Autor Thema: Eucharistische Wunder in Buenos Aires während dem episkopat Bergoglios  (Gelesen 915063 mal)

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Antw:Eucharistische Wunder in Buenos Aires während dem episkopat Bergoglios
« Antwort #1128 am: 05. November 2016, 11:24:27 »
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Vorbereitungsgebet


Es gibt verschiedene Peinen, denen selbst die getreuesten Seelen ausgesetzt sein können, verborgene Leide, die man Niemandem mitteilen, sondern nur Gott allein anvertrauen kann.
Leiden über jene Gegenstände, wo man seinen Trost und Frieden finden sollte.
Leiden in Bezug auf die Beichten, indem man fürchtet, daß sie nicht in der heiligen Stimmung verrichtet sind, die sie erfordern.
Leiden über seine Kommunion, wegen des geringen Trostes, den man darin findet, und des wenigen Nutzen, den man daraus zieht.
Leiden über seine Gebete, wegen der fortwährenden Zerstreuungen, wovon sie angefüllt sind, und die sie fehlerhaft machen können.
Was sollen wir noch sagen?
Man hat Leiden wegen der Versuchungen und bösen Gedanken, von denen man beständig verfolgt wird, und in die man eingewilligt zu haben befürchtet.
Leiden, und große Leiden, aus tausenderlei Skrupeln, die immer wiederkehren, und eine unaufhörliche Aufregung und Unruhe verursachen.
Die Furcht vor dem Tode, vor den Gerichten Gottes, vor der ewigen Verdammnis sind für gewisse Seelen eine unversiegbare Quelle von Leiden und um so größere Leiden, als es sich von den allerwesentlichsten und über Alles entscheidenden Gegenständen handelt.
Personen, die von einem oder dem andern der hier erwähnten Leiden geprüft werden, mögen in der folgenden Betrachtung die kräftigsten Beweggründe der Aufmunterung und des Trostes finden. Es kann dieselbe für die heil. Stunde dienen. Der Gedanke, daß unser Heiland selbst, am Ölberge und am Kreuze unendlich größere innere Leiden hat aushalten wollen, wird den hier angegebenen Gründen der Ergebung noch mehr Kraft verleihen.

Erster Punkt
1. Wenn wir uns dem leidenden Heilande wahrhaft ähnlich machen wollen, dürfen wir nicht bloß an den sichtbaren Leiden Seines Körpers Teil nehmen, sondern auch an den innerlichen Bitterkeiten Seines Herzens; ja wir können sogar vorzüglich durch diese letzteren diese heilige Ähnlichkeit mit unserem göttlichen Vorbilde zu Stande bringen, nach den Worten aus der Nachfolge Christi:
Wenn du einmal in das Innere Jesu Christi eingedrungen wärest.

2. Gott hat Seine Absichten, und Seiner Weisheit würdige Absichten, warum er zuläßt, daß wir von innerlichen Leiden also Preis gegeben werden. Sie sind zwar jetzt unbekannt, aber einstens werden wir Ihm darum Lob singen; wir werden die Absichten Seiner Barmherzigkeit auf uns bewundern: begnügen wir uns jetzt dieselben anzubeten.

3. Ein großes Hindernis der Vollkommenheit für innerliche Seelen ist eine gewisse Grundlage von Eigenliebe und Selbstgefälligkeit: es sind dies heimliche und verborgene Fehler, die nur Gott sieht; diese Fehler und Unvollkommenheiten läßt Er nun auch durch innerliche und verborgene Leiden abbüßen. Dieses heimliche Feuer der Trübsal muß Alles verbrennen, was den Wirkungen der Gnade in der Seele hinderlich sein würde.


Zweiter Punkt
1. Ein solcher Leidenszustand ist kein Zustand der Sünde; im Gegenteile werden oftmals jene Leiden Veranlassung größeren Verdienstes und reinerer Tugenden: die Zeit des Leidens ist die geeignetste für das Wachstum und Gedeihen jener ersten Früchte des Heils.

