Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971699 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #200 am: 21. Dezember 2013, 10:27:40 »
ngEvaelium nach Lukas 1,39-45.
In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.
Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt
und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
Selig ist die, die geglaubt hat, daß sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Enzyklika „Lumen fidei / Licht des Glaubens“, §39 (© Liberia Editrice Vaticana)
„Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg“: Der Glaube strebt danach, andere zur eigenen Freude einzuladen

Es ist unmöglich, allein zu glauben. Der Glaube ist nicht bloß eine individuelle Option, die im Innersten des Glaubenden geschieht, er ist keine isolierte Beziehung zwischen dem „Ich" des Gläubigen und dem göttlichen „Du", zwischen dem autonomen Subjekt und Gott. Der Glaube öffnet sich von Natur aus auf das „Wir" hin und vollzieht sich immer innerhalb der Gemeinschaft der Kirche. Daran erinnert uns das in der Taufliturgie verwendete Glaubensbekenntnis in Dialogform.

Das Glauben drückt sich als Antwort auf eine Einladung, auf ein Wort aus, das gehört werden muss und nicht aus einem selbst kommt. Deshalb fügt es sich innerhalb eines Dialogs ein und kann nicht das bloße Bekenntnis sein, das vom Einzelnen kommt. Es ist nur deshalb möglich, in erster Person mit „Ich glaube" zu antworten, weil man zu einer größeren Gemeinschaft gehört, weil man auch „wir glauben" sagt. Diese Öffnung gegenüber dem „Wir" der Kirche geschieht gemäß der eigenen Öffnung gegenüber der Liebe Gottes, die nicht nur eine Beziehung zwischen Vater und Sohn, zwischen einem „Ich" und einem „Du" ist, sondern im Geist auch ein „Wir", ein Miteinander von Personen. Deshalb gilt, wer glaubt, ist nie allein, und deshalb breitet der Glaube sich aus, lädt er andere zu dieser Freude ein... Tertullian... [spricht] vom Katechumenen..., der „nach dem Bad der Wiedergeburt" im Haus der Mutter aufgenommen wird, um die Arme auszubreiten und gleichsam in einer neuen Familie gemeinsam mit den Brüdern zu unserem Vater zu beten.
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #201 am: 22. Dezember 2013, 11:38:45 »
Evangelium nach Matthäus 1,18-24.
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes.
Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloß, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.
Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.
Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Aelred von Rievaulx (1110 - 1167), engl. Zisterzienserabt
Predigt zum Fest der Verkündigung des Herrn
„Man wird ihm den Namen Immanuel geben“

„Immanuel – das heißt übersetzt: Gott mit uns.“ Ja, Gott mit uns! Bis dahin war er der „Gott über uns“, der „Gott, uns gegenüber“, doch heute ist er der „Immanuel“. Heute ist er ‚Gott mit uns’ in unserer Natur, mit uns in seiner Gnade. Er ist mit uns in unserer Schwachheit, mit uns in seiner Güte. Er ist mit uns in unserem Elend, mit uns in seiner Barmherzigkeit. Er ist mit uns durch die Liebe, mit uns durch die Familienbande, mit uns durch die Zärtlichkeit, mit uns durch sein Mitleiden…
Gott mit uns! Ihr, die Kinder Adams, habt nicht in den Himmel steigen können, um mit Gott zu sein (vgl. Dtn 30,12). Gott steigt vom Himmel herab, um der Immanuel zu sein, Gott mit uns. Er kommt zu uns, um der Immanuel zu sein, Gott mit uns, und wir, wir drücken uns davor, zu Gott zu kommen, um in Ihm zu sein! „Ihr Mächtigen, wie lange noch schmäht ihr meine Ehre, warum liebt ihr den Schein und sinnt auf Lügen?“ (Ps 4,3). Nunmehr ist die Wahrheit gekommen; „warum liebt ihr den Schein und sinnt auf Lügen“? Nunmehr ist das wahre und unerschütterliche Wort gekommen; „warum sinnt ihr auf Lügen“? Nunmehr ist er da, Immanuel – Gott mit uns.
Wie könnte Er noch mehr bei mir sein? Klein wie ich, schwach wie ich, nackt wie ich, arm wie ich – in allem ist Er mir ähnlich geworden, indem Er an sich nimmt, was mir gehört und gibt, was Sein ist. Ich lag wie entseelt, ohne Stimme, besinnungslos; selbst das Licht meiner Augen war mir genommen. Er, dieser so große Mensch, „dieser Prophet, mächtig in Wort und Tat“ (Lk 24,19), ist heute herabgestiegen. „Er legte seinen Mund auf meinen Mund, seine Hände auf meine Hände“ (vgl. 2 Kön 4,34) und hat sich zum Immanuel gemacht, zum Gott-mit-uns!
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #202 am: 23. Dezember 2013, 08:14:35 »
Evangelium nach Lukas 1,57-66.
Für Elisabeth kam die Zeit der Niederkunft, und sie brachte einen Sohn zur Welt.
Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte, und freuten sich mit ihr.
Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes und wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben.
Seine Mutter aber widersprach ihnen und sagte: Nein, er soll Johannes heißen.
Sie antworteten ihr: Es gibt doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt.
Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle.
Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb zum Erstaunen aller darauf: Sein Name ist Johannes.
Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen, und er redete und pries Gott.
Und alle, die in jener Gegend wohnten, erschraken, und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa.
Alle, die davon hörten, machten sich Gedanken darüber und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden? Denn es war deutlich, daß die Hand des Herrn mit ihm war.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Homilie in Kiew am 24.06.01, Copyright © Libreria Editrice Vaticana
«Sein Name ist Johannes»

