Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4662997 mal)

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« Antwort #3760 am: 14. Juli 2016, 05:55:40 »
Fatima erinnert uns daran, dass der Himmel nicht warten kann! Bitten wir daher mit kindlichem Vertrauen die Heilige Jungfrau Maria, uns zu lehren, der Erde den Himmel zu geben.

Kardinal Tarcisio Bertone
Predigt auf dem Vorplatz des Heiligtums von Fatima, 12. Mai 2010
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3761 am: 14. Juli 2016, 06:35:57 »
TAGESGEBET
Barmherziger Gott.
Du bietest jedem Menschen deine Gnade an.
Auch uns hast du hierher gerufen,
obwohl du weißt, wie wir sind:
sündige Menschen, die ihr Gewissen anklagt,
Menschen mit schwachem Glauben.
Rede uns nun zu Herzen.
Tröste, ermahne und ermutige uns.
Heilige uns in deiner Gnade.
Darum bitten wir durch Jesus Christus. (MB 313, 24)

Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3762 am: 14. Juli 2016, 06:36:41 »
Hl. Kamillus von Lellis

Ordensgründer
* 25. Mai 1550 in Bucchianico bei Pescara in Italien
† 14. Juli 1614 in Rom

Kamillus von Lellis wurde 1550 in den Abruzzen geboren. Sein Vater war Offizier im Dienst Kaiser Karls V. 1569-1574 war Kamillus Soldat im Dienst der Republik Venedig und kämpfte gegen die Türken. Er verspielte sein Geld, arbeitete dann als Handlanger und trat schließlich in Venedig bei den Kapuzinern ein. Er wurde aber wegen eines bösartigen Fußleidens wieder entlassen. Im Jakobushospital in Rom fand er Heilung. Er wurde dort Krankenwärter und stieg zum Spitalmeister auf. Durch Philipp Neri fand er seinen inneren Weg und seine wahre Berufung. 1582 gründete er eine Gemeinschaft von Krankenpflegern, aus der sich der Orden der Kamillianer entwickelte. 1584 wurde er Priester. Er reformierte den Krankenhausbetrieb und die Krankenseelsorge, widmete sich auch der Sorge für die Armen und Strafgefangenen. Er starb am 14. Juli 1614 in Rom.

Mit Christus beschäftigt

Als der Papst einmal das Heilig-Geist-Spital besuchte, behielt Kamillus seinen Pflegekittel an. Man warf ihm Mangel an Ehrfurcht vor. Er: „Wie? Wenn ich mit Christus selbst beschäftigt bin, kann ich mich für seinen Stellvertreter nicht eigens umziehen.“
« Letzte Änderung: 14. Juli 2016, 06:38:36 von Tina 13 »
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« Antwort #3763 am: 14. Juli 2016, 06:41:42 »
Hl. Toscana, Witwe und Professe

* ~ 1280 (Verona)
† 14. Juli 1343 oder 1344 (unbekannt)

In Zevio bei Verona, Italien, um das Jahr 1280 geboren, heiratete Toscana den Veroneser Bürger Alberto Canoculi und widmete sich gemeinsam mit diesem der Überlieferung zufolge in außergewöhnlicher Nächstenliebe den Armen und Kranken.  Als Witwe verkaufte sie später ihr gesamtes Hab und Gut, um sich als Professe des Ordens Gott ganz zu weihen. Sie starb am 14. Juli 1343 oder 1344.

Gütiger Gott, du hast deine Dienerin Toscana als Ehefrau und Witwe im Getriebe dieser Welt unversehrt bewahrt und sie mit einer außerordentlichen Liebe zu den Armen ausgezeichnet. Gib, dass wir ihr großes Beispiel begreifen, dir mit aufrichtigem Herzen dienen und durch Glauben und gute Werke gefallen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Amen.

Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3764 am: 14. Juli 2016, 06:44:28 »
Buch Jesaja 26,7-9.12.16-19.

