Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971941 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #872 am: 25. Oktober 2015, 09:42:07 »
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Buch Jeremia 31,7-9.
So spricht der Herr: Jubelt Jakob voll Freude zu, und jauchzt über das Haupt der Völker! Verkündet, lobsingt und sagt: Der Herr hat sein Volk gerettet, den Rest Israels.
Seht, ich bringe sie heim aus dem Nordland und sammle sie von den Enden der Erde, darunter Blinde und Lahme, Schwangere und Wöchnerinnen; als große Gemeinde kehren sie hierher zurück.
Weinend kommen sie, und tröstend geleite ich sie. Ich führe sie an wasserführende Bäche, auf einen ebenen Weg, wo sie nicht straucheln. Denn ich bin Israels Vater, und Efraim ist mein erstgeborener Sohn.

Psalm 126(125),1-2ab.2cd-3.4-5.6.
Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete,
da waren wir alle wie Träumende.
Da war unser Mund voll Lachen
und unsere Zunge voll Jubel.

Da sagte man unter den andern Völkern:
„Der Herr hat an ihnen Großes getan.“
Ja, Großes hat der Herr an uns getan.
Da waren wir fröhlich.

Wende doch, Herr, unser Geschick,
wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.
Die mit Tränen säen,
werden mit Jubel ernten.

Sie gehen hin unter Tränen
und tragen den Samen zur Aussaat.
Sie kommen wieder mit Jubel
und bringen ihre Garben ein.




Brief an die Hebräer 5,1-6.
Jeder Hohepriester wird aus den Menschen ausgewählt und für die Menschen eingesetzt zum Dienst vor Gott, um Gaben und Opfer für die Sünden darzubringen.
Er ist fähig, für die Unwissenden und Irrenden Verständnis aufzubringen, da auch er der Schwachheit unterworfen ist;
deshalb muss er für sich selbst ebenso wie für das Volk Sündopfer darbringen.
Und keiner nimmt sich eigenmächtig diese Würde, sondern er wird von Gott berufen, so wie Aaron.
So hat auch Christus sich nicht selbst die Würde eines Hohenpriesters verliehen, sondern der, der zu ihm gesprochen hat: Mein Sohn bist du. Heute habe ich dich gezeugt,
wie er auch an anderer Stelle sagt: Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.

Evangelium nach Markus 10,46-52.
In jener Zeit als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho verließ, saß an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus.
Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!
Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!
Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich.
Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu.
Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können.
Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gregor von Nyssa (um 335-395), Mönch und Bischof
Das Leben Mose, II, 231-233, 251-253
„Sofort konnte der Mann sehen und folgte Jesus nach“

[Auf dem Berg Sinai sprach Moses zum Herrn: „Ich bitte Dich: Lasse mich Deine Herrlichkeit schauen.“ Gott antwortete ihm: „Ich werde meine ganze Herrlichkeit vor dir vorüberziehen lassen [...] doch mein Angesicht kannst du nicht schauen.“ (Ex 33,18ff.)]


Diesen Wunsch zu verspüren scheint mir einer Seele eigen zu sein, die ganz angetrieben wird von der Liebe zu der wesenhaften Schönheit, einer Seele, die nur von der Hoffnung angetrieben wird, die Schönheit zu suchen, die sie gesehen hat und die über den Dingen steht [...] Diese gewagte Bitte, die die Grenzen des Verlangens überschreitet, besteht darin, sich nicht nur der Schönheit durch Spiegel und Widerschein zu erfreuen, sondern von Angesicht zu Angesicht. Die göttliche Stimme gewährt, was erbeten wurde durch die Tatsache selbst, dass sie es zurückweist [...]: Die Großmut Gottes gewährt ihm die Erfüllung seines Wunsches; doch gleichzeitig verheißt sie ihm nicht die Ruhe und die Sättigung [...] Darin besteht die wahrhaftige Schau Gottes: in der Tatsache, dass einer, der die Augen zu ihm erhebt, niemals aufhört, Ihn zu ersehnen. Deshalb spricht er: „Du kannst mein Angesicht nicht schauen.“ [...]


Der Herr, der Moses so geantwortet hat, antwortet in ähnlicher Weise seinen Jüngern, indem er den Sinn dieses Zeichens erhellt. „Wenn jemand mir nachfolgen will“, so sagt er (vgl. Lk 9,23) und nicht: „Wenn jemand mir vorausgehen will“. Jemandem, der ihn um die Bedingungen für das ewige Leben bittet, bedeutet er gleichermaßen: „Komm und folge mir nach.“ (Lk 18,22). Doch wer folgt, ist dem Rücken desjenigen zugewendet, der ihn führt. Die Lehre, die Moses also über die Weise erteilt wird, in der es möglich ist, Gott zu sehen, ist diese: Gott dorthin folgen, wohin Er führt, das heißt Gott sehen [...]


Es ist nämlich dem nicht möglich, sicher zu reisen, der den Weg nicht kennt und nicht dem Führer folgt. Der Führer zeigt ihm den Weg, indem er ihm vorangeht. Wer folgt, wird sich nicht verirren vom rechten Weg, wenn er dem, der ihm vorangeht, immer im Rücken bleibt. Denn tatsächlich nimmt einen anderen Weg als sein Führer, wer seitlich ausweicht oder seinem Führer ins Gesicht schaut. Deshalb spricht Gott zu dem, den er führt: „Mein Angesicht wirst du nicht schauen“, das heißt: „Stehe deinem Führer nicht gegenüber.“ Denn dann würdest du in umgekehrter Richtung laufen [...] Du siehst, wie wichtig es ist zu lernen, Gott zu folgen. Für den, der Ihm auf diese Weise folgt, wird sich kein einziger der Widerstände des Bösen seinem Weg entgegenstellen.



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« Antwort #873 am: 26. Oktober 2015, 08:02:31 »
 ;mloda ()*kjht545

MONATSBOTSCHAFT VOM 25. OKTOBER 2015

„Liebe Kinder! Mein Gebet ist auch heute für euch alle, vor allem für all diejenigen, die hartherzig für meinen Ruf geworden sind. Ihr lebt in den Tagen der Gnade und seid euch der Gaben nicht bewusst, die Gott euch durch meine Anwesenheit gibt. Meine lieben Kinder, entscheidet euch auch heute für die Heiligkeit und nehmt das Beispiel der Heiligen der heutigen Zeit, und ihr werdet sehen, dass die Heiligkeit für euch alle Wirklichkeit ist. Freut euch in der Liebe, meine lieben Kinder, dass ihr in den Augen Gottes nicht wiederholbar und unverwechselbar seid, weil ihr Gottes Freude in dieser Welt seid. Bezeugt den Frieden, das Gebet und die Liebe. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“
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« Antwort #874 am: 27. Oktober 2015, 08:58:34 »
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Brief des Apostels Paulus an die Römer 8,18-25.
Brüder! Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll.
Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.
Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung:
Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.
Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt.
Aber auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne offenbar werden.
Denn wir sind gerettet, doch in der Hoffnung. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Wie kann man auf etwas hoffen, das man sieht?
Hoffen wir aber auf das, was wir nicht sehen, dann harren wir aus in Geduld.

Psalm 126(125),1-2ab.2cd-3.4-5.6.
Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete,
da waren wir alle wie Träumende.
Da war unser Mund voll Lachen
und unsere Zunge voll Jubel.

Da sagte man unter den andern Völkern:
„Der Herr hat an ihnen Großes getan.“
Ja, Großes hat der Herr an uns getan.
Da waren wir fröhlich.

Wende doch, Herr, unser Geschick,
wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.
Die mit Tränen säen,
werden mit Jubel ernten.

