Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971767 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1048 am: 18. April 2016, 07:59:34 »
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Montag der 4. Osterwoche

Heute auch : Hl. Wikterp, Hl. Ursmar von Lobbes

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Clemens von Alexandrien : „Ich bin gekommen, damit die Menschen das Leben haben und es in Fülle haben“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 11,1-18.
In jenen Tagen erfuhren die Apostel und die Brüder in Judäa, dass auch die Heiden das Wort Gottes angenommen hatten.
Als nun Petrus nach Jerusalem hinaufkam, hielten ihm die gläubig gewordenen Juden vor:
Du hast das Haus von Unbeschnittenen betreten und hast mit ihnen gegessen.
Da begann Petrus, ihnen der Reihe nach zu berichten:
Ich war in der Stadt Joppe und betete; da hatte ich in einer Verzückung eine Vision: Eine Schale, die aussah wie ein großes Leinentuch, das an den vier Ecken gehalten wurde, senkte sich aus dem Himmel bis zu mir herab.
Als ich genauer hinschaute, sah ich darin die Vierfüßler der Erde, die wilden Tiere, die Kriechtiere und die Vögel des Himmels.
Ich hörte auch eine Stimme, die zu mir sagte: Steh auf, Petrus, schlachte, und iss!
Ich antwortete: Niemals, Herr! Noch nie ist etwas Unheiliges oder Unreines in meinen Mund gekommen.
Doch zum zweitenmal kam eine Stimme vom Himmel; sie sagte: Was Gott für rein erklärt hat, nenne du nicht unrein!
Das geschah dreimal, dann wurde alles wieder in den Himmel hinaufgezogen.
Da standen auf einmal drei Männer vor dem Haus, in dem ich wohnte; sie waren aus Cäsarea zu mir geschickt worden.
Der Geist aber sagte mir, ich solle ohne Bedenken mit ihnen gehen. Auch diese sechs Brüder zogen mit mir, und wir kamen in das Haus jenes Mannes.
Er erzählte uns, wie er in seinem Haus den Engel stehen sah, der zu ihm sagte: Schick jemand nach Joppe, und lass Simon, der Petrus genannt wird, holen.
Er wird dir Worte sagen, durch die du mit deinem ganzen Haus gerettet werden wirst.
Während ich redete, kam der Heilige Geist auf sie herab, wie am Anfang auf uns.
Da erinnerte ich mich an das Wort des Herrn: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit dem Heiligen Geist getauft werden.
Wenn nun Gott ihnen, nachdem sie zum Glauben an Jesus Christus, den Herrn, gekommen sind, die gleiche Gabe verliehen hat wie uns: wer bin ich, dass ich Gott hindern könnte?
Als sie das hörten, beruhigten sie sich, priesen Gott und sagten: Gott hat also auch den Heiden die Umkehr zum Leben geschenkt.

Psalm 42(41),2-3.43(42),3.4.
Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,
so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.
Sende dein Licht und deine Wahrheit, damit sie mich leiten;
sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung.

Sende dein Licht und deine Wahrheit,
damit sie mich leiten;
sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg
und zu deiner Wohnung.

So will ich zum Altar Gottes treten,
zum Gott meiner Freude.
Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben,
Gott, mein Gott.




Evangelium nach Johannes 10,1-10.
In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, das sage ich euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.
Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe.
Ihm öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus.
Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus, und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme.
Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen.
Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte.
Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.
Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Clemens von Alexandrien (150-um 215), Theologe
Paidagogos, 9,83
„Ich bin gekommen, damit die Menschen das Leben haben und es in Fülle haben“

Krank wie wir sind, brauchen wir den Heiland; verirrt wie wir sind, brauchen wir einen, der uns führt; durstig wie wir sind, brauchen wir die Quelle lebendigen Wassers; weil wir tot sind, brauchen wir das Leben; wir Schafe brauchen den Hirten, wir Kinder den Erzieher; und die ganze Menschheit braucht Jesus […]

Wenn ihr so wollt, können wir in der höchsten Weisheit des hochheiligsten Hirten und Erziehers den Allmächtigen und das Wort des Vaters erkennen, wenn er sich einer Allegorie bedient und sich Hirte der Mutterschafe nennt. Aber er ist auch der Erzieher der Kleinen. So wendet er sich ausführlich an die Alten und gibt ihnen ein Beispiel seiner Fürsorglichkeit: „Die verlorengegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen; im Bergland Israels sollen sie fette Weide finden“ (Ez 34,14.16). Ja, Meister, führe uns zu den fetten Weideplätzen deiner Gerechtigkeit. Ja, du unser Erzieher, sei unser Hirte und führe uns hin zu deinem heiligen Bergland, hin zu der Kirche, die sich über die Wolken erhebt, die den Himmel berührt. „Ich will ihr Hirt sein – Spruch des Herrn – ich will bei ihnen sein.“ (Ez 34,12) Er will mein Fleisch retten, indem er es in Unvergänglichkeit hüllt [...] „Wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich“ (Jes 58,9) [...]

