Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 972104 mal)

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Offline vianney

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Buch Genesis 18,1-15.
In jenen Tagen erschien der Herr Abraham bei den Eichen von Mamre. Abraham saß zur Zeit der Mittagshitze am Zelteingang.
Er blickte auf und sah vor sich drei Männer stehen. Als er sie sah, lief er ihnen vom Zelteingang aus entgegen, warf sich zur Erde nieder
und sagte: Mein Herr, wenn ich dein Wohlwollen gefunden habe, geh doch an deinem Knecht nicht vorbei!
Man wird etwas Wasser holen; dann könnt ihr euch die Füße waschen und euch unter dem Baum ausruhen.
Ich will einen Bissen Brot holen, und ihr könnt dann nach einer kleinen Stärkung weitergehen; denn deshalb seid ihr doch bei eurem Knecht vorbeigekommen. Sie erwiderten: Tu, wie du gesagt hast.
Da lief Abraham eiligst ins Zelt zu Sara und rief: Schnell drei Sea feines Mehl! Rühr es an, und backe Brotfladen!
Er lief weiter zum Vieh, nahm ein zartes, prächtiges Kalb und übergab es dem Jungknecht, der es schnell zubereitete.
Dann nahm Abraham Butter, Milch und das Kalb, das er hatte zubereiten lassen, und setzte es ihnen vor. Er wartete ihnen unter dem Baum auf, während sie aßen.
Sie fragten ihn: Wo ist deine Frau Sara? Dort im Zelt, sagte er.
Da sprach der Herr: In einem Jahr komme ich wieder zu dir, dann wird deine Frau Sara einen Sohn haben. Sara hörte am Zelteingang hinter seinem Rücken zu.
Abraham und Sara waren schon alt; sie waren in die Jahre gekommen. Sara erging es längst nicht mehr, wie es Frauen zu ergehen pflegt.
Sara lachte daher still in sich hinein und dachte: Ich bin doch schon alt und verbraucht und soll noch das Glück der Liebe erfahren? Auch ist mein Herr doch schon ein alter Mann!
Da sprach der Herr zu Abraham: Warum lacht Sara und sagt: Soll ich wirklich noch Kinder bekommen, obwohl ich so alt bin?
Ist beim Herrn etwas unmöglich? Nächstes Jahr um diese Zeit werde ich wieder zu dir kommen; dann wird Sara einen Sohn haben.
Sara leugnete: Ich habe nicht gelacht. Sie hatte nämlich Angst. Er aber sagte: Doch, du hast gelacht.

Evangelium nach Lukas 1,46b-47.48-49.50-51.53.54-55.
Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.




Evangelium nach Matthäus 8,5-17.
In jener Zeit als Jesus nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn:
Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen.
Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen.
Da antwortete der Hauptmann: Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund.
Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es.
Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden.
Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen;
die aber, für die das Reich bestimmt war, werden hinausgeworfen in die äußerste Finsternis; dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.
Und zum Hauptmann sagte Jesus: Geh! Es soll geschehen, wie du geglaubt hast. Und in derselben Stunde wurde der Diener gesund.
Jesus ging in das Haus des Petrus und sah, dass dessen Schwiegermutter im Bett lag und Fieber hatte.
Da berührte er ihre Hand, und das Fieber wich von ihr. Und sie stand auf und sorgte für ihn.
Am Abend brachte man viele Besessene zu ihm. Er trieb mit seinem Wort die Geister aus und heilte alle Kranken.
Dadurch sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Er hat unsere Leiden auf sich genommen und unsere Krankheiten getragen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Basileios von Seleukia (?-um 468), Bischof
19. Homilie über den Hauptmann, PG 85, 235ff.
„Viele werden von Osten und Westen kommen ... und im Himmelreich zu Tisch sitzen“

Ich habe gesehen, wie der Herr im Evangelium Wunder vollbringt und, dadurch bestärkt, konnte ich mein schüchternes Wort kräftigen. Ich habe den Hauptmann gesehen, wie er sich dem Herrn zu Füßen wirft; ich habe die Nationen gesehen, wie sie ihre Erstlinge Christus darbringen. Das Kreuz ist noch nicht aufgerichtet und schon eilen die Heiden zu ihrem Meister. Noch hat man nicht vernommen: „Geht hinaus und lehrt alle Völker.“ (Mt 28,19), und die Völker strömen schon herbei. Ihr Herbeieilen geht ihrer Berufung voraus, sie verlangen brennend nach dem Herrn. Das Wort ist noch nicht verkündigt worden und sie bestürmen schon den, der predigt. Petrus... wird noch belehrt und sie versammeln sich schon um den, der ihn unterweist. Das Licht des Paulus ist noch nicht blendend unter der Fahne Christi aufgestrahlt und die Nationen kommen herbei, um den König mit Weihrauch anzubeten (Mt 2,11).


Und jetzt steht da ein Hauptmann, der ihn bittet und sagt: „Herr, mein Diener liegt krank und gelähmt zu Hause und hat viel zu leiden." Und das ist ein neues Wunder: Der Diener, dessen Glieder gelähmt sind, führt seinen Meister dem Herrn zu. Die Krankheit des Sklaven macht seinen Eigentümer gesund. Indem er um die Gesundheit seines Dieners bittet, findet er Christus, und während er Heilung für seinen Sklaven zu erhalten sucht, wird er von Christus erobert.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Buch der Weisheit 1,13-15.2,23-24.
Denn Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden.
Zum Dasein hat er alles geschaffen, und heilbringend sind die Geschöpfe der Welt. Kein Gift des Verderbens ist in ihnen, das Reich des Todes hat keine Macht auf der Erde;
denn die Gerechtigkeit ist unsterblich.
Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht.
Doch durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt, und ihn erfahren alle, die ihm angehören.

