Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4666186 mal)

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« Antwort #4968 am: 31. März 2017, 04:49:31 »
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

Traktat zum Johannesevangelium, Nr. 28

„Seine Stunde war noch nicht gekommen“

„Das Laubhüttenfest der Juden war nahe. Da sagten seine Brüder zu ihm: Geh von hier fort, und zieh nach Judäa, damit auch deine Jünger die Werke sehen, die du vollbringst [...] Jesus sagte zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht gekommen, für euch aber ist immer die rechte Zeit“ (Joh 7,2−6) [...] Wenn also der Herr sagt: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen“, so antwortete er denen, die ihm einen Rat betreffs der Ehre gaben: Die Zeit meiner Ehre ist noch nicht gekommen. Sehet, wie tief das ist: zur Ehre ermuntern sie ihn, aber er wollte in Niedrigkeit der Höhe vorangehen und durch Niedrigkeit zur Höhe den Weg bahnen. Denn auch jene Jünger suchten sicherlich die Ehre, welche, der eine zu seiner Rechten, der andere zur Linken sitzen wollten (Mt 10,37); sie richteten ihr Augenmerk wohl auf das Ziel, aber nicht auf den Weg; der Herr rief sie, damit sie in geordneter Weise ins Vaterland kämen, auf den Weg zurück. Denn hoch liegt das Vaterland, niedrig ist der Weg dahin. Das Vaterland ist das Leben Christi, der Weg ist der Tod Christi; das Vaterland ist die bleibende Wohnung Christi, der Weg ist das Leiden Christi [...]

Machen wir uns nichts vor: die Zeit unserer Herrlichkeit ist noch nicht gekommen. Hören wir doch, was denen gesagt wird, die, wie die Brüder des Herrn, diese Welt lieben: „Für euch ist immer die rechte Zeit, unsere Zeit ist noch nicht gekommen.“ Haben auch wir den Mut, das zu sagen. Die wir hier der Leib unseres Herrn Jesus Christus, die wir hier seine Glieder sind, die wir ihn mit Freude als unseren Meister anerkennen, wiederholen wir diese Worte, denn für uns hat er sie in seiner Güte zuerst gesagt. Wenn diejenigen, die die Welt lieben, unseren Glauben verhöhnen, dann lasst uns ihnen sagen: „Für euch ist immer die rechte Zeit, die unsrige ist noch nicht gekommen.“ Der Apostel Paulus hat doch tatsächlich zu uns gesagt: „Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist mit Christus verborgen in Gott.“ Wann wird unsere Zeit kommen? „Wenn Christus, unser Leben, offenbar wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit“ (Kol 3,3).

„Unser Leben ist mit Christus verborgen in Gott.“ Im Winter kann man durchaus sagen: dieser Baum ist abgestorben, z.B. ein Feigenbaum, ein Birnbaum oder jeder andere Obstbaum; während der ganzen Winterszeit scheint er ums Leben gebracht. Aber im Sommer tritt er den Beweis an und lässt uns entscheiden, ob er lebt. Unser Sommer ist das Offenbarwerden Christi.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4969 am: 31. März 2017, 04:51:30 »
Buch der Weisheit 2,1a.12-22.

