Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4663569 mal)

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« Antwort #5512 am: 21. Juli 2017, 06:59:10 »
Sein großes Geheimnis, um die Seelen hin zu Jesus zu ziehen

Die große Triebfeder für das ganze apostolische Wirken des hl. Ludwig-Maria Grignon de Montfort, sein großes Geheimnis, um die Seelen hin zu Jesus zu ziehen und ihm zu schenken, ist die Marienverehrung. Auf sie gründet er seine gesamte pastorale Tätigkeit: auf sie baut er ganz und gar, in seiner Zeit kann er keine wirksamere Waffe finden.
Der freudlosen Strenge, dem finsteren Schrecken, der hochmütigen Depressivität des Jansenimus setzt er die kindliche, vertrauende, glühende, weite und effektive Liebe eines Dieners Mariens entgegen, die Liebe zu derjenigen, die die Zuflucht der Sünder, die Mutter der göttlichen Gnade, unser Leben, unsere Süßigkeit, unsere Hoffnung ist.
Auch unsere Fürspecherin; eine Fürsprecherin, die an ihrem Platz zwischen Gott und dem Sünder immerfort damit beschäftigt ist, die Güte des Richters anzurufen, seine Gerechtigkeit zu erweichen, und das Herz des Schuldigen zu berühren, damit er seinen Eigensinn überwindet.
Aus innerster Überzeugung und aus seiner Erfahrung, wie Maria wirkt, erklärt der Missionar mit der ihm eigenen schlichten Anschaulichkeit: „kein Sünder wird Maria je widerstehen können, wenn er einmal die Hand mit seinem Rosenkranz um ihren Hals gelegt hat.“
Papst Pius XII.

Ansprache bei der Seligsprechung des heiligen Ludwig-Maria Grignion de Montfort, am 21. Juli 1947
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #5513 am: 21. Juli 2017, 07:01:25 »
Die Muttergottes im Ave Maria grüßen, heißt ihr Rosen schenken

Die Praxis des Rosenkranzgebets geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Damals beteten ungebildete Ordensleute im Chor anstelle des Offiziums das Vaterunser und das Ave Maria. Mönche, die nicht lesen konnten, rezitierten 150 Ave im Anklang an die 150 Psalmen; den sogenannten Marienpsalter. Im 15. Jahrhundert sorgte dann der Dominikaner Alanus de Rupe für die weite Verbreitung des Rosenkranzgebets. Der Rosenkranz der katholischen Gläubigen im Sinne einer Gebetsschnur, bestehend aus Perlen, die in fünf Zehnergruppen angeordnet sind, ist eine Hilfe beim Beten der freudenzeichen, lichtreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranzgeheimnisse.
Das Wort „Rosenkranz“ entstammt der höfischen Liebe. Der „Rosarium“, der Rosengarten, bezeichnete eine Gedichtsammlung, die ein Ritter seiner Dame widmete. Die Muttergottes mit einem Ave Maria grüßen, heißt gleichsam, ihr Rosen zu schenken und mit ihr zusammen das Evangelium zu betrachten.
Papst Franziskus hat eine enge Beziehung zum Rosenkranz. Sein Sekretär bezeugte am 10. März in Radio Vatikan: „Der Papst verliert keine Minute, er arbeitet unermüdlich. Wenn er merkt, dass er eine Pause braucht, setzt er sich hin und betet den Rosenkranz. Er betet drei täglich. Er sagte zu mir: „Das hilft mir mich zu entspannen“.

Übersetzt aus dem Französisch: Jacques Gauthier

Aleteia
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« Antwort #5514 am: 21. Juli 2017, 23:11:47 »
Origenes (um 185-253), Priester und Theologe

„Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat“

Der Sabbat ist als ein heiliger Tag eingesetzt worden. Alle Heiligen und Gerechten sollen den Sabbat feiern [...] Schauen wir also, worin für den Christen die Beachtung des Sabbat besteht: Man soll keine nichtige irdische Arbeit verrichten; man soll sich aller irdischen Werke enthalten und nichts tun, was mit der Welt in Zusammenhang steht; man soll sich geistlichen Verrichtungen widmen, zur Kirche gehen, der Schriftlesung und deren Erläuterungen Aufmerksamkeit schenken, an Himmlisches denken, sich mit der Hoffnung auf das künftige Leben befassen, das kommende Gericht sich vor Augen halten und meditieren: nicht die sichtbaren und gegenwärtigen Wirklichkeiten, sondern die zukünftigen und unsichtbaren.

