Autor Thema: Eucharistische Wunder in Buenos Aires während dem episkopat Bergoglios  (Gelesen 915061 mal)

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Antw:Eucharistische Wunder in Buenos Aires während dem episkopat Bergoglios
« Antwort #1112 am: 20. Oktober 2016, 07:58:12 »
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Willst Du eine geraume Zeit, etwa eine halbe oder eine ganze Stunde oder länger, dem Gebet obliegen, dann verbinde mit ihm die Betrachtung über das Leben und Leiden Jesu Christi, indem du Seine Handlungen auf die von dir ersehnte Tugend anwendest. Wünschst du beispielsweise die Tugend der Geduld zu erlangen, nimm einige Punkte aus dem Geheimnis seiner Geißelung zum Gegenstand deiner Erwägung.




Erstens:

Der Herr wird von den Knechten der Bosheit unter Hohngeschrei zu dem Orte der Geißelung geschleppt, nachdem Pilatus den Befehl dazu erteilt hatte.

Zweitens:

Wütend reißt man ihm die Kleider vom Leibe, daß er entblößt und nackt dasteht

Drittens:

Mit Stricken werden Seine unschuldigen Hände roh gefesselt und an die Säulen gebunden.

Viertens:

Sein ganzer Körper wird durch die Geißelhiebe zerfetzt und zerrissen, so daß Sein heiligstes Blut in Strömen zur Erde fließt.

Fünftens:

Schlag auf Schlag treffen Ihn die Hiebe auf derselben Stelle, wodurch Seine Wunden immer heftiger brennen und schmerzen.




Nachdem du dir so zur Erwerbung der Geduld diese oder ähnliche Betrachtungspunkte vorgestellt hast, gebrauche die Sinne, um möglichst lebhaft die bitteren Herzensnöte und die grausamen Leiden, die dein lieber Herr an Seinem ganzen Körper wie in Seinen einzelnen Teilen ausgestanden hat, nachzuempfinden.

Sodann wende dich zu Seiner heiligsten Seele und dringe so tief als möglich in die Geduld und Sanftmut ein, mit der Er eine so fürchterliche Mißhandlung ertrug, ohne daß Sein Hunger nach ärgeren und grausameren Leiden und Qualen für die Ehre Seines Vaters und unser Heil gestillt worden wären.

Betrachte ferner, wie Er mit lebhaftem Verlangen wünscht, du möchtest deine Mühseligkeiten ruhig auf dich nehmen, und schau, wie Er sich wieder zum Vater mit der Bitte kehrt, Er möge dir voll Huld die Gnade zuteil werden lassen, geduldig dein augenblickliches, wie auch jedes andere Kreuz zu tragen.

Ringe dich durch zu dem festen Entschluß, alles mit geduldigem Herzen tragen zu wollen, und erhebe daraufhin dein Gemüt zum Vater; danke Ihm vor allem dafür, daß Er Seinen eingeborenen Sohn in die Welt sandte und Ihm auftrug, für dich so bittere Qualen zu erleiden und zu beten, und erflehe dir endlich kraft der Verdienste und Fürsprache Seines Sohnes die Tugend der Geduld.






entnommen aus: Der geistliche Kampf, Lorenzo Scupoli, Erstausgabe 1589, Neuauflage - Imprimatur, 15.April 1934, Dr. Eberhard Hoffmann, Abt S.O.Cist., Abtei Marienstatt
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Antw:Eucharistische Wunder in Buenos Aires während dem episkopat Bergoglios
« Antwort #1113 am: 21. Oktober 2016, 07:59:12 »
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Die unwürdige Communion des Judas und die Beleidigungen, welche der Heiland in der Folge in dem Sakramente Seiner Liebe erhalten sollte, haben das Schmerzliche Seiner Todesangst (im Ölgarten) um Vieles vergrößert; es ist daher billig, daraus einen Gegenstand besonderer Betrachtung zu machen.


