Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 972126 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #600 am: 24. Januar 2015, 10:52:18 »
 ;ksghtr ;gggds ;mloda

Brief an die Hebräer 9,2-3.11-14.
Brüder! Es wurde nämlich ein erstes Zelt errichtet, in dem sich der Leuchter, der Tisch und die heiligen Brote befanden; dieses Zelt wurde das Heilige genannt.
Hinter dem zweiten Vorhang aber war ein Zelt, das sogenannte Allerheiligste,
Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der künftigen Güter; und durch das erhabenere und vollkommenere Zelt, das nicht von Menschenhand gemacht, das heißt nicht von dieser Welt ist,
ist er ein für allemal in das Heiligtum hineingegangen, nicht mit dem Blut von Böcken und jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut, und so hat er eine ewige Erlösung bewirkt.
Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer Kuh die Unreinen, die damit besprengt werden, so heiligt, dass sie leiblich rein werden,
wieviel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst kraft ewigen Geistes Gott als makelloses Opfer dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir dem lebendigen Gott dienen.

Psalm 47(46),2-3.6-7.8-9.
Ihr Völker alle, klatscht in die Hände;
jauchzt Gott zu mit lautem Jubel!
Denn furchtgebietend ist der Herr, der Höchste,
ein großer König über die ganze Erde.

Gott stieg empor unter Jubel,
der Herr beim Schall der Hörner.
Singt unserm Gott, ja singt ihm!
Spielt unserm König, spielt ihm!

Denn Gott ist König der ganzen Erde.
Spielt ihm ein Psalmenlied!
Gott wurde König über alle Völker,
Gott sitzt auf seinem heiligen Thron.




Evangelium nach Markus 3,20-21.
In jener Zeit ging Jesus in ein Haus, und wieder kamen so viele Menschen zusammen, dass er und die Jünger nicht einmal mehr essen konnten.
Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Thomas von Aquin (1225 - 1274), Dominikaner, Theologe und Kirchenlehrer
Lesung zum Fest Fronleichnam
Jesus gibt sich ganz, bis hin zu seinem Fleisch und Blut

Die unschätzbaren Wohltaten, mit denen der Herr das christliche Volk beschenkt hat, erheben es zu einer unfassbaren Würde. Ist gibt und hat tatsächlich niemals eine Nation gegeben, deren Götter ihnen so nahestanden, wie unser Gott uns nahe ist (vgl. Dt 4,7). Der einzige Sohn Gottes hat unsere Natur angenommen, um uns teilhaftig werden zu lassen seiner Göttlichkeit. Und er ist Mensch geworden um die Menschen zu vergöttlichen. Alles das, was er uns geliehen hat, hat er in den Dienst unseres Heils gestellt. Denn um uns zu versöhnen hat er seinen Leib Gott dem Vater auf dem Altar des Kreuzes dargebracht. Er hat sein Blut vergossen als Lösegeld, um uns zurückzukaufen aus unserer Versklavung und um uns zu reinigen von all unseren Sünden durch das Bad der Wiedergeburt.


Damit das ewige Gedenken an eine so große Wohltat bei uns gegenwärtig bleibt, hat er den Gläubigen seinen Leib als Speise und sein Blut als Trank hinterlassen in den Gestalten von Brot und Wein. Oh wunderbares und kostbares Gastmahl, das Heil bringt und Süße in Fülle enthält! Was könnte man wertvolleres finden als dieses Mahl, bei dem nicht das Fleisch von Kälbern und Böcken, sondern Christus, der wahre Gott, uns dargeboten wird? 
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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« Antwort #601 am: 25. Januar 2015, 11:15:29 »
 ;ksghtr kz12)

Buch Jona 3,1-5.10.
Das Wort des Herrn erging zum zweitenmal an Jona:
Mach dich auf den Weg, und geh nach Ninive, in die große Stadt, und droh ihr all das an, was ich dir sagen werde.
Jona machte sich auf den Weg und ging nach Ninive, wie der Herr es ihm befohlen hatte. Ninive war eine große Stadt vor Gott; man brauchte drei Tage, um sie zu durchqueren.
Jona begann, in die Stadt hineinzugehen; er ging einen Tag lang und rief: Noch vierzig Tage, und Ninive ist zerstört!
Und die Leute von Ninive glaubten Gott. Sie riefen ein Fasten aus, und alle, groß und klein, zogen Bußgewänder an.
Und Gott sah ihr Verhalten; er sah, dass sie umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten. Da reute Gott das Unheil, das er ihnen angedroht hatte, und er führte die Drohung nicht aus.