«Der Herr hat mich schon im Mutterleib berufen; als ich noch im Schoß meiner Mutter war, hat er meinen Namen genannt« (Jes 49,1). Heute feiern wir die Geburt Johannes des Täufers. Die Worte des Propheten Jesaja lassen sich sehr gut auf diese große biblische Gestalt anwenden, die an der Schnittstelle vom Alten zum Neuen Bund steht. In der langen Reihe der Propheten und Gerechten Israels wurde Johannes der Täufer durch die Vorsehung Gottes unmittelbar vor den Messias gestellt, damit er ihm den Weg bereite durch seine Predigt und sein Lebenszeugnis...

„Vom Mutterleib an hast du mich berufen“ (Ps 70,6). Wir können uns heute diesen Ausruf des Psalmisten zu eigen machen. Gott hat uns gekannt und geliebt, noch bevor unsere Augen die Wunder der Schöpfung betrachten konnten. Jeder Mensch erhält bei seiner Geburt einen menschlichen Namen. Zuvor besitzt er jedoch einen göttlichen Namen: den Namen, mit dem Gott-Vater ihn kennt und liebt seit ewig und auf ewig. Dies gilt für alle Menschen ohne Ausnahme. Kein Mensch ist für Gott namenlos! In den Augen Gottes haben alle den gleichen Wert: Alle sind verschieden, doch sind auch alle gleich, und alle sind berufen, Söhne im Sohn zu sein.

«Sein Name ist Johannes« (Lk 1,63). Zacharias bestätigt vor den erstaunten Verwandten den Namen des Sohnes, indem er ihn auf ein Täfelchen schreibt. Gott selbst hatte durch seinen Engel diesen Namen kundgetan, der auf hebräisch bedeutet: „Gott ist gnädig“. Gott ist dem Menschen gnädig: Er will sein Leben, sein Heil. Gott ist seinem Volk gnädig: Er will es zum Segen für alle Nationen der Erde werden lassen. Gott ist der Menschheit gnädig: Er leitet ihren Weg in das Land, in dem Frieden und Gerechtigkeit herrschen. All dies ist in jenem Namen enthalten: Johannes!
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« Antwort #203 am: 24. Dezember 2013, 08:10:25 »
Evangelium nach Lukas 2,1-14.
In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen.
Dies geschah zum erstenmal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien.
Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen.
So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids.
Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete.
Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft,
und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde.
Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr,
der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll:
Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.
Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.
Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach:
Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Rafael Arnáiz Barón (1911 – 1938), spanischer Zisterzienser
Geistliche Schriften, 27.12.1936
„Ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll“

Es ist kalt auf der Erde. Der Himmel ist übersät mit Sternen, das tiefblaue, von Dunkelheit umflossene Himmelsgewölbe lässt sich nur erahnen. Auf der Erde, einem der kleinsten Sterne des unermesslich großen Planetensystems, geschehen in dieser Nacht Wunder, die die Engel in Erstaunen versetzen… ein Gott kommt aus Liebe zu den Menschen demütig herab im sterblichen Fleisch und wird geboren von einer Frau – auf der Erde, einem Stern, der zu den kleinsten und kältesten zählt…