1. Man kann sich schwerlich eine richtige Vorstellung von den Beleidigungen machen, denen Sich Unser Herr und Heiland dadurch ausgesetzt hat, daß er fortwährend auf unseren Altären gegenwärtig ist, und sich den Christen zur Speise ihrer Seelen hingibt. Der Gedanke daran erregt schon Abscheu. Allein je heftiger jene Beleidigungen sind, desto mehr enthüllen sie uns das Übermaß Seiner Liebe, zugleich aber auch Seines Schmerzes; denn er hat sie alle vorhergesehen; und wie abscheulich sie auch seien, waren sie doch nicht im Stande, Ihn abzuhalten, Sich uns dazugeben .............
Denke an die unverschämten Spöttereien der Ketzer gegen dieses anbetungswürdige Sakrament ......................................
an die Schmach, die sie den heil. Gestalten angethan haben. ......
Denke ferne an die Entweihungen von Kirchenräubern, ketzerischen Soldaten usw., welche oft die geweihten Hostien auf die Erde geworfen haben, um sich der heiligen Gefäße zu bemächtigen. .....
Denke aber auch an die Beleidigungen, welche dieser Gott der Liebe von den Katholiken empfängt, besonder von solchen, die sich erfrechen, die heil. Communion im Stande der Todsünde zu genießen.
Nein, nicht mit Unrecht hat man diese dem verrätherischen Judas und den Juden zur Seite gestellt, die ihn gekreuzigt haben.
Denke an die vielen Christen, welche, obschon nicht in der Todsünde, dennoch die heil. Communion nur mit Gefühlen der Lauheit, Nachlässigkeit und Zerstreuung empfangen, und den Herrn fast in demselben Augenblicke vergessen, da sie Ihn empfangen haben.
Denke endlich an die Unbescheidenheiten und Unehrbarkeiten, welche in den Kirchen selbst während der Feier des heil. Meßopfers verübt werden.
Nimm Antheil an dem nur zu gerechten Schmerze des Herzens Jesu; verabscheue alle diese Auswüchse des Undankes; erinnere dich mit lebhaften Schmerze dessen, was du dir selbst in dieser Hinsicht vorzuwerfen hättest ........................................


2. Die Geduld, womit der Herr dies Beleidigungen erträgt, gibt uns eben so die Größe Seiner Liebe zu erkennen, und folglich auch des Schmerzes, wovon Sein göttliches Herz erfüllt ist. Wenn eine Mutter ganze Nächte bei einem kranken Kinde zubringt, das, von Phantasien verleitet, ihre Mühe nur durch Beleidigungen vergilt, so ist es klar, daß nur die Liebe sie an seinem Bette zurückhält. Welche Vorstellung sollen wir uns daher von der Liebe unseres göttlichen Erlösers machen, wenn wir bedenken, daß Er für uns, und selbst von uns so viele Beleidigungen erträgt, während er uns so rührende Beweise Seiner Liebe gibt, da Er in dem Allerheiligsten Sakramente bei uns bleibt? Oh! wie selten sind dergleichen Freunde! Wir finden derer wohl, die uns einen Theil ihrer Zeit opfern, einen Einfluß für uns verwenden, ja sogar ihre Güter mit uns theilen; wo gibt es aber Freunde, die zu unseren Gunsten mit Freuden das Opfer ihres Ruhmes und ihrer Ehre brächten? Dies aber thut unser Heiland für uns. Oh! wie weiß Er anders zu lieben als die Menschen! Nein mein liebenswürdiger Jesus, niemals hat es einen so treuen und großmüthigen Freund gegeben, als du bist!

