Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4663448 mal)

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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #3984 am: 27. August 2016, 01:17:47 »
Paulinus von Nola (355-431), Bischof

„Und was hast du, das du nicht empfangen hättest?“ (1 Kor 4,7)

„Und was hast du, das du nicht empfangen hättest?“, sagt uns der heilige Paulus (1 Kor 4,7). Seien wir also nicht geizig mit unseren Gütern, wie wenn sie uns gehörten [...] Man hat sie uns zur Verwaltung übergeben; wir gebrauchen einen gemeinsamen Reichtum, nicht den ewigen Besitz eines Eigentums. Wenn du erkennst, dass dieses Eigentum dir hier auf Erden nur für eine bestimmte Zeit gehört, dann kannst du im Himmel eine Besitzung erwerben, die nicht enden wird. Erinnere dich der Knechte im Evangelium, die Talente von ihrem Herrn bekamen, und dass der Herr bei seiner Rückkehr einem jeden von ihnen etwas zurückgegeben hat. Du wirst dann verstehen, dass es sehr viel mehr Erfolg verspricht, sein Geld auf dem Tisch des Herrn zu hinterlegen, damit es Ertrag bringt, als es mit nutzloser Treue aufzubewahren, ohne dass es dem Nutznießer etwas abwirft – und zwar zum großen Schaden des nutzlosen Knechts, dessen Strafe nur umso schwerer wiegen wird [...]

Legen wir also in die Hand des Herrn die Güter zurück, die wir von ihm bekommen haben. Wir besitzen tatsächlich nichts, was nicht ein Geschenk des Herrn ist, und wir leben nur deshalb, weil er es will. Was könnten wir als unser Eigentum betrachten, da wir dank einer gewaltigen und als außerordentlich sich erweisenden Schuldigkeit uns nicht einmal selbst gehören? Denn Gott hat uns geschaffen, aber er hat uns auch zurückgekauft. Seien wir also dankbar: Zurückgekauft um einen großen Preis, um den Preis des Blutes des Herrn, sind wir nicht mehr wertloses Zeug [...] Geben wir dem Herrn zurück, was er uns geschenkt hat. Geben wir Ihm zurück, der in der Person eines jeden Armen empfängt. Geben wir mit Freude, um von ihm in Freuden zu empfangen, wie er es versprochen hat.

34. Brief, 2-4
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3985 am: 27. August 2016, 01:23:49 »
Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 1,26-31.

Seht doch auf eure Berufung, Brüder! Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme,
sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen.
Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten,
damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott.
Von ihm her seid ihr in Christus Jesus, den Gott für uns zur Weisheit gemacht hat, zur Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung.
Wer sich also rühmen will, der rühme sich des Herrn; so heißt es schon in der Schrift.

Psalm 33(32),12-13.14-15.20-21.

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist,
der Nation, die er sich zum Erbteil erwählt hat.
Der Herr blickt herab vom Himmel,
er sieht auf alle Menschen.

Von seinem Thronsitz schaut er nieder
auf alle Bewohner der Erde.
Der ihre Herzen gebildet hat,
er achtet auf all ihre Taten.

Unsre Seele hofft auf den Herrn;
er ist für uns Schild und Hilfe.
Ja, an ihm freut sich unser Herz,
wir vertrauen auf seinen heiligen Namen.

Evangelium nach Matthäus 25,14-30.

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der auf Reisen ging: Er rief seine Diener und vertraute ihnen sein Vermögen an.
Dem einen gab er fünf Talente Silbergeld, einem anderen zwei, wieder einem anderen eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab.
Sofort begann der Diener, der fünf Talente erhalten hatte, mit ihnen zu wirtschaften, und er gewann noch fünf dazu.
Ebenso gewann der, der zwei erhalten hatte, noch zwei dazu.
Der aber, der das eine Talent erhalten hatte, ging und grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines Herrn.
Nach langer Zeit kehrte der Herr zurück, um von den Dienern Rechenschaft zu verlangen.
Da kam der, der die fünf Talente erhalten hatte, brachte fünf weitere und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen.
Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!
Dann kam der Diener, der zwei Talente erhalten hatte, und sagte: Herr, du hast mir zwei Talente gegeben; sieh her, ich habe noch zwei dazugewonnen.
Sein Herr sagte zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Du bist im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir eine große Aufgabe übertragen. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!
Zuletzt kam auch der Diener, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste, dass du ein strenger Mann bist; du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast;
weil ich Angst hatte, habe ich dein Geld in der Erde versteckt. Hier hast du es wieder.
Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe.
Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten.
Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat!
Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
Werft den nichtsnutzigen Diener hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3986 am: 27. August 2016, 07:22:16 »
Morgenröte - Botschaften
333. Das Kreuz und die Säulen der Liebe

