(Botschaft an Eugenia Ravasio Teil 1)
1. Juli 1932 – Fest des Kostbaren Blutes unseres Herrn Jesus Christus.
Endlich ist der Tag gekommen, den der Himmlische Vater für immer durch sein Versprechen gesegnet hat! Heute gehen die langen Tage der Vorbereitung zu Ende, und ich fühle mich nahe, ganz nahe der Ankunft meines Vaters und des Vaters aller Menschen. Einige Minuten des Gebetes, und dann lauter geistliche Freuden! Ein Durst, Ihn zu sehen und zu hören hat mich befallen. Ganz glühend vor Liebe öffnete sich mein Herz mit einem derart großen Vertrauen, dass ich feststellte, dass ich bisher noch mit niemandem so vertrauensselig gewesen war.
Das Vorhaben meines Vaters schleuderte mich gleichsam in einen Zustand überschäumenden Jubels. Endlich fangen Gesänge an, sich vernehmlich zu machen! Engel kommen und künden mir diese beseligende Ankunft! Ihre Gesänge waren so schön, dass ich mir vorgenommen habe, sie dann nach Möglichkeit aufzuschreiben.
Dieser Wohlklang hielt einen Augenblick inne, und siehe: Da ist das Gefolge der Erwählten, der Cherubim wie der Seraphim, mit Gott unserem Schöpfer und unserem Vater! Ausgestreckt, mit dem Gesicht zur Erde, versenkt in mein Nichts, sprach ich das Magnificat. Gleich danach fordert mich der Vater auf, mit Ihm Platz zu nehmen und aufzuschreiben, was Er beschlossen hat, den Menschen zu sagen. Sein ganzer Hof, der Ihn begleitet hatte, war verschwunden.
Der Vater allein bleibt bei mir, und bevor Er Sich setzt, sagt Er zu mir: "Ich habe es dir zuvor gesagt, und Ich sage es wieder: Ich kann den Menschen nicht noch einmal Meinen Vielgeliebten Sohn schenken, um ihnen Meine Liebe zu beweisen! Nun, um sie zu lieben, und um sie diese Liebe erkennen zu lassen, komme Ich zu ihnen, indem Ich ihre Gestalt, ihre Armut annehme. Siehe, Ich lege Meine Krone und Meine ganze Herrlichkeit ab, um das Aussehen eines gewöhnlichen Menschen anzunehmen!"
Nachdem Er das Aussehen eines gewöhnlichen Menschen angenommen und Seine Krone und Seine Herrlichkeit zu Seinen Füßen niedergelegt hatte, nahm Er die Weltkugel an Sein Herz und hielt sie dort mit Seiner Linken, dann setzt Er Sich neben mich. Ich vermag kaum, Seine Ankunft, Seine Haltung, die Er einzunehmen geruhte noch Seine Liebe mit Worten zu beschreiben! In meiner Unwissenheit finde ich keine Worte, um auszudrücken, was Er mir zu verstehen gab.
Er sagt: "Friede und Heil sei diesem Haus und der ganzen Welt! Auf dass Meine Macht, Meine Liebe und Mein Heiliger Geist die Herzen der Menschen berühren und ergreifen, damit wirklich die ganze Menschheit sich dem Heil zuwende, und damit alle zum Vater kommen, der sie sucht, um sie zu lieben und zu retten!
Mein Stellvertreter Pius XI. möge erkennen, dass dies Tage des Heiles und des Segens sind. Möge er nicht die Gelegenheit versäumen, die Aufmerksamkeit der Kinder auf ihren Vater zu lenken, der in ihre Mitte kommt, um ihnen in diesem Leben Gutes zu tun und ihr ewiges Glück vorzubereiten.
Ich habe diesen Tag erwählt, um Mein Werk unter den Menschen zu beginnen, denn dies ist das Fest des Kostbaren Blutes Meines Sohnes Jesus. In dieses Blut möchte Ich das Werk eintauchen, das zu beginnen Ich gekommen bin, damit es in der ganzen Menschheit viel Frucht bringe.
Der wahre Grund Meines Kommens.
1. Ich komme, um die maßlose Angst, die Meine Geschöpfe vor Mir haben, endgültig zu vertreiben und ihnen zu verstehen zu geben, dass es Meine Freude ist, von Meinen Söhnen und Töchtern erkannt und geliebt zu werden, das heißt, von der ganzen gegenwärtigen und zukünftigen Menschheit.
2. Ich komme, um den Menschen und den Nationen Hoffnung zu bringen. Wie viele haben sie schon lange verloren! Diese Hoffnung lässt sie in Frieden und in Sicherheit leben und somit auf ihr Heil hin wirken.
3. Ich komme, damit man Mich kennenlernen kann, wie Ich wirklich bin. Darum möge das Vertrauen der Menschen gleichzeitig mit ihrer Liebe zu Mir, ihrem Vater, wachsen, da Ich nur eine Sorge habe: Über allen Menschen zu wachen und sie als Meine Kinder zu lieben.
Der Maler hat die größte Freude an der Betrachtung eines Bildes, das er selbst gemalt hat; so ist es auch mit Mir, Ich finde daran Wohlgefallen, Ich setze Meine Freude darein, mitten unter die Menschen zu kommen, dem Meisterwerk Meiner Schöpfung.