Psalm 25(24),4-9.
Zeige mir, Herr, deine Wege,
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich;
denn du bist der Gott meines Heiles.

Auf dich hoffe ich allezeit.
Denk an dein Erbarmen, Herr,
und an die Taten deiner Huld;
denn sie bestehen seit Ewigkeit.

Denk nicht an meine Jugendsünden und meine Frevel!
In deiner Huld denk an mich, Herr, denn du bist gütig.
Gut und gerecht ist der Herr,
darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg.

Die Demütigen leitet er nach seinem Recht,
die Gebeugten lehrt er seinen Weg.


Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 7,29-31.
Denn ich sage euch, Brüder: Die Zeit ist kurz. Daher soll, wer eine Frau hat, sich in Zukunft so verhalten, als habe er keine,
wer weint, als weine er nicht, wer sich freut, als freue er sich nicht, wer kauft, als würde er nicht Eigentümer,
wer sich die Welt zunutze macht, als nutze er sie nicht; denn die Gestalt dieser Welt vergeht.

Evangelium nach Markus 1,14-20.
Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes
und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer.
Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ephräm (um 306-373), Diakon in Syrien, Kirchenlehrer
Kommentar zum Diatessaron, 4,20; SC 121
„Folgt mir nach! ich werde euch zu Menschenfischern machen“

Sie sind als „Fischefischer“ zu ihm gekommen und sind Menschenfischer geworden, wie es geschrieben steht: „Seht, ich hole viele Fischer… die sollen sie fangen auf jedem Berg und Hügel“ (Jer 16,16). Hätte er weise Männer geholt, so hätte man gesagt: sie haben das Volk überredet und so für sich gewonnen, oder sie haben es betrogen und so sich seiner bemächtigt. Hätte er Begüterte geschickt, hätte es geheißen: sie haben dem Volk den Magen gestopft und es für dumm verkauft oder es mit Geld bestochen, um es sich gefügig zu machen. Hätte er starke Männer geschickt, wäre gesagt worden: sie haben sie durch Kraftakte oder Gewalt bezwungen.

Aber all das traf auf die Apostel nicht zu. Am Beispiel des Simon Petrus hat der Herr das allen aufgezeigt: Es fehlte ihm an Mut, denn er bekam Angst, als die Magd ihn ansprach. Er war arm, denn er konnte nicht einmal die Doppeldrachme der Tempelsteuer zahlen (Mt 17,24f) und bekannte: „Silber und Gold besitze ich nicht (Apg 3,6). Er war nicht genügend gebildet, um sich, als er den Herrn verleugnete, durch eine List aus der Affäre ziehen zu können.

Sie haben es also geschafft, diese „Fischefischer“, über die Starken, die Reichen und die Weisen zu siegen. Was für ein Wunder! So schwach sie auch waren, überzeugten sie gewaltlos die Starken von ihrer Lehre; als Arme lehrten sie die Reichen, als Ungebildete machten sie Weise und Kluge zu ihren Schülern. Die Weisheit der Welt hat einer Weisheit Platz gemacht, die selbst die Weisheit aller Weisheiten ist.
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« Antwort #602 am: 26. Januar 2015, 08:09:20 »
 ()*kjht545

Monatsbotschaft der Muttergottes vom 25. Januar
"Liebe Kinder! Auch heute rufe ich euch auf, lebt eure Berufung im Gebet. Jetzt, wie nie zuvor, will Satan mit seinem ansteckenden Wind des Hasses und des Unfriedens den Menschen und seine Seele ersticken. In vielen Herzen gibt es keine Freude, weil es Gott und das Gebet nicht gibt. Hass und Krieg wachsen von Tag zu Tag. Meine lieben Kinder, ich rufe euch auf, beginnt erneut mit Begeisterung den Weg der Heiligkeit und der Liebe, denn ich bin deshalb zu euch gekommen. Lasst uns gemeinsam Liebe und Vergebung sein für all jene, die wissen, und die nur mit menschlicher Liebe lieben wollen und nicht mit der unermesslichen Liebe Gottes, zu der Gott euch aufruft. Meine lieben Kinder, möge die Hoffnung auf ein besseres Morgen immer in eurem Herzen sein. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"
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« Antwort #603 am: 27. Januar 2015, 09:06:26 »
 ;ksghtr kz12) ;mloda

