Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4663375 mal)

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #5672 am: 02. September 2017, 23:48:52 »
Die Muttergottesrosen
 
An eines klaren Bächleins Rand
Maria einst in Demut stand;
Sie wäscht ein Kleidlein weiß und fein
Für Jesus, ihren Knaben, klein,
Und sieht sich um nach sich´rer Stätte,
Wo es die Sonn´ getrocknet hätte.
 
Doch nackt war alles ringsumher,
Ein Rosenstrauch nur, kahl und leer,
Hing wild am schroffen Felsenrain;
Kein Blättlein grünt im Sonnenschein,
Kein rotes Röslein freundlich nickt,
Maria fragend zu ihm blickt:
 
"Du Armer, willst du freundlich nützen?
Willst meines Lieblings Kleidchen schützen?"
Die Holde spricht´s und hängt gewandt
Das Kleidchen auf mit zarter Hand
Und kehrt mit liebevollem Blick
Zu ihrem süßen Kind zurück.
 
Schaut seines Schlummers wonnig Glühn,
Der Wänglein zarte Rosen blühn,
Die Äuglein selig zugeschlossen,
Vom hellen Himmelsschein umgossen,
So wunderschön, wie Engel sind,
Und doch ein holdes Erdenkind;
 
Mit ird´schen Zügen ist´s geschmücket,
Doch was durch sie das Herz entzücket,
Das ist auf Erden nicht entsprossen,
Das ist ja höh´rem Licht entflossen.
Maria neigt sich liebend hin
Und flüstert mit bewegtem Sinn:
 
"O Kind, wie bist Du engelschön!
Möcht´ and´res nicht auf Erden sehn;
Was ist´s, was mir bei Dir das Herz
Erregt in Wonne und in Schmerz?
Wie bin ich neben Dir so klein,
Und doch so reich, denn Du bist mein!"
 
Noch lange stand sie betend so,
Bewacht ihr Kindlein fromm und froh,
Dann aber eilet sie geschwinde,
Ob trocken sie sein Kleidchen finde
Vom Sonnenschein, vom Windeshauch,
Zurück zu jenem Rosenstrauch.
 
Doch welch ein Wunder sie erschaut!
Dem eignen Blicke kaum sie traut,
Als ihr der dürre Strauch in Pracht
Mit Blüt´ und Duft entgegenlacht.
Die grünen Blätter sonder Zahl,
Sie wiegen sich im Sonnenstrahl,
 
Und hell, wie Morgenröte glüht,
Sind holde Röschen aufgeblüht,
Die auf den schlanken, leichten Zweigen
Sich grüßend ihr entgegenneigen.
Ein leiser, wunderbarer Hauch
Umwallet sanft den heil´gen Strauch,
 
Auf jedem Blatt ein Duft, so süß,
Als weht´ er aus dem Paradies.
Maria steht und atmet kaum,
Sie meint, es sei ein frommer Traum;
Sie nimmt mit zitternd leiser Hand
Herab das heilige Gewand.
 
Und küsst den Zweig, auf dem´s gehangen,
Mit scheuer Lust, mit frommem Bangen.
Sie kehrt zu ihrem Kind zurück,
Das schaut sie an mit hellem Blick,
Und reicht die Ärmchen ihr entgegen
Gleich einem reichen Himmelssegen.
 
Doch sie mit demutvollem Sinn
Fällt vor dem heil´gen Kindlein hin,
Und betet still den Ew´gen an,
Der Großes hat an ihr getan.
Und immer noch so hoch erhöht
Die "Muttergottesrose" steht,
 
Noch immer schwebet Duft und Glanz
Um ihren grünen Blätterkranz.
Im dunklen Wald sieht man sie stehn,
Als Frühlingswunder anzusehn,
Und selbst des Gartens Königin
Ist nicht so hold in meinem Sinn.
 
Und strömet mir auf wilden Wegen
Ihr zarter Blütenhauch entgegen,
Und seh´ ich sie so lieblich blühn,
Fühl´ ich mein Herz in Andacht glühn;
Es dünket mir der Duft so süß,
Ein Gruß aus Gottes Paradies,
 
Der Felsenklippe öder Raum
Umspielt von einem Engelstraum.
O du mein Heiland, Himmelslicht,
Das durch des Lebens Wüste bricht:
Nimm hin mein Herz, sieh´s gnädig an,
Wie du´s dem armen Strauch getan!
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #5673 am: 03. September 2017, 05:53:54 »
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

„Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen“

Wenn der Herr den Menschen, der ihm folgen will, einlädt, sich selbst zu verleugnen, dann hört sich sein Gebot für uns schwierig und hart an. Doch wenn der, der befiehlt, uns hilft, es auszuführen, hat sein Gebot nichts Schwieriges und Unbequemes mehr [...] Denn dieses andere Wort aus dem Mund des Herrn ist in gleicher Weise wahr: „[...] mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht“ (Mt 11,30). Die Liebe nämlich lässt das leichter werden, was an den Geboten unbequem ist. Wir kennen alle die Wunder, die die Liebe wirken kann [...] Welch unwegsame Situationen haben die Menschen nicht ausgehalten, welch unwürdige und unhaltbare Lebensbedingungen haben sie nicht durchgestanden, um in den Besitz des Zieles ihrer Liebe zu gelangen! [...] Warum also sich darüber verwundern, dass der, der Christus liebt und ihm folgen will, sich selbst verleugnet, um ihn zu lieben? Denn wenn der Mensch sich verliert, wenn er sich selbst liebt, dann wird er sich zweifellos in der Selbstverleugnung finden [...]

Wer würde es zurückweisen, Christus zu folgen bis zum Ort des vollkommenen Glücks, des höchsten Friedens und der ewigen Ruhe? Es ist gut, ihm bis dorthin zu folgen; doch man muss den Weg kennen, um dort ankommen zu können [...] Der Weg scheint dir mit Schwierigkeiten gepflastert, er stößt dich ab und du willst Christus nicht folgen. Folge ihm nach! Der Weg, den die Menschen sich gebahnt haben, ist holprig, doch er wurde begehbar gemacht, als Christus ihn gegangen ist bei seiner Heimkehr in den Himmel. Wer aber wird es zurückweisen, der Herrlichkeit entgegenzugehen?

Jeder liebt es, herrlich emporzusteigen, doch die Demut ist die Stufe, die man nehmen muss, um dorthin zu gelangen. Warum hebst du den Fuß höher als dich selbst? Willst du denn fallen, anstatt emporzusteigen? Beginne mit eben dieser Stufe: schon sie wird dich höher kommen lassen. Die beiden Jünger, die sagten: „Lass in deinem Reich einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen“ (Mk 10,37), haben diese Stufe der Demut nicht beachtet. Sie wollten auf den Gipfel und haben nicht auf die Stufe gesehen. Doch der Herr hat ihnen die Stufe gezeigt. Was hat er ihnen denn geantwortet? „Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke [...]?“ (Mk 10,38). Ihr, die ihr zu Ehren gelangen wollt, könnt ihr den Kelch der Demut trinken? Deshalb also hat er sich nicht schlechthin damit begnügt zu sagen: „der verleugne sich selbst und folge mir nach“, sondern er hat hinzugefügt: „[der] nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“

96. Predigt; PL 38, 584−586
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #5674 am: 03. September 2017, 06:01:17 »

Buch Jeremia 20,7-9.

Du hast mich betört, o Herr, und ich ließ mich betören; du hast mich gepackt und überwältigt. Zum Gespött bin ich geworden den ganzen Tag, ein jeder verhöhnt mich.
Ja, sooft ich rede, muss ich schreien, «Gewalt und Unterdrückung!» muss ich rufen. Denn das Wort des Herrn bringt mir den ganzen Tag nur Spott und Hohn.
Sagte ich aber: Ich will nicht mehr an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen sprechen!, so war es mir, als brenne in meinem Herzen ein Feuer, eingeschlossen in meinem Innern. Ich quälte mich, es auszuhalten, und konnte nicht.

Psalm 63(62),2.3-4.5-6.8-9.

Gott, du mein Gott, dich suche ich,
meine Seele dürstet nach dir.
Nach dir schmachtet mein Leib
wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser.

Darum halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum,
um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen.
Denn deine Huld ist besser als das Leben;
darum preisen dich meine Lippen.

Ich will dich rühmen mein Leben lang,
in deinem Namen die Hände erheben.
Wie an Fett und Mark wird satt meine Seele,
mit jubelnden Lippen soll mein Mund dich preisen.

Ja, du wurdest meine Hilfe;
jubeln kann ich im Schatten deiner Flügel.
Meine Seele hängt an dir,
deine rechte Hand hält mich fest.

Brief des Apostels Paulus an die Römer 12,1-2.

Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Brüder, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt; das ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst.
Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 16,21-27.

In jenen Tagen begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen.
Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!
Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.
Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?
Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #5675 am: 03. September 2017, 09:26:08 »
1 Joh 4,15 Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er bleibt in Gott.


