Liebe Leser und Leserinnen
Ich habe mich ein bisschen mit der Sache befasst, nicht aus naturwissenschaftlicher Sicht, sondern aus der Sicht unserer geliebten Kirchenvätern und den Konzilen!
Lateran IV – die wichtigste dogmatische Glaubenslehre der Kirche über die Schöpfung
Deus unum… universorum principium: creator omnium visibilium et invisibilium, spiritualium
et corporalium: qui sua omnipotenti virtute simul ab initio temporis utramque de nihilo condidit
creaturam, spiritualem et corporalem, angelicam videlicet et mundanam ac deinde humanam
quasi communem ex spiritu et corpore constitutam.
Gott ... der Schöpfer alles Sichtbaren und Unsichtbaren, des Geistigen und des Körperlichen:
Er schuf in seiner allmächtigen Kraft am Anfang der Zeit aus nichts zugleich beide
Schöpfungen, die geistige und die körperliche, nämlich die der Engel und die der Welt und
danach die menschliche, die gewissermaßen zugleich aus Geist und Körper besteht. (DS 800,
KKK 327)
Als die Evolutionstheorie von Darwin so grosse Wellen schlug, haben natürlich die Theologen unserer geliebten katholischen Kirche ein Problem erhalten. Sie waren von den Erkenntnissen der Wissenschaft so beeindruckt, dass Sie sogar die dogmatische Aussagen des IV Laterankonzils relativieren mussten. Dies taten sie, indem im obigen dogmatischen Ausschnitt das Wort "simul" nicht mit "aus nichts zugleich" übersetzte, sondern mit "ingesamt" oder "gleichermassen". Deshalb konnte die heutige theistische Evolutionstheorie, die einen Schöpfergott zulässt sich innerhalb der Kirche und in den Lehrinstituten durchsetzen. Nach genauerer Betrachtung der Evolutionstheorie lässt sich der Pantheismus daraus erkennen, die einige Konzile schon längst verurteilt haben.
Die Kirchenväter lehren jedoch alle, dass die Schöpfung sich innerhalb dieser 6 Tage vollzog. Das Konzil von Trient und das I Vatikanische Konzil hat das noch bestätigt. Ich war paff, als ich das Lesen durfte. Ich poste noch einige Aussagen von Päpsten und Kirchelehrer als Zusatz.
Die Genesis enthält keine bereinigten Mythen.
(Päpstliche Bibelkommision 1909)
Die Genesis enthält echte Geschichte – sie gibt einen Bericht von Dingen, die wirklich geschehen sind.
(Pius XII)
Alles wurde von Gott am Anfang und „seiner ganzen Substanz nach“ aus nichts (ex nihilo) erschaffen.
(Lateran IV; Vatikanum I)
Adam und Eva waren echte Menschen – die ersten Eltern der ganzen Menschheit.
(Pius XII)
Der Polygenismus (viele „erste Eltern“) widerspricht der Schrift und der Tradition und wird verurteilt.
(Pius XII; Katechismus von 1994, 360, Fußnote 226: Tobit 8:6 – der „eine Vorfahr“, auf den sich dieser Katechismus bezieht, konnte nur Adam sein.)
Der „Anfang“ der Welt beinhaltete die Erschaffung aller Dinge, die Erschaffung von Adam und Eva und den Sündenfall.
(Die Heilige Schrift [Markus 10:6]; Papst Innozenz III; sel. Papst Pius IX, Ineffabilis Deus)
Evas Körper wurde aus einem Teil von Adams Körper gesondert erschaffen
(Leo XIII, Enzyklika Arcanum Divinae Sapientiae, 1880).
In der Bibel werden verschiedene Sinne verwendet, aber der wörtliche, offensichtliche Sinn muss geglaubt werden, wenn nicht anderes durch die Vernunft geboten oder durch eine Notwendigkeit erfordert wird.
(Leo XIII, Providentissimus Deus)
Adam und Eva wurden in einem irdischen Paradies erschaffen und hätten den Tod nicht gekannt, wenn sie gehorsam geblieben wären.