Die Frevler tauschen ihre verkehrten Gedanken aus und sagen:
Lasst uns dem Gerechten auflauern! Er ist uns unbequem und steht unserem Tun im Weg. Er wirft uns Vergehen gegen das Gesetz vor und beschuldigt uns des Verrats an unserer Erziehung.
Er rühmt sich, die Erkenntnis Gottes zu besitzen, und nennt sich einen Knecht des Herrn.
Er ist unserer Gesinnung ein lebendiger Vorwurf, schon sein Anblick ist uns lästig;
denn er führt ein Leben, das dem der andern nicht gleicht, und seine Wege sind grundverschieden.
Als falsche Münze gelten wir ihm; von unseren Wegen hält er sich fern wie von Unrat. Das Ende der Gerechten preist er glücklich und prahlt, Gott sei sein Vater.
Wir wollen sehen, ob seine Worte wahr sind, und prüfen, wie es mit ihm ausgeht.
Ist der Gerechte wirklich Sohn Gottes, dann nimmt sich Gott seiner an und entreißt ihn der Hand seiner Gegner.
Roh und grausam wollen wir mit ihm verfahren, um seine Sanftmut kennenzulernen, seine Geduld zu erproben.
Zu einem ehrlosen Tod wollen wir ihn verurteilen; er behauptet ja, es werde ihm Hilfe gewährt.
So denken sie, aber sie irren sich; denn ihre Schlechtigkeit macht sie blind.
Sie verstehen von Gottes Geheimnissen nichts, sie hoffen nicht auf Lohn für die Frömmigkeit und erwarten keine Auszeichnung für untadelige Seelen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4970 am: 31. März 2017, 04:53:16 »
Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Jn 7,1-2.10.25-30.

In jener Zeit zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte sich nicht in Judäa aufhalten, weil die Juden darauf aus waren, ihn zu töten.
Das Laubhüttenfest der Juden war nahe.
Als aber seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, zog auch er hinauf, jedoch nicht öffentlich, sondern heimlich.
Da sagten einige Leute aus Jerusalem: Ist das nicht der, den sie töten wollen?
Und doch redet er in aller Öffentlichkeit, und man lässt ihn gewähren. Sollte der Hohe Rat wirklich erkannt haben, dass er der Messias ist?
Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Messias kommt, weiß niemand, woher er stammt.
Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht.
Ich kenne ihn, weil ich von ihm komme und weil er mich gesandt hat.
Da wollten sie ihn festnehmen; aber keiner wagte ihn anzufassen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.
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« Antwort #4971 am: 31. März 2017, 07:08:12 »
Der Aufruf zu Gebet, Buße und Bekehrung bleibt

Zur Vision der Martyrer der Kirche, erklärte Kardinal Ratzinger: „Die an ihrem Anfang so bedrückende Vision des dritten Geheimnisses (von Fatima) schließt also mit einem Bild der Hoffnung: Kein Leiden ist umsonst, und gerade eine leidende Kirche, eine Kirche der Martyrer, wird zum Wegzeichen auf der Suche der Menschen nach Gott.“
Aber Kardinal Ratzinger stellt die Frage nach der Bedeutung der Vision als Ganzes und erinnert daran, dass es um Ereignisse geht, die nunmehr vergangen sind, jedoch eine Botschaft der Bekehrung und der Buße enthalten, die immer aktuell bleibt: „Die Geschehnisse, auf die sich der dritte Teil des „Geheimnisses“ von Fatima bezieht, scheinen nunmehr der Vergangenheit anzugehören.
Wer auf aufregende apokalyptische Enthüllungen über das Weltende oder den weiteren Verlauf der Geschichte gewartet hatte, muss enttäuscht sein. Was bleibt, haben wir gleich zu Beginn unserer Überlegungen über den Text des Geheimnisses gesehen: die Führung zum Gebet als Weg zur "Rettung der Seelen" und im gleichen Sinn der Hinweis auf Buße und Bekehrung.“

Aus dem ‚Kommentar‘ von Kardinal Ratzinger anlässlich des 3. Geheimnisses von Fatima, im Jahr 2000

Zenit
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« Antwort #4972 am: 31. März 2017, 13:51:01 »
Kleine Kinder, es nähert sich viel Schmerz und die immense Mehrheit der Menschheit ist weiterhin schlaff!

26. März 2017, 10.45 Uhr – Dringender Aufruf der Maria Rosa Mystica.

Der Friede Meines Herrn sei mit euch allen, Meine sehr geliebten kleinen Kinder.