Die Zeit drängt; Ich wünschte, der Mensch würde eiligst erfahren, dass Ich ihn liebe, und dass Ich Mein größtes Glück empfinde, mit ihm zu sein und mit ihm zu sprechen wie ein Vater mit seinen Kindern.
Ich bin der Ewige, und als der Mensch noch nicht existierte, hatte Ich beschlossen, Meine Allmacht zu gebrauchen, um Lebewesen nach Meinem Bild zu schaffen. Doch zuvor musste die materielle Schöpfung entstehen, damit jene ihren Lebensunterhalt finden konnten; daraus ergab sich die Erschaffung der Welt! Ich füllte sie mit allem, was Ich wusste, es sollte für die Menschen da sein: Die Luft, die Sonne, den Regen und die vielen anderen Dinge, die Ich für ihr Leben nötig wusste.
Zuletzt wurde der Mensch erschaffen! Ich hatte Gefallen an Meinem Werk. – Der Mensch fällt in Sünde, aber gerade da sollte sich Meine unendliche Güte offenbaren.
Um unter den Menschen zu leben, die Ich erschaffen hatte, erwählte Ich im Alten Testament die Propheten, denen Ich Meine Wünsche, Meine Leiden und Meine Freuden eröffnete, damit jene sie allen mitteilten.
Je mehr das Böse zunahm, desto mehr drängte Mich Meine Güte, Mich den gerechten Seelen zu offenbaren, damit sie Meine Weisungen an jene weitergaben, welche die Unordnung verursachten. Auch musste Ich mitunter Strenge anwenden, um sie zurück zu gewinnen, nicht, um sie zu strafen – das hätte nur Schlechtes bewirkt – vielmehr, um sie vom Laster abzubringen und zu ihrem Vater und ihrem Schöpfer zu führen, den sie in ihrer Undankbarkeit vergessen und verkannt hatten. Später überwältigte das Böse so sehr das Herz der Menschen, dass Ich gezwungen war, Unheil auf die Erde zu schicken, damit der Mensch durch das Leiden, die Zerstörung seiner Güter oder sogar den Verlust des Lebens geläutert würde; so kamen die Sintflut, die Zerstörung von Sodom und Gomorrha, die Kriege des Menschen gegen den Menschen und anderes mehr.
Immer wollte Ich in dieser Welt mitten unter den Menschen wohnen. Auch während der Sintflut war Ich neben Noach – dem einzigen Gerechten der damaligen Zeit. Ebenso in den anderen Notzeiten; Ich fand immer einen Gerechten, bei dem Ich wohnen konnte, und durch ihn weilte Ich mitten unter den Menschen jener Zeit, und so ist es immer gewesen.
Oftmals wurde die Weit durch Meine unendliche Güte gegenüber der Menschheit von ihrer Verderbtheit gereinigt. So fuhr Ich fort, Seelen zu erwählen, an denen Ich Mein Wohlgefallen hatte, um durch sie an Meinen Geschöpfen, den Menschen, Freude finden zu können.
Ich hatte der Welt den Messias versprochen. Was habe Ich nicht alles getan, um Sein Kommen vorzubereiten, indem Ich Mich in den Gestalten offenbarte, die schon tausende von Jahren vor Seiner Ankunft auf Ihn hinwiesen! Dieser Messias, wer ist Er denn? Woher kommt Er? Was tut Er auf der Erde? In wessen Auftrag kommt Er?
Der Messias ist Gott.
- Wer ist Gott? – Gott ist der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
- Woher kommt Er, vielmehr: Wer hat Ihn beauftragt, zu den Menschen zu kommen? Das habe Ich getan, Sein Vater, Gott.
- Wen vergegenwärtigt Er auf Erden? Seinen Vater, Gott.
- Was tut Er auf Erden? Er will, dass der Vater, Gott, erkannt und geliebt werde.
Hat Er nicht gesagt:
"Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?" (Lk 2,49)
"Es geht mir nicht um den Willen dessen, der mich gesandt hat." (vgl. Joh 5,30)
"Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet." (Joh 15,16)
"So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel..." (Mk 6.9)
Und da Er gekommen ist, um den Vater zu verherrlichen und Ihn bei den Menschen bekannt zu machen, sagt Er:
"Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen." (Joh 14,9)
"Ich bin im Vater, und der Vater ist in mir." (vgl. Joh 14,10)
"Niemand kommt zum Vater, außer durch mich." (Joh 14,6)
"Wer den Sohn ehrt, ehrt auch den Vater..." (vgl. Joh 5,23)
"Wer auch immer mit Mir ist, ist mit Meinem Vater." (vgl. Joh 17) etc.
Schließt daraus, o ihr Menschen, dass Ich seit Ewigkeit nur dies eine Verlangen habe, dass Mich die Menschen kennenlernen und lieben, und dass Ich Mich unablässig danach sehne, ihnen nahe zu sein. Wollt ihr einen glaubwürdigen Beweis für diese Sehnsucht, die Ich soeben zum Ausdruck gebracht habe?
