Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4575311 mal)

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Offline Tina 13

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« Antwort #1048 am: 22. Juni 2014, 17:35:19 »


Die Heiligkeit der Liturgie und die Bestimmungen von Papst Sixtus I.

(Rom) Am 3. April gedenkt die Katholische Kirche des heiligen Papstes Sixtus I., der nur knapp ein halbes Jahrhundert nach dessen Martyrium dem Apostel Petrus auf den Bischofsstuhl von Rom folgte. Auf Sixtus I. werden wichtige liturgische Bestimmungen zurückgeführt. Darüber berichtet die Historikerin Cristina Siccardi in ihrem jüngsten Beitrag.

**Die liturgischen Regeln des heiligen Papstes Sixtus I.**
von Cristina Siccardi
Das schon immer gültige Verbot für Laien, den heiligen Dingen zu nahe zu kommen und den Kelch und die heiligen Gefäße zu berühren, wurde vom heiligen Papst Sixtus I. (um 115-125) bereits in ältester frühchristlicher Zeit offiziell festgeschrieben. Der Gedenktag dieses Kirchenoberhauptes wird von der Kirche im alten wie im neuen liturgischen Kalender am 3. April begangen. Sein lateinischer Vorname spielt auf die Zahl Sechs an. Sixtus war der sechste Nachfolger des Apostels Petrus und der siebte Stellvertreter Christi auf Erden. Der Sohn römischer Hirten wurde Priester und 115 vom Klerus von Rom zum Bischof gewählt.
Die Notwendigkeit, das Verbot ausdrücklich festzuschreiben, ergab sich aus dem Versuch Unwürdiger, sich den heiligen Dingen zu nähern, die ausschließlich den Priestern Gottes vorbehalten sind. Die Sakralität des Heiligen Meßopfers führte in der lateinischen Kirche wie in den apostolischen Ostkirchen dazu, die heilige Handlung vor dem Anblick der Außenstehenden, aber auch der Gläubigen weitgehend zu verhüllen. Nicht Getaufte durften die Gotteshäuser während der Heiligen Messe nicht betreten. Das Meßopfer vollzog sich im Westen hinter einem Vorhang und vollzieht sich im Osten noch heute hinter der Ikonostase zum Schutz des Heiligen.

**Eindringen der Laien in das Presbyterium**

Erst die Revolution der Eiferer der Liturgiereform, die nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil kam und der darauf folgende liturgische Mißbrauch führten dazu, daß die Laien in den während der Heiligen Messe abgesperrten Bereich des Presbyteriums mit dem Sanctum Sanctorum eindrangen, der – wie der Name Presbyter = Priester – zum Ausdruck bringt, dem Zelebranten und den Altardienern vorbehalten ist. Vielerorts sind Laien damit beauftragt, die Heilige Kommunion auszuteilen, so daß sie nicht nur die Heiligen Gefäße, sondern auch die konsekrierten Hostien in die Hand nehmen.
Zur Zeit von Papst Sixtus I. regierte Kaiser Hadrian (117-138), ein origineller Philosoph auf dem Kaiserthron, ein Liebhaber der griechischen Kultur und Kunst. Obwohl Heide, lehnte er eine Verfolgung der Christen ab. Einem seiner Prokonsuln in Afrika schrieb er: „Wenn jemand Anklage erhebt und beweisen kann, daß die Christen sich Straftaten gegen die Gesetze zuschulde kommen haben lassen, dann bestrafe sie nach ihren Delikten. Bei Herkules aber, wenn jemand nur einen bloßen Vorwand sucht, um sie zu bestrafen, dann mußt Du je nach Schwere entscheiden und diesen strafen.“

**Siegel der christlichen liturgischen Tradition**

Papst Sixtus war besonders um die treue Bewahrung und Entfaltung des Kultes bemüht. Er faßte die geltende Praxis in Bestimmungen zusammen, die zu einem Siegel für die christliche liturgische Tradition wurden. Zudem war es ihm ein großes Anliegen, daß alle christlichen Gemeinschaften untereinander in Kontakt blieben, denn, wie es scheint, kam es bereits während seines Pontifikats wegen des genauen Datum der Osterfeierlichkeiten zu ersten Unstimmigkeiten zwischen Ost und West.
Auf Sixtus I. führt die christliche Überlieferung auch den Hymnus des Trishagion zurück, das der göttlichen Dreieinigkeit gewidmete dreifache Sanctus. Der Ausdruck Trishagion von griechisch hagios (heilig) und treis (drei) meint den dreimal heiligen Gott. Bereits im Alten Testament findet sich diese Definition der heiligsten Dreifaltigkeit. Das dreimal Heilig des Propheten Jesaja im Alten Testament entspricht der Nennung der drei göttlichen Personen im Neuen Bund als würde man sagen: Heilig ist Gott Vater, heilig ist Gott Sohn, heilig ist Gott Heiliger Geist. Um diese Kenntnisse eigenständig erwerben zu können, mußte man lesen können, die Heilige Schrift gut kennen und damit zum Kreis der Gebildeten gehören. Um dieses Lob der Dreifaltigkeit allen Gläubigen zugänglich zu machen, führte Papst Sixtus den dreifachen Lobpreis in die Heilige Messe ein gleich vor der Konsekration und der Transsubstantiation.