(Pius XII)
Nach ihrem Ungehorsam gegenüber Gott, wurden Adam und Eva aus dem Garten Eden verbannt. Aber die zweite Person der Dreifaltigkeit hat in der Folge das Lösegeld für die gefallene Menschheit bezahlt.
(Glaubensbekenntnis von Nizäa)
Die Erbsünde ist ein mangelhafter Zustand, der von Adam und Eva geerbt wird.
(Konzil von Trient)
Das Weltall liegt seit der Sünde des Ungehorsams durch Adam und Eva in Wehen.
(Römer 8, Vatikanum I)
Wir müssen jede Interpretation der Schrift im Glauben annehmen, die die Väter einmütig in einer Sache des Glaubens oder der Moral gelehrt haben.
(Konzil von Trient und Vatikanum I)
Alle Väter, die über das Thema geschrieben haben, lehrten, dass die Schöpfungstage nicht länger als 24 Stunden dauerten.
(Übereinstimmung der Kirchenväter)
Das Schöpfungswerk war am Ende des sechsten Tages vollendet, und nichts völlig neues wurde seither erschaffen – mit Ausnahme jeder menschlichen Geistseele bei der Empfängnis.
(Vatikanum I)
Der heilige Petrus und Christus selbst bestätigten im Neuen Testament die weltweite Sintflut zur Zeit Noahs. Sie bedeckte alle damals hohen Berge und tötete alle Landlebewesen außer acht Menschen und alle Arten von nicht-menschlichen Geschöpfen an Bord der Arche.
(Unam Sanctam, 1302)
Die historische Existenz der Arche Noahs wird als höchst wichtig in der Typologie betrachtet, als zentral für die Erlösung.
(Katechismus des Konzils von Trient, 1566)
Aus dem Katechismus der katholischen Kirche:
Gott erschafft „aus nichts“
296 Wir glauben, daß Gott zum Erschaffen nichts schon vorher Existierendes und keinerlei Hilfe
benötigt [Vgl. 1. Vatikanisches K.: DS 3022]. Die Schöpfung ist auch nicht zwangsläufig aus der
göttlichen Substanz ausgeflossen [Vgl. 1. Vatikanisches K.: OS 3023–3024]. Gott erschafft in
Freiheit „aus nichts“ (DS 800; 3025) (Vgl. dazu auch 285).
„Falls Gott die Welt aus einem schon vorher existierenden Stoff gezogen hätte, was wäre dann dabei
außerordentlich? Wenn man einem menschlichen Handwerker das Material gibt, macht er daraus alles,
was er will. Die Macht Gottes hingegen zeigt sich gerade darin, daß er vom Nichts ausgeht, um alles
zu machen, was er will“ (Theophil v. Antiochien, Autol. 2,4).
297 Der Glaube an die Schöpfung „aus nichts“ wird in der Schrift als eine verheißungs– und
hoffnungsvolle Wahrheit bezeugt. So ermutigt im zweiten Buch der Makkabäer eine Mutter ihre
sieben Söhne zum Martyrium mit den Worten (Vgl. dazu auch 338):
„Ich weiß nicht, wie ihr in meinem Leib entstanden seid, noch habe ich euch Atem und Leben
geschenkt; auch habe ich keinen von euch aus den Grundstoffen zusammengefügt. Nein, der Schöpfer
der Welt hat den werdenden Menschen geformt, als er entstand; er kennt die Entstehung aller Dinge.
Er gibt euch gnädig Atem und Leben wieder, weil ihr jetzt um seiner Gesetze willen nicht auf euch
achtet ... Ich bitte dich, mein Kind, schau dir den Himmel und die Erde an; sieh alles, was es da gibt,
und erkenne: Gott hat das aus dem Nichts erschaffen, und so entstehen auch die Menschen“ (2 Makk
7,22–23.28).
Ich muss einen Irrtum von mir hier korrigieren. Nach den Lehre der Kirchenväter und Kirchenlehrer (hl. Augustinus, Hl. Thomas von Aquin, Hl. Bonaventura usw)
muss ich sagen, dass die Schöpfungsgeschichte wortwörtlich zu nehmen ist und ich falsch gelegen bin. Entschuldigt bitte!
Liebe Grüsse und Gottes Segen
Sairo