2. Alle Heiligen haben gelitten; es gibt nicht Einen, der nicht diese Bahn der innerlichen Prüfungen durchschritten hätte. Wir sollen daher Gott danken, daß er uns behandelt, wie ER Seine Lieblinge und Auserwählten behandelt hat. Aus welchem andern Grunde läßt Er uns denselben Weg wandeln, als weil Er uns zu demselben Ziel führen will!

3. Für viele Seelen sind diese inneren Leiden notwendig: wenn sie einen dauerhaften Frieden genößen, würden sie ihn mißbrauchen, sie würden in dem Schooße dieser verführerischen Stille einschlummern. Man würde sich jedes andere Leiden auswählen, allein Gott steht es zu, die Art des Opfertodes zu bestimmen, durch welchen Er Seine Opfer geschlachtet haben will.


Dritter Punkt
1. Wir schaffen uns oft selbst Leiden, oder wenigstens vergrößern oder übertreiben wir sie. Unsere Empfindlichkeit, unsere Zärtlichkeit, unsere Eigenliebe bildet sich oft Ungeheuer von Dingen, die kaum unsere Aufmerksamkeit verdienen. Diese Erinnerungen gehen viele Seelen an, selbst unter den Gerechten.

2. Endlich mögen unsere innerlichen Leiden, unsere geheimen Prüfungen noch so groß und empfindlich sein, von dem Augenblicke, da Gott sie zuläßt, und also uns bestimmt, müssen wir wollen, was Er will. Schließen wir die Augen, bemühen wir uns, weder nachzugrübeln noch zu schauen, sondern uns zu ergeben und zu unterwerfen. Gott siehet und erforschet für uns; lassen wir uns leiten von Ihm; Er wird uns sicher zum Hafen führen; ohne Ihn würden wir traurigen Schiffbruch leiden. Küssen wir die Hand, die uns züchtiget, tragen wir das Kreuz, das Gott uns auferlegt, hoffen wir auf den Lohn, den Er uns verheißt, und halten wir uns versichert, daß unter den innerlichen und verborgenen Leiden auch die größten Vergünstigungen und kostbaren Gnaden verborgen sind.


Schlußgebet (siehe auch Die Heilige Stunde)



entnommen aus: Die Heilige Stunde - Todesangst unseres Herrn Jesus Christus im Ölgarten, Bischöfliche Gutheißung, Benignus, Bischof von Autun 10.02.1830, Verlag Überreuter, 2. Auflage Wien 1850
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« Antwort #1129 am: 07. November 2016, 07:57:41 »
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Göttlicher Heiland Jesus Christus, lasse Dich gnädig herab, einen Blick der Erbarmung auf Deine treuen Verehrer zu werfen, die hier in demselben Geiste des Glaubens, der Genugtuung und der Liebe versammelt sind, um zu Deinen Füßen ihre eigene Untreue und jene aller armen Sünder, ihrer Brüder zu beweinen! O könnten wir durch die einstimmigen und feierlichen Versprechen, die wir Dir jetzt machen wollen, Dein göttliches Herz rühren und Barmherzigkeit erlangen für uns, die unglückliche und sündhafte Welt, sowie für alle, die nicht das Glück haben Dich zu lieben! Ja wir alle versprechen es Dir für die Zukunft:

Für die Vergessenheit und den Undank der Menschen,
- wollen wir Dich trösten, o Herr! (1)
Für Deine Verlassenheit im heiligen Tabernakel, (1)
Für die Verbrechen der Sünder,
Für den Haß der Gottlosen,
Für die Gotteslästerungen, die man gegen Dich ausspricht,
Für die Schmähungen gegen Deine Gottheit,
Für den vielfachen Gottesraub, wodurch man das heilige Sakrament Deiner Liebe entehrt,
Für die Beschimpfungen und Unehrerbietigkeiten, die in Deiner anbetungswürdigen Gegenwart begangen werden,
Für die Treulosigkeit, deren anbetungswürdiges Opfer Du bist,
Für den Kaltsinn des größten Teiles Deiner Kinder,
Für die Verachtung Deiner zuvorkommenden Liebe,
Für die Untreue jener, die sich Deine Freunde nennen,
Für den Mißbrauch Deiner Gnaden,
Für unsere eigenen Treulosigkeiten,
Für die unbegreifliche Härte unserer Herzen,
Für unsere Lauheit in Deiner Liebe,
Für die bittere Traurigkeit, in die Dich der Verlust der Seelen versenkt hat,
Für das lange Warten an der Türe unserer Herzen,
Für unsere Nachlässigkeit in Deinem heiligen Dienste,
Für die bitteren Zurückweisungen, mit denen wir Deine Liebe vergelten,
Für die Seufzer Deiner Liebe,
Für die Tränen Deiner Liebe,
Für die Gefangenschaft aus Liebe,
Für das Martertum Deiner Liebe,

Lasset uns beten!

Göttlicher Heiland Jesus Christus, Du ließest aus Deinem Herzen die schmerzliche Klage hervorgehen: "Ich habe Tröster gesucht und keine gefunden!", laß' Dich herab, den schwachen Tribut unserer Tröstungen gnädig aufzunehmen, und verleihe uns den mächtigen Beistand Deiner Gnade, damit wir in Zukunft mehr und mehr alles fliehen, was dir mißfallen könnte, und daß wir uns immer und überall als Deine treuen und ergebenen Verehrer erweisen! Wir bitte Dich darum durch Dein heiligstes Herz, der Du als gleicher Gott mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebst und herrschest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.






entnommen aus: Die Heilige Stunde, Drei Andachten zu dem mit der Todesangst ringenden Herzen Jesu; Kloster der Heimsuchung Mariä; Imprimatur 1949
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Antw:Eucharistische Wunder in Buenos Aires während dem episkopat Bergoglios
« Antwort #1130 am: 08. November 2016, 07:53:37 »
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1.Nachdem Er bei den Aposteln gewesen, und zum Gebete zurückgekehrt war, wiederholte Er dieselben Worte; aber mit größerem Eifer, als vorher: Mein Vater, Mein Vater, Dir ist alles möglich, wende diesen Kelch von Mir; doch nicht was Ich will, sondern was Du willst. (Mark. 14. 36.)
Die Verdopplung des Eifers und Vertrauens drückt sich in den Worten aus: Mein Vater, Mein Vater. Er bekennt zugleich, daß sein Vater allmächtig ist, und will uns dadurch lehren: 1. daß der Erfolg des Gebetes von der Allmacht Gottes abhängig ist; 2. daß man, um von Gott eine Gnade zu erhalten, damit beginnen müsse, Seine Allmacht anzuerkennen. Der Sinn Seines gebetes ist daher: Du kannst mir, um was ich bitte, weder aus Mangel an Liebe verweigern, denn Du bist mein Vater, noch aus Mangel an Macht, denn Dir ist Alles möglich ...
So sollen auch wir beten, besonders in dringenden Gefahren und Trübsalen ...., Ja, mein Vater, Dir ist Alles möglich .....
Befreie mich von der Versuchung, die mich dränget.... Gib mir die Tugend, um welche ich Dich bitte... Stehe mir bei in der Not, in der ich mich befinde ... Vor allem aber geschehe Dein Wille .... und nicht der meinige ...
Erwecke eine vollkommene Ergebung in den Willen Gottes ...