Psalm 30(29),2.4.5-6ab.6cd.12a.13b.
Ich will dich rühmen, Herr,
denn du hast mich aus der Tiefe gezogen
und lässt meine Feinde nicht über mich triumphieren.
Herr, du hast mich herausgeholt aus dem Reich des Todes,
aus der Schar der Todgeweihten mich zum Leben gerufen.

Singt und spielt dem Herrn, ihr seine Frommen,
preist seinen heiligen Namen!
Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick,
doch seine Güte ein Leben lang.

Wenn man am Abend auch weint,
am Morgen herrscht wieder Jubel.
Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.




Zweiter Brief des Apostels Paulus an die Korinther 8,7.9.13-15.
Brüder! Wie ihr aber an allem reich seid, an Glauben, Rede und Erkenntnis, an jedem Eifer und an der Liebe, die wir in euch begründet haben, so sollt ihr euch auch an diesem Liebeswerk mit reichlichen Spenden beteiligen.
Denn ihr wisst, was Jesus Christus, unser Herr, in seiner Liebe getan hat: Er, der reich war, wurde euretwegen arm, um euch durch seine Armut reich zu machen.
Denn es geht nicht darum, dass ihr in Not geratet, indem ihr anderen helft; es geht um einen Ausgleich.
Im Augenblick soll euer Überfluss ihrem Mangel abhelfen, damit auch ihr Überfluss einmal eurem Mangel abhilft. So soll ein Ausgleich entstehen,
wie es in der Schrift heißt: Wer viel gesammelt hatte, hatte nicht zu viel, und wer wenig, hatte nicht zu wenig.

Evangelium nach Markus 5,21-43.
In jener Zeit fuhr Jesus im Boot wieder ans andere Ufer hinüber, und eine große Menschenmenge versammelte sich um ihn. Während er noch am See war,
kam ein Synagogenvorsteher namens Jaïrus zu ihm. Als er Jesus sah, fiel er ihm zu Füßen
und flehte ihn um Hilfe an; er sagte: Meine Tochter liegt im Sterben. Komm und leg ihr die Hände auf, damit sie wieder gesund wird und am Leben bleibt.
Da ging Jesus mit ihm. Viele Menschen folgten ihm und drängten sich um ihn.
Darunter war eine Frau, die schon zwölf Jahre an Blutungen litt.
Sie war von vielen Ärzten behandelt worden und hatte dabei sehr zu leiden; ihr ganzes Vermögen hatte sie ausgegeben, aber es hatte ihr nichts genutzt, sondern ihr Zustand war immer schlimmer geworden.
Sie hatte von Jesus gehört. Nun drängte sie sich in der Menge von hinten an ihn heran und berührte sein Gewand.
Denn sie sagte sich: Wenn ich auch nur sein Gewand berühre, werde ich geheilt.
Sofort hörte die Blutung auf, und sie spürte deutlich, dass sie von ihrem Leiden geheilt war.
Im selben Augenblick fühlte Jesus, dass eine Kraft von ihm ausströmte, und er wandte sich in dem Gedränge um und fragte: Wer hat mein Gewand berührt?
Seine Jünger sagten zu ihm: Du siehst doch, wie sich die Leute um dich drängen, und da fragst du: Wer hat mich berührt?
Er blickte umher, um zu sehen, wer es getan hatte.
Da kam die Frau, zitternd vor Furcht, weil sie wusste, was mit ihr geschehen war; sie fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit.
Er aber sagte zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden! Du sollst von deinem Leiden geheilt sein.
Während Jesus noch redete, kamen Leute, die zum Haus des Synagogenvorstehers gehörten, und sagten zu Jaïrus: Deine Tochter ist gestorben. Warum bemühst du den Meister noch länger?
Jesus, der diese Worte gehört hatte, sagte zu dem Synagogenvorsteher: Sei ohne Furcht; glaube nur!
Und er ließ keinen mitkommen außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus.
Sie gingen zum Haus des Synagogenvorstehers. Als Jesus den Lärm bemerkte und hörte, wie die Leute laut weinten und jammerten,
trat er ein und sagte zu ihnen: Warum schreit und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur.
Da lachten sie ihn aus. Er aber schickte alle hinaus und nahm außer seinen Begleitern nur die Eltern mit in den Raum, in dem das Kind lag.
Er fasste das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum!, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf!
Sofort stand das Mädchen auf und ging umher. Es war zwölf Jahre alt. Die Leute gerieten außer sich vor Entsetzen.
Doch er schärfte ihnen ein, niemand dürfe etwas davon erfahren; dann sagte er, man solle dem Mädchen etwas zu essen geben.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Joseph Kardinal Ratzinger (Benedikt der XVI., Papst von 2005-2013)
Der Gott Jesu Christi (München, Kösel-Verl., 1977, S. 82 ff.)
„Mädchen, ich sage dir, steh auf!"

„Du überlässest mein Leben nicht dem Totenreich; du duldest nicht, dass dein Frommer die Verwesung schaut.“ (Ps 16,10) Nach jüdischer Auffassung trat die Verwesung nach dem dritten Tag ein; das Schriftwort erfüllt sich an Jesus dadurch, dass er am dritten Tage aufersteht, vor dem Einsetzen der Verwesung; hier ist der Text zugleich mit dem Artikel vom Tod zusammengespannt: Dies alles geschieht im Rahmen der Schrift – der neue Tod Jesu führt ins Grab, aber nicht in die Verwesung. Er ist Tod des Todes...


