Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4570943 mal)

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8248 am: 08. März 2020, 06:40:14 »
Hl. Leo der Große (?-um 461)
Papst und Kirchenlehrer
51. Predigt (trad. © Evangelizo)

„Das ist mein geliebter Sohn […] auf ihn sollt ihr hören“

Die Apostel, die in ihrem Glauben gestärkt werden sollten, empfingen im Wunder der Verklärung eine besondere Belehrung, um sie zur Erkenntnis aller Dinge zu führen. Denn es erschienen Mose und Elija, das heißt das Gesetz und die Propheten, und redeten mit dem Herrn […] Wie der hl. Johannes sagt: „Das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus“ (Joh 1,17).

Der Apostel Petrus war gleichsam in Verzückung geraten durch das Verlangen nach den ewigen Gütern. Von Freude erfüllt durch eine solche Schau, wünschte er sich, mit Jesus zusammen an einem Ort zu wohnen, wo ihn seine derart geoffenbarte Herrlichkeit mit Freude erfüllte. Er sagte also: „Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.“ Doch der Herr ging nicht auf diesen Vorschlag ein. Sicherlich nicht, um zu zeigen, dass dieser Wunsch schlecht, sondern dass er unangebracht war. Denn die Welt konnte nur durch den Tod Christi gerettet werden, und das Beispiel des Herrn forderte den Glauben der Gläubigen auf, zu verstehen, dass wir, ohne an der versprochenen Seligkeit zu zweifeln, dennoch inmitten der Versuchungen dieses Lebens eher um Geduld als um Ehre bitten sollten, denn die Glückseligkeit des Himmelreichs kann unmöglich der Zeit des Leidens vorausgehen.

Deshalb wurden sie, während er noch sprach, von einer leuchtenden Wolke eingehüllt. Und siehe, aus der Wolke rief eine Stimme: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.“ […] „Das ist mein Sohn, durch den alles geworden ist und ohne den nichts wurde (vgl. Joh 1,3). Alles, was ich tue, das tut auch er; was ich wirke, das wirkt auch er zusammen mit mir, ohne Unterschied (vgl. Joh 5,17–19) […] Das ist mein Sohn, der nicht eifersüchtig an dieser Gleichheit festhielt, die er mit mir teilte, nicht sein Recht einforderte, sondern sich, während er in meiner göttlichen Herrlichkeit verblieb, erniedrigte bis zur Knechtsgestalt (vgl. Phil 2,6f.), um unseren gemeinsamen Plan der Erneuerung des Menschengeschlechts ins Werk zu setzen. Hört also ohne Zögern auf ihn, der meine ganze Gunst besitzt, dessen Lehre mich bezeugt, dessen Demut mich verherrlicht, denn er ist die Wahrheit und das Leben (Joh 14,6). Er ist meine Kraft und meine Weisheit (vgl. 1 Kor 1,24). Hört auf ihn, der die Welt durch sein Blut erlöst […], der den Weg zum Himmel öffnet durch die Schmach seines Kreuzes.“
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8249 am: 08. März 2020, 06:41:33 »
 ;tffhfdsds

Buch Genesis 12,1-4a.

In jenen Tagen sprach der Herr zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde.
Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein.
Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen.
Da zog Abram weg, wie der Herr ihm gesagt hatte.

Psalm 33(32),4-5.18-19.20.22.

Das Wort des Herrn ist wahrhaftig,
all sein Tun ist verlässlich.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht,
die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn.

Siehe, das Auge des Herrn ruht auf denen, die ihn fürchten,
die seine Huld erwarten,
dass er ihre Seele dem Tod entreiße
und, wenn sie hungern, sie am Leben erhalte.

Unsre Seele hofft auf den Herrn;
er ist unsre Hilfe und unser Schild.
Lass deine Güte über uns walten, o Herr,
wie wir auf dich hofften!