2. Jesus kommt abermals zu den Aposteln, und findet sie schlafend. Er hat Mitleiden mit ihrer Schwachheit .... dann kehrt Er zum dritten Male zurück, und wiederholt dasselbe Gebet: Mein Vater, wenn Du willst, so nimm diesen Kelch von mir usw. Dieses Gebet war lang; denn wie der Evangelist erzählt , verfiel Er in Todesangst und verlängerte Sein Gebet (Luk. 22. 24.).
Betrachte die auffallende Verlassenheit, in der Sich der Heiland befindet: Er empfängt von Niemanden einigen Trost ... Seine heil. Mutter ist abwesend ... Sein Vater höret Ihn nicht ... Seine Jünger schlafen ... Seine Gottheit und die höheren Eigenschaften der Seele lassen die niederen in der größten Verlassenheit.
Ich suchte Jemand, der mit Mir trauerte, ruft Er durch den Mund des Propheten, und Niemand war das, der Mich tröstete, und Ich fand Keinen (Ps. 68. 21.)
Erwecke Gefühle des Mitleids ... einen aufrichtigen und festen Vorsatz, Ihn nachzuahmen.

3. Je verlassener der Heiland ist, desto mehr verharret Er im Gebete ... ohne Sich zu beklagen, daß Ihn der Vater nicht erhört ... ohne der heil. Übung überdrüssig zu werden, ohne zu ermüden, denn Er wiederholt sie dreimal ... Im Gegenteile, Sein Eifer nimmt immer mehr zu. Hören wir nach diesem göttlichen Vorbilde nicht auf zu beten, und murren wir nicht wider Gott, daß Er uns nicht erhöre ... oder daß Er zögere, uns heimzusuchen ... Unterlassen wir daher nicht die Gewohnheit des Gebetes ... Ja es ist gut, dasselbe in solchen Fällen zu verlängern, um einen Sieg über uns selbst zu gewinnen. Wer wollte sich beklagen, daß er nicht sogleich erhört werde, da er es wünsche, wenn er sieht, daß Gott Seinen vielgeliebten Sohn nicht erhört? Die Zögerung hat Ihm keinen Nachteil gebracht - sie wird auch uns nicht schaden ... Sein Vater erhöret Ihn nicht, weil Er unser Heil will ... Bewundere Seine Liebe ... Danke Ihm ...
Erwecke eine gleiche Ergebung für ähnliche Fälle ... Es ist zu deinem Besten.

Ablaßgebet
Seele Christi

entnommen aus: Die Heilige Stunde, G. W., Bischöfliche Gutheißung Benignus Bischof von Autun 10. Februar 1830
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« Antwort #1131 am: 09. November 2016, 08:01:32 »
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1. Während Jesus betete, erschien Ihm ein Engel vom Himmel, der Ihn tröstete (Luk. 22. 43.). Als Gott sah, daß unser Heiland in der tiefsten Traurigkeit im Gebete verharrte, wollte Er Ihm zeigen, daß Er Sein Gebet nicht verachte. Er sendete Ihm daher einen der vornehmsten Engel, um Ihn zu trösten, gleichwie Er Ihm einen in der Wüste geschickt hatte, um Ihm mit Nahrungsmittel zu dienen, nachdem Er den Teufel besiegt hatte.

Bewundere die väterliche Sorgfalt Gottes für diejenigen, welche in der Trübsal zu Ihm ihre Zuflucht nehmen, und wie Er sie im Notfall durch unsichtbare Engel, nämlich durch Seine Einsprechungen tröstet ...
Wenn Er zuweilen zögert, sie heimzusuchen, so geschieht dies nicht, weil ER sie verläßt, sondern weil Er diese Heimsuchung zu einer anderen Zeit für sie als zweckmäßig erachtet ....
Bitte Gott, daß Er dich in der Trübsal nicht verlasse ... sondern dir Kraft und Trost verleihe usw.
Die himmlischen Geister stehen denen bei, welche beten, und sie trösten sie, und muntern sie auf ... bringen Gott die Gebete derselben dar ...
Erwecke dein Vertrauen zu den Engeln ....
Rufe sie besonders in der Trübsal.