Kleine Kinder, sehr schnell wird die Menschheit beginnen die Härte der Göttlichen Gerechtigkeit zu spüren. Der Himmel setzt sich zusammen mit Mir für die Menschheit ein, damit diese sich euch nähernden Tage der Reinigung für euch erträglich sein werden und keines der Kinder Gottes verloren geht. Meine Kleinen so seid nun bereit und vorbereitet, denn alle Prophezeiungen, die wir euch sandten durch alle unsere Instrumente in den verschiedenen Epochen, sind daran sich zu erfüllen. Der Himmel und die Erde vergehen, aber das Wort Gottes vergeht nie; das Wort Gottes ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, das in jedem Augenblick der menschlichen Ereignisse gültig ist.

Oh, wie viele Nationen werden verschwinden, weil sie die Barmherzigkeit Gottes nicht annehmen wollten und weil sie die Aufrufe des Himmels ignoriert haben! Ich habe einen Aufruf an euch gottlose Nationen, kommt zu Gott bevor Seine Heilige Gerechtigkeit sich über euch entlädt. Hört auf zu sündigen und die Göttlichen Gebote zu übertreten; kehrt zurück auf den Weg der Erlösung, denn die Tage eures Urteils sind gekommen und wenn ihr weiterhin von Gott entfernt bleibt, wird euch Seine Heilige Gerechtigkeit vom Angesicht der Erde verschwinden lassen!

Oh Nationen, die ihr dem Gott des Lebens den Rücken gekehrt, Seine Gebote beschmutzt und Gesetze festgelegt habt die gegen die Natur gehen; Ich sage euch, eure Tage sind gezählt, gewogen und gemessen! Die Schöpfung Meines Vaters verlangt Gerechtigkeit für alle eure Beleidigungen und Misshandlungen; sehr bald werden alle ihre Elemente sich gegen eure gottlosen Nationen wenden und es wird kein Stein auf dem andern bleiben, noch eine Erinnerung an einen von euch. Die Furie des Meeres wird peitschen und viele Nationen verschwinden lassen, die gegen Gott rebelliert haben; das Ächzen der Erde macht, dass sie sich an vielen Orten öffnet um ihr Inneres zu zeigen; Städte und Bevölkerungen werden durch die Furie der Natur zugrunde gehen.

Ich rufe Meine Marianische Armee zusammen damit wir gemeinsam beten und den Himmlischen Vater für jene Nationen bitten, wo die Sünde und die Bosheit sich vermehrt haben. Kleine Kinder, es nähert sich viel Schmerz und die immense Mehrheit der Menschheit ist weiterhin schlaff! Die Tage der Göttlichen Gerechtigkeit sind am beginnen und werden viele erwischen, Sünde über Sünde. Arme Geschöpfe, wenn sie aufwachen wird es für sie viel zu spät sein!

Ich habe einen dringenden Aufruf an die Bewohner der Nation mit dem einsamen Stern, hört auf zu sündigen und kehrt zu Gott zurück! Schafft die Gesetze ab, welche die Abtreibung befürworten, die Gender-Ideologie und die Ehe zwischen Paaren des gleichen Geschlechts, denn das ist abscheulich in den Augen Meines Vaters und führt dazu, dass Seine Heilige Gerechtigkeit sich über eure Nation entlädt. Kleine Kinder, eure Nation läuft Gefahr zu verschwinden, denn ihr habt dem Gott des Lebens den Rücken gekehrt. Oh Meine chilenische Nation, wache auf; denn wenn ihr so fortfahrt wie jetzt werden eure Kinder von Tränen und Trauer überwältigt werden!

