Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4660573 mal)

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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #2896 am: 20. Januar 2016, 06:44:00 »
Hl. Hilarius (um 315-367), Bischof von Poitiers und Kirchenlehrer

„Ist es am Sabbat erlaubt Gutes zu tun ? [...] ein Leben zu retten?“

Arbeitet Gott am Tag des Sabbat? Aber gewiss, denn andernfalls würde der Himmel vergehen, das Licht der Sonne würde verlöschen, die Erde hätte keinen Bestand mehr und Früchte keinen Saft, mit dem Leben der Menschen ginge es zu Ende – wenn wegen des Sabbats die Kraft zu wirken aufhörte, die das Universum zusammenhält. Aber da gibt es in Wirklichkeit keinen Stillstand. Genau so gut wie während der sechs anderen Tage füllen auch während des Sabbats die Elemente des Universums ihre Funktion aus. Durch sie arbeitet der Vater doch allezeit, aber er handelt im Sohn, der aus ihm geboren ist und durch den das alles sein Werk ist [...] Durch den Sohn setzt sich doch das Tun des Vaters am Tag des Sabbat fort. Folglich gibt es in Gott kein Ausruhen, da Gott ja an keinem Tag sein Werk ruhen lässt.

So ist das mit dem Wirken Gottes. Aber worin besteht seine Ruhe? Das Wirken Gottes ist das Wirken Christi. Und die Ruhe Gottes ist Gott Christus. Denn alles, was zu Gott gehört, ist wahrhaftig in Christus, so sehr, dass der Vater in ihm ruhen kann.

Traktat über Psalm 91,3.4-5.7
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2897 am: 20. Januar 2016, 06:49:16 »
Erstes Buch Samuel 17,32-33.37.40-51.

In jenen Tagen sagte David zu Saul: Niemand soll wegen des Philisters den Mut sinken lassen. Dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen.
Saul erwiderte ihm: Du kannst nicht zu diesem Philister hingehen, um mit ihm zu kämpfen; du bist zu jung, er aber ist ein Krieger seit seiner Jugend.
Und David sagte weiter: Der Herr, der mich aus der Gewalt des Löwen und des Bären gerettet hat, wird mich auch aus der Gewalt dieses Philisters retten. Da antwortete Saul David: Geh, der Herr sei mit dir.
David nahm seinen Stock in die Hand, suchte sich fünf glatte Steine aus dem Bach und legte sie in die Hirtentasche, die er bei sich hatte und die ihm als Schleudersteintasche diente. Die Schleuder in der Hand, ging er auf den Philister zu.
Der Philister kam immer näher an David heran; sein Schildträger schritt vor ihm her.
Voll Verachtung blickte der Philister David an, als er ihn sah; denn David war noch sehr jung, er war blond und von schöner Gestalt.
Der Philister sagte zu David: Bin ich denn ein Hund, dass du mit einem Stock zu mir kommst? Und er verfluchte David bei seinen Göttern.
Er rief David zu: Komm nur her zu mir, ich werde dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren zum Fraß geben.
David antwortete dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des Herrn der Heere, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt hast.
Heute wird dich der Herr mir ausliefern. Ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abhauen. Die Leichen des Heeres der Philister werde ich noch heute den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren zum Fraß geben. Alle Welt soll erkennen, dass Israel einen Gott hat.
Auch alle, die hier versammelt sind, sollen erkennen, dass der Herr nicht durch Schwert und Speer Rettung verschafft; denn es ist ein Krieg des Herrn, und er wird euch in unsere Gewalt geben.
Als der Philister weiter vorrückte und immer näher an David herankam, lief auch David von der Schlachtreihe der Israeliten aus schnell dem Philister entgegen.
Er griff in seine Hirtentasche, nahm einen Stein heraus, schleuderte ihn ab und traf den Philister an der Stirn. Der Stein drang in die Stirn ein, und der Philister fiel mit dem Gesicht zu Boden.
So besiegte David den Philister mit einer Schleuder und einem Stein; er traf den Philister und tötete ihn, ohne ein Schwert in der Hand zu haben.
Dann lief David hin und trat neben den Philister. Er ergriff sein Schwert, zog es aus der Scheide, schlug ihm den Kopf ab und tötete ihn. Als die Philister sahen, dass ihr starker Mann tot war, flohen sie.

