Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971950 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #424 am: 03. August 2014, 10:04:10 »
 ()*kjht545

Privatbotschaft der Muttergottes vom 2. August 2014 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo
„Liebe Kinder! Der Grund, dass ich bei euch bin, ist meine Sendung, euch zu helfen, damit das Gute siegt; auch wenn euch das jetzt nicht möglich scheint. Ich weiß, dass ihr viele Dinge nicht versteht, so wie auch ich nicht alles verstanden habe - all das, was mein Sohn mir erläutert hat während Er an meiner Seite aufwuchs, ich aber glaubte Ihm und folgte Ihm. Das erbitte ich auch von euch, dass ihr mir vertraut und mir folgt. Aber, meine Kinder, mir zu folgen bedeutet, meinen Sohn über alles zu lieben, Ihn in jedem Menschen ohne Unterschied zu lieben. Damit ihr das könnt, rufe ich euch von neuem zur Entsagung, zum Gebet und Fasten auf. Ich rufe euch auf, dass das Leben eurer Seele die Eucharistie sei. Ich rufe euch auf, meine Apostel des Lichtes zu sein, die in der Welt Liebe und Barmherzigkeit verbreiten werden. Meine Kinder, euer Leben ist nur ein Wimpernschlag bezogen auf das ewige Leben. Und, wenn ihr vor meinen Sohn kommt, wird Er in euren Herzen sehen, wie viel Liebe ihr hattet. Damit ihr auf die richtige Weise die Liebe verbreiten könnt, bitte ich meinen Sohn, dass Er euch durch die Liebe die Einheit durch Ihn gewährt, die Einheit unter euch, die Einheit zwischen euch und euren Hirten. Mein Sohn schenkt sich euch immer von neuem durch sie und erneuert eure Seele. Vergesst dies nicht. Ich danke euch."
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #425 am: 04. August 2014, 08:21:18 »
 ;ksghtr
Evangelium nach Matthäus 14,22-36.
Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, forderte er die Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.
Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg.
Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind.
In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See.
Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst.
Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!
Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, daß ich auf dem Wasser zu dir komme.
Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu.
Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich!
Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind.
Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.
Sie fuhren auf das Ufer zu und kamen nach Gennesaret.
Als die Leute dort ihn erkannten, schickten sie Boten in die ganze Umgebung. Und man brachte alle Kranken zu ihm
und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Thomas More (1478 - 1535), englischer Staatsmann, Märtyrer
Brief aus dem Gefängnis an seine Tochter Margret Roper
„Herr, rette mich“

Meine liebe Meg, ich darf es nicht an Gottvertrauen fehlen lassen. Dennoch spüre ich, dass mich die Angst sehr wohl überwältigen könnte. Ich will mir ins Gedächtnis rufen, dass der hl. Petrus wegen seines Kleinglaubens bei einem heftigen Windstoß unterzugehen begann, und will es wie er machen: Ich werde mich an Christus wenden und ihn um Hilfe bitten. So hoffe ich, dass er die Hand nach mir ausstreckt, mich packt und mich nicht untergehen lässt.

Und wenn er es zulässt, dass ich mich so verhalte, wie es Petrus zuletzt getan hat, dass ich ganz und gar zu Fall komme und schwöre und abschwöre (unser Herr freilich möge mich durch sein barmherziges Leiden davor bewahren – ein solcher Sturz schadet mir eher als dass er mir irgendeinen Vorteil brächte): Wenn er es also zulässt, dass ich falle, so hoffe ich doch, dass er auf mich, wie auf Petrus, einen Blick voller Barmherzigkeit wirft (vgl. Lk 22,61) und mich wieder aufrichtet, auf dass ich mich wieder zur Wahrheit bekenne und mein Gewissen befreie. Auch hoffe ich, dass er mich mutig die Züchtigung ertragen lässt und die Schmach einer solchen Verleugnung.

