Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4661153 mal)

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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #3088 am: 11. März 2016, 06:45:35 »
Buch der Weisheit 2,1a.12-22.

Die Frevler tauschen ihre verkehrten Gedanken aus und sagen:
Lasst uns dem Gerechten auflauern! Er ist uns unbequem und steht unserem Tun im Weg. Er wirft uns Vergehen gegen das Gesetz vor und beschuldigt uns des Verrats an unserer Erziehung.
Er rühmt sich, die Erkenntnis Gottes zu besitzen, und nennt sich einen Knecht des Herrn.
Er ist unserer Gesinnung ein lebendiger Vorwurf, schon sein Anblick ist uns lästig;
denn er führt ein Leben, das dem der andern nicht gleicht, und seine Wege sind grundverschieden.
Als falsche Münze gelten wir ihm; von unseren Wegen hält er sich fern wie von Unrat. Das Ende der Gerechten preist er glücklich und prahlt, Gott sei sein Vater.
Wir wollen sehen, ob seine Worte wahr sind, und prüfen, wie es mit ihm ausgeht.
Ist der Gerechte wirklich Sohn Gottes, dann nimmt sich Gott seiner an und entreißt ihn der Hand seiner Gegner.
Roh und grausam wollen wir mit ihm verfahren, um seine Sanftmut kennenzulernen, seine Geduld zu erproben.
Zu einem ehrlosen Tod wollen wir ihn verurteilen; er behauptet ja, es werde ihm Hilfe gewährt.
So denken sie, aber sie irren sich; denn ihre Schlechtigkeit macht sie blind.
Sie verstehen von Gottes Geheimnissen nichts, sie hoffen nicht auf Lohn für die Frömmigkeit und erwarten keine Auszeichnung für untadelige Seelen.

Psalm 34(33),17-18.19-20.21.23.

Das Antlitz des Herrn richtet sich gegen die Bösen,
um ihr Andenken von der Erde zu tilgen.
Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr;
er entreißt sie all ihren Ängsten.

Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen,
er hilft denen auf, die zerknirscht sind.
Der Gerechte muss viel leiden,
doch allem wird der Herr ihn entreißen.

Er behütet all seine Glieder,
nicht eines von ihnen wird zerbrochen.
Der Herr erlöst seine Knechte;
straflos bleibt, wer zu ihm sich flüchtet.

Evangelium nach Johannes 7,1-2.10.25-30.

In jener Zeit zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte sich nicht in Judäa aufhalten, weil die Juden darauf aus waren, ihn zu töten.
Das Laubhüttenfest der Juden war nahe.
Als aber seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, zog auch er hinauf, jedoch nicht öffentlich, sondern heimlich.
Da sagten einige Leute aus Jerusalem: Ist das nicht der, den sie töten wollen?
Und doch redet er in aller Öffentlichkeit, und man lässt ihn gewähren. Sollte der Hohe Rat wirklich erkannt haben, dass er der Messias ist?
Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Messias kommt, weiß niemand, woher er stammt.
Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht.
Ich kenne ihn, weil ich von ihm komme und weil er mich gesandt hat.
Da wollten sie ihn festnehmen; aber keiner wagte ihn anzufassen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3089 am: 11. März 2016, 06:46:34 »
Johannes Tauler (um 1300-1361), Dominikaner in Straßburg

„Jesus zog auch zum Fest hinauf [...], aber heimlich“

Jesus sagte: „Meine Zeit ist noch nicht gekommen, für euch aber ist immer die rechte Zeit [...] Geht ihr nur hinauf zum Fest; ich gehe nicht zu diesem Fest hinauf, weil meine Zeit noch nicht erfüllt ist“ (vgl. Joh 7,6-8). Was ist das für ein Fest, zu dem unser Herr uns hinaufschickt und das immer stattfindet? Das erhabenste und wahre Fest, das höchste Fest ist das Fest des ewigen Lebens, also die ewige Seligkeit, wo wir von Angesicht zu Angesicht bei Gott sind. Dieses Fest können wir hier auf Erden nicht haben. Das Fest aber, das wir haben können, ist ein Vorgeschmack von jenem, eine Erfahrung der Gegenwart Gottes im Geist durch die Herzensfreude, die uns eine zutiefst innere Empfindung davon vermittelt. Die Zeit, die für uns immer greifbar ist, ist die Zeit, in der wir Gott suchen und der Empfindung seiner Gegenwart nachgehen in all unseren Werken, in unserem Leben, unserem Wollen und unserer Liebe. So sollen wir uns über uns selbst und über alles, was nicht Gott ist, erheben und nur ihn allein in großer Reinheit wollen und lieben, und nichts anderes. Dazu ist jeden Augenblick die richtige Zeit.