Der Weg des Gerechten ist gerade, du ebnest dem Gerechten die Bahn.
Herr, auf das Kommen deines Gerichts vertrauen wir. Deinen Namen anzurufen und an dich zu denken ist unser Verlangen.
Meine Seele sehnt sich nach dir in der Nacht, auch mein Geist ist voll Sehnsucht nach dir. Denn dein Gericht ist ein Licht für die Welt, die Bewohner der Erde lernen deine Gerechtigkeit kennen.
Herr, du wirst uns Frieden schenken; denn auch alles, was wir bisher erreichten, hast du für uns getan.
Herr, in der Not suchten wir dich; wir schrien in unserer Qual, als du uns straftest.
Wie eine schwangere Frau, die nahe daran ist, ihr Kind zu gebären, die sich in ihren Wehen windet und schreit, so waren wir, Herr, in deinen Augen.
Wir waren schwanger und lagen in Wehen; doch als wir gebaren, war es ein Wind. Wir brachten dem Land keine Rettung, kein Erdenbewohner wurde geboren.
Deine Toten werden leben, die Leichen stehen wieder auf; wer in der Erde liegt, wird erwachen und jubeln. Denn der Tau, den du sendest, ist ein Tau des Lichts; die Erde gibt die Toten heraus.

Psalm 102(101),13-14.15-16.17-18.19-20.21-22.

Du aber, Herr, du thronst für immer und ewig,
dein Name dauert von Geschlecht zu Geschlecht.
Du wirst dich erheben, dich über Zion erbarmen;
denn es ist Zeit, ihm gnädig zu sein, die Stunde ist da.

An Zions Steinen hängt das Herz deiner Knechte,
um seine Trümmer tragen sie Leid.
Dann fürchten die Völker den Namen des Herrn
und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.

Denn der Herr baut Zion wieder auf
und erscheint in all seiner Herrlichkeit.
Er wendet sich dem Gebet der Verlassenen zu,
ihre Bitten verschmäht er nicht.

Dies sei aufgeschrieben für das kommende Geschlecht,
damit das Volk, das noch erschaffen wird, den Herrn lobpreise.
Denn der Herr schaut herab aus heiliger Höhe,
vom Himmel blickt er auf die Erde nieder;

Er will auf das Seufzen der Gefangenen hören
und alle befreien, die dem Tod geweiht sind,
damit sie den Namen des Herrn auf dem Zion verkünden
und sein Lob in Jerusalem.

Evangelium nach Matthäus 11,28-30.

In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.
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« Antwort #3765 am: 15. Juli 2016, 06:44:57 »
TAGESGEBET
Gott, du ewige Weisheit und Liebe,
gib uns die Gnade,
dass wir nach dem Vorbild des heiligen Bonaventura
beharrlich deine Wahrheit suchen
und nach immer größerer Liebe streben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

FÜRBITTEN
Jesus Christus, der in allem den Vorrang hat, bitten wir:
Führe die Gläubigen zu einer Erfahrung deiner Liebe, die alle Erkenntnis übersteigt.
A.: Wir bitten dich, erhöre uns.
Lass alle, die ein öffentliches Amt haben, zum Frieden unter den Menschen beitragen.
Offenbare dich in den Herzen der Menschen, die nach dir suchen.
Schenke uns den Heiligen Geist, dass wir in der Liebe wachsen und reich werden.
Gütiger Gott, du willst das Leben der Menschen in der Liebe vollenden. Auf die Fürsprache des heiligen Bonaventura erneuere in uns die Liebe zu dir durch Christus, unseren Herrn.     A.: Amen.
 
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« Antwort #3766 am: 15. Juli 2016, 06:58:38 »
Hl. Bonaventura

Ordensgeneral, Kardinalbischof von Albano, Kirchenlehrer
* vor 1221 in Civita, Ortsteil von Bagnoregio nahe Viterbo in Italien
† 15. Juli 1274 in Lyon in Frankreich

Sein Taufname war Johannes. Er wurde 1218 (oder 1221) in Bagnoreggio bei Viterbo geboren. Als schwer krankes Kind wurde er von Franz von Assisi geheilt; von ihm soll er auch den Namen Bonaventura erhalten haben. Nach seinem Philosophiestudium in Paris (wo damals auch Thomas von Aquin studierte) trat er mit 25 Jahren in den Franziskanerorden ein. Sein Lehrer in Theologie war Alexander von Hales. 1257 wurde er zum General seines Ordens gewählt, den er bis zum Jahr seines Todes (1274) mit großer Klugheit leitete. Papst Gregor X. erhob ihn zum Kardinalbischof von Albano bei Rom. Auf dem Konzil von Lyon nahm Bonaventura aktiven Anteil an den Unionsverhandlungen mit den Griechen. Bonaventura hinterließ etwa 45 Werke über die verschiedenen Gebiete der Theologie. Er ist neben Thomas von Aquin der bedeutendste Theologe des Mittelalters, in seiner Denkweise und Lehre mehr dem hl. Augustin verwandt. Nach seiner Auffassung soll die Theologie zur Mystik, zur religiösen Erfahrung, hinführen. Papst Sixtus IV. hat ihn 1482 heilig gesprochen; unter die Kirchenlehrer aufgenommen wurde er 1588 von Sixtus V., der ihn den „seraphischen Lehrer“ (Doctor seraphicus) nannte.

Drei Dinge

„Wegen dieser drei Dinge hat Gott die vernünftige Seele geschaffen: dass sie ihn lobe, dass sie ihm diene, dass sie an ihm sich erfreue und in ihm ruhe; und das geschieht durch die Liebe, denn wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.“

„Unser Tun muss diese drei Dinge besitzen: Maß, Art und Ordnung. Es muss gemessen sein durch die Bescheidenheit im äußeren Tun, geartet durch die Reinheit des Gefühls, geordnet und schön durch die Lauterkeit der Absicht.“ (Bonaventura)
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« Antwort #3767 am: 15. Juli 2016, 07:01:08 »
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

„Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat“

Gott, unser Herr, du hast uns mit allem reichlich bedacht: schenke uns Frieden (Jes 26,12), den Frieden der Ruhe, den Frieden des Sabbat, des Sabbat, der keinen Abend kennt. Denn die schöne Ordnung der Dinge, die du geschaffen hast und die „sehr gut“ sind (Gen 1,31), diese Ordnung wird vergehen, wenn das Ende ihrer Zeit gekommen ist. Ja, die Dinge hatten ihren Morgen, sie werden ihren Abend haben. Der siebte Tag aber kennt keinen Abend, keinen Sonnenuntergang, da du den Tag ja geheiligt hast, damit er ewig dauere. Als du deine Werke, die „sehr gut“ waren und dennoch in Ruhe vollbracht, beendet hattest, ruhtest du am siebten Tag. Denn du wolltest uns durch dein Buch zu verstehen geben, dass auch wir am Ende unserer Werke – die sehr gut sind, weil du sie uns gegeben hast, – am Sabbat des ewigen Lebens uns in dir ausruhen werden. Dann wirst du in uns ruhen, so wie du heute in uns wirkst; so wird die Ruhe, die wir genießen werden, deine Ruhe sein, so wie auch unsere Werke deine Werke sind.

Du, Herr, bist immer am Werk und immer in der Ruhe […] Es kommt für uns der Augenblick, da es uns dazu treibt, das Gute zu tun, weil unsere Herzen von deinem Geist dazu bewegt worden sind. Dagegen verspürten wir vorher, als wir uns von dir entfernt hatten, den Drang, Böses zu tun. Du, Gott, als der einzig Gute hast nie damit aufgehört, das Gute zu tun. Einige unserer Werke sind zwar durch deine Gnade gut, sie dauern aber nicht ewig. Nach ihnen, so hoffen wir, werden wir uns in deiner unaussprechlichen Heiligkeit ausruhen. Du aber, das Gut, das kein anderes Gut braucht, bist immer in der Ruhe, weil deine Ruhe du selber bist.

Welcher Mensch wird das Wissen um dies alles an die Menschen weitergeben können, welcher Engel an die Engel? Welcher Engel an die Menschen? Dich muss man darum bitten, in dir muss man danach suchen, an deine Türe muss man klopfen. Und nur so wird man empfangen, so wird man finden; so wird sich die Türe öffnen. (Mt 7,8).

Bekenntnisse, Buch 13, Kap. 35−38
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La Salette 1846



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