Diese Überwindung der Todesmacht gerade da, wo sie ihre Unwiderruflichkeit entfaltet, gehört zentral zum biblischen Zeugnis... Wer dies bekennt, behauptet nicht ein seltsames Mirakel, sondern er behauptet die Macht Gottes, der seine Schöpfung respektiert, aber der an ihre Todesgesetzlichkeit nicht gebunden ist. Gewiss, der Tod ist die Grundform der gegenwärtig bestehenden Welt. Aber die Überwindung des Todes, seine reale, nicht bloß gedankliche Beseitigung, ist heute so sehr das Verlangen und Suchen des Menschen wie eh und je. Die Auferstehung Jesu sagt, dass diese Überwindung in der Tat möglich ist. Dass der Tod nicht prinzipiell und unwiderruflich zur Struktur des Geschaffenen, der Materie, gehört. Sie sagt freilich zugleich auch dies, dass die Überwindung der Todesgrenze letztlich nicht durch verfeinerte klinische Methoden, durch Technik möglich ist. Sie geschieht durch die schöpferische Macht des Wortes und der Liebe. Nur diese Mächte sind stark genug, die Struktur der Materie so grundlegend zu ändern, dass die Todesschranke überwindbar wird...


Vor allem aber wird damit sichtbar, dass der Glaube an die Auferstehung Jesu ein Bekenntnis zur realen Existenz Gottes ist. Und ein Bekenntnis zu seiner Schöpfung, zu dem unbedingten Ja, mit dem Gott zur Schöpfung, zur Materie, steht... Die Macht Gottes [ist] Hoffnung und Freude, das ist der erlösende Gehalt [der] Offenbarung an Ostern, die Ermächtigung zum Alleluja-Singen mitten in einer Welt, über der der schwere Schatten des Todes steht.



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Hochfest der Hll. Petrus und Paulus, Apostel

Heute auch : Hl. Petrus und Hl. Paulus, Apostel

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Leo der Große : „Wenn du aber alt geworden bist..., wird ein anderer... dich führen, wohin du nicht willst" (Joh 21,18)

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 12,1-11.
In jenen Tagen ließ der König Herodes einige aus der Gemeinde verhaften und misshandeln.
Jakobus, den Bruder des Johannes, ließ er mit dem Schwert hinrichten.
Als er sah, dass es den Juden gefiel, ließ er auch Petrus festnehmen. Das geschah in den Tagen der Ungesäuerten Brote.
Er nahm ihn also fest und warf ihn ins Gefängnis. Die Bewachung übertrug er vier Abteilungen von je vier Soldaten. Er beabsichtigte, ihn nach dem Paschafest dem Volk vorführen zu lassen.
Petrus wurde also im Gefängnis bewacht. Die Gemeinde aber betete inständig für ihn zu Gott.
In der Nacht, ehe Herodes ihn vorführen lassen wollte, schlief Petrus, mit zwei Ketten gefesselt, zwischen zwei Soldaten; vor der Tür aber bewachten Posten den Kerker.
Plötzlich trat ein Engel des Herrn ein, und ein helles Licht strahlte in den Raum. Er stieß Petrus in die Seite, weckte ihn und sagte: Schnell, steh auf! Da fielen die Ketten von seinen Händen.
Der Engel aber sagte zu ihm: Gürte dich, und zieh deine Sandalen an! Er tat es. Und der Engel sagte zu ihm: Wirf deinen Mantel um, und folge mir!
Dann ging er hinaus, und Petrus folgte ihm, ohne zu wissen, dass es Wirklichkeit war, was durch den Engel geschah; es kam ihm vor, als habe er eine Vision.
Sie gingen an der ersten und an der zweiten Wache vorbei und kamen an das eiserne Tor, das in die Stadt führt; es öffnete sich ihnen von selbst. Sie traten hinaus und gingen eine Gasse weit; und auf einmal verließ ihn der Engel.
Da kam Petrus zu sich und sagte: Nun weiß ich wahrhaftig, dass der Herr seinen Engel gesandt und mich der Hand des Herodes entrissen hat und all dem, was das Volk der Juden erhofft hat.

Psalm 34(33),2-3.4-5.6-7.8-9.
Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Meine Seele rühme sich des Herrn;
die Armen sollen es hören und sich freuen.

Verherrlicht mit mir den Herrn,
lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen.
Ich suchte den Herrn, und er hat mich erhört,
er hat mich all meinen Ängsten entrissen.

Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten,
und ihr braucht nicht zu erröten.
Da ist ein Armer; er rief, und der Herr erhörte ihn.
Er half ihm aus all seinen Nöten.

Der Engel des Herrn umschirmt alle, die ihn fürchten und ehren,
und er befreit sie.
Kostet und seht, wie gütig der Herr ist;
wohl dem, der zu ihm sich flüchtet!




Zweiter Brief des Apostels Paulus an Timotheus 4,6-8.17-18.
Mein Sohn! Ich werde nunmehr geopfert, und die Zeit meines Aufbruchs ist nahe.
Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue gehalten.
Schon jetzt liegt für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereit, den mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, aber nicht nur mir, sondern allen, die sehnsüchtig auf sein Erscheinen warten.
Aber der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft, damit durch mich die Verkündigung vollendet wird und alle Heiden sie hören; und so wurde ich dem Rachen des Löwen entrissen.
Der Herr wird mich allem Bösen entreißen, er wird mich retten und in sein himmlisches Reich führen. Ihm sei die Ehre in alle Ewigkeit. Amen.