3. Wenn wir in irgend einer Hinsicht das Übermaß von Liebe verdienten, die uns Jesus in dem allerheiligsten Sakramente beweiset, wenn wir derselben entsprächen, indem wir z. B. etwas für ihn litten; wenn wir für Seine Ehre arbeiteten, oder einen großen Eifer bewiesen, um zu verhindern, daß Er in dem Allerheiligsten Sakramente nicht entehrt werde (obgleich wir Seiner Liebe bei weitem nicht nahe kommen würden); so möchte er wenigstens einen Grund haben, uns ferner Seine Ganden zuzuwenden. Allein wir haben uns vielleicht selbst den Vorwurf zu machen, Ihn durch Zerstreuung an den heil. Orten zu entehren ............durch tausenderlei fremdartige, vielleicht gar sündhafte Gedanken, die wir uns erlauben ....... durch die Lauheit, mit der wir Ihn empfangen ..... vielleicht, o anbetungswürdiger Jesu! vielleicht sind wir den schwachen, furchtsamen Jüngern gefolgt, die sich aus Furcht, Deine Beschimpfungen zu theilen, von Dir entfernten; vielleicht hat uns die Scheu vor einer geringen Verhöhnung abgehalten, Dich zu besuchen, vor Dir zu knien, Dich anzubeten, oder in der heil. Communion zu empfangen.

 

 

Erforsche dich über diese Punkte .....................
Fasse den Entschluß, ein etwa gegebenes Ärgernis wieder gut zu machen .......................
Erwecke einen Eifer für die Anbetung des hochwürdigsten Sakramentes ......
Nimm dir vor, in der Kirche stets tief versammelt, andächtig zu sein ....... und in ehrerbietiger Stellung.



etnommen aus: Die Heilige Stunde, mit bischöflicher Guheißung,
Benignus Bischof von Autun 10.02.1830, Verlag Carl Ueberreuter, Wien 1850
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« Antwort #1114 am: 22. Oktober 2016, 10:08:16 »
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1. Man kann während der heiligen Stunde jenen Teil des Rosenkranzes beten, welcher die fünf schmerzhaften Geheimnisse enthält, indem man jedes dieser Geheimnisse, so wie es die Anleitung, den Rosenkranz zu beten, angibt, im Geiste der Andacht, welche die heil. Kirche so sehr empfiehlt, und mit so vielen Ablässen bereichert hat, betrachtet.

2. Man kann auch die Leidensgeschichte unseres Heilandes aus einem der vier Evangelisten lesen; damit jedoch solches mit Nutzen geschehe, muß man langsam lesen, und von Zeit zu Zeit Akte des Mitleids oder der Reue über seine Sünden, oder der Liebe und Dankbarkeit gegen unsern göttlichen Erlöser erwecken. Und vor allem erwecke man sich das Verlangen, die Tugenden nachzuahmen, von denen unser Herr uns das Beispiel gibt.

3. Da die Reue über unsere Sünden eine der vorzüglichsten Früchte ist, welche wir aus der Betrachtung des Leidens Christi, und insbesondere aus der Andachtsübung der Heiligen Stunde zu schöpfen trachten sollen: so würde es auch sehr wohlgetan sein, wenn wir einen Teil, oder die ganze Zeit dieser Übung dazu verwenden, die Bußpsalmen zu beten; da der königliche Prophet(David)den Schmerz, wovon seine Seele durchdrungen war, und so viele andere rührende Gedanken auf eine überaus kräftige und ergreifende Art ausdrückt.

Da wir endlich in guten Andachtsbüchern mehrere Gebetsweisen oder andere Übungen welche das Leiden Christi zum Gegenstande haben, und welche oft sehr geeignet sind, das Herz zu zerknirschen, und eine Menge guter Gedanken in demselben hervorzubringen, finden werden; so kann Jedermann diejenigen wählen, welche ihn besonders ansprechen, oder welche er für besonders geeignet hält, seine Andacht zu nähren. ...
Wofern er sie nur mit reiner und aufrichtiger Meinung verrichtet, und den geziemenden Fleiß dabei verwendet, so wird er ganz gewiß einen Überfluß von Gnaden, und den Beistand des Himmels auf sich herabziehen.


ausschnittsweise entnommen aus: Die Heilige Stunde, G. W., mit bischöflicher Gutheißung Benignus Bischof von Autun 10. Februar 1830
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« Antwort #1115 am: 23. Oktober 2016, 08:07:14 »
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Was ist die Heilige Stunde?