Psalm 144(143),1-2abc.9-10.

Gelobt sei der Herr, der mein Fels ist,
der meine Hände den Kampf gelehrt hat, meine Finger den Krieg.
Du bist meine Huld und Burg,
meine Festung, mein Retter,
mein Schild, dem ich vertraue.

Ein neues Lied will ich, o Gott, dir singen,
auf der zehnsaitigen Harfe will ich dir spielen,
der du den Königen den Sieg verleihst
und David, deinen Knecht, errettest.

Evangelium nach Markus 3,1-6.

In jener Zeit als Jesus in eine Synagoge ging, saß dort ein Mann, dessen Hand verdorrt war.
Und sie gaben acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.
Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte!
Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen.
Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz, und sagte zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus, und seine Hand war wieder gesund.
Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten zusammen mit den Anhängern des Herodes den Beschluss, Jesus umzubringen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2898 am: 20. Januar 2016, 06:58:45 »
Kreuzzuggebet (82) „Um den Sieg der Rest-Kirche“

„Jesus, König und Retter der Welt, Dir versprechen wir unsere Ehre, unsere Treue und unsere Taten, um allen Menschen Deinen Ruhm zu verkünden.
Hilf uns, die Stärke und das Vertrauen zu erlangen, zu jeder Zeit aufzustehen und die Wahrheit bekanntzugeben.
Lass nicht zu, dass wir wanken oder zaudern in unserem Marsch zum Sieg und in unserem Plan, Seelen zu retten.
Wir versprechen unsere Übergabe, unsere Herzen und alles, was wir besitzen, damit wir frei von Hindernissen sind, wenn wir die dornige Straße zu den Toren des Neuen Paradieses fortsetzen.
Wir lieben Dich, liebster Jesus, unseren geliebten Erlöser und Retter.
Wir vereinigen uns mit Leib, Seele und Geist in Deinem Heiligsten Herzen.
Gieße Deine Gnade des Schutzes über uns aus.
Bedecke uns mit Deinem Kostbaren Blut, damit wir mit Mut und Liebe erfüllt werden, um aufzustehen und die Wahrheit Deines Neuen Königreichs zu verkünden. Amen.“                                                         
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« Antwort #2899 am: 21. Januar 2016, 00:04:32 »
Der geistliche Kampf, von von Lorenzo Scupoli

Kapitel 15 

Ratschläge für die Art des Kampfes

Du hast nun gesehen, in welcher Weise du kämpfen mußt, um dich selbst zu überwinden und mit Tugenden zu schmücken.

Außerdem mußt du dich überzeugen lassen, daß du, um über deine Feinde mit größerer Schnelligkeit und Leichtigkeit den Sieg davonzutragen, wie es sich geziemt, Tag für Tag besonders gegen deine Eigenliebe zu kämpfen hast und dich gewöhnst, die Verachtung und Widerwärtigkeiten, welche die Welt dir antut, als liebenswerte Wohltaten zu betrachten.

Vernachlässigst du diesen Kampf und legst ihm zu wenig Gewicht bei, so bleibt der Sieg schwierig und nur vereinzelt, unvollkommen und unsicher.

Auch darauf mache ich dich aufmerksam, daß du den Kampf mit Starkmut führen mußt. Die Tugend wirst du von Gott leicht erlangen, wenn du darum inständig flehst und einerseits die Wut und den unversöhnlichen Haß deiner Feinde sowie die große Zahl ihrer Schlachtreihen und Heere bedenkst, anderseits aber auch erwägst, daß Gottes Güte und Liebe zu dir unendlich größer ist und unvergleichlich mehr Engel und Heilige des Himmels mit ihrem Gebet an unserer Seite kämpfen.

