führen.

An diesem Tag begebe Ich Mich ins Fegefeuer und führe sehr viele Seelen durch Gottes Barmherzigkeit vor die Heilige Dreifaltigkeit. Vergesst nicht, für die Toten zu beten. Gebete sind Licht und großer Trost für diejenigen, die im Fegefeuer leben.

Kinder Meines Unbefleckten Herzens, ihr sollt kein Teil des Chaos sein, das auf Erden regiert. Ihr besitzt die Liebe Meines Sohnes und das Kostbarste Blut Meines Sohnes ist die Erlösung für den Menschen.

Meine Kinder sind eine Quelle, in der die Gaben und Fähigkeiten, die jeder im Laufe seines Lebens erworben hat, beständig fließen. Die Liebe Meines Sohnes sorgt dafür, dass das Wasser dieser Quelle in ständiger Bewegung bleibt, um mit Sauerstoff versorgt zu werden. Die Einheit hält jeden Tropfen Wasser zusammen, damit alle den notwendigen Sauerstoff erhalten, während sich dagegen in stehenden Gewässern Rückstände bilden, deren Farbe sich verändert. Die Rückstände bilden dabei eine Schmutzschicht, welche die Schönheit des kristallklaren Wassers verdeckt und einen fauligen Geruch verbreitet.

Dies sind Zeiten eines geistlichen Kampfes. Daher müssen Meine Kinder durch das beständige Erkennen des Göttlichen Wortes aus der Heiligen Schrift mit Sauerstoff versorgt werden.

Mein Wort bringt euch den Göttlichen Willen, um wachsam zu bleiben und die ständigen Angriffe des Bösen vorausahnen zu können. Ich habe euch die Ereignisse verkündet, auf dass ihr euch vorbereitet und vor allem eure Seele rettet.

Meine Kinder müssen die Bedeutung des Wortes Treue durch und durch kennen sowie den vollständigen Inhalt dieses Wortes, damit sie den Weg der Liebe Meines Sohnes beschreiten. Wer sich hingibt und dazu entschließt, den Weg aufrichtig zu leben, muss in jeder Hinsicht des Lebens Treue zeigen. Doch vor allem soll er Meinem Sohne und sich selbst treu sein, um nicht auf Irrwege zu geraten.

Ihr lebt in jeder Hinsicht im Chaos. Der Mensch gibt sich keinen Sinn im Leben. Er ist unbeständig und neigt dazu, alledem zu folgen, was ihm zufällt und ihm interessant erscheint, auch wenn es erbärmlich ist. Der Werteverfall nimmt zu und so mehrt sich die Zahl der Lauen sehr schnell. Angesichts dieser Mehrung kommen die Ketzer (Häretiker) aus ihren Verstecken und trachten danach, Seelen in verschiedenster Weise in Sünde zu führen.

Ihr habt mitangesehen, wie die Illuminaten und Freimaurer an Macht innerhalb der Kirche Meines Sohnes gewonnen haben, wodurch sie die wahre Religion verunreinigt und das Böse entfesselt haben.

Der Rauch Satans ist in die Kirche Meines Sohnes eingedrungen. Die Modernismen innerhalb der Kirche entsprechen nicht dem Willen Meines Sohnes, denn sie entfesseln und vervielfältigen die Sünde.

Mein Sohn kam für die Sünder, auf dass sie sich bekehren, nicht damit die Sünde das Leben des Menschen beherrscht und zu einem Grund der Freude wird.

Geliebte Kinder Meines Unbefleckten Herzens, Ich schütze euch; als Mutter, entferne Ich Mich nicht von euch, sondern warne vor der Sünde, damit ihr nicht in die Klauen des Bösen geratet.

Der große Weg, den alle finden sollen, ist der Weg der Liebe Meines Sohnes. So möget ihr wie Seine Liebe sein.

Meine geliebten Kinder, stärkt eure Gefühle, damit die irdische Versuchungen nicht die Oberhand über euch gewinnen. Weckt eure geistigen Sinne und Gefühle und verrichtet gute Taten und Werke, da sich der Instinkt des Menschen nach Bequemlichkeit ohne jede Anstrengung sehnt.

In diesen Zeiten, geliebte Kinder, ist der Geist des Menschen sehr schwach und zu schwach, um die Herausforderungen des Alltags zu meistern.

Behaltet die Erinnerungen im Gedächtnis und so werdet ihr anhand des Gefühls jeder einzelnen Erinnerung verstehen, ob sie euch Zufriedenheit verschafft oder nicht. Dieses Verstehen wird von euch fehlinterpretiert, denn ihr nennt es Zufriedenheit. Der Mensch möchte bei allem, was er tut, Zufriedenheit erlangen, und ohne dass er sich dessen bewusst wäre, wird der Wunsch zur Besessenheit, die schließlich zur Frustration wird.

Meine Kinder, in diesen Zeiten werdet ihr vom Bösen eingeschläfert und ihr folgt dieser Narkotisierung, bis ihr von Frustration heimgesucht werdet und Zufriedenheit im Unrecht und in der Unwirklichkeit findet. In diesem Meer aus Verwirrung und Taubheit der Sinne und des Geistes bewegt sich die Menschheit in diesen Zeiten.