So ist unser Erzieher; er ist gut und zugleich gerecht. „Ich bin nicht gekommen, um mich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen“ (Mt 20,28). Deshalb wird er uns im Evangelium als müde vorgestellt (Joh 4,6), er, der sich für uns abmüht und verspricht, „sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele“ (Mt 20,28). Er versichert uns, dass nur der gute Hirte so handelt. Welch großartiger Geber, der uns das Größte gibt, was er hat: sein Leben! Welch ein Wohltäter und Freund der Menschen, der lieber ihr Bruder als ihr Herr sein wollte! Und er ist in seiner Güte so weit gegangen, dass er für uns starb.


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« Antwort #1049 am: 19. April 2016, 08:00:09 »
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Dienstag der 4. Osterwoche

Heute auch : Hl. Leo IX.

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Hilarius : „Ich und der Vater sind eins“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 11,19-26.
In jenen Tagen kamen bei der Verfolgung, die wegen Stephanus entstanden war, die Versprengten bis nach Phönizien, Zypern und Antiochia; doch verkündeten sie das Wort nur den Juden.
Einige aber von ihnen, die aus Zypern und Zyrene stammten, verkündeten, als sie nach Antiochia kamen, auch den Griechen das Evangelium von Jesus, dem Herrn.
Die Hand des Herrn war mit ihnen, und viele wurden gläubig und bekehrten sich zum Herrn.
Die Nachricht davon kam der Gemeinde von Jerusalem zu Ohren, und sie schickten Barnabas nach Antiochia.
Als er ankam und die Gnade Gottes sah, freute er sich und ermahnte alle, dem Herrn treu zu bleiben, wie sie es sich vorgenommen hatten.
Denn er war ein trefflicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und von Glauben. So wurde für den Herrn eine beträchtliche Zahl hinzugewonnen.
Barnabas aber zog nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen.
Er fand ihn und nahm ihn nach Antiochia mit. Dort wirkten sie miteinander ein volles Jahr in der Gemeinde und unterrichteten eine große Zahl von Menschen. In Antiochia nannte man die Jünger zum erstenmal Christen.

Psalm 87(86),2-3.4.5.7.
Der Herr liebt Zion, seine Gründung auf heiligen Bergen;
mehr als all seine Stätten in Jakob liebt er die Tore Zions.
Herrliches sagt man von dir,
du Stadt unseres Gottes.

Leute aus Ägypten und Babel
zähle ich zu denen, die mich kennen;
auch von Leuten aus dem Philisterland, aus Tyrus und Kusch
sagt man: Er ist dort geboren.

Von Zion wird man sagen:
Jeder ist dort geboren.
Er, der Höchste, hat Zion gegründet.
Und sie werden beim Reigentanz singen:
All meine Quellen entspringen in dir.




Evangelium nach Johannes 10,22-30.
In Jerusalem fand das Tempelweihfest statt. Es war Winter,
und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab.
Da umringten ihn die Juden und fragten ihn: Wie lange noch willst du uns hinhalten? Wenn du der Messias bist, sag es uns offen!
Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis für mich ab;
ihr aber glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört.
Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir.
Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen.
Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen.
Ich und der Vater sind eins.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Hilarius (um 315-367), Bischof von Poitiers und Kirchenlehrer
Über die Dreieinigkeit II, 8
„Ich und der Vater sind eins“

Der Vater ist, was er ist, und man muss ihm als solchem Glauben schenken. Was den Sohn angeht, so lässt es unser Geist an Mut fehlen, ihn zu erfassen, und alle Worte lassen sich nur zögerlich vernehmen. Er ist tatsächlich die Zeugung des Nicht-Gezeugten, der aus dem Einen hervorgegangene Eine, der aus dem Wahren hervorgegangene Wahre, der vom Lebendigen stammende Lebendige, der vom Vollkommenen ausgehende Vollkommene, die Macht aus der Macht, die Weisheit aus der Weisheit, die Glorie aus der Glorie, „das Ebenbild des unsichtbaren Gottes“ (Kol 1,15) […]

