Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4659939 mal)

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6920 am: 18. Juni 2018, 07:03:52 »
Erstes Buch der Könige 21,1-16.

In jenen Tagen trug sich Folgendes zu. Nabot aus Jesreel hatte einen Weinberg in Jesreel neben dem Palast Ahabs, des Königs von Samarien.
Ahab verhandelte mit Nabot und schlug ihm vor: Gib mir deinen Weinberg! Er soll mir als Gemüsegarten dienen; denn er liegt nahe bei meinem Haus. Ich will dir dafür einen besseren Weinberg geben. Wenn es dir aber lieber ist, bezahle ich dir den Kaufpreis in Geld.
Doch Nabot erwiderte: Der Herr bewahre mich davor, dass ich dir das Erbe meiner Väter überlasse.
Darauf kehrte Ahab in sein Haus zurück. Er war missmutig und verdrossen, weil Nabot aus Jesreel zu ihm gesagt hatte: Ich werde dir das Erbe meiner Väter nicht überlassen. Er legte sich auf sein Bett, wandte das Gesicht zur Wand und wollte nicht essen.
Seine Frau Isebel kam zu ihm herein und fragte: Warum bist du missmutig und willst nicht essen?
Er erzählte ihr: Ich habe mit Nabot aus Jesreel verhandelt und ihm gesagt: Verkauf mir deinen Weinberg für Geld, oder wenn es dir lieber ist, gebe ich dir einen anderen dafür. Doch er hat geantwortet: Ich werde dir meinen Weinberg nicht geben.
Da sagte seine Frau Isebel zu ihm: Du bist doch jetzt König in Israel. Steh auf, iss und sei guter Dinge! Ich werde dir den Weinberg Nabots aus Jesreel verschaffen.
Sie schrieb Briefe im Namen Ahabs, versah sie mit seinem Siegel und schickte sie an die Ältesten und Vornehmen, die mit Nabot zusammen in der Stadt wohnten.
In den Briefen schrieb sie: Ruft ein Fasten aus und lasst Nabot oben vor allem Volk Platz nehmen!
Setzt ihm aber zwei nichtswürdige Männer gegenüber! Sie sollen gegen ihn als Zeugen auftreten und sagen: Du hast Gott und den König gelästert. Führt ihn dann hinaus und steinigt ihn zu Tode!
Die Männer der Stadt, die Ältesten und Vornehmen, die mit ihm zusammen in der Stadt wohnten, taten, was Isebel ihnen geboten hatte, was in den Briefen stand, die sie ihnen gesandt hatte.
Sie riefen ein Fasten aus und ließen Nabot oben vor allem Volk Platz nehmen.
Es kamen aber auch die beiden nichtswürdigen Männer und setzten sich ihm gegenüber. Sie standen vor dem Volk als Zeugen gegen Nabot auf und sagten: Nabot hat Gott und den König gelästert. Sogleich führte man ihn aus der Stadt hinaus und steinigte ihn zu Tode.
Darauf ließen sie Isebel melden: Nabot wurde gesteinigt und ist tot.
Sobald sie hörte, dass Nabot gesteinigt wurde und tot war, sagte sie zu Ahab: Auf, nimm den Weinberg Nabots aus Jesreel in Besitz, den er dir für Geld nicht verkaufen wollte; denn Nabot lebt nicht mehr; er ist tot.
Als Ahab hörte, dass Nabot tot war, stand er auf und ging zum Weinberg Nabots aus Jesreel hinab, um von ihm Besitz zu ergreifen.

Psalm 5,3.5.6-7.

Vernimm mein lautes Schreien, mein König und mein Gott,
denn ich flehe zu dir.
Denn du bist kein Gott, dem das Unrecht gefällt;
der Frevler darf nicht bei dir weilen.

Wer sich brüstet, besteht nicht vor deinen Augen;
denn dein Hass trifft alle, die Böses tun.
Du lässt die Lügner zugrunde gehen,
Mörder und Betrüger sind dem Herrn ein Gräuel.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,38-42.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn.
Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.
Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel.
Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm.
Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6921 am: 19. Juni 2018, 06:48:31 »
„Meine Beziehung zur Muttergottes ist unbeschreiblich“

An der Elfenbeinküste gehört der Filmstar Guy Emile Goulian Kalou Bi zu den großen Förderern des Kinos. Geboren in einer katholischen Familie, glaubt der 43-jährige Mann von der Elfenbeinküste, dass er das alles Gott verdankt. Wenn ich mir meine Karriere und meine Position in der Filmwelt anschaue, bin ich überzeugt, dass Gott allein die Quelle ist, sagt er. Im Showbusiness zu sein hat meinen Glauben an Gott, den meine verstorbenen Eltern mir von klein auf weitergegeben haben, nie ins Wanken gebracht.
Der Schauspieler hat eine besondere Verehrung für Maria. Seit meiner Studienzeit hatte ich immer eine Mariengrotte zu Hause, erzählt er. Wenn ich meinen Rosenkranz bete, fühle ich, dass ich durch Maria wirklich in Beziehung zu Gott bin. Sie ist meine Mutter und natürlich wende ich mich an sie um Hilfe, und ich bin nie enttäuscht worden. Meine Beziehung zur Muttergottes ist unbeschreiblich, und ich habe viele Beispiele, die die Wirksamkeit ihrer Fürsprache in meinem Leben bezeugen.
Seine Frau Victoire Kalou ist ebenfalls eine praktizierende Katholikin. Sie war es, die ihm im Jahr 2012 vorschlug, einen christlich inspirierten Film zu machen: Und wenn es Gott nicht gäbe. Der zweiteilige Film wurde von den Tausenden von Gläubigen in Abidjan und im Landesinneren sehr geschätzt. Für Und wenn es Gott nicht gäbe erhielt Guy Kalou 2015 den Jurypreis beim Vues d'Afrique Festival in Montreal.
Seit 2015 gibt Guy Kalou als Leiter einer Fachhochschule für Film und audiovisuelle Medien sein Leinwandwissen an Studenten weiter.
Guy Aimé Eblotié (in Abidjan)

La Croix
« Letzte Änderung: 19. Juni 2018, 06:48:57 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6922 am: 19. Juni 2018, 07:08:16 »
Erstes Buch der Könige 21,17-29.

Als Nabot tot war, erging das Wort des Herrn an Elija aus Tischbe:
Mach dich auf und geh Ahab, dem König von Israel, entgegen, der in Samaria seinen Wohnsitz hat. Er ist zum Weinberg Nabots hinabgegangen, um von ihm Besitz zu ergreifen.
Sag ihm: So spricht der Herr: Durch einen Mord bist du Erbe geworden? Weiter sag ihm: So spricht der Herr: An der Stelle, wo die Hunde das Blut Nabots geleckt haben, werden Hunde auch dein Blut lecken.
Ahab sagte zu Elija: Hast du mich gefunden, mein Feind? Er erwiderte: Ich habe dich gefunden. Weil du dich hergabst, das zu tun, was dem Herrn missfällt,
werde ich Unheil über dich bringen. Ich werde dein Geschlecht hinwegfegen und von Ahabs Geschlecht alles, was männlich ist, bis zum letzten Mann in Israel ausrotten.
Weil du mich zum Zorn gereizt und Israel zur Sünde verführt hast, werde ich mit deinem Haus verfahren wie mit dem Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und mit dem Haus Baschas, des Sohnes Ahijas.
Und über Isebel verkündet der Herr: Die Hunde werden Isebel an der Mauer von Jesreel auffressen.
Wer von der Familie Ahabs in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen, und wer auf dem freien Feld stirbt, den werden die Vögel des Himmels fressen.
Es gab in der Tat niemand, der sich wie Ahab hergab zu tun, was dem Herrn missfiel, da seine Frau Isebel ihn verführte.
Sein Tun war überaus verwerflich; er lief den Götzen nach und folgte den Gebräuchen der Amoriter, die der Herr vor den Israeliten vertrieben hatte.
Als Ahab diese Drohungen hörte, zerriss er seine Kleider, trug ein Bußgewand auf dem bloßen Leib, fastete, schlief im Bußgewand und ging bedrückt umher.
Da erging das Wort des Herrn an Elija aus Tischbe:
Hast du gesehen, wie Ahab sich vor mir gedemütigt hat? Weil er sich vor mir gedemütigt hat, will ich das Unglück nicht schon in seinen Tagen kommen lassen. Erst in den Tagen seines Sohnes werde ich das Unheil über sein Haus bringen.

Psalm 51(50),3-4.5-6ab.11.16.

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld,
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab,
und mach mich rein von meiner Sünde!

Denn ich erkenne meine bösen Taten,
meine Sünde steht mir immer vor Augen.
Gegen dich allein habe ich gesündigt,
ich habe getan, was dir missfällt.

Verbirg dein Gesicht vor meinen Sünden,
tilge all meine Frevel!
Befrei mich von Blutschuld, Herr, du Gott meines Heiles,
dann wird meine Zunge jubeln über deine Gerechtigkeit.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,43-48.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden?
Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6923 am: 20. Juni 2018, 06:26:19 »
Die beiden Diener Mariens (I)

Eines Nachts im Jahre 1215 wachte und betete der heilige Dominikus in der Peterskirche in Rom, und Jesus, der Herr, erschien am Himmel. Er hielt drei Speere in der Hand, die er gegen die Welt werfen wollte. Die Allerseligste Jungfrau Maria, seine Mutter, warf sich vor ihm auf die Knie und bat ihn, denen zu vergeben, die er erlöst hatte, und seine Gerechtigkeit mit seiner Barmherzigkeit zu mildern.
Ihr Sohn sagte zu ihr: „Siehst du nicht, was mir angetan wird? Meine Gerechtigkeit kann nicht so viele Verbrechen ungestraft lassen. Seine Mutter antwortete ihm: Wie Du weißt, - Du, der alles weiß - gibt es einen Weg, sie zu dir zurückzubringen, hier ist er. Ich habe einen treuen Diener, schicke ihn in die Welt. Er wird den Menschen dein Wort verkünden, und sie werden sich bekehren und dich suchen. Ich habe noch einen anderen Diener, ich werde ihn ihm als Hilfe geben, und er wird an demselben Werk arbeiten. Der Sohn Gottes sagte zu seiner Mutter: Dein Anblick hat mich entwaffnet; aber zeige mir, ich bitte dich, diejenigen, die du für eine so große Mission vorgesehen hast. (…)

Aus den Fioretti des Hl. Franziskus, 2. Reihe, S. 187
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6924 am: 20. Juni 2018, 06:32:52 »
Hl. Hilarius (um 315-367), Bischof von Poitiers und Kirchenlehrer

Matthäuskommentar, IV, 27

„Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!“

„Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen [...]“ Das Gesetz hat ja die Nächstenliebe gefordert und die Freiheit gelassen, den Feind zu hassen. Der Glaube fordert die Feindesliebe. Durch den allumfassenden Ausdruck der Nächstenliebe zerbricht der Glaube gewalttätige Regungen im Geist des Menschen, nicht nur indem er die Rachsucht verhindert, sondern sogar ihn beschwichtigt und uns letztlich den lieben lässt, der Unrecht hat. Diejenigen zu lieben, die euch lieben – das tun auch die Heiden, und jedermann empfindet Zuneigung für die, die ihm diese schenken. Christus jedoch ruft uns auf, als Kinder Gottes zu leben und Ihn nachzuahmen, der durch das Kommen Seines Christus den Guten und den Schuldigen Sonne und Regen in den Sakramenten der Taufe und des Geistes schenkt. So erzieht er uns dazu, durch dieses Band der Güte gegenüber allen das Leben zu vervollkommnen und ruft uns auf, den Vater im Himmel nachzuahmen, der vollkommen ist.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6925 am: 20. Juni 2018, 06:47:51 »
Zweites Buch der Könige 2,1.4b.6-14.

An dem Tag, da der Herr Elija im Wirbelsturm in den Himmel aufnehmen wollte, ging Elija mit Elischa von Gilgal weg.
So kamen sie nach Jericho.
Elija aber bat ihn: Bleib hier; denn der Herr hat mich an den Jordan gesandt. Elischa erwiderte: So wahr der Herr lebt und so wahr du lebst: Ich verlasse dich nicht. So gingen beide miteinander.
Fünfzig Prophetenjünger folgten ihnen und blieben dann seitwärts in einiger Entfernung stehen. Die beiden traten an den Jordan.
Hier nahm Elija seinen Mantel, rollte ihn zusammen und schlug mit ihm auf das Wasser. Dieses teilte sich nach beiden Seiten und sie schritten trockenen Fußes hindurch.
Als sie drüben angekommen waren, sagte Elija zu Elischa: Sprich eine Bitte aus, die ich dir erfüllen soll, bevor ich von dir weggenommen werde. Elischa antwortete: Möchten mir doch zwei Anteile deines Geistes zufallen.
Elija entgegnete: Du hast etwas Schweres erbeten. Wenn du siehst, wie ich von dir weggenommen werde, wird es dir zuteil werden. Sonst aber wird es nicht geschehen.
Während sie miteinander gingen und redeten, erschien ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennte beide voneinander. Elija fuhr im Wirbelsturm zum Himmel empor.
Elischa sah es und rief laut: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und sein Lenker! Als er ihn nicht mehr sah, fasste er sein Gewand und riss es mitten entzwei.
Dann hob er den Mantel auf, der Elija entfallen war, kehrte um und trat an das Ufer des Jordan.
Er nahm den Mantel, der Elija entfallen war, schlug mit ihm auf das Wasser und rief: Wo ist der Herr, der Gott des Elija? Als er auf das Wasser schlug, teilte es sich nach beiden Seiten und Elischa ging hinüber.