Dieser Gedanke ist von solcher Wirkung, daß eine Menge schwach scheinender Personen die gesamte Macht und Weisheit der Welt, alle Angriffe des Fleisches und die ganze Wut der Hölle überwand und besiegte.

Deshalb brauchst du nie zu erschrecken und mutlos zu werden, wenn es dir auch scheint, als würde der Ansturm deiner Feinde immer heftiger und als sollte der Kampf dein ganzes Leben andauern und als drohten dir gleichsam von vielen Seiten sichere Niederlagen. Außer dem oben Gesagten vergiß nicht, daß alle Macht und List unserer Feinde in der Hand unseres göttlichen Herrn ruhen, für dessen Ehre wir ja streiten. Da dieser uns unsagbar liebt und uns selbst mit strengem Befehl zum Kampfe ruft, wird er nicht zulassen, daß wir überwältigt werden, sondern auch selbst für dich kämpfen und dir deine Feinde unterwerfen, wann es ihm gefällt und falls es dir von größerem Nutzen ist; sollte er damit auch bis zum letzten Tage deines Lebens zögern.

Deine Sache ist es also, hochherzig zu kämpfen, niemals die Waffen zu strecken und die Flucht zu ergreifen, auch wenn du verwundet wirst. Um tapfer streiten zu können, merke dir noch zum Schlusse, daß niemand dem Kampfe entfliehen kann und daß jeder, der nicht kämpft, unausweichlich gefangen oder getötet wird. Überdies haben wir es in diesem Kampfe mit Feinden zu tun, die mit einem derartigen Haß gegen uns erfüllt sind, daß wir in keinem Falle Frieden oder Waffenstillstand zu erwarten haben.

49. Kapitel

Vom gläubigen Vertrauen auf Maria, die allerseligste Jungfrau

Willst du in all deinen Nöten mit gläubigem Vertrauen zur allerseligsten Jungfrau Maria deine Zuflucht nehmen, dann kannst du dieses Vertrauen durch folgende Erwägungen erlangen.

Erstens: Schon aus Erfahrung wissen wir, daß alle Gefäße, in denen sich Balsam oder eine andere kostbare Flüssigkeit befand, lange Zeit den Geruch davon bewahren, auch wenn sie nichts mehr enthalten, und das umso mehr, je länger sie damit angefüllt waren, und erst recht, wenn noch ein Rest in ihnen zurückgeblieben ist. Und dennoch besitzen der Balsam oder jene andere Flüssigkeit nur eine beschränkte und vorübergehende Kraft und Wirkung. Ebenso verspürt auch derjenige, der in der Nähe eines großen Feuers stand, noch längere Zeit nach seiner Entfernung die Wärme der Glut.

Wenn dem so ist: Von welchem Feuer der Liebe und von welchen Gefühlen der Erbarmung und Güte muß dann das Herz der allerseligsten Jungfrau Maria glühen und erfüllt sein? Sie, die den Sohn Gottes neun Monate in ihrem jungfräulichen Schoß trug und ihn noch immer in ihrem Herzen und ihrer Seele trägt, der die Liebe, Erbarmung und Güte selbst ist, deren Kraft keine Grenzen und Schranken kennt und von unendlicher und grenzenloser Gewalt ist.

Wie es aber unmöglich ist, daß jemand zu einem großen Feuer hintritt, ohne von dessen Hitze etwas zu verspüren, ebenso und noch viel mehr ist es ausgeschlossen, daß ein Hilfsbedürftiger, der sich diesem Feuer der Liebe, Erbarmung und Güte, das im Herzen der allerseligsten Jungfrau immerfort brennt, nähert, ohne Hilfe, Gnaden und Gaben bleibt. Und diese werden umso reicher sein, je häufiger er sich ihr naht und je größer sein Glaube und sein Vertrauen sind.