2. Als der Erlöser die Worte des Engels vernommen hatte, verfiel Er in Todesangst und verdoppelte Sein Gebet; und Er hatte einen blutigen Schweiß, dessen Tropfen bis zur Erde niederfielen (Luk. 22. 43.). Die Ursache dieses übermäßigen Schmerzes, der einen so ungewöhnlichen Schweiß zur Folge hatte, war:
1. der furchtbare Kampf in Seinem Innern, zwischen der Furcht vor den Martern und dem Verlangen nach der Erlösung der Menschen. In diesem so harten Kampfe rinnt Sein Blut von allen Seiten am Körper herab ....
So sollen auch wir unsere Leidenschaften, unsere Neigungen usw. bekämpfen
2. Die zweite Ursache dieses blutigen Schweißes war das Übermaß Seiner Liebe, die Ihn antrieb, Sein Blut mit so viel Großmut für uns zu vergießen. Er leidet im Geiste auf einmal alle Qualen, die Er in Seiner Leidenszeit ausstehen sollte.
3. Die dritte Ursache Seines Schmerzes endlich war die Voraussicht aller Nöte, welche Seine Kirche, die Sein mystischer Leib ist, in der Folge der Zeiten erdulden sollte.
Man kann mit einem großen Heiligen sagen, daß der Heiland damals mit dem hl. Stephanus gesteinigt, mit den hhl. Petrus und Andreas gekreuzigt, mit dem hl. Bartholomäus gehäutet, mit dem hl. Martyrer Ignatius von wilden Tieren zerrissen wurde usw.
Erwecke Mitleid ... und Dank


3. Nach dem Gebete sprach Christus, um die Wirksamkeit desselben zu zeigen, und die Treue in Erfüllung des Willens Seines himmlischen Vaters zu beweisen, zu Seinen Jüngern: "Stehet auf, lasset uns gehen, denn der Mich verraten hat ist nahe."
Bewundere dieses Vorbild... ahme es nach ... Erwecke Gefühle der Beschämung wegen der Vergangenheit.

Gebet Die Seele Christi


auszugsweise entnommen aus: Die Heilige Stunde, G. W., Bischöfliche Gutheißung Benignus Bischof von Autun 10. Februar 1830
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« Antwort #1132 am: 10. November 2016, 08:01:41 »
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1. Jesus Christus befiehlt Seinen Aposteln zu wachen und zu beten, damit sie nicht der Versuchung unterliegen; Er selbst tut, was er ihnen befiehlt. Er lehret uns hierdurch, daß das Mittel gegen die Traurigkeit nicht darin besteht, die Unterhaltung der Menschen zu suchen, die uns nur eitle Trostgründe geben können, sondern unsere Zuflucht zum Gebete nehmen, und uns an Gott zu wenden, Der unser wahrer Tröster ist, und unsere Traurigkeit entweder ganz verscheuchen oder doch mildern kann, je nachdem Er es für unser Bestes als zweckmäßig erachtet....
Fasse den Entschluß, in deinen Nöten stets zu Gott zu fliehen ...
Meine Seele war untröstlich, sagt der königliche Prophet, ich habe an Gott gedacht, und Er hat mir die Freude wiedergegeben. (Ps. 76, 4)

2. Der Heiland verkündet uns, daß das Gebet das untrügliche Mittel gegen jede Art von Versuchung sei, und man mit umso größeren Eifer beten solle, je dringender die Gefahr sei.
Er saget nicht: betet, damit ihr nicht versucht werdet, sondern damit ihr nicht der Versuchung unterlieget; denn oftmals ist es dir nützlich, durch starke Versuchungen geprüft zu werden, das Gebet aber hilft uns dieselben zu überwinden, oder wenn wir zuweilen besiegt werden, so verhindert dasselbe unser gänzliches Verderben, indem es uns vom Himmel den nötigen Beistand erlangt, uns wieder zu erheben.

3. Merke auf den Ausdruck: Wachet mit mir (Matth. 26, 33), d. h. mit oder bei mir und wie ich....
Jesus Christus wachet daher mit Denen, welche wachen, und betet mit Jenen, die da beten ....
Bitte den Heiland, daß Er selbst dich lehre, nach Seinem Beispiele zu beten und zu wachen ...
denn Er brachte den Tag in Arbeit zu und die Nacht im Gebete.