Das alles müssen auch die Juden beachten. Auch bei ihnen verrichten Schmiede, Maurer und die anderen Handwerker am Sabbat keinerlei Arbeit. Die Schriftgelehrten freilich und die Gesetzesausleger unterbrechen für diesen Tag ihre Tätigkeit nicht – dennoch entheiligen sie damit den Sabbat nicht. Mein Herr selber hat daran erinnert: „Habt ihr nicht gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel gegen die Sabbatruhe verstoßen, ohne sich schuldig zu machen?“ Wer sich also der Werke dieser Welt enthält und sich frei macht für geistliche Betätigung, der bringt das Sabbatopfer dar und heiligt den Sabbat als einen Festtag [...]

Am Sabbat bleibt ein jeder daheim und verlässt seine Wohnung nicht. Doch was ist die Wohnung einer geistgeführten Seele? Es ist die Gerechtigkeit, die Wahrheit, die Weisheit, die Heiligkeit: all das ist Christus, die Wohnung unserer Seele. Diese Wohnung sollten wir nicht verlassen, wenn wir den wahren Sabbat halten und diesen Festtag durch Opfer feiern wollen gemäß dem Wort des Herrn: „Wer in mir bleibt, in dem bleibe ich“ (vgl. Joh 15,5).

Homilien zum Buch Numeri, Nr.23
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« Antwort #5515 am: 21. Juli 2017, 23:13:39 »
Buch Exodus 11,10.12,1-14.

In jenen Tagen vollbrachten Mose und Aaron viele Wunder vor den Augen des Pharao, aber der Herr verhärtete das Herz des Pharao, so dass er die Israeliten nicht aus seinem Land fortziehen ließ.
Der Herr sprach zu Mose und Aaron in Ägypten:
Dieser Monat soll die Reihe eurer Monate eröffnen, er soll euch als der erste unter den Monaten des Jahres gelten.
Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am Zehnten dieses Monats soll jeder ein Lamm für seine Familie holen, ein Lamm für jedes Haus.
Ist die Hausgemeinschaft für ein Lamm zu klein, so nehme er es zusammen mit dem Nachbarn, der seinem Haus am nächsten wohnt, nach der Anzahl der Personen. Bei der Aufteilung des Lammes müsst ihr berücksichtigen, wieviel der einzelne essen kann.
Nur ein fehlerfreies, männliches, einjähriges Lamm darf es sein, das Junge eines Schafes oder einer Ziege müsst ihr nehmen.
Ihr sollt es bis zum vierzehnten Tag dieses Monats aufbewahren. Gegen Abend soll die ganze versammelte Gemeinde Israel die Lämmer schlachten.
Man nehme etwas von dem Blut und bestreiche damit die beiden Türpfosten und den Türsturz an den Häusern, in denen man das Lamm essen will.
Noch in der gleichen Nacht soll man das Fleisch essen. Über dem Feuer gebraten und zusammen mit ungesäuertem Brot und Bitterkräutern soll man es essen.
Nichts davon dürft ihr roh oder in Wasser gekocht essen, sondern es muss über dem Feuer gebraten sein. Kopf und Beine dürfen noch nicht vom Rumpf getrennt sein.
Ihr dürft nichts bis zum Morgen übriglassen. Wenn aber am Morgen noch etwas übrig ist, dann verbrennt es im Feuer!
So aber sollt ihr es essen: eure Hüften gegürtet, Schuhe an den Füßen, den Stab in der Hand. Esst es hastig! Es ist die Paschafeier für den Herrn.
In dieser Nacht gehe ich durch Ägypten und erschlage in Ägypten jeden Erstgeborenen bei Mensch und Vieh. Über alle Götter Ägyptens halte ich Gericht, ich, der Herr.
Das Blut an den Häusern, in denen ihr wohnt, soll ein Zeichen zu eurem Schutz sein. Wenn ich das Blut sehe, werde ich an euch vorübergehen, und das vernichtende Unheil wird euch nicht treffen, wenn ich in Ägypten dreinschlage.
Diesen Tag sollt ihr als Gedenktag begehen. Feiert ihn als Fest zur Ehre des Herrn! Für die kommenden Generationen macht euch diese Feier zur festen Regel!

Psalm 116(115),12-13.15-16ab.17-18.