Psalm 31(30),20.21.22.24.

Wie groß ist deine Güte, Herr,
die du bereithältst für alle, die dich fürchten und ehren;
du erweist sie allen,
die sich vor den Menschen zu dir flüchten.

Du beschirmst sie im Schutz deines Angesichts
vor dem Toben der Menschen.
Wie unter einem Dach bewahrst du sie
vor dem Gezänk der Zungen.

Gepriesen sei der Herr, der wunderbar an mir gehandelt
und mir seine Güte erwiesen hat zur Zeit der Bedrängnis.
Liebt den Herrn, all seine Frommen!
Seine Getreuen behütet der Herr,
doch den Hochmütigen vergilt er ihr Tun mit vollem Maß.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 6,1-6.16-18.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.
Wenn du Almosen gibst, lass es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut.
Dein Almosen soll verborgen bleiben, und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht,
damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6926 am: 20. Juni 2018, 06:56:43 »
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

Erklärung zur Bergpredigt 3,11

Bete im Verborgenen

Jesus sagt: „Wenn du betest, geh in deine Kammer“. Welche Kammer kann gemeint sein, wenn nicht das eigene Herz? Darauf deutet der Psalm hin, in dem es heißt: „Was ihr in euren Herzen sprecht, bereut auf eurer Lagerstatt“ (vgl. Ps 4,5 (Vulg.)). Er sagt: „Schließ die Türe, und bete zu deinem Vater im Verborgenen“. Hineingehen allein reicht nicht, wenn die Türe für Zudringliche offenbleibt: Belanglosigkeiten schleichen sich von außen ein und überfluten das Innere. Beiläufiges und Offenkundiges dringt durch die Türe herein in unsere Gedanken. Eine Menge Trugbilder überlagern unsere Sinne und stören unser Gebet. Die Türe muss also geschlossen werden, das heißt, wir müssen den Sinnen widerstehen, damit ein rein geistiges Gebet zum Vater aufsteigen kann, dass aus dem Herzensgrund kommt, wo wir im Stillen zum Vater beten. „Dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“ […]

Der Herr will uns hier nicht nahelegen zu beten, sondern uns lehren, wie wir beten sollen. So wie er uns vorher nicht das Geben von Almosen nahegelegt hat, sondern die rechte Gesinnung beim Geben. Er fordert ein reines Herz, und das können wir nur durch eine einzige, einfache Ausrichtung erwirken: eine, die sich am ewigen Leben orientiert in Liebe zu der einen und reinen Weisheit.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6927 am: 21. Juni 2018, 06:53:18 »
Die beiden Diener Mariens (II)…

Dann schenkte die Muttergottes unserem Herrn den seligen Dominikus. Ich akzeptiere ihn, sagt der Sohn Gottes, er wird sehr gut und eifrig alles tun, was du gesagt hast. Dann präsentierte sie ihm den seligen Franziskus, und der Erlöser stimmte auch ihm zu.
Der selige Dominikus betrachtete in dieser Vision aufmerksam den Gefährten, den er noch nicht kannte. Er traf ihn am nächsten Tag in einer Kirche und erkannte ihn wieder nach dem, was er in der Nacht gesehen hatte. Er umarmte ihn, drückte ihn an sein Herz und küsste ihn in heiliger Freude und sagte: Du bist mein Waffenbruder; du wirst mit mir im gleichen Schritt gehen, und kein Feind wird sich gegen uns durchsetzen.
Dann erzählte er ihm seine Vision und von da an waren sie nur noch ein Herz und eine Seele in Gott; und sie empfahlen ihren Söhnen, dass es unter ihnen gleich sein sollte, immer in aller Liebe und Ehrfurcht. Und diese so einfache Geste hinterließ auf dem Meer der Jahrhunderte eine unauslöschliche Spur, und die beiden bettelnden Streiter Christi finden dort das Symbol ihres ewigen Bundes. Das ist der Grund, warum der Patriarch der Prediger seinen Platz unter uns Franziskanern hat und wir ihm auch den Titel ‚Vater‘ geben.

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La Salette 1846



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