Kurzum, meine liebe Margret, ich bin absolut sicher, dass Gott mich nicht verlassen wird, wenn nicht ich es bin, der sündigt. Voller Hoffnung und sicher will ich mich ganz ihm anvertrauen... Sei also guten Mutes, meine liebe Tochter, lass dich durch nichts von dem, was mir in dieser Welt zustoßen kann, aus der Fassung bringen. Nichts kann geschehen, ohne dass Gott es will. Und alles was er will, mag es uns auch noch so schlimm erscheinen, ist wirklich das Beste.
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« Antwort #426 am: 05. August 2014, 08:53:13 »
 ;ksghtr
Evangelium nach Matthäus 15,1-2.10-14.
In jener Zeit kamen von Jerusalem Pharisäer und Schriftgelehrte zu Jesus und sagten:
Warum mißachten deine Jünger die Überlieferung der Alten? Denn sie waschen sich nicht die Hände vor dem Essen.
Und er rief die Leute zu sich und sagte: Hört und begreift:
Nicht das, was durch den Mund in den Menschen hineinkommt, macht ihn unrein, sondern was aus dem Mund des Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
Da kamen die Jünger zu ihm und sagten: Weißt du, daß die Pharisäer über deine Worte empört sind?
Er antwortete ihnen: Jede Pflanze, die nicht mein himmlischer Vater gepflanzt hat, wird ausgerissen werden.
Laßt sie, es sind blinde Blindenführer. Und wenn ein Blinder einen Blinden führt, werden beide in eine Grube fallen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Scottus Eriugena, irischer Mönch (? – 870)
Predigt zum Johannesprolog, 11
„Es sind blinde Blindenführer“

Heiliger Theologe [Hl. Johannes], zuerst hast du den Sohn Gottes „Logos“ genannt, Wort Gottes; dann nennst du ihn „Leben“ und „Licht“ (Joh 1,1.4). Mit vollem Recht hast du diese verschiedenen Namen genannt, um uns unterschiedliche Bedeutungen zu verstehen zu geben. Du hast ihn „Logos, Wort“ genannt, denn durch ihn hat der Vater alles ausgesagt, als er sprach und daraufhin alles entstand (Ps 33,9). Du hast ihn „Licht und Leben“ genannt, da der Sohn Licht und Leben aller Dinge ist, die durch ihn geschaffen worden sind. Was taucht er in Licht? Niemanden anders als sich selbst und den Vater ...: Er bringt sich selbst zum Leuchten, er macht sich der Welt bekannt, er offenbart sich jenen, die ihn noch nicht kennen. Dieses Licht der Erkenntnis Gottes hatte die Welt verlassen, als sie sich von Gott abgewandt hatte.

Das ewige Licht offenbart sich der Welt auf zweierlei Weise: durch die Heilige Schrift und durch die Schöpfung (Ps 18, Röm 1,20). Die Erkenntnis Gottes kann sich in uns nur durch die Texte der Heiligen Schrift und durch den Anblick der Schöpfung erneuern. Befasst euch bewusst mit den Worten Gottes und sammelt in eurem Herzen ein, was ihr verstanden habt: Ihr werdet lernen, den Logos zu erkennen. Nehmt mittels eurer körperlichen Sinne die herrlichen Formen aller mit den Sinnen erfassbaren Dinge auf, und ihr werdet in ihnen das Wort Gottes entdecken. In allen diesen Dingen wird uns die Wahrheit nichts anderes und niemand anderen erkennen lassen als diesen Logos, durch den alles geworden ist (Joh 1,3); außerhalb seiner werdet ihr nichts schauen können, weil Er selbst alles ist. Er weilt in jedem Ding, was auch immer es sei.
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« Antwort #427 am: 06. August 2014, 08:14:14 »
 ;ksghtr

Evangelium nach Matthäus 17,1-9.
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg.
Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht.
Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus.
Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, daß wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.
Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.
Als die Jünger das hörten, bekamen sie große Angst und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden.
Da trat Jesus zu ihnen, faßte sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst!
Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus.
Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Anastasius vom Sinai (? - nach 700), Mönch
Homilie zum Fest der Verklärung des Herrn
„Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus“