Zweitens: Kein Geschöpf liebte jemals den göttlichen Heiland Jesus Christus so innig und kein Geschöpf stimmte jemals mit seinem Willen so vollständig überein, wie seine heiligste Mutter.

Nun hat der Sohn Gottes selber sein Leben und sich selbst ganz für uns Sünder und unsere Bedürfnisse hingegeben und seine Mutter zu unserer Mutter und Fürsprecherin bestellt, damit sie uns beistehe und nach ihm Mittlerin zu unserem Heile sei; wie könnte daher unsere Mutter und Fürsprecherin uns im Stich lassen und sich gegen den Willen ihres Sohnes auflehnen?

Nimm deshalb in jeder Not mit Zuversicht deine Zuflucht zur heiligsten Mutter und Jungfrau Maria. Beseligend und bereichernd ist dieses Vertrauen und Sicherheit bietet die Zuflucht zu ihr, die da immer noch Gnade und Erbarmung spendet.

61. Kapitel

Wir müssen im geistlichen Kampf bis zum Tode durchhalten

Zu den Hauptbedingungen des geistlichen Kampfes gehört die Beharrlichkeit, mit der wir auf die Abtötung unserer Leidenschaften bedacht sein müssen, weil dieselben im Leben nie sterben, sondern wie Unkraut immer wieder aufschießen.

Gleichwie dieser Kampf erst mit dem Leben ein Ende nimmt, so können wir ihm auch niemals entgehen; und wer nicht kämpft, verfällt entweder der Gefangenschaft oder dem Tode.

Außerdem haben wir es mit Feinden von unversöhnlichem Haß zu tun, von denen wir weder einen Frieden noch einen Waffenstillstand erwarten dürfen, da sie denjenigen umso grausamer zugrunde richten, der mit ihnen Freundschaft schließen will.

Dennoch darfst du dich vor ihrer Macht und großen Zahl nicht ängstigen. Denn in diesem Kampfe kann der nicht überwunden werden, der selbst nicht zustimmt, da ja alle Macht unserer Feinde in der Hand unseres Herrn liegt, für dessen Ehre wir kämpfen sollen.

Gott wird auch nicht zugeben, daß du unterliegst, sondern für dich streiten und als der Stärkere dir den Sieg über alle deine Feinde verleihen, sofern du mit ihm vereint tapfer kämpfst und nicht auf dich, sondern auf seine Macht und Güte baust.

Sollte der Herr dir auch nicht sogleich die Siegespalme verleihen, so verliere trotzdem nicht den Mut! Du darfst überzeugt sein - was dich auch zum zuversichtlichen Kampfe aufmuntern soll -, daß er alles Widrige zu deinem Besten und Vorteil wandelt, wenn du nur ausdauernd und heldenmütig kämpfst.

Folge daher deinem himmlischen Herrn, der deinetwegen die Welt überwand und sich in den Tod dahingab. Widme dich großmütigen Herzens diesem Kampfe und der völligen Vernichtung aller deiner Feinde. Würdest du auch nur einem einzigen das Leben schenken, so wäre er dir wie ein Pfeil im Auge oder wie eine Lanze in der Seite und würde dich auf der glorreichen Siegesbahn behindern.

63. Kapitel

Von den feindlichen Angriffen in der Todesstunde - Insbesondere von der Versuchung wider den Glauben und ihrer Abwehr

Mit vier ungemein gefährlichen Versuchungen pflegen unsere Feinde uns in der Todesstunde vornehmlich zu bestürmen; nämlich mit der Versuchung wider den Glauben, der Verzweiflung, der törichten Eitelkeit und mancherlei trügerischen Vorspiegelungen und Erscheinungen des Teufels als Engel des Lichtes.