Evangelium nach Matthäus 16,13-19.
In jener Zeit als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn?
Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten.
Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!
Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
Ich aber sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Leo der Große (?-um 461), Papst und Kirchenlehrer
Predigt 82/69 zum Jahresgedächtnis der Apostel Petrus und Paulus
„Wenn du aber alt geworden bist..., wird ein anderer... dich führen, wohin du nicht willst" (Joh 21,18)

Du fürchtest dich nicht davor, in diese Stadt Rom zu kommen, o heiliger Apostel Petrus! … Du fürchtest Rom nicht, die Buhlerin der Welt, du, der du im Haus des Kajaphas Angst bekamst vor der Dienerin des Hohenpriesters. War die Macht der Kaiser Claudius und Nero denn weniger groß als das Urteil des Pilatus oder als die Wut der Führer der Juden? Nein, die Kraft der Liebe hat in dir gesiegt über die Gründe, die dich das Fürchten lehrten. Du hast nicht daran gedacht, dich vor denen zu fürchten, die du lieben solltest. Diese furchtlose Liebe hast du schon empfangen, als die Liebe, mit der du dich zum Herrn bekanntest, durch seine dreifache Frage gestärkt worden ist (vgl. Joh 21,15 ff.)… Und um dein Vertrauen noch wachsen zu lassen, geschahen so viele Wunder, wurden so viele Geistesgaben ausgegossen, entstanden so wunderbare Werke! … Ohne also an der Fülle der Aufgabe zu zweifeln, ohne um die Zeit zu wissen, die dir noch zu leben blieb, brachtest du das Siegeszeichen des Kreuzes Christi nach Rom, wo dich durch göttliche Vorherbestimmung sowohl die Ehre der Autorität als auch die des Martyriums erwartete.


In der gleichen Stadt kam auch der heilige Paulus an, der mit dir zusammen Apostel war, auserwähltes Werkzeug (Apg 9,15) und Lehrer der Heiden (1Tim 2,7), um mit dir zusammen zu sein in dieser Zeit, wo jede Unschuld, jede Freiheit, alle Schamhaftigkeit schon geknechtet wurde unter der Herrschaft des Nero. Er ist es, der in seinem Wahnsinn als erster gegen den christlichen Namen allgemeine und heftige Verfolgungen verordnet hat, wie als wenn die Gnade Gottes ausgelöscht werden könnte durch das Massaker an den Heiligen… Doch „kostbar ist in den Augen Gottes das Sterben seiner Heiligen“ (Ps 115,15). Keine Grausamkeit hat die Religion vernichten können, die durch das Geheimnis des Kreuzes Christi gegründet worden war. Die Kirche ist nicht geschrumpft, sondern ist gewachsen durch die Verfolgungen. Das Feld des Herrn bekleidet sich ohne Unterlass mit immer reicherer Ernte, wenn die Samenkörner, die einzeln herabfallen, vervielfacht wiedererstehen (vgl. Joh 12,24).


Was für eine Nachkommenschaft haben doch diese beiden Pflanzen hervorgebracht, die von Gott ausgesät wurden! Tausende von heiligen Märtyrern, die den Triumph dieser beiden Apostel nachahmen, haben diese Stadt mit einem Diadem gekrönt, das mit zahllosen Edelsteinen geschmückt ist.
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Buch Genesis 19,15-29.
Als die Morgenröte aufstieg, drängten die Engel Lot zur Eile: Auf, nimm deine Frau und deine beiden Töchter, die hier sind, damit du nicht wegen der Schuld der Stadt hinweggerafft wirst.
Da er noch zögerte, fassten die Männer ihn, seine Frau und seine beiden Töchter an der Hand, weil der Herr mit ihm Mitleid hatte, führten ihn hinaus und ließen ihn erst draußen vor der Stadt los.
Während er sie hinaus ins Freie führte, sagte er: Bring dich in Sicherheit, es geht um dein Leben. Sieh dich nicht um, und bleib in der ganzen Gegend nicht stehen! Rette dich ins Gebirge, sonst wirst du auch weggerafft.
Lot aber sagte zu ihnen: Nein, mein Herr,
dein Knecht hat doch dein Wohlwollen gefunden. Du hast mir große Gunst erwiesen und mich am Leben gelassen. Ich kann aber nicht ins Gebirge fliehen, sonst lässt mich das Unglück nicht mehr los, und ich muss sterben.
Da, die Stadt in der Nähe, dorthin könnte man fliehen. Sie ist doch klein; dorthin will ich mich retten. Ist sie nicht klein? So könnte ich am Leben bleiben.
Er antwortete ihm: Gut, auch das will ich dir gewähren und die Stadt, von der du sprichst, nicht zerstören.
Schnell flieh dorthin; denn ich kann nichts unternehmen, bevor du dort angekommen bist. Deshalb nannte er die Stadt Zoar - Kleine.
Als die Sonne über dem Land aufgegangen und Lot in Zoar angekommen war,
ließ der Herr auf Sodom und Gomorra Schwefel und Feuer regnen, vom Herrn, vom Himmel herab.
Er vernichtete von Grund auf jene Städte und die ganze Gegend, auch alle Einwohner der Städte und alles, was auf den Feldern wuchs.
Als Lots Frau zurückblickte, wurde sie zu einer Salzsäule.
Am frühen Morgen begab sich Abraham an den Ort, an dem er dem Herrn gegenübergestanden hatte.
Er schaute gegen Sodom und Gomorra und auf das ganze Gebiet im Umkreis und sah: Qualm stieg von der Erde auf wie der Qualm aus einem Schmelzofen.
Als Gott die Städte der Gegend vernichtete, dachte er an Abraham und ließ Lot mitten aus der Zerstörung fortgeleiten, während er die Städte, in denen Lot gewohnt hatte, von Grund auf zerstörte.