Heute ist der Herr wirklich auf dem Berg erschienen. Heute ist die menschliche Natur, die einst Gott ähnlich geschaffen, jedoch von den unförmigen Gestalten der Götzen verdunkelt worden ist, in ihre einstige Schönheit als „nach dem Bild und Gleichnis Gottes“ geschaffene Menschennatur (Gen 1,26) verwandelt worden… Heute, auf dem Berg, hat der Mensch, der mit düsteren und armseligen Röcken aus Fellen bekleidet war, das göttliche Gewand angezogen und sich „in Licht gehüllt wie in ein Kleid“ (Ps 104,2)…

Mose schaute sich die Flamme an, die den Dornbusch nicht verzehrte (Ex 3,2), sondern die allem Fleisch das Leben gibt… und er sprach: „Jetzt sehe ich dich, dich, der wirklich und ewig ist, dich, der beim Vater ist und der zu mir gesagt hat: Ich bin der Ich-bin-da (V.14)… Jetzt sehe ich dich, dich, den ich einst sehen wollte, als ich sagte: „Lass mich doch deine Herrlichkeit sehen“ (Ex 33,18)! Im Felsenspalt verborgen, sehe ich nicht mehr bloß deinen Rücken (V. 23), sondern ich sehe dich, o Gott, der die Menschen liebt, verborgen in menschlicher Gestalt. Du hältst nicht mehr deine Hand über mich (V. 22), sondern bist die der Welt offenbarte Rechte des Allerhöchsten. Du bist der Mittler des Alten und des Neuen Bundes, Gott in alter Art und neuer Mensch…

Du, der mir auf dem Sinai gesagt hat: Kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben (V. 20) – wie kann man dich jetzt auf der Erde von Angesicht zu Angesicht im Fleisch sehen? Wie kann es sein, dass du bei den Menschen wohnst? Du, der das Leben ist und Leben gibt – wie kann es sein, dass du auf den Tod zueilst? Du, der du bei den Wesen im höchsten Himmel wohnst – wie kann es sein, dass du tiefer hinuntersteigst als die Wesen, die am verlassensten sind, nämlich zu den Toten?... Denn du möchtest auch denen erscheinen, die seit Jahrhunderten schlafen, möchtest am Aufenthaltsort der Toten die Patriarchen besuchen, möchtest hinabsteigen, um Adam von seinen Schmerzen zu befreien… Denn so „werden die Gerechten bei der Auferstehung wie die Sonne leuchten“ (Mt 13,43); so werden sie verherrlicht werden, so werden sie verwandelt werden.
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« Antwort #428 am: 07. August 2014, 08:17:49 »
 ;ksghtr

Evangelium nach Matthäus 16,13-23.
In jener Zeit als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn?
Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten.
Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!
Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.
Dann befahl er den Jüngern, niemand zu sagen, daß er der Messias sei.
Von da an begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen.
Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!
Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :


Katechismus der Katholischen Kirche, § 1440-1443
„Alles was du auf Erden lösen wirst, wird auch im Himmel gelöst sein“

Die Sünde ist vor allem Beleidigung Gottes und Bruch der Gemeinschaft mit ihm. Gleichzeitig beeinträchtigt sie die Gemeinschaft mit der Kirche. Darum führt die Bekehrung zugleich die Vergebung Gottes und die Versöhnung mit der Kirche herbei. Das Sakrament der Buße und der Versöhnung bringt das liturgisch zum Ausdruck und bewirkt es.