Sie gehen hin unter Tränen
und tragen den Samen zur Aussaat.
Sie kommen wieder mit Jubel
und bringen ihre Garben ein.




Evangelium nach Lukas 13,18-21.
In jener Zeit sprach Jesus: Wem ist das Reich Gottes ähnlich, womit soll ich es vergleichen?
Es ist wie ein Senfkorn, das ein Mann in seinem Garten in die Erde steckte; es wuchs und wurde zu einem Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen.
Außerdem sagte er: Womit soll ich das Reich Gottes vergleichen?
Es ist wie der Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Maximus von Turin (?-um 420), Bischof
Predigt 26
„Wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte“

In der folgenden Stelle des Evangeliums: „Ein Mann nahm es und säte es auf seinen Acker“ – wer ist eurer Meinung nach der Mann, der das Korn, das man ihm gegeben hatte, wie ein Senfkorn auf seinen kleinen Acker säte? Ich glaube, es ist der, von dem das Evangelium spricht: „Ein Mann namens Joseph, Mitglied des Hohen Rates, der aus Arimathäa stammte [...] Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu [...] und legte ihn in ein Felsengrab in seinem Garten“(Lk 23,50-53). Deshalb sagt die Schrift: „Ein Mann hat ihn genommen und in seinem Garten begraben.“ In Josefs Garten vermischten sich die Düfte verschiedener Blumen, aber ein Samenkorn wie dieses war dort noch nicht gesät worden. Im geistigen Garten seiner Seele dufteten seine Tugenden, der von Salben duftende Leib Christi hatte darin aber den Platz noch nicht eingenommen. Josef begrub den Retter im Felsengrab seines Gartens und hat ihn so in der Tiefe seines Herzens aufgenommen.





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« Antwort #875 am: 28. Oktober 2015, 07:57:13 »
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Brief des Apostels Paulus an die Epheser 2,19-22.
Brüder! Ihr seid jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.
Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus Jesus selbst.
Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn.
Durch ihn werdet auch ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut.

Psalm 19(18),2-3.4-5ab.
Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes,
vom Werk seiner Hände kündet das Firmament.
Ein Tag sagt es dem andern,
eine Nacht tut es der andern kund,

ohne Worte und ohne Reden,
unhörbar bleibt ihre Stimme.
Doch ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus,
ihre Kunde bis zu den Enden der Erde.




Evangelium nach Lukas 6,12-19.
In jenen Tagen ging Jesus auf einen Berg, um zu beten. Und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott.
Als es Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel.
Es waren Simon, dem er den Namen Petrus gab, und sein Bruder Andreas, dazu Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus,
Matthäus und Thomas, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, genannt der Zelot,
Judas, der Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum Verräter wurde.
Jesus stieg mit ihnen den Berg hinab. In der Ebene blieb er mit einer großen Schar seiner Jünger stehen, und viele Menschen aus ganz Judäa und Jerusalem und dem Küstengebiet von Tyrus und Sidon
strömten herbei. Sie alle wollten ihn hören und von ihren Krankheiten geheilt werden. Auch die von unreinen Geistern Geplagten wurden geheilt.
Alle Leute versuchten, ihn zu berühren; denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle heilte.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Cyrill von Alexandria (380 – 444), Bischof und Kirchenlehrer
Kommentar zum Evangelium nach Johannes, 3, 130
„Er wählte aus ihnen zwölf aus; sie nannte er auch Apostel“

Unser Herr Jesus hat Leiter und Lehrer für die ganze Welt eingesetzt und „Verwalter seiner göttlichen Geheimnisse“ (1 Kor 4,1). Er hat ihnen aufgetragen, hell zu leuchten wie Fackeln, nicht nur im Land der Juden […] sondern überall unter der Sonne, den Menschen auf der ganzen Erde. Es ist also wahr, was der hl. Paulus sagt: „Keiner nimmt sich eigenmächtig diese Würde, sondern er wird von Gott berufen“ (Hebr 5,4) […]

Wenn er glaubte, seine Jünger schicken zu sollen, wie der Vater ihn geschickt hatte (Joh 20,21), mussten sie, weil sie berufen waren, ihn nachzuahmen, wissen, wozu der Vater seinen Sohn gesandt hatte. Er hat uns doch verschiedentlich das Wesen seiner eigenen Sendung erklärt. Einmal sagte er: „Ich bin gekommen, um die Sünder zur Umkehr zu rufen, nicht die Gerechten“ (Lk 5,32). Oder: „Ich bin nicht vom Himmel herabgekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat“ (Joh 6,38). Und ein andermal: „Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird“ (Joh 3,17).

Er beschrieb mit einigen Worten die Aufgabe der Apostel und sagte, er habe sie gesandt, wie der Vater ihn selber gesandt hat: So wussten sie, dass es ihnen oblag, die Sünder zur Umkehr zu rufen; sich um körperlich und geistig Kranke zu kümmern; in ihrem Amt als Verwalter keinesfalls ihren eigenen Willen tun zu wollen, sondern den Willen dessen, der sie gesandt hat; schließlich die Welt in dem Maß zu retten, wie sie die Lehren des Herrn annimmt.



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« Antwort #876 am: 29. Oktober 2015, 08:02:08 »
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Brief des Apostels Paulus an die Römer 8,31b-39.
Brüder! Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns?
Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
Wer kann die Auserwählten Gottes anklagen? Gott ist es, der gerecht macht.
Wer kann sie verurteilen? Christus Jesus, der gestorben ist, mehr noch: der auferweckt worden ist, sitzt zur Rechten Gottes und tritt für uns ein.
Was kann uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Not oder Verfolgung, Hunger oder Kälte, Gefahr oder Schwert?
In der Schrift steht: Um deinetwillen sind wir den ganzen Tag dem Tod ausgesetzt; wir werden behandelt wie Schafe, die man zum Schlachten bestimmt hat.
Doch all das überwinden wir durch den, der uns geliebt hat.
Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten
der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Psalm 109(108),21-22.26-27.30-31.
Du, Herr und Gebieter,
handle an mir, wie es deinem Namen entspricht,
reiß mich heraus in deiner gütigen Huld!
Denn ich bin arm und gebeugt,
mir bebt das Herz in der Brust.

Hilf mir, Herr, mein Gott,
in deiner Huld errette mich!
Sie sollen erkennen, dass deine Hand dies vollbracht hat,
dass du, o Herr, es getan hast.

Ich will den Herrn preisen mit lauter Stimme,
in der Menge ihn loben.
Denn er steht dem Armen zur Seite,
um ihn vor falschen Richtern zu retten.




Evangelium nach Lukas 13,31-35.
Zu jener Zeit kamen einige Pharisäer zu Jesus und sagten: Geh weg, verlass dieses Gebiet, denn Herodes will dich töten.
Er antwortete ihnen: Geht und sagt diesem Fuchs: Ich treibe Dämonen aus und heile Kranke, heute und morgen, und am dritten Tag werde ich mein Werk vollenden.
Doch heute und morgen und am folgenden Tag muss ich weiterwandern; denn ein Prophet darf nirgendwo anders als in Jerusalem umkommen.
Jerusalem, Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind. Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt; aber ihr habt nicht gewollt.
Darum wird euer Haus von Gott verlassen. Ich sage euch: Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis die Zeit kommt, in der ihr ruft: Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Hieronymus (347-420), Priester, Bibelübersetzer und Kirchenlehrer
Abhandlung über Psalm 95: CCL 78, S. 154-155; Brief 58, 2-4: PL 22, 580
„Jerusalem, Jerusalem, wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln“

Das Kreuz Christi ist die Stütze des Menschengeschlechtes: auf dieser Säule ruht seine Behausung. Wenn ich vom Kreuz rede, habe ich nicht das Holz im Blick, sondern die Passion. Dieses Kreuz gibt es in der Bretagne ebenso wie in Indien und auf der ganzen Welt… Selig, wer das Kreuz und die Auferstehung in seinem Herzen trägt, wie den Ort der Geburt und der Auferstehung Christi. Selig, die Bethlehem im Herzen tragen, und in deren Herz Christus jeden Tag geboren wird… Selig, in dessen Herz Christus jeden Tag aufersteht, weil er jeden Tag Buße tut für seine Sünden, auch für die lässlichen. Selig, wer jeden Tag vom Ölberg aus in das Himmelreich aufsteigt, dorthin, wo die Oliven prächtig gedeihen und das Licht Christi anbricht…

Es geht nicht darum, in Jerusalem nur gewesen zu sein; man muss sich vielmehr beglückwünschen, in Jerusalem in rechter Weise gelebt zu haben. Nicht die Stadt, wo man die Propheten umgebracht und das Blut Christi vergossen hat, müssen wir aufsuchen, sondern die Stadt, die ein mächtiger Strom erquickt (Ps 46,5), und die nicht verborgen bleiben kann, weil sie auf einem Berg liegt (Mt 5,14); eine Stadt, die der Apostel Paulus die Mutter der Heiligen nennt und in der mit den Gerechten zu wohnen, seine Freude ist (Gal 4,26-27).




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« Antwort #877 am: 30. Oktober 2015, 08:06:45 »
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Brief des Apostels Paulus an die Römer 9,1-5.
Brüder! Ich sage in Christus die Wahrheit und lüge nicht, und mein Gewissen bezeugt es mir im Heiligen Geist:
Ich bin voll Trauer, unablässig leidet mein Herz.
Ja, ich möchte selber verflucht und von Christus getrennt sein um meiner Brüder willen, die der Abstammung nach mit mir verbunden sind.
Sie sind Israeliten; damit haben sie die Sohnschaft, die Herrlichkeit, die Bundesordnungen, ihnen ist das Gesetz gegeben, der Gottesdienst und die Verheißungen,
sie haben die Väter, und dem Fleisch nach entstammt ihnen der Christus, der über allem als Gott steht, er ist gepriesen in Ewigkeit. Amen.

Psalm 147,12-13.14-15.19-20.
Jerusalem, preise den Herrn,
lobsinge, Zion, deinem Gott!
Denn er hat die Riegel deiner Tore festgemacht,
die Kinder in deiner Mitte gesegnet.

Er verschafft deinen Grenzen Frieden,
und sättigt dich mit bestem Weizen.
Er sendet sein Wort zur Erde,
rasch eilt sein Befehl dahin.

Er verkündet Jakob sein Wort,
Israel seine Gesetze und Rechte.
An keinem andern Volk hat er so gehandelt,
keinem sonst seine Rechte verkündet.




Evangelium nach Lukas 14,1-6.
Als Jesus an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen kam, beobachtete man ihn genau.
Da stand auf einmal ein Mann vor ihm, der an Wassersucht litt.
Jesus wandte sich an die Gesetzeslehrer und die Pharisäer und fragte: Ist es am Sabbat erlaubt zu heilen, oder nicht?
Sie schwiegen. Da berührte er den Mann, heilte ihn und ließ ihn gehen.
Zu ihnen aber sagte er: Wer von euch wird seinen Sohn oder seinen Ochsen, der in den Brunnen fällt, nicht sofort herausziehen, auch am Sabbat?
Darauf konnten sie ihm nichts erwidern.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Apostolisches Schreiben "Dies Domini", § 61 (© Libreria Editrice Vaticana)
« Der Sabbat ist für den Menschen da » (Mk 2,27)

Indem der »Sabbat«, der von Gott gesegnete und für heilig erklärte siebte Tag, das gesamte Schöpfungswerk einschließt, steht er in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Werk des sechsten Tages, an dem Gott den Menschen »als sein Abbild« schuf (vgl. Gen 1,26). Dieser unmittelbarste Zusammenhang zwischen dem »Tag Gottes« und dem »Tag des Menschen« war den Kirchenvätern in ihren Betrachtungen über den Schöpfungsbericht nicht entgangen. Ambrosius sagt dazu: »Dank sei daher dem Herrn, unserem Gott, der ein Werk schuf, wo er Ruhe finden konnte. Er schuf den Himmel, aber ich lese nichts davon, daß er sich dort ausgeruht habe; er schuf die Sterne, den Mond, die Sonne, und auch hier lese ich nicht, daß er sich bei ihnen ausgeruht habe. Hingegen lese ich, daß er den Menschen schuf und sich dann ausruhte, da er in ihm einen hatte, dem er die Sünden vergeben konnte«. (106) Auf diese Weise wird der »Tag Gottes« für immer direkt mit dem «Tag des Menschen« verbunden bleiben.


Wenn Gottes Gebot lautet: »Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig!« (Ex 20,8), dann ist das gebotene Innehalten, um den ihm geweihten Tag zu ehren, für den Menschen durchaus nicht die Auferlegung einer drückenden Last, sondern vielmehr eine Hilfe, damit er seine lebenswichtige und befreiende Abhängigkeit vom Schöpfer und zugleich die Berufung zur Mitarbeit an seinem Werk und zum Empfang seiner Gnade wahrnimmt. Indem der Mensch die «Ruhe» Gottes ehrt, findet er sich selbst voll und ganz. So stellt sich der Tag des Herrn als zutiefst vom göttlichen Segen gekennzeichnet dar (vgl. Gen 2,3). Dadurch ist dieser Tag, wie die Tiere und die Menschen (vgl. Gen 1,22.28) mit einer Art »Fruchtbarkeit« ausgestattet. Diese drückt sich nicht nur durch die andauernde zeitliche Wiederholung aus, sondern insbesondere in der Belebung und gleichsam in der »Vervielfachung« der Zeit selber. So wird im Menschen durch das Gedenken an den lebendigen Gott die Lebensfreude und das Verlangen, das Leben zu fördern und weiterzugeben, gesteigert.





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« Antwort #878 am: 31. Oktober 2015, 09:43:46 »
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Brief des Apostels Paulus an die Römer 11,1-2a.11-12.25-29.
Brüder! Ich frage: Hat Gott sein Volk verstoßen? Keineswegs! Denn auch ich bin ein Israelit, ein Nachkomme Abrahams, aus dem Stamm Benjamin.
Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er einst erwählt hat.
Nun frage ich: Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie zu Fall kommen? Keineswegs! Vielmehr kam durch ihr Versagen das Heil zu den Heiden, um sie selbst eifersüchtig zu machen.
Wenn aber schon durch ihr Versagen die Welt und durch ihr Verschulden die Heiden reich werden, dann wird das erst recht geschehen, wenn ganz Israel zum Glauben kommt.
Damit ihr euch nicht auf eigene Einsicht verlasst, Brüder, sollt ihr dieses Geheimnis wissen: Verstockung liegt auf einem Teil Israels, bis die Heiden in voller Zahl das Heil erlangt haben;
dann wird ganz Israel gerettet werden, wie es in der Schrift heißt: Der Retter wird aus Zion kommen, er wird alle Gottlosigkeit von Jakob entfernen.
Das ist der Bund, den ich ihnen gewähre, wenn ich ihre Sünden wegnehme.
Vom Evangelium her gesehen sind sie Feinde Gottes, und das um euretwillen; von ihrer Erwählung her gesehen sind sie von Gott geliebt, und das um der Väter willen.
Denn unwiderruflich sind Gnade und Berufung, die Gott gewährt.

Psalm 94(93),12-13.14-15.17-18.
Wohl dem Mann, den du, Herr, erziehst,
den du mit deiner Weisung belehrst.
Du bewahrst ihn vor bösen Tagen,
bis man dem Frevler die Grube gräbt.