24. Juli 2016; № 333
Jesus spricht:
In der Tiefe des Glaubens liegt die Hoffnung
und die Hoffnung füllt das gläubige Herz mit Liebe,
die aus Meinem heiligsten Herzen entströmt.
Sie fließt in das arme Herz.
Das arme gläubige Herz, das reich ist und bleiben wird bis in alle Ewigkeit.

Die Wege sind unterschiedlich
und führen auf den einzigen Weg, der zum Ziele führt.
Die Wege der Treuen, Gläubigen, Unwissenden, Gleichgültigen, -
sie sind unterschiedlich schwer, je nach Kreuz.
Doch gibt es keinen Weg, der zu Mir führt, ohne Kreuz, das in Meinem Herzen ruht.

Ich verteile die Kreuze. Ich verteile die Gnaden.
Ich schenke Kraft, damit ein jeder sein Kreuz tragen kann.
Viele Meiner Kinder legen ihren Mitmenschen schwere Lasten auf deren Kreuze,
doch es liegt oft nicht in Meinem heiligsten Willen, wenn sie dies tun.
Ich verteile die Kreuze. Ich verteile die Lasten.
Ich verteile nach Meinem heiligsten Willen.
Viele Menschen legen Verwünschungen, Verfluchungen
und boshafte Gedanken, Worte und Werke auf die Kreuze anderer Menschen.
Sie werden ihren Lohn erhalten.

Ich habe alle Kreuze allen Lebens auf Erden –
das war, das ist und sein wird – getragen.
Ich verteile kleine Kreuze,
die in Meinem heiligsten Herzen ruhten,
in den Atem jedes neuen Lebens.
Nur das Kreuz, Mein Kreuz,
und das Kreuz der Seele, das Ich ihr auferlegte,
führen zum Ende, zu Meinem Ende, das sich in den Anfang
(Jesus zeigt die Auferstehung.)
des freien, heiligen Lebens legen will und wird.

Wer sich umschaut, sich von der Welt verzehren lässt,
kann das Kreuz, dass Ich ihm auferlegte, nicht tragen.
Viele Menschen tragen, was sie nach dem Tode abstürzen lässt
und in dem kalten Strahl der Gerechtigkeit, wird die Seele sich umschauen
und die unnütz verlorene Zeit beweinen.
Und keine Tränen der Welt
können die Tränen der armen Seelen umfangen und trösten.

Meine Kinder,
der Weg jedes Menschen ist nicht so schwer durch Meine Hilfe,
denn Ich habe all euer Leben, mit all eueren Sünden,
in Meinem blutigen Kreuze getragen,
damit ihr nicht zusammenbrecht unter dem Kreuz.
Ich ging euch voraus, mit dem heiligen Kreuz Meiner Liebe,
darin all eure Kreuze ruhten.
Meine Kinder,
es wäre nicht möglich für euch das Kreuz, euer Kreuz, zu tragen,
wenn es nicht schon mit Meinem heiligen Kreuz verschmolzen gewesen wäre.
Vieles versteht ihr nicht. Gestern, heute und morgen.
Doch bedarf es nur einen tiefen Funken Glauben,
der sich in die tiefe Hoffnung legt
und Meine Liebe wird sich tief mit euch vereinen.