Gott allein kann Sünden vergeben [Vgl. Mk 2,7]. Weil Jesus der Sohn Gottes ist, sagt er von sich, „dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben" (Mk 2,10). Er übt diese göttliche Vollmacht aus: „Deine Sünden sind dir vergeben!" (Mk 2,5; Lk 7,48). Mehr noch: Kraft seiner göttlichen Autorität gibt er Menschen diese Vollmacht [Vgl. Joh 20, 21-23], damit sie diese in seinem Namen ausüben. Christus hat gewollt, dass seine Kirche als ganze in ihrem Gebet, ihrem Leben und Handeln Zeichen und Werkzeug der Vergebung und Versöhnung sei, die er uns um den Preis seines Blutes erworben hat. Er hat jedoch die Ausübung der Absolutionsgewalt dem apostolischen Amt anvertraut. Dieses ist mit dem „Dienst der Versöhnung" (2 Kor 5,18) beauftragt. Der Apostel ist „an Christi Statt" gesandt; durch ihn ermahnt und bittet Gott selbst: „Lasst euch mit Gott versöhnen!" (2 Kor 5,20).

Während seines öffentlichen Lebens vergab Jesus nicht nur Sünden, sondern zeigte auch die Wirkung der Vergebung: Er gliederte die Sünder, denen er verziehen hatte, wieder in die Gemeinschaft des Gottesvolkes ein, aus der die Sünde sie entfernt oder sogar ausgeschlossen hatte. Ein offensichtliches Zeichen dafür ist es, daß Jesus Sünder an seinen Tisch lädt, ja daß er sich selbst an ihren Tisch setzt - eine Handlung, die auf ergreifende Weise zugleich die Vergebung durch Gott [Vgl. Lk 15] und die Rückkehr in den Schoß des Volkes Gottes [Vgl. Lk 19,9.]zum Ausdruck bringt.
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« Antwort #429 am: 08. August 2014, 08:22:34 »
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Evangelium nach Matthäus 16,24-28.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.
Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?
Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen.
Amen, ich sage euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie den Menschensohn in seiner königlichen Macht kommen sehen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :


Nachfolge Christi, Betrachtungen aus dem 15. Jahrhundert, Buch II, Kap. 11
„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst“

Jesus hat jetzt viele, die sein himmlisches Reich lieben, aber wenige, die sein Kreuz tragen wollen; viele, die nach seinem Trost verlangen, wenige, die Leiden begehren. An seinem Tische findet er Gäste genug (Sir 6,10), bei seinem Fasten aber nur wenige. Alle möchten sich mit ihm freuen, wenige nur wollen etwas für ihn leiden. Viele folgen Jesus bis zum Brechen des Brotes (Lk 24,35), wenige bis zum Trinken des Leidenskelches (Mt 20,22). Viele lieben Jesus, solange ihnen nichts Widriges begegnet. Viele loben und preisen ihn, solange sie einige Tröstungen von ihm empfangen. Wenn sich aber Jesus verbirgt und sich nur ein wenig von ihnen zurückzieht, verfallen sie in Klagen oder in große Trauer.

Die aber Jesus um Jesu willen lieben und nicht, um selber Tröstungen zu empfangen, preisen ihn ebenso in jeder Not und inneren Verlassenheit als in der erquickendsten Tröstung. Ja, wenn er ihnen niemals Trost spenden sollte, sie würden ihn dennoch allezeit loben und ihm immer danksagen wollen. Wieviel vermag doch die reine Liebe zu Jesus, die keinen Eigennutz und keine Eigenliebe kennt!
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« Antwort #430 am: 09. August 2014, 10:05:46 »
 ;ksghtr
Evangelium nach Johannes 4,19-24.
Die Frau sagte zu Jesus: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.
Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muß.
Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.
Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden.
Aber die Stunde kommt, und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden.
Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Theresia Benedicta a Cruce [Edith Stein] (1891 - 1942), Karmelitin, Märtyrerin, Mitpatronin Europas
Gedicht „Pax vobis“, 13.04.1941
Der Friede Christi

Der Friede sei mit euch! (Lk 24,36)
Das ist der Ostergruß des Auferstand'nen: „Pax vobis.“
Den Frieden in die Welt zu bringen ist Er Mensch geworden.
Ihn kündeten die Engel auf den Fluren Bethlehems.