Psalm 26(25),2-3.9-10.11-12.
Erprobe mich, Herr, und durchforsche mich,
prüfe mich auf Herz und Nieren!
Denn mir stand deine Huld vor Augen,
ich ging meinen Weg in Treue zu dir.

Raff mich nicht hinweg mit den Sündern,
nimm mir nicht das Leben zusammen mit dem der Mörder!
An ihren Händen klebt Schandtat,
ihre Rechte ist voll von Bestechung.

Ich aber gehe meinen Weg ohne Schuld.
Erlöse mich, und sei mir gnädig!
Mein Fuß steht auf festem Grund.
en Herrn will ich preisen in der Gemeinde.




Evangelium nach Matthäus 8,23-27.
In jener Zeit stieg Jesus in das Boot, und seine Jünger folgten ihm.
Plötzlich brach auf dem See ein gewaltiger Sturm los, so dass das Boot von den Wellen überflutet wurde. Jesus aber schlief.
Da traten die Jünger zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Herr, rette uns, wir gehen zugrunde!
Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See, und es trat völlige Stille ein.
Die Leute aber staunten und sagten: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen?


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Cyrill von Jerusalem (313-350), Bischof von Jerusalem und Kirchenlehrer
Taufkatechesen, Nr. 10
„Wer ist er nun?“

Wenn jemand Gott ehren will, dann werfe er sich nieder vor Seinem Sohn. Tut er das nicht, so will der Vater auch nicht angebetet sein. Von der Höhe des Himmels herab ließ der Vater die Worte vernehmen: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe“. Der Vater findet seine Freude am Sohn. Wenn nicht auch du deine Freude an ihm findest, wirst du nicht das Leben haben... Wenn du erkannt hast, dass es nur einen einzigen Gott gibt, dann erkenne auch, dass es nur einen einzigen Sohn Gottes gibt; glaube an „den einen Herrn Jesus Christus“ (Credo). Wir sagen „den einen“, weil er allein der Sohn ist, wenn er auch mehrere Namen hat...



„Er hat den Namen Christus“ (d.h. der Gesalbte), ein Christus, der seine Salbung nicht aus menschlichen Händen empfangen hat, sondern seit Ewigkeit vom Vater gesalbt worden ist, damit er das höchste Priesteramt ausübe zum Wohl der Menschen... Er hat den Namen „Menschensohn“, nicht weil er von der Erde stammte, wie jeder von uns, sondern weil er kommen soll auf den Wolken, zu richten die Lebenden und die Toten. Er hat den Namen „Herr“, nicht missbräuchlich wie die menschlichen Herren, sondern zutreffend, weil ihm die „Herrschaft“ naturgemäß seit Ewigkeit zusteht. Aus gutem Grund hat er den Namen „Jesus“ (d.h. „der Herr rettet“), denn er heilt und rettet, er hat den Namen „Sohn“, nicht weil ihm eine Adoption zu diesem Titel verholfen hätte, sondern weil er seiner Natur nach gezeugt worden ist.



Es gibt noch viele andere Bezeichnungen für unseren Retter... Dem Bedürfnis eines jeden entsprechend zeigt sich Christus in unterschiedlichen Gestalten. Wer der Freude bedarf, dem wird er zum „Weinstock“; wer eintreten soll, dem ist er die „Tür“; wer sein Gebet darbringen will, für den ist er da als „Hoherpriester“ und „Mittler“. Für die Sünder ist er auch „Lamm“ geworden, um für sie aufgeopfert zu werden. Er wird „alles für alle“; dabei bleibt er selbst der, der er von Natur aus ist.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Buch Genesis 21,5.8-20.
Abraham war hundert Jahre alt, als sein Sohn Isaak zur Welt kam.
Das Kind wuchs heran und wurde entwöhnt. Als Isaak entwöhnt wurde, veranstaltete Abraham ein großes Festmahl.
Eines Tages beobachtete Sara, wie der Sohn, den die Ägypterin Hagar Abraham geboren hatte, umhertollte.
Da sagte sie zu Abraham: Verstoß diese Magd und ihren Sohn! Denn der Sohn dieser Magd soll nicht zusammen mit meinem Sohn Isaak Erbe sein.
Dieses Wort verdross Abraham sehr, denn es ging doch um seinen Sohn.
Gott sprach aber zu Abraham: Sei wegen des Knaben und deiner Magd nicht verdrossen! Hör auf alles, was dir Sara sagt! Denn nach Isaak sollen deine Nachkommen benannt werden.
Aber auch den Sohn der Magd will ich zu einem großen Volk machen, weil auch er dein Nachkomme ist.
Am Morgen stand Abraham auf, nahm Brot und einen Schlauch mit Wasser, übergab beides Hagar, legte es ihr auf die Schulter, übergab ihr das Kind und entließ sie. Sie zog fort und irrte in der Wüste von Beerscheba umher.
Als das Wasser im Schlauch zu Ende war, warf sie das Kind unter einen Strauch,
ging weg und setzte sich in der Nähe hin, etwa einen Bogenschuss weit entfernt; denn sie sagte: Ich kann nicht mit ansehen, wie das Kind stirbt. Sie saß in der Nähe und weinte laut.
Gott hörte den Knaben schreien; da rief der Engel Gottes vom Himmel her Hagar zu und sprach: Was hast du, Hagar? Fürchte dich nicht, Gott hat den Knaben dort schreien gehört, wo er liegt.
Steh auf, nimm den Knaben, und halt ihn fest an deiner Hand; denn zu einem großen Volk will ich ihn machen.
Gott öffnete ihr die Augen, und sie erblickte einen Brunnen. Sie ging hin, füllte den Schlauch mit Wasser und gab dem Knaben zu trinken.
Gott war mit dem Knaben. Er wuchs heran, ließ sich in der Wüste nieder und wurde ein Bogenschütze.