Wie kann ich dem Herrn all das vergelten,
was er mir Gutes getan hat?
Ich will den Kelch des Heils erheben
und anrufen den Namen des Herrn.

Kostbar ist in den Augen des Herrn
das Sterben seiner Frommen.
Ach Herr, ich bin doch dein Knecht,
dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd.

Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen
und anrufen den Namen des Herrn.
Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen
offen vor seinem ganzen Volk.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 12,1-8.

In jener Zeit ging Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder. Seine Jünger hatten Hunger; sie rissen deshalb Ähren ab und aßen davon.
Die Pharisäer sahen es und sagten zu ihm: Sieh her, deine Jünger tun etwas, das am Sabbat verboten ist.
Da sagte er zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren -
wie er in das Haus Gottes ging und wie sie die heiligen Brote aßen, die weder er noch seine Begleiter, sondern nur die Priester essen durften?
Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen, ohne sich schuldig zu machen?
Ich sage euch: Hier ist einer, der größer ist als der Tempel.
Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt;
denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.

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« Antwort #5516 am: 23. Juli 2017, 22:00:52 »
Dem hl. Makarius, dem Ägypter (?-390), Mönch, zugeschrieben

Bis der ganze Teig aufgegangen war

Wenn jemand Weizenmehl knetet, aber keinen Sauerteig dazutut, so mag er noch so sehr sich abmühen, es umwenden und verarbeiten, die Masse bleibt doch ungesäuert und zum Essen unbrauchbar. Kommt aber der Sauerteig hinzu, so zieht er die ganze Mehlmasse an sich und durchsäuert sie vollständig. So hat es auch der Herr im Gleichnis vom Reiche [Gottes] gesagt [...] Oder, jemand verwendet auf Fleisch alle Sorgfalt. Allein das Salz [...]  lässt er weg. Die Folge davon ist, daß das Fleisch stinkt und fault und für die Menschen ungenießbar wird. Stelle dir nun die ganze Menschheit als Fleisch und ungesäuerte Masse vor. Als das Salz und den Sauerteig [...] aber denke dir die göttliche Natur des Heiligen Geistes. Wird nun in die gefallene Menschennatur nicht [...] der himmlische Sauerteig des Geistes und das gute, heilige Salz der Gottheit gemischt und gelegt, so wird die Seele den Gestank der Bosheit nicht los, sie wird nicht durchsäuert, so daß sie ihre Schwere verliert und vom Sauerteig der Schlechtigkeit frei wird.

Wenn die Seele meint, sie könne von sich aus etwas tun, besorgen und ausrichten und sich nur auf ihre eigene Kraft stützt und glaubt, sie könne durch sich selbst ohne Mitwirkung des Geistes ein vollkommenes Werk zustande bringen, so ist sie in großem Irrtum. Denn nicht geeignet für die himmlischen Räume, nicht geeignet für das Reich ist die Seele, die meint, aus sich und durch sich allein ohne den Geist es zu vollkommener Reinheit bringen zu können. Denn wenn der unter der Einwirkung der Leidenschaften stehende Mensch sich nicht Gott naht, die Welt verleugnet und zuversichtlich und geduldig ein seiner Natur fremdes Gut, das die Kraft des Heiligen Geistes ist, zu empfangen hofft, wenn der Herr nicht von oben göttliches Leben in die Seele träufelt, so wird ein solcher das wahre Leben nicht verspüren [...] Hat er dagegen die Geistesgnade empfangen, wendet er sich in keiner Hinsicht von ihr ab, verspottet er nicht durch Nachlässigkeit und Schlechtigkeit die Gnade, führt er so einen fortwährenden Kampf und „betrübt er nicht den Geist“ (Eph. 4, 30), dann wird er das ewige Leben erlangen können.

Homilie Nr. 24,4−6 (vgl.: Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 10, Kempten; München 1913)
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« Antwort #5517 am: 23. Juli 2017, 22:03:36 »
Buch der Weisheit 12,13.16-19.

Es gibt keinen Gott außer dir, der für alles Sorge trägt; daher brauchst du nicht zu beweisen, dass du gerecht geurteilt hast.
Deine Stärke ist die Grundlage deiner Gerechtigkeit, und deine Herrschaft über alles lässt dich gegen alles Nachsicht üben.
Stärke beweist du, wenn man an deine unbeschränkte Macht nicht glaubt, und bei denen, die sie kennen, strafst du die trotzige Auflehnung.
Weil du über Stärke verfügst, richtest du in Milde und behandelst uns mit großer Nachsicht; denn die Macht steht dir zur Verfügung, wann immer du willst.
Durch solches Handeln hast du dein Volk gelehrt, dass der Gerechte menschenfreundlich sein muss, und hast deinen Söhnen die Hoffnung geschenkt, dass du den Sündern die Umkehr gewährst.