Bezüglich der ersten Anfechtung: Beginnt der böse Feind dir mit falschen Beweisgründen zuzusetzen, dann laß unverzüglich alles Vernünfteln und sprich ganz energisch: „Weiche von mir, Satan, du Vater der Lüge, ich will von dir nichts wissen; es genügt mir der Glaube, den die heilige katholische Kirche lehrt!"

Selbst solchen Gedanken, die dem Glauben günstig scheinen, hänge möglichst wenig nach. Betrachte sie vielmehr als Fallstricke, mit denen der böse Feind dich zu fangen sucht.

Solltest du aber keine Zeit mehr finden, deine Gedanken von solchen Bildern abzulenken, so bleibe dennoch fest und standhaft und schenke keinem Beweise und Zeugnis, das der Widersacher aus der Heiligen Schrift anführt, Beachtung. Sie sind ja alle verstümmelt, schlecht angewandt oder falsch ausgelegt, so gut und einleuchtend sie auch scheinen mögen.

Fragt die listige Schlange nach der Glaubenslehre der katholischen Kirche, dann gib ihr keine Antwort, sondern erwecke einen Akt lebendigen Glaubens in deinem Herzen, da du ihre List durchschaust und erkennst, wie sie dich im Worte fangen will. Oder antworte ihr, um sie vor Wut bersten zu machen, daß die heilige katholische Kirche die Wahrheit lehre, und würde der Böse dann fragen, was diese Wahrheit eigentlich sei, erwidere ihm nur: gerade das, was sie glaubt.

Vor allem aber sei deine Seele ständig dem Gekreuzigten zugewandt, zu dem du immer wieder beten sollst: „O mein Gott, mein Schöpfer und Erlöser, eile mir zu helfen und verlaß mich nicht, damit ich nicht von der Wahrheit deines heiligen katholischen Glaubens abweiche. Und wie ich durch deine Huld und Gnade in dieser Wahrheit geboren wurde, so laß mich auch zu deiner Ehre mein irdisches Leben in ihr vollenden."
« Letzte Änderung: 21. Januar 2016, 00:21:00 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2900 am: 21. Januar 2016, 06:53:09 »
Hl. Irenäus von Lyon (um 130 - um 208), Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer

„Viele [...] hatten gehört, was er alles tat, und kamen zu ihm“

Beim Propheten Jesaja sagt der Logos, das Wort Gottes, selbst, dass er unter uns erscheinen sollte – Gottes Sohn ist tatsächlich Menschensohn geworden – und sich von uns, die wir ihn vorher nicht kannten, finden lassen sollte: „Ich wäre zu erreichen gewesen für die, die nicht nach mir fragten, ich wäre zu finden gewesen für die, die nicht nach mir suchten. Ich sagte zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief: Hier bin ich“(Jes 65,1) [...] Dasselbe meint auch Johannes der Täufer, wenn er sagt: „Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen“ (Mt 3,9), Und tatsächlich: nachdem wir durch den Glauben davon losgekommen sind, Steine wie Götter zu verehren, schauen unsere Herzen Gott und werden zu Kindern Abrahams, der durch Glauben gerechtfertigt worden ist [...]

Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, sagt sein Jünger Johannes (Joh 1,14). Ihm ist es zu verdanken, dass das Herz der Heiden durch die neue Berufung verwandelt worden ist. In denen, die errettet sind, bringt von nun an die Kirche reiche Früchte. Es ist nicht mehr ein Vermittler wie Mose, nicht mehr ein Bote wie Elia, es ist der Herr selber, der uns rettet und der Kirche mehr Kinder schenkt als der Synagoge der Väter, wie Jesaja prophezeit hatte mit den Worten: „Freu dich, du Unfruchtbare, die nie gebar“ (Jes 54,1; Gal 4,27) [...] Gott findet sein Glück darin, sein Erbe den unvernünftigen Nationen zu geben, denen, die nicht der Stadt Gottes angehörten und nicht wussten, wer Gott ist. Jetzt also, da uns dank dieser Berufung das Leben geschenkt worden ist und Gott den Glauben Abrahams in uns voll entfaltet hat, dürfen wir nicht mehr umkehren, ich meine: zurückkehren zur ersten Gesetzgebung. Wir haben doch den Herrn des Gesetzes, den Sohn Gottes, angenommen und lernen, durch den Glauben an ihn, aus ganzem Herzen Gott zu lieben und unseren Nächsten wie uns selbst.

