Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4662090 mal)

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« Antwort #3368 am: 29. April 2016, 06:43:40 »
Hl. Katharina von Siena

Ordensfrau, Mystikerin, Kirchenlehrerin

* 25. März 1347 in Siena in Italien
† 29. April 1380 in Rom

Katharina ist eine aufregende und rätselhafte Heiligengestalt (was im Grunde von allen Heiligen zu sagen wäre). Sie wurde 1347 als das 23. Kind eines Wollfärbers in Siena geboren. Mit sieben Jahren hatte sie ihre erste mystische Christusbegegnung. Da ihr von den Angehörigen die ersehnte Stille und Einsamkeit zunächst verweigert wurde, lernt sie, in das Heiligtum ihres eigenen Inneren zu fliehen, wo niemand sie stören konnte. 1365 trat sie dem Dritten Orden der Dominikaner bei. Sie lebte in harter Buße, diente den Armen und Kranken, arbeitete in einer zerstrittenen Welt für den Frieden und wurde allmählich zur einflussreichen Beraterin von weltlichen und kirchlichen Großen, zu einer Macht, mit der man rechnen musste. Sie betrieb vor allem die Rückkehr des Papstes aus Avignon (1377) und die innere Reform der Kirche. Ihre Briefe und ihr „Buch von der göttlichen Vorsehung“ (Der Dialog) haben großen Einfluss ausgeübt und gehören zur klassischen italienischen Literatur. Katharina starb am 29. April 1380 und wurde 1461 heilig gesprochen. Papst Paul VI. erhob sie zur Kirchenlehrerin.

Feuer

„Mein Wesen ist Feuer.“ - „Seid versichert: wenn ich sterbe, ist die einzige Ursache meines Todes die Liebe zur Kirche.“ (Katharina von Siena)
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3369 am: 29. April 2016, 06:51:21 »
Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst

Hl. Katharina von Siena: ein Leben der Mystik und der Tat

Im Jahr 1347, als Katharina geboren wurde, war die Lage in Italien und Europa sehr schwierig geworden. Schon kündigte sich die schwarze Pest an, die Verwüstung säen sollte; die Gesellschaft war durch den hundertjährigen Krieg und die Einfälle von Söldnern verunsichert; die Päpste mussten Rom verlassen und sich nach Avignon begeben; das abendländische Schisma sollte bis 1417 dauern. Katharina war die Tochter eines Färbers; ihr wurde die Not der sie umgebenden Welt sehr bald bewusst. Angezogen von der Art des apostolischen Lebens der Dominikaner, bittet sie um Aufnahme in den dritten Orden (man nannte diese frommen Frauen „Mantellaten“). Es waren nicht Nonnen im eigentlichen Sinn und sie lebten nicht in Gemeinschaft, trugen aber das weiße Kleid und den schwarzen Mantel der Predigermönche […]

Katharina war von einer bunten Anhängerschar umgeben, aus jeglicher sozialer Schicht und Abstammung. Sie zog die Leute an sich durch die Reinheit ihres Glaubens und die Offenheit, mit der sie das Wort Gottes annahm, ohne es abzumildern oder einen Kompromiss zu suchen […] Den Höhepunkt ihres inneren Fortschritts erreichte sie durch die Brautmystik […] man hätte also glauben können, dass ihr Leben in Zurückgezogenheit und Kontemplation verlaufen würde. Gott jedoch hatte sie an sich gebunden, damit sie mit ihm in der Arbeit für sein Reich vereint sei […] Christi Absicht war es, sie durch „die Liebe zum Nächsten“ eng an sich zu binden, also durch zarte Seelenbande wie auch durch äußere Werke. Es war das, was man „soziale Mystik“ nannte […]

Zunächst bemühte sie sich um die Umkehr einzelner Sünder, dann um die Versöhnung von Personen oder Familien, die untereinander in üble Streitigkeiten verstrickt waren, schließlich um die Befriedung von Städten oder Staaten […] Der innere Antrieb des göttlichen Meisters verschaffte ihr sozusagen Zugang zu einer immer größeren, menschlichen Dimension. So erkannte diese einfache Handwerkerstochter, des Lesens und Schreibens zunächst unkundig, praktisch ohne Bildung und Wissen, die Erfordernisse ihrer Zeit, und zwar über die Grenzen ihrer Stadt hinaus. Ihr Handeln hatte weltweite Wirkung.

Apostolisches Schreiben zum sechshundertsten Todestag der hl. Katharina von Siena
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« Antwort #3370 am: 29. April 2016, 06:55:23 »
Erster Johannesbrief 1,5-10.2,1-2.

