Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4660432 mal)

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6752 am: 20. Mai 2018, 06:34:02 »
Hl. Bonaventura (1221-1274) Franziskaner, Kirchenlehrer

Baum des Lebens, 39 (Übers.: Marianne Schlosser, St. Ottilien, 2012, 81f.)

Das Pfingstfeuer

Sieben mal sieben Tage waren seit der Auferstehung vergangen, und als nun am fünfzigsten Tag „die Jünger zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, versammelt waren, da erhob sich plötzlich vom Himmel her ein Brausen, als käme ein heftiger Wind (spiritus) auf.“ Er kam herab auf eine Schar von hundertzwanzig Menschen und erschien „in feurigen Zungen“ (vgl. Apg 1,1-4); denn er sollte dem Mund das Wort, dem Verstand das Licht und dem Herzen die Glut verleihen. „Alle wurden erfüllt vom Heiligen Geist und begannen in verschiedenen Sprachen zu reden“, so wie es ihnen der Antrieb dieses Geistes eingab.

Er lehrte sie alle Wahrheit, entzündete in ihnen alle Liebe und festigte sie in aller Tugend. Sie waren gering an Zahl, und sie waren einfache, ungebildete Menschen - und doch waren sie es, die mit der Glut ihrer Worte, der Vollkommenheit ihres Vorbilds und mit Wundertaten in der ganzen Welt „die Kirche mit ihrem Blut einpflanzten“ (Röm. Brevier); denn sie hatten die Hilfe Seiner Gnade, waren erleuchtet von Seiner Belehrung, gestärkt von Seiner Macht.

Die Kirche aber, durch die Kraft des Heiligen Geistes gereinigt, erleuchtet und vollkommen gemacht, wird dadurch ihrem Bräutigam und seinen Begleitern (vgl. Joh 3,29) liebenswert; denn sie ist über die Maßen schön und staunenswert vielfältig geschmückt. Dem Satan aber und seinen Engeln ist sie schrecklich wie ein zum Kampf aufgestelltes Heer (Hld 6,3).
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6753 am: 20. Mai 2018, 06:40:13 »
Das Geheimnis von Pfingsten in der Gegenwart Mariens

Der Einbruch der göttlichen Dreifaltigkeit in die Seele ist das unergründliche Geheimnis von Pfingsten. Dieses Geheimnis entfaltet sich an der Seite Mariens, um Maria herum, in der Gegenwart Mariens, mit Maria.
Die Einwohnung der göttlichen Dreifaltigkeit in ihrem Innern wird Maria den Aposteln mitteilen, und durch sie allen Seelen, die Christus nachfolgen wollen. Alles, was am Himmelfahrtstag geschah, bewahrte Maria in ihrem Herzen. Das Beispiel ihres Sohnes hatte Maria gelehrt, den Willen des Vaters für sie zu verstehen.
„Dein Wille geschehe“: Das Fiat der Verkündigung, das Fiat des Kreuzes führten Maria zum Fiat der Himmelfahrt.
Jesus entschwand ihren menschlichen Augen, sie muss ein Geheimnis der Trennung erleben; eine Loslösung, die reiner und vollkommener ist als alle, die sie bis dahin durchgemacht hat. Marie zögert nicht einen Moment. Wieder eilt sie, um die Apostel zu sammeln.
Ereignisse, die so verwirrend sind, hätten diese nochmals zerstreuen können. Aber Maria ist die betrachtende Frau. Sie sieht über den Augenschein hinaus.
Marie-Benoîte Angot

In Adorer avec Marie – Mit Maria anbeten,  Éditions le Sarment, S. 81
« Letzte Änderung: 20. Mai 2018, 06:47:08 von Tina 13 »
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6754 am: 20. Mai 2018, 06:42:12 »
„Ein Porträt der Muttergottes Maria, „nicht von Menschenhand gemacht“

In Tirol, Österreich, erblickte am 17. Januar 1797 zwischen 15 und 16 Uhr ein 18-jähriges Mädchen, Rosina Bucher, aus der Kleinstadt Absam, im Erdgeschoss des Elternhauses auf einer Fensterscheibe ein Porträt der Jungfrau Maria.
Das Bild wurde einer sorgfältigen Prüfung durch wissenschaftliche Fachleute unterzogen und es wurde erklärt, dass es keine Spuren äußerer Einflüsse oder Unterschiede in der Beschaffenheit zur glatten Glasoberfläche aufwies. Es ist möglich, durch Abwaschen das Motiv verschwinden zu lassen, aber sehr schnell erscheint es wieder, das Glas beginnt anzulaufen. Auch chemische Substanzen konnten das Porträt nicht dauerhaft löschen.
Die Bevölkerung übertrug das Gnadenbild in die Dorfpfarrkirche St. Michael, die zur bedeutendsten Marienwallfahrtskirche Tirols wurde. Im Jahr 2000 erhob Papst Johannes Paul II. sie in den Rang einer Basilika.
Das Porträt erinnert weniger an ein Foto als an einen expressionistischen Holzschnitt in Schwarz-Weiß. Während bei Unserer Lieben Frau von Guadalupe ein Umhang das gescheitelte Haar bedeckt, umhüllt ein doppelter Schleier das Haupt der Muttergottes von Absam. Der Umhang wird von Sonnenstrahlen eingehüllt, der Schleier von einem Heiligenschein.
sudariumchristi.com

(hier der Link mit einem Foto des Bildes)
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6755 am: 20. Mai 2018, 06:46:36 »
Apostelgeschichte 2,1-11.

Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort.
Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.
Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?
Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:
Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien,
von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten,
Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

Psalm 104(103),1-2.24-25.29-30.31.34.

Lobe den Herrn, meine Seele!
Herr, mein Gott, wie groß bist du!
Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.
Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid,
du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.

Herr, wie zahlreich sind deine Werke!
Mit Weisheit hast du sie alle gemacht,
die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
Da ist das Meer, so groß und weit,
darin ein Gewimmel ohne Zahl: kleine und große Tiere.

Verbirgst du dein Gesicht, sind sie verstört;
nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin
und kehren zurück zum Staub der Erde.
Sendest du deinen Geist aus, so werden sie alle erschaffen,
und du erneuerst das Antlitz der Erde.

Ewig währe die Herrlichkeit des Herrn;
der Herr freue sich seiner Werke.
Möge ihm mein Dichten gefallen.
Ich will mich freuen am Herrn.

Brief des Paulus an die Galater 5,16-25.

Brüder! Lasst euch vom Geist leiten, dann werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen.
Denn das Begehren des Fleisches richtet sich gegen den Geist, das Begehren des Geistes aber gegen das Fleisch; beide stehen sich als Feinde gegenüber, so dass ihr nicht imstande seid, das zu tun, was ihr wollt.
Wenn ihr euch aber vom Geist führen lasst, dann steht ihr nicht unter dem Gesetz.
Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben,
Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen,
Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage und ähnliches mehr. Ich wiederhole, was ich euch schon früher gesagt habe: Wer so etwas tut, wird das Reich Gottes nicht erben.
Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue,
Sanftmut und Selbstbeherrschung; dem allem widerspricht das Gesetz nicht.
Alle, die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt.
Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 15,26-27.16,12-15.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen.
Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid.
Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.
Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird.
Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden.
Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6756 am: 20. Mai 2018, 07:34:39 »
Theologisches zum Heiligen Geist

Die letzten Tage der Osterzeit sind ganz auf Pfingsten ausgerichtet. Und da das Pfingstfest untrennbar mit Ostern verbunden ist, da das Gebet um den Tröster und den Beistand (vgl. Joh 15,26) direkt anknüpft an den Auftrag des Herrn bei seiner Himmelfahrt, ist Pfingsten, als Geburtsfest der Kirche im Heiligen Geist, in jeder Hinsicht ein Tag der Sendung: „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ (Joh 20,21).

Quelle: https://www.medjugorje.de/kirche/heiliger-geist/
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6757 am: 20. Mai 2018, 13:13:05 »
Sieg über das Tier und seinen Propheten

Offb 19,11   Dann sah ich den Himmel offen, und siehe, da war ein weißes Pferd, und der, der auf ihm saß, heißt «Der Treue und Wahrhaftige»; gerecht richtet er und führt er Krieg.   
Offb 19,12   Seine Augen waren wie Feuerflammen und auf dem Haupt trug er viele Diademe; und auf ihm stand ein Name, den er allein kennt.   
Offb 19,13   Bekleidet war er mit einem blutgetränkten Gewand; und sein Name heißt «Das Wort Gottes».   
Offb 19,14   Die Heere des Himmels folgten ihm auf weißen Pferden; sie waren in reines, weißes Leinen gekleidet.   
Offb 19,15   Aus seinem Mund kam ein scharfes Schwert; mit ihm wird er die Völker schlagen. Und er herrscht über sie mit eisernem Zepter, und er tritt die Kelter des Weines, des rächenden Zornes Gottes, des Herrschers über die ganze Schöpfung.   
Offb 19,16   Auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte trägt er den Namen: «König der Könige und Herr der Herren».   
Offb 19,17   Dann sah ich einen Engel, der in der Sonne stand. Er rief mit lauter Stimme allen Vögeln zu, die hoch am Himmel flogen: Kommt her! Versammelt euch zum großen Mahl Gottes.   
Offb 19,18   Fresst Fleisch von Königen, von Heerführern und von Helden, Fleisch von Pferden und ihren Reitern, Fleisch von allen, von Freien und Sklaven, von Großen und Kleinen!   
Offb 19,19   Dann sah ich das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um mit dem Reiter und seinem Heer Krieg zu führen.   
Offb 19,20   Aber das Tier wurde gepackt und mit ihm der falsche Prophet; er hatte vor seinen Augen Zeichen getan und dadurch alle verführt, die das Kennzeichen des Tieres angenommen und sein Standbild angebetet hatten. Bei lebendigem Leib wurden beide in den See von brennendem Schwefel geworfen.   
Offb 19,21   Die Übrigen wurden getötet mit dem Schwert, das aus dem Mund des Reiters kam; und alle Vögel fraßen sich satt an ihrem Fleisch.   
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6758 am: 20. Mai 2018, 21:46:39 »
Das Gericht über alle Toten

Offb 20,11   Dann sah ich einen großen weißen Thron und den, der auf ihm saß; vor seinem Anblick flohen Erde und Himmel und es gab keinen Platz mehr für sie.   
Offb 20,12   Ich sah die Toten vor dem Thron stehen, die Großen und die Kleinen. Und Bücher wurden aufgeschlagen; auch das Buch des Lebens wurde aufgeschlagen. Die Toten wurden nach ihren Werken gerichtet, nach dem, was in den Büchern aufgeschrieben war.   
Offb 20,13   Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren; und der Tod und die Unterwelt gaben ihre Toten heraus, die in ihnen waren. Sie wurden gerichtet, jeder nach seinen Werken.   
Offb 20,14   Der Tod und die Unterwelt aber wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod: der Feuersee.   
Offb 20,15   Wer nicht im Buch des Lebens verzeichnet war, wurde in den Feuersee geworfen
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6759 am: 21. Mai 2018, 06:39:01 »
Herzlichen Glückwunsch, Maria, Mutter der Kirche!

Durch ein Dekret hat der Vatikan kürzlich ein neues Marienfest in seinen offiziellen liturgischen Kalender aufgenommen: Von nun an ist jeder Pfingstmontag auch der Tag, an dem „das Gedenken an die Selige Jungfrau Maria unter ihrem Titel als Mutter der Kirche in der ganzen Weltkirche gefeiert wird". Und es ist bezeichnend, dass diese Feier mit Pfingsten zusammenfällt.
Das betont auch Pfr. Guillaume de Menthière, ein Priester der Diözese Paris und Professor für Theologie:
„Die Mutterschaft der Kirche muss von der Mutterschaft Mariens inspiriert sein, denn um zu wissen, was sie sein soll und was sie ist, schaut die Kirche auf Maria. Die Jungfrau Maria ist das Vorbild, die Mutter der Kirche, und es ist kein Zufall, dass der Papst beschlossen hat, diesen Gedenktag mit dem Pfingstmontag zu verbinden. In der Tat erinnern wir uns daran, dass die Jungfrau Maria gemäß der Schrift an jenem Tag unter den Aposteln anwesend war und die Kirche gleichsam zur Welt brachte.  Denn Pfingsten ist die Geburt der Kirche, es ist die Öffnung der Kirche zur Welt.
Wenn die Kirche seit langem gedacht ist - seit Abel dem Gerechten, wie die Väter sagen – wenn sie von Ewigkeit her im Plan Gottes steht, dann können wir sagen, dass sie am Pfingsttag geboren wurde, und dass Maria in gewisser Weise dieser Geburt der Kirche vorsteht, die aus dem Abendmahlsaal herausgeht, um der ganzen Welt die Wunder Gottes zu verkünden.“
Rufen wir an diesem Tag also voll Freude: Herzlichen Glückwunsch, Maria, Mutter der Kirche!
 
Quelle: Auszug aus einem Programm, das am 6. März 2018 von KTO (französischer katholischer Fernsehsender) ausgestrahlt wurde.
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