Ich rufe euch auf, den Willen im Streben nach Wahrheit auszuüben, so dass ihr kluge Entscheidungen trefft und euch nicht in Gefühlen verliert, mit denen ihr euch selbst verratet.

Kinder, seht euch um. Der Mensch verliert schnell den Verstand, angesichts der Unfähigkeit sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Der Mensch hat Grenzen zu erkennen, wer er ist, was er geworden ist und woran er glaubt. Das Neue dieser Zeit ist: Der Mensch ist unfähig, mit Vernunft zu handeln und sich so zu akzeptieren wie er ist oder seine Fehler zu korrigieren.

Geliebte Kinder Meines Unbefleckten Herzens, die Menschheit hängt von den Entscheidungen dieser Gruppe ab, die den Schicksalspfad des Menschen bestimmt hat, um die Wahrheit darüber, was in diesen Zeiten geschieht, zu verzerren und sie somit zu verfälschen. Der unwissende Mensch akzeptiert alles, was ihm zufällt, ungeachtet dessen, ob es gut ist oder nicht.

Geliebte Kinder: Die Erde erleidet momentan den Einfluss großer Asteroiden, die das All durchziehen. Aufgrund seiner stumpfsinnigen Taten und Werken lenkt der ignorante Mensch diese Elemente aus dem All auf die Erde. Der Mond wird stillstehen und die Sonne wird für mehrere Minuten verdunkelt sein.

Die Anziehungskraft der Erde auf diese Himmelskörper im All ist stark, genauso stark wie die Sünde des Menschen. Die Auswirkungen auf der Erde sind aktuell sichtbar und lassen den Menschen selbst erschaudern. Ihr müsst verstehen, dass die Missetat nicht mit dem Verüben der Tat selbst beendet ist. Tatsächlich hat eine solche Tat andauernde Auswirkungen auf die Schöpfung; eine große Anzahl Menschen wird aufgehetzt und es wird nicht nur ein Kampf gegen den Menschen, sondern auch gegen Dämonen und die Heere und Führer des Bösen entfacht.

Der Menschheit stehen große Ereignisse bevor. Das Schaudern wird erst beendet sein, wenn der Mensch sich von seinem Ungehorsam und seiner Stumpfsinnigkeit, seinen Verleumdungen und seiner Auflehnung gegen Gott entledigt hat.

Die Kraft der im All kreisenden Elemente hat die Tage verkürzt. Die Bewegungen auf Erden beschleunigen sich, angesichts der Zerstörung, die der Mensch der Welt gebracht hat. Immer mehr Asteroiden und Meteoriten werden sich der Erde nähern. So wie ihr euch selbst nicht kennt, sondern nur wisst, was eure Nächsten tun, ignoriert ihr jeden bestehenden Zusammenhang zwischen dem menschlichen Verhalten und dem Verhalten der Erde und somit dem Verhalten der Natur.

Ihr Meine Kinder, müsst euch von der Ignoranz lösen, in der ihr lebt. Ihr sollt euch öffnen und nicht als isoliertes Individuum betrachten, sondern als einen aktiven Bestandteil der Menschheit, dessen Taten und Werke Auswirkungen auf seinen Nächsten haben.

Die Elemente kommen dem Menschen gefährlich nahe, im Bemühen, diesen Menschen als Ebenbild Gottes wachzurütteln, wobei nur ein kleiner Teil der Menschheit begreift. Die Erde wird weiter erschüttert, um den Menschen zu warnen, der einst Gott als seinen Schöpfer erkannte, Ihn jedoch wieder vergessen hat und sich schließlich gegen alles Göttliche auflehnt.

Der Teufel gewinnt durch die menschliche Böswilligkeit in diesen Zeiten an Stärke. Er hetzt den Menschen auf, der sich angesichts seines schwachen Geistes dem ständigen Drängen des Bösen unterwirft.

Geliebte Kinder: Dies ist ein entscheidender Moment der Rettung eurer Seelen und der Erlangung des Ewigen Lebens.

Kinder, es gelingt euch nicht, den Herausforderungen des Alltags Herr zu werden, wegen mangelnder Geistlichkeit und somit mangelnden Glaubens. In Anbetracht dieser Schwäche stürzt euch der Teufel unmittelbar in die Verzweiflung eines gnadenlosen Wettbewerbs, der von weltlichen Werten regiert wird.

Kinder, die Furcht und Angst vor dem Verlust der gesellschaftlichen Position raubt dem Menschen seine geistliche Fähigkeit, als Kind Gottes partizipieren zu können.

Betet, Kinder, betet. Das Volk Meines Sohnes wird grausam verfolgt werden.

Betet, Kinder, betet. Erfüllt den Göttlichen Willen, betet für Italien.

Betet, Kinder. Das Antlitz der Erde verändert sich, wodurch insgesamt mehr Beben auftreten.

Betet, Kinder, betet. Chile und Japan leiden unter Erdbeben.

Betet für Frankreich, betet für Frankreich und die Vereinigten Staaten. Der Terrorismus plant heimlich Anschläge.

Geliebte Kinder Meines Unbefleckten Herzens: Meine Kinder sollen sich stärker gegenüber Gott öffnen, indem sie gute Taten und Werke verrichtenund so ihrem Nächsten helfen.