Zweiter Brief des Apostels Paulus an Timotheus 1,8-10.

Mein Sohn! Leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die Kraft:
Er hat uns gerettet; mit einem heiligen Ruf hat er uns gerufen, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aus eigenem Entschluss und aus Gnade, die uns schon vor ewigen Zeiten in Christus Jesus geschenkt wurde;
jetzt aber wurde sie durch das Erscheinen unseres Retters Christus Jesus offenbart. Er hat dem Tod die Macht genommen und uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium,

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 17,1-9.

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg.
Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht.
Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus.
Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.
Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.
Als die Jünger das hörten, bekamen sie große Angst und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden.
Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst!
Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus.
Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8250 am: 09. März 2020, 07:03:38 »
Hl. Johannes Paul II. (1920-2005)
Papst
Enzyklika „Dives in Misericordia“ über das göttliche Erbarmen (30. November 1980), 14 (© Libreria Editrice Vaticana)

„Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist“

Jesus Christus hat gelehrt, dass der Mensch das Erbarmen Gottes nicht nur empfängt und erfährt, sondern auch berufen ist, an seinen Mitmenschen „Erbarmen zu üben“: „Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden“ (Mt 5,7). […]

Die erbarmende Liebe ist in den zwischenmenschlichen Beziehungen nie ein einseitiger Akt oder Prozess. Selbst dort, wo allem Anschein nach nur ein Teil gibt und hingibt und der andere nur empfängt und nimmt (z.B. im Fall des Arztes, der behandelt; des Lehrers, der unterrichtet; der Eltern, die die Kinder ernähren und erziehen; des Wohltäters, der die Bedürftigen unterstützt), wird tatsächlich auch der Geber immer zum Beschenkten. Auch kann er leicht selbst in die Lage dessen kommen, der empfängt, dem eine Wohltat zuteilwird, der die erbarmende Liebe erfährt, der Gegenstand von Erbarmen wird. Der gekreuzigte Christus ist uns hierin im Höchstmaß Beispiel, Anregung und Aufruf. Auf dieses ergreifende Vorbild schauend, können wir in aller Demut den anderen Erbarmen erweisen, wohl wissend, dass Christus es als ihm selbst erwiesen annimmt (vgl. Mt 25,34–40). […] während ein echter Akt erbarmender Liebe die Überzeugung in uns voraussetzt, dass wir zugleich von denen Erbarmen empfangen, denen wir es erweisen. Fehlt diese Gegenseitigkeit, dann sind weder unsere Handlungen echte Akte des Erbarmens, noch hat sich in uns die Bekehrung restlos vollzogen, deren Weg uns Christus mit seinem Wort und Beispiel bis zum Kreuz gewiesen hat, noch haben wir schon vollen Anteil an dem wunderbaren Quell der erbarmenden Liebe, den er uns erschlossen hat. […]

Das wahrhaft christliche Erbarmen ist in gewisser Hinsicht auch die vollkommenste Inkarnation der „Gleichheit“ unter den Menschen und daher auch die vollkommenste Inkarnation der Gerechtigkeit, insofern auch diese in ihrem Bereich das gleiche Ergebnis anstrebt. Die von der Gerechtigkeit bewirkte Gleichheit beschränkt sich jedoch auf den Bereich der äußeren, der Sachgüter, während Liebe und Erbarmen die Menschen dazu bringen, einander in dem Wert zu begegnen, den der Mensch selbst in der ihm eigenen Würde darstellt. […] Mithin wird das Erbarmen zu einem unerlässlichen Element, sollen die Beziehungen der Menschen zueinander vom Geist höchster Achtung des wahrhaft Menschlichen und gegenseitiger Brüderlichkeit geprägt werden. […] Am wenigsten darf die erbarmende Liebe zwischen denen fehlen, die einander am nächsten sind: Ehegatten, Eltern und Kinder, Freunde; unerlässlich ist sie auch im Erziehungswesen und in der Seelsorge.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8251 am: 10. März 2020, 02:52:17 »
Hl. Maria Eugenia von Jesus