Brüder! Das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkünden: Gott ist Licht, und keine Finsternis ist in ihm.
Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und doch in der Finsternis leben, lügen wir und tun nicht die Wahrheit.
Wenn wir aber im Licht leben, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut seines Sohnes Jesus reinigt uns von aller Sünde.
Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, führen wir uns selbst in die Irre, und die Wahrheit ist nicht in uns.
Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht; er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht.
Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.
Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Beistand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten.
Er ist die Sühne für unsere Sünden, aber nicht nur für unsere Sünden, sondern auch für die der ganzen Welt.

Psalm 103(102),1-4.8-9.13-14.17-18a.

Lobe den Herrn, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

Der dir all deine Schuld vergibt
und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet
und dich mit Huld und Erbarmen krönt.

Der Herr ist barmherzig und gnädig,
langmütig und reich an Güte.
Er wird nicht immer zürnen,
nicht ewig im Groll verharren.

Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt,
so erbarmt sich der Herr über alle, die ihn fürchten.
Denn er weiß, was wir für Gebilde sind;
er denkt daran: Wir sind nur Staub.

Doch die Huld des Herrn währt immer und ewig
für alle, die ihn fürchten und ehren;
sein Heil erfahren noch Kinder und Enkel;
alle, die seinen Bund bewahren.

Evangelium nach Matthäus 11,25-30.

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.
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« Antwort #3371 am: 29. April 2016, 14:59:52 »
Die Weihe des Monats Mai an Maria

Der König von Kastilien, Alphons X., assoziierte bereits im XIII. Jahrhundert in einem seiner Lieder, die Schönheit Mariens mit jener des Monats Mai. Im darauf folgenden Jahrhundert, hatte der selige Dominikaner Henri Suso die Gewohnheit, während der Blütezeit Kränze zu flechten und sie am ersten Tag im Mai, der Heiligen Jungfrau zu schenken.

Im Jahr 1549 veröffentlichte ein Benediktiner namens Seidl ein Buch mit dem Titel "Der spirituelle Monat Mai", während der heilige Philipp Neri die jungen Menschen bereits ermunterte, für die Heilige Jungfrau Maria im Monat Mai eine besondere Verehrung an den Tag zu legen. Auch versammelte er die Kinder um den Altar der Mutter Gottes, wo sie ihr die ersten Blumen des Frühlings überreichten. Um Maria zu Ehren Gebete zu verrichten und sie um ihre Fürsprache zu bitten, empfahlen später auch die Jesuiten den Gläubigen, am Vorabend des ersten Mai, in ihren Häusern und Wohnungen, einen mit Blumen und Kerzen geschmückten Marienaltar zu errichten, um den sich die Familie an jedem Tag des Monats versammeln sollte. Jedes Familienmitglied könnte danach eines von vorbereiteten Zettelchen ziehen, auf dem eine, von ihm am nächsten Tag auszuübende Tugend, aufgeschrieben ist.

Diese Marienverehrung hat sich bis zum heutigen Tag unter den Gläubigen in der ganzen Welt fortgesetzt. Zögern wir also nicht in diesem beginnenden Monat Mai, wie die Kinder in früheren Zeiten, der Mutter Gottes Blumen, Gebete und Opfer zu schenken!
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« Antwort #3372 am: 30. April 2016, 07:24:47 »
Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben,
mit ihm auch auferweckt,
weil ihr den Glauben an die Kraft Gottes angenommen habt,
der ihn von den Toten auferweckte. Halleluja.


Gott, du Ursprung unseres Heils,
durch die Wiedergeburt in der Taufe
hast du uns gerecht gemacht
und uns befähigt, ewiges Leben zu empfangen.
Schenke uns die Fülle dieses Lebens
in deiner Herrlichkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Gütiger Gott,
bewahre dem Volk der Erlösten
deine Liebe und Treue
Das Leiden deines Sohnes hat uns gerettet,
seine Auferstehung erhalte uns in der Freude.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

EIN MANN IM TRAUM  ruft ,Hilfe!‘ (= Rettung) - das gibt uns eine neue Sicht für die Botschaft. Christus den Völkern zu bringen ist mehr, als sie zu einer anderen Religion zu überreden, es ist so viel wie ,Rettung‘ bringen“ (Helga Rusche).
 
„FÜRCHTE DICH NICHT,  weil dich der Mensch zertritt. Wein sollst du werden. Du wurdest Traube, um zertreten zu werden ... Glaubst du, du hättest keine Drangsale, so hast du noch nicht begonnen, ein Christ zu sein“ (Augustinus).