**Trishagion, das dreimal Heilig des Alten und Neuen Testaments**

Alle apostolischen Kirchen unabhängig vom Ritus kennen dieses Trishagion, den Engelsgesang, den Jesaja hörte, als er seine Himmelsvision hatte. Den ebenso nach ihm der heilige Johannes, der Apostel und Evangelist in der Offenbarung schildet (4,8).
Dom Prosper Guéranger (1805-1875), der berühmte Benediktinerabt von Solesmes sagte: „Was singen also die Engel? Sanctus, Sanctus, Sanctus, Dominus Deus Sabaoth. Sie feiern die Heiligkeit Gottes. Aber wie feiern sie sie? Auf perfekte Weise: sie gebrauchen den Superlativ, in dem sie dreimal hintereinander rufen, daß Gott wirklich heilig ist. (…) Warum aber wenden sie auf Gott die dreifache Feststellung der Heiligkeit an? Weil die Heiligkeit die Wichtigste der göttlichen Vollkommenheit ist: Gott ist in seinem Wesen heilig“.

**Gott ist ebenso stark wie heilig und ebenso heilig wie stark**

Das Trishagion finden wir auch im Te Deum: „Tibi Cherubim et Seraphim incessabili voce proclamant: Sanctus, Sanctus, Sanctus Dominus Deus Sabaoth” (Heilig, heilig, heilig Herr Gott der Heerscharen). Die Heerscharen im Dienst des Allmächtigen haben nichts zu befürchten, da alle Kriege, Prüfungen und Hürden durch ihren Gott im Triumph enden. Dom Guéranger schrieb dazu: „Gott ist heilig und stark, ebenso stark wie heilig und ebenso heilig wie stark.“
Dieser römische Papst, der die katholische Christenheit bis zum heutigen Tag die Heiligkeit Gottes besingen läßt, starb nicht als Märtyrer, obwohl es dies gelegentlich heißt. Sein Grab in Erwartung der Auferstehung des Fleisches, befindet sich nicht beim Grab des Heiligen Petrus im Vatikan, sondern in der Kathedrale des Heiligen Paulus in Alatri bei Rom, wo er als Stadtpatron verehrt wird.

(Katholisches.info)
« Letzte Änderung: 22. Juni 2014, 22:05:56 von Tina 13 »
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« Antwort #1049 am: 23. Juni 2014, 06:43:28 »


„Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet“

Du verstehst sehr gut, deine Taten zu entschuldigen, willst aber die Entschuldigungen der anderen nicht annehmen. Es wäre gerechter, du würdest dich selbst anklagen und deinen Bruder entschuldigen. Wenn du willst, dass man dich erträgt, dann ertrage auch die anderen. Schau, wie ferne du noch bist von wahrer Liebe und wahrer Demut, wenn du dich über jemand anderen ärgerst und entrüstest außer über dich selbst. In Gesellschaft guter und friedfertiger Menschen recht zu leben, ist keine große Sache, denn das gefällt natürlich allen. Jeder liebt von sich aus den Frieden und empfindet mehr Zuneigung für Leute, die wie er denken... Aber in Frieden leben zu können mit groben, bösartigen und zuchtlosen Menschen, die einen anwidern, das ist eine große Gnade, eine lobenswerte und mutige Lebensart. Wer am besten mit Leid umgehen kann, wird größeren Frieden haben. Er ist Sieger über sich selbst, Lehrer der Menschheit, Freund Christi und Erbe des Himmels.

Nachfolge Christi, Erbauungsbuch aus dem 15. Jahrhundert, Buch II, Kap. 3




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« Antwort #1050 am: 23. Juni 2014, 06:44:05 »

"Entweder nehmt ihr Mich, Jesus Christus, so an, wie Ich Bin, und nicht so, wie ihr wollt, dass Ich bin, — oder ihr lehnt Mich ab. Es gibt nichts dazwischen."

(Worte Jesu aus 1155 Buch der Wahrheit)
« Letzte Änderung: 09. September 2014, 07:59:38 von Tina 13 »
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« Antwort #1051 am: 23. Juni 2014, 22:42:12 »
 ;ghjghg

Vergelts Gott und im Gebet verbunden, dass ich hier die Katechese Stück für Stück weiter schreiben darf.