Auch Menschen haben Eis in ihrem Herzen. Keiner eilt herbei, um dem Wunder der Geburt Gottes beizuwohnen. Die ganze Welt reduziert sich auf eine Frau namens Maria, auf einen Mann mit blauen Augen, der Josef heißt, und auf ein Neugeborenes. In Windeln gehüllt, schlägt es die Augen auf unter dem warmen Anhauch eines Esels und eines Ochsen. Es liegt auf einem Bündel Stroh, das Josef in seiner Mittellosigkeit und Maria in ihrer Fürsorglichkeit und Liebe ihm verschafft haben. Die ganze Welt schläft den schweren Schlaf der Unwissenheit. Es ist sehr kalt in dieser Nacht im Land Judäa. Die Sterne am Himmel sind Augen von Engeln, die das „Gloria in excelsis Deo“ anstimmen, das Lied, das für Gott gesungen und von ein paar Hirten vernommen wird, die ihre Herden bewachen und nun herbeieilen, um mit ihren kindlichen Herzen den neugeborenen Jesus anzubeten. Hier hält Gott die erste Lehrstunde seiner Liebe.

Obwohl mein Herz nicht von der Lauterkeit Josefs ist, auch nicht von der Liebe Mariens, habe ich dennoch dem Herrn all meine Armut, mein leeres Herz geschenkt. Wenn ich ihm auch, wie damals die Engel, keine Hymnen gesungen habe, so versuchte ich doch, ihm Hirtenlieder zu singen – das Lied des Armen, des Mittellosen; das Lied dessen, der Gott nichts anderes anbieten kann als Armseligkeit und Schwäche. Aber das bedeutet nichts: Armseligkeiten und Schwächen, die mit einem wirklich liebenden Herzen ihm angeboten werden, nimmt Jesus entgegen, als wären es Tugenden. Groß, unermesslich groß ist die Barmherzigkeit Gottes! Mein sterbliches Fleisch vernimmt den himmlischen Lobpreis nicht, aber mein Herz erahnt es, dass die Engel heute wie damals verwundert zur Erde herabschauen und singen: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.“
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #204 am: 25. Dezember 2013, 11:50:08 »
Brief an die Hebräer 1,1-6.
Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten;
in dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn, den er zum Erben des Alls eingesetzt und durch den er auch die Welt erschaffen hat;
er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; er trägt das All durch sein machtvolles Wort, hat die Reinigung von den Sünden bewirkt und sich dann zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt;
er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie der Name, den er geerbt hat, ihren Namen überragt.
Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt, und weiter: Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein?
Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in die Welt einführt, sagt er: Alle Engel Gottes sollen sich vor ihm niederwerfen.

Evangelium nach Johannes 1,1-18.
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.
Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt.
Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes.
Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen.
Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben,
die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.
Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war.
Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade.
Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus.
Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ephräm (um 306 - 373), Diakon in Syrien und Kirchenlehrer
Hymnen zur Geburt Jesu, Nr. 5 und 6; SC 459
„Maria bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach“

Mit erhabenen Worten,
Glühend vor Liebe
Wiegte ihn auch Maria im Arm:
„Wer nur hat mich, die Alleinstehende,
Begnadet, ihn zu empfangen und zu gebären,
Ihn, der so einzig ist und doch so vielfach?
So ganz klein, und doch der ganz Große?
Er ist mir so nahe,
Und zugleich so nahe dem All.

Am Tag, als Gabriel selber
In meine arme Hütte trat,
Da machte der Engel mich ebenso
Zur Herrin wie zur Dienerin:
Denn ich war die Magd deiner Göttlichkeit (Lk 1,38);
Aber ich bin doch ebenso
Die Mutter deiner Menschlichkeit,
Mein Herr und mein Sohn!

Und mit einem Male wurde die Magd
Zur Tochter des Königs,
Durch dich, du Sohn eines Königs!
Um deinetwillen, du Sohn Davids,
Steigt sie, die Niedrigste aus dem Hause Davids
Und Tochter der Erde,
Empor bis zum Himmel,
Durch den, der vom Himmel ist!

Welch Wunder für mich!
Neben mir liegt nun
Dieser Neugeborene, der Hochbetagte! (Dan 7,9)
Sein Blick umspannt den ganzen Himmel,
Während ohne Unterlass
Seine Lippen Laute stammeln.
Wie ähnlich er doch mir ist!
Und mit Gott spricht er im Schweigen.

Wer hat je einen Neugeborenen gesehen,
Der allerorts und alles schaut?
Sein Blick lässt erkennen:
Er ist’s, der alles regiert,
Die ganze Schöpfung, unten und oben.
Sein Blick lässt erkennen:
Er ist der Herrscher über das All.

Wo finde ich die Quelle, die Milch gibt
Für dich, der du selber die Quelle bist?
Wie soll ich dich nähren, dich,
Der du alles Sein an deinem Tisch nährst?
Wie dich mit Windeln umhüllen, dich,
Der du dich in Licht hüllst wie in ein Kleid (Ps 104,2)?

Mein Mund weiß nicht,
Mit welchem Namen er dich anzusprechen hat,
O Sohn des lebendigen Gottes! (Mt 16,16)
Wagte ich es, dich zu nennen
Sohn Josefs:
Ich zittere, denn du bist nicht von ihm gezeugt…

Du bist zwar der Sohn des Einen,
Doch nenne ich dich Sohn der Vielen;
Denn Tausende Namen werden dir nicht gerecht:
Du bist der Sohn Gottes, doch auch der Menschensohn (Mt 1,1; 8,31),
Sodann der Sohn Josefs (Lk 3,23),
Und der Sohn Davids (Lk 20,41),
Und der Sohn der Maria (Mk 6,3).
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« Antwort #205 am: 26. Dezember 2013, 12:38:07 »
Monatsbotschaft der Muttergottes vom 25. Dezember
"Liebe Kinder! Ich bringe euch den König des Friedens, damit Er euch Seinen Frieden gebe. Ihr, meine lieben Kinder, betet, betet, betet. Die Frucht des Gebetes wird man in den Gesichtern der Menschen sehen, die sich für Gott und Sein Königreich entschieden haben. Ich, mit meinem Sohn Jesus, segne euch alle mit dem Segen des Friedens. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"
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« Antwort #206 am: 27. Dezember 2013, 08:20:56 »
Evangelium nach Johannes 20,2-8.
Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat.
Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab;
sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als erster ans Grab.
Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein.
Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen
und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle.
Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Kommentar zum ersten Brief des Johannes 1,1
„Er sah und glaubte“

„Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben, das verkündigen wir: das Wort des Lebens“ (1 Joh 1,1). Kann jemand das Wort des Lebens mit seinen Händen anfassen, wenn „es nicht Fleisch geworden ist und unter uns gewohnt hat“ (Joh 1,14)? Dieses Wort, das Fleisch geworden ist, damit unsere Hände es anfassen könnten, begann im Schoß der Jungfrau Maria Fleisch zu werden. Zu jener Zeit begann es aber nicht Wort zu sein; denn es war „schon am Anfang“, sagt der heilige Johannes. Seht, wie sein Brief sein Evangelium bestätigt, in dem ihr lesen konntet: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“.

Es mag Leute geben, die das „Wort des Lebens“ als eine belanglose Formel zur Kennzeichnung Christi verstehen und nicht präzis als Leib Christi, den Hände angefasst haben. Und achtet darauf, was folgt: „In ihm war das Leben.“ Christus ist also das Wort des Lebens. Und wie hat sich dieses Leben offenbart? Denn selbst wenn es von Anfang an war, so hat es sich den Menschen nicht offenbart: es hatte sich den Engeln offenbart, die es sahen und sich von ihm als ihrem Brot nährten. So steht es in der Schrift: „Da aßen die Menschen Wunderbrot“ (Ps 78,25).

Das Leben selbst also hat sich im Fleisch offenbart, und das in seiner ganzen Fülle, damit eine Wirklichkeit, die nur dem Herzen sichtbar war, auch den Augen sichtbar werde, um die Herzen zu heilen. Denn nur das Herz sieht das Wort, das Fleisch sieht es nicht. Wir konnten das Fleisch sehen, aber nicht das Wort. Das Wort ist Fleisch geworden… um in uns das zu heilen, was uns befähigt, das Wort zu sehen… „Wir bezeugen und verkünden euch“, schreibt der hl. Johannes, „das ewige Leben, das beim Vater war und uns offenbart wurde“ (Joh 1,2).
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« Antwort #207 am: 28. Dezember 2013, 10:38:35 »
Jahresbotschaft der Muttergottes vom 25. Dezember 2013 an den Seher Jakov Colo
"Meine lieben Kinder, Jesus möchte heute auf besondere Weise in jedem eurer Herzen wohnhaft werden und Er möchte jede eurer Freuden und euren Schmerz mit euch teilen. Deshalb, meine lieben Kinder, schaut heute auf besondere Weise in eure Herzen und fragt euch, ob der Frieden und die Freude über die Geburt Jesu wahrhaftig eure Herzen vereinnahmt haben. Meine lieben Kinder, lebt nicht in der Finsternis, sehnt euch nach dem Licht und nach dem Heil Gottes. Kinder, entscheidet euch für Jesus und schenkt Ihm euer Leben und eure Herzen, denn nur so wird der Allerhöchste in und durch euch wirken können."
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