Meine Himmlischen Heere schweben in allen vier Himmelsrichtungen über der Erde. Ruft sie an, damit sie euch im Kampf gegen das Böse beistehen und unterstützen. Die trügerischen Absichten des Bösen machen eine Reaktion erforderlich. Ihr müsst das Böse erkennen, um ihm nicht zu verfallen.

Kinder Meines Unbefleckten Herzens, es stehen euch große Herausforderungen bevor.

Empfangt Meinen Sohn in der Eucharistie, haltet Abstand von der Sünde und erkennt. Die Kirche Meines Sohnes leidet. Ich leide angesichts dessen, was ihr erleiden werdet.

Ich bin für jeden von euch da. Meine Liebe erhört jeden eurer Rufe. Mein Schutz erreicht jeden von euch gleichermaßen. Ich segne euch, kommt zu Mir, Ich bin eure Mutter. Mutter Maria.

Ave Maria, voll Reinheit und ohne Sünde empfangen.
Ave Maria, voll Reinheit und ohne Sünde empfangen.
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Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4330 am: 07. November 2016, 06:58:51 »
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

Um Vergebung bitten und anderen vergeben

„Alle Pfade des Herrn sind Huld und Treue denen, die seinen Bund und seine Gebote bewahren“ (Ps 24(25),10). Was der Psalm über Huld und Treue sagt, ist von ganz großer Wichtigkeit [...] Er spricht von Huld, denn Gott hat nicht unsere Verdienste im Sinn, sondern seine Huld; er will uns ja unsere Sünden vergeben und uns das ewige Leben verheißen. Er spricht auch von Treue, denn Gott steht immer zu seinen Versprechen. Lasst uns also dieses göttliche Modell erkennen und Gott nachahmen, der uns seine Huld und Treue erwiesen hat [...] Lasst uns in dieser Welt Werke voll Huld und Treue vollbringen. Lasst uns gut sein zu den Schwachen, den Armen und sogar zu unseren Feinden.

Lasst uns in seiner Huld leben und Böses meiden. Wir wollen doch nicht Sünden anhäufen, denn derjenige, der in sich eine falsche Vorstellung von Gottes Güte hegt, lässt in sich den Willen aufkommen, Gott für ungerecht zu halten. Er stellt sich vor, dass Gott, selbst wenn er in seinen Sünden verharrt und sich der Reue verschließt, ihm einen Platz bei seinen treuen Dienern zuweisen werde. Wäre es denn aber gerecht, wenn Gott dir den gleichen Platz zuweisen würde wie denen, die ihren Sünden abgeschworen haben, wenn du doch in deinen Sünden verharrst? [...] Warum willst du, dass Gott sich deinem Willen beugt? Unterwirf dich doch vielmehr seinem Willen.

Zu Recht sagt der Psalmist in diesem Zusammenhang: „Immerdar bleibt er vor dem Angesichte Gottes. Wer wird seine Barmherzigkeit und Treue erforschen?“ (Ps 60(61),8 Vulg.). [...] Warum „vor dem Angesichte Gottes“? Viele suchen in den heiligen Büchern Erkenntnis über die Liebe und die Treue Gottes. Wenn sie aber fündig geworden sind, dann leben sie für sich und nicht für ihn. Sie verfolgen ihre eigenen Interessen und nicht die Interessen Jesu. Sie predigen Huld und Treue, aber leben sie nicht. Wenn einer Gott und Christus liebt, dann sucht er, wenn er Gottes Huld und Treue verkündet, Gott, und nicht seinen eigenen Nutzen. Er will aus seiner Verkündigung keine materiellen Vorteile ziehen, sondern strebt das Wohl der Glieder Christi an, also das seiner Gläubigen. An sie teilt er aus, was er im Geist der Wahrheit erkannt hat, „damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb“ (2 Kor 5,15). Wer sucht nun die Barmherzigkeit und Treue des Herrn?

Abhandlung über die Psalmen, Ps 60,9; CCL 39,771
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« Antwort #4331 am: 07. November 2016, 07:01:01 »
Brief des Apostels Paulus an Titus 1,1-9.

Paulus, Knecht Gottes und Apostel Jesu Christi, berufen, um die Auserwählten Gottes zum Glauben und zur Erkenntnis der wahren Gottesverehrung zu führen,
in der Hoffnung auf das ewige Leben, das der wahrhaftige Gott schon vor ewigen Zeiten verheißen hat;
jetzt aber hat er zur vorherbestimmten Zeit sein Wort offenbart in der Verkündigung, die mir durch den Auftrag Gottes, unseres Retters, anvertraut ist.
An Titus, seinen echten Sohn aufgrund des gemeinsamen Glaubens: Gnade und Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem Retter.
Ich habe dich in Kreta deswegen zurückgelassen, damit du das, was noch zu tun ist, zu Ende führst und in den einzelnen Städten Älteste einsetzt, wie ich dir aufgetragen habe.
Ein Ältester soll unbescholten und nur einmal verheiratet sein. Seine Kinder sollen gläubig sein; man soll ihnen nicht nachsagen können, sie seien liederlich und ungehorsam.
Denn ein Bischof muss unbescholten sein, weil er das Haus Gottes verwaltet; er darf nicht überheblich und jähzornig sein, kein Trinker, nicht gewalttätig oder habgierig.
Er soll vielmehr das Gute lieben, er soll gastfreundlich sein, besonnen, gerecht, fromm und beherrscht.
Er muss ein Mann sein, der sich an das wahre Wort der Lehre hält; dann kann er mit der gesunden Lehre die Gemeinde ermahnen und die Gegner widerlegen.