Die Heilige Stunde ist eine Andachtsübung zu Ehren des im Ölgarten Todesangst leidenden Erlösers. Sie besteht darin, daß man sich während der Dauer einer Stunde im Geiste in den Ölgarten an die Seite des Heilands versetzt und sich in seine Todesangst versenkt, um dadurch seinem göttlichen Herzen jenen Trost zu bereiten, den ihm die schlafenden Jünger versagten, und um Gott den Vater um Barmherzigkeit für die Sünder anzuflehen. Sie ist also ein Werk von doppeltem Verdienste, ein Werk wohltuenden Mitleidens dem Erlöser gegenüber und ein Werk der Sühne für die armen Sünder.

Der göttliche Heiland selbst verlangte diese Andachtsübung von der heiligen Margareta Maria Alacoque, der er die Liebe seines göttlichen Herzen zu den Menschen in wunderbarer Weise offenbarte.

"Jede Nacht vom Donnerstag auf den Freitag", sprach er zu ihr, "werde ich dich an der tiefen Traurigkeit teilnehmen lassen, die ich im Ölgarten empfinden wollte ... Zu diesem Zwecke sollst du dich jeden Donnerstag von 11 bis 12 Uhr nachts erheben und eine Stunde im Gebet mit mir verweilen, sowohl um den Zorn Gottes zu besänftigen und Barmherzigkeit für die Sünder zu erflehen, als auch um mich zu trösten über den Schmerz, den ich empfand, als ich mich von meinen Aposteln verlassen sah ..."


Wann hält man die Heilige Stunde?

Die Heilige Stunde kann nur an Donnerstagen gehalten werden. Am zweckmäßigsten verrichtet man sie am Donnerstagabend von 11 bis 12 Uhr, in jener Stunde, in der der Erlöser im Ölgarten Todesangst litt und Blut schwitzte. Doch ist es bereits gestattet (durch Papst Gregor XVI.), diese Andachtsübung bereits von 2 Uhr nachmittags an vorzunehmen.


Wo hält man die Heilige Stunde?

Diese Andacht kann überall, an jedem passenden Orte gehalten werden, am besten in der Kirche vor dem Allerheiligsten Altarssakrament.


Wie hält man die Heilige Sunde?

Man versetzt sich im Geiste an die Seite des göttlichen Heilands im Ölgarten und betrachtet seine schmerzliche Todesangst. Man betrachtet alle Leiden, die Jesus während seiner Passion erdulden wollte und die ihm in jener Nacht vollständig gegenwärtig waren. Man betrachtet auch alle Lästerungen und Schmähungen, die seiner bis zum Ende aller Zeiten im Tabernakel warten und sein göttliches Herz im Ölgarten verwundeten.

Man kann anstatt der Betrachtung sich auch mündlicher Gebete bedienen, die sich auf die Leiden des göttlichen Heilands beziehen. Man kann den schmerzhaften Rosenkranz, die Bußpsalmen und andere Gebete verrichten.

Der göttliche Heiland wünschte von der heiligen Margareta Maria während der Heiligen Stunde fünf Vater unser und Gegrüßet-seist-du-Maria mit fünf Anbetungsakten zur Verehrung seines bitteren Leidens und für die Bekehrung der Sünder.