Psalm 34(33),7-8.10-11.12-13.
Da ist ein Armer; er rief, und der Herr erhörte ihn.
Er half ihm aus all seinen Nöten.
Der Engel des Herrn umschirmt alle, die ihn fürchten und ehren,
und er befreit sie.

Fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen;
denn wer ihn fürchtet, leidet keinen Mangel.
Reiche müssen darben und hungern;
wer aber den Herrn sucht, braucht kein Gut zu entbehren.

Kommt, ihr Kinder, hört mir zu!
Ich will euch in der Furcht des Herrn unterweisen.
Wer ist der Mensch, der das Leben liebt
und gute Tage zu sehen wünscht?




Evangelium nach Matthäus 8,28-34.
Als Jesus an das andere Ufer kam, in das Gebiet von Gadara, liefen ihm aus den Grabhöhlen zwei Besessene entgegen. Sie waren so gefährlich, dass niemand den Weg benutzen konnte, der dort vorbeiführte.
Sofort begannen sie zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Sohn Gottes? Bist du hergekommen, um uns schon vor der Zeit zu quälen?
In einiger Entfernung weidete gerade eine große Schweineherde.
Da baten ihn die Dämonen: Wenn du uns austreibst, dann schick uns in die Schweineherde!
Er sagte zu ihnen: Geht! Da verließen sie die beiden und fuhren in die Schweine. Und die ganze Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See und kam in den Fluten um.
Die Hirten flohen, liefen in die Stadt und erzählten dort alles, auch das, was mit den Besessenen geschehen war.
Und die ganze Stadt zog zu Jesus hinaus; als sie ihn trafen, baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ignatius von Loyola (1491-1556), Gründer des Jesuitenordens
Geistliche Übungen: Regeln zur besseren Unterscheidung der Geister
„In eurem Herzen herrsche der Friede Christi; dazu seid ihr berufen“ (Kol 3,15)

Charakteristisch für Anstöße, die uns Gott und seine Engel geben, sind echte Heiterkeit und Freude des Geistes. Sie vertreiben alle vom Feind bewirkte Trauer und Unruhe. Für den Feind dagegen ist es typisch, dass er gegen diese Heiterkeit und geistige Tröstung ankämpft. Er tut das mit fadenscheinigen Begründungen, mit Spitzfindigkeiten und unaufhörlichen Trugschlüssen. Allein Gott, unser Herr, ist es, der die Seele tröstet, ohne dass es bestimmter Voraussetzungen bedürfte. In der Tat ist es Eigenart des Schöpfers, ein- und auszugehen in der Seele, sie in Wallung zu bringen und sie ganz und gar hineinzuziehen in die Liebe seiner Majestät. Nochmals: ohne Anlass, ohne vorausgehende Einstimmung, ohne erkennbare Ursache für die Tröstung...


Eigentümlich für den bösen Engel, der sich als „Engel des Lichts“ tarnt (2Kor 11,14) ist es, zunächst den Weg der gläubigen Seele mitzugehen und sie später auf seinen Weg zu bringen. Er gibt also gute und heilige Gedanken ein, die ganz im Einklang mit der Seele des Gerechten sind; dann aber versucht er, sie allmählich an seine Absichten heranzuführen und sie in seine verdeckten Täuschungen und verderbten Absichten hineinzuziehen.


Wir müssen scharf aufpassen, in welcher Weise unsere Gedanken ablaufen. Sind sie anfangs, im weiteren Verlauf und am Ende ausschließlich gut, so ist das ein Zeichen, dass sie vom guten Engel kommen. Wenn unsere Gedankenabfolge jedoch zu etwas Bösem führt, zu Zerstreuung und zu etwas, das weniger gut ist als das, was wir ursprünglich vorhatten; zu etwas, das die Seele vielleicht schwächt, beunruhigt, verstört, ihr den Frieden, die Ruhe, den Schlaf raubt, so ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der böse Geist der Verursacher ist, der Feind unseres Fortschritts und unsres ewigen Heils... Bei denen, die vom Guten zum Besseren fortschreiten, berührt der gute Engel die Seele sanft, zart und angenehm, wie ein Wassertropfen, der von einem Schwamm aufgesogen wird. Der Böse berührt sie Seele stechend, klirrend, erregend.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Fest Mariä Heimsuchung

Heute auch : Hl. Wiltrud von Hohenwart

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Franz von Sales : „Der Mächtige hat Großes an mir getan"

Die Texte des Tages als Audio

Buch Zefanja 3,14-18.
Juble, Tochter Zion! Jauchze, Israel! Freu dich, und frohlocke von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem!
Der Herr hat das Urteil gegen dich aufgehoben und deine Feinde zur Umkehr gezwungen. Der König Israels, der Herr, ist in deiner Mitte; du hast kein Unheil mehr zu fürchten.
An jenem Tag wird man zu Jerusalem sagen: Fürchte dich nicht, Zion! Lass die Hände nicht sinken!
Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der Rettung bringt. Er freut sich und jubelt über dich, er erneuert seine Liebe zu dir, er jubelt über dich und frohlockt, wie man frohlockt an einem Festtag.
Ich mache deinem Unglück ein Ende, ich nehme die Schmach von dir.