Psalm 24(23),1-2.3-4.5-6.

Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt,
der Erdkreis und seine Bewohner.
Denn er hat ihn auf Meere gegründet,
ihn über Strömen befestigt.

Wer darf hinaufziehn zum Berg des Herrn,
wer darf stehn an seiner heiligen Stätte?
Der reine Hände hat und ein lauteres Herz,
der nicht betrügt und keinen Meineid schwört.

Er wird Segen empfangen vom Herrn
und Heil von Gott, seinem Helfer.
Das sind die Menschen, die nach ihm fragen,
die dein Antlitz suchen, Gott Jakobs.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - 17,1-6.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Es ist unvermeidlich, dass Verführungen kommen. Aber wehe dem, der sie verschuldet.
Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt.
Seht euch vor! Wenn dein Bruder sündigt, weise ihn zurecht; und wenn er sich ändert, vergib ihm.
Und wenn er sich siebenmal am Tag gegen dich versündigt und siebenmal wieder zu dir kommt und sagt: Ich will mich ändern!, so sollst du ihm vergeben.
Die Apostel baten den Herrn: Stärke unseren Glauben!
Der Herr erwiderte: Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Heb dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden, und verpflanz dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen.
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« Antwort #4332 am: 08. November 2016, 06:54:04 »
Benedikt XVI., Papst von 2005-2013

„Unnütze Sklaven“

Dieses rechte Dienen macht den Helfer demütig. Er setzt sich nicht in eine höhere Position dem andern gegenüber, wie armselig dessen Situation im Augenblick auch sein mag. Christus hat den letzten Platz in der Welt — das Kreuz — eingenommen, und gerade mit dieser radikalen Demut hat er uns erlöst und hilft uns fortwährend. Wer in der Lage ist zu helfen, erkennt, daß gerade so auch ihm selber geholfen wird und daß es nicht sein Verdienst und seine Größe ist, helfen zu können. Dieser Auftrag ist Gnade.

Je mehr einer für die anderen wirkt, desto mehr wird er das Wort Christi verstehen und sich zueignen: „Unnütze Knechte sind wir“ (Lk 17,10). Denn er erkennt, daß er nicht aufgrund eigener Größe oder Leistung handelt, sondern weil der Herr es ihm gibt. Manchmal kann ihm das Übermaß der Not und die Grenze seines eigenen Tuns Versuchung zur Mutlosigkeit werden. Aber gerade dann wird ihm helfen zu wissen, daß er letzten Endes nur Werkzeug in der Hand des Herrn ist, er wird sich von dem Hochmut befreien, selbst und aus Eigenem die nötige Verbesserung der Welt zustande bringen zu müssen. Er wird in Demut das tun, was ihm möglich ist und in Demut das andere dem Herrn überlassen.

Gott regiert die Welt, nicht wir. Wir dienen ihm nur, soweit wir können und er uns die Kraft dazu gibt. Mit dieser Kraft freilich alles zu tun, was wir vermögen, ist der Auftrag, der den rechten Diener Jesu Christi gleichsam immerfort in Bewegung hält: „Die Liebe Christi drängt uns“ (2 Kor 5,14).

Enzyklika « Deus caritas est », § 15 (© Libreria Editrice Vaticana)
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« Antwort #4333 am: 08. November 2016, 06:56:27 »
Brief des Apostels Paulus an Titus 2,1-8.11-14.

Mein Sohn! Verkünde, was der gesunden Lehre entspricht.
Die älteren Männer sollen nüchtern sein, achtbar, besonnen, stark im Glauben, in der Liebe, in der Ausdauer.
Ebenso seien die älteren Frauen würdevoll in ihrem Verhalten, nicht verleumderisch und nicht trunksüchtig; sie müssen fähig sein, das Gute zu lehren, damit sie die jungen Frauen dazu anhalten können, ihre Männer und Kinder zu lieben, besonnen zu sein, ehrbar, häuslich, gütig und ihren Männern gehorsam, damit das Wort Gottes nicht in Verruf kommt.
Ebenso ermahne die jüngeren Männer, in allen Dingen besonnen zu sein.
Gib selbst ein Beispiel durch gute Werke. Lehre die Wahrheit unverfälscht und mit Würde,
mit gesunden, unanfechtbaren Worten; so wird der Gegner beschämt und kann nichts Schlechtes über uns sagen.
Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten.
Sie erzieht uns dazu, uns von der Gottlosigkeit und den irdischen Begierden loszusagen und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt zu leben, während wir auf die selige Erfüllung unserer Hoffnung warten: auf das Erscheinen der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Christus Jesus.
Er hat sich für uns hingegeben, um uns von aller Schuld zu erlösen und sich ein reines Volk zu schaffen, das ihm als sein besonderes Eigentum gehört und voll Eifer danach strebt, das Gute zu tun.

Psalm 37(36),3-4.18.23.27.29.

Vertrau auf den Herrn und tu das Gute,
bleib wohnen im Land und bewahre Treue!
Freu dich innig am Herrn!
Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt.