Brief an die Hebräer 10,1-10.
Brüder! Das Gesetz enthält nur einen Schatten der künftigen Güter, nicht die Gestalt der Dinge selbst; darum kann es durch die immer gleichen, alljährlich dargebrachten Opfer die, die vor Gott treten, niemals für immer zur Vollendung führen.
Hätte man nicht aufgehört zu opfern, wenn die Opfernden ein für allemal gereinigt und sich keiner Sünde mehr bewusst gewesen wären?
Aber durch diese Opfer wird alljährlich nur an die Sünden erinnert,
denn das Blut von Stieren und Böcken kann unmöglich Sünden wegnehmen.
Darum spricht Christus bei seinem Eintritt in die Welt: Schlacht- und Speiseopfer hast du nicht gefordert, doch einen Leib hast du mir geschaffen;
an Brand- und Sündopfern hast du kein Gefallen.
Da sagte ich: Ja, ich komme - so steht es über mich in der Schriftrolle -, um deinen Willen, Gott, zu tun.
Zunächst sagt er: Schlacht- und Speiseopfer, Brand- und Sündopfer forderst du nicht, du hast daran kein Gefallen, obgleich sie doch nach dem Gesetz dargebracht werden;
dann aber hat er gesagt: Ja, ich komme, um deinen Willen zu tun. So hebt Christus das erste auf, um das zweite in Kraft zu setzen.
Aufgrund dieses Willens sind wir durch die Opfergabe des Leibes Jesu Christi ein für allemal geheiligt.

Psalm 40(39),2.4ab.7-8.9-10.
Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn.
Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien.
Er legte mir ein neues Lied in den Mund,
einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott.

An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen,
Brand- und Sündopfer forderst du nicht.
Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt;
darum sage ich: Ja, ich komme.
In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist.

Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude,
deine Weisung trag' ich im Herzen.
Gerechtigkeit verkünde ich in großer Gemeinde,
meine Lippen verschließe ich nicht; Herr, du weißt es.




Evangelium nach Markus 3,31-35.
In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder; sie blieben vor dem Haus stehen und ließen ihn herausrufen.
Es saßen viele Leute um ihn herum, und man sagte zu ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und fragen nach dir.
Er erwiderte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?
Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder.
Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
25. Predigt über den Hl. Matthäus
„Der ist mein Bruder, meine Schwester, meine Mutter“

Gebt acht, ich bitte euch inständig, auf das, was Christus der Herr sagt, während er mit der Hand auf seine Jünger weist: „Das hier sind meine Mutter und meine Brüder“. Und dann: „Wer den Willen meines Vaters erfüllt, der mich gesandt hat, der ist mein Bruder, meine Schwester, meine Mutter.“ Hat die Jungfrau Maria etwa den Willen des Vaters nicht erfüllt, sie, die aus Glauben vertraut hat, die aus Glauben empfangen hat, die auserwählt worden war, damit das Heil um unsretwillen geboren werde? Sie, die in Christus geschaffen worden war, bevor Christus in ihr geschaffen wurde? Die heilige Maria hat tatsächlich den Willen des Vaters erfüllt. Folglich ist es für Maria wichtiger, Jünger Christi gewesen zu sein als die Mutter Christi. Es war für sie nützlicher, Jüngerin Christi gewesen zu sein als seine Mutter. Also war Maria glückselig, weil sie, noch bevor sie den Herrn gebar, ihn unter ihrem Herzen getragen hat.