Buch Jesaja 12,2.3.4bcd.5-6.
Gott ist meine Rettung;
ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.
Denn meine Stärke und mein Lied ist der Herr.
Er ist für mich zum Retter geworden.

Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude
aus den Quellen des Heils.
Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
Macht seine Taten unter den Völkern bekannt,
verkündet: Sein Name ist groß und erhaben!

Preist den Herrn; denn herrliche Taten hat er vollbracht;
auf der ganzen Erde soll man es wissen.
Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner von Zion;
denn groß ist in eurer Mitte der Heilige Israels.




Evangelium nach Lukas 1,39-56.
In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.
Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt
und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.
Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehn.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Franz von Sales (1567-1622), Bischof von Genf und Kirchenlehrer

„Der Mächtige hat Großes an mir getan"

Es ist dem Heiligen Geist eigen, aus dem Herzen alle Lauheit zu verjagen, wenn er es berührt. Er liebt die sofortige Reaktion und ist ein Feind von Aufschüben, von Verzögerungen in der Erfüllung des göttlichen Willens... „Maria machte sich schnell auf den Weg“...

Was für Gnaden erfüllten das Haus von Zacharias, als Maria dort eintrat! Wenn schon Abraham so viele Gnaden dafür erhielt, dass er drei Engel in seinem Haus bewirtet hatte, welch ein Segen wird sich über das Haus des Zacharias ergossen haben, in das der Engel des großen Rates eintrat, die wahre Arche des Bundes, der göttliche Prophet, unser Herr eingeschlossen in den Schoß Marias! Das ganze Haus erfüllte sich mit Freude: das Kind jauchzte, der Vater erhielt das Augenlicht wieder, die Mutter wurde erfüllt vom Heiligen Geist und sprach prophetisch. Als sie sah, dass Unsere Liebe Frau in ihr Haus eintrat, rief sie aus: „Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“... Maria jedoch war demütig, als sie hörte, was ihre Cousine lobend über sie sagte, und pries Gott für alles. Und sie bekannte, dass sie ihr ganzes Glück Gott verdankte, „der auf die Niedrigkeit seiner Magd geschaut hat“, und sie sang dieses schöne und wunderbare Lied ihres Magnifikat.

Wie müssen auch wir von Freude erfüllt sein, wenn uns dieser göttliche Heiland im Heiligen Sakrament und durch die Gnaden, die er uns schenkt, besucht - in den Worten, die er täglich in unserem Herzen spricht
!
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 ;mloda ;kPrivatbotschaft der Muttergottes vom 2. Juli 2015 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo
"Liebe Kinder! Ich rufe euch auf, den Glauben an meinen Sohn zu verbreiten - euren Glauben. Ihr, meine Kinder, erleuchtet durch den Heiligen Geist, meine Apostel, übertragt ihn an andere – an jene, die nicht glauben, die nicht wissen, die nicht wissen wollen – aber deshalb müsst ihr viel für die Gabe der Liebe beten, denn die Liebe ist das Zeichen des wahren Glaubens, und ihr werdet Apostel meiner Liebe sein. Die Liebe erweckt immer von neuem den Schmerz und die Freude der Eucharistie, sie erweckt den Schmerz des Leidens meines Sohnes, mit dem Er euch gezeigt hat, was es bedeutet, unermesslich zu lieben; es erweckt die Freude, dass Er euch Seinen Leib und Sein Blut zurückgelassen hat, um euch mit Sich zu nähren und so eins mit euch zu sein. Euch mit Zärtlichkeit anschauend fühle ich unermessliche Liebe, die mich in meinem Wunsch stärkt, euch zum  festen Glauben zu bringen. Der feste Glaube wird euch Freude und Glück auf der Erde geben und letztendlich die Begegnung mit meinem Sohn. Dies ist Sein Wunsch. Deshalb lebt Ihn, lebt die Liebe, lebt das Licht, das euch immer in der Eucharistie erleuchtet. Ich bitte euch viel für eure Hirten zu beten, zu beten, um so viel Liebe wie möglich für sie zu haben, weil mein Sohn sie euch gegeben hat, damit sie euch mit Seinem Leib nähren und euch lieben lehren. Daher liebt auch ihr sie. Aber, meine Kinder, merkt es euch: die Liebe bedeutet, zu ertragen und zu geben und niemals, niemals zu richten. Ich danke euch."
sghtr ()*kjht545