Jedermann ersehnt die wahre Freudenzeit des ewigen Lebens, und zwar mit einer natürlichen Sehnsucht; denn alle Menschen wollen natürlich glücklich sein. Aber sich danach zu sehnen, ist nicht genug. Um seinetwillen müssen wir Gott nachgehen, ihn selbst suchen. Viele Menschen möchten gerne einen Vorgeschmack des wahren, großen Festtages haben und klagen darüber, dass er ihnen nicht gewährt wird. Wenn sie an einem Festtag im Gebet diese innere Erfahrung nicht machen und die Gegenwart Gottes nicht spüren, dann betrübt sie das. Sie beten nun weniger und tun das schlecht gelaunt und sagen, sie spürten Gott nicht. So macht sie das Vorhaben und das Gebet verdrossen. Gerade das darf dem Menschen niemals passieren. Wir dürfen niemals ein Werk mit erkaltetem Eifer tun, denn Gott ist dabei immer gegenwärtig, und ist, ohne dass wir es wahrgenommen haben, insgeheim zum Fest bereits erschienen.

Predigt 12, zum Dienstag vor dem Palmsontag
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« Antwort #3090 am: 12. März 2016, 09:36:18 »
Hl. Titus Brandsma (1881-1942), niederländischer Karmelit, Märtyrer

„Habt auch ihr euch in die Irre führen lassen?“

Wir leben in einer Welt, wo die Liebe selbst verurteilt wird. Man sagt, sie sei Schwäche, ein Zustand, den man hinter sich lassen sollte. Es gibt Leute, die sagen: „Liebe hat keine Bedeutung, es müssen vielmehr die eigenen Kräfte mobilisiert werden; jeder muss so stark wie möglich werden; der Schwache soll doch zugrunde gehen!“ Auch sagen sie, dass die christliche Religion mit ihrem Gerede über die Liebe der Vergangenheit angehöre [...] Es ist so: sie kommen mit diesen ihren Lehren auf dich zu und finden sogar Leute, die sie bereitwillig übernehmen. Liebe ist unbekannt. Der hl. Franz von Assisi sagte zu seiner Zeit: „Die Liebe wird nicht geliebt.“ Und einige Jahrhunderte später läutete die hl. Maria-Magdalena von Pazzi, eine Karmelitin, die Glocken ihres Klosters, damit die Welt erfahre, wie schön die Liebe ist. Auch ich wollte gerne die Glocken läuten, um der Welt mitzuteilen, wie schön es ist zu lieben.

Das Neuheidentum (des Nazismus) mag die Liebe verschmähen; die Geschichte lehrt uns aber trotz allem, dass wir dieses Neuheidentum durch die Liebe bezwingen werden. Wir lassen von der Liebe nicht. Die Liebe wird die Herzen dieser Heiden uns wieder zuführen. Natur ist stärker als Philosophie. Eine Philosophie mag die Liebe verurteilen und zurückweisen, sie als Schwäche bezeichnen; das lebendige Zeugnis der Liebe wird ihre Kraft aber immer wieder aufleben lassen, um Menschenherzen zu erobern und für sich zu gewinnen.

Einladung zum Heroismus in Glauben und Liebe
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« Antwort #3091 am: 12. März 2016, 09:45:09 »
Buch der Weisheit 2,1a.12-22.

Die Frevler tauschen ihre verkehrten Gedanken aus und sagen:
Lasst uns dem Gerechten auflauern! Er ist uns unbequem und steht unserem Tun im Weg. Er wirft uns Vergehen gegen das Gesetz vor und beschuldigt uns des Verrats an unserer Erziehung.
Er rühmt sich, die Erkenntnis Gottes zu besitzen, und nennt sich einen Knecht des Herrn.
Er ist unserer Gesinnung ein lebendiger Vorwurf, schon sein Anblick ist uns lästig;
denn er führt ein Leben, das dem der andern nicht gleicht, und seine Wege sind grundverschieden.
Als falsche Münze gelten wir ihm; von unseren Wegen hält er sich fern wie von Unrat. Das Ende der Gerechten preist er glücklich und prahlt, Gott sei sein Vater.
Wir wollen sehen, ob seine Worte wahr sind, und prüfen, wie es mit ihm ausgeht.
Ist der Gerechte wirklich Sohn Gottes, dann nimmt sich Gott seiner an und entreißt ihn der Hand seiner Gegner.
Roh und grausam wollen wir mit ihm verfahren, um seine Sanftmut kennenzulernen, seine Geduld zu erproben.
Zu einem ehrlosen Tod wollen wir ihn verurteilen; er behauptet ja, es werde ihm Hilfe gewährt.
So denken sie, aber sie irren sich; denn ihre Schlechtigkeit macht sie blind.
Sie verstehen von Gottes Geheimnissen nichts, sie hoffen nicht auf Lohn für die Frömmigkeit und erwarten keine Auszeichnung für untadelige Seelen.

Psalm 34(33),17-18.19-20.21.23.

Das Antlitz des Herrn richtet sich gegen die Bösen,
um ihr Andenken von der Erde zu tilgen.
Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr;
er entreißt sie all ihren Ängsten.

Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen,
er hilft denen auf, die zerknirscht sind.
Der Gerechte muss viel leiden,
doch allem wird der Herr ihn entreißen.

Er behütet all seine Glieder,
nicht eines von ihnen wird zerbrochen.
Der Herr erlöst seine Knechte;
straflos bleibt, wer zu ihm sich flüchtet.

Evangelium nach Johannes 7,1-2.10.25-30.

In jener Zeit zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte sich nicht in Judäa aufhalten, weil die Juden darauf aus waren, ihn zu töten.
Das Laubhüttenfest der Juden war nahe.
Als aber seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, zog auch er hinauf, jedoch nicht öffentlich, sondern heimlich.
Da sagten einige Leute aus Jerusalem: Ist das nicht der, den sie töten wollen?
Und doch redet er in aller Öffentlichkeit, und man lässt ihn gewähren. Sollte der Hohe Rat wirklich erkannt haben, dass er der Messias ist?
Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Messias kommt, weiß niemand, woher er stammt.
Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht.
Ich kenne ihn, weil ich von ihm komme und weil er mich gesandt hat.
Da wollten sie ihn festnehmen; aber keiner wagte ihn anzufassen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3092 am: 12. März 2016, 13:09:41 »
Botschaft Nr. 1077, 05. Oktober 2015, Vorbereitung
     

Das ist die neue Kriegsführung!

Mein Kind. Mein liebes Kind. Da bist du ja. Schreibe, Meine Tochter, und sage den Kindern heute, wie sehr Wir sie lieben.

Es ist durch Unsere unendliche Liebe, dass Wir sie warnen und vorbereiten, damit nicht eins Unserer Kinder verlorengeht, denn es geht um euer aller Seelenheil, und das, geliebte Kinder der Erde, steht gerade auf dem Spielplan des Teufels.!

Seid also gewarnt und seid vorsichtig, denn das, was gerade in euren Ländern geschieht, ist nicht das, was man euch in den Medien präsentiert! Das, was euch, die ihr "tolerante Europäer" seid, präsentiert wird, ist nicht das, was zu sein es vorgegeben wird.

Ihr werdet gezielt unterwandert, und das, geliebte Kinder, ist die neue Kriegsführung derer, denen ihr nichts bedeutet. Weder suchen sie euer Heil, noch helfen sie denen, denen sie vorgeben zu helfen.

So seid gewarnt und betet, geliebte Kinder. Das Schlimmste steht euch erst noch bevor, und euer Gebet WIRD ES ABMILDERN, SOFERN IHR ES NUTZT!