Vorbereitungsgebet
(vor jeder Andacht der Heiligen Stunde zu verrichten)

O liebevollster Erlöser! Ich komme zu Dir, um diese Heilige Stunde, die Du einst von Deiner treuen Braut, der heiligen Margareta Maria, verlangt hast, in Vereinigung mit Deinem Todesangst leidenden Herzen zuzubringen. Verleihe mir eine innige Teilnahme an Deinen unermeßlichen Schmerzen und an dem tiefen Mitleid, das die Seele Deiner heiligsten Mutter in jener Nacht Deiner bitteren Todesangst erfüllte. Laß mich während dieser Stunde mit Dir wachen und beten, um den Zorn Deines himmlischen Vaters zu besänftigen, um Barmherzigkeit für die Sünder zu erlangen und um Dich zu trösten für den Schmerz, den Du über die Teilnahmslosigkeit Deiner Apostel empfunden hast.
In der Erkenntnis meines Unvermögens opfere ich Dir auf die Gefühle Deiner heiligen Mutter, der heiligen Margareta Maria und aller jener frommen Seeln, die dir jemals den größten Trost bereitet haben und noch bereiten in diesem Geheimnis der Schmerzen und der Liebe. Amen.


Jetzt folgt die Betrachtung oder mündliche Gebete


Schlußgebet
(nach jeder Heiligen Stunde zu verrichten)

Ich danke dir, o göttlicher Heiland, für die mir in dieser Heiligen Stunde erwiesenen Gnaden. Möge das Andenken an Deine bittere Todesangst im Ölgarten sich immer tiefer meiner Seele einprägen und mich mit demütige Reue- und Sühnegesinnung erfüllen, sowie mit wahrer, opferbereiter Gegenliebe zu Deinem von unendlicher Liebe zu uns entzündeten Herzen.

Zum Beweise der Aufrichtigkeit meiner Gesinnung spreche ich mit der heiligen Margareta Maria:
"Ich weihe und übergebe hiermit dem heiligsten Herzen unseres Herrn Jesus Christus, meine Person, mein Leben, meine Handlungen, Mühseligkeiten und Leiden, um mich in Zukunft ganz seiner ehre und Verherrlichung zu weihen. Es ist mein fester und unwiderruflicher Entschluß, ihm ganz anzugehören, alles aus Liebe zu ihm zu tun, und aus ganzem Herzen allem zu entsagen, was diesem göttlichen Herzen mißfallen könnte. Ich erwähle also Dich, o heiligstes Herz Jesu, zum einzigen Gegenstand meiner Liebe, zum Beschützer meines Lebens, zur Sicherheit meines Heiles, zur Stütze in meiner Schwachheit und Unbeständigkeit und zur sicheren Zufluchtsstätte in der Stunde meines Todes. Sei also, o Herz der Güte, meine Versöhnung bei Gott, Deinem Vater, und wende von mir ab die Geißel seines gerechten Zornes. O Herz der Liebe, auf Dich setzte ich mein ganzes Vertrauen, von meiner Bosheit und schwäche befürchte ich alles, aber von Deiner Güte hoffe ich auch alles. So verzehre denn in mir alles, was Dir an mir mißfallen oder widerstehen könnte. Deine reine Liebe präge sich so tief in meinem Herzen ein, daß ich Dich niemals vergessen noch jemals von Dir getrennt werden kann. Ich beschwöre Dich bei Deiner unendlichen Güte, laß meinen Namen tief in Dein heiligstes Herz eingegraben sein, denn all mein Glück und mein ganzer Ruhm soll darin bestehen, in Deiner heiligen Liebe zu leben und zu sterben." Amen.

Zu Ablassgewinnung sind die Gebete nach der Meinung des Heiligen Vaters hinzuzufügen:  Ehre sei .... Vater unser ... Gegrüßet seist du, Maria ..


entnommen aus: Die Heilige Stunde - Drei Andachten zu dem mit der Todesangst ringenden Herzen Jesu, Direktion der Heiligen Stunde, Kloster der Heimsuchung Mariä, Uedem, Niederrhein, Steyler Missionsbuchhandlung, Kaldenkirchen,           6. verbesserte Auflage, Imprimatur 1949
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« Antwort #1116 am: 24. Oktober 2016, 08:03:29 »
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"Meine Seele ist betrübt bis in den Tod." (Matth. 26)
Dies sind die Worte, die aus dem Herzen Jesu im Garten Gethsemani hervorgingen, wo seine großen Leiden ihren Anfang nahmen.
Da überfiel das liebende Herz Jesu eine unbeschreibliche Furcht vor dem bitteren Tode und vor den trostlosen Qualen, welche diesen Tod begleiten würden. Im Verlaufe Seines Leidens haben die Geißeln, die Dornen, die Nägel, und andere Marterwerkzeuge nur eines nach dem anderen Ihn gepeinigt, aber hier im Garten treten sie alle auf einmal vor seine Seele, und quälen Sein heiligstes Herz mit unaussprechlicher Furcht und Angst. Alle diese Leiden umfängt Er aus Liebe zu uns; aber indem Er sie annimmt, ringt Er mit dem Tode; "Und als Er in der Todesangst Sich befand, betete Er länger." (Lk, 22)
Dazu gesellte sich noch großer Ekel und Überdruß vor dem Leiden, das Er auf Sich nehmen sollte: "Mein Vater! ist es möglich, so laß diesen Kelch an Mir vorübergehen!" (Matth. 26)
Er betete so, um uns zu lehren, daß wir in Trübsalen allerdings Gott bitten können, Er möge uns davon befreien: doch nicht wie Ich will, sondern wie Du willst!" - Was aber die Traurigkeit Seines heiligsten Herzens am Ölberge auf das Höchste steigerte, so daß sein blutiger Angstschweiß von Seinem Angesichte herabrann, war nicht so sehr der Anblick der bevorstehenden Leiden, als vielmehr der Undank der Menschen, der auch nach Seinem Tode nicht aufhören würde, Sein liebendes Herz durch alle Arten von Sünden zu beleidigen. Damals hat Er, wie der heilige Bernadin von Siena sagt, jede einzelne Sünde von uns gesehen und dieser Anblick preßte dem göttlichen Heiland das Blut aus Seinen Adern.
Betrübtes Herz meines Jesu! verleihe mir einen Anteil an jenen Schmerzen, die Du auf dem Ölberge über meine Sünden empfunden hast, daß ich sie bis zu meinem Tode bitte beweine. Ewiger Vater! sieh nicht auf meine Sünden, sondern auf Deinen geliebten Sohn, Der für mich trauert, und in Seiner Todesangst Blut schwitzet, um mir Verzeihung zu erlangen; sieh auf Ihn und erbarme Dich meiner.

Ablaßgebet

Die Seele Christi

entnommen aus: Die heilige Stunde, Bruderschaft zur Ehre des Allerheiligsten Herzens Jesu Paray-Le-Monial, Verlag Carl Überreuter, Wien 1850
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« Antwort #1117 am: 25. Oktober 2016, 07:56:44 »
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30. Die Demut im Himmel


1. Gibt es einen Platz für die Demut bei den Heiligen des Himmels? Oder ist diese Tugend - wie Glauben und Hoffnung - nur dem Tale der Tränen vorbehalten? Es könnte scheinen, als ob im Himmel kein Grund zur Demut vorhanden sei - keine Sünden, keine Unvollkommenheiten, keine Mängel, nichts, was uns verdemütigen könnte. Und doch wird erst im Himmel unsere Demut vollkommen sein, denn erst da haben wir eine richtige Erkenntnis Gottes und unser selbst. Diese Erkenntnis wird uns zeigen unser Nichts, Gottes unendliche Vollkommenheit. Bei dieser Erkenntnis werden wir uns selbst ganz vergessen, so wie wir es auf Erden niemals vermögen, Gott aber wird uns alles in allem sein.