Psalm 86(85),5-6.9-10.15-16.

Herr, du bist gütig und bereit zu verzeihen,
für alle, die zu dir rufen, reich an Gnade.
Herr, vernimm mein Beten,
achte auf mein lautes Flehen!

Alle Völker kommen und beten dich an,
sie geben, Herr, deinem Namen die Ehre.
Denn du bist groß und tust Wunder;
du allein bist Gott.

Du aber, Herr, bist ein barmherziger und gnädiger Gott,
du bist langmütig, reich an Huld und Treue.
Wende dich mir zu und sei mir gnädig,
gib deinem Knecht wieder Kraft,
und hilf dem Sohn deiner Magd!

Brief des Apostels Paulus an die Römer 8,26-27.

Brüder! Der Geist nimmt sich unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können.
Und Gott, der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist: Er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 13,24-43.

In jener Zeit erzählte Jesus der Menge das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte.
Während nun die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg.
Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein.
Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut?
Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen?
Er entgegnete: Nein, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus.
Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune.
Er erzählte ihnen ein weiteres Gleichnis und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte.
Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.
Und er erzählte ihnen noch ein Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war.
Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge durch Gleichnisse; er redete nur in Gleichnissen zu ihnen.
Damit sollte sich erfüllen, was durch den Propheten gesagt worden ist: Ich öffne meinen Mund und rede in Gleichnissen, ich verkünde, was seit der Schöpfung verborgen war.
Dann verließ er die Menge und ging nach Hause. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker.
Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn;
der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut sind die Söhne des Bösen;
der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel.
Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein:
Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben,
und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.
Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der höre!
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« Antwort #5518 am: 24. Juli 2017, 14:07:02 »
Hl. Charbel Makhlouf, Priester, Mönch, Einsiedler

* 8. Mai 1828 in Beka Kafra bei Bscharre im Libanon
† 24. Dezember 1898 in Annaya / Mar Mqin im Libanon

Youssef Antoun Makhlouf war der Sohn eines armen Bauern aus dem Hochgebirge Nordlibanons. Schon als Kind fiel er durch seine Frömmigkeit auf, er verspürte schon früh die Berufung zum Mönchtum. Mit 23 Jahren trat er zunächst zur Vorbereitung in das Kloster Unserer Lieben Frau von Mayfouk ein, dann in das Kloster St. Maron in Annaya, wo er den Namen eines frühen Märtyrers, Charbel, annahm. 1853 legte er seine Gelübde ab, und 1859 wurde er zum Priester geweiht. 16 Jahre führte er dort ein Leben des Gehorsam gegen seine Oberen, der Buße und außerordentlicher Frömmigkeit. Nacht für Nacht kniete er betend vor dem Tabernakel, auch großer Kälte. 1875 erhielt er, da er sich zum Einsiedlerleben berufen fühlte, die normalerweise nicht gewährte Erlaubnis (seine Oberen mussten durch ein Wunder überzeugt werden), das Kloster zu verlassen und in der Klause Peter und Paul in der Nähe des Klosters als Einsiedler zu leben. Dort lebte er wiederum ein Leben strenger Buße und des Gebets vor dem Tabernakel, dabei fastete er ständig und leistete harte körperliche Arbeit. 1898 erltt Charbel bei der heiligen Messe einen Schlaganfall. Während der acht Tage, die er unbeweglich bis zu seinem Tod verbringen musste, betete er unaufhörlich, er beendete die Messgebete und rief immer wieder die Namen Jesu, Mariens und Josefs sowie der hl. Apostel Petrus und Paulus an. In der Nachtwache bei Charbels Leichnam in der Kälte und Härte der Einsiedelei erkannten die Mönche das Ausmaß von Charbels Entbehrungen, der nicht nur eine Nacht, sondern 23 Jahre lang Hunger, Kälte, Armut und Erschöpfung ertragen hatte. 