Der Herr kennt die Tage der Bewährten,
ihr Erbe hat ewig Bestand.
Der Herr festigt die Schritte des Mannes,
er hat Gefallen an seinem Weg.

Meide das Böse und tu das Gute,
so bleibst du wohnen für immer.
Die Gerechten werden das Land besitzen
und darin wohnen für alle Zeiten.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - 17,7-10.

In jener Zeit sprach Jesus: Wenn einer von euch einen Sklaven hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Nimm gleich Platz zum Essen?
Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich, und bediene mich; wenn ich gegessen und getrunken habe, kannst auch du essen und trinken.
Bedankt er sich etwa bei dem Sklaven, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde?
So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.
« Letzte Änderung: 08. November 2016, 06:58:00 von Tina 13 »
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« Antwort #4334 am: 08. November 2016, 22:26:36 »
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10.

Noch ein anderes Zeichen erschien am Himmel:

Ein großer, feuerroter Drache mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und sieben Kronen auf seinen Köpfen. Sein Schweif fegte den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde. Nach dem Luzifer gegen diese im Zeichen dargestellte Frau seine Lästerungen ausgestoßen hatte, ward er sogleich aus einem überaus schönen Engel in einen fürchterlichen, abscheulichen Drachen verwandelt, so dass er in äußerer Gestalt als ein wahrnehmbares Zeichen erschien. Wütend erhob er sieben Köpfe, nämlich die sieben Legionen oder Heerscharen seines ganzen Anhanges. Jeder einzelnen Rotte setzte er ein Haupt vor und befahl ihnen, zu sündigen und zu den sieben Hauptsünden anzureizen und zu verführen. Diese werden Hauptsünden genannt, weil sie alle übrigen in sich schließen und sie gleichsam Hauptstandarten sind, die sich gegen Gott aufrichten. Es sind Hoffart, Neid, Zorn, Unkeuschheit, Unmäßigkeit, Trägheit, Geiz. Sie werden durch die sieben Kronen versinnbildlicht, mit denen Luzifer nach seiner Verwandlung in einen Drachen gekrönt wurde. Der Allerhöchste selbst hatte sie zur Strafe für die entsetzliche Bosheit dem Luzifer und den übrigen abtrünnigen Engeln durch Seinen heiligen Zorn geschmiedet. Jeder empfing seine besondere Strafe, die zugleich ein Merkmal war, das ihre Bosheit andeutete, durch die sie die Urheber der sieben Hauptsünden geworden waren.

11.

Die zehn Hörner dieser Häupter

sind die Triumphe der Ungerechtigkeit und Bosheit des Drachens und bedeuten seine Ruhmsucht und aufgeblasene, stolze Vermessenheit, in der er die Ausübung der Laster sich selbst zuschreibt. In dieser bösen Gesinnung bot er, um das Ziel seines Stolzes zu erreichen, den unglücklichen Engeln seine lasterhafte, giftvolle Freundschaft an und stellte ihnen erdichtete Fürstentümer und Belohnungen in Aussicht. Diese Versprechen voll teuflischer Dummheit und Täuschung waren der Schwanz mit dem der Drache den dritten Teil der Sterne vom Himmel fegte. Die Engel waren helle Sterne, und wenn sie beharrt hätten, würden sie mit den übrigen Engeln und Gerechten wie Sonnen in alle Ewigkeit leuchten. Aber ihre wohlverdiente Strafe schleuderte sie auf die Erde, und zu ihrem Unglück gar bis in den Mittelpunkt derselben, nämlich in die Hölle, wo sie in Ewigkeit des Lichtes und der Freude entbehren müssen.

12.

„Der Drache trat vor die Frau,

die gebären sollte, um ihr Kind gleich nach der Geburt zu verschlingen.“ Luzifers Stolz war so ungeheuer, dass er voll Anmaßung begehrte, seinen Thron über alle Sterne Gottes zu setzen. In Gegenwart der im Zeichen dargestellten auserwählten Frau fabelte der Tor: „Jener Sohn, den dieses Weib gebären wird, ist von Natur aus geringer als ich. Ich will Ihn verschlingen und vernichten. Meinen Anhang will ich gegen Ihn führen und wider Seine Gedanken und Gesetze meine Lehren ausstreuen. Einen ewigen Krieg will ich wider Ihn führen und in ewiger Feindschaft gegen Ihn verharren!“

Maria aber steht einzig da. Obwohl Adamstochter, überragt sie weit alle Engel an Gnaden, Gaben und Verdiensten.

13.