4. Jesus Christus wirft Sich mit dem Angesichte zur Erde nieder, und spricht: " Mein Vater, wenn es möglich ist, mache, daß dieser Kelch vorübergehe, und von Mir genommen werde; jedoch nicht Mein Wille, sondern der Deinige geschehe" (Matth. 26, 39)
O welch herrliches Gebet! Welche bewundernswürdige Ergebung ...
Welches Vorbild vollkommene Gebetes und Gehorsames! ....
Es läßt sich besonders viererlei in diesem Gebete betrachten:
1. dasselbe ist sehr ruhig und sehr andächtig: um es gut zu verrichten hatte Sich der Heiland von den Übrigen entfernt ....
2. Es ist von großer Demut, und tiefer, sowohl innerer als äußerlicher Ehrfurcht begleitet, welche hervorging aus der Hochachtung, die Er von der allerhöchsten Majestät hegte, aus dem Anblicke Seiner Niedrigkeit hinsichts Seiner Menschheit, und aus dem Gefühle des Elends, worin Er sich damals versetzt sah ...
3. Es war voll von Vertrauen, wie die Worte bezeugen: Mein Vater, die Er mehrere Male aussprach ....
4. Es war unterwürfig: denn niemals gab es eine vollkommenere Ergebung des eigenen Willens, noch eine größere Übereinstimmung mit dem Willen Gottes, und noch dazu in der größten Pein ....
Zugleich war Sein Gebet lang und anhaltend; es dauerte mindestens eine Stunde; wie der Vorwurf gegen die Apostel ergibt: "So konntet ihr nicht eine Stunde mit mir wachen!" (Matth. 26, 40)
Und Er richtete es auf die Beweggründe, welche Ihn zur Ergebung bestimmen konnten usw.
Nimm dir vor dieses vollkommene Vorbild nachzuahmen.


entnommen aus: Die Heilige Stunde, G. W., Bischöfliche Gutheißung Benignus Bischof von Autun 10. Februar 1830
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« Antwort #1133 am: 11. November 2016, 09:06:36 »
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Die unwürdige Communion des Judas und die Beleidigungen, welche der Heiland in der Folge in dem Sakramente Seiner Liebe erhalten sollte, haben das Schmerzliche Seiner Todesangst (im Ölgarten) um Vieles vergrößert; es ist daher billig, daraus einen Gegenstand besonderer Betrachtung zu machen.


1. Man kann sich schwerlich eine richtige Vorstellung von den Beleidigungen machen, denen Sich Unser Herr und Heiland dadurch ausgesetzt hat, daß er fortwährend auf unseren Altären gegenwärtig ist, und sich den Christen zur Speise ihrer Seelen hingibt. Der Gedanke daran erregt schon Abscheu. Allein je heftiger jene Beleidigungen sind, desto mehr enthüllen sie uns das Übermaß Seiner Liebe, zugleich aber auch Seines Schmerzes; denn er hat sie alle vorhergesehen; und wie abscheulich sie auch seien, waren sie doch nicht im Stande, Ihn abzuhalten, Sich uns dazugeben .............
Denke an die unverschämten Spöttereien der Ketzer gegen dieses anbetungswürdige Sakrament ......................................
an die Schmach, die sie den heil. Gestalten angethan haben. ......
Denke ferne an die Entweihungen von Kirchenräubern, ketzerischen Soldaten usw., welche oft die geweihten Hostien auf die Erde geworfen haben, um sich der heiligen Gefäße zu bemächtigen. .....
Denke aber auch an die Beleidigungen, welche dieser Gott der Liebe von den Katholiken empfängt, besonder von solchen, die sich erfrechen, die heil. Communion im Stande der Todsünde zu genießen.
Nein, nicht mit Unrecht hat man diese dem verrätherischen Judas und den Juden zur Seite gestellt, die ihn gekreuzigt haben.
Denke an die vielen Christen, welche, obschon nicht in der Todsünde, dennoch die heil. Communion nur mit Gefühlen der Lauheit, Nachlässigkeit und Zerstreuung empfangen, und den Herrn fast in demselben Augenblicke vergessen, da sie Ihn empfangen haben.
Denke endlich an die Unbescheidenheiten und Unehrbarkeiten, welche in den Kirchen selbst während der Feier des heil. Meßopfers verübt werden.
Nimm Antheil an dem nur zu gerechten Schmerze des Herzens Jesu; verabscheue alle diese Auswüchse des Undankes; erinnere dich mit lebhaften Schmerze dessen, was du dir selbst in dieser Hinsicht vorzuwerfen hättest ........................................


