Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4664142 mal)

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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #4464 am: 06. Dezember 2016, 06:58:03 »
Buch Jesaja 40,1-11.

Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott.
Redet Jerusalem zu Herzen und verkündet der Stadt, dass ihr Frondienst zu Ende geht, dass ihre Schuld beglichen ist; denn sie hat die volle Strafe erlitten von der Hand des Herrn für all ihre Sünden.
Eine Stimme ruft: Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste! Baut in der Steppe eine ebene Straße für unseren Gott!
Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken. Was krumm ist, soll gerade werden, und was hüglig ist, werde eben.
Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn, alle Sterblichen werden sie sehen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.
Eine Stimme sagte: Verkünde! Ich fragte: Was soll ich verkünden? Alles Sterbliche ist wie das Gras, und all seine Schönheit ist wie die Blume auf dem Feld.
Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, wenn der Atem des Herrn darüberweht. Wahrhaftig, Gras ist das Volk.
Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, doch das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit.
Steig auf einen hohen Berg, Zion, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme mit Macht, Jerusalem, du Botin der Freude! Erheb deine Stimme, fürchte dich nicht! Sag den Städten in Juda: Seht, da ist euer Gott.
Seht, Gott der Herr, kommt mit Macht, er herrscht mit starkem Arm. Seht, er bringt seinen Siegespreis mit: Alle, die er gewonnen hat, gehen vor ihm her.
Wie ein Hirt führt er seine Herde zur Weide, er sammelt sie mit starker Hand. Die Lämmer trägt er auf dem Arm, die Mutterschafe führt er behutsam.

Psalm 96(95),1-2.3.10ac.11-12.13.

Singet dem Herrn ein neues Lied,
singt dem Herrn, alle Länder der Erde!
Singt dem Herrn und preist seinen Namen,
verkündet sein Heil von Tag zu Tag!

Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit,
bei allen Nationen von seinen Wundern!
Verkündet bei den Völkern: Der Herr ist König.
Er richtet die Nationen so, wie es recht ist.

Der Himmel freue sich, die Erde frohlocke,
es brause das Meer und alles, was es erfüllt.
Es jauchze die Flur und was auf ihr wächst.
Jubeln sollen alle Bäume des Waldes.

Jubeln sollen alle vor dem Herrn, wenn er kommt,
wenn er kommt, um die Erde zu richten.
Er richtet den Erdkreis gerecht
und die Nationen nach seiner Treue.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - 18,12-14.

In jener Zeit fragte Jesus seine Jünger: Was meint ihr? Wenn jemand hundert Schafe hat und eines von ihnen sich verirrt, lässt er dann nicht die neunundneunzig auf den Bergen zurück und sucht das verirrte?
Und wenn er es findet - amen, ich sage euch: er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben.
So will auch euer himmlischer Vater nicht, dass einer von diesen Kleinen verlorengeht.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #4465 am: 06. Dezember 2016, 15:31:19 »
Sonntag, den 04. August 2013

Predigt während der Heiligen Opfermesse nach Pius V.

von H. H. Pfr. Lodzig am Fest des Himmlischen Vaters.

In nómine Patris et Filii, et Spiritus Sancti. Amen.

Es ist nicht leicht für einen Geistlichen, von der Dreifaltigkeit zu sprechen, denn sie ist das größte Geheimnis unseres katholischen Glaubens. Diese Glaubenswahrheit wurde im Neuen Testament ganz offiziell mitgeteilt.

Schon bei der Verkündigung in der kleinen Wohnung der Gottesmutter, die bisher Maria war, waren alle drei Personen gegenwärtig. Unser Erlöser Jesus Christus wurde empfangen im Leib der Gottesmutter. Der Heilige Geist und Gott Vater waren natürlich auch anwesend. Als Jesus Christus im Jordan getauft wurde, erschien ebenfalls die Dreifaltigkeit: Jesus stand im Wasser, der Heilige Geist schwebte über Ihm in der Gestalt einer Taube und der Himmlische Vater hat vom Himmel aus gesprochen: "Dies ist Mein geliebter Sohn, an dem Ich Mein Wohlgefallen habe, Ihn sollt ihr hören." Auch in der heutigen Lesung wird von der Trinität gesprochen: "Gehet hin in alle Welt und verkündet allen Menschen das Evangelium und tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen."

Die Trinität wurde schon immer in der katholischen Kirche verehrt. Wir wussten jedoch nicht, dass der Himmlische Vater auch ein eigenes Fest haben wollte, denn der Himmlische Vater hatte bisher kein eigenes Fest und keine Liturgie. Jesus war in aller Munde, der Heilige Geist natürlich auch. Er hatte Sein großes Fest an den Pfingstfeiertagen.

1932 hatte der Himmlische Vater der Seherin Eugenia Ravasio Seinen Wunsch geoffenbart und gesagt: "Ich möchte auch ein eigenes Fest haben." Der Himmlische Vater hat in der Dreieinigkeit eine Sonderstellung, obwohl die drei Göttlichen Personen eine Gottheit bilden. Das können wir allerdings nicht verstehen, denn es ist und bleibt das größte Geheimnis in unserem Glauben. Der Himmlische Vater ist der Quell allen Lebens und der Heiligkeit. Alle drei Personen in der Dreieinigkeit sind gleich und bilden eine Gottheit. Deshalb ist es an der Zeit, dass der Himmlische Vater ein eigenes Fest bekommt und die Kirche dieses Fest für die ganze katholische Christenheit einsetzt.