Warum habe Ich Mose beauftragt, das Zelt und die Bundeslade zu errichten, wenn nicht deshalb, weil es Mich brennend danach verlangte, wie ein Vater, ein Bruder, ein vertrauter Freund bei Meinen Geschöpfen, den Menschen, zu wohnen? Trotzdem haben sie Mich vergessen, Mich beleidigt mit unzähligen Vergehen. Und damit sie sich trotz allem erinnern an ihren Vater und Gott und an Seine einzige Sehnsucht, sie zu retten, habe Ich Mose Meine Gebote gegeben; denn wenn sie dazu angehalten werden, diese zu befolgen, können sie sich an ihren unendlich gütigen Vater erinnern, der nur auf ihr gegenwärtiges und zukünftiges Heil bedacht ist.
All das geriet wieder in Vergessenheit, und die Menschen versanken in Irrtum und Angst; sie fanden es mühselig, die Gebote zu befolgen, die Ich ihnen durch Mose übergeben hatte. Sie ersannen andere Gesetze in Übereinstimmung mit ihren Lastern, um sie leichter beobachten zu können. In ihrer übertriebenen Angst vor Mir haben sie Mich allmählich wieder vergessen und mit Beleidigungen überhäuft.
Indessen hat Meine Liebe für diese Menschen, meine Kinder, auch nicht für einen Augenblick aufgehört. Da Ich deutlich merkte, wie weder die Patriarchen noch die Propheten erreichen konnten, dass die Menschen Mich erkannten und liebten, so beschloss Ich, auf jeden Fall Selbst zu ihnen zu gehen.
Doch wie sollte Ich Mich mitten unter die Menschen begeben? Es gab keinen anderen Weg, als Selbst in der Zweiten Person Meiner Gottheit zu kommen. Würden Mich die Menschen erkennen? Würden sie auf Mich hören? Für Mich ist nichts Zukünftiges verborgen. So antwortete Ich Selbst auf diese beiden Fragen:
"Die Menschen werden Meine Gegenwart nicht erkennen, obwohl sie Mir ganz nahe sein werden. In Meinem Sohn werden sie Mich misshandeln, trotz all des Guten, das Er ihnen tun wird. In Meinem Sohn werden sie Mich verleumden, sie werden Mich kreuzigen, um Mich zu töten. Werde Ich mich dadurch hindern lassen? Nein, Meine Liebe zu Meinen Kindern, den Menschen, ist zu groß!"
Das hat Mich nicht zurückgehalten; doch versteht es wohl, Ich habe euch gewissermassen mehr geliebt als Meinen Vielgeliebten Sohn, oder, um es noch deutlicher zu sagen, mehr als Mich Selbst. Was Ich euch soeben gesagt habe, ist dermassen wahr, dass Ich gezögert hätte, auch wenn eines Meiner Geschöpfe genügend gewesen wäre, durch ein Leben und einen Tod wie den Meines Sohnes die Sünden der anderen zu sühnen. Warum? Ich hätte Meine Liebe verraten, indem Ich ein Geschöpf, das Ich liebe, leiden ließe, anstatt Selbst in Meinem Sohn zu leiden. Niemals wollte Ich Meine Kinder auf diese Weise leiden lassen.
Dies also ist in Kürze die Geschichte Meiner Liebe bis zu Meiner Ankunft in Meinem Sohn mitten unter den Menschen. Die meisten Menschen wissen um alle diese Ereignisse, aber sie lassen das Wesentliche außer acht: Sie wissen nicht, dass es die Liebe ist, die alles geleitet hat. Ja, es ist die Liebe, auf die Ich euch aufmerksam machen möchte in dieser Geschichte, die ihr soeben gelesen habt.
Nun ist diese Liebe in Vergessenheit geraten. Ich möchte sie euch neu in Erinnerung rufen, damit ihr lernt, Mich als Den zu erkennen, Der Ich bin. Aufdass ihr nicht furchtsam seid wie Sklaven einem Vater gegenüber, Der euch so sehr liebt. Ihr seht, in dieser Geschichte stehen wir erst am ersten Tag des ersten Jahrhunderts; und Ich möchte sie fortsetzen bis in unsere Tage des 20. Jahrhunderts.
Oh, dass Meine Väterliche Liebe bei den Menschen in Vergessenheit geriet! Und doch liebe Ich euch mit so zärtlicher Liebe! Was habe Ich nicht immer wieder getan in Meinem Sohn, das heißt in der menschgewordenen Person Meines Sohnes! In Seiner Menschheit ist die Gottheit verborgen, klein, arm, erniedrigt. Mit meinem Sohn Jesus führte Ich ein Leben des Opfers und der Arbeit. Ich nahm Seine Bitten an, dass dem Menschen ein Weg gebahnt werde, auf dem er immer in Gerechtigkeit weitergehen kann, bis er schließlich sicher zu Mir gelangt.