2. Wird diese Erkenntnis unser selbst schmerzlich sein? Nein, vielmehr eine Quelle ewiger Freude. Dann werden wir erst fähig sein, uns in Gott zu erfreuen; unser Glück wird durch keine Eigenliebe verdunkelt werden. Die Bewunderung Seiner vollendeten Schönheit wird uns ganz und voll beschäftigen; in der vollsten Abhängigkeit von ihm wird für uns die wahrste Unabhängigkeit bestehen. Sie wird uns gleichförmig machen dem Bilde des Gottessohnes, bei dem die größte Glorie der Menschheit aus der Abhängigkeit von Seiner göttlichen Natur hervorging.

3. Wir stellen uns die Engel und Heiligen gern vor, wie sie ihre Kronen vor dem Throne Gottes absetzen, auf die Knie fallen und: "Heilige, heilig, heilig, Gott der Heerscharen" singen. Wenn aber die höchste Würde und größte Freude der Heiligen darin besteht, vor dem Throne Gottes niederzufallen und Gott ihre Anbetung darzubringen, so können wir uns auf Erden wahrhaftig nie genug verdemütigen, da ja gerade die Akte der Demut unser Leben dem Leben im Himmel ähnlich gestalten und uns mit einer Freude erfüllen, die ein Vorgeschmack der himmlischen Seligkeit der Verklärten ist.


entnommen aus: Die Schule der Demut, R. F. Clarke SJ, Imprimatur Münster, 27. Februar 1900


 Eingestellt von  Johannes Chrysostomus     um  09:00       

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 Labels: Betrachtung, Schule der Demut 

 


Montag, 29. Dezember 2014



   
Schule der Demut - Kurze Betrachtungen für alle Tage des Monats 29
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« Antwort #1118 am: 26. Oktober 2016, 07:57:08 »
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Um jeden Augenblick in vollkommener Liebe zu leben, weihe ich mich als Schlachtopfer Deiner erbarmungsvollen Liebe. Ich bitte Dich, mach mich stets vollkommener, laß die Ströme der unendlich zarten Liebe, die in Dir ruhen, in meine Seele überfließen. Mein Gott laß mich so zu einer Martyrin Deiner Liebe werden! Dieser Liebesschmerz möge mich würdig machen, vor Dich hinzutreten, möge schließlich meinen Tod bewirken. Dann soll meine Seele ohne Verzug sich hochschwingen in die ewigen Umarmungen Deiner erbarmungsvollen Liebe. Mit jedem Schlag meines Herzens will ich Dir, mein Vielgeliebter, unzählige Male meine Hingabe erneuern, bis endlich die Schatten schwinden und ich Dir von Angesicht zu Angesicht meine Liebe beteuern kann ewiglich.


Hl. Theresia vom Kinde Jesu

 

 

entnommen: Aus dem Gebetsschatz der heiligen Kirche, Pfr.A.M.Weigl, kirchliche Druckerlaubnis Regensburg 1.Februar 1973
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« Antwort #1119 am: 27. Oktober 2016, 07:59:56 »
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Gottes ewige Weisheit hat dir dein Kreuz gegeben als kostbarstes Geschenk. Bevor ER dir dieses Kreuz schickte, hat Er es gemustert mit Seinem allwissenden Auge. Er hat es durchdacht mit Seinem göttlichen Verstand. Er hat es geprüft mit Seiner weisen Gerechtigkeit, durchwärmt mit liebevollem Erbarmen. Er hat dein Kreuz gewogen mit Seinen beiden Händen, ob es nicht einen Millimeter zu groß, ein Milligramm zu schwer sei. Dann hat Er es noch gesegnet mit Seinem heiligen Namen, gesalbt mit Seiner Gnade, durchhaucht mit Seinem Troste. So kommt dein Kreuz aus dem Himmel als ein Gruß des gütigen Vaters.


Hl. Franz von Sales

 

 

entnommen: Aus dem Gebetsschatz der heiligen Kirche, Pfr. A.M.Weigl, kirchliche Druckerlaubnis, Regensburg 1.Februar 1973
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La Salette 1846



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