Der Himmlische Vater wünscht, dass es am ersten Sonntag im August feierlich begangen wird.
Normal gesehen, hat die Kirche dieses Versäumnis seit 1932 nicht aufgeholt. Und jetzt hat der Himmlische Vater selbst gesagt: "Auch Ich möchte ein eigenes Fest haben, und zwar am ersten Sonntag im August." Dem Urheber allen Lebens, dem Himmlischen Vater, sollen wir die allergrößte Ehre erweisen. Er ist nicht eifersüchtig auf Seinen Sohn Jesus Christus, denn wer den Sohn ehrt, der ehrt auch den Vater. Dieses Fest ist bisher noch eine Lücke in unserer katholischen Liturgie. Es war schon längst fällig. Die Obrigkeit der katholischen Kirche hat es nicht für nötig befunden, die Propheten, die Er im Alten und im Neuen Testament berufen hat, zu respektieren und die Worte, die vom Himmel kommen, zu verwirklichen.

Ein deutliches Zeichen der Nichterfüllung des Göttlichen Willens ist die Zusammenkunft aller Religionen in Assisi. War das der Wille des Himmlischen Vaters: Zweimal Assisi, die globale Religion, wo die katholische Kirche nicht mehr die allein seligmachende ist? Nein! Bis zur Unkenntlichkeit wurde die katholische Kirche mit den anderen Religionen vermischt. Wenn ein Katholik die Glaubenswahrheiten der katholischen Kirche nicht restlos als offenbarte Religion annimmt, dann ist er nicht mehr katholisch. Es heißt beim Himmlischen Vater, entweder die volle Wahrheit oder der Irrglaube. Es ist keine vollständige Wahrheit, wenn man die Rosinen aus den Glaubenssätzen, aus den Glaubenswahrheiten herauspickt und nur das, was einem angenehm ist und leicht erscheint, beibehält. Dann ist das nicht mehr die Wahrheit.

Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und Mir nachfolgt, ist Meiner nicht wert. Das ist ganz klar, dass Er sich mit einer Halbwahrheit nicht zufrieden gibt. Wieso verlangt Er das alles von uns? Er hat uns die volle Wahrheit durch den Mensch gewordenen Gottessohn Jesus Christus geoffenbart. Und weil Er alles geoffenbart hat, will Er auch, dass die Menschen an diese Offenbarung in der Gänze glauben.

Der Himmlische Vater ist derjenige, der alle Gewalt hat. In der Bibel wird der Himmlische Vater als der Allgewaltige, der Allwissende, der Allerheiligste bezeichnet. Er ist derjenige, der auch diese heutige Situation der Kirche beherrscht. Hat Er nicht gesagt, Ich könnte mit einer Handbewegung die Kirche wieder in Ordnung bringen? Ich könnte wieder alles normalisieren nach Meinem Willen? Aber das liegt nicht in Meinem Wunsch und Willen. Ich respektiere die Freiheit der Menschen. Ich will ihnen nichts aufzwingen. Ich kann euch Meine Wünsche durch Seher und Propheten mitteilen, aber wenn ihr Meinen Willen nicht erfüllen wollt, dann trennt ihr euch von Mir. Die Pläne des Himmlischen Vaters bleiben uns unbekannt. Eines ist uns sicher, er will alle Menschen, die doch Seine Geschöpfe sind, retten.

Und was ist an der Seherin Frau Mewis das Außergewöhnliche? Eine solche Seherin gab es nicht und wird es in Zukunft nicht geben. Warum? Weil Frau Mewis eine Weltensendung hat, die die ganze Welt betrifft. Sie wiederholt nur die Worte, die vom Himmlischen Vater kommen, teilweise auch von Jesus und der Gottesmutter. Der Himmlische Vater wiederholt es immer wieder: "Kein Wort ist von ihr. Sie wiederholt nur Meine Worte." Eine Unwahrheit ist ausgeschlossen. Darüber wacht der Himmlische Vater.

Nicht wie die Piusbrüder, die die Einsprechungen noch gar nicht gelesen haben oder nur zum Teil und dann meinen, dass sie vom Teufel sind. Es soll reine Phantasie sein. Wie kommen sie dazu? Das ist nicht eine Herabsetzung von Frau Mewis, das ist eine Herabsetzung des Himmlischen Vaters. Der Himmlische Vater sagt dazu: "Dann bin Ich der Phantast." Wenn auf diese Weise Seine Worte nicht akzeptiert werden, ist auch die biblische Offenbarung nicht mehr die Wahrheit. Denn zu jeder Zeit hat der Himmlische Vater Propheten gesandt, wenn der katholische Glaube in Gefahr war in den Irrglauben abzudriften. Somit sind die Worte der wahren Propheten, Seher und Seherinnen, eine Ergänzung der Bibel. Unsere katholische Kirche befindet sich in einer einmaligen Situation des Verfalls und des Niedergangs. In der biblischen Offenbarung wurde uns mitgeteilt, dass die Pforten der Hölle die Kirche nicht überwältigen werden. Deshalb hat der Himmlische Vater das Zepter in die Hand genommen, obwohl der Heilige Vater Benedikt XVI. sein Amt niedergelegt hat und der Nachfolger nicht vom Himmel akzeptiert wird, weil die Wahl in der Sixtinischen Kapelle manipuliert wurde.

Wir stehen ja vor dem großen Geschehen, wo Er aller Welt das Kreuz Christi zeigen wird, Katholiken und Nichtkatholiken. Jesus Christus wird mit Seiner heiligsten Mutter in aller Herrlichkeit am Himmel erscheinen, und zwar in Wigratzbad. Auch alle werden die Seelenschau erleben. Wie im Film werden uns die Sünden vor Augen geführt. Da werden wir den Atem anhalten. Wie ist das möglich? Dies wird ein Wunder sein, was kein Wissenschaftler erklären kann. Auf alle Fälle werden die optischen Geräte dieses Ereignis wiedergeben. Die ganze Menschheit befindet sich in einer Umbruchsituation, die es bisher in der katholischen Kirche nicht gegeben hat. Es sind ganze Völker vom katholischen Glauben abgefallen, z.B. rings um das Mittelmeer. Der Islam hat sie alle mit Feuer und Schwert erobert, mit Gewalt.

Aber die Kirche ist nicht untergegangen. Jesus sagt: "Ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung der Welt." Wir meinen jetzt, die Kirche ist total zusammengebrochen, und dazu sagt noch der Himmlische Vater, Er wird den Vatikan, also Rom, in Schutt und Asche legen. Ja, was wird dann? Überlassen wir es dem Himmlischen Vater. Er ist nie verlegen, wenn die Menschen Seinen Plan durchkreuzen. Er wird einen neuen Plan erstellen. Und von wo wird er ausgehen? Von dem zertrümmerten Rom? Nein, von dem kleinen Örtchen Mellatz, vom Haus der Glorie. Glaubt daran! Das Haus der Glorie ist nicht das Haus der kleinen Schar, sondern es ist das Haus des Himmlischen Vaters. Von dort wird Er die Kirche neu erstehen lassen. Die Kirche ist schon erlitten worden durch Jesus Christus im Herzen von Frau Mewis, die monatelang Tag und Nacht gelitten hat. Das Priestertum ist natürlich viel schwieriger einzusetzen, weil die Opposition innerhalb des Klerus' zu groß ist. Bei jeder Einsprechung heißt es, dass diese Worte nicht ihre Worte sind. Sie wiederholt nur die Worte des Himmlischen Vaters und spricht sie ins Mikrophon, die dann schriftlich wiedergegeben werden. Ein wichtiger Teil der Botschaften ist bereits in Buchform erschienen.

In der Bibel stehen Glaubens- und Verhaltensweisen für die katholische Kirche. Und trotzdem entstehen im Laufe der Jahrhunderte Situationen, die eine eigene Problematik darstellen. Was wir jetzt erleben, gab es in der Vergangenheit noch nicht. Sicher gab es immer Attacken des Widersachers, die der Kirche Sorgen bereitet und Schaden zugefügt haben, aber die Kirche ist nicht untergegangen. Aus der jetzt zertrümmerten Kirche konnte der Himmlische Vater, denn Er ist ja der Regent der Kirche, keine neue Kirche erstehen lassen. Er musste sie neu gründen. Wir unterstehen alle dem Himmlischen Vater. Er ist der große Hirt, Er ist derjenige, der die Zügel der Kirche in die Hand genommen hat. Deshalb werden die Mächte der Unterwelt sie nicht überwältigen. Mit einem Wort kann Er den Bösen, der jetzt so wütet, der jetzt die Tabernakel fast in der ganzen Welt besetzt hat, in die Hölle zurückbeordern. Glauben wir an die Allmacht des Himmlischen Vaters! Sicher wird diese Zeit mit einer großen Prüfung verbunden sein, die wir durchmachen müssen. Er will keine Gewalt anwenden, um uns an sich zu ziehen, nein, Er will, dass wir uns selbst zu Ihm hinwenden. Wir haben ja auch einen freien Willen, das größte Geschenk. Was hat er denn der Obrigkeit in einer Kritik gesagt: "Habt ihr euren Verstand verloren? Schon mit dem Verstand könnt ihr sehen, in welcher Situation die Kirche sich befindet, dass sie einer Bekehrung bedarf." Besonders die Obrigkeit.

Leider hat der Himmlische Vater an Autorität bei uns sündigen Menschen eingebüßt. Er wird wieder klein anfangen müssen, wie damals bei den 12 Aposteln.

Und deshalb auch die Botschaften. Manches verstehen wir jetzt nicht. Und was steht in der Bibel? "Selig, die nicht sehen und doch glauben!" Wenn Jesus und die Gottesmutter am Himmel erscheinen und wenn das Kreuz vorher sichtbar ist und die Seelenschau kommt und das große Geschehen, dann braucht man nicht mehr zu glauben, dann spüren wir das in der eigenen Umgebung und in unseren eigenen Seelen: Aber zu spät, zu spät! Jetzt sollen wir erkennen, dass die Kirche uns nichts mehr zu sagen hat. Wenn ein Papst in die Irre geht und die Wahrheit nicht mehr verkündet, sondern den Irrglauben, dann wird die Kirche bis zur Unkenntlichkeit zerstört.

Nein, die Kirche wird wieder in voller Glorie erstehen. Der Himmlische Vater wird die Priester auswählen, die Er dafür vorgesehen hat. Was wird der Himmlische Vater noch alles tun müssen? Wir brauchen uns keine Gedanken zu machen. Wir wären alle überfordert. Wir akzeptieren, was Er geplant hat, weil Er nicht nur das Gute bewirkt, sondern das Allerbeste, weil Er die Vergangenheit, die Gegenwart und vor allem die weitreichende Zukunft kennt, wozu wir nicht in der Lage sind.

Vertrauen wir also auf die Führung und auf die Liebe des Himmlischen Vaters, auf Seine Liebe zu uns Menschen und auf die Liebe zur Kirche, denn Jesus ist nicht umsonst gestorben. Wenn jemand absolut nicht dem Glauben folgen will, dem kann man nicht helfen. Dem Wollenden geschieht kein Unrecht, wenn er in der Hölle landet. Aber das tut doch dem Himmlischen Vater weh. Sind wir nicht alle Seine Geschöpfe? Und was sagt Er immer noch, das will ich noch zum Schluss anfügen, wir sollen niemanden verurteilen, niemanden, wir sollen sogar für die Feinde der Kirche und für unsere Feinde beten. Wir sollen auch für die beiden Päpste beten, denn aus dem größten Gottesfeind, aus dem größten Sünder in der Welt kann ein hervorragender Nachfolger werden. Es gibt jetzt jedoch keinen Papst mehr, denn der eine hat abgedankt und der andere ist kein Papst, der gewählt wurde nach dem Willen des Himmlischen Vaters. Denken wir an einen Saulus, er war ein Verfolger der Kirche, was ist er geworden? Ein Völkerapostel, ein großartiger Verkünder Jesu Christi. Und es gibt auch einen Schächer am Kreuz. Der war alles, bloß kein Unschuldiger. Er war ein Mörder. Eine tiefe Reue genügte für Jesus Christus, um ihm zu vergeben: "Herr gedenke meiner, wenn du in dein Reich kommst." Und das genügte Jesus Christus, der von allen abgelehnt wurde, außer der kleinen Schar der Frauen und dem Apostel Johannes. Er war so dankbar, dass einer, ein Verbrecher sogar, sich an Ihn gewandt hat und seine Göttlichkeit erkannte. "Noch heute wirst du mit Mir im Paradiese sein."

Und das wollen wir alle. Wir wollen uns alle im Paradies treffen. Menschen, die auf der Erde leben, haben die Möglichkeit, den Glauben an die Dreieinigkeit zu finden und ihr Leben danach einzurichten, denn wir gehören dem einzig wahren Glauben in der Welt an, weil es ein offenbarter Glaube ist. Kein Mensch hat den Glauben erfunden durch seine Phantasie, nein, der Glaube ist von Gott selbst geoffenbart worden. Jesus Christus hat den Glauben noch vervollkommnet. Und wir wissen ganz genau, auf welcher Basis unser Glaube beruht. Wir brauchen Priester, Apostel und wir brauchen einen tiefen und festen Glauben, auch wenn wir ihn nicht ergründen können. Gott lässt sich nicht ergründen.

Ja, danken wir unserem Himmlischen Vater, dass Er uns geschaffen hat, dass Er uns den Glauben geschenkt hat, denn das ist das größte Geschenk. Die Menschen, die nicht glauben, sind die Ärmsten unter uns, auch wenn sie materiell vielleicht steinreich sind. Besser arm und einen tiefen Glauben haben, als reich, und einmal in der Hölle landen.

Gelobt sei Jesus Christus in Ewigkeit. Amen.
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« Antwort #4466 am: 06. Dezember 2016, 22:31:56 »
Basileios von Seleukia (?-um 468), Bischof

„Er freut sich über dieses eine mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben“

Schaut unseren Hirten, Christus, an und seht, wie lieb er die Menschen hat und wie behutsam er sie auf die Weide führt. Er freut sich über die Lämmer um ihn herum und er sucht die, die sich verirrt haben. Berge und Wälder sind kein Hindernis für ihn; er läuft in das dunkle, schattige Tal und kommt an den Ort, wo das verlorene Schaf sich befindet. Er findet es krank wieder, behandelt es aber nicht herablassend, sondern geht behutsam damit um; er nimmt es auf seine Schultern und macht durch seine eigene Ermüdung das müde Schaf gesund. Er freut sich über seine Müdigkeit; denn er hat das verlorene Schaf gefunden und damit hat sich seine Mühe gelohnt. „Wer von euch“, sagt er, „der hundert Schafe hat und eines davon verirrt sich – wer, lässt nicht die neunundneunzig anderen in den Bergen zurück, um dem verlorenen nachzugehen bis er es gefunden hat?“

Der Verlust eines einzigen Schafes trübt die Freude der ganzen Herde; die Freude über das wiedergefundene aber vertreibt die Trauer: „Und wenn er es gefunden hat [...], ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war“ (Lk 15,5−6). Deshalb sagte Christus, der dieser Hirt ist: „Ich bin der gute Hirt“ (Joh 10,11). „Die verlorengegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen“ (Ez 34,16).

Homilie 26, über den guten Hirten; PG 85, 299
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« Antwort #4467 am: 07. Dezember 2016, 02:00:26 »
Hl. Ambrosius, Bischof von Mailand, Kirchenvater

* 339 (?) in Trier 
† 4. April (?) 397 in Mailand

Ambrosius, Sohn eines hohen römischen Verwaltungsbeamten, wurde 339 (oder 333) in Trier geboren. Er trat in den Staatsdienst und wurde Provinzstatthalter von Ligurien und Ämilien. 374 durch Akklamation zum Bischof von Mailand gewählt, stellte er seine ganze Kraft in den Dienst dieses Amtes. Durch das Studium vor allem der griechischen Kirchenväter erwarb er sich ein theologisches Wissen, das sich harmonisch mit seiner antik-römischen Bildung verband. Er verteidigte die Kirche von Mailand gegen die Ansprüche der arianischen Kaiserin Justina, wehrte staatliche Übergriffe auf kirchliche Bereiche ab („Der Kaiser steht innerhalb der Kirche, nicht über ihr“), diente durch Predigten und Schrifterklärungen dem Glaubenssinn seiner Zuhörer (unter denen sich der hl. Augustinus befand, der durch ihn bekehrt und von ihm getauft wurde), dichtete Hymnen (legte damit die Grundlage des hymnischen Chorgesangs) und führte sie nach östlichem Vorbild in die lateinische Liturgie ein. Er war ein Vertreter und Förderer des asketischen Lebens; er zeigte Ma­ria als das Vorbild der gottgeweihten Jungfrauen und war selbst ein großer Marienverehrer. Ambrosius starb am 4. April 397; der 7. De­zember ist der Tag seiner Bischofsweihe. Mit Recht gilt er als der füh­rende Mann seines Jahrhunderts und wird neben die großen Kirchenlehrer Augustinus, Hieronymus und Leo d. Gr. gestellt.

Begraben ist Ambrosius unter dem Hochaltar der Basilika S. Ambrogio in Mailand.

Die Worte prüfen

„Ist einer im Reden behutsam, so wird er milde, sanft und bescheiden. Wenn er nämlich den Mund hält und seine Zunge beherrscht und nicht redet, bevor er seine Worte geprüft und abgewogen hat und überlegt hat, ob dies zu sagen sei, ob es diesem Menschen gegenüber zu sagen sei, so übt er in der Tat Bescheidenheit, Sanftmut und Geduld.“ (Ambrosius von Mailand)
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« Antwort #4468 am: 07. Dezember 2016, 02:13:43 »
Hl. Ambrosius (um 340-397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer

Auf die anderen zugehen, wie der Herr auf uns zugeht

Die Mäßigung ist zweifelsfrei die schönste unter den Tugenden [...] Ihr allein verdankt die Kirche – erkauft mit dem Blut des Herrn – ihre Verbreitung; sie ist das Abbild der himmlischen Wohltat, nämlich der universellen Erlösung [...] Wer sich deshalb bemüht, die aus der menschlichen Schwachheit resultierenden Fehler zu korrigieren, muss diese Schwachheit ertragen und irgendwie auf seine eigenen Schultern laden und sie nicht etwa von sich weisen. Wir lesen nämlich, dass der Hirte im Evangelium das erschöpfte Schaf getragen und nicht verstoßen hat (Lk 15,5) [...] Die Mäßigung muss in der Tat die Gerechtigkeit abmildern. Wie könnte denn sonst jemand, dem du deine Abneigung spüren lässt – jemand, der meint, für seinen Arzt ein Objekt der Geringschätzung und nicht des Mitleids zu sein – wie könnte er zu dir kommen, um sich pflegen zu lassen?

Deshalb hat Jesus offenkundig werden lassen, dass er Mitleid mit uns hat. Sein Verlangen war es, uns zu sich zu rufen und uns nicht zu erschrecken, so dass wir die Flucht ergreifen. Sanftmut kennzeichnet seine Ankunft; seine Ankunft ist gekennzeichnet von der Demut. Übrigens hat er gesagt: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, und ich werde euch erquicken!“ (vgl. Mt 11,28, Vg.). Jesus, der Herr, stärkt also vielmehr, er schließt nicht aus und weist nicht ab. Zu Recht hat er als seine Jünger Männer auserwählt, die als treue Ausleger des Willens des Herrn das Volk Gottes sammeln, statt es abzuweisen.

Die Bußfertigkeit I, 1
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« Antwort #4469 am: 07. Dezember 2016, 02:14:34 »
Buch Jesaja 40,25-31.

Mit wem wollt ihr mich vergleichen? Wem sollte ich ähnlich sein?, spricht der Heilige.
Hebt eure Augen in die Höhe, und seht: Wer hat die Sterne dort oben erschaffen? Er ist es, der ihr Heer täglich zählt und heraufführt, der sie alle beim Namen ruft. Vor dem Allgewaltigen und Mächtigen wagt keiner zu fehlen.
Jakob, warum sagst du, Israel, warum sprichst du: Mein Weg ist dem Herrn verborgen, meinem Gott entgeht mein Recht?
Weißt du es nicht, hörst du es nicht? Der Herr ist ein ewiger Gott, der die weite Erde erschuf. Er wird nicht müde und matt, unergründlich ist seine Einsicht.
Er gibt dem Müden Kraft, dem Kraftlosen verleiht er große Stärke.
Die Jungen werden müde und matt, junge Männer stolpern und stürzen.
Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.

Psalm 103(102),1-2.3-4.8.10.

Lobe den Herrn, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

Der dir all deine Schuld vergibt
und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet
und dich mit Huld und Erbarmen krönt.

Der Herr ist barmherzig und gnädig,
langmütig und reich an Güte.
Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden
und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - 11,28-30.

In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.
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« Antwort #4470 am: 07. Dezember 2016, 02:26:51 »
1215. Diejenigen, die über Meine Propheten fluchen, fluchen über Mich.
Dienstag, 9. September 2014, 17:00 Uhr

Meine innig geliebte Tochter, Mein Herz seufzt voller Kummer in dieser Zeit. Manche von euch haben Mich auf grausamste Art und Weise verraten, nachdem sie Mein Wort durch diese Heiligen Botschaften empfangen haben, die euch aufgrund Meiner Liebe und Meines Erbarmens gegeben wurden. Dieser Verrat gleicht demjenigen, den Ich während Meiner Zeit auf Erden erfahren musste.

Diejenigen, die durch den Hass und die Lügen, die ihnen Satan ins Herz gepflanzt hat, in die Irre geführt wurden, streuen die Saat des Zweifels unter ihren Mitmenschen aus. Er, der Mich hasst, wird fortfahren, Hass gegen Mich zu schüren, indem er einige von denen verseucht, die an dieser Mission und an anderen himmlischen Missionen zur Rettung von Seelen beteiligt sind. Er wird lügen und er wird Meine Auserwählten verleumden, damit er Seelen von Mir abbringen kann. Denjenigen, die Mir den Rücken kehren, sage Ich: Wisset, euer Verrat schneidet Mein Herz entzwei. Wisset, dass das, was ihr gegen Mich betreibt, eure eigene Angelegenheit ist, weil euer freier Wille euch gehört. Aber wenn ihr euren Einfluss nutzt, um Mir Seelen wegzunehmen, werde Ich euch persönlich zur Verantwortung ziehen für jede einzelne Seele, die ihr Meiner Großen Barmherzigkeit entreißen könnt. Wehe dem Menschen, der Hass gegen Mich, Jesus Christus, schürt, wo es Mein einziger Wunsch ist, jedes Kind Gottes mitzunehmen.

Ich komme, um Seelen in Meine Barmherzigkeit zu hüllen, und wenn ihr Mir Hindernisse in den Weg legt, Lügen verbreitet und andere dazu bringt, Meine Propheten zu verachten, dann werde Ich euch streng bestrafen, denn dies ist eine der größten Sünden gegen Gott. Wenn ihr bewusst versucht, Meinen Rettungsplan zu stören, werde Ich euch am letzten Tag vor Mich zitieren, und ihr werdet zur Verantwortung gezogen werden für die Sünde, Mich jener Seelen beraubt zu haben, die wegen eurer Taten an den Teufel verloren gegangen sind. Und wenn ihr erklärt, dass das Wort Gottes vom Geist des Bösen komme, werde Ich euch diese Bosheit niemals verzeihen. Schweigt lieber. Begeht nicht diese schwere Verfehlung gegen Gott. Wenn ihr Meine Mission nicht mehr annehmen könnt, dann entfernt euch mit Würde und seid still. Euer Schweigen wird euch retten. Wenn ihr Böses gegen Mich aussprecht, werde Ich euch in die Wüste werfen, und ihr werdet niemals Teil Meines Königreiches sein.

Mein Herz ist gebrochen, aber Meine Entschlossenheit nicht. Fürchtet nicht eure Irrtümer, sondern den Zorn Gottes, denn diejenigen, die über Meine Propheten fluchen, fluchen über Mich.

Jesus Christus

Der Menschensohn

(Buch der Wahrheit)
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« Antwort #4471 am: 07. Dezember 2016, 06:26:56 »
Visionen zur Endzeit – Hepidanus von St. Gallen
Einführung Hepidanus von St. Gallen

Der Benediktinermönch Hepidanus lebte um 1070 im Kloster St. Gallen, wo er im Jahre 1088 starb. Seine Weissagungen aus den Jahren 1081 bis 1084 wurden in lateinischer Handschrift durch den Frater Bartholomäus des gleichen Klosters aufgezeichnet.

Hepidanus von St. Gallen

5. Sonntag nach Ostern 1081. Fr. Bartholomäus schreibt: Ich war gestern nach den Vigilen mit dem Bruder Hepidanus zusammen und sprach mit ihm über die Ereignisse, welche in jüngster Zeit die ganze Christenheit in Schrecken und Aufruhr gebracht haben. (Investiturstreit zwischen König Heinrich IV. und Papst Gregor VII.?)

Da sprach Bruder Hepidanus zu mir: "Folge mir hinaus in den Klostergarten. Ich will dir merkwürdige Dinge mitteilen von dem, was ich gesehen und gehört habe!" Als wir die große eiserne Pforte geöffnet hatten und in den Garten hinausgetreten waren, der sich gegen die Höhen zum schwarzen Kreuz von Mitternacht gegen Mittag ausdehnt, sah ich vor mir im Zwielichte die Berge Welschlands sich erheben. "Siehe!" sprach er zu mir, "von Mitternacht gegen Mittag ist heute die Erde getrennt und die Menschen haben sich in zwei Heerlager gespalten gegen Süd und gegen Nord. Und der Norden zieht nach Süden als Feind, der Sohn gegen den Vater, und das Unglück folgt ihm über die Berge wie die Nacht dem Tag. Aber es wird bald ein Tag anbrechen, da wird ein Licht aufgehen um Mitternacht im Norden und heller strahlen wie die Mittagssonne des Südens. Und der Schein der Sonne wird verbleichen vor jenem Lichte. Alsbald aber wird sich eine düstere Wolke lagern zwischen jenem Licht und der Menschheit, die danach hinblickt. Ein furchtbares Gewitter wird sich aus dieser Wolke bilden. Es wird den dritten Teil der Menschen verzehren, die dann leben werden. Und der dritte Teil aller Saatfelder und Ernten wird zerstört werden. Auch der dritte Teil der Städte und Dörfer, und überall wird große Not und Jammer sein."

Als wir am andern Tage früh morgens aus der Frühmette zurückkehrten und ich zusammen mit Bruder Hepidan im Garten des Klosters arbeitete, sagte ich zu ihm: "Mein lieber Bruder, die Rede, welche du mir gestern getan, hat mich zu sehr großem Nachdenken veranlaßt und ich habe darüber nachgedacht, bis der erste Hahnenschrei den Morgen kündete. Dennoch bin ich darüber nicht klar geworden und mein Verständnis derselben ist um nichts mehr fortgeschritten."

Als ich dies sagte, lächelte Bruder Hepidan und erwiderte mir: O mein Bruder! Glaubst du denn, im Flusse, wenn der Wind die Wellen an seiner Oberfläche erhebt, oder in dem angeschwollenen, brausend niederstürzenden Bergstrome das Bildnis deines Angesichtes erkennen zu können? Höre darum! Als ich einst schlaflos auf meinem Lager ruhte, in Betrachtungen versunken, merkte ich plötzlich, wie sich die Dunkelheit in meiner Zelle minderte. Ich war verwundert darüber, denn nach der Konstellation des Großen Wagens zu urteilen, den ich über meinem Haupte erblickte, könnte erst die zweite Stunde nach Mitternacht vorüber oder doch eben angebrochen sein.

Ich richtete mich auf meinem Lager zu sitzender Stellung empor und sah mit Besorgnis, wenngleich nicht ohne heftige Neugierde, nach der Ursache der auffälligen Helligkeit, die meine Zelle erfüllte. Da erblickte ich rechts vor meinen Füßen an dem Getäfel der Holzwand eine weißliche Kugel von der Größe eines Menschenkopfes, und als ich genauer hinsah, stand auf dieser Kugel eine menschliche Gestalt, fast durchsichtig, aber von Riesengröße. Ich zitterte. Aber der Schatten begann plötzlich von der leuchtenden Kugel herabzuschweben, gleitete lautlos an mein Lager und sprach mit durchdringend scharfer, aber dennoch nicht lauter, sondern weit eher mit leiser Stimme: "Öffne deine Augen."

Und als die Gestalt dieses gesagt hatte, verschwand sie augenblicklich und ebenso die leuchtende Kugel. Ich befand mich wieder rings von Finsternis umgeben und ein unendlicher Schrecken bemächtigte sich meiner. Plötzlich glaubte ich seitwärts ein Geräusch zu vernehmen, wie wenn ein schwerer Vorhang zurückgeschoben oder aufgehoben wird. Ich sah hin und erblickte an einer Seite, nach welcher die Mauer liegt, an die unserer Lieben Frau Kapelle anstößt, ein weites, ungeheures Feld. Mitten auf diesem Felde stand eine Stadt mit Mauern umgeben und von vielen Türmen überragt. Durch die Stadt aber floß ein Fluss ähnlich dem Rheine, der sich in das brigantische Meer (Bodensee) ergießt. Das Tor der Stadt, die ich erblickte, öffnete sich plötzlich, und ich sah zwei Männer aus ihm hervortreten. Der eine war von großer Gestalt und kräftigem Körperbau, er trug das Ordenskleid der Regula des hl. Augustin. Der andere war eine kleine, schmächtige Figur mit lebhaften, blitzenden Augen. Beide zogen aus dem Tor einer Anhöhe zu, die sich vor der Stadt erhebt und auf allen Seiten freiliegt.

Als sie diese Anhöhe erreicht hatten, sah ich plötzlich, wie der eine der beiden Männer, nämlich der in dem Augustiner-Ordenskleide, riesenhaft an Größe zunahm. Sein Haupt reichte in die Wolken und sein Schatten überdeckte weithin das Land. Und er erhob seine Hand und schrieb in die Wolken des Himmels und sprach zugleich mit starker Stimme, die gleich einem fernen Donner über die Erde schallte: "Ecce, verburn domini, fugite partes adversae!" (Seht, des Wort des Herrn, flieht ihr feindlichen Parteien!)

Und indem er mit dem Finger diese Worte in großen Buchstaben an den Himmel schrieb, leuchteten die Buchstaben gleich einem glühenden Feuer und spiegelten sich in den Fluten des Flusses ab, der durch die Stadt strömte. Plötzlich sah ich von Süden her ein heftiges Gewitter heraufziehen. Der Donner rollte furchtbar und glühende Blitze durchzuckten den Himmel. Aber als sich das Wetter verzogen hatte, und ich aufblickte nach dem riesenhaften Manne, sah ich denselben nicht mehr. Aber seine Wolkenschrift leuchtete noch strahlender wie zuvor, und ich sah Tausende von Menschen kommen und nach ihnen blicken und seine Sprache reden, die ich nicht verstand. Als ich alles dieses gesehen hatte, umschattete plötzlich eine Wolke meine Augen und ich sah nichts mehr von dein glänzenden Bilde. Da sank ich auf mein Lager zurück und es war mir, als hörte ich eine Stimme, die die Worte des Propheten sprach: "Mein Sohn fürchte nichts, denn ich bin mit dir; und wenn du das Feuer durchschreiten müßtest, würden die Flammen dir nicht schaden, und der Hauch der Glut würde dich nicht berühren. Ich werde dich aus den Händen der Botschaften befreien und aus den stärksten Armen losmachen."

Seit jener Nacht, in der ich jene Erscheinung gesehen, ist es mir oft vorgekommen, daß Gesichte an meinem Lager vorüberzogen. Die große Gestalt, die damals auf der leuchtenden Kugel stand, erschien mir oft und sprach mit mir über verschiedene Dinge.

 

Vom Jahre 1082 schreibt Fr. Bartholomäus in sein Tagebuch: Am Mittwoch nach der Auferstehung des Herrn kam der ehrwürdige Bruder Hepidan zu mir und erschien sehr traurig. Als ich ihn nach der Ursache seines Kummers fragte, antwortete er mir: "Geliebter Bruder! Warum sollte ich nicht traurig sein, da soviel Trübsal noch dem Menschengeschlechte bevorsteht?"

Als ich ihn dann bat, mir genauere Mitteilungen über jene Trübsale zu machen, sprach er: Als ich gestern meinen täglichen Gebeten oblag, ward ich plötzlich im Geiste der Zeit entrückt und hinweggeführt an einen fernen Ort. Da sah ich einen Brand gegen den Himmel steigen gleich dem Brande einer großen Stadt. Ich hörte ein Wehklagen von Männern, Weibern und Kindern, sodaß mein Herz sich betrübte, Die Menschen flüchteten sich vor den Gluten des Feuers, und in der Angst ihres Herzens eilte der eine hierhin, der andere dorthin. Aber die Flammen eilten ihnen mit Windesschnelle nach und umhüllten bald hier, bald da Haufen von Menschen und erstickten sie in dem Rauche und dem Qualme. Viele von ihnen waren indes dem Feuer entronnen. Sie liefen in das Wasser des Flusses. Manche von ihnen ertranken, andere wurden von großen Vögeln mit eisernen Schnäbeln, deren Flügelschlag mit seinem Rauschen die Luft erfüllte, weggefangen, wie die Schwalbe im Sommer die Fliege erhascht. Allenthalben herrschte große Angst, Jammer, Not und Elend. Nach einiger Zeit verwandelte sich das Aussehen der Gegend. Das Feuer war erloschen und alle Spuren seines einstmaligen Daseins waren getilgt. Grüne Saatenfelder prangten rings um neu angelegte Städte und Dörfer. Als ich nun darüber nachdachte, was dieses sonderbare Gesicht wohl bedeuten möchte, sah ich plötzlich die hohe, neblige Gestalt der leuchtenden Kugel vor meinem Bette stehen. "Siehe", sagte sie zu mir, "das sind einige der Tage, so dem menschlichen Geschlechte noch bevorstehen werden. Im Kreislauf der Jahre werden sie herankommen und werden in den Staub treten die Eiche mitsamt dem Felsen, auf dem sie wurzelt."

Da erwiderte ich voller Schmerz und Jammer: "O, warum ist denn das Menschengeschlecht verflucht zu solchem Geschicke? Weshalb ist es mit größerem Elend geschlagen wie das flüchtige Wild des Feldes? Kann denn der Allmächtige solche Leiden nicht abwenden?"

Als ich diese Worte gesprochen, sah mich die Erscheinung mit eigentümlichen Blicken an und sprach: "Warum wird das Samenkorn in die Erde gelegt und weshalb bedeckt der Schnee die Fluren des Feldes?"

Am Tag der Geburt des Herrn, im Jahre 1083, ward Bruder Hepidan von einer heftigen Krankheit ergriffen. Diese nahm während der folgenden Nacht noch sehr zu, sodaß wir alle fürchteten, unser geliebter Mitbruder werde das Irdische segnen und sich dem Ewigen zuwenden. Der hochwürdigste Herr Abt sprach den ganzen Tag hindurch mit unserm kranken Bruder von den ewigen Dingen und der Seligkeit jener, die im Herrn sterben. Aber Bruder Hepidan entgegnete, es sei ihm noch nicht beschieden, in das Reich der Toten einzugehen; vielmehr sei ihm offenbart worden, er habe noch fünf Jahre hienieden zu leben. Wirklich besserte sich sein Zustand wieder mehr und mehr, und am Tage der Beschneidung unseres Herrn, im Jahre 1084, konnte er wieder seine gewohnten Obliegenheiten ausführen. Um diese Zeit teilte er mir eine merkwürdige Schauung mit, die er kurz nach seiner Wiedergenesung gehabt hatte.

"Ich sah", erzählte er mir, "in Germanien, wo jetzt die Wälder sich längs der Ufer der Ströme hinziehen, ein ungeheuer großes, fruchtbares, von unzähligen Menschen bewohntes Land. Als ich mit Bewunderung dorthin schaute, hörte ich plötzlich eine starke Stimme gleich dem Brausen des Sturmwindes an den Gipfeln der Berge, die zu mir sprach: "Ich bin der Geist, der ausgeht von den sieben Leuchten vor dem Throne dessen, der da ist, sein wird und war, und der waltet über dem Menschengeschlechte seit Anfang der Dinge. Öffne dein Auge und schaue! