Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4662177 mal)

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6200 am: 31. Dezember 2017, 05:05:03 »
Buch Genesis 15,1-6.21,1-3.

In jenen Tagen erging das Wort des Herrn in einer Vision an Abram: Fürchte dich nicht, Abram, ich bin dein Schild; dein Lohn wird sehr groß sein.
Abram antwortete: Herr, mein Herr, was willst du mir schon geben? Ich gehe doch kinderlos dahin, und Erbe meines Hauses ist Eliëser aus Damaskus.
Und Abram sagte: Du hast mir ja keine Nachkommen gegeben; also wird mich mein Haussklave beerben.
Da erging das Wort des Herrn an ihn: Nicht er wird dich beerben, sondern dein leiblicher Sohn wird dein Erbe sein.
Er führte ihn hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel hinauf, und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein.
Abram glaubte dem Herrn, und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.
Der Herr nahm sich Saras an, wie er gesagt hatte, und er tat Sara so, wie er versprochen hatte.
Sara wurde schwanger und gebar dem Abraham noch in seinem Alter einen Sohn zu der Zeit, die Gott angegeben hatte.
Abraham nannte den Sohn, den ihm Sara gebar, Isaak.

Psalm 105(104),1-2.3-4.5-6.8-9.

Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
Macht unter den Völkern seine Taten bekannt!
Singt ihm und spielt ihm,
sinnt nach über all seine Wunder!

Rühmt euch seines heiligen Namens!
Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen.
Fragt nach dem Herrn und seiner Macht;
sucht sein Antlitz allezeit!

Denkt an die Wunder, die er getan hat,
an seine Zeichen und die Beschlüsse aus seinem Mund.
Bedenkt es, ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham,
ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat.

Ewig denkt er an seinen Bund,
an das Wort, das er gegeben hat für tausend Geschlechter,
an den Bund, den er mit Abraham geschlossen,
an den Eid, den er Isaak geschworen hat.

Brief an die Hebräer 11,8.11-12.17-19.

Aufgrund des Glaubens gehorchte Abraham dem Ruf, wegzuziehen in ein Land, das er zum Erbe erhalten sollte; und er zog weg, ohne zu wissen, wohin er kommen würde.
Aufgrund des Glaubens empfing selbst Sara die Kraft, trotz ihres Alters noch Mutter zu werden; denn sie hielt den für treu, der die Verheißung gegeben hatte.
So stammen denn auch von einem einzigen Menschen, dessen Kraft bereits erstorben war, viele ab: zahlreich wie die Sterne am Himmel und der Sand am Meeresstrand, den man nicht zählen kann.
Aufgrund des Glaubens brachte Abraham den Isaak dar, als er auf die Probe gestellt wurde, und gab den einzigen Sohn dahin, er, der die Verheißungen empfangen hatte
und zu dem gesagt worden war: Durch Isaak wirst du Nachkommen haben.
Er verließ sich darauf, dass Gott sogar die Macht hat, Tote zum Leben zu erwecken; darum erhielt er Isaak auch zurück. Das ist ein Sinnbild.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 2,22-40.

Es kam für die Eltern Jesu der Tag der vom Gesetz des Mose vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen,
gemäß dem Gesetz des Herrn, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein.
Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.
In Jerusalem lebte damals ein Mann namens Simeon. Er war gerecht und fromm und wartete auf die Rettung Israels, und der Heilige Geist ruhte auf ihm.
Vom Heiligen Geist war ihm offenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, ehe er den Messias des Herrn gesehen habe.
Jetzt wurde er vom Geist in den Tempel geführt; und als die Eltern Jesus hereinbrachten, um zu erfüllen, was nach dem Gesetz üblich war,
nahm Simeon das Kind in seine Arme und pries Gott mit den Worten:
Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen,
das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.
Sein Vater und seine Mutter staunten über die Worte, die über Jesus gesagt wurden.
Und Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird.
Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.
Damals lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Penuëls, aus dem Stamm Ascher. Sie war schon hochbetagt. Als junges Mädchen hatte sie geheiratet und sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt;
nun war sie eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten.
In diesem Augenblick nun trat sie hinzu, pries Gott und sprach über das Kind zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.
Als seine Eltern alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück.
Das Kind wuchs heran und wurde kräftig; Gott erfüllte es mit Weisheit, und seine Gnade ruhte auf ihm.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6201 am: 31. Dezember 2017, 05:14:02 »

Mit Maria in ein neues Jahr eintreten (I)

„Morgen, am 1. Januar, feiert die Kirche die Gottesmutter Maria. Ich finde es sehr schön, dass wir mit Maria in ein neues Jahr eintreten. Sie lädt uns ein, dies mit Vertrauen und mit Wachsamkeit zu tun.
Maria stellt sich der Zukunft mit Vertrauen. Als Tochter Israels glaubt sie an den Herrn und weiß, dass Gott seine Versprechen immer hält. Sie lebt in seiner Gegenwart. (…) Sie lässt sich von ihm führen. Ihr Leben war keineswegs immer traumhaft. (…) Sie spürte das Schwert der Schmerzen, das ihre Seele durchdrang. Aber sie hat Gottes Hand nie losgelassen. So wie ihre Verwandte Elisabeth sie ansprach: sie ist diejenige, „die geglaubt hat, was der Herr ihr sagen ließ“ (Lk 1,45). Marias Vertrauen steckt an. Bei ihr lernen wir, wahrhaft zu vertrauen.
Vertrauen ist nicht gleich Optimismus. Dieser hat seine Quelle im Menschen. Er ist eine Sache des Temperaments oder der Analyse einer Situation. Das Vertrauen hat seine Quelle in Gott. Es ist eine Frucht des Geistes. (…) Vertrauen entsteht aus dem Glauben an Gott. Es weiß, dass Gott bei uns ist und uns führt, wenn wir ihm unser Leben anvertrauen. Wie der heilige Paulus sagte: „Bei denen, die Gott lieben, führt er alles zum Guten“ (Röm 8,28). Vertrauen ist Übergabe seiner selbst in die Hände Gottes. Es jagt die Furcht davon. Es ist eine Quelle großer innerer Freiheit. Es weckt in uns ungeahnte Möglichkeiten. Gehen wir voll Vertrauen in dieses neue Jahr. 
+Jean-Pierre Kardinal RICARD
Erzbischof von Bordeaux (Frankreich)

Predigt am 31. Dezember 2014

Übersetzung aus dem Französischen
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6202 am: 31. Dezember 2017, 05:51:00 »
Gott machte Schw. Faustina zu einer "unerwarteten Zeugin", der Sekretärin und dem Apostel der Barmherzigkeit für die ganze Welt. " Im Alten Bund sandte ich Propheten mit Blitz und Donner zu meinem Volk. Heute sende ich dich mit meiner Barmherzigkeit zu den Menschen der ganzen Welt. Ich will diese Menschheit nicht mit Leiden strafen, sondern ich möchte sie heilen indem ich sie eng an mein Barmherziges Herz presse." (Tagebuch, § 1588)

Zweck der Sendung der Heiligen Faustyna

Worte Jesu, des Herrn, zu Heiligen Faustyna:

Im Alten Testament habe Ich zu Meinem Volk Propheten mit Blitz und Donner gesandt, heute sende Ich dich zu der ganzen Menschheit mit Meiner Barmherzigkeit. Ich will die wunde Menschheit nicht strafen, sondern sie gesund machen, sie an Mein barmherziges Herz drücken.

Das ist das Zeichen der Endzeit. Danach kommt der Tag der Gerechtigkeit. Solange noch Zeit ist, sollen sie zur Quelle Meiner Barmherzigkeit Zuflucht nehmen; sie sollen das Blut und das Wasser, das für sie entsprang, nutzen.  Ehe Ich als gerechter Richter komme, öffne Ich weit die Tür Meiner Barmherzigkeit. Wer durch die Tür der Barmherzigkeit nicht eingehen will, muß durch die Tür Meiner Gerechtigkeit...

1. Aus dem „Tagebuch“ der Heiligen Faustina Kowalska

„Schreibe: Ich bin dreimal heilig und verabscheue die kleinste Sünde. Ich kann eine Seele nicht lieben, die mit der Sünde befleckt ist, aber sobald sie bereut, sind Meiner Großzügigkeit ihr gegenüber keine Grenzen gesetzt. Meine Barmherzigkeit umfängt und rechtfertigt sie. Mit Meiner Barmherzigkeit verfolge Ich die Sünder auf all ihren Wegen und wenn sie zu Mir zurückkehren, freut sich Mein Herz. Die Bitterkeit, mit der sie Mein Herz getränkt haben, vergesse ich und freue Mich über ihre Rückkehr. Sage den Sündern, dass keiner vor Meiner Hand entflieht. Wenn sie vor Meinem barmherzigen Herzen fliehen, fallen sie in Meine gerechten Hände. Sage den Sündern, dass Ich stets auf sie warte, dass Ich am Pulsschlag ihres Herzens höre, wann es für Mich zu schlagen beginnt. Schreibe, dass Ich durch Gewissensbisse zu ihnen spreche, durch Misserfolg, und Leiden, durch Gewitter und Blitze, durch die Stimme der Kirche; wenn sie aber alle Meine Gnaden zunichte werden lassen, beginne Ich zu zürnen und überlasse sie sich selbst und gebe, was sie begehren“.

ZdW
« Letzte Änderung: 31. Dezember 2017, 06:00:19 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6203 am: 31. Dezember 2017, 10:13:35 »

„Maria die Gottesmutter ist auch die Königin der Ungeborenen“

Wenn Gott den Menschen im Schoß der Mutter erschafft, so dürfen wir uns vorstellen, dass Engel die Seele wie auf Adlerflügel vom Himmel herab tragen. Und bevor sich die Seele mit der Leibesfrucht vereint, nimmt sie die Muttergottes in ihre Arme, drückt sie an ihr Herz und prägt ihr ihre Liebe ein. So begleitet die Liebe Marias die Seele schon von Anfang an und hüllt sie hinein in den Mantel der Gnade.

Das furchtbare Drama der Abtreibung trifft auch Maria als Mutter dieser jungen Lebens die ausgelöscht werden sollen. (auch ein erschütterndes Zeugnis davon hat Fr. Dr. Gloria Polo Ortiz gegeben).

Jedes mal, wenn das Blut eines ungeborenen Kindes vergossen wird, bringen wir „dem Dunklen“ ein Brandopfer dar und seine Macht erhöht sich mehr und mehr auf dieser Erde. Und die Seelen der Kinder schreien und schreien verzweifelt nach Hilfe und niemand kann sie hören bzw. will sie hören.

Diese Sonnen, dies göttlichen Funken wurden ausgelöscht, ermordet und die Schreie dieser ungeborenen Kinder erschüttern die Grundfesten des Himmels.

Und das Blut der getöteten Kinder wird seine Eltern anklagen!


„Gebet zum Schutz des ungeborenen Lebens“

Allmächtiger und barmherziger Gott, du hast den Menschen als Krone der Schöpfung erschaffen. Heute hat sich die Menschheit weit von Dir und Deinen Geboten entfernt. Ungeborenes Leben wird überall in der Welt getötet, auf grausame Weise vernichtet. So bitten wir Dich durch Deinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, auf die Fürsprache Seiner heiligen Mutter, sowie aller Engel und Heiligen:
Schenke in Deiner Gnade allen werdenden Müttern die Erkenntnis, dass ihr Kind von der Empfängnis an ein wahrer Mensch ist und dass jede Art von Tötung ein schwerer Verstoß gegen Dein Gebot ist.

Wir bitten Dich, erhöre uns!

Stehe allen Ärzten bei, dass sie jedes menschliche Wesen, auch das ungeborene, unter allen Umständen als Dein Ebenbild schützen.
Wir bitten Dich, erhöre uns!
Führe alle jene, die die Tötung menschlicher Geschöpfe vermitteln oder durchführen, zur Erkenntnis, dass sie sich ihrer Schuld bewusst werden und wieder Versöhnung mit Dir suchen.

Wir bitten Dich, erhöre uns!

Sei den Frauen nahe, die ein hilfloses Kind in ihrem Leib töten ließen; lass sie die Gnade annehmen, sich zu bekehren und sich im Sakrament der Buße mit Dir zu versöhnen.

Wir bitten Dich, erhöre uns!

Erleuchte alle Eltern, Freunde und Ehemänner schwangerer Frauen, dass sie niemals Mithilfe zur Tötung von Ungeborenen leisten, sondern sie im „Ja“ zum schon empfangenen Kind bestärken.

Wir bitten Dich, erhöre uns!

Hilf den Politikern, dass sie alle Gesetze im Licht der Gebote Gottes beschließen und Gesetze, in denen menschliches Leben preisgegeben wird, wieder korrigieren.

Wir bitten Dich, erhöre uns!

Gewähre den Kindern, dass sie auch in der Schule zu christlichen Werten und großer Ehrfurcht vor dem Geheimnis menschlichen Lebens geführt werden.

Wir bitten Dich, erhöre uns!

Stärke die junge Generation, dass sie sich die richtungsweisenden Worte der Kirche über die menschliche Geschlechtlichkeit zu eigen macht und sich entschließt, danach zu leben.

Wir bitten Dich, erhöre uns!

Gütiger Gott, leite uns alle an, dass wir uns bemühen, selber nach dem Evangelium und Deinen Geboten zu leben. Hilf uns, dass wir ungeborenes Leben mit aller Entschiedenheit verteidigen und einen Teil der Schuld, die auf der Menschheit lastet, durch Gebet und Opfer verringern helfen. Darum bitten wir durch Christus unsern Herrn.
Amen.


Worte Mutter Teresas:

„Die schlimme Krankheit, die keine Medizin jemals heilen kann, ist das Gefühl, unerwünscht und von allen verlassenen zu sein. Das größte Übel ist die furchtbare Gleichgültigkeit gegenüber dem Nächsten.
Seid gütig und barmherzig. Lasst keinen je zu euch kommen, ohne dass er besser und glücklicher wieder geht. Seid lebendiger Ausdruck der Güte Gottes: Güte in eurem Gesicht, Güte in euren Augen, Güte in eurem Lächeln, Güte in eurem warmen Gruß. In den Slums sind wir das Licht der Güte Gottes für die Armen. Den Kindern, den Armen, allen, die leiden und einsam sind, gebt immer ein glückliches Lächeln.
Freude ist Gebet, Freude ist Stärke, Freude ist Liebe, Freude ist ein Netz von Liebe, mit dem man Seelen fangen kann. Gott liebt den fröhlichen Geber. Am meisten gibt, wer mit Freude gibt. Die beste Weise, Gott und den Menschen unsere Dankbarkeit zu zeigen, ist, alles mit Freude anzunehmen. Ein fröhliches Herz ist in der Regel das Ergebnis eines Herzens, das vor Liebe brennt. Lasst niemals etwas euch so mit Sorgen erfüllen, dass ihr die Freude des auferstandenen Christus vergesst.
Lieben muss ebenso natürlich sein wie leben und atmen.
Die Worte Jesu: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe“, sollen nicht nur ein Licht für uns sein, sondern vielmehr ein Feuer, das den Egoismus verzehrt“.




***Tagebuch eines ungeborenen Babys***

5. OKTOBER: Heute begann mein Leben. Meine Eltern wissen es noch nicht, aber ich bin schon da. Ich werde ein Mädchen sein – mit blondem Haar und blauen Augen. Alle meine Anlagen sind schon festgelegt, auch dass ich eine Schwäche für Blumen haben werde.

19. OKTOBER: Manchen sagen, ich sei noch gar keine Person, sondern nur meine Mutter existiere. Aber ich bin eine richtige Person, genauso wie ein kleiner Brotkrümel eben Brot ist. Meine Mutter existiert. Ich auch.

23. OKTOBER: Jetzt öffnet sich schon mein Mund. In ungefähr einem Jahr werde ich lachen und sprechen können. Ich weiß, was mein erstes Wort sein wird: MAMA.

25. OKTOBER: Mein Herz hat heute zu schlagen begonnen. Von jetzt an wird es für den Rest meines Lebens schlagen, ohne jemals innezuhalten, etwa um auszuruhen. Und nach vielen Jahren wird es einmal stillstehen und dann werde ich sterben.

2. NOVEMBER: Jeden Tag wachse ich etwas. Meine Arme und Beine nehmen Gestalt an. Aber es wird noch lange dauern, bis ich mich auf diese kleinen Beine stellen und in die Arme meiner Mutter laufen kann und bis ich mit diesen kleinen Armen Blumen pflücken und meinen Vater umarmen kann.

12. NOVEMBER: An meinen Händen bilden sich winzige Finger. Wie klein sie sind! Ich werde damit einmal meiner Mutter übers Haar streichen können.

20. NOVEMBER: Erst heute hat der Arzt meiner Mutter gesagt, dass ich hier unter ihrem Herzen lebe. O wie glücklich sie doch sein muss! Bist du glücklich, Mama?

25. NOVEMBER: Mama und Papa denken sich jetzt wahrscheinlich einen Namen für mich aus. Aber sie wissen ja gar nicht, dass ich ein kleines Mädchen bin. Ich möchte gerne Susi heißen. Ach, ich bin schon so groß geworden!

10. DEZEMBER: Mein Haar fängt an zu wachsen. Es ist weich und glänzt so schön. Was für Haare die Mama wohl hat?

13. DEZEMBER: Ich kann schon bald sehen. Es ist dunkel um mich herum. Wenn Mama mich zur Welt bringt, werde ich lauter Sonnenschein und Blumen sehen. Aber am liebsten möchte ich meine Mama sehen. Wie siehst du wohl aus, Mama?

24. DEZEMBER: Ob Mama wohl die Flüstertöne meines Herzens hört? Manche Kinder kommen krank zur Welt. Aber mein Herz ist stark und gesund. Es schlägt so gleichmäßig: bum-bum, bum-bum. Mama, du wirst eine gesunde kleine Tochter haben!

28. DEZEMBER: Heute hat mich meine Mutter umgebracht. Sie hat mich umgebracht.


***Liebe Mami,***
jetzt bin ich an einem sehr schönen Ort. Jesus liebt mich und ist mir sehr nah. Ich kann ihn sehen, aber nicht so, wie die heiligen Engel und die gnadenerfüllten Menschen ihn sehen. Ich wäre so gerne dein kleines Mädchen gewesen und verstehe eigentlich nicht so richtig, was passiert ist. Ich war so aufgeregt, als ich feststellte, dass ich zu existieren begann. Ich befand mich in einem dunklen, aber wohligen Raum. Ich merkte, dass ich Finger und Zehen hatte. Ich war schon ziemlich weit entwickelt, wenn auch noch nicht bereit, meine Umgebung zu verlassen. Die meiste Zeit verbrachte ich damit nachzudenken und zu schlafen. Schon zu Anfang fühlte ich mich ganz tief mit dir verbunden…Manchmal hörte ich dich weinen, und ich habe mit dir geweint. Manchmal hast du geschrien oder sehr laut gesprochen und dann geweint. Und ich hörte, wie Papa zurück schrie. Ich war traurig und hoffte, es würde dir bald besser gehen. Ich habe mach gefragt, warum du so viel weinen musstest. Einmal hast du den ganzen Tag geweint. Es tat mir in der Seele weh. Ich konnte mir nicht vorstellen, was dich so unglücklich machte.
An genau diesem Tag passierte was ganz Schreckliches. Ein gemeines Monster kam in diesen warmen, bequemen Ort, an dem ich mich befand. Ich hatte schreckliche Angst und begann zu schreien, aber es kam kein Laut über meine Lippen. Das Monster kam immer näher und näher, und ich schrie immer wieder: „Mami, Mami, hilf mir bitte, hilf mir!“ Entsetzliche Angst war alles was ich fühlte. Ich schrie und schrie, bis ich nicht mehr konnte. Dann riss das Monster mir den Arm aus. Es tat so weh, ein unbeschreiblicher Schmerz. Und es hörte gar nicht auf. O, wie ich bettelte, es möge aufhören! Voller Entsetzen schrie ich, als das unerbittliche Monster mir ein Bein ausriss. Trotz unsäglicher Schmerzen wusste ich, dass ich im Sterben lag. Ich wusste, dass ich nie dein Gesicht sehen oder von die hören würde, wie sehr du mich liebst. Ich wollte alle deine Tränen versiegen lassen und hatte so viele Pläne, dich glücklich zu machen – nun konnte ich das nicht mehr. Meine Träume wurden zerschlagen. Obwohl ich schreckliche Schmerzen und Angst hatte, spürte ich vor allem mein Herz brechen. Mehr als alles andere wollte ich deine Tochter sein.
Doch nun war es vergebens, denn ich starb qualvoll!
Ich konnte nur ahnen, was für schlimme Dinge sie dir angetan hatten. Bevor ich ging, wollte ich dir sagen, dass ich dich liebe, aber ich kannte die Worte nicht, die du verstehen konntest. Und bald darauf hatte ich nicht mehr den Atem, um sie auszusprechen.
Ich war tot!
Ich fühlte, wie ich in die Höhe stieg. Ich wurde von einem riesigen Engel zu einem großen, wunderschönen Ort hinaufgetragen. Ich weinte noch immer, aber der körperliche Schmerz war verschwunden.
Jesus sagte mir, dass er mich liebt und dass Gott mein Vater ist. Da war ich glücklich. Ich fragte ihn, was denn dieses Ding war, das mich getötet hatte. Er antwortete: „Das war die Zange des Abtreibungsarztes.“ Dann meinte er noch: „Es tut mir so leid, mein Kind denn ich weiß, wie sich das anfühlt.“
Ich schreibe, um dir zu sagen, dass ich die liebe und wie gerne ich dein kleines Mädchen gewesen wäre. Ich habe mit aller Kraft versucht zu leben. Ich wollte leben. Den Willen hatte ich, aber ich konnte nicht. Das Monster war zu stark. Es war unmöglich zu leben. Ich wollte nur, dass du weißt, dass ich es versucht habe, bei dir zu bleiben. Ich wollte nicht sterben! Also Mami, bitte hüte dich vor diesem Monster Abtreibung. Mami ich liebe dich, und ich will auf keinen Fall, dass du dieselben Schmerzen durchmachen musst wie ich.

Bitte pass auf dich auf! In Liebe, dein Baby.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6204 am: 31. Dezember 2017, 13:35:41 »
Hl. Katharina Labouré, Nonne, Mystikerin

* 2. Mai 1806 in Fain-les-Moûtiers in Burgund in Frankreich
† 31. Dezember 1876 in Paris in Frankreich

Cathérine Zoë Labouré war das neunte von 10 Kindern einer Bauernfamilie. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter bat die Neunjährige die Jungfrau Maria, nun ihre Mutter zu sein. Vermutlich entschied sie sich bereits in sehr jungen Jahren, ihr ganzes Leben Gott zu weihen, denn sie lehnte mehrere Heiratsanträge ab. Mit 18 Jahren sah sie im Traum einen alten Priester, der ihr sagte: "Meine Tochter, jetzt fliehst du vor mir, aber eines Tages wirst du mich aufsuchen. Gott hat Pläne für dich. Vergiß dies niemals." Eines Tages sah sie ein Bild des hl. Vinzenz von Paul und erkannte in ihm den Priester aus dem Traum. Da verstand sie, dass sie bei den Vinzentinerinnen eintreten sollte. Ihr Vater verweigerte ihr jedoch die Erlaubnis, und erst 1830 im April konnte sie ins Noviziat der Vinzentinerinnen in der Rue de Bac in Paris eintreten. 
Im gleichen Jahr im Juli erschien Katharina in der Kapelle die heilige Jungfrau und bereitete sie vor, einen Auftrag entgegezunehmen. Im November sah sie in der Klosterkapelle in einer Vision Maria auf einer Halbkugel stehend und eine Schlange zertretend; von den mit Edelsteinen verzierten Ringen an ihren Fingern gingen Strahlen aus. Ein Oval formte sich um die Erscheinung, und darumherum war geschrieben: "O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen."  Katharina hörte eine Stimme sagen: " Siehe, diese Strahlen sind das Sinnbild der Gnaden, die ich über jene ausgieße, die mich darum bitten. Die Edelsteine, die keine Strahlen aussenden, symbolisieren jene Gnaden, die zu erbitten man versäumt." Und die Stimme fügte hinzu: "Lass nach diesem Muster eine Medaille prägen. Alle Personen, die sie am Hals tragen, werden große Gnaden erhalten. Die Gnaden werden überreich sein für jene, die sie mit Vertrauen tragen."  Dann schien das Bild sich zu wenden, und auf der Rückseite sah Katharina den Buchstaben M, von einem Kreuz überragt, das auf einem Querbalken ruhte. Darunter war das Herz Jesu, von einer Dornenkrone umgeben, und das Herz Marias, von einem Schwert durchbohrt. Das Bild wurde von zwölf Sternen umrahmt." Katharina sprach mit ihrem Beichtvater, P. Aladel, über die Erscheinung und den Auftrag, aber er glaubte ihr nicht und hielt sie für eine Schwärmerin. Ein Jahr lang bat sie ihn vergeblich. Aber anlässlich einer Audienz beim Erzbischof von Paris, Msgr. de Quelen, berichtete P. Aladel von dieser Sache; der Bischof war sehr angetan und veranlasste die Prägung der Medaille. Und bald ereigneten sich viele wunderbare Begebenheiten, so beispielsweise das schnelle Erlöschen der Choleraepidemie in Paris, bei der die Schwestern die Medaillen an die Kranken verteilten. Bald sprach man überall von der "Wunderbaren" oder "Wundertätigen Medaille".  Ein anderer spektakulärer Fall, über den man in ganz Europa redete, war die plötzliche Bekehrung von Alfons Ratisbonne zum katholischen Glauben. Alfons, Sproß einer reichen jüdischen Bankiersfamilie, der kurz vor seiner Vermählng stand und einen führenden Posten in der väterlichen Bank übernehmen sollte, hatte bei einem Rombesuch von einem Freund aus Gefälligkeit eine Wunderbare Medaille angenommen. Während er in einer Kirche die Altäre besichtigte, erschien ihm die heilige Jungfrau, wie sie auf der Medaille abgebildet war. Alfons war von diesem Augenblick an vollständig bekehrt und wurde Priester.   

Zur Zeit von Katharinas Vision war das Dogma von der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter noch nicht verkündet; dies geschah erst durch Papst Pius IX. 1854, und  zweifelsohne hatte die Vision Katharinas und die weite und rasche Verbreitung der Medaille auch ihren Anteil daran. Das Dogma wiederum förderte noch mehr die Verbreitung und die Marienfrömmigketi des Volkes, die durch die Medaille einen ungeheueren Aufschwung genommen hatte. Im Jahr 1842 waren bereits 100 Millionen Medaillen im Umlauf, als Katharina starb, war es eine Milliarde.

Katharina wurde schon 1831, noch vor der ersten Prägung der Medaille, in ein Heim für Alte und Kranke versetzt und pflegte dort ihr ganzes weiteres Leben die ihr Anvertrauten hingebungsvoll und unerkannt. Bis zu ihrem Tod wusste niemand außer ihrem Beichtvater und ihrer Oberin, dass sie mit der Vision dieser überall verbreitete Medaille begnadet worden war. Als Katharinas Leichnam 1933 exhumiert wurde, war ihr Körper immer noch unversehrt; er ruht heute in einem Schrein an dem Altar, wo ihr Unsere Liebe Frau erschienen ist, und viele Gläubige pilgern dorthin. Katharina wurde 1933 durch Papst Pius XI. selig- und 1947 durch Papst Pius XII. heiliggesprochen.   
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« Antwort #6205 am: 31. Dezember 2017, 13:50:51 »
Apollonia Radermecher, Ordensgründerin

* 9. September 1571 in Aachen in Nordrhein-Westfalen
† 31. Dezember 1626 daselbst

Apollonia war von der Stadt Aachen zur "Gasthausmeisterin" im Hospital der hl. Elisabeth berufen worden; mit ihrem Vermögen beseitigte sie dort manche Missstände. 1622 gründete sie die Hospitalschwestern der heiligen Elisabeth vom Dritten Orden des heiligen Franziskus. Bald folgten weitere Ordensniederlassungen. Apollonia starb, weil sie sich bei der Pflege von Pestkranken angesteckt hatte.

Der Orden ist heute mit fast 1000 Schwestern in Deutschland, Österreich, Luxemburg, in den Niederlanden, in Polen, der Tschechei, der Sklowakei, in Ungarn und in Nordamerika in der Kranken- und Altenpflege und Kinderbetreuung sowie in Afrika in der Mission tätig.

Apollonias Gebeine wurden 1953 im Ordensmutterhaus in Aachen beigesetzt.

Ein Seligsprechungserfahren ist noch nicht abgeschlossen.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6206 am: 31. Dezember 2017, 13:56:01 »
Hl. Johannes Franz Régis

Ordensmann, Priester, Missionar

* 31. Januar 1597 in Fontcouverte im Département Aude in Frankreich
† 31. Dezember 1640 in Lalouvesc in Frankreich

Jean François Régis stammte aus adligem Geschlecht, trat in den Jesuitenorden ein und war zunächst als Lehrer in verschiedenen Einrichtungen des Ordens tätig. Ab 1632 wirkte er in und um Le Puy-en-Velay den Gegenden um Le Puy als und in den durch die Hugenottenkriege verelendeten Cevennen als Volksmissionar und Religionslehrer. Er unterstützte die armen Spitzenklöpplerinnen, kümmerte sich um Gefangene und ließ für gefallene Mädchen und Frauen Unterkünfte bauen. Unter der Last der vielen Arbeit zusammengebrochen, starb er mit nur 43 Jahren. Die Verehrung, die man ihm entgegenbrachte, drückt sich in dem ihm beigelegten Titel "Apostel von Velay und Viverais" (den Gegenden um Le Puy) bzw. "Apostel der Cevennen" aus.

An Régis' Grab in Lalouvesc ereigneten sich zahlreiche wundersame Heilungen, es wurde zum Wallfahrtsort. In seinem Geburtshaus ist eine Kapelle eingerichtet, die man besuchen kann.
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« Antwort #6207 am: 01. Januar 2018, 13:38:41 »
Ich wünsche allen meinen Freunden ein Gutes Neues Jahr, Gottes und Mariens Segen, Gesundheit und alles Liebe.
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La Salette 1846



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Du hörst die Stimme deines Gewissens: Es lobt, tadelt oder quält dich. Diese Stimme kannst du nicht los werden. Sie weist dich hin auf Gott, den unsichtbaren Gesetzgeber. Daher lässt das Gewissen uns nicht im Zweifel darüber, daß wir für unser Tun verantwortlich sind und daß wir einmal gerichtet werden. Jeder hat eine Seele, für die zu sorgen seine einzige Aufgabe in dieser Welt ist. Diese Welt ist nur eine Schranke, die uns vom Himmel oder der Hölle trennt. »Wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern suchen die zukünftige.« (Hebr 13, 14)

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