Wie lässt sich die Zeugung des einzigen Sohnes aus dem Nicht-Gezeugten begreifen? […] Diese Zeugung ist weder ein Herausbrechen noch eine Teilung […]: „In mir ist der Vater, und ich bin im Vater“ (Joh 10,38). Es ist auch keine Adoption, denn der Sohn ist der wahre Sohn Gottes und sagt: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“ (Joh 14,9). Er kam nicht zum Leben wie die anderen Lebewesen, um einer Anordnung Folge zu leisten; denn […] wie der Vater das Leben in sich hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben in sich zu haben (Joh 5,26) […] Er, der vom Vollkommenen kommt, ist vollkommen, weil der, dem alles gehört, ihm alles gegeben hat. Beiden, dem Vater und dem Sohn, ist das Geheimnis dieser Geburt zu Eigen.
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« Antwort #1050 am: 20. April 2016, 08:01:53 »
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Mittwoch der 4. Osterwoche

Heute auch : Hl. Hildegund von Schönau, Hl. Odette

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Katechismus der Katholischen Kirche: „Wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 12,24-25.13,1-5a.
In jenen Tagen wuchs das Wort des Herrn und breitete sich aus.
Nachdem Barnabas und Saulus in Jerusalem ihre Aufgabe erfüllt hatten, kehrten sie zurück; Johannes mit dem Beinamen Markus nahmen sie mit.
In der Gemeinde von Antiochia gab es Propheten und Lehrer: Barnabas und Simeon, genannt Niger, Luzius von Zyrene, Manaën, ein Jugendgefährte des Tetrarchen Herodes, und Saulus.
Als sie zu Ehren des Herrn Gottesdienst feierten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Wählt mir Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie mir berufen habe.
Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen.
Vom Heiligen Geist ausgesandt, zogen sie nach Seleuzia hinab und segelten von da nach Zypern.
Als sie in Salamis angekommen waren, verkündeten sie das Wort Gottes in den Synagogen der Juden. Johannes hatten sie als Helfer bei sich.

Psalm 67(66),2-3.5.7.8.
Gott sei uns gnädig und segne uns.
Er lasse über uns sein Angesicht leuchten,
damit auf Erden sein Weg erkannt wird
und unter allen Völkern sein Heil.

Die Nationen sollen sich freuen und jubeln.
Denn du richtest den Erdkreis gerecht.
Du richtest die Völker nach Recht
und regierst die Nationen auf Erden.

Das Land gab seinen Ertrag.
Es segne uns Gott, unser Gott.
Es segne uns Gott.
Alle Welt fürchte und ehre ihn.




Evangelium nach Johannes 12,44-50.
In jener Zeit rief Jesus aus: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat,
und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat.
Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt.
Wer meine Worte nur hört und sie nicht befolgt, den richte nicht ich; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten.
Wer mich verachtet und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich gesprochen habe, wird ihn richten am Letzten Tag.
Denn was ich gesagt habe, habe ich nicht aus mir selbst, sondern der Vater, der mich gesandt hat, hat mir aufgetragen, was ich sagen und reden soll.
Und ich weiß, dass sein Auftrag ewiges Leben ist. Was ich also sage, sage ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Katechismus der Katholischen Kirche
Katechismus der Katholischen Kirche / §§ 238, 240-242
„Wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat“

In vielen Religionen wird Gott als „Vater“ angerufen. Die Gottheit wird oft als „Vater der Götter und der Menschen“ betrachtet. In Israel wird Gott „Vater“ genannt als Erschaffer der Welt. Gott ist erst recht Vater aufgrund des Bundes und der Gabe des Gesetzes an Israel, seinen „Erstgeborenen“ (Ex 4,22). Er wird auch Vater des Königs von Israel genannt (vgl. 2 Sam 7,14). Ganz besonders ist er „der Vater der Armen“, der Waisen und Witwen (vgl. Ps 68,6), die unter seinem liebenden Schutz stehen.

Jesus hat geoffenbart, dass Gott in einem ungeahnten Sinn „Vater“ ist: nicht nur als Schöpfer, sondern von Ewigkeit her Vater seines eingeborenen Sohnes, der nur in bezug auf seinen Vater Sohn ist: „Niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will“ (Mt 11,27).

Deshalb bekannten die Apostel Jesus als das Wort, das bei Gott war und Gott ist (vgl. Joh 1,1), als „das Ebenbild des unsichtbaren Gottes“ (Kol 1,15), als „der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens“ (Hebr 1,3).