Aufweis der apostolischen Verkündigung, 92-95
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« Antwort #2901 am: 21. Januar 2016, 06:55:37 »
Erstes Buch Samuel 18,6-9.19,1-7.

In jenen Tagen als die Israeliten nach Davids Sieg über den Philister heimkehrten, zogen die Frauen aus allen Städten Israels König Saul singend und tanzend mit Handpauken, Freudenrufen und Zimbeln entgegen.
Die Frauen spielten und riefen voll Freude: Saul hat Tausend erschlagen, David aber Zehntausend.
Saul wurde darüber sehr zornig. Das Lied missfiel ihm, und er sagte: David geben sie Zehntausend, mir aber geben sie nur Tausend. Jetzt fehlt ihm nur noch die Königswürde.
Von diesem Tag an war Saul gegen David voll Argwohn.
Saul redete vor seinem Sohn Jonatan und vor allen seinen Dienern davon, dass er David töten wolle. Sauls Sohn Jonatan aber hatte David sehr gern;
deshalb berichtete er David davon und sagte: Mein Vater Saul will dich töten. Nimm dich also morgen früh in acht, verbirg dich in einem Versteck!
Ich aber will zusammen mit meinem Vater auf das Feld hinausgehen; dort, wo du dich versteckt hältst, werde ich stehenbleiben und mit meinem Vater über dich reden, und wenn ich etwas erfahre, werde ich dir Bescheid geben.
Jonatan redete also zugunsten Davids mit seinem Vater und sagte zu ihm: Der König möge sich doch nicht an seinem Knecht David versündigen; denn er hat sich ja auch nicht an dir versündigt, und seine Taten sind für dich sehr nützlich gewesen.
Er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt und den Philister erschlagen. Der Herr hat durch ihn ganz Israel viel Hilfe gebracht. Du hast es selbst gesehen und dich darüber gefreut. Warum willst du dich nun versündigen und unschuldiges Blut vergießen, indem du David ohne jeden Grund tötest?
Saul hörte auf Jonatan und schwor: So wahr der Herr lebt: David soll nicht umgebracht werden.
Jonatan rief David und berichtete ihm alles. Dann führte Jonatan David zu Saul, und David war wieder in Sauls Dienst wie vorher.

Psalm 56(55),2-3.9-10a.10b-11.12-13.

Sei mir gnädig, Gott, denn Menschen stellen mir nach;
meine Feinde bedrängen mich Tag für Tag.
Täglich stellen meine Gegner mir nach;
ja, es sind viele, die mich voll Hochmut bekämpfen.

Mein Elend ist aufgezeichnet bei dir.
Sammle meine Tränen in einem Krug,
zeichne sie auf in deinem Buch!
Dann weichen die Feinde zurück
an dem Tag, da ich rufe.

Ich habe erkannt:
Mir steht Gott zur Seite.
Ich preise Gottes Wort,
ich preise das Wort des Herrn.

Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht.
Was können Menschen mir antun?
Ich schulde dir die Erfüllung meiner Gelübde, o Gott;
ich will dir Dankopfer weihen.

Evangelium nach Markus 3,7-12.