Fortsetzung der Auslegung des zwölften Kapitels der geheimen Offenbarung

Und es erhob sich ein großer Kampf im Himmel, Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften. Nach dem der Herr obige Geheimnisse den guten und bösen Engeln geoffenbart hatte, begann der Heilige Michael mit den Seinen unter Zustimmung Gottes gegen den Drachen und seinen Anhang zu kämpfen. Dieser Streit war wunderbar. Er wurde nur mit den Waffen des Verstandes und des Willens geführt. Entflammt von Eifer für die Ehre Gottes, ausgerüstet mit der ihm von Gott verliehenen Macht und bewaffnet mit seiner eigenen Demut, widerstand Michael dem eitlen Hochmut des Drachens, indem er sagte: „Würdig ist der Allerhöchste aller Ehre, alles Lobes, aller Erfurcht. Er ist würdig der Erfurcht, der Liebe und des Gehorsams aller Geschöpfe. Er ist allmächtig und kann tun, was Er will. Nichts kann Er wollen, was nicht vollkommen gerecht ist. Er, der Unerschaffene und von keinem anderen Wesen Abhängige, gab uns aus Gnade alles, was wir besitzen. Er erschuf uns aus dem Nichts. Er kann auch andere Wesen erschaffen, wann und wie es ihm gefällt. Darum ist es höchst geziemend, dass wir uns vor Seinem göttlichen Thron niederwerfen und Seine göttliche Majestät und wesenhafte Hoheit anbeten, kommet also, ihr Engel, folget mir! Lasset uns Ihn anbeten. Seine wunderbaren geheimen Gerichte und Seine heiligen, vollkommenen Werke lobpreisen.

14.

Er ist Gott, der Allerhöchste,

König aller Geschöpfe

Er wäre es nicht, wenn wir Seine großen, machtvollen Werke begreifen könnten. Seine Weisheit und Güte sind unendlich. Er ist reich an Schätzen und Segnungen, Herr aller Dinge. Keines anderen bedürftig, kann Er Seine Schätze mitteilen, wem Er will. In Seiner Wahl kann Er nicht irren. Er kann lieben und sich dem Geliebten mitteilen. Er kann lieben, wen Er will, und erschaffen, erhöhen, bereichern nach Seinem Wohlgefallen. In allem ist Er stets der Weise, der Heilige, der Allmächtige. Lasset uns Ihn mit tiefster Dankbarkeit anbeten wegen der Wunderwerke der Menschwerdung und der Auserwählung Seines Volkes. Auch wegen dessen Erlösung, wenn es fallen sollte. Jenem Vorhergeschauten wollen wir in beiden Naturen, der göttlichen und der menschlichen, anbeten und verehren, Ihn als unser Haupt anerkennen und freimütig bekennen, dass Er, der Urheber aller Gnade und Glorie, aller Ehre, alles Lobes und aller Herrlichkeit würdig sei. Lasset uns Ihm zurufen: „Du bist der Starke, der Mächtige, Du bist Gott!“

15.

Mit diesen Worten kämpften der Heilige

Michael und sein Anhang

Wie mit heftigen Blitzen stritten sie wider den Drachen und seinen Anhang. Diese hingegen kämpften mit Gotteslästerungen. Luzifer aber konnte vor dem Antlitz des heiligen Engelsfürsten nicht bestehen. Er verging vor Wut und wollte vor Qual entfliehen; allein der Göttliche Wille gebot, dass er nicht nur gestraft, sondern auch überwunden werde und die Wahrheit und Allmacht Gottes erfahre, er mochte wollen oder nicht. Trotzdem lästerte er: „Gott ist ungerecht, wenn Er die Natur der Menschen über die Natur der Engel erhebt. Ich bin der erhabenste und schönste Engel, mir gebührt der Triumph und Huldigung. Ich will meinen Thron über die Sterne setzen und gleich sein dem Allerhöchsten. Keinem einzigen von niederer Natur werde ich mich unterwerfen und niemals zugeben, dass ein anderer mir vorgehe oder sich über meine Hoheit erschwinge!“ Dasselbe wiederholten seine abtrünnigen Anhänger.

16.

Doch Michael erwiderte:

„Wer ist wie der Herr, unser Gott,

der in den Höhen wohnt?

Schweige, Feind, mit deinen ungeheuren Lästerungen! Du bist ganz von Bosheit besessen, darum fort aus unserer Gesellschaft, du Unglückseliger! Fahre hinab mit deiner blinden Unwissenheit und deiner Bosheit in die finstere Nacht und in das Chaos der höllischen Pein! Wir hingegen, o Geister des Herrn, wollen Gott anbeten und verehren. Die glückselige Frau aber, die dem ewigen Wort die menschliche Natur schenken wird, wollen wir als unsere Herrin und Königin anerkennen.“ Jenes große Zeichen der Himmelskönigin war in diesem Streit für die guten Engel wie Schild und Waffe gegen die bösen Abtrünnigen. Dem gegenüber waren die Streitgründe Luzifers kraftlos. Er wurde verwirrt und sprachlos und konnte die in diesem Zeichen dargestellten Wahrheiten nicht ertragen. Wie dieses geheimnisvolle Zeichen durch Gottes Kraft erschienen war, so wollte Gott auch, dass ein anderes Zeichen, der rote Drache, sichtbar werde und Luzifer in dieser Gestallt zum Entsetzen und Erschrecken seines Anhanges und zur Verwunderung der heiligen Engel mit Schande aus dem Himmel verstoßen werde.

17.

So offenbarte sich aufs Neue

Gottes Macht und Gerechtigkeit

Den Verlauf dieses Streites kann man mit Worten schwerlich schildern, weil der Abstand zwischen unserem Begreifen und der Tätigkeit so vieler erhabener Engel zu groß ist. Die Bösen wurden nicht Herr, denn Ungerechtigkeit, Lügenwerk, Unwissenheit und Bosheit können Gerechtigkeit, Wahrheit, Licht und Güte nicht überwältigen, noch können diese Tugenden von den Lastern überwunden werden.