1 Thess 5,23-24 Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid, wenn Jesus Christus, unser Herr, kommt. Gott, der euch beruft, ist treu; er wird es tun.
« Letzte Änderung: 03. September 2017, 09:34:06 von Tina 13 »
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #5676 am: 03. September 2017, 09:37:51 »
Miteinander eine Statue der Muttergottes auf den Gipfel tragen

Die Seilschaft Pierre und Charles lädt alle jungen Leute ein, das Vergnügen des Bergsteigens zu genießen, in Freude, Einfachheit und Freundschaft, angezogen von Christus, dem Ersten in der Seilschaft. Ihr derzeitiges Abenteuer ging vom 1. bis 3. September, miteinander wollten sie eine Statue der Muttergottes auf den Gipfel des Aiguille de la Grande Sassière (an der Grenze der französisch-italienischen Alpen), auf 3747 Meter Höhe zu tragen.
Die Wallfahrt ist Anlass, beide Länder und alle jungen Franzosen und Italiener der Muttergottes Maria anzuvertrauen.
Wer sind Pierre und Charles? Zwei französische Zwillingsbrüder, die nach Schönheit und nach Gott dürsteten und am 24. Dezember 2014 im Alter von 22 Jahren von einer unvorhersehbaren Lawine im Mont-Blanc Massiv mitgerissen wurden.  Als leidenschaftliche Bergsteiger liebten sie es, ihre Freunde mit in die Berge zu nehmen. Nach ihrem Ableben kam die Idee auf, weiterzumachen und wie sie die Jugendlichen mit auf die Höhen zu nehmen. So entstand die Seilschaft Pierre und Charles.
Auf dem Gipfel jeder Bergbesteigung wird von P. Gaspard Craplet, einem Priester, der die Gruppe begleitet und Bergführer ist, die Hl. Messe gefeiert. Die Seilschaft kann schon sechs Bergbesteigungen-Wallfahrten für sich verbuchen, an denen mehr als hundert Jugendliche teilgenommen haben!

Das Team von Marie de Nazareth

Quelle: lacordeepierreetcharles
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« Antwort #5677 am: 03. September 2017, 09:40:18 »
All das geschah nach unserem Gebet zur Muttergottes

Wie der hl. Bernhard sagte, „De Maria nunquam satis“ : „Von Maria kann man nie genug sprechen.“ Ich hatte immer eine besondere Verehrung für sie. In meiner Erinnerung und in meinem Herzen bleibt mir ein Ereignis aus dem Jahr 1956 lebendig, als ich noch Seminarist war.
Während meiner Ferien in einem Dorf in meiner Heimatgegend Sarandira (Brasilien),  nahm ich einmal an einer Fatima-Prozession für ein Altenwohnheim teil. Viele alte Menschen gingen mit. Plötzlich verdunkelte sich der Himmel und ein starkes Gewitter kam auf. Ich bat die Muttergottes, uns zu schonen. Wir kamen gerade noch heil bei der Kirche an, bevor er eine wahre Sintflut über uns hereinbrach!
Als wir den Rosenkranz fertig gebetet hatten und uns für die Rückkehr rüsteten, weil es Zeit war, hörte der starke Regen auf. Mit festem Glauben konnte ich jedermann versichern: „Wir haben genug Zeit, in unsere Häuser zurückzukehren, bevor es wieder anfängt zu regnen.“ All das geschah nach unserem Gebet zu Maria, der Mutter Gottes und Mutter von uns.
Bischof Eurico Santos Veloso

Emeritierter Erzbischof der Erzdiözese Juiz de Fora-MG (Brasilien)

Exklusiv-Interview von Thácio Siqueira für Eine Minute mit Maria
« Letzte Änderung: 03. September 2017, 09:44:30 von Tina 13 »
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #5678 am: 03. September 2017, 21:41:27 »
Allerorts reißt der Teufel Seelen an sich, doch was tun Seine Kinder, um diesen Seelenraub zu verhindern? Seine Kirche ist in die Achtlosigkeit versunken, Seelen zu retten.

Viele Seiner auserwählten Söhne enthalten Seinem Volk die Katechese vor.

Die Predigten sind so inhaltslos wie eine Seifenblase und sie tolerieren die Sünde, damit die Gemeinde den Messen nicht fernbleibt.

Doch wo ist der innere Tempel Seiner Kinder? Gesättigt, voller Schlangen, von Dunkelheit umgeben und vom widerwärtigen Gestank der Sünde, die sich allem bemächtigt, weil IHN die Menschheit vergisst.

https://gloria.tv/photo/pFuTWdySX8Yr3U7ewUPezSBa1
« Letzte Änderung: 03. September 2017, 21:42:18 von Tina 13 »
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #5679 am: 03. September 2017, 21:44:23 »
Ihre Kinder haben sich abgewandt.

In den modernistischen Kirchen ist sie nicht mehr zugegen. Die Marienstatuen wurden bereits hinweggeräumt. So kann sie den Schutz nicht mehr über ihre Kinder ausbreiten.


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