Ich gebe euch alles, was ihr braucht.
Ich schenke Kraft, Ausdauer, Geduld und Freude.
Ja, im Kreuz sollt ihr euch freuen.
Im Schmerz sollt ihr euch freuen.
In der Hoffnung sollt ihr euch freuen.
Im Glauben an Mein Wort – durch Mein Kreuz – sollt ihr euch freuen,
weil Ich euch erlöste durch Mein blutiges Kreuz der Liebe.
Eure Seele soll nie die Freude verlieren.
Auch im Leiden, in eurem Kreuze, bin Ich euch nahe.
Im Kreuz, durch euer Kreuz, – in Vereinigung mit Meinem Kreuze –
sollt ihr nicht den Weg der Wahrheit verlassen.

Kreuz und Leid und Freude: Sind die Träger des Hauses Israel.
(Glaube, Hoffnung, Liebe – leuchten auf in goldenen Buchstaben.)
Die Säulen werden errichtet durch Kreuz, Leid und Freude
und das Haus, das in der ewigen Heimat für jeden bereitsteht,
soll nicht leer bleiben oder gar verwehen und nicht mehr zu finden sein.
Wer sein Haus auf dem Felsen der Wahrheit errichtet;
wer seine Säulen umfängt, wird die Heimat erreichen
und sein goldenes Haus erben,
das im blutigen Kreuz Meiner Liebe schon bedacht war.

(Jesus zeigt: Viele Häuser schweben frei auf Erden, haben keine Säulen,
stehen nicht auf dem Felsen der Wahrheit.
Viele Menschen schlagen selbst in ihrer Todesstunde das Erbe ab,
das Jesus in Seiner Barmherzigkeit nochmals anbietet. Viele wollen nicht.
Ohne Säulen gibt es auch kein beständiges, fruchtbringendes Haus auf Erden.)

Die Säulen, Mein Kind, – sind Meine Gebote.
Alles was auf diesen Säulen errichtet wird, wird reiche Frucht bringen.
Jetzt und in alle Ewigkeit.

Mein Kind!
(Jesus schaut die Menschen bittend an.)
Errichte Dein Haus auf den Säulen der Wahrheit
und Du wirst das goldene Haus erben, dein goldenes Haus erben,
das Ich – für Dich – bereitet habe:
Im Kreuze Meiner göttlichen Liebe und Allmacht.

(Jesus schwebt nach oben, wird ganz strahlend. Hinter Ihm ist eine große Sonne.)
Jesus ruft voller Freude und Liebe:
Segen, Liebe und Freude sei in euren Herzen.
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« Antwort #3987 am: 27. August 2016, 15:06:32 »
Kol 2,14 Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben. Er hat ihn dadurch getilgt, dass er ihn an das Kreuz geheftet hat.

Ps 121,1-3 Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: / Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, / der Himmel und Erde gemacht hat. Er lässt deinen Fuß nicht wanken; / er, der dich behütet, schläft nicht.
« Letzte Änderung: 27. August 2016, 15:10:23 von Tina 13 »
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« Antwort #3988 am: 27. August 2016, 16:27:25 »
Christus, die Wahrheit, ist im Herzen Mariens

Als die Menschenmenge Jesus nachfolgte und er göttliche Wunder wirkte, rief eine Frau ihm zu: "Selig die Frau, deren Leib dich getragen hat. Und was erwiderte der Herr, damit wir die Seligkeit nicht im Fleisch suchen? Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen.

Daher ist Maria selig, weil sie das Wort Gottes gehört und es befolgt hat: sie bewahrte die Wahrheit in ihrem Herzen mehr, als das Fleisch in ihrem Leib. Christus ist Wahrheit, Christus ist Fleisch. Christus, die Wahrheit, ist im Herzen Mariens, Christus, das Fleisch, ist in ihrem Leib. Etwas das im Herzen ist, ist mehr als etwas das im Bauch ist.