Ordensgründerin

* 26. August 1817 in Metz in Frankreich
† 10. März 1898 in Auteuil, heute Stadtteil im 16. Arrondissement von Paris in Frankreich

Marie-Eugénie Milleret de Brou schloss sich im Alter von acht Jahren einer klösterlich lebenden Frauengemeinschaft an, die sich Bildungsarbeit zur Aufgabe gemacht hatte. 1839 gründete sie die Schwestern von der Himmelfahrt, die Gemeinschaft der Assumptionistinnen, die sich die Erziehung junger Mädchen zur Aufgabe stellte. 1867 wurde die Gemeinschaft vom Papst approbiert, 1888 bestätigt. Als Marie-Eugénie starb, arbeiteten 1100 Schwestern in 29 Häusern in ganz Europa, in Amerika und auf den Philippinen.

1975 wurde Marie-Eugénie seliggesprochen, 2007 von Benekikt XVI. heiliggesprochen.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8252 am: 10. März 2020, 02:54:17 »
Hl. Cyprian (um 200-258)
Bischof von Karthago und Märtyrer
Über die Sterblichkeit (De mortalitate), §§ 20.22.26 (vgl. Bibliothek der Kirchenväter, München 1918)

„Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“ (Joh 11,25)

Wir dürfen um unsere Brüder nicht trauern, wenn sie durch den Ruf des Herrn von der Welt befreit worden sind. Wissen wir doch, dass sie nicht verloren gehen, sondern nur vorausgehen, dass sie mit dem Hinscheiden uns nur voranschreiten; dass man sich zwar, wie gewöhnlich bei einer Land- oder Seereise, nach ihnen sehnen, aber nicht um sie klagen darf, und dass man hier nicht schwarze Kleider anlegen soll, wenn sie dort bereits weiße Gewänder angetan haben; dass man den Heiden keine Gelegenheit geben darf, uns mit Fug und Recht zu tadeln, weil wir dieselben, die doch nach unserer Behauptung bei Gott leben, als tot und verloren betrauern und den Glauben, den wir in Wort und Rede kundtun, nicht auch mit Herz und Seele bezeugen und beweisen. Heuchler in unserer Hoffnung und in unserem Glauben sind wir, wenn nur vorgetäuscht, wenn nur erdichtet, wenn nur erlogen erscheint, was wir sagen. Es nützt nichts, wenn man in Worten Mut zur Schau trägt und durch Taten seine Echtheit widerlegt. […]
 
Wenn wir sterben, so gehen wir durch den Tod zur Unsterblichkeit ein, und das ewige Leben kann nicht nachfolgen, wenn es uns nicht zuerst geschenkt ist, von hier wegzugehen. Das ist kein Hinscheiden für immer, sondern nur ein Übergang und ein Hinüberschreiten zur Ewigkeit, nachdem die zeitliche Laufbahn durchmessen ist. Wer sollte nicht dem Besseren zueilen? Wer sollte nicht wünschen, recht bald verwandelt und umgeformt zu werden nach Christi Gestalt […]

Als unsere Heimat betrachten wir das Paradies […] warum eilen und laufen wir dann nicht, um unsere Heimat sehen, um unsere Eltern begrüßen zu können? Eine große Anzahl von Lieben erwartet uns dort, eine stattliche, mächtige Schar von Eltern, Geschwistern und Kindern sehnt sich nach uns, um die eigene Rettung bereits unbesorgt und nur um unser Heil noch bekümmert. Unter ihre Augen, in ihre Arme zu eilen, welch große Freude für sie und uns zugleich!
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8253 am: 10. März 2020, 03:03:30 »
 ;tffhfdsds

Buch Jesaja 1,10.16-20.

