Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4662342 mal)

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6120 am: 11. Dezember 2017, 06:45:17 »
Hl. Damasus I., Bischof von Rom

* um 305 in Spanien (?) oder Rom
† 11. Dezember 384 in Rom

Damasus, um 305 geboren, war Papst von 366-384. Sein Pontifikat war überschattet von den Auseinandersetzungen mit dem Gegenpapst Ursinus. Damasus hat besondere Verdienste um die Feststel­lung und Ehrung der römischen Märtyrergräber; er verfasste auch viele Grabinschriften, von denen noch etwa 60 mit Sicherheit echte erhalten sind. Im Jahr 382 beauftragte er den hl. Hieronymus (Gedenktag 30.9.) mit der Revision des lateinischen Bibeltextes (Vulgata). Hieronymus bestätigt, dass Damasus selbst ein guter Kenner der Heiligen Schrift war. Damasus glich nicht den auf Geld und Ehren versessenen Klerikern jener Zeit, wie sie von Hieronymus geschildert werden. Er dachte auf andere Weise an seine Zukunft: er hat selbst seine Grabinschrift verfasst und darin seinen Glauben an die Auferstehung Jesu und die Hoffnung auf seine eigene Auferstehung ausgesprochen.
« Letzte Änderung: 11. Dezember 2017, 06:46:46 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6121 am: 11. Dezember 2017, 06:53:25 »
Buch Jesaja 35,1-10.

Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen, die Steppe soll jubeln und blühen.
Sie soll prächtig blühen wie eine Lilie, jubeln soll sie, jubeln und jauchzen. Die Herrlichkeit des Libanon wird ihr geschenkt, die Pracht des Karmel und der Ebene Scharon. Man wird die Herrlichkeit des Herrn sehen, die Pracht unseres Gottes.
Macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest!
Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott! Die Rache Gottes wird kommen und seine Vergeltung; er selbst wird kommen und euch erretten.
Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der Tauben sind wieder offen.
Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, die Zunge des Stummen jauchzt auf. In der Wüste brechen Quellen hervor, und Bäche fließen in der Steppe.
Der glühende Sand wird zum Teich und das durstige Land zu sprudelnden Quellen. An dem Ort, wo jetzt die Schakale sich lagern, gibt es dann Gras, Schilfrohr und Binsen.
Eine Straße wird es dort geben; man nennt sie den Heiligen Weg. Kein Unreiner darf ihn betreten. Er gehört dem, der auf ihm geht. Unerfahrene gehen nicht mehr in die Irre.
Es wird keinen Löwen dort geben, kein Raubtier betritt diesen Weg, keines von ihnen ist hier zu finden. Dort gehen nur die Erlösten.
Die vom Herrn Befreiten kehren zurück und kommen voll Jubel nach Zion. Ewige Freude ruht auf ihren Häuptern. Wonne und Freude stellen sich ein, Kummer und Seufzen entfliehen.

Psalm 85(84),9-10.11-12.13-14.

Ich will hören, was Gott redet:
Frieden verkündet der Herr seinem Volk
und seinen Frommen, den Menschen mit redlichem Herzen.
Sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten.
Seine Herrlichkeit wohne in unserm Land.

Es begegnen einander Huld und Treue;
Gerechtigkeit und Friede küssen sich.
Treue sprosst aus der Erde hervor;
Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder.

Auch spendet der Herr dann Segen,
und unser Land gibt seinen Ertrag.
Gerechtigkeit geht vor ihm her,
und Heil folgt der Spur seiner Schritte.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 5,17-26.