Gewiss, Ich verstehe die Schwäche Meiner Kinder gut. Darum habe ich Meinen Sohn gebeten, ihnen die Mittel zu geben, die sie in ihrer Ohnmacht stärken. Diese Mittel werden ihnen helfen, jeweils wieder von ihrem Fallen aufzustehen, sich von ihren Sünden zu reinigen, so dass sie von neuem die Kinder Meiner Liebe seien. Dies sind vornehmlich die sieben Sakramente und im besonderen das große Zeichen, durch das ihr trotz eurer Sündenfälle gerettet werdet: Es ist das Kreuz, es ist das Blut Meines Sohnes, das euch in jedem Augenblick überströmt, sofern ihr es wünscht, sei es im Sakrament der Busse oder auch im Heiligen Opfer der Messe.
Meine lieben Kinder, es sind jetzt 20 Jahrhunderte, dass Ich euch mit diesen Schätzen besonderer Gnaden überschütte, aber die Früchte sind sehr armselig. Wieviele Meiner Geschöpfe haben sich sehr schnell in den ewigen Abgrund gestürzt, obwohl sie in Meinem Sohn Kinder Meiner Liebe waren! Sie hatten wahrlich Meine unendliche Güte nicht begriffen. Ich liebe euch so sehr!
Ihr wenigstens, die ihr wisst, dass Ich Selbst komme, um mit euch zu sprechen, euch Meine Liebe zu erkennen zu geben, habt Erbarmen mit euch selbst und stürzt euch nicht in den Abgrund. Ich bin euer Vater!
Sollte es denn möglich sein, dass ihr, nachdem ihr Mich euren Vater genannt und Mir eure Liebe bezeugt habt, in Mir ein Herz findet, das hart und gleichgültig genug ist, euch verderben zu lassen? Nein, nein! Glaubt das nicht! Ich bin der beste Vater! Ich kenne das Unvermögen Meiner Geschöpfe. Kommt, kommt zu Mir mit Vertrauen und Liebe! Und Ich werde euch verzeihen aufgrund von eurem Bereuen. Selbst wenn eure Sünden abstoßend wären wie Schlamm, euer Vertrauen und eure Liebe werden sie Mich vergessen lassen, so gründlich, dass ihr nicht gerichtet werdet. Und dabei bin Ich gerecht, es ist wahr; doch die Liebe bezahlt alles!
Hört, Meine Kinder, stellt euch folgendes vor, und ihr werdet daraus die Versicherung Meiner Liebe erkennen: Für Mich sind eure Sünden dem Eisen vergleichbar; eure Liebe hingegen ist für Mich wie Gold. Wenn ihr Mir tausend Kilo Eisen abliefert, dann ist das nicht so viel, wie wenn ihr Mir zehn Kilo Gold schenkt. Das bedeutet, dass ein wenig Liebe unzählige Sünden tilgt.
Dies ist ein sehr unzulängliches Bild Meines Gerichtes über Meine Kinder, die Menschen, über alle, ohne Ausnahme. Man muss daher bis zu Mir kommen. Ich bin euch so nahe! Ihr müsst Mich nur lieben und Mich ehren, damit ihr überhaupt nicht gerichtet werdet, oder höchstens mit unendlich barmherziger Liebe!
Zweifelt nicht daran! Wenn Mein Herz nicht so beschaffen wäre, so hätte Ich die Welt schon so viele Male vernichtet, wie gesündigt wurde; hingegen erweist sich Mein Schutz in jedem Augenblick durch Gnaden und Wohltaten, dafür seid ihr Zeugen. Daraus könnt ihr schließen, dass es einen Vater über allen Vätern gibt, der euch liebt, und der nie aufhören wird, euch zu lieben, vorausgesetzt, dass ihr es wollt.
Ich komme zu euch auf zwei Wegen: Dem Weg des Kreuzes und dem Weg der Eucharistie. Das Kreuz ist Mein Weg, um zu Meinen Kindern hinabzusteigen, denn durch dieses Kreuz habe Ich euch losgekauft durch Meinen Sohn. Für euch ist das Kreuz euer Weg, um zu Meinem Sohn emporzusteigen, und durch Meinen Sohn zu Mir. Ohne das Kreuz könnt ihr nie zu Mir kommen, denn durch die Sünde hat der Mensch die Strafe der Trennung von Gott auf sich gezogen.
In der Eucharistie wohne Ich unter euch wie ein Vater in seiner Familie. Ich wollte, dass Mein Sohn die Eucharistie einsetze, um jeden Tabernakel zum Gefäß Meiner Gnaden, Meiner Schätze und Meiner Liebe zu machen, um sie an die Menschen, Meine Kinder, auszuteilen.
Auch lasse Ich auf diesen beiden Wegen unaufhörlich Meine Macht und Meine unendliche Barmherzigkeit herabsteigen. Jetzt, da Ich euch gezeigt habe, dass Mein Sohn Jesus Mich bei den Menschen vergegenwärtigt, und dass Ich, durch Ihn, unaufhörlich bei ihnen wohne, möchte Ich euch ebenfalls zeigen, dass Ich durch Meinen Heiligen Geist zu euch komme.