Drei Tage nach seinem Tod wurde Charbel, wie es Brauch war, ohne Sarg bestattet, doch von seinem Grab strahlte Licht aus. Daher wurde Charbels Leichnam schließlich Monate später exhumiert - man fand ihn unversehrt - und in einem Sarg beerdigt. Von da an strömten Pilger zu seinem Grab, bis heute wird von unzähligen Heilungen berichtet, die sich nicht nur im Libanon, sondern auch in anderen Teilen der Welt ereignen, nicht nur an Christen, sondern auch an Muslimen, die Charbel ebenfalls sehr verehren, und sogar an Nichtglaubenden.

Charbel wurde von Papst Paul VI. 1965 selig- und 1977 heiliggesprochen. Derzeit wird über seinem Grab eine große Kathedrale errichtet
« Letzte Änderung: 24. Juli 2017, 14:07:39 von Tina 13 »
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« Antwort #5519 am: 24. Juli 2017, 14:09:56 »
Buch Exodus 14,5-18.

In jenen Tagen, als man dem König von Ägypten meldete, das Volk sei geflohen, änderten der Pharao und seine Diener ihre Meinung über das Volk und sagten: Wie konnten wir nur Israel aus unserem Dienst entlassen!
Er ließ seinen Streitwagen anspannen und nahm seine Leute mit.
Sechshundert auserlesene Streitwagen nahm er mit und alle anderen Streitwagen der Ägypter und drei Mann auf jedem Wagen.
Der Herr verhärtete das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten, so dass er den Israeliten nachjagte, während sie voll Zuversicht weiterzogen.
Die Ägypter jagten mit allen Pferden und Streitwagen des Pharao, mit seiner Reiterei und seiner Streitmacht hinter ihnen her und holten sie ein, als sie gerade am Meer lagerten. Es war bei Pi-Hahirot vor Baal-Zefon.
Als der Pharao sich näherte, blickten die Israeliten auf und sahen plötzlich die Ägypter von hinten anrücken. Da erschraken die Israeliten sehr und schrien zum Herrn.
Zu Mose sagten sie: Gab es denn keine Gräber in Ägypten, dass du uns zum Sterben in die Wüste holst? Was hast du uns da angetan? Warum hast du uns aus Ägypten herausgeführt?
Haben wir dir in Ägypten nicht gleich gesagt: Lass uns in Ruhe! Wir wollen Sklaven der Ägypter bleiben; denn es ist für uns immer noch besser, Sklaven der Ägypter zu sein, als in der Wüste zu sterben.
Mose aber sagte zum Volk: Fürchtet euch nicht! Bleibt stehen, und schaut zu, wie der Herr euch heute rettet. Wie ihr die Ägypter heute seht, so seht ihr sie niemals wieder.
Der Herr kämpft für euch, ihr aber könnt ruhig abwarten.
Der Herr sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Sag den Israeliten, sie sollen aufbrechen.
Und du heb deinen Stab hoch, streck deine Hand über das Meer, und spalte es, damit die Israeliten auf trockenem Boden in das Meer hineinziehen können.
Ich aber will das Herz der Ägypter verhärten, damit sie hinter ihnen hineinziehen. So will ich am Pharao und an seiner ganzen Streitmacht, an seinen Streitwagen und Reitern meine Herrlichkeit erweisen.
Die Ägypter sollen erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich am Pharao, an seinen Streitwagen und Reitern meine Herrlichkeit erweise.

Buch Exodus 15,1b.2ab.2cd-3.4-5.6.13.

Ich singe dem Herrn ein Lied,
denn er ist hoch und erhaben.
Rosse und Wagen warf er ins Meer.
Meine Stärke und mein Lied ist der Herr,
er ist für mich zum Retter geworden.

Er ist mein Gott, ihn will ich preisen;
den Gott meines Vaters will ich rühmen.
Der Herr ist ein Krieger,
Jahwe ist sein Name.

Pharaos Wagen und seine Streitmacht warf er ins Meer.
Seine besten Kämpfer versanken im Schilfmeer.
Fluten deckten sie zu,
sie sanken in die Tiefe wie Steine.

Deine Rechte, Herr, ist herrlich an Stärke;
deine Rechte, Herr, zerschmettert den Feind.
Du lenktest in deiner Güte das Volk, das du erlöst hast,
du führtest sie machtvoll zu deiner heiligen Wohnung.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 12,38-42.

In jener Zeit sagten einige Schriftgelehrte und Pharisäer zu Jesus: Meister, wir möchten von dir ein Zeichen sehen.
Er antwortete ihnen: Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona.
Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Innern der Erde sein.
Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.
Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.
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La Salette 1846



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