Eines Tages, als Jesus lehrte, saßen unter den Zuhörern auch Pharisäer und Gesetzeslehrer; sie waren aus allen Dörfern Galiläas und Judäas und aus Jerusalem gekommen. Und die Kraft des Herrn drängte ihn dazu, zu heilen.
Da brachten einige Männer einen Gelähmten auf einer Tragbahre. Sie wollten ihn ins Haus bringen und vor Jesus hinlegen.
Weil es ihnen aber wegen der vielen Leute nicht möglich war, ihn hineinzubringen, stiegen sie aufs Dach, deckten die Ziegel ab und ließen ihn auf seiner Tragbahre in die Mitte des Raumes hinunter, genau vor Jesus hin.
Als er ihren Glauben sah, sagte er zu dem Mann: Deine Sünden sind dir vergeben.
Da dachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer: Wer ist das, dass er eine solche Gotteslästerung wagt? Wer außer Gott kann Sünden vergeben?
Jesus aber merkte, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was habt ihr für Gedanken im Herzen?
Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher?
Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten: Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause!
Im gleichen Augenblick stand der Mann vor aller Augen auf. Er nahm die Tragbahre, auf der er gelegen hatte, und ging heim, Gott lobend und preisend.
Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten voller Furcht: Heute haben wir etwas Unglaubliches gesehen.

« Letzte Änderung: 11. Dezember 2017, 07:06:19 von Tina 13 »
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6122 am: 11. Dezember 2017, 07:00:00 »
In diesem Advent sind wir eingeladen, Maria zu betrachten

In diesem Advent sind wir eingeladen, Maria zu betrachten, eine junge Frau unter vielen anderen in Nazareth (…) Sie hätte zurecht Nein sagen können zu den geheimnisvollen Anfragen des Engels Gabriel, dem Botschafter Gottes. Und Gott hätte diese Freiheit sicher respektiert, dann unser Gott will und hat uns ganz frei erschaffen. Das geht soweit, dass wir sogar zu Ihm Nein sagen und Ihm die Tür unseres Herzens verschließen können.
Maria hätte dem Wort Gottes in Freiheit Nein sagen können. Doch sie antwortet: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort“ (Lk 1,38). Die Antwort Marias ist ein freies sich Binden an Gottes Willen, an seinen Liebesplan. Es ist kein Ja, das man nur so aus Anstand sagt. (…)
Maria ist sich bewusst, dass sie mit ihrem Ja zur Mitwirkenden an dem Liebesplan wird, den Gott von Ewigkeit her gewollt hat. Sie hat verstanden, dass auch sie vom Herrn als Teil dieses Planes gedacht worden ist, dass sie entworfen und ausgestattet wurde, damit dieser Plan sich in der Geschichte verwirklichen kann. Das ist der eigentliche Sinn vom Fest der Unbefleckten Empfängnis, das wir im Herzstück des Advents gefeiert haben.
Maria ist die Ikone, die uns gegeben wurde, um uns in unserer Erwartung auf das Weihnachtsfest zu begleiten. Sie ist die Ikone der Hoffnung, der Liebe und des Glaubens. Schauen wir auf sie, damit sie uns die drei göttlichen Tugenden erflehe und so Jesus jeden Tag in uns geboren werden kann, in Freiheit und im Vertrauen.
Pfr. Joseph Bavurha Bahati

Pfarrer von Saint Chamas, im Département Bouches-du-Rhône (Frankreich)
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6123 am: 11. Dezember 2017, 07:04:47 »
Gregor von Agrigento (um 559-um 594), Bischof

Heute haben wir etwas Unglaubliches gesehen

Das Licht ist angenehm, und es tut gut, die Sonne mit unseren leiblichen Augen zu betrachten [...]; deshalb sagte schon Mose: „Gott sah, dass das Licht gut war“ (Gen 1,4) [...]

Wie gut tut es uns doch, an das große, wahre, unvergängliche Licht zu denken, „das in die Welt kam und jeden Menschen erleuchtet“ (vgl. Joh 1,9), an Christus also, den Retter der Welt und ihren Befreier. Nachdem er sich den Blicken der Propheten enthüllt hatte, wurde er Mensch und begab sich in die tiefsten Tiefen des menschlichen Daseins. Von ihm sagt der Prophet David: „Lobsinget Gott, bringet seinem Namen ein Loblied; bereitet dem Bahn, der heraufzieht über den Sonnenuntergang! Herr ist sein Name! Frohlocket vor seinem Angesicht“ (Ps 67,5 (Vulg.)). Und dann Jesajas große Stimme: „Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf“ (vgl. Jes 9,1) [...]