Ja, der Herr wird sein Volk nicht verstoßen
und niemals sein Erbe verlassen.
Nun spricht man wieder Recht nach Gerechtigkeit;
ihr folgen alle Menschen mit redlichem Herzen.

Wäre nicht der Herr meine Hilfe,
bald würde ich im Land des Schweigens wohnen.
Wenn ich sage: «Mein Fuß gleitet aus»,
dann stützt mich, Herr, deine Huld.




Evangelium nach Lukas 14,1.7-11.
Als Jesus an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen kam, beobachtete man ihn genau.
Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, nahm er das zum Anlass, ihnen eine Lehre zu erteilen. Er sagte zu ihnen:
Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist, such dir nicht den Ehrenplatz aus. Denn es könnte ein anderer eingeladen sein, der vornehmer ist als du,
und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müsstest den untersten Platz einnehmen.
Wenn du also eingeladen bist, setz dich lieber, wenn du hinkommst, auf den untersten Platz; dann wird der Gastgeber zu dir kommen und sagen: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen.
Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Bernhard (1091-1153), Zisterziensermönch und Kirchenlehrer
Predigt 37 über das Hohelied
Das Geheimnis des untersten Platzes

Wenn wir genau wüssten, an welchen Platz Gott einen jeden von uns stellt, müssten wir mit der Wirklichkeit einverstanden sein, ohne uns dem Oben oder Unten dieses Platzes zuordnen zu wollen. In unserm gegenwärtigen Zustand sind die Entscheide Gottes in Nebel gehüllt, sein Wille ist uns verborgen. Es ist also, – wozu er, der die Wahrheit selber ist, rät – sicher, sich den untersten Platz auszusuchen, von dem man dann ehrenvoll abgeholt und zu einem besseren geleitet wird. Wenn man durch eine zu niedrige Türe schreitet, kann man sich so tief bücken, dass man nichts befürchten muss; wenn man sich auch nur einen Finger breit höher aufrichtet, als die Türe ist, stößt man sich den Kopf. Deshalb soll man vor keiner Erniedrigung Angst haben, sondern schon den geringsten Anflug von Selbstgefälligkeit fürchten und unterdrücken.

Vergleicht euch weder mit denen, die höher stehen als ihr, noch mit denen, die unter euch stehen, auch nicht mit anderen, nicht mit einem einzigen .Was wisst ihr schon? Stellen wir uns einmal einen Mann vor, der euch als der schlechteste und verachtenswerteste von allen Menschen erscheint und dessen schandbares Leben euch Abscheu einflößt. Ihr meint, ihn nicht nur im Vergleich mit euch selbst verachten zu können, die ihr sozusagen nüchtern, gerecht und fromm lebt, sondern sogar im Vergleich mit anderen Bösewichten, so dass ihr euch sagen könnt: er ist der schlimmste. Aber wisst ihr denn, ob er nicht in den Augen des Herrn eines Tages, wenn nicht schon jetzt, besser ist als ihr? Deshalb wollte Gott nicht, dass wir einen Platz in der Mitte einnehmen, auch nicht den vorletzten, nicht einmal einen der unteren; sondern er hat gesagt: „Setz dich auf den untersten Platz“, damit du wirklich allein den letzten Rang einnimmst. Dann wird dir der Gedanke gar nicht kommen, dass du bevorzugst bist, ja nicht einmal, dass du dich mit wem auch immer vergleichen könntest.
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« Antwort #879 am: 01. November 2015, 11:42:00 »
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Hochfest Allerheiligen


Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Katharina von Siena : „Ich glaube an die Gemeinschaft der Heiligen" (Credo)

Die Texte des Tages als Audio

Buch der Offenbarung 7,2-4.9-14.
Ich, Johannes, sah ich vom Osten her einen anderen Engel emporsteigen; er hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief den vier Engeln, denen die Macht gegeben war, dem Land und dem Meer Schaden zuzufügen, mit lauter Stimme zu:
Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben.
Und ich erfuhr die Zahl derer, die mit dem Siegel gekennzeichnet waren. Es waren hundertvierundvierzigtausend aus allen Stämmen der Söhne Israels, die das Siegel trugen:
Danach sah ich: eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen in weißen Gewändern vor dem Thron und vor dem Lamm und trugen Palmzweige in den Händen.
Sie riefen mit lauter Stimme: Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm.
Und alle Engel standen rings um den Thron, um die Ältesten und die vier Lebewesen. Sie warfen sich vor dem Thron nieder, beteten Gott an
und sprachen: Amen, Lob und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre und Macht und Stärke unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen.
Da fragte mich einer der Ältesten: Wer sind diese, die weiße Gewänder tragen, und woher sind sie gekommen?
Ich erwiderte ihm: Mein Herr, das musst du wissen. Und er sagte zu mir: Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht.

Psalm 24(23),1-2.3-4.5-6.
Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt,
der Erdkreis und seine Bewohner.
Denn er hat ihn auf Meere gegründet,
ihn über Strömen befestigt.

Wer darf hinaufziehn zum Berg des Herrn,
wer darf stehn an seiner heiligen Stätte?
Der reine Hände hat und ein lauteres Herz,
der nicht betrügt und keinen Meineid schwört.

Er wird Segen empfangen vom Herrn
und Heil von Gott, seinem Helfer.
Das sind die Menschen, die nach ihm fragen,
die dein Antlitz suchen, Gott Jakobs.




Erster Johannesbrief 3,1-3.
Brüder! Seht, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes, und wir sind es. Die Welt erkennt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.
Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
Jeder, der dies von ihm erhofft, heiligt sich, so wie Er heilig ist.

Evangelium nach Matthäus 5,1-12a.
In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm.
Dann begann er zu reden und lehrte sie.
Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.
Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Katharina von Siena (1347-1380), Dominikanertertiarin, Kirchenlehrerin, Mitpatronin Europas
Dialog der göttlichen Vorsehung, Kap. 41
„Ich glaube an die Gemeinschaft der Heiligen" (Credo)

Gott sprach zur hl. Katharina: Die gerechte Seele, die ihr Leben in Liebe beschloss, bleibt von nun an in dieser Liebe festgelegt; sie kann auch nicht mehr in der Tugend wachsen, da die Zeit vorbei ist. Aber sie kann ewig in jener Liebe lieben, mit der sie zu mir kam und die das Maß ihrer Liebe ist (vgl. Lk, 6,38). Immer ersehnt sie mich, immer liebt sie mich, und ihre Sehnsucht ist niemals leer: Wenn sie hungrig ist, wird sie gesättigt, und gesättigt hungert sie dennoch; doch alle Beschwerde des Sattseins und Qual des Hungers bleibt ihr fern. In Liebe freuen sich die Seligen meiner ewigen Schau und haben am Guten teil, das in mir ist, jeder nach seinem Maß, jenem Grad der Liebe, den sie hatten, als sie zu mir kamen.


Denn sie sind in der Liebe zu mir und zum Nächsten verblieben und sind nun in der Liebe geeint und über das allgemeine Glück hinaus, nimmt jeder am Glück des andern in herzlicher Liebe Anteil. Die Heiligen teilen die Freude und Fröhlichkeit der Engel, in deren Mitte sie versetzt wurden [...] Ein tieferes gegenseitiges Mitteilen besteht zwischen denen, die sich auf Erden inniger liebten und einander Anlass waren, den Ruhm und Lobpreis meines Namens in sich selber und im Nächsten zu mehren [...] Diese Liebe geht ihnen im unvergänglichen Leben nicht verloren, sie bewahren sie für immer. Sie ist es, die ihr Glück überfließen lässt durch die Freude, die jeder am Glück des anderen empfindet.




Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

 

La Salette 1846



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