Das ist ganz arg lieb.


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« Antwort #1052 am: 24. Juni 2014, 06:45:51 »

Hymnus
„Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war, sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht“ (Joh 1,6-7)

In dir, Johannes, sehen wir einen neuen Mose; denn du hast Gott gesehen, nicht in Symbolgestalt, sondern in aller Deutlichkeit. In dir sehen wir einen neuen Josua: Du hast den Jordan nicht von einem Ufer zum anderen durchschritten, sondern hast mit dem Wasser des Jordan die Menschen von einer Welt in die andere geführt… Du bist der neue Samuel, der nicht den David gesalbt, sondern den Sohn Davids getauft hat. Du bist der neue David, der nicht vom schlechten König Saul verfolgt, sondern von Herodes umgebracht worden ist. Du bist der neue Elija, der in der Wüste nicht von Brot lebte, das ihm ein Rabe brachte, sondern von Heuschrecken und Honig, die Gott dir zur Verfügung stellte. Du bist der neue Jesaja, der nicht gesagt hat: „Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären“ (7,14), sondern allen Menschen verkündet hat: „Seht das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“ (Joh 1,29)… Selig bist du Johannes, du von Gott Erwählter, du hast deine Hand auf deinen Herrn gelegt, in deinen Händen hast du die Flamme gehalten, deren Schein die Engel zittern lässt. Als Morgenstern (vgl. Num 24,17) hast du der Welt den wahren Morgen gezeigt, als heitere Morgendämmerung (vgl. Ps 29,6) den Tag des Herrn verkündet, als leuchtende Lampe auf das unvergleichliche Licht hingewiesen. Als Bote der großen Versöhnung mit dem Vater (Joh 9,5 LXX), wurde der Erzengel Gabriel beauftragt, dich dem Zacharias anzukündigen als eine Frucht, die weit über dem lag, was er erwartete… Als größter aller Menschensöhne (Mt 11,11) kommst du vor dem Immanuel, der alle Schöpfung übersteigt. Als Erstgeborener von Elisabeth hast du den Vorrang vor dem Erstgeborenen der ganzen Schöpfung (Kol 1,15).

Syrische Liturgie



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« Antwort #1053 am: 24. Juni 2014, 06:51:42 »
Evangelium nach Lukas 1,57-66.80.

Für Elisabeth kam die Zeit der Niederkunft, und sie brachte einen Sohn zur Welt.
Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte, und freuten sich mit ihr.
Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes und wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben.
Seine Mutter aber widersprach ihnen und sagte: Nein, er soll Johannes heißen.
Sie antworteten ihr: Es gibt doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt.
Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle.
Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb zum Erstaunen aller darauf: Sein Name ist Johannes.
Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen, und er redete und pries Gott.
Und alle, die in jener Gegend wohnten, erschraken, und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa.
Alle, die davon hörten, machten sich Gedanken darüber und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden? Denn es war deutlich, daß die Hand des Herrn mit ihm war.
Das Kind wuchs heran, und sein Geist wurde stark. Und Johannes lebte in der Wüste bis zu dem Tag, an dem er den Auftrag erhielt, in Israel aufzutreten.
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« Antwort #1054 am: 25. Juni 2014, 06:58:45 »
Psalm 119(118),33.34.35.36.37.40.

Herr, weise mir den Weg deiner Gesetze!
Ich will ihn einhalten bis ans Ende.
Gib mir Einsicht, damit ich deiner Weisung folge
und mich an sie halte aus ganzem Herzen.
Führe mich auf dem Pfad deiner Gebote!
Ich habe an ihm Gefallen.
Deinen Vorschriften neige mein Herz zu,
doch nicht der Habgier!
Wende meine Augen ab von eitlen Dingen;
durch dein Wort belebe mich!
Nach deinen Befehlen hab' ich Verlangen.
Gib mir neue Kraft durch deine Gerechtigkeit!
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« Antwort #1055 am: 27. Juni 2014, 06:43:19 »
WEIHEGEBET PAPST BENEDIKTS XV ( 1915 )

"Heiliges Herz Jesu! Quelle alles Guten! Dich bete ich an, auf dich hoffe ich, dich liebe ich. Ich bereue alle meine Sünden. Dir schenke ich dieses mein armes Herz. Mach es demütig, geduldig, rein und laß es deinem Willen entsprechen. Gib, o guter Jesus, daß du in mir lebst und ich in dir. Beschütze mich in Gefahren, tröste mich in Trübsal und Leiden. Gewähre mir Gesundheit des Leibes und der Seele. Segne alles, was ich tue, und gewähre mir die Gnade eines heiligen Todes. Amen.
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La Salette 1846



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