So kündigt die Sonne, die wir mit unseren leiblichen Augen sehen, die geistige Sonne der Gerechtigkeit an (Mal 3,20); es ist die sanfteste Sonne, die je für jene aufgegangen ist, die das Glück hatten, von ihr belehrt zu werden und sie mit ihren leiblichen Augen zu sehen, und zwar damals, als sie wie ein normaler Mensch unter den Menschen weilte. Und doch war er nicht nur ein normaler Mensch; denn er wurde als wahrer Gott geboren: er konnte den Blinden das Augenlicht zurückgeben, die Lahmen zum Gehen bringen, die Tauben wieder hören lassen, die Aussätzigen rein machen und den Toten mit einem Wort das Leben zurückgeben (Lk 7,22).

Zu Kohelet 10,2; PG 98, 1138
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6124 am: 12. Dezember 2017, 04:26:21 »
Hl. Bernhard (1091-1153), Zisterziensermönch und Kirchenlehrer

Euer himmlischer Vater möchte nicht, dass ein einziger dieser Kleinen verloren geht

„Siehe, der Name des HERRN kommt aus der Ferne“, sagt der Prophet (Jes 30,27). Wer kann daran zweifeln? Es brauchte ja etwas Großes, damit die göttliche Majestät aus solcher Ferne herabsteigt, um eine so unwürdige Wohnung zu nehmen. Ja, es war eine große Sache: seine große Barmherzigkeit, sein gewaltiges Mitleid, seine überwältigende Liebe. Und was glauben wir, warum Christus gekommen ist? Wir finden die Lösung ohne Schwierigkeiten, denn seine eigenen Worte und Taten enthüllen uns den Grund seines Kommens. Er kam eilig herab von den Bergen, um das verlorene hundertste Schaf der Herde zu suchen.

Er kam unseretwegen, damit die Barmherzigkeit des Herrn klarer hervortritt und seine wunderbaren Taten zugunsten der Menschenkinder (vgl. Ps 106(107),8). O wunderbare Herablassung Gottes, der uns sucht, und große Würde des Menschen, der so gesucht wird! Wenn der Mensch sich dessen rühmen will, so kann er es tun, ohne für verrückt gehalten werden zu müssen; nicht, dass er selbst etwas ist, sondern weil derjenige, der ihn erschaffen hat, so groß ist. Denn wirklich sind alle Reichtümer und ist alle Ehre dieser Welt, und auch alles, was man hier ersehnen könnte, wenig und sogar nichts im Vergleich zu diesem Ruhm. „Was ist der Mensch, dass du groß ihn achtest und deinen Sinn auf ihn richtest [...]?“ (Hiob 7,17).

1. Predigt zum Advent, 7‒8
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6125 am: 12. Dezember 2017, 04:28:37 »
Buch Jesaja 40,1-11.

Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott.
Redet Jerusalem zu Herzen und verkündet der Stadt, dass ihr Frondienst zu Ende geht, dass ihre Schuld beglichen ist; denn sie hat die volle Strafe erlitten von der Hand des Herrn für all ihre Sünden.
Eine Stimme ruft: Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste! Baut in der Steppe eine ebene Straße für unseren Gott!
Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hüglig ist, werde eben.
Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn, alle Sterblichen werden sie sehen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.
Eine Stimme sagte: Verkünde! Ich fragte: Was soll ich verkünden? Alles Sterbliche ist wie das Gras, und all seine Schönheit ist wie die Blume auf dem Feld.
Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, wenn der Atem des Herrn darüberweht. Wahrhaftig, Gras ist das Volk.
Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, doch das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit.
Steig auf einen hohen Berg, Zion, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme mit Macht, Jerusalem, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme, fürchte dich nicht! Sag den Städten in Juda: Seht, da ist euer Gott.
Seht, Gott der Herr, kommt mit Macht, er herrscht mit starkem Arm. Seht, er bringt seinen Siegespreis mit: Alle, die er gewonnen hat, gehen vor ihm her.
Wie ein Hirt führt er seine Herde zur Weide, er sammelt sie mit starker Hand. Die Lämmer trägt er auf dem Arm, die Mutterschafe führt er behutsam.

Psalm 96(95),1-2.3.10ac.11-12.13.