Heiliger Augustinus, Kirchenlehrer (+ 430)
Predigt 72/A, 7
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3989 am: 29. August 2016, 06:45:56 »
Enthauptung Johannes des Täufers

Ohne es recht zu wollen, ließ Herodes Antipas, der Tetrarch von Galiläa, Johannes den Täufer ermorden. Die Geschichte wird in Mk 6, 17-29 (Mt 14, 3-12; Lk 3, 19-20) erzählt. Herodias, die mit Herodes in ungesetzlicher Ehe lebte, hatte dem unbequemen Mahner seinen Protest nicht verziehen. Die Enthauptung, eine von den Römern übernommene Todesart, galt bei den Juden als die schimpflichste aller Strafen (von der Kreuzigung abgesehen, die keine jüdische Strafart war). Johannesjünger, die vielleicht Zeugen der Hinrichtung waren, brachten seinen Leichnam der Überlieferung zufolge nach Samaria-Sebaste. Ein Fest der Enthauptung des Johannes ist in der Ostkirche seit dem 4., im Westen seit dem 5. Jahrhundert bezeugt.


Enthauptung Johannes` des Täufers

Es gibt mindestens acht Orte, die in Anspruch nehmen, den echten Kopf von Johannes zu bewahren. So wird überliefert, dass sein Kopf in der Kirche S. Silvestro in Capite in Rom aufbewahrt wird. Die Kopfreliquie des Täufers wird auch in der Omayaden-Moschee in Damaskus gezeigt und genießt hohe Verehrung durch die Moslems. Im Rahmen seiner Pilgerfahrten zu den Heiligen Stätten im Jahr 2000 besuchte Papst Johannes Paul II. auch diese Moschee und würdigte die Reliquie des Täufers.

Besonders in den franko-germanischen Ländern wurden nach seiner in der Kathedrale von Amiens aufbewahrten Kopfreliquie Kopien als Johanneshäupter und Johannesschüsseln angefertigt und verehrt. Im 15. bis 17. Jahrhundert nahm der Johanneskult in der Volksfrömmigkeit und im Wallfahrtswesen stark zu, Johannesschüsseln galten als heilsam bei Kopfweh, Halskrankheiten und Unfruchtbarkeit der Frauen. Sie wurden meist an der Wand oder über Türen von Johanneskapellen angebracht und am Tage der Enthauptung des Täufers auf den Altar gestellt.

Im Zisterzienserkloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau in der Oberlausitz wird ein Reliquienbehälter aus einer Prager Goldschmiedewerkstatt aufbewahrt, der Schädelknochen von Johannes, Fäden seines Gewandes und einen Blutstropfen enthält; am Kopf des Reliquiars sind die echten Knochenteile eingearbeitet.
« Letzte Änderung: 29. August 2016, 06:48:47 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3990 am: 29. August 2016, 06:50:23 »
Buch Jeremia 1,4.17-19.

In den Tagen Joschijas, des Königs von Juda, erging das Wort des Herrn an mich:
Gürte dich, tritt vor sie hin, und verkünde ihnen alles, was ich dir auftrage. Erschrick nicht vor ihnen, sonst setze ich dich vor ihren Augen in Schrecken.
Ich selbst mache dich heute zur befestigten Stadt, zur eisernen Säule und zur ehernen Mauer gegen das ganze Land, gegen die Könige, Beamten und Priester von Juda und gegen die Bürger des Landes.
Mögen sie dich bekämpfen, sie werden dich nicht bezwingen; denn ich bin mit dir, um dich zu retten - Spruch des Herrn.

Psalm 71(70),1-2.3.5-6.15.17.

Herr, ich suche Zuflucht bei dir.
Lass mich doch niemals scheitern!
Reiß mich heraus und rette mich in deiner Gerechtigkeit,
wende dein Ohr mir zu und hilf mir!

Sei mir ein sicherer Hort,
zu dem ich allzeit kommen darf.
Du hast mir versprochen zu helfen;
denn du bist mein Fels und meine Burg.

Herr, mein Gott, du bist ja meine Zuversicht,
meine Hoffnung von Jugend auf.
Vom Mutterleib an stütze ich mich auf dich,
vom Mutterschoß an bist du mein Beschützer;
dir gilt mein Lobpreis allezeit.

Mein Mund soll von deiner Gerechtigkeit künden
und von deinen Wohltaten sprechen den ganzen Tag;
denn ich kann sie nicht zählen.
Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf,
und noch heute verkünde ich dein wunderbares Walten.