In jener Zeit zog sich Jesus mit seinen Jüngern an den See zurück. Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm. Auch aus Judäa,
aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie von all dem hörten, was er tat.
Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde.
Denn er heilte viele, so dass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren.
Wenn die von unreinen Geistern Besessenen ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: Du bist der Sohn Gottes!
Er aber verbot ihnen streng, bekannt zu machen, wer er sei.
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« Antwort #2902 am: 22. Januar 2016, 06:50:35 »
Brief an Diognet (um 200)

§ 11 (Übers. Bibliothek d. Kirchenväter, 1, Bd. 12, München 1913)

Damit sie predigten

Nicht Fremdartiges predige ich und stelle keine vernunftwidrigen Untersuchungen an, sondern nachdem ich Schüler der Apostel geworden bin, werde ich Lehrer der Heiden und biete das Überlieferte in rechter Weise solchen dar, die Schüler der Wahrheit werden. Denn welcher Mensch, der rechtgläubig unterwiesen und dem Logos befreundet geworden ist, hat nicht das Bestreben, klar zu erfassen, was durch den Logos den Jüngern deutlich gezeigt wurde, denen der Logos, als er sichtbar erschienen war, es offenbarte, indem er freimütig zu ihnen redete? Von den Ungläubigen wurde er zwar nicht begriffen, zu den Jüngern aber redete er deutlich, die, als Gläubige von ihm erkannt, die Geheimnisse des Vaters kennen lernten.

Deswegen sandte er den Logos, damit er der Welt erschiene, der von seinem Volke missachtet, von den Aposteln gepredigt und von den Heiden gläubig aufgenommen wurde. Dieser ist es, der von Anfang an war (vgl. 1 Joh 1,1), als ein Neuer erschien und als der Alte erfunden wurde, der immerfort neu in den Herzen der Heiligen geboren wird [...] durch ihn wird die Kirche bereichert und die Gnade, die sich in den Heiligen entfaltet, vermehrt, die da Verständnis gewährt, Geheimnisse erschließt, Zeiten ankündigt, sich an den Gläubigen erfreut, sich den Suchenden mitteilt, jenen nämlich, von denen die Gelöbnisse des Glaubens nicht gebrochen und die von den Vätern gesteckten Grenzen nicht überschritten werden.

Dann wird die Gesetzesfurcht gepriesen, die Prophetengabe erkannt, der Glaube der Evangelien gefestigt und die Überlieferung der Apostel bewahrt; es frohlockt die Gnade der Kirche. Wenn du diese nicht betrübst, wirst du erkennen, was der Logos verkündet, durch wen und wann er will. Denn was wir nach dem Willen des gebietenden Logos mühsam auszudrücken bewogen wurden, das teilen wir euch mit, aus Liebe zu dem Geoffenbarten.
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« Antwort #2903 am: 22. Januar 2016, 06:54:46 »
Erstes Buch Samuel 24,3-21.