Deshalb sagt der Evangelist: „Aber sie vermochten nicht standzuhalten, und ihr Platz im Himmel ging verloren.“ Die unglückseligen Engel machten sich durch ihre Sünde der ewigen Anschauung und Gesellschaft Gottes unwürdig. Ihr Andenken wurde aus dem göttlichen Geiste ausgelöscht, wo sie vor ihrem Fall durch ihre Gnadengaben gleichsam eingeschrieben waren. Sie verloren ihr Recht auf die im Falle ihres Gehorsams ihnen zubereiteten Plätze. Dieses Anrecht ging nun auf die Menschen über. Von den abtrünnigen Engeln wurde jede Spur so vollständig ausgelöscht, dass nichts mehr von ihnen im Himmel zu finden war.

Oh unglückselige Bosheit, unbeschreibliches Unglück, würdig einer so entsetzlichen Strafe!

18.

So wurde der große Drache gestürzt,

und mit ihm wurden seine Engel gestürzt. Der heilige Erzengel Michael verstieß den elenden, in einen Drachen verwandelten Luzifer mit jenem unüberwindlichen Wort: „Wer ist wie Gott?“ Es war so kräftig, dass es jenen stolzen Riesen samt seinen Rotten niederschmetterte und mit unvergleichlicher Schande in den tiefsten Abgrund der Erde hinunterschleuderte. Nun empfing er zu seinem Unglück und zur Strafe auch noch neue Namen, wie Drache, Schlange, Teufel, Satan. Namen, die der heilige Erzengel ihm im Streite beigelegt hatte, um dadurch seine Bosheit und Ungerechtigkeit auszudrücken. Wie er durch seine Tücke alles Glück und alle Ehre verwirkt hatte, so ward er auch aller Ehrentitel beraubt und stattdessen mit Schandnamen bezeichnet. Übrigens legte schon sein Bosheitsplan, den er seinen Bundesgenossen vorschlug und befahl, nämlich die Erdenbewohner zu betören und zu verführen, seine Arglist mehr als genügend an den Tag. So ward also jener, der in seinen Gedanken schon alle Völker zerschmetterte, hinabgeschleudert in die Hölle. 

Von Ihm sagt Isaias: „In die Unterwelt wirst du hinabgestürzt, in die Tiefe des Pfuhles. Dein Leichnam wird übergeben den Motten und dem Wurme deines bösen Gewissens“ (Is. 14, 15). Es erfüllte sich an Luzifer alles, was Isaias im 14. Kapitel seines Buches berichtet.

19.

So war nun der Himmel von den

bösen Engeln gesäubert

Für die guten und gehorsamen aber fiel der Vorhang der Gottheit. Triumphierend gingen sie in ihre Glorie ein, während die Abtrünnigen ihre Strafe empfingen.

Gott offenbarte den Engeln einen Teil der göttlichen Beschlüsse und sprach: „Luzifer hat sein Banner der Hoffart und der Sünde aufgepflanzt. Mit vollendeter Bosheit und starkem Grimm wird er das menschliche Geschlecht verfolgen und viele durch Arglist verführen und so verleiten, dass die Menschen sich gegenseitig umbringen. In der Blindheit der Sünden und Laster werden sie zu verschiedenen Zeiten in unheilvoller Unwissenheit sich empören, aber Hoffart, Lüge und alle Arten von Sünden sind Meinem Wesen und Willen unendlich fern. Wir wollen darum der Tugend und Heiligkeit den Triumph verleihen.“

20.

Schluss der Auslegung des zwölften Kapitels der Geheimen Offenbarung

Wehe der Erde und dem Meere, denn der Teufel ist zu euch mit gewaltigem Grimm herabgestiegen. Er weiß, wie kurz seine Frist ist. Wehe der Erde, dem zukünftigen Schauplatz so vieler Übeltaten! Wehe dem Meere, weil es so entsetzlichen Lastern gegenüber sich nicht in tosenden Strömen ergoss, die Übeltäter zu ertränken und die Unbilden wider Gott, Seinen Schöpfer zu rächen. Doch noch viel mehr wehe dem unergründlichen, in aller Bosheit verhärteten Meere, das sind jene, die dem Teufel nachfolgen. Er ist herniedergestiegen, euch in großem Zorn und unerhörter Grausamkeit mit Krieg zu überfallen. Die Wut dieses grimmigen Drachens, der ärger ist als ein blutiger Löwe, will alles verschlingen. Alle Tage der gesamten Weltzeit dünken ihm eine kurze Frist, seinen Grimm zu befriedigen. So groß ist sein Durst und seine Gier, die Menschen zu verderben, dass ihm ihre ganze Lebenszeit nicht genügt. Seine Tobsucht wünscht ewige Zeiten, wenn sie möglich wären, um gegen die Kinder Gottes einen ewigen Krieg führen zu können. Vor allem kehrt sich sein Grimm gegen jene gottselige Frau, die ihm den Kopf zertreten wird.

Als der Drache sich auf die Erde hinabgestürzt sah, verfolgte er die Frau, die den Knaben geboren hatte. Nachdem die alte Schlange, der Teufel, den unseligen Ort und Zustand, in den er geraten war, erkannte, entbrannte er in noch heftigerem Grimm und Neid. Er hätte sich selbst wie ein wütendes Tier zerreißen mögen. Gegen die Frau, die Mutter des menschgewordenen Wortes, fasste er einen solchen Groll, das ihn kein Mensch zu begreifen mag.