Ihr Bekenntnis wird von der apostolischen Überlieferung bewahrt, in deren Gefolge die Kirche im Jahr 325 auf dem ersten Ökumenischen Konzil in Nizäa bekannt hat, dass der Sohn „eines Wesens [...] mit dem Vater“, das heißt mit ihm ein einziger Gott ist. Das zweite Ökumenische Konzil, das sich 381 in Konstantinopel versammelt hatte, behielt in seiner Formulierung des Credo von Nizäa diesen Ausdruck bei und bekannte „Gottes eingeborenen Sohn“ als „aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater“ (DS 150).

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« Antwort #1051 am: 21. April 2016, 07:59:59 »
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Donnerstag der 4. Osterwoche

Heute auch : Hl. Konrad von Parzham, Hl. Anselm von Canterbury

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Theresia vom Kinde Jesu : „Wer einen aufnimmt, den ich sende, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 13,13-25.
Von Paphos fuhr Paulus mit seinen Begleitern ab und kam nach Perge in Pamphylien. Johannes aber trennte sich von ihnen und kehrte nach Jerusalem zurück.
Sie selbst wanderten von Perge weiter und kamen nach Antiochia in Pisidien. Dort gingen sie am Sabbat in die Synagoge und setzten sich.
Nach der Lesung aus dem Gesetz und den Propheten schickten die Synagogenvorsteher zu ihnen und ließen ihnen sagen: Brüder, wenn ihr ein Wort des Trostes für das Volk habt, so redet.
Da stand Paulus auf, gab mit der Hand ein Zeichen und sagte: Ihr Israeliten und ihr Gottesfürchtigen, hört!
Der Gott dieses Volkes Israel hat unsere Väter erwählt und das Volk in der Fremde erhöht, in Ägypten; er hat sie mit hoch erhobenem Arm von dort herausgeführt
und fast vierzig Jahre durch die Wüste getragen.
Sieben Völker hat er im Land Kanaan vernichtet und ihr Land ihnen zum Besitz gegeben,
für etwa vierhundertfünfzig Jahre. Danach hat er ihnen Richter gegeben bis zum Propheten Samuel.
Dann verlangten sie einen König, und Gott gab ihnen Saul, den Sohn des Kisch, einen Mann aus dem Stamm Benjamin, für vierzig Jahre.
Nachdem er ihn verworfen hatte, erhob er David zu ihrem König, von dem er bezeugte: Ich habe David, den Sohn des Isai, als einen Mann nach meinem Herzen gefunden, der alles, was ich will, vollbringen wird.
Aus seinem Geschlecht hat Gott dem Volk Israel, der Verheißung gemäß, Jesus als Retter geschickt.
Vor dessen Auftreten hat Johannes dem ganzen Volk Israel Umkehr und Taufe verkündigt.
Als Johannes aber seinen Lauf vollendet hatte, sagte er: Ich bin nicht der, für den ihr mich haltet; aber seht, nach mir kommt einer, dem die Sandalen von den Füßen zu lösen ich nicht wert bin.

Psalm 89(88),2-3.20a.4-5.27.29.
Von den Taten deiner Huld, Herr, will ich ewig singen,
bis zum fernsten Geschlecht laut deine Treue verkünden.
Denn ich bekenne: Deine Huld besteht für immer und ewig;
deine Treue steht fest im Himmel.

Einst hast du in einer Vision zu deinen Frommen gesprochen:
«Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Erwählten
und David, meinem Knecht, geschworen:
Deinem Haus gebe ich auf ewig Bestand,
und von Geschlecht zu Geschlecht richte ich deinen Thron auf.»

Er wird zu mir rufen: Mein Vater bist du,
mein Gott, der Fels meines Heiles.
Auf ewig werde ich ihm meine Huld bewahren,
mein Bund mit ihm bleibt allzeit bestehen.




Evangelium nach Johannes 13,16-20.
Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte, sprach er zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr, und der Abgesandte ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat.
Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt.
Ich sage das nicht von euch allen. Ich weiß wohl, welche ich erwählt habe, aber das Schriftwort muss sich erfüllen: Einer, der mein Brot aß, hat mich hintergangen.
Ich sage es euch schon jetzt, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschehen ist, glaubt: Ich bin es.
Amen, amen, ich sage euch: Wer einen aufnimmt, den ich sende, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897), Karmelitin, Kirchenlehrerin
Selbstbiographische Schriften B, 2v°-3v°
„Wer einen aufnimmt, den ich sende, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat“

