Was damals geschah (Heroldsbach)
Von Pater Pio wird berichtet, dass er gegenüber Pilgern, die ihn in San Giovanni Rotondo über Heroldsbach befragt haben, positive Aussagen über die Erscheinungen gemacht haben soll. Eine seine Antworten soll gelautet haben: "Bittet sie, die Rosenkönigin. Sie wird euch alles gewähren."
Eine ihrer letzten Botschaften richtete die Muttergottes an alle Pilger in Heroldsbach:
"Wenn hier gebetet wird, werde ich immer bei euch sein."
Die Dämonen sagten durch Anneliese Michel: "das Sch...loch da oben in Heroldsbach ist auch echt...dort ist sie auch." Ferner sagten sie noch, dass Heroldsbach einmal der größte Wallfahrtsort Deutschlands wird.
Von einem, der noch dabei war:
Wegen Heroldsbach kam ein Geheimbote aus Rom
Immer wieder haben im Laufe der Jahre herausragende katholische Priester versucht, die Verurteilung der Erscheinungen von Heroldsbach aufheben zu lassen. Die Bitten um eine neue Prüfung der Vorgänge liegen in Rom. So bemüht sich auch Prof. D.Dr. Georg Siegmund (+ 4.6.89), Fulda, nicht nur um eine Klärung, er bat Papst Johannes Paul II. auch um Aufhebung der Exkommunikation, unter der heute noch zehn Gläubige zu leiden haben. Ein Seelsorger, dessen Arbeit wir seit Jahren gut kennen, schrieb 1981 an Kardinal Ratzinger einen Brief, aus dem wir zitieren:
"Dann habe ich noch eine zweite Sache auf dem Herzen, die ich auch schon 30 Jahre unter strengem Schweigegebot in mir trage. Und dies ist das so leidenschaftlich bekämpfte und verurteilte charismatische Ereignis von Heroldsbach-Thurn, in der Nähe von Erlangen-Forchheim. Hier bin ich zwar nicht Hauptzeuge, aber ich habe doch bei meinen etwa 25 Besuchen dort Gelegenheit gehabt, vieles zu beobachten und zu erfahren. Ich möchte nur einige eintscheidende Punkte anführen:
1) Das Hauptverhör der Kinder hielt H.H. Weihbischof Dr.Dr.Dr. Landgraf mit dem Schlußurteil: Noch so jung (die Kinder waren 9-11 Jahre) und schon vom Glauben abgefallen, schon vom Glauben abgefallen!"
2) Die entscheidenden "Aussagen" von H. Pfarrer Gailer und von Prof. Walz (Dogmatiker) wurden vom selben Weihbischof Landgraf unter der stärksten Drohung von öffentlicher Suspension und Absetzung in ungerechtester Weise unter moralischem Zwang abgerungen. (Beide Zeugen schon gestorben). Mit diesen zwei erzwungenen Unterschriften flog der Weihbischof nach Rom und erwirkte dort die negative Entscheidung.
3) Von Bamberg schickte man einen (gefügigen) Geistlichen nach Konnersreuth, um von Therese Neumann einen Entscheid zu erhalten. Man stellte ihr (im gehobenen Zustand?) die Frage: "Wie steht es mit Heroldsbach?" Antwort: "Heroldsbach ist teils Menschenwerk, teils Teufelswerk."
Dazu:
a) Wie glauben nun die Gegener einer charismatischen Sache dennoch an so was, wenn sie die eine gegen die andere ausspielen wollen?
b) Die Fragestellung war, falls wirklich ehrlich, total falsch. Man hätte dann schon fragen müssen: "Sind die Erscheinungen der Muttergottes in Heroldsbach vom Geiste Gottes gewirkt und in diesem Sinne echt?"
c) Die Antwort war aber auch dennoch wahr. Denn "es stand" mit Heroldsbach als solchem wirklich schlecht, d.h. es war wegen der Bekämpfung und falschen Berichte der Verurteilung nahe. Und da wirkten in der Tat listige Menschen und böse Geister zusammen, ganz entsprechend dem apokalyptischen Bild von der Sonnenfrau und dem gleich daneben sich zeigenden siebenköpfigen Feuerdrachen, der die Frau und ihr Kind zu verschlingen, zu vernichten drohte und heute noch droht. Gerade die Erscheinung auch des Bösen in Heroldsbach ist ein Zeichen der Echtheit. Dieser rühmte sich dort auch: "Ich werde dieser Dame noch alles zerzausen." Und das besorgte er gründlich.
4) Das großartige "Sonnenwunder" in Heroldsbach am 8. Dezember 1949, am Schlußtag der öffentlichen Novene zu Ehren der Immaculata in der Michaelskirche zu Bamberg, wo der Erzbischof Kolb die Schlußpredigt halten sollte und etwas zu spät kam, daher auf den Einzug verzichtete, sofort die Kanzel bestieg und begann: "Meine lieben Diözesanen, ihr seid von eurem Bischof gewohnt, dass er pünktlich ist. Aber diesmal glaubte ich, einen Grund zu haben. Denn als ich am Domberg den Wagen besteigen wollte, erreichte mich noch ein Telephon von Prof. Walz aus Heroldsbach mit der Meldung eines wunderbaren Ereignisses am Himmel, das an die zwanzigtausend Menschen miterlebten und das eine unleugbare Bestätigung darstelle. Ihr erwartet daher alle von eurem Bischof ein Wort über Heroldsbach. Laßt mir noch einige Tage zur Prüfung; doch ich kann euch heute schon sagen: "Mein Urteil wird positiv ausfallen." Was aber in den folgenden Tagen in Bamberg Trauriges vor sich ging, wie Loge und Hölle und Feigheit der "Hirten", der "Mietlinge" zusammenspielten, ist das schwärzeste Kapitel in der Geschichte der Kirche von Bamberg und darüber hinaus.
5) Dies besagt die Antwort, die die Kinder von der Muttergottes hörten: "Kinder, sagt den Leuten, sie sollen viel für die Bischöfe und Priester beten, denn viele Diener meines göttlichen Sohnes sind bloß mehr Beamte".
6) Ich war persönlich bei H.H. Erzbischof Kolb und legte ihm einen ganzen Stoß von eidlichen Aussagen von Erwachsenen, gerade auch über das Sonnenwunder, auf den Tisch. Er antwortete: "Unser Urteil ist fertig, daran wird nichts mehr geändert", und schob es mir zurück. Ich war etwa eine dreiviertel Stunde bei ihm. Am Schluß war er vom Heiligen Geist erleuchtet und sagte zu mir: "Nun Padre, von uns zwei überzeugt einer den anderen nicht. Nun bitten wir aber die Muttergottes von Heroldsbach, dass sie uns beide segne, Sie, der Sie an sie glauben, und mich, der ich nicht an sie glaube."
Diesen Ausspruch erfuhr von mir auch Papst Pius XII. noch, dem ich kurz vor seinem Tod einen lateinisch abgefassten Bericht über Heroldsbach zukommen lassen konnte. Ich adressierte diesen an Schwester Pasqualina, die mir prompt nach etwa sechs Tagen antwortete: "Ich habe gute Gelegenheit gehabt, dem Heiligen Vater persönlich Ihren Brief zu übergeben." Er ist etwa 4-6 Wochen später gestorben. Von ihm erhielt ich keine Antwort mehr.
Ob mein Schreiben im Vatikan irgendwo noch liegt? Ich habe aber zwei Aussprüche von Pius XII. sicher erfahren. Zu einem Mitbruder von mir sagte er unter vier Augen, damals als unser letzter Ordenskardinal Rossi starb, den dieser Bruder als Krankenwärter pflegte: "Frater Raphael, euer Kardinal war einer der wenigen, der die Dinge so ausführte, wie ich sie ihnen auftrage. Ich habe kaum drei Personen im Vatikan, auf die ich mich verlassen kann." Einen zweiten Ausspruch weiß ich als gewiss. Ein junger Schweizer Missionspater kam nach Afrika und Pius XII. rief ihn bei seiner Durchfahrt in Rom zu sich, um zu hören, was man in der Schweiz alles sage. Am Schluß sagte der Papst: "Sie glauben nicht, wie einsam ich hier im Vatikan bin." Wenn dies schon ein Pius XII. sagen musste!
Ein ähnlicher Fall ist H.H. Pfarrer Reuther, von dem der Vorgänger von Erzbischof Kolb, der ihn geweiht hatte, einmal sagte: "Hätte ich zehn solche Priester, dann könnte ich meine ganze Erzdiösese erneuern." Pfarrer Reuther wurde wegen seiner von den Nazis erlittenen Mißhandlungen frühzeitig emeritiert und lebte dann im kleinsten Häuschen von Bamberg. Er wurde ebenfalls wegen seiner positiven Einstellung für die Sache der Muttergottes von Heroldsbach schwerstens bedrängt und verleumdet. Man ging so weit, dass man dem Arzt des Krankenhauses, wo er schwer krank lag, verbot, ihm eine Spritze zu geben, die ihm gewöhnlich sein Hausarzt mit bester Wirkung gab. Der Arzt bekannte ihm später: "Mir wurde gesagt, ich dürfe Ihnen keine Spritze geben, man wolle sehen, wie lange er es aushält." Man tat ihn bereits ins Sterbezimmer. Doch seine Freunde beteten die ganze Nacht bei der Muttergottes auf dem Berge von Heroldsbach, und in der Frühe erschien Pfarrer Reuther in der Krankenhauskapelle und las die Messe - zum erschreckenden Staunen des Arztes und der Schwestern. Da erst gestand ihm der Arzt, was ihm aufgetragen war. Pfarrer Reuther lebte noch über 12 Jahre.
Vom Pfarrer Bartholomäus Reuther (vielfach bloss "Bartl" geheißen) müssen meines Wissens auch in Rom Berichte aufliegen. Nach dem Tode von Pius XII. sagte er zu mir: "Jetzt darf ich es dir sagen. Bisher war ich Pius XII. zum Schweigen hierüber verpflichtet: Ich hatte direkt von Rom aus, nach dem offiziellen Verbot und dem negativen Entscheid, den Geheimauftrag, weiterhin die Sache in Heroldsbach zu beobachten, selbst auf die Gefahr hin, von Bamberg suspendiert zu werden. Ich musste nach Vereinbarung zu bestimmten Zeiten meine Berichte abgeben. Hierzu kam ein Geheimbote von Rom nach München, wo wir uns trafen und unsere Berichte und Aufträge austauschten." Da sagte er mir auch, dass er seinen letzten Bericht fast zur selben Zeit ablieferte, da ich meinen Bericht an den Papst persönlich schickte.
"Herr Kardinal, ich bin bei meinen KZ-Verhören, der berüchtigte Freisler war mein Richter, nicht so angebrüllt worden wie von einem deutschen Bischof wegen Heroldsbach. Verzeihen Sie, wenn ich das sage im Vertrauen."

. Heroldsbach ist ein Ort der Gnade und ein Segen für uns.