Das Wirken dieser Dritten Person Meiner Gottheit geschieht ohne Lärm, und der Mensch nimmt es oft gar nicht wahr. Für Mich aber ist dies eine sehr geeignete, wirkungsvolle Art und Weise, nicht nur im Tabernakel zu wohnen, sondern auch in den Seelen aller, die im Stand der Gnade sind, um dort Meinen Thron zu gründen, zu wahren und immer dort zu wohnen als der wahre Vater, der Sein Kind liebt, es schützt und ihm beisteht. Niemand kann die Freude begreifen, die Ich verkoste, wenn Ich allein mit einer Seele zusammen bin. Noch niemand bis jetzt hat das unendliche Verlangen Meines Herzens als Vater verstanden, von allen Menschen, den Gerechten wie den Sündern, erkannt, geliebt und verehrt zu werden. Deswegen sind es diese drei Formen der Huldigung, die Ich vom Menschen empfangen möchte, um selbst gegenüber den größten Sündern barmherzig und gut zu sein.
Was habe Ich nicht alles für Mein Volk getan, angefangen bei Adam bis zu Joseph, dem Nährvater Jesu, und seit Joseph bis zu diesem Tag, damit Mir der Mensch die besondere Form der Verehrung erweisen kann, die Mir als Vater, Schöpfer und Erlöser zukommt. Dennoch wurde Mir diese besondere Huldigung, nach der Ich Mich so gesehnt habe, und nach der Ich Mich immer noch sehne, bis heute nicht zuteil!
Im Buch Exodus ist zu lesen, dass man Gott auf besondere Weise verehren soll. Vor allem die Psalmen Davids bestätigen die gleiche Weisung. In den Geboten, die Ich Selbst dem Mose gegeben habe, setzte Ich an die erste Stelle: "Den einen Gott wirst du anbeten und uneingeschränkt lieben." Nun, jemanden lieben und ihn ehren, das gehört beides zusammen. Da Ich euch mit so großen Wohltaten überschüttet habe, sollte Ich auch von euch auf ganz besondere Weise geehrt werden!
Indem Ich euch das Leben gab, wollte Ich euch nach Meinem Bild schaffen. Euer Herz ist daher so empfindsam wie das Meine, das Meine wie das eure! Was würdet ihr nicht alles tun, wenn einer eurer Nahestehenden euch irgend einen kleinen Dienst erwiesen hätte, um euch eine Freude zu machen? Der kälteste Mensch würde dieser Person unvergessliche Anerkennung bewahren. Für gewöhnlich möchte jeder sogar herausfinden, womit er den anderen am meisten erfreuen könnte, als Gegenleistung für den erwiesenen Dienst. Nun denn Ich erst: Ich werde Mich euch gegenüber äußerst erkenntlich zeigen, indem Ich euch des ewigen Lebens versichere, wenn ihr Mir den kleinen Dienst erweist, Mich so zu ehren, wie Ich es von euch wünsche.
Ich anerkenne, dass ihr Mich durch Meinen Sohn verehrt. Und es gibt auch solche, die es verstehen, alles durch Meinen Sohn bis zu Mir emporsteigen zu lassen; aber ihre Zahl ist recht klein! Meint jedoch nicht, ihr würdet Mich nicht verehren, indem ihr Meinen Sohn verehrt. Ja gewiss verehrt ihr Mich, denn Ich bin in Meinem Sohn! Folglich ehrt auch Mich alles, was zu Seiner Ehre geschieht!
Doch Ich sehne Mich danach, dass der Mensch seinem Vater und seinem Schöpfer durch eine besondere Form der Verehrung huldigt. Je mehr ihr Mich verehren werdet, desto mehr werdet ihr auch Meinen Sohn verehren, denn gemäß Meinem Willen ist in Ihm das Wort Fleisch geworden, und Er ist in eure Mitte gekommen, um euch Den erkennen zu lassen, Der Ihn gesandt hat.
Wenn ihr Mich erkennt, werdet ihr Mich lieben, und ihr werdet Meinen Vielgeliebten Sohn lieben, mehr, als ihr es bis anhin getan habt. Seht, wieviele Meiner Geschöpfe, die durch das Geheimnis der Erlösung Meine Kinder wurden, sind noch nicht auf den Weiden, die Ich durch Meinen Sohn für alle Menschen bereitet habe. Seht wieviele andere – und ihr kennt einige davon – wenden sich ab von diesen Weideplätzen; und soviele Geschöpfe, die aus Meiner Hand hervorgegangen sind – Ich weiß um ihre Existenz, auch wenn ihr nicht darum wisst – kennen nicht einmal die Hand, die sie erschaffen hat.
Oh! Wie wünschte Ich, Mich zu erkennen zu geben als der allmächtige Vater, der Ich für euch bin, und der Ich durch Meine Wohltaten auch für jene sein werde! Ich möchte sie durch Mein Gesetz ein viel freundlicheres Leben verbringen lassen.
Ich wünschte, ihr würdet in Meinem Namen zu ihnen gehen und ihnen von Mir sprechen. Ja, sagt ihnen, dass sie einen Vater haben, der, nachdem Er sie erschaffen hat, ihnen Seine Schätze geben will. Vor allem sagt ihnen, dass Ich an sie denke, dass Ich sie liebe, und dass Ich sie mit der ewigen Glückseligkeit beschenken will. Ja, das verspreche Ich euch: Die Menschen werden sich viel schneller bekehren!
Glaubt mir, wenn ihr schon in der Frühkirche begonnen hättet, Mich zu verehren und Mir auf eine besondere Weise zu huldigen, dann wären jetzt, nach zwanzig Jahrhunderten, wohl nur wenige Menschen im Götzendienst, im Heidentum und in den vielen falschen und schädlichen Sekten verstrickt geblieben, in die der Mensch sich mit geschlossenen Augen verrennt und so in den Abgrund des ewigen Feuers stürzt. Seht an, wieviel noch zu tun bleibt!
Meine Stunde ist gekommen! Es ist notwendig, dass Ich von den Menschen erkannt, geliebt und verehrt werde, damit Ich, der Ich sie erschaffen habe, ihr Vater sein kann, darauf ihr Erlöser und schließlich der Grund ihrer ewigen Glückseligkeit!
Bis hierher habe Ich zu euch über Dinge gesprochen, die ihr schon wusstet. Ich wollte sie euch ins Gedächtnis zurückrufen, damit ihr immer tiefer überzeugt seid, dass ich ein überaus gütiger Vater bin und nicht erschreckend, wie ihr meint; und dass Ich überdies der Vater aller gegenwärtig lebenden Menschen bin wie auch jener, die Ich bis zum Ende der Welt noch erschaffen werde.
Versteht auch, dass Ich erkannt, geliebt und insbesondere geehrt werden will. Alle sollen Meine unendliche Güte gegenüber allen, doch namentlich gegenüber den Sündern, den Kranken, den Sterbenden und allen Leidenden erkennen. Sie sollen erfahren, dass Ich nur ein einziges Verlangen habe: Sie alle zu lieben, ihnen Meine Gnaden zu schenken, ihnen zu verzeihen, wenn sie bereuen und vor allem nicht nach Meiner Gerechtigkeit, sondern nach Meiner Barmherzigkeit über sie zu richten, damit alle gerettet und Meinen Erwählten zugezählt werden.
Zum Schluss dieser kleinen Darlegung mache Ich euch ein Versprechen auf ewig: Ruft Mich an beim Namen 'Vater', mit Vertrauen und Liebe, so werdet ihr alles von diesem Vater erhalten, mit Liebe und Barmherzigkeit.
Mein Sohn, dein Pater Spiritual, möge sich zu Meiner Ehre einsetzen und Satz für Satz das überarbeiten, was Ich dich schreiben ließ; und auch das, was Ich dich noch aufschreiben lassen werde, damit die Menschen es leicht und angenehm finden, die Ausführung dessen zu lesen, was Ich wünsche, dass sie wissen, ohne dass jedoch etwas hinzugefügt wird.
Jeden Tag werde Ich ein wenig zu dir sprechen von Meinen Wünschen an die Menschen, von Meinen Freuden und Meinen Sorgen, und vor allem werde Ich den Menschen Meine unendliche Güte und die Zärtlichkeit Meiner mitfühlenden, erbarmenden Liebe zeigen.
Ich wünsche auch, dass deine Vorgesetzten dir erlauben, deine freien Augenblicke in Unterhaltung mit Mir zu verbringen, und dass du Mich täglich eine halbe Stunde trösten und lieben kannst. So wirst du erlangen, dass die Herzen der Menschen, Meiner Kinder, wohl vorbereitet werden für die Ausbreitung jener Form von Verehrung, deren Besonderheit Ich euch soeben offenbart habe, damit ihr zu einem großen Vertrauen in diesen Vater gelangt, Der von Seinen Kindern geliebt werden möchte.
Damit dieses Werk, das Ich unter den Menschen vollbringen möchte, sich so schnell wie möglich im Herzen aller Nationen ausbreiten kann, jedoch ohne, dass die künftig damit Betrauten die mindeste Unklugheit begehen, bitte Ich dich, deine Tage in großer Sammlung zu verbringen. Du wirst glücklich sein, mit den Geschöpfen wenig zu sprechen; in der Verborgenheit deines Herzens wirst du mit Mir sprechen und Mir lauschen, auch wenn du mitten unter ihnen bist.
Hierzu ist übrigens noch etwas, was Ich von dir wünsche: Wenn Ich manchmal für dich zu dir sprechen werde, wirst du das von Mir Anvertraute in ein kleines, besonderes Heft schreiben. Aber hier kommt es Mir darauf an, zu den Menschen zu sprechen: Ich lebe mit den Menschen in größerer Trautheit als eine Mutter mit ihren Kindern.
Seit der Erschaffung des Menschen habe Ich keinen einzigen Augenblick aufgehört, ihm nahe zu sein; als Schöpfer und Vater ist es Mir ein Bedürfnis, ihn zu lieben. Es ist nicht so, dass Ich ihn brauche, vielmehr lässt Mich Meine Liebe als Vater und Schöpfer dieses Bedürfnis spüren, den Menschen zu lieben. Daher bin Ich dem Menschen nahe, Ich folge ihm überallhin, Ich helfe ihm bei allem, Ich bin ihm Alles.
Ich kenne seine Bedürfnisse, seine Leiden, alle seine Wünsche, und Meine größte Freude ist es, ihm beizustehen und ihn zu retten. Die Menschen glauben, Ich sei ein schrecklicher Gott und Ich wolle die ganze Menschheit in die Hölle stürzen. Welche Überraschung am Ende der Zeiten, wenn sie so viele verloren geglaubte Seelen sehen werden, die sich inmitten der Erwählten der ewigen Seligkeit erfreuen.
Ich wünschte, alle Meine Geschöpfe wären davon überzeugt, dass es einen Vater gibt, der über ihnen wacht und der ihnen selbst von hier unten an schon einen Vorgeschmack der ewigen Seligkeit schenken möchte.
Eine Mutter wird nie das kleine Geschöpf vergessen, das sie zur Welt gebracht hat. Ist es nicht noch schöner, dass Ich Mich Meinerseits aller Meiner Geschöpfe erinnere, die Ich auf die Welt gestellt habe?
Wenn nun eine Mutter das kleine Wesen liebt, das Ich ihr geschenkt habe, so liebe Ich es noch mehr, da Ich es erschaffen habe. Wenn es wohl manchmal geschieht, dass eine Mutter ihr Kind etwa wegen eines Fehlers, mit dem es behaftet ist, weniger liebt, Ich würde es dagegen noch mehr lieben. Sollte sie es selbst vergessen oder nur selten an es denken, etwa in dem Alter, da es ihrer Sorge entwachsen ist, Ich werde es nie vergessen. Ich liebe es immer, auch wenn es sich nicht mehr an Mich, seinen Vater und seinen Schöpfer erinnerte; Ich erinnere Mich seiner und liebe es weiterhin.
Ich habe euch schon gesagt, dass Ich euch bereits hier unten die ewige Seligkeit schenken möchte, aber ihr habt dieses Wort nicht in seiner vollen Bedeutung verstanden: Wenn ihr Mich liebt, und wenn ihr Mich vertrauensselig mit diesem liebevollen Namen Vater anruft, dann beginnen für euch ab hier und jetzt schon die Liebe und das Vertrauen, die euer Glück in der Ewigkeit ausmachen werden, welches ihr im Himmel in der Gemeinschaft der Erwählten besingen werdet. Ist dies nicht eine Vorwegnahme der Glückseligkeit des Himmels, die ewig dauern wird?
Ich wünsche daher, dass der Mensch sich oft daran erinnert, dass Ich dort bin, wo er ist. Dass er nicht leben könnte, wenn Ich nicht bei ihm wäre, lebendig wie er. Trotz seines Unglaubens höre Ich niemals auf, bei ihm zu sein.
Oh! Wie sehne Ich Mich danach, dass folgender Plan verwirklicht werde, den Ich euch jetzt mitteile; bis jetzt hat der Mensch kaum daran gedacht, Gott, seinem Vater diese Freude zu machen, von der Ich zu euch sprechen will:
Ich wünsche, dass sich ein großes Vertrauen zwischen dem Menschen und seinem Vater im Himmel festigt, ein wahrer Geist der Vertraulichkeit und gleichzeitig des Zartempfindens, damit Meine große Güte nicht missbraucht wird.
Ich kenne eure Bedürfnisse, eure Wünsche und alles, was in euch ist. Doch wie glücklich und dankbar wäre Ich, wenn ihr zu Mir kämet, um Mir eure Nöte anzuvertrauen, wie ein Kind es vertrauensvoll mit seinem Vater macht? Wie könnte Ich euch etwas verweigern, sei es von geringer oder von großer Wichtigkeit, wenn ihr Mich darum bittet? Wohl seht ihr Mich nicht; doch spürt ihr nicht, wie Ich euch ganz nah bin in den Ereignissen, die in euch und um euch geschehen? Wie verdienstvoll wird es eines Tages für euch sein, an Mich geglaubt zu haben, ohne Mich gesehen zu haben!
Selbst jetzt, da Ich in Person hier mitten unter euch allen bin, da Ich mit euch rede, euch ohne Unterlass auf jede Art und Weise wiederhole, dass Ich euch liebe, und dass Ich erkannt, geliebt und geehrt sein möchte durch eine besondere Weise der Huldigung, könnt ihr Mich nicht sehen – ausgenommen eine einzige Person, jene, der Ich diese Botschaft diktiere! Eine einzige inmitten der Menschheit! Und doch spreche Ich zu euch, und in jener, die Ich sehe und zu der Ich spreche, sehe Ich euch alle und spreche Ich zu euch allen und zu jedem einzelnen, und Ich liebe euch, wie wenn ihr Mich sehen würdet.
Ich wünsche also, dass die Menschen Mich erkennen und spüren könnten, dass Ich jedem von ihnen nahe bin! Erinnert euch, ihr Menschen, dass Ich die Hoffnung der Menschheit sein möchte. Bin Ich das etwa nicht schon? Wäre Ich nicht die Hoffnung des Menschen, so wäre er verloren! Aber es ist notwendig, dass Ich als solche erkannt werde, damit der Friede, das Vertrauen und die Liebe in das Herz der Menschen einziehen und sie dahin kommen, Verbindung mit ihrem Vater des Himmels und der Erde aufzunehmen.