Amerika, Kontinent der Hoffnung, es ist die Stunde dass ihr Gebet, Buße und Sühne aufnehmt, denn es nähert sich der Beurteilung der Nationen! Bedenkt, von eurer Erde kommt das Saatgut der Freiheit, das sich über die ganze Welt verstreut. Das Licht wird viele Nationen zu ihrer Bestimmung führen und wird den Weg vorbereiten für die triumphale Rückkehr Meines Sohnes. Gesegnet sei die Erde, die Mein Vater zu Seinem Erbe erwählt hat. Wacht also auf, ihr Bewohner von Amerika, und entzündet die Flamme der Liebe, des Glaubens und der Hoffnung, damit ihr die geistige Dunkelheit erleuchtet, in der sich die immense Mehrheit der Nationen befindet!

Der Friede Meines Herrn sei mit euch, er überflutet das Herz Amerikas. Eure Mutter, Maria Rosa Mystica.

Gebt Meine Botschaften der ganzen Menschheit bekannt.

(Enoch)
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« Antwort #4973 am: 31. März 2017, 22:47:05 »
Wenn wir Maria gleichen wollen

Wenn wir Maria gleichen wollen, wenn wir in unserem ganzen Sein verwandelt werden wollen, dann braucht es mit den Jahren in uns die doppelte Bewegung des gleichzeitig aktiv und passiv Seins. „Ja, ich antworte“ und zugleich, „Ich überlasse mich deinem guten Willen“.
Um so leben zu können, müssen wir wahrhaft glauben, dass Gott da ist, dass er alles lenkt.
Wenn wir in unserer eigenen Existenz zu Gott sagen: „Hier bin ich, mir geschehe nach deinem Wort“, dann heißt es radikal Abschied nehmen vom „das gefällt mir, das gefällt mir nicht“, und das in allem, wo es um unser eigenes Urteil, unsere Wünsche, und – schlimmer noch – um unsere eigene kleine Bequemlichkeit geht.
Das Wort Gottes konnte im Schoß Mariens Fleisch annehmen, weil Maria dem Willen Gottes ergeben war und gleichzeitig ganz, mit Leib und Seele, mit diesem Willen mitwirkte. Der Ton muss formbar sein, damit der Töpfer sein Werk vollenden kann. Gott will uns schmiegsam, geschmeidig, und wenn der Hl. Geist in uns wohnt, dann ist diese Schmiegsamkeit, diese Formbarkeit in uns normalerweise gegeben.
Schmiegsamkeit, das ist die Losung, um unsere Herzen ganz verfügbar für das Handeln Gottes zu machen.
 
 
Pater Michel Marie Zanotti Sorkine
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« Antwort #4974 am: 01. April 2017, 22:16:16 »

Theophil von Antiochien (?-um 186), Bischof

An Autolycus, 1,2.7

Das Volk spaltete sich seinetwegen

Mit den Augen des Leibes beobachten wir, was sich im Leben und auf der Erde tut. Wir nehmen den Unterschied wahr, den es zwischen Licht und Finsternis gibt, zwischen schwarz und weiß, hässlich und schön [...]; das Gleiche gilt für den Hörsinn: hohe Töne, tiefe Töne, angenehme Töne. Doch wir haben auch die Ohren des Herzens und die Augen der Seele. Und es ist ihnen möglich, Gott zu erfassen. Denn Gott wird wahrgenommen von denen, die ihn sehen können, nachdem die Augen ihrer Seele sich geöffnet haben.

Wir alle haben ja leibliche Augen, doch bei einigen sind sie verschleiert, so dass sie das Licht der Sonne nicht sehen können. Wenn die Blinden nicht sehen, heißt das noch nicht, dass die Sonne nicht scheint. An ihnen liegt es und an ihren Augen, und daran müssen die Blinden sich erinnern. Genauso ist es bei Dir: die Augen Deiner Seele sind verschleiert durch Deine Fehler und Deine schlechten Taten [...] und wenn sich beim Menschen ein Fehler findet, kann er Gott nicht mehr sehen [...]