Deine Braut zu sein, mein Jesus, Karmelitin zu sein, durch meine Vereinigung mit Dir Mutter von Seelen zu sein – das müsste mir genügen. Aber so ist es nicht. Ohne Zweifel sind diese drei Privilegien – Karmelitin, Braut und Mutter – durchaus meine Berufung. Und doch spüre ich in mir weitere Berufungen [...] Ich spüre das Bedürfnis, das Verlangen, für Dich, Jesus, die größten Heldentaten zu vollbringen [...] Obwohl ich so klein bin, wollte ich den Seelen Klarheit bringen wie die Propheten, die großen Lehrer; ich habe die Berufung zum Apostel. Ich wollte alle Länder der Erde durchziehen, Deinen Namen bekannt machen und auf dem Boden des Unglaubens Dein glorreiches Kreuz aufrichten. Aber bloßes Missionieren, mein Geliebter, würde mir nicht genügen, gleichzeitig wollte ich in den fünf Erdteilen und auf den abgelegensten Inseln das Evangelium verkünden. Ich wollte Missionarin sein, nicht bloß während einiger Jahre, sondern wollte es schon gewesen sein seit Erschaffung der Welt und es sein bis zum Ende der Zeiten ]...]

O mein Jesus! Was antwortest du nun auf alle meine Torheiten? Gibt es eine Seele, die kleiner, machtloser ist als die meine? Und doch, Herr, gerade wegen meiner Schwachheit hat es Dir gefallen, mir meine kleinen kindlichen Wünsche zu erfüllen, und Du willst weitere erfüllen, die größer sind als das Universum [...] Ich habe begriffen, dass die Liebe alle Berufungen in sich einschließt, dass die Liebe alles ist, dass sie alle Zeiten und Räume umfasst; mit einem Wort: sie ist ewig [...] Meine Berufung – endlich habe ich sie gefunden. Meine Berufung ist die Liebe.

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« Antwort #1052 am: 22. April 2016, 07:48:10 »
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Heute auch : Hl. Meingoz, Hl. Wolfhelm

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Augustinus : „Niemand kommt zum Vater außer durch mich“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 13,26-33.
In jenen Tagen, als Paulus nach Antiochia in Pisidien gekommen war, sagte er in der Synagoge: Brüder, ihr Söhne aus Abrahams Geschlecht und ihr Gottesfürchtigen! Uns wurde das Wort dieses Heils gesandt.
Denn die Einwohner von Jerusalem und ihre Führer haben Jesus nicht erkannt, aber sie haben die Worte der Propheten, die an jedem Sabbat vorgelesen werden, erfüllt und haben ihn verurteilt.
Obwohl sie nichts fanden, wofür er den Tod verdient hätte, forderten sie von Pilatus seine Hinrichtung.
Als sie alles vollbracht hatten, was in der Schrift über ihn gesagt ist, nahmen sie ihn vom Kreuzesholz und legten ihn ins Grab.
Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt,
und er ist viele Tage hindurch denen erschienen, die mit ihm zusammen von Galiläa nach Jerusalem hinaufgezogen waren und die jetzt vor dem Volk seine Zeugen sind.
So verkünden wir euch das Evangelium: Gott hat die Verheißung, die an die Väter ergangen ist,
an uns, ihren Kindern, erfüllt, indem er Jesus auferweckt hat, wie es schon im zweiten Psalm heißt: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt.

Psalm 2,6-7.8-9.10-11.
«Ich selber habe meinen König eingesetzt
auf Zion, meinem heiligen Berg.»
Den Beschluss des Herrn will ich kundtun.
Er sprach zu mir: «Mein Sohn bist du.
Heute habe ich dich gezeugt.

Fordere von mir, und ich gebe dir die Völker zum Erbe,
die Enden der Erde zum Eigentum.
Du wirst sie zerschlagen mit eiserner Keule,
wie Krüge aus Ton wirst du sie zertrümmern.»

Nun denn, ihr Könige, kommt zur Einsicht,
lasst euch warnen, ihr Gebieter der Erde!
Dient dem Herrn in Furcht,
und küsst ihm mit Beben die Füße.




Evangelium nach Johannes 14,1-6.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott, und glaubt an mich!
Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?
Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.
Und wohin ich gehe - den Weg dorthin kennt ihr.
Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen?
Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Predigt 142
„Niemand kommt zum Vater außer durch mich“

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Damit scheint uns Christus zu sagen: „Welchen Weg willst du einschlagen? Ich bin der Weg. Wo willst du ankommen? Ich bin die Wahrheit. Wo willst du weiterhin sein? Ich bin das Leben.“ Gehen wir also getrost auf diesem Weg: abseits des Weges müssen wir mit Fallen rechnen; denn auf dem Weg wagt der Feind den Angriff nicht – der Weg ist Christus selbst –, aber abseits des Weges stellt er uns Fallen […]