So seid wachsam und seht die Wahrheit. Eure Medien teilen sie euch schon lange nicht mehr mit. Sie speisen euch ab mit Teilwahrheiten, die sie euch so präsentieren, dass von der eigentlichen Wahrheit nicht viel oder gar nichts übrig bleibt. So seid wachsam und aufmerksam.

Betet, Meine Kinder, nur das Gebet kann euch jetzt noch helfen, durch das Gebet verändert ihr und haltet das Schlimmste ab.

So nutzt das Gebet, geliebte Kinder, denn es wird dringendst gebraucht. Amen.

Ich liebe euch. Gern würde Ich euch Erfreulicheres mitteilen, doch steht es schlimm um eure Welt. Amen.

Eure Mutter im Himmel.

Mutter aller Kinder Gottes und Mutter der Erlösung begleitet von den Himmlischen Heerscharen. Amen.

Mache dies bekannt, Mein Kind. Es ist wichtig. Amen.
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« Antwort #3093 am: 13. März 2016, 10:28:12 »
Symeon der Neue Theologe (um 949-1022), griechischer Mönch, Heiliger der Orthodoxen Kirchen

„Auch ich verurteile dich nicht. [...] Ich bin das Licht der Welt“(Joh 8,11-12)

Mein Gott, mein Schöpfer, der Du es liebst, zu verzeihen,
lass erstrahlen über mir den Glanz Deines unerreichbaren Lichts,
um mein Herz mit Freude zu erfüllen.
Ach, sei nicht erzürnt, ach, gib mich nicht der Verlassenheit preis!
Sondern lasse meine Seele erstrahlen in Deinem Licht,
denn, Du mein Gott, Dein Licht, das bist Du selbst [...]

Ich bin abgekommen vom rechten Weg, vom göttlichen Weg,
und bin in erschütternder Weise abgefallen von der Herrlichkeit, die mir geschenkt war.
Das leuchtende Gewand wurde mir geraubt, das göttliche Gewand,
und als in die Finsternisse Gefallener, schmachte ich nun im Dunkel,
und weiß doch nicht, dass ich des Lichts beraubt bin [...]
Denn wenn Du aufstrahltest aus der Höhe, wenn Du erschienen bist in der Dunkelheit,
wenn Du in die Welt gekommen bist, Du Erbarmungsvoller,
wenn Du mit den Menschen leben wolltest, unter unseren menschlichen Gegebenheiten, aus Liebe zu den Menschen,
wenn [...] Du Dich das Licht der Welt genannt hast (vgl. Joh 8,12)
und wir Dich nicht sehen,
heißt das nicht, dass wir vollkommen blind sind und elender als die Blinden, o mein Christus? [...]
Doch Du, der Du ganz Wohltat bist, Du schenkst sie ohne Unterlass
an Deine Diener weiter, an die, die Dein Licht sehen [...]
Wer Dich besitzt, der besitzt in Dir wahrlich alles.
Möchte ich doch niemals von Dir getrennt sein, Meister! Möchte ich doch niemals von Dir getrennt sein, Schöpfer!
Möchte ich doch niemals von Dir getrennt sein, Erbarmungsvoller – ich, der demütige Fremde [...]
Ich bitte Dich, lasse mich bei Dir Platz nehmen,
selbst wenn ich ohne Zahl gesündigt habe, mehr als alle Menschen.
Nimm mein Gebet an wie jenes, das der Zöllner sprach (vgl. Lk 18,3),
wie das der Hure, mein Meister, selbst wenn ich nicht so weine wie sie (vgl. Lk 7,38) [...]
Bist Du nicht die Quelle des Mitleids, voll sprudelnden Erbarmens
und ein Strom der Güte – darum also, habe Mitleid mit mir!
Ja, habe Mitleid mit mir, Du, dessen Hände, dessen Füße ans Kreuz geheftet waren, und dessen Seite mit der Lanze durchbohrt wurde, Du Mitleidsvoller,
habe Erbarmen mit mir und entreiße mich dem ewigen Feuer [...]
auf dass ich an jenem Tage ohne Urteilsspruch vor Dir bestehen kann,
um aufgenommen zu werden in Deinen Hochzeitssaal,
wo ich Deine Seligkeit teilen werde, mein guter Meister,
in unaussprechlicher Freude, in alle Ewigkeit. Amen.

45. Hymnus
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« Antwort #3094 am: 13. März 2016, 10:40:31 »
Buch Jesaja 43,16-21.

So spricht der Herr, der einen Weg durchs Meer bahnt, einen Pfad durch das gewaltige Wasser,
der Wagen und Rosse ausziehen lässt, zusammen mit einem mächtigen Heer; doch sie liegen am Boden und stehen nicht mehr auf, sie sind erloschen und verglüht wie ein Docht.
Denkt nicht mehr an das, was früher war; auf das, was vergangen ist, sollt ihr nicht achten.
Seht her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht? Ja, ich lege einen Weg an durch die Steppe und Straßen durch die Wüste.
Die wilden Tiere werden mich preisen, die Schakale und Strauße, denn ich lasse in der Steppe Wasser fließen und Ströme in der Wüste, um mein Volk, mein erwähltes, zu tränken.
Das Volk, das ich mir erschaffen habe, wird meinen Ruhm verkünden.

Psalm 126(125),1-6.

Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete,
da waren wir alle wie Träumende.
Da war unser Mund voll Lachen
und unsere Zunge voll Jubel.

Da sagte man unter den andern Völkern:
„Der Herr hat an ihnen Großes getan.“
Ja, Großes hat der Herr an uns getan.
Da waren wir fröhlich.

Wende doch, Herr, unser Geschick,
wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.
Die mit Tränen säen,
werden mit Jubel ernten.

Sie gehen hin unter Tränen
und tragen den Samen zur Aussaat.
Sie kommen wieder mit Jubel
und bringen ihre Garben ein.

Brief des Apostels Paulus an die Philipper 3,8-14.

Brüder! Ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen
und in ihm zu sein. Nicht meine eigene Gerechtigkeit suche ich, die aus dem Gesetz hervorgeht, sondern jene, die durch den Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die Gott aufgrund des Glaubens schenkt.
Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden; sein Tod soll mich prägen.
So hoffe ich, auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen.
Nicht dass ich es schon erreicht hätte oder dass ich schon vollendet wäre. Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin.
Brüder, ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen hätte. Eines aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist.
Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung, die Gott uns in Christus Jesus schenkt.

Evangelium nach Johannes 8,1-11.

In jener Zeit ging Jesus zum Ölberg.
Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es.
Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte
und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt.
Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Nun, was sagst du?
Mit dieser Frage wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn zu verklagen. Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie.
Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand.
Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt?
Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!
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« Antwort #3095 am: 14. März 2016, 06:58:22 »
Hl. Clemens von Alexandrien (150-um 215), Theologe

„Ich bin das Licht der Welt“

Wenn du mich zum Licht führst, Herr Jesus, und ich durch dich Gott finde und durch dich Zugang zum Vater habe, werde ich dein Miterbe (Röm 8,17); denn du hast dich nicht gescheut, mich als deinen Bruder anzunehmen (Hebr 2,11). Erinnern wir uns also wieder an die Wahrheit, legen wir die Unwissenheit ab! Und wenn wir die Dunkelheit vertrieben haben, die uns umhüllt als läge eine Wolke auf unsern Augen, dann lasst uns Gott schauen, wie er ist, und ausrufen: „Heil dir, du wahres Licht!“

Denn über uns, die wir in Finsternis saßen und im Schatten des Todes (Lk 1,79), ist das Licht aufgegangen, heller als die Sonne und schöner als dieses Leben hier auf Erden. Dieses Licht ist das ewige Leben und alle, die Anteil am Licht haben, haben das Leben. Die Nacht flieht vor dem Licht, ängstlich verbirgt sie sich und macht Platz für den Tag des Herrn. Das unauslöschbare Licht hat sich überallhin ausgebreitet, und der Okzident ist zum Orient zurückgekehrt. Das bedeutet die „Neue Schöpfung“. Die Sonne der Gerechtigkeit (Mal 3,20), die alles erhellt, erstrahlt wahrhaftig über dem ganzen Menschengeschlecht wie ihr Vater, der seine Sonne über alle Menschen aufgehen lässt (Mt 5,45) und sie mit dem Tau der Wahrheit benetzt.   

Stromateis
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