Hört das Wort des Herrn, ihr Herrscher von Sodom! Vernimm die Weisung unseres Gottes, du Volk von Gomorra!
Wascht euch, reinigt euch! Lasst ab von eurem üblen Treiben! Hört auf, vor meinen Augen Böses zu tun!
Lernt, Gutes zu tun! Sorgt für das Recht! Helft den Unterdrückten! Verschafft den Waisen Recht, tretet ein für die Witwen!
Kommt her, wir wollen sehen, wer von uns recht hat, spricht der Herr. Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee. Wären sie rot wie Purpur, sie sollen weiß werden wie Wolle.
Wenn ihr bereit seid zu hören, sollt ihr den Ertrag des Landes genießen.
Wenn ihr aber trotzig seid und euch weigert, werdet ihr vom Schwert gefressen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.

Psalm 50(49),8-9.16bc-17.21.23.

Nicht wegen deiner Opfer rüge ich dich,
deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.
Doch nehme ich von dir Stiere nicht an
noch Böcke aus deinen Hürden.

„Was zählst du meine Gebote auf
und nimmst meinen Bund in deinen Mund?
Dabei ist Zucht dir verhasst,
meine Worte wirfst du hinter dich.

Das hast du getan, und ich soll schweigen?
Meinst du, ich bin wie du?
Ich halte es dir vor Augen und rüge dich.
Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich;
wer rechtschaffen lebt, dem zeig' ich mein Heil."

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 23,1-12.

In jener Zeit wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger
und sagte: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt.
Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen.
Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen.
Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang,
bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben,
und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi - Meister - nennen.
Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder.
Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel.
Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus.
Der Größte von euch soll euer Diener sein.
Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8254 am: 10. März 2020, 04:18:47 »
 ;ghjghg

Der Segen der sieben heiligen Zufluchten

 ;ghjghg

Dieser Segen der sieben Zufluchten entstand in den bitteren Notzeiten des Dreißigjährigen Krieges, der mit seinen Krankheiten und Seuchen eine ganz große Betrübnis über unser Land gebracht hat. Aus dieser Not heraus nahmen unsere Vorfahren ihre siebenfache Zuflucht:
1. zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit,
2. zu Jesus Christus, dem Gekreuzigten,
3. zum hochwürdigsten Gut im Allerheiligsten Sakrament,
4. zur Gottesmutter,
5. zu den Engeln,
6. zu allen Heiligen und Seligen im Himmel,
7. zu allen Armen Seelen im Fegefeuer.
Diesen sieben Zufluchten vertraute man sich an in allen Gefahren des Leibes und der Seele und auch für die bevorstehende Sterbestunde. Die Päpste haben diesen Segen der sieben Zufluchten mit zahlreichen heiligen Ablässen bereichert, so daß dieser Zufluchtssegen zu einem der gnadenreichsten Segensgebete der heiligen Mutter Kirche gehört. Und darum ist dies ein ganz ein großer Segen. Die Kirche in Altlerchenfeld in Wien ist den „sieben heiligen Zufluchten" geweiht.
Wenn eine Familie diesen Segen gemeinsam betet, dann sind natürlich alle Familienmitglieder in diesen Segen eingeschlossen. Dieser Segen Gottes soll alle behüten und beschützen, Gesundheit verleihen, geistig, seelisch und körperlich. Dieser Segen Gottes soll euch befähigen - weil Gott die Liebe ist -, einander in Liebe anzunehmen, einander in Liebe zu dienen.
Wenn ihr euch in Liebe annehmt und einander dient, dann werdet ihr ein Herz und eine Seele und seid für immer eine glückliche, friedvolle Familie.

Wenn man dieses Gebet für sich betet, dann kann man das „euch" in „mich" und, wenn man es für eine bestimmte Person betet, in „dich" abändern.