In jenen Tagen nahm Saul dreitausend Mann, ausgesuchte Leute aus ganz Israel, und zog aus, um David und seine Männer bei den Steinbock-Felsen zu suchen.
Auf seinem Weg kam er zu einigen Schafhürden. Dort war eine Höhle. Saul ging hinein, um seine Notdurft zu verrichten. David aber und seine Männer saßen hinten in der Höhle.
Da sagten die Männer zu David: Das ist der Tag, von dem der Herr zu dir gesagt hat: Sieh her, ich gebe deinen Feind in deine Gewalt, und du kannst mit ihm machen, was dir richtig erscheint. Da stand David auf und schnitt heimlich einen Zipfel von Sauls Mantel ab.
Hinterher aber schlug David das Gewissen, weil er einen Zipfel vom Mantel Sauls abgeschnitten hatte.
Er sagte zu seinen Männern: Der Herr bewahre mich davor, meinem Gebieter, dem Gesalbten des Herrn, so etwas anzutun und Hand an ihn zu legen; denn er ist der Gesalbte des Herrn.
Und David fuhr seine Leute mit scharfen Worten an und ließ nicht zu, dass sie sich an Saul vergriffen. Als Saul die Höhle verlassen hatte und seinen Weg fortsetzte,
stand auch David auf, verließ die Höhle und rief Saul nach: Mein Herr und König! Als Saul sich umblickte, verneigte sich David bis zur Erde und warf sich vor ihm nieder.
Dann sagte David zu Saul: Warum hörst du auf die Worte von Leuten, die sagen: Gib acht, David will dein Verderben.
Doch heute kannst du mit eigenen Augen sehen, dass der Herr dich heute in der Höhle in meine Gewalt gegeben hat. Man hat mir gesagt, ich solle dich töten; aber ich habe dich geschont. Ich sagte: Ich will nicht die Hand an meinen Herrn legen; denn er ist der Gesalbte des Herrn.
Sieh her, mein Vater! Hier, der Zipfel deines Mantels ist in meiner Hand. Wenn ich einen Zipfel deines Mantels abgeschnitten und dich nicht getötet habe, dann kannst du erkennen und einsehen, dass ich weder Bosheit noch Aufruhr im Sinn habe und dass ich mich nicht gegen dich versündigt habe; du aber stellst mir nach, um mir das Leben zu nehmen.
Der Herr soll zwischen mir und dir entscheiden. Der Herr soll mich an dir rächen; aber meine Hand wird dich nicht anrühren,
wie das alte Sprichwort sagt: Von den Frevlern geht Frevel aus; aber meine Hand soll dich nicht anrühren.
Hinter wem zieht der König von Israel her? Wem jagst du nach? Einem toten Hund, einem einzigen Floh!
Der Herr soll unser Richter sein und zwischen mir und dir entscheiden. Er blicke her, er soll meinen Rechtsstreit führen und mir dir gegenüber Recht verschaffen.
Als David das zu Saul gesagt hatte, antwortete Saul: Ist das nicht deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul begann laut zu weinen
und sagte zu David: Du bist gerechter als ich; denn du hast mir Gutes erwiesen, während ich böse an dir gehandelt habe.
Du hast heute bewiesen, dass du gut an mir gehandelt hast; obwohl der Herr mich in deine Gewalt gegeben hatte, hast du mich nicht getötet.
Wenn jemand auf seinen Feind trifft, lässt er ihn dann im Guten seinen Weg weiterziehen? Der Herr möge dir mit Gutem vergelten, was du mir heute getan hast.
Jetzt weiß ich, dass du König werden wirst und dass das Königtum in deiner Hand Bestand haben wird.

Psalm 57(56),2.3-4.6.11.

Sei mir gnädig, o Gott, sei mir gnädig;
denn ich flüchte mich zu dir.
Im Schatten deiner Flügel finde ich Zuflucht,
bis das Unheil vorübergeht.

Ich rufe zu Gott, dem Höchsten,
zu Gott, der mir beisteht.
Er sende mir Hilfe vom Himmel;
meine Feinde schmähen mich.
Gott sende seine Huld und Treue.

Erheb dich über die Himmel, o Gott!
Deine Herrlichkeit erscheine über der ganzen Erde.
Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
deine Treue, so weit die Wolken ziehn.

Evangelium nach Markus 3,13-19.

In jener Zeit stieg Jesus auf einen Berg und rief die zu sich, die er erwählt hatte, und sie kamen zu ihm.
Und er setzte zwölf ein, die er bei sich haben und die er dann aussenden wollte, damit sie predigten
und mit seiner Vollmacht Dämonen austrieben.
Die Zwölf, die er einsetzte, waren: Petrus - diesen Beinamen gab er dem Simon -,
Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, der Bruder des Jakobus - ihnen gab er den Beinamen Boanerges, das heißt Donnersöhne -,
dazu Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, der Sohn des Alphäus, Thaddäus, Simon Kananäus
und Judas Iskariot, der ihn dann verraten hat.

Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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