Christus in seiner Demut ist unser Weg; Christus als Wahrheit und Leben ist der Christus in seiner Herrlichkeit, in seiner Göttlichkeit. Wenn du den Weg der Demut einschlägst, gelangst du zum Höchsten. Wenn du in deiner Schwachheit die Demut nicht gering schätzt, verbleibst du voller Kraft im Höchsten. Warum hat Christus den Weg der Demut gewählt? Wegen deiner Schwäche, die ein unüberwindbares Hindernis darstellte. Um dich von ihr zu erlösen, hat sich ein so großer Arzt deiner angenommen. Du konntest ihn nicht aufsuchen: er ist zu dir gekommen. Er ist gekommen, um dich Demut zu lehren, den Weg der Umkehr; denn es war der Stolz, der uns daran hinderte, zum Leben zurückzukehren, das wir eben durch ihn verloren hatten […]

So ruft uns Jesus, der uns zum Weg geworden ist, zu: „Geht durch das enge Tor!“ (Mt 7,13). Der Mensch bemüht sich hier durchzukommen, aber der Stolz, der uns aufbläht, hindert uns daran. Akzeptieren wir also das Heilmittel Demut, schlucken wir diese bittere, aber heilbringende Medizin […] Der von Stolz aufgeblähte Mensch fragt: „Wie komme ich hindurch?“ Christus antwortet uns: „Ich bin der Weg, gehe über mich hindurch. Ich bin die Tür (Joh 10,7), warum willst du es anderswo versuchen?“ Damit du dich nicht verirrst, ist er für dich alles geworden, und er rät dir: „Sei gütig, sei demütig“ (Mt 11,29).

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« Antwort #1053 am: 23. April 2016, 11:57:54 »
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Samstag der 4. Osterwoche

Heute auch : Hl. Adalbert von Böhmen, Hl. Georg

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Origenes : „Alles, um was ihr in meinem Namen bitten werdet, werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 13,44-52.
Am Sabbat nach der ersten Predigt des Paulus in Antiochia versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort des Herrn zu hören.
Als die Juden die Scharen sahen, wurden sie eifersüchtig, widersprachen den Worten des Paulus und stießen Lästerungen aus.
Paulus und Barnabas aber erklärten freimütig: Euch musste das Wort Gottes zuerst verkündet werden. Da ihr es aber zurückstoßt und euch des ewigen Lebens unwürdig zeigt, wenden wir uns jetzt an die Heiden.
Denn so hat uns der Herr aufgetragen: Ich habe dich zum Licht für die Völker gemacht, bis an das Ende der Erde sollst du das Heil sein.
Als die Heiden das hörten, freuten sie sich und priesen das Wort des Herrn; und alle wurden gläubig, die für das ewige Leben bestimmt waren.
Das Wort des Herrn aber verbreitete sich in der ganzen Gegend.
Die Juden jedoch hetzten die vornehmen gottesfürchtigen Frauen und die Ersten der Stadt auf, veranlassten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihrem Gebiet.
Diese aber schüttelten gegen sie den Staub von ihren Füßen und zogen nach Ikonion.
Und die Jünger waren voll Freude und erfüllt vom Heiligen Geist.

Psalm 98(97),1.2-3ab.3cd-4.
Singet dem Herrn ein neues Lied;
denn er hat wunderbare Taten vollbracht!
Er hat mit seiner Rechten geholfen
und mit seinem heiligen Arm.

Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker.
Er dachte an seine Huld
und an seine Treue zum Hause Israel.

Alle Enden der Erde
sahen das Heil unsres Gottes.
Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde,
freut euch, jubelt und singt!




Evangelium nach Johannes 14,7-14.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.
Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?
Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke.
Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke!
Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater.
Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird.
Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Origenes (um 185-253), Priester und Theologe
Über das Gebet, 31
„Alles, um was ihr in meinem Namen bitten werdet, werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn“

Es will mir scheinen, dass derjenige, der sich ins Gebet begibt, sich besinnen und irgendwie vorbereiten muss, um im Ganzen geneigter und aufmerksamer beten zu können. Er muss desgleichen jede Angst und alle Gedankenstürme vertreiben; er muss sich bemühen, an die Größe Gottes zu denken, dem er sich naht, und denken soll er auch daran, dass er unwürdig ist, sich Ihm ohne Aufmerksamkeit darzubringen, ohne dass er seine Kräfte bemüht und wie lässig ist; und schließlich muss er alle fremden Gedanken zurückweisen.