Frieden — Geborgenheit im Schoß des ew'gen Vaters:
Du hattest ihn, o Herr, auch da als Pilger Du auf Erden weiltest.
Und Deine Mutter hatte ihn, weil ihr Herz eins mit Deinem.
Du gabst dem Vater in der Höhe Ehre,
Dass Er den Blick zur Erde wieder lenke
Und Friede auch den Friedelosen werde.
Vollendet ward es erst durch Deinen Tod.
Da Du vollbracht das blut'ge Werk der Sühne
Und in des Vater Hände Deinen Geist gegeben,
Da neigte Er sich nieder zu den Deinen
Und nahm mit Dir sie auf in Seinen Schoß.
Nimmer versiegend quillt der Strom des Friedens,
Er nimmt den Weg durch Deiner Mutter Herz,
Sie leitet ihn mit milden Händen zu den Menschen.
Du, Königin des Friedens, bautest unser Haus,
Dass eine Stätte es des Friedens werde.
Die Herzen Deiner Kinder sollen Schalen werden,
Die überfließen von dem Himmelstau
Und Fruchtbarkeit dem dürren Lande geben.
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« Antwort #431 am: 10. August 2014, 11:28:20 »
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Evangelium nach Matthäus 14,22-33.
Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, forderte er die Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.
Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg.
Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind.
In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See.
Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst.
Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!
Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, daß ich auf dem Wasser zu dir komme.
Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu.
Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich!
Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind.
Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Origenes (um 185 - 253), Priester und Theologe
Kommentar zum Matthäusevangelium, 11,5-6
„Fahren wir ans andere Ufer" (Lk 8,22)

„Jesus drängte die Jünger, in das Schiff zu steigen und ihm ans andere Ufer vorauszufahren, während er die Menschenmenge verabschiedete.“ Die Menschen konnten nicht ans andere Ufer gehen, da sie keine Hebräer im geistlichen Sinn des Wortes waren, das sich so übersetzen lässt: „die Leute vom anderen Ufer“. Dieses Werk jedoch war das der Jünger Jesu: ans andere Ufer zu gehen, das Sichtbare und Fleischliche übersteigen, diese zeitlichen Wirklichkeiten, und als erste bei dem Unsichtbaren und Ewigen anzukommen...
Die Jünger allerdings konnten Jesus nicht ans andere Ufer vorauseilen... Er wollte sie möglicherweise durch die Erfahrung lehren, dass es ohne ihn nicht möglich ist, dorthin zu kommen... Was ist das für ein Schiff, in das Jesus die Jünger einsteigen heißt? Ist es nicht der Kampf gegen die Versuchungen und die schwierigen Lebensbedingungen?...

Dann stieg er auf einen Berg – allein -, um zu beten. Für wen betet er? Möglicherweise zuerst für die Menschenmenge, damit sie, weggeschickt, nachdem sie das gesegnete Brot gegessen hat, nicht etwas machen kann, was dieser Sendung Jesu entgegensteht. Auch für die Jünger..., auf dass sie auf dem Meer nicht von den Wellen und vom Gegenwind bedrängt werden. Ich habe Lust zu sagen, dass es Jesu Gebet zu verdanken ist, das er zum Vater empor sendet, dass die Jünger keinen Schiffbruch auf dem Meer erlitten haben.

Und wir, wenn wir eines Tages den Zwängen der Versuchungen unterliegen, erinnern wir uns daran, dass es nicht möglich ist, ans andere Ufer zu kommen, ohne die Prüfung der Wellen und des Gegenwindes auszuhalten. Und dann, wenn wir uns umgeben sehen von zahlreichen und anstrengenden Angelegenheiten, schon ein bisschen ermüdet durch eine sich hinziehende Überfahrt, dann denken wir daran, dass unser Schiff gerade inmitten des Meeres fährt und dass diese Wellen versuchen, „uns im Glauben Schiffbruch erleiden zu lassen“ (vgl. 1 Tim 1,19)... Glauben wir dann daran, dass das Ende der Nacht unmittelbar bevorsteht: „Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe“ (Röm 13,12). Der Sohn Gottes wird zu uns kommen, um das Meer für uns zu beruhigen, indem er über die Wasser geht.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

 

La Salette 1846



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