Evangelium nach Markus 6,17-29.

Herodes hatte Johannes festnehmen und ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, die er geheiratet hatte.
Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, die Frau deines Bruders zur Frau zu nehmen.
Herodias verzieh ihm das nicht und wollte ihn töten lassen. Sie konnte ihren Plan aber nicht durchsetzen,
denn Herodes fürchtete sich vor Johannes, weil er wusste, dass dieser ein gerechter und heiliger Mann war. Darum schützte er ihn. Sooft er mit ihm sprach, wurde er unruhig und ratlos, und doch hörte er ihm gern zu.
Eines Tages ergab sich für Herodias eine günstige Gelegenheit. An seinem Geburtstag lud Herodes seine Hofbeamten und Offiziere zusammen mit den vornehmsten Bürgern von Galiläa zu einem Festmahl ein.
Da kam die Tochter der Herodias und tanzte, und sie gefiel dem Herodes und seinen Gästen so sehr, dass der König zu ihr sagte: Wünsch dir, was du willst; ich werde es dir geben.
Er schwor ihr sogar: Was du auch von mir verlangst, ich will es dir geben, und wenn es die Hälfte meines Reiches wäre.
Sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich mir wünschen? Herodias antwortete: Den Kopf des Täufers Johannes.
Da lief das Mädchen zum König hinein und sagte: Ich will, dass du mir sofort auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes bringen lässt.
Da wurde der König sehr traurig, aber weil er vor allen Gästen einen Schwur geleistet hatte, wollte er ihren Wunsch nicht ablehnen.
Deshalb befahl er einem Scharfrichter, sofort ins Gefängnis zu gehen und den Kopf des Täufers herzubringen. Der Scharfrichter ging und enthauptete Johannes.
Dann brachte er den Kopf auf einer Schale, gab ihn dem Mädchen, und das Mädchen gab ihn seiner Mutter.
Als die Jünger des Johannes das hörten, kamen sie, holten seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.
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« Antwort #3991 am: 29. August 2016, 06:52:46 »
Hl. Maximus von Turin (?-um 420), Bischof

„Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen“ (Lk 1,76)

Ich weiß nicht, welchen ehrenvollen Lebensumständen des heiligen, seligen Johannes des Täufers, dessen Fest wir heute feiern, der Vorzug zu geben ist: dem Wunder seiner Geburt oder dem noch größeren Wunder seines Todes. Seine Geburt hat eine Prophezeiung mit sich gebracht (Lk 1,76f.), sein Tod die Wahrheit; seine Geburt hat die Ankunft des Retters verkündet, sein Tod den Inzest des Herodes verurteilt. Dieser heilige Mann [...] hat es in den Augen Gottes verdient, nicht auf die gleiche Weise aus der Welt zu gehen wie die anderen Menschen. Durch sein Bekenntnis zum Herrn hat er den Leib verlassen, den er von ihm erhalten hatte. Johannes hat in allem den Willen Gottes erfüllt, da sein Leben wie sein Sterben im Einklang mit den Plänen Gottes stand [...]

Noch im Schoß seiner Mutter hüpfte er voll Freude und feierte so, da er es noch nicht mit seiner Stimme vermochte, die Ankunft seines Herrn. Elisabeth sagte zur heiligen Maria: „In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind [...] in meinem Leib“ (Lk 1,44). Johannes freut sich also schon vor seiner Geburt, und noch bevor seine Augen erkennen, wessen Handschrift die Welt trägt, erkennt sein Geist bereits den, der ihr Herr ist. Ich glaube, das meint das Prophetenwort: „Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt“ (Jer 1,5). Seien wir also nicht darüber erstaunt, dass Johannes im Kerker, in den Herodes ihn hatte einschließen lassen, weiterhin Christus durch seine Jünger verkündete (vgl. Mt 11,2): hatte er doch, als er noch eingeschlossen war im Leib seiner Mutter, schon durch sein Hüpfen die Ankunft des Herrn verkündet.

Predigt 36
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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