Uraltes Gebet zu den sieben heiligen Zufluchten

1. Zuflucht (zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit)

Wir rufen aus der Tiefe,
verlaß uns Vater nicht.
Gott Sohn, mit deiner Liebe,
Gott Geist mit deinem Licht.
Höchste Zuflucht, weit und breit,
Heiligste Dreifaltigkeit,
Gott ist groß -
Menschenlos ruht allein in deinem Schoß.
P: So segne euch die Allmacht des himmlischen Vaters: Im Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des Heiligen Geistes+.
A: Amen.
So segne euch die Weisheit des göttlichen Sohnes Jesus Christus: Im Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des Heiligen Geistes+.
A: Amen.
Und es segne euch die Liebe des Heiligen Geistes: Im Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des Heiligen Geistes+.
A: Amen.

2. Zuflucht (zu Jesus Christus, dem Gekreuzigten)

Wir rufen aus der Tiefe
zum Kreuz von Golgota.
Durch Christi Kreuz und Wunden,
das Heil der Welt geschah.
Größte Zuflucht - Heilands Blut,
machst ja allen Sündenschaden gut.
Seligkeit bringt dein Leid
und den Sieg im letzten Streit.
P: Und so segne euch Jesus, der Gekreuzigte, durch Sein Kostbares Blut. Im Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des Heiligen+ Geistes.
A: Amen.

3. Zuflucht (zum hochwürdigsten Gut im Allerheiligsten Sakrament)

Wir rufen aus der Tiefe,
o allerhöchstes Gut,
das in dem Tabernakel,
in Brotsgestalt hier ruht.
Sichere Zuflucht ohne End,
Gotteslamm im Sakrament.
Himmelsbrot in der Not,
jetzt im Leben, einst im Tod.
P: Es segne euch Jesus vom Tabernakel aus durch die Liebe seines göttlichen Herzens, im Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des Heiligen Geistes+.
A: Amen.

4. Zuflucht (zur Gottesmutter)

Wir rufen aus der Tiefe,
Maria Mittlerin,
o führ uns arme Sünder
zu deinem Throne hin.
Milde Zuflucht allezeit,
Mutter der Barmherzigkeit.
Aufwärts schaut, kündet laut:
Niemand ihr umsonst vertraut.
P: Es segne euch vom Himmel aus Maria, unsere himmlische Mutter und Königin, und erfülle euch mit einer immer größer werdenden Liebe zu Jesus. Im Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des Heiligen Geistes+.
A: Amen.

5. Zuflucht (zu den Engeln)

Wir rufen aus der Tiefe,
ihr Engel, licht und rein.
Schutzengel, Himmelsfürsten,
wollt uns zur Seite sein.
Starke Zuflucht wunderbar,
aller Engel Riesenschar,
Tag und Nacht uns bewacht,
gegen Welt und Höllenmacht.
P: Es segnen euch die heiligen Schutzengel und alle Heiligen Gottes, um alle Nachstellungen des bösen Feindes von euch fernzuhalten. Im Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des Heiligen+ Geistes.
A: Amen.

6. Zuflucht (zu allen Heiligen und Seligen im Himmel)

Wir rufen aus der Tiefe,
ihr Heiligen all im Chor.
Erhöret unsere Bitten,
tragt sie zu Gott empor.
Reiche Zuflucht, stark und mild,
Schutzpatrone seid uns Schild.
Tugendreich helft ihr gleich,
zeigt den Weg zum Himmelreich.
P: Es segnen euch eure heiligen Patrone, eure Taufnamens- und Ordens- und Schutzpatrone und alle Heiligen und Seligen des Himmels. Im Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des Heiligen Geistes+.
A: Amen.