2. Die Geduld, womit der Herr dies Beleidigungen erträgt, gibt uns eben so die Größe Seiner Liebe zu erkennen, und folglich auch des Schmerzes, wovon Sein göttliches Herz erfüllt ist. Wenn eine Mutter ganze Nächte bei einem kranken Kinde zubringt, das, von Phantasien verleitet, ihre Mühe nur durch Beleidigungen vergilt, so ist es klar, daß nur die Liebe sie an seinem Bette zurückhält. Welche Vorstellung sollen wir uns daher von der Liebe unseres göttlichen Erlösers machen, wenn wir bedenken, daß Er für uns, und selbst von uns so viele Beleidigungen erträgt, während er uns so rührende Beweise Seiner Liebe gibt, da Er in dem Allerheiligsten Sakramente bei uns bleibt? Oh! wie selten sind dergleichen Freunde! Wir finden derer wohl, die uns einen Theil ihrer Zeit opfern, einen Einfluß für uns verwenden, ja sogar ihre Güter mit uns theilen; wo gibt es aber Freunde, die zu unseren Gunsten mit Freuden das Opfer ihres Ruhmes und ihrer Ehre brächten? Dies aber thut unser Heiland für uns. Oh! wie weiß Er anders zu lieben als die Menschen! Nein mein liebenswürdiger Jesus, niemals hat es einen so treuen und großmüthigen Freund gegeben, als du bist!

3. Wenn wir in irgend einer Hinsicht das Übermaß von Liebe verdienten, die uns Jesus in dem allerheiligsten Sakramente beweiset, wenn wir derselben entsprächen, indem wir z. B. etwas für ihn litten; wenn wir für Seine Ehre arbeiteten, oder einen großen Eifer bewiesen, um zu verhindern, daß Er in dem Allerheiligsten Sakramente nicht entehrt werde (obgleich wir Seiner Liebe bei weitem nicht nahe kommen würden); so möchte er wenigstens einen Grund haben, uns ferner Seine Ganden zuzuwenden. Allein wir haben uns vielleicht selbst den Vorwurf zu machen, Ihn durch Zerstreuung an den heil. Orten zu entehren ............durch tausenderlei fremdartige, vielleicht gar sündhafte Gedanken, die wir uns erlauben ....... durch die Lauheit, mit der wir Ihn empfangen ..... vielleicht, o anbetungswürdiger Jesu! vielleicht sind wir den schwachen, furchtsamen Jüngern gefolgt, die sich aus Furcht, Deine Beschimpfungen zu theilen, von Dir entfernten; vielleicht hat uns die Scheu vor einer geringen Verhöhnung abgehalten, Dich zu besuchen, vor Dir zu knien, Dich anzubeten, oder in der heil. Communion zu empfangen.

 

 

Erforsche dich über diese Punkte .....................
Fasse den Entschluß, ein etwa gegebenes Ärgernis wieder gut zu machen .......................
Erwecke einen Eifer für die Anbetung des hochwürdigsten Sakramentes ......
Nimm dir vor, in der Kirche stets tief versammelt, andächtig zu sein ....... und in ehrerbietiger Stellung.



etnommen aus: Die Heilige Stunde, mit bischöflicher Guheißung,
Benignus Bischof von Autun 10.02.1830, Verlag Carl Ueberreuter, Wien 1850
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« Antwort #1134 am: 12. November 2016, 09:58:06 »
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1. Man kann während der heiligen Stunde jenen Teil des Rosenkranzes beten, welcher die fünf schmerzhaften Geheimnisse enthält, indem man jedes dieser Geheimnisse, so wie es die Anleitung, den Rosenkranz zu beten, angibt, im Geiste der Andacht, welche die heil. Kirche so sehr empfiehlt, und mit so vielen Ablässen bereichert hat, betrachtet.

2. Man kann auch die Leidensgeschichte unseres Heilandes aus einem der vier Evangelisten lesen; damit jedoch solches mit Nutzen geschehe, muß man langsam lesen, und von Zeit zu Zeit Akte des Mitleids oder der Reue über seine Sünden, oder der Liebe und Dankbarkeit gegen unsern göttlichen Erlöser erwecken. Und vor allem erwecke man sich das Verlangen, die Tugenden nachzuahmen, von denen unser Herr uns das Beispiel gibt.

3. Da die Reue über unsere Sünden eine der vorzüglichsten Früchte ist, welche wir aus der Betrachtung des Leidens Christi, und insbesondere aus der Andachtsübung der Heiligen Stunde zu schöpfen trachten sollen: so würde es auch sehr wohlgetan sein, wenn wir einen Teil, oder die ganze Zeit dieser Übung dazu verwenden, die Bußpsalmen zu beten; da der königliche Prophet(David)den Schmerz, wovon seine Seele durchdrungen war, und so viele andere rührende Gedanken auf eine überaus kräftige und ergreifende Art ausdrückt.

Da wir endlich in guten Andachtsbüchern mehrere Gebetsweisen oder andere Übungen welche das Leiden Christi zum Gegenstande haben, und welche oft sehr geeignet sind, das Herz zu zerknirschen, und eine Menge guter Gedanken in demselben hervorzubringen, finden werden; so kann Jedermann diejenigen wählen, welche ihn besonders ansprechen, oder welche er für besonders geeignet hält, seine Andacht zu nähren. ...
Wofern er sie nur mit reiner und aufrichtiger Meinung verrichtet, und den geziemenden Fleiß dabei verwendet, so wird er ganz gewiß einen Überfluß von Gnaden, und den Beistand des Himmels auf sich herabziehen.


ausschnittsweise entnommen aus: Die Heilige Stunde, G. W., mit bischöflicher Gutheißung Benignus Bischof von Autun 10. Februar 1830
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« Antwort #1135 am: 13. November 2016, 10:25:14 »
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"Meine Seele ist betrübt bis in den Tod," sprach Jesus zu Seinen Jüngern auf dem Ölberg.
Vater unser, Gegrüßet seist Du Maria, Ehre sei dem Vater ...

Dann fiel Er auf die Kniee nieder und betete: "Vater! willst Du, so nimm den Leidenskelch von Mir. Doch nicht Mein, sondern DEin Wille geschehe!" -
Vater unser, Gegrüßet seist Du Maria, Ehre sei dem Vater ...

Und da Er mit dem Tode rang und heftiger betete, war Sein Schweiß wie Blutstropfen, die zur Erde fielen. Da erschien ein Engel vom Himmel und stärkte Ihn.
Vater unser, Gegrüßet seist Du Maria, Ehre sei dem Vater ...

Göttlicher Heiland und Erlöser erbarme Dich unser!

Gebet
Laß uns, o Herr! Deine Bangigkeit und Todesangst jedes Mal vor Augen sein, so oft unser Herz betrübt oder geängstigt wird, und kleinmütig zu werden beginnt. Gib uns den Geist des Gebetes, damit wir uns, wie Du, in den Willen Deines Vaters ergeben, durch das Gebet in unsern Leiden und Widerwärtigkeiten getröstet, und in unserer Todesangst durch Deinen heiligen Engel gestärkt werden. Amen.


entnommen aus: Die Heilige Stunde - Todesangst unseres Herrn Jesus Christus im Ölgarten, Bischöfliche Gutheißung, Benignus, Bischof von Autun 10.02.1830, Verlag Überreuter, 2. Auflage Wien 1850
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