Glaubt nicht, Ich sei der schreckliche alte Mann, den die Menschen auf ihren Bildern und in ihren Büchern darstellen! Nein, nein, Ich bin weder jünger noch älter als Mein Sohn und als Mein Heiliger Geist.
Darum wünsche Ich, dass alle, vom Kind bis zum betagten Menschen, Mich mit dem vertrauten Namen 'Vater' und 'Freund' anrufen, weil Ich immer bei euch bin; und dass sie Mich 'Bruder' nennen, weil Ich Mich euch ähnlich mache, um euch Mir ähnlich werden zu lassen.
Wie groß wäre Meine Freude, wenn Eltern ihre Kinder anhalten würden, Mich oft mit dem Namen 'Vater' anzurufen, wie Ich es ja in Wirklichkeit bin! Was sehnte Ich Mich doch danach, dass in diese jungen Seelen ein Vertrauen, eine ganz kindliche Liebe zu Mir eingepflanzt würde! Ich habe alles für euch getan. Wollt ihr nicht das für Mich tun?
Ich möchte Mich in jeder Familie einrichten, wie im eigenen Daheim, so dass alle in aller Sorglosigkeit sagen könnten: "Wir haben einen Vater, der unendlich gut, unbeschreiblich reich und barmherzig ohnegleichen ist. Er denkt an uns, Er ist uns nahe, Er liebt uns, Er schaut auf uns, Er Selbst hilft uns, Er wird uns alles geben, was uns fehlt, wenn wir Ihn darum bitten. All Sein Reichtum gehört uns, wir werden alles haben, was wir brauchen." – Ich bin eigens dort, damit ihr Mich um das bitten könnt, was ihr braucht: "Bittet, und ihr werdet empfangen." In Meiner Väterlichen Güte werde Ich euch alles geben, sofern alle Mich als wahren Vater zu schätzen wissen, der inmitten der Seinen lebt, wie Ich es in Wahrheit tue.
Ich wünsche zudem, dass jede Familie, allen sichtbar, das Bild anbringen wird, das Ich später Meinem 'Töchterchen' zeigen werde. Ich wünsche, dass jede Familie dadurch imstande ist, sich unter Meinen ganz besonderen Schutz zu stellen, um Mich leichter ehren zu können. Dort soll die Familie Mich jeden Tag teilnehmen lassen an ihren Bedürfnissen, ihren Arbeiten, ihren Nöten, ihren Leiden, ihren Wünschen und auch an ihren Freuden, denn ein Vater muss alles wissen, was Seine Kinder bewegt. Natürlich weiß Ich es, Ich bin ja gegenwärtig, aber ich liebe die Einfachheit gar sehr.
Ich weiß Mich euren Verhältnissen anzupassen. Ich mache Mich klein mit den Kleinen, mit den Menschen mittleren Alters bin Ich einer von ihnen, mit den betagten Menschen mache Ich Mich ihnen ähnlich, damit alle begreifen, was Ich ihnen zu ihrer Heiligung und zu Meiner Verherrlichung sagen will.
Habt ihr nicht den Beweis für das, was Ich euch soeben gesagt habe, in Meinem Sohn, der Sich klein und schwach gemacht hat wie ihr es seid? Habt ihr ihn nicht auch jetzt, indem ihr Mich hier zu euch sprechen seht? Und habe ich Mir nicht ein armes Geschöpf gleich euch ausgesucht, um zu euch zu sprechen, damit ihr verstehen könnt, was Ich euch sagen möchte? Mache Ich mich heute nicht euch ähnlich?
Seht, Ich habe Meine Krone zu Meinen Füßen niedergelegt und die Welt an Mein Herz genommen. Ich ließ Meine Glorie im Himmel, und Ich bin hierher gekommen, allen Alles zu sein, arm mit den Armen und reich mit den Reichen. Ich möchte die Jugend beschützen wie ein zärtlicher Vater. Es gibt so viel Böses in der Welt! Diese armen, unerfahrenen Seelen lassen sich verführen von den Verlockungen der Laster, die sie nach und nach völlig zugrunde richten.
Oh ihr, die ihr ganz besonders jemanden braucht, der euch im Leben bewahrt, damit ihr das Böse meiden könnt, kommt zu Mir! Ich bin euer Vater, der euch mehr liebt, als euch je ein Geschöpf lieben wird! Flüchtet euch ganz nahe zu Mir, vertraut Mir eure Gedanken und eure Wünsche an. Ich selbst werde euch zärtlich lieben. Ich werde euch Gnaden schenken für die Gegenwart, und Ich werde eure Zukunft segnen. Seid gewiss, dass Ich euch nicht vergesse, nach 15 oder 20 oder 25 oder 30 Jahren seit Ich euch geschaffen habe. Kommt! Ich sehe, dass ihr gar sehr einen liebevollen und unendlich gütigen Vater nötig habt, so wie Ich es bin.
Ohne Mich bei vielem anderem aufzuhalten, das zu sagen hier sehr angebracht wäre, worüber Ich jedoch später werde reden können, möchte Ich nun ganz besonders zu den Seelen jener sprechen, die Ich Mir erwählt habe, die Priester und Ordensleute: Zu euch teuren Kindern Meiner Liebe. Ich habe Großes mit euch vor!