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« Antwort #3373 am: 30. April 2016, 14:39:23 »
 ;tffhfdsds

Der Weise sucht nach der Wahrheit, der Törichte glaubt, sie gefunden zu haben!“
(Padre Pio)
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« Antwort #3374 am: 30. April 2016, 14:43:58 »
Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst

„Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat“

„Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben“ (Joh 12,25). Es handelt sich um eine Wahrheit, die die heutige Welt oft schmählich ablehnt und dafür die Eigenliebe zur obersten Norm des Daseins macht. Aber die Glaubenszeugen [des 20. Jahrhunderts], die auch an diesem Abend mit ihrem Beispiel zu uns sprechen, haben nicht auf ihren eigenen Vorteil geschaut; sie haben ihr eigenes Wohl und ihr eigenes Überleben nicht über die Treue zum Evangelium gestellt. Auch in ihrer Schwachheit haben sie dem Bösen tapfer Widerstand geleistet. In ihrer Schwäche strahlte die Kraft des Glaubens und der Gnade des Herrn auf.

Das wertvolle Erbe, das uns diese mutigen Zeugen überliefert haben, ist ein gemeinsames Erbe aller Kirchen und aller kirchlichen Gemeinschaften [...] Der Ökumenismus der Märtyrer und der Glaubenszeugen überzeugt am meisten. Er zeigt den Christen des einundzwanzigsten Jahrhunderts den Weg zur Einheit auf. Es ist das Erbe des Kreuzes, das im Licht von Ostern erlebt wird: ein Erbe, das die Christen reich macht und aufrichtet, während sie sich auf den Weg ins neue Jahrtausend machen [...]

Das Gedenken dieser unserer Brüder und Schwestern bleibe lebendig im eben begonnenen Jahrhundert und Jahrtausend. Mehr noch: Es wachse! Es möge sich fortpflanzen von Generation zu Generation, damit daraus eine tiefgreifende christliche Erneuerung erwachse! Man möge es hüten als Schatz von erhabenem Wert für die Christen des neuen Jahrtausends! Es sei der Sauerteig, um zur vollen Gemeinschaft aller Jünger Christi zu gelangen! [...] Ich bitte den Herrn, dass die Wolke der Zeugen, die uns umgibt (Hebr 12,1), uns alle als Glaubende unterstützen möge, damit wir ebenso mutig unsere Liebe zu Christus ausdrücken: unsere Liebe zu Ihm, der stets in seiner Kirche lebt - wie gestern, so auch heute, morgen und immerdar!

Predigt bei der Gedächtnisfeier für die Zeugen des Glaubens im 20. Jahrhundert, im Kolosseum am 07.05.2000 © Libreria Editrice Vaticana
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« Antwort #3375 am: 30. April 2016, 14:48:37 »
Apostelgeschichte 16,1-10.

In jenen Tagen kam Paulus auch nach Derbe und nach Lystra. Dort war ein Jünger namens Timotheus, der Sohn einer gläubig gewordenen Jüdin und eines Griechen.
Er war Paulus von den Brüdern in Lystra und Ikonion empfohlen worden.
Paulus wollte ihn als Begleiter mitnehmen und ließ ihn mit Rücksicht auf die Juden, die in jenen Gegenden wohnten, beschneiden; denn alle wussten, dass sein Vater ein Grieche war.
Als sie nun durch die Städte zogen, überbrachten sie ihnen die von den Aposteln und den Ältesten in Jerusalem gefassten Beschlüsse und trugen ihnen auf, sich daran zu halten.
So wurden die Gemeinden im Glauben gestärkt und wuchsen von Tag zu Tag.
Weil ihnen aber vom Heiligen Geist verwehrt wurde, das Wort in der Provinz Asien zu verkünden, reisten sie durch Phrygien und das galatische Land.
Sie zogen an Mysien entlang und versuchten, Bithynien zu erreichen; doch auch das erlaubte ihnen der Geist Jesu nicht.
So durchwanderten sie Mysien und kamen nach Troas hinab.
Dort hatte Paulus in der Nacht eine Vision. Ein Mazedonier stand da und bat ihn: Komm herüber nach Mazedonien, und hilf uns!
Auf diese Vision hin wollten wir sofort nach Mazedonien abfahren; denn wir waren überzeugt, dass uns Gott dazu berufen hatte, dort das Evangelium zu verkünden.

Psalm 100(99),2.3.4.5.

Dient dem Herrn mit Freude!
Kommt vor sein Antlitz mit Jubel!
Erkennt: Der Herr allein ist Gott.
Er hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum,
sein Volk und die Herde seiner Weide.

Tretet mit Dank durch seine Tore ein!
Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels!
Dankt ihm, preist seinen Namen!
Denn der Herr ist gütig,
ewig währt seine Huld,
von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.

Evangelium nach Johannes 15,18-21.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat.
Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.
Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten.
Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.
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La Salette 1846



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