Heilige Maria, glückselige Maria! Und dennoch fällt die Kirche mehr ins Gewicht als die Jungfrau Maria. Warum? Weil Maria ein Teil der Kirche ist, ein herausragendes Glied, ein Glied, das die anderen Glieder überragt, aber schließlich doch nur ein Glied des ganzen Leibes... Also, meine Lieben, schaut euch an: Ihr seid Glieder Christi, ihr seid der Leib Christi (1Kor 12,77). Wie könnt ihr das sein? Achtet darauf, was er sagt: „Das hier sind meine Mutter und meine Brüder“. Wie solltet ihr die Mutter Christi sein? „Wer hört, wer den Willen meines himmlischen Vaters erfüllt, der ist mein Bruder, meine Schwester, meine Mutter“.
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« Antwort #604 am: 28. Januar 2015, 08:13:01 »
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Brief an die Hebräer 10,11-18.
Jeder Priester - des Alten Bundes - steht Tag für Tag da, versieht seinen Dienst und bringt viele Male die gleichen Opfer dar, die doch niemals Sünden wegnehmen können.
Dieser aber hat nur ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht und sich dann für immer zur Rechten Gottes gesetzt;
seitdem wartet er, bis seine Feinde ihm als Schemel unter die Füße gelegt werden.
Denn durch ein einziges Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer zur Vollendung geführt.
Das bezeugt uns auch der Heilige Geist; denn zuerst sagt er:
Das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit ihnen schließe - spricht der Herr: Ich lege meine Gesetze in ihr Herz und schreibe sie in ihr Inneres;
dann aber: An ihre Sünden und Übertretungen denke ich nicht mehr.
Wo aber die Sünden vergeben sind, da gibt es kein Sündopfer mehr.

Psalm 110(109),1.2.3.4.
So spricht der Herr zu meinem Herrn:
Setze dich mir zur Rechten,
und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter die Füße.
Vom Zion strecke der Herr das Zepter deiner Macht aus:
«Herrsche inmitten deiner Feinde!»

Dein ist die Herrschaft am Tage deiner Macht,
wenn du erscheinst in heiligem Schmuck;
ich habe dich gezeugt noch vor dem Morgenstern,
wie den Tau in der Frühe.

Der Herr hat geschworen, und nie wird's ihn reuen:
«Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.»


Evangelium nach Markus 4,1-20.
In jener Zeit lehrte Jesus wiederum einmal am Ufer des Sees, und sehr viele Menschen versammelten sich um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot auf dem See und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer.
Und er sprach lange zu ihnen und lehrte sie in Form von Gleichnissen. Bei dieser Belehrung sagte er zu ihnen:
Hört! Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen.
Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie.
Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war;
als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.
Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat, und sie brachte keine Frucht.
Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.
Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre!
Als er mit seinen Begleitern und den Zwölf allein war, fragten sie ihn nach dem Sinn seiner Gleichnisse.
Da sagte er zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes anvertraut; denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen gesagt;
denn sehen sollen sie, sehen, aber nicht erkennen; hören sollen sie, hören, aber nicht verstehen, damit sie sich nicht bekehren und ihnen nicht vergeben wird.
Und er sagte zu ihnen: Wenn ihr schon dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen?
Der Sämann sät das Wort.
Auf den Weg fällt das Wort bei denen, die es zwar hören, aber sofort kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät wurde.
Ähnlich ist es bei den Menschen, bei denen das Wort auf felsigen Boden fällt: Sobald sie es hören, nehmen sie es freudig auf;
aber sie haben keine Wurzeln, sondern sind unbeständig, und wenn sie dann um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt werden, kommen sie sofort zu Fall.
Bei anderen fällt das Wort in die Dornen: sie hören es zwar,
aber die Sorgen der Welt, der trügerische Reichtum und die Gier nach all den anderen Dingen machen sich breit und ersticken es, und es bringt keine Frucht.
Auf guten Boden ist das Wort bei denen gesät, die es hören und aufnehmen und Frucht bringen, dreißigfach, ja sechzigfach und hundertfach.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Cäsarius von Arles (470 - 543), Mönch und Bischof
Predigten an das Volk, Nr. 6 ; CCL 103, 32
Dreißig-, sechzig-, hundertfach Frucht bringen

        Brüder, es gibt zweierlei Äcker: der eine ist der Acker Gottes, der andere der des Menschen. Du hast dein Ackerland, und auch Gott hat das seine. Du bist für die Erde zuständig, Gott für deine Seele. Ist es recht, wenn du dein Feld pflegst, das Land Gottes aber brach liegen lässt? Wenn du dein Land bestellst, deine Seele jedoch nicht: verhältst du dich etwa so, weil du auf deinem Besitz Ordnung halten, den Besitz Gottes aber verkommen lassen willst? Ist das rechtens? Verdient es Gott, dass wir unsere Seele vernachlässigen, die er so liebt? Du freust dich, wenn du siehst, dass dein Feld gut bestellt ist. Warum weinst du nicht, wenn du siehst, dass deine Seele brachliegt? Die Felder, die uns gehören, erhalten uns einige Tage lang auf dieser Welt am Leben; die Pflege unserer Seele bewirkt, dass wir im Himmel ewig leben...