Singet dem Herrn ein neues Lied,
singt dem Herrn, alle Länder der Erde!
Singt dem Herrn und preist seinen Namen,
verkündet sein Heil von Tag zu Tag!

Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit,
bei allen Nationen von seinen Wundern!
Verkündet bei den Völkern:
Er richtet die Nationen so, wie es recht ist.

Der Himmel freue sich, die Erde frohlocke,
es brause das Meer und alles, was es erfüllt.
Es jauchze die Flur und was auf ihr wächst.
Jubeln sollen alle Bäume des Waldes.

Jubeln sollen alle vor dem Herrn, wenn er kommt,
wenn er kommt, um die Erde zu richten.
Er richtet den Erdkreis gerecht
und die Nationen nach seiner Treue.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 18,12-14.

In jener Zeit fragte Jesus seine Jünger: Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte?
Und wenn er es findet - amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben.
So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verlorengeht.
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« Antwort #6126 am: 12. Dezember 2017, 04:36:13 »
Sel. Dietrich

Abt in Kremsmünster

† an einem 12. Dezember um 1085 in Kremsmünster

Dietrich (auch Theoderich genannt) lebte in Gorze bei Metz als Mönch, als ihn Bischof Altmann von Passau (hl., Gedenktag 9.8.) in das Benediktinerkloster Kremsmünster berief. Er führte dort die Reform von Hirsau ein und wurde so einer der großen Reformäbte von Kremsmünster.

Er baute eine neue Klosterkirche und ließ auch die ersten Kirchen in Thalheim und Buchkirchen bei Wels errichten. Er ist in der Klosterkirche von Kremsmünster bestattet.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6127 am: 12. Dezember 2017, 04:54:12 »
Sel. Hartmann von Brixen

Bischof von Brixen

* um 1090 in Oberpolling bei Passau in Bayern
† 23. Dezember 1164 in Brixen in Südtirol

Hartmann wurde von den Augustiner-Chorherren in Passau erzogen. Er trat in den Orden ein und wurde von Bischof Konrad I. 1122 zum Dekan an der Spitze des Domkapitels von Salzburg berufen. 1133 wurde er Propst in den Stiften Herrenchiemsee und Klosterneuburg bei Wien; unter seiner Leitung erblühten die Klöster. Er war Ratgeber von Kaiser Friedrich I., 1140 wurde er Bischof von Brixen und entfaltete eine rege Reformtätigkeit. 1142 errichtete er das Augustiner-Chorherrenstift Neustift bei Brixen. In den Konflikten um die Papstwahl von 1159 stellte er sich gegen den Kaiser auf die Seite von Papst Alexander III.. Hartmann führte selbst ein vorbildliches Leben, förderte die Zucht im Klerus, half Armen, errichtete das Hospiz auf der Kreuzesinsel in Brixen und wurde schon zu Lebzeiten wie ein Heiliger verehrt.

Eine Legende erzählt, wie Hartmann auf einer Reise in Lengstein, dem heutigen Longostano bei Bozen, rastete und sein erhitztes Gesicht in einer Wasserschüssel erfrischte. Eine Frau mit dick geschwollenem und blau angelaufenem Gesicht wusch sich auch in diesem Wasser und wurde augenblicklich von ihrem Leiden befreit. Eine weitere Legende erzählt, dass Hartmann sich vor Räubern im Turm der Kirche von Antholz/ Anterselva im Pustertal versteckte und dabei die Eisenkette verlor, mit der er sich täglich geißelte; als später die Kette gefunden wurde, entfaltete sie Wunderkräfte, außerdem entsprang eine Brunnenquelle neben dem Turm, die heute noch fließt und seinen Namen trägt. Den Brunnen auf der Alm bei Welschnofen, dem heutigen Nova Levante, am Rosengarten-Gebirge, der ungenießbares Wasser bot, machte er rein.

Hartmanns Grab ist in Neustift bei Brixen, es war ein vielbesuchter Wallfahrtsort. Um 1220 verfasste ein Chorherr aus Neustift seine Lebensbeschreibung. 1784 bestätigte Papst Pius VI. seine Verehrung als Seliger.
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