Doch wenn Du willst, kannst Du geheilt werden. Vertraue Dich dem Arzt an und er wird die Augen Deiner Seele und Deines Herzens operieren. Wer ist dieser Arzt? Gott ist es, der heilt und Leben spendet durch sein Wort und seine Weisheit. Durch sein Wort und seine Weisheit hat Gott alle Dinge geschaffen [...] Wenn Du das begreifst und Dein Leben rein, fromm und gerecht ist, dann kannst Du Gott sehen. Allem voran müssen der Glaube und die Gottesfurcht in Dein Herz einziehen, dann wirst Du das verstehen. Wenn Du Dich des Vergänglichen entkleidet und Dich mit Unvergänglichkeit bekleidet hast (vgl. 1 Kor 15,53), dann wirst du Gott in entsprechender Weise schauen. Denn Gott wird deinen Leib auferwecken, unsterblich mit deiner Seele, und dann wirst du, selbst unsterblich geworden, den Unsterblichen schauen, wenn du jetzt an ihn glaubst [...]

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« Antwort #4975 am: 01. April 2017, 22:17:25 »
Buch Jeremia 11,18-20.

Der Herr ließ es mich wissen, und so wusste ich es; damals ließest du mich ihr Treiben durchschauen.
Ich selbst war wie ein zutrauliches Lamm, das zum Schlachten geführt wird, und ahnte nicht, dass sie gegen mich Böses planten: Wir wollen den Baum im Saft verderben; wir wollen ihn ausrotten aus dem Land der Lebenden, so dass man seinen Namen nicht mehr erwähnt.
Aber der Herr der Heere richtet gerecht, er prüft Herz und Nieren. Ich werde sehen, wie du Rache an ihnen nimmst; denn dir habe ich meine Sache anvertraut.

Psalm 7,2-3.9-10.11-12.

Herr, mein Gott, ich flüchte mich zu dir;
hilf mir vor allen Verfolgern und rette mich,
damit mir niemand wie ein Löwe das Leben raubt,
mich zerreißt, und keiner ist da, der mich rettet.

Herr, weil ich gerecht bin, verschaff mir Recht,
und tu an mir Gutes, weil ich schuldlos bin!
Die Bosheit der Frevler finde ein Ende,
doch gib dem Gerechten Bestand,
gerechter Gott, der du auf Herz und Nieren prüfst.

Ein Schild über mir ist Gott,
er rettet die Menschen mit redlichem Herzen.
Gott ist ein gerechter Richter,
ein Gott, der täglich strafen kann.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Jn 7,40-53.

In jener Zeit sagten einige aus dem Volk, als sie diese Worte hörten: Er ist wahrhaftig der Prophet.
Andere sagten: Er ist der Messias. Wieder andere sagten: Kommt denn der Messias aus Galiläa?
Sagt nicht die Schrift: Der Messias kommt aus dem Geschlecht Davids und aus dem Dorf Betlehem, wo David lebte?
So entstand seinetwegen eine Spaltung in der Menge.
Einige von ihnen wollten ihn festnehmen; aber keiner wagte ihn anzufassen.
Als die Gerichtsdiener zu den Hohenpriestern und den Pharisäern zurückkamen, fragten diese: Warum habt ihr ihn nicht hergebracht?
Die Gerichtsdiener antworteten: Noch nie hat ein Mensch so gesprochen.
Da entgegneten ihnen die Pharisäer: Habt auch ihr euch in die Irre führen lassen?
Ist etwa einer vom Hohen Rat oder von den Pharisäern zum Glauben an ihn gekommen?
Dieses Volk jedoch, das vom Gesetz nichts versteht, verflucht ist es.
Nikodemus aber, einer aus ihren eigenen Reihen, der früher einmal Jesus aufgesucht hatte, sagte zu ihnen:
Verurteilt etwa unser Gesetz einen Menschen, bevor man ihn verhört und festgestellt hat, was er tut?
Sie erwiderten ihm: Bist du vielleicht auch aus Galiläa? Lies doch nach: Der Prophet kommt nicht aus Galiläa.
Dann gingen alle nach Hause.
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La Salette 1846



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