      Gott hatte die Güte, uns seinen Besitz, nämlich unsere Seele, zur Pflege anzuvertrauen; machen wir also mit seiner Hilfe alles uns Mögliche, damit, wenn er kommt, seinen Besitz in Augenschein zu nehmen, er ihn gut gepflegt und in vollkommener Ordnung vorfindet. Dass er eine Ernte vorfindet und kein Dornengestrüpp, Wein und keinen Essig, Getreide und kein Unkraut. Findet er alles, was seine Augen erfreut, so bekommen wir dafür die ewige Belohnung; die Dornen aber werden ins Feuer geworfen.
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« Antwort #605 am: 29. Januar 2015, 08:10:25 »
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Brief an die Hebräer 10,19-25.
Wir haben die Zuversicht, Brüder, durch das Blut Jesu in das Heiligtum einzutreten.
Er hat uns den neuen und lebendigen Weg erschlossen durch den Vorhang hindurch, das heißt durch sein Fleisch.
Da wir einen Hohenpriester haben, der über das Haus Gottes gestellt ist,
lasst uns mit aufrichtigem Herzen und in voller Gewissheit des Glaubens hintreten, das Herz durch Besprengung gereinigt vom schlechten Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser.
Lasst uns an dem unwandelbaren Bekenntnis der Hoffnung festhalten, denn er, der die Verheißung gegeben hat, ist treu.
Lasst uns aufeinander achten und uns zur Liebe und zu guten Taten anspornen.
Lasst uns nicht unseren Zusammenkünften fernbleiben, wie es einigen zur Gewohnheit geworden ist, sondern ermuntert einander, und das umso mehr, als ihr seht, dass der Tag naht.

Psalm 24(23),1-2.3-4.5-6.
Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt,
der Erdkreis und seine Bewohner.
Denn er hat ihn auf Meere gegründet,
ihn über Strömen befestigt.

Wer darf hinaufziehn zum Berg des Herrn,
wer darf stehn an seiner heiligen Stätte?
Der reine Hände hat und ein lauteres Herz,
der nicht betrügt und keinen Meineid schwört.

Er wird Segen empfangen vom Herrn
und Heil von Gott, seinem Helfer.
Das sind die Menschen, die nach ihm fragen,
die dein Antlitz suchen, Gott Jakobs.



Evangelium nach Markus 4,21-25.
In jener Zeit sprach Jesus: Zündet man etwa ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber oder stellt es unter das Bett? Stellt man es nicht auf den Leuchter?
Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht an den Tag kommt.
Wenn einer Ohren hat zum Hören, so höre er!
Weiter sagte er: Achtet auf das, was ihr hört! Nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden, ja, es wird euch noch mehr gegeben.
Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Mutter Teresa von Kalkutta (1910 - 1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe
Something Beautiful for God
„Mit dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden“

     Weil Christus unsichtbar ist, können wir ihm unsere Liebe nicht zeigen. Unsere Nächsten jedoch sind immer sichtbar, und wir können für sie das tun, was wir für Christus gerne täten, wenn er sichtbar wäre.

      Es ist derselbe Christus, der heute in denen gegenwärtig ist, für die man keine Verwendung hat, um die man sich nicht kümmert, die hungrig, nackt und ohne festen Wohnsitz sind. Anscheinend sind sie für Staat und Gesellschaft nutzlos; niemand hat Zeit für sie. Es liegt an uns, ihr Christen, an euch und mir, die wir der Liebe Christi nur würdig sind, wenn unsere Liebe wahrhaftig ist – es liegt an uns, ihnen nachzugehen und beizustehen. Sie sind da, damit wir sie finden.

     Arbeiten um der Arbeit willen: das ist die Gefahr, in der wir uns heute befinden. Hier müssen Respekt und Liebe und Hingabe intervenieren, damit wir unsere Arbeit Gott, Christus widmen können. Und eben deshalb versuchen wir, sie möglichst gut zu tun.
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« Antwort #606 am: 30. Januar 2015, 08:09:54 »
 ;ksghtr kz12)

Brief an die Hebräer 10,32-39.
Brüder! Erinnert euch an die früheren Tage, als ihr nach eurer Erleuchtung manchen harten Leidenskampf bestanden habt:
Ihr seid vor aller Welt beschimpft und gequält worden, oder ihr seid mitbetroffen gewesen vom Geschick derer, denen es so erging;
denn ihr habt mit den Gefangenen gelitten und auch den Raub eures Vermögens freudig hingenommen, da ihr wusstet, dass ihr einen besseren Besitz habt, der euch bleibt.
Werft also eure Zuversicht nicht weg, die großen Lohn mit sich bringt.
Was ihr braucht, ist Ausdauer, damit ihr den Willen Gottes erfüllen könnt und so das verheißene Gut erlangt.
Denn nur noch eine kurze Zeit, dann wird der kommen, der kommen soll, und er bleibt nicht aus.
Mein Gerechter aber wird durch den Glauben leben; doch wenn er zurückweicht, habe ich kein Gefallen an ihm.
Wir aber gehören nicht zu denen, die zurückweichen und verloren gehen, sondern zu denen, die glauben und das Leben gewinnen.

Psalm 37(36),3-4.5-6.23-24.39-40.
Vertrau auf den Herrn und tu das Gute,
bleib wohnen im Land und bewahre Treue!
Freu dich innig am Herrn!
Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt.

Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau ihm;
er wird es fügen.
Er bringt deine Gerechtigkeit heraus wie das Licht
und dein Recht so hell wie den Mittag.

Der Herr festigt die Schritte des Mannes,
er hat Gefallen an seinem Weg.
Auch wenn er strauchelt, stürzt er nicht hin;
denn der Herr hält ihn fest an der Hand.

Die Rettung der Gerechten kommt vom Herrn,
er ist ihre Zuflucht in Zeiten der Not.
Der Herr hilft ihnen und rettet sie,
er rettet sie vor den Frevlern.




Evangelium nach Markus 4,26-34.
In jener Zeit sprach Jesus: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät;
dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie.
Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre.
Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.
Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben?
Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät.
Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.
Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten.
Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gregor der Große (um 540-604), Papst und Kirchenlehrer
Homilien zu Matthäus, Kap.13
„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht“ (Joh 12,24)

„Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte. Sobald es aber hochgewachsen ist, wird es zu einem Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten“ (Mt 13,31). Für uns ist dieses kleine Samenkorn das Symbol für Christus, der in dem Garten, wo er bestattet worden war, gleichsam in die Erde verbracht wurde, aber bald durch seine Auferstehung sich daraus erhob, aufrecht wie ein großer Baum.

Man kann sagen, dass er in seinem Tod einem kleinen Weizenkorn vergleichbar war: ein Weizenkorn durch die Erniedrigung seines Fleisches, ein großer Baum durch die Verherrlichung seiner Majestät. Er war ein Samenkorn, als er ganz entstellt vor unseren Augen erschien, und ein Baum als er - der Schönste von allen Menschen (Ps 44,3) – auferstanden war.

Die Zweige dieses geheimnisvollen Baumes sind die heiligen Verkünder des Evangeliums, von dessen Verbreitung uns ein Psalm kündet: „Die Stimme der Boten war in der ganzen Welt zu hören und ihr Wort bis an die Enden der Erde“ (Ps 19,5; Röm 10,18). Vögel finden Rast auf seinen Zweigen, wenn die Seelen der Gerechten sich mit dem Flügelschlag der Heiligkeit über die Verlockungen der Erde erhoben haben und in den Worten dieser Verkünder des Evangeliums den Trost finden, dessen sie, in der Mühsal und den Strapazen dieses Lebens, bedürfen.
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« Antwort #607 am: 31. Januar 2015, 10:29:54 »
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Brief an die Hebräer 11,1-2.8-19.
Brüder! Glaube ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht.
Aufgrund dieses Glaubens haben die Alten ein ruhmvolles Zeugnis erhalten.
Aufgrund des Glaubens gehorchte Abraham dem Ruf, wegzuziehen in ein Land, das er zum Erbe erhalten sollte; und er zog weg, ohne zu wissen, wohin er kommen würde.
Aufgrund des Glaubens hielt er sich als Fremder im verheißenen Land wie in einem fremden Land auf und wohnte mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung, in Zelten;
denn er erwartete die Stadt mit den festen Grundmauern, die Gott selbst geplant und gebaut hat.
Aufgrund des Glaubens empfing selbst Sara die Kraft, trotz ihres Alters noch Mutter zu werden; denn sie hielt den für treu, der die Verheißung gegeben hatte.
So stammen denn auch von einem einzigen Menschen, dessen Kraft bereits erstorben war, viele ab: zahlreich wie die Sterne am Himmel und der Sand am Meeresstrand, den man nicht zählen kann.
Voll Glauben sind diese alle gestorben, ohne das Verheißene erlangt zu haben; nur von fern haben sie es geschaut und gegrüßt und haben bekannt, dass sie Fremde und Gäste auf Erden sind.
Mit diesen Worten geben sie zu erkennen, dass sie eine Heimat suchen.
Hätten sie dabei an die Heimat gedacht, aus der sie weggezogen waren, so wäre ihnen Zeit geblieben zurückzukehren;
nun aber streben sie nach einer besseren Heimat, nämlich der himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, er schämt sich nicht, ihr Gott genannt zu werden; denn er hat für sie eine Stadt vorbereitet.
Aufgrund des Glaubens brachte Abraham den Isaak dar, als er auf die Probe gestellt wurde, und gab den einzigen Sohn dahin, er, der die Verheißungen empfangen hatte
und zu dem gesagt worden war: Durch Isaak wirst du Nachkommen haben.
Er verließ sich darauf, dass Gott sogar die Macht hat, Tote zum Leben zu erwecken; darum erhielt er Isaak auch zurück. Das ist ein Sinnbild.

Evangelium nach Lukas 1,68-69.70-71.72-73.74-75.
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;
er hat uns einen starken Retter erweckt
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her
durch den Mund seiner heiligen Propheten.
Er hat uns errettet vor unseren Feinden
und aus der Hand aller, die uns hassen;

Er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet
und an seinen heiligen Bund gedacht.
Er hat an den Eid gedacht,
den er unserm Vater Abraham geschworen hat.

Er hat uns geschenkt,
dass wir, aus Feindeshand befreit, ihm furchtlos dienen
in Heiligkeit und Gerechtigkeit
vor seinem Angesicht all unsre Tage.



Evangelium nach Markus 4,35-41.
An jenem Tag, als es Abend geworden war, sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren.
Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; einige andere Boote begleiteten ihn.
Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm, und die Wellen schlugen in das Boot, so dass es sich mit Wasser zu füllen begann.
Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?
Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein.
Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?
Da ergriff sie große Furcht, und sie sagten zueinander: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar der Wind und der See gehorchen?


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Bonifatius (675-764),Mönch, Apostel Deutschlands, Märtyrer
Brief an Cuthbert; PL 89, 765
„Warum habt ihr solche Angst?“

Die Kirche, die wie ein großes Schiff übers Weltmeer fährt, die in diesem Leben ankämpfen muss gegen die Fluten der Prüfungen aller Art: diese Kirche darf nicht im Stich gelassen werden sie muss gesteuert werden. Dafür geben uns die frühen Väter ein Beispiel: Clemens, Cornelius und viele andere in Rom, Cyprian in Karthago, Athanasius in Alexandria. Sie steuerten unter den heidnischen Kaisern das Schiff Christi oder vielmehr seine geliebte Gemahlin, die Kirche, und lehrten, verteidigten die Wahrheit, mühten sich und litten bis zum letzten Blutstropfen.

Im Blick auf diese Männer und auf die, die es ihnen gleichtun, überfällt mich Grauen, „Furcht und Zittern erfassen mich“ (vgl. Ps 54,6), und ich bin von der Finsternis meiner Sünden umhüllt. Ich würde gerne das mir anvertraute Steuerruder der Kirche loslassen, wenn ich dafür bei den Vätern oder in der Heiligen Schrift ein Einverständnis finden könnte.

Da es nun mal so ist, und die Wahrheit zwar hinterfragt, aber nicht widerlegt werden kann, so möge unsere verzagte Seele Ruhe finden bei dem, der durch den Mund Salomos sagt: „Mit ganzem Herzen vertrau auf den Herrn, bau nicht auf eigene Klugheit; such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine Pfade“ (Spr 3,5-6)… Bleiben wir stark in der Gerechtigkeit; bereiten wir unsere Seele auf die Prüfung vor; warten wir auf die Hilfe des Herrn und sprechen wir: „Herr, du warst unsere Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht“ (Ps 89,1)! Lasst uns unser Vertrauen auf ihn setzen, denn er hat uns unsere Aufgabe anvertraut. Was wir nicht selber tragen können, lasst es uns durch ihn, den Allmächtigen tragen, der sagt: „Mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht“ (Mt 11,30).
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

 

La Salette 1846



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