7. Zuflucht (zu allen Armen Seelen im Fegefeuer)

Wir rufen aus der Tiefe,
du Armen-Seelenschar.
Euch Gottes Freunde tröste
der Meßkelch vom Altar.
Letzte Zuflucht uns erfleht
Armer-Seelen Bittgebet.
Gott gib du ihnen Ruh,
neig dich ihrer Fürbitt' zu.
P: Es segnen euch die lieben Armen Seelen eurer verstorbenen Anverwandten bis in die fernsten Geschlechter, damit auch ihr das ewige Ziel erreichet. Im Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des Heiligen Geistes+.
A: Amen.
P: Es komme über euch so der Segen unserer heiligen Mutter, der Kirche. Im Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des Heiligen Geistes+.
A: Amen.
P: Und es komme über euch der Segen unseres Heiligen Vaters, Papst Benedikts XVI. Im Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des Heiligen Geistes+.
A: Amen.
P: Und es komme über euch der Segen aller Bischöfe und aller Priester der ganzen Welt. Im Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des Heiligen Geistes+.
A: Amen.

P: Und dieser Segen Gottes, wie er ausströmt aus allen heiligen Meßopfem der ganzen Welt, er komme über euch alle Tage eures Lebens. Im Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des Heiligen Geistes+.
A: Amen.
P: Und dieser Segen Gottes gebe euch Glück und Gesundheit und allen erdenklichen Segen. Im Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des Heiligen Geistes+.
A: Amen.
P: Und dieser Segen Gottes, er bewahre euch vor jedem Unglück, er gebe euch die Gnade der Beharrlichkeit und einstens eine glückselige Sterbestunde. Im Namen des Vaters+ und des Sohnes+ und des Heiligen Geistes+.
A: Amen.
P: Gelobt sei Jesus Christus und Maria!
A: In Ewigkeit, Amen!
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8255 am: 11. März 2020, 06:55:43 »
Theodor von Studion (759-826)
Mönch in Konstantinopel
Katechese I (trad. © Evangelizo)

Gott dienen und ihm gefallen

Es ist unsere Aufgabe und es ist eine Verpflichtung für uns, euch – nach dem Maß unser Kräfte – zum Gegenstand all unserer Bemühung, all unseres Eifers, unserer Fürsorge zu machen, durch Wort und Tat, durch Warnungen, Ermutigungen, durch Ermahnungen, Ansporn, […] damit wir euch auf diese Weise dem Rhythmus des göttlichen Willens angleichen und euch auf das Ziel ausrichten, dass uns vorgegeben ist: Gott zu gefallen. […]

Er, der unsterblich ist, hat freiwillig sein Blut vergossen; er, der das Heer der Engel geschaffen hat, wurde von Soldatenhänden gefesselt; er, der die Lebenden und die Toten richten wird (vgl. Apg 10,42; 2 Tim 4,1), wurde vor Gericht geschleppt; die Wahrheit in Person wurde falschen Zeugenaussagen ausgesetzt, wurde verleumdet, geschlagen, mit Speichel bedeckt, ans Holz des Kreuzes gehängt. Der Herr der Herrlichkeit (vgl. 1 Kor 2,8) ertrug alle Schmach und alle Leiden, ohne dass diese Prüfungen notwendig gewesen wären. Wie hätte das auch sein können bei ihm, der als Mensch selber sündenlos war, der uns vielmehr befreit hat von der Tyrannei der Sünde, durch die der Tod in die Welt gekommen war und sich unseres Urvaters trügerisch bemächtigt hatte?

Wenn also wir einer dieser Prüfungen unterworfen werden, gibt es daran nichts Überraschendes, denn es entspricht unserer menschlichen Verfasstheit […]. Auch wir müssen also geschmäht und versucht werden, geplagt durch die Beschneidung unseres Willens. Gemäß der Deutung unserer Väter ist das ein [geistliches] Blutvergießen, denn das bedeutet, Mönch zu sein. Und so müssen wir das Himmelreich erwerben, indem wir unser Leben in der Nachfolge des Herrn verbringen. […] Geht also mit Eifer an euren Dienst, in dem Bewusstsein, dass ihr – weit davon entfernt, Sklaven der Menschen zu sein – Gott dient.
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La Salette 1846



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