Wenn man zum Gebet geht, muss man gleichsam die Seele vor den Händen darbieten, den Geist zu Gott erheben bevor man die Augen erhebt, den Geist vom Irdischen lösen, bevor man sich erhebt und das Gebet dem Herrn des Weltalls darbringt, schließlich alle Verletzungen ablegen, die man meint, empfangen zu haben, wenn man wünscht, dass auch Gott die Schuld vergisst, die Ihm gegenüber oder unserem Nächsten oder wider besseres Wissen verübt wurde.

Wenn es auch unzählige Körperhaltungen gibt, bleibt das Erheben der Hände oder das der Augen zum Himmel sicherlich die allen anderen vorzuziehende, um mit dem Körper das Bild der seelischen Gestimmtheit während des Gebets auszudrücken [...] doch die Umstände könne es manchmal notwendig machen, sitzend oder selbst liegend zu beten [...] Was das kniende Gebet angeht, so ist es notwendig, wenn jemand sich vor Gott seiner Sünden anklagt und darum bittet, das Er ihn heilen und ihm verzeihen möge. Dieses Gebet auf den Knien ist ein Symbol dieser Niederwerfung und dieser Unterwerfung, von denen Paulus spricht, wenn er sagt: „Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, nach dessen Namen jedes Geschlecht im Himmel und auf der Erde benannt wird [...]“ (Eph 3,14-15). Das ist die geistliche Kniebeugung, die so genannt wird, weil alles Geschöpfe Gott anbeten im Namen Jesu und sich demütig Ihm unterwerfen. Der Apostel Paulus scheint darauf anzuspielen, wenn er sagt: „Damit jedes Knie sich beuge im Himmel, auf der Erde und unter der Erde“ (Phil 2,10).

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1054 am: 24. April 2016, 08:06:51 »
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5. Sonntag in der Osterzeit

Heute auch : Hl. Fidelis von Sigmaringen

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Sel. Mutter Teresa von Kalkutta : „Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben“

Die Texte des Tages als Audio

Apostelgeschichte 14,21b-27.
In jenen Tagen kehrten Paulus und Barnabas nach Lystra, Ikonion und Antiochia zurück.
Sie sprachen den Jüngern Mut zu und ermahnten sie, treu am Glauben festzuhalten; sie sagten: Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen.
In jeder Gemeinde bestellten sie durch Handauflegung Älteste und empfahlen sie mit Gebet und Fasten dem Herrn, an den sie nun glaubten.
Nachdem sie durch Pisidien gezogen waren, kamen sie nach Pamphylien,
verkündeten in Perge das Wort und gingen dann nach Attalia hinab.
Von dort fuhren sie mit dem Schiff nach Antiochia, wo man sie für das Werk, das sie nun vollbracht hatten, der Gnade Gottes empfohlen hatte.
Als sie dort angekommen waren, riefen sie die Gemeinde zusammen und berichteten alles, was Gott mit ihnen zusammen getan und dass er den Heiden die Tür zum Glauben geöffnet hatte.

Psalm 145(144),1-2.8-9.10-11.13cd.14.
Ich will dich rühmen, mein Gott und König,
und deinen Namen preisen immer und ewig;
ich will dich preisen Tag für Tag
und deinen Namen loben immer und ewig.

Der Herr ist gnädig und barmherzig,
langmütig und reich an Gnade.
Der Herr ist gütig zu allen,
sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.

Danken sollen dir, Herr, all deine Werke
und deine Frommen dich preisen.
Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden,
sollen sprechen von deiner Macht.

Der Herr ist treu in all seinen Worten,
voll Huld in all seinen Taten.
Der Herr stützt alle, die fallen,
und richtet alle Gebeugten auf.




Buch der Offenbarung 21,1-5a.
Ich, Johannes, sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr.
Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.
Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein.
Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.
Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu.

Evangelium nach Johannes 13,31-33a.34-35.
In jener Zeit als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht.
Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen.
Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich suchen, und was ich den Juden gesagt habe, sage ich jetzt auch euch: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen.
Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.
Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe
"A simple path" - Der einfache Weg
„Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben“

Ich sage immer, dass die Liebe zu Hause beginnt. Zuerst ist da die Familie und dann eure Stadt. Es ist sehr einfach, zu behaupten, man liebe die Menschen, die weit entfernt sind, aber sehr viel weniger einfach ist es, die zu lieben, die mit uns zusammen leben oder in unserer Nähe. Ich hüte mich vor großen, unpersönlichen Projekten, denn einzig die je einzelne Person zählt. Um jemanden lieben zu lernen, muss man sich ihm nähern. Jeder braucht die Liebe. Jeder von uns braucht die Gewissheit, dass er für die anderen zählt und dass er einen unschätzbaren Wert darstellt in den Augen Gottes.

Christus hat gesagt: „Liebt einander, wie auch ich euch geliebt habe.“ Er hat auch gesagt: „Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40) Ihn lieben wir in jedem Armen, und jedes menschliche Wesen auf der Erde ist in irgendeiner Weise arm. Er hat gesagt: „Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich war nackt, und ihr habt mich bekleidet.“ (Mt 25,35) Ich erinnere meine Schwestern und unsere Brüder immer daran, dass unser Tag 24 Stunden hat, die wir mit Jesus verbringen.


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« Antwort #1055 am: 25. April 2016, 07:59:02 »
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Fest des Hl. Markus, Evangelist

Heute auch : Hl. Markus

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Irenäus von Lyon : „Geht in die ganze Welt hinaus und verkündet die Frohe Botschaft allen Geschöpfen“

Die Texte des Tages als Audio

Erster Brief des Apostels Petrus 5,5b-14.
Brüder! Begegnet einander in Demut! Denn Gott tritt den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er seine Gnade.
Beugt euch also in Demut unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöht, wenn die Zeit gekommen ist.
Werft alle eure Sorge auf ihn, denn er kümmert sich um euch.
Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann.
Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens! Wisst, dass eure Brüder in der ganzen Welt die gleichen Leiden ertragen müssen!
Der Gott aller Gnade aber, der euch in Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat, wird euch, die ihr kurze Zeit leiden müsst, wieder aufrichten, stärken, kräftigen und auf festen Grund stellen.
Sein ist die Macht in Ewigkeit. Amen.
Durch den Bruder Silvanus, den ich für treu halte, habe ich euch kurz geschrieben; ich habe euch ermahnt und habe bezeugt, dass dies die wahre Gnade Gottes ist, in der ihr stehen sollt.
Es grüßen euch die Mitauserwählten in Babylon und mein Sohn Markus.
Grüßt einander mit dem Kuss der Liebe! Friede sei mit euch allen, die ihr in Christus seid.

Psalm 89(88),2-3.6-7.16-17.
Von den Taten deiner Huld, Herr, will ich ewig singen,
bis zum fernsten Geschlecht laut deine Treue verkünden.
Denn ich bekenne: Deine Huld besteht für immer und ewig;
deine Treue steht fest im Himmel.

Die Himmel preisen, Herr, deine Wunder
und die Gemeinde der Heiligen deine Treue.
Denn wer über den Wolken ist wie der Herr,
wer von den Göttern ist dem Herrn gleich?

Wohl dem Volk, das dich als König zu feiern weiß!
Herr, sie gehen im Licht deines Angesichts.
Sie freuen sich über deinen Namen zu jeder Zeit,
über deine Gerechtigkeit jubeln sie.




Evangelium nach Markus 16,15-20.
In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!
Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.
Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden;
wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.
Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes.
Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Irenäus von Lyon (um 130 - um 208), Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer
Gegen die Häresien, III,1
„Geht in die ganze Welt hinaus und verkündet die Frohe Botschaft allen Geschöpfen“

Der Herr aller Dinge hat seinen Aposteln die Vollmacht gegeben, das Evangelium zu verkünden. Und durch sie haben wir die Wahrheit kennengelernt, das heißt die Lehren des Sohnes Gottes. Ihnen hat der Herr gesagt: „Wer euch hört, der hört mich; wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.“ (Lk 10,16). Denn wir haben die Sorge für unser Heil nur durch diejenigen erkannt, die uns das Evangelium gebracht haben.

Dieses Evangelium hatten sie zuerst gepredigt. Dann haben sie es uns nach dem Willen Gottes in der Schrift übergeben, damit es uns „Säule und Fundament“ unseres Glaubens würde (vgl. 1 Tim 3,15). Es ist nicht gestattet zu sagen, das sie gepredigt haben, bevor sie das volle Verständnis erhalten hatten, wie einige vorzugeben wagen, die sich erkühnen, Verbesserer der Apostel zu sein. Hingegen ist es wahr, dass nach der Auferstehung unseres Herrn von den Toten und nachdem die Apostel mit der „Kraft aus der Höhe“ (Lk 24,49) bekleidet worden waren durch das Kommen des Heiligen Geistes, sie erfüllt wurden mit dem sicheren Wissen um alles und die vollkommene Erkenntnis besaßen. Dann gingen sie „bis an die Enden der Erde“ (Ps 19[18],5; Röm 10,18) und verkündeten die Frohe Botschaft von allen Wohltaten, die Gott uns zukommen läßt und predigten den Menschen den Frieden des Himmelreichs. Alle und jeder im Besonderen besaßen sie das Evangelium Gottes.

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La Salette 1846



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