Als Luzifer und sein teuflischer Anhang in der Hölle angekommen war, hielt er gleich mit allen eine Ratsversammlung. In dieser Zeit bot Luzifer seinen Verstand und seine ganze teuflische Bosheit auf, mit seinen höllischen Genossen zu überlegen, wie sie Gott am ärgsten beleidigen und sich an ihm für die über sie verhängte Strafe rächen könnten.

Das Endergebnis dieser Versammlung war kurz folgendes: Weil Gott aller Voraussicht nach die Menschen sehr lieben werde, würde die ärgste Rache und schwerste Unbill darin bestehen, dass sie die Wirkung der göttlichen Liebe verhinderten, indem sie die Menschen betörten, verführten und so viel wie möglich aufreizten, gegen Gott undankbar und rebellisch zu sein. Dadurch würden sie Seine Gnade und Freundschaft verlieren.

Luzifer sagte: „Nach dieser Erkenntnis müssen wir arbeiten, und alle Kräfte und Sorgen aufbieten. Wir wollen die Menschen unseren Einsprechungen und unserem Willen unterwürfig machen und sie dadurch verderben. Wir wollen das ganze Menschengeschlecht verfolgen und es um seinen verheißenen Lohn bringen. Wir wollen unsere ganze Wachsamkeit aufbieten, dass die Menschen nicht zur Anschauung Gottes gelangen, weil diese uns ungerechter Weise verweigert wurde. Großen Triumph werde ich über sie feiern. Alles werde ich verheeren und meinem Willen unterwerfen. Ich will Irrtümer und Sekten und meine den Gesetzen Gottes zuwiderlaufenden Gesetze verbreiten. Ich selbst werde aus den Menschen Propheten und Anführer erwecken, in sie meine Irrlehren säen, die sie überall verbreiten sollen. Darauf will ich aus Rache gegen ihren Schöpfer sie zu mir in die Qualen der Hölle hinabziehen.

Die Armen will ich bedrängen, die Notleidenden unterdrücken, die Verlassenen verfolgen. Ich will Zwietracht säen, Kriegsflammen entzünden, Völker gegen Völker hetzen, Hochmütige und Freche hervorbringen, die das Gesetz der Sünde überall ausbreiten. Alle die mir folgen, will ich im ewigen Feuer vergraben. Jene die sich mir am engsten anschließen, will ich in den Ort der größten Qualen versenken. Daraus wird mein Reich sein, das ist der Lohn, den ich meinen Knechten gebe.

Dem menschgewordenen Wort (Christus) will ich einen blutigen Krieg ankündigen. Wenn Er auch Gott ist, so wird Er doch auch Mensch sein, also von einer niederen Natur als ich. Ich will meinen Thron und meine Würde über die Seinige erheben, durch meine Macht und Arglist Ihn überwinden und stürzen. Die Frau, die Seine Mutter wird, soll unter meinen Händen vergehen. Denn was sollte für meine Macht und Größe eine einzige Frau bedeuten? Ihr Dämonen aber, die ihr mit mir vergewaltigt worden seid, folgt mir nach und gehorcht mir jetzt in der Rache, wie ihr mir damals im Ungehorsam gefolgt seid. Heuchelt Liebe zu den Menschen und richtet sie dadurch zugrunde. Dienet ihnen betrüglich, um sie zu stürzen. Macht sie schlecht und zieht sie zu mir hinab in die Hölle.“

Keine menschliche Zunge vermag den Grimm und die Bosheit dieser ersten höllischen Ratsversammlung gegen das Menschengeschlecht zu schildern, das noch gar nicht erschaffen war.

Damals wurden alle Laster und Sünden der Welt ausgedacht. Von dorther entspringen alle Lügen, Irrtümer und Glaubensspaltungen. Alle Ungerechtigkeit hat in dieser chaotischen Versammlung ihren Ursprung. Alle die Bosheit verüben, dienen dem Fürst der Hölle.

Maria von Agreda

http://kath-zdw.ch/maria/maria.agreda.html#10
« Letzte Änderung: 08. November 2016, 22:32:35 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #4335 am: 09. November 2016, 05:35:41 »
Sie erregte das Wohlgefallen der Heiligen Dreifaltigkeit

Wenn du die Gabe Gottes kennen würdest! Es gibt ein Geschöpf, das diese Gabe Gottes hatte und davon nicht das kleinste Stückchen verlor, ein Geschöpf so rein, so leuchtend, dass sie das Licht selbst zu sein scheint: „Speculum justitiae“; ein Geschöpf, dessen Leben so einfach, so in Gott verloren war, dass man darüber fast nichts erzählen kann: „Virgo fidelis“, es ist die treue Jungfrau, sie, die „alles in ihrem Herzen bewahrte“. Sie war so demütig, so andachtsvoll Gott gegenüber, in der Verborgenheit des Tempels, dass sie das Wohlgefallen der Heiligen Dreifaltigkeit erregte.

Sr. Elisabeth von der Dreifaltigkeit (1880 - 1906)
„Maria, Vorbild der verinnerlichten Seelen - Das spirituelle Leben“, 1928
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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