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Buch Genesis 27,1-5.15-29.
Als Isaak alt geworden und seine Augen erloschen waren, so dass er nicht mehr sehen konnte, rief er seinen älteren Sohn Esau und sagte zu ihm: Mein Sohn! Er antwortete: Hier bin ich.
Da sagte Isaak: Du siehst, ich bin alt geworden. Ich weiß nicht, wann ich sterbe.
Nimm jetzt dein Jagdgerät, deinen Köcher und deinen Bogen, geh aufs Feld, und jag mir ein Wild!
Bereite mir dann ein leckeres Mahl, wie ich es gern mag, und bring es mir zum Essen, damit ich dich segne, bevor ich sterbe.
Rebekka hatte das Gespräch zwischen Isaak und seinem Sohn Esau mit angehört. Als Esau zur Jagd aufs Feld gegangen war, um ein Wild herbeizuschaffen.
Dann holte Rebekka die Feiertagskleider ihres älteren Sohnes Esau, die sie bei sich im Haus hatte, und zog sie ihrem jüngeren Sohn Jakob an.
Die Felle der Ziegenböckchen legte sie um seine Hände und um seinen glatten Hals.
Dann übergab sie das leckere Essen und das Brot, das sie zubereitet hatte, ihrem Sohn Jakob.
Er ging zu seinem Vater hinein und sagte: Mein Vater! Ja, antwortete er, wer bist du, mein Sohn?
Jakob entgegnete seinem Vater: Ich bin Esau, dein Erstgeborener. Ich habe getan, wie du mir gesagt hast. Setz dich auf, iss von meinem Wildbret, und dann segne mich!
Da sagte Isaak zu seinem Sohn: Wie hast du nur so schnell etwas finden können, mein Sohn? Er antwortete: Der Herr, dein Gott, hat es mir entgegenlaufen lassen.
Da sagte Isaak zu Jakob: Komm näher heran! Ich will dich betasten, mein Sohn, ob du wirklich mein Sohn Esau bist oder nicht.
Jakob trat zu seinem Vater Isaak hin. Isaak betastete ihn und sagte: Die Stimme ist zwar Jakobs Stimme, die Hände aber sind Esaus Hände.
Er erkannte ihn nicht, denn Jakobs Hände waren behaart wie die seines Bruders Esau, und so segnete er ihn.
Er fragte: Bist du es, mein Sohn Esau? Ja, entgegnete er.
Da sagte Isaak: Bring es mir! Ich will von dem Wildbret meines Sohnes essen und dich dann segnen. Jakob brachte es ihm, und Isaak aß. Dann reichte er ihm auch Wein, und Isaak trank.
Nun sagte sein Vater Isaak zu ihm: Komm näher, und küss mich, mein Sohn!
Er trat näher und küsste ihn. Isaak roch den Duft seiner Kleider, er segnete ihn und sagte: Ja, mein Sohn duftet wie das Feld, das der Herr gesegnet hat.
Gott gebe dir vom Tau des Himmels, vom Fett der Erde, viel Korn und Most.
Dienen sollen dir die Völker, Stämme sich vor dir niederwerfen, Herr sollst du über deine Brüder sein. Die Söhne deiner Mutter sollen dir huldigen. Verflucht, wer dich verflucht. Gesegnet, wer dich segnet.

Psalm 135(134),1-2.3-4.5-6.
Halleluja! Lobet den Namen des Herrn,
lobt ihn, ihr Knechte des Herrn,
die ihr steht im Hause des Herrn,
in den Vorhöfen am Haus unsres Gottes.

Lobt den Herrn, denn der Herr ist gütig.
Singt und spielt seinem Namen, denn er ist freundlich.
Der Herr hat sich Jakob erwählt,
Israel wurde sein Eigentum.

Ja, das weiß ich: Groß ist der Herr,
unser Herr ist größer als alle Götter.
Alles, was dem Herrn gefällt, vollbringt er,
im Himmel, auf der Erde, in den Meeren, in allen Tiefen.




Evangelium nach Matthäus 9,14-17.
In jener Zeit kamen die Jünger Johannes' des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten?
Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.
Niemand setzt ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch wieder ab, und es entsteht ein noch größerer Riss.
Auch füllt man nicht neuen Wein in alte Schläuche. Sonst reißen die Schläuche, der Wein läuft aus, und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuen Wein füllt man in neue Schläuche, dann bleibt beides erhalten.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Pacianus von Barcelona (?-um 390), Bischof
Homilie über die Taufe
„... wenn der Bräutigam bei ihnen ist“

Die Sünde Adams hatte sich dem ganzen Menschengeschlecht mitgeteilt, ja – allen seinen Kindern... Es ist also notwendig, dass die Gerechtigkeit Christi ebenfalls dem ganzen Menschengeschlecht mitgeteilt wird. Wie Adam durch die Sünde seiner Nachkommenschaft das Leben genommen hat, so wird Christus durch seine Gerechtigkeit das Leben seinen Kindern geben (vgl. Röm 5,19 f.)...


Am Ende der Zeiten hat Christus von Maria eine Seele und unser Fleisch angenommen. Dieses Fleisch wollte er durch sein Kommen erretten; er hat es nicht in der Bleibe der Toten zurückgelassen (vgl. Ps 15,10), sondern er hat es mit seinem Geist vereint und es zu seinem Fleisch gemacht. Das ist die Hochzeit des Herrn, seine Vereinigung zu einem einzigen Fleisch, damit „die zwei ein Fleisch seien“, denn „das ist ein tiefes Geheimnis... Christus und die Kirche“ (vgl. Eph 5,31). Das christliche Volk wurde geboren aus dieser Hochzeit, auf die der Geist des Herrn herabstieg. Diese Befruchtung, die vom Himmel kam, hat sich sofort ergossen in die Substanz unserer Seelen und sich mit ihnen vermischt. Wir entwickeln uns somit im Leib unserer Mutter und empfangen das Leben in Christus, während wir in ihrem Schoß wachsen. Das ist es, was den Apostel Paulus sagen ließ: „Adam, der erste Mensch, wurde ein irdisches Lebewesen. Der letzte Adam wurde lebendigmachender Geist“ (1Kor 15,45).


So also zeugt Christus Kinder in der Kirche durch seine Priester, wie derselbe Apostel sagt: „Denn in Christus bin ich euer Vater geworden“ (vgl. 1Kor 4,15). Und so läßt der Same Christi, das heißt der Geist Gottes, den neuen Menschen geboren werden, der im Schoß seiner Mutter geformt ist und zur Welt kommt im Taufbrunnen durch die Hände des Priesters, mit dem Glauben als Zeuge... Wir müssen also glauben, dass wir geboren werden können... und dass es Christus ist, der uns das Leben schenkt. Der Apostel Johannes sagt es: „Alle, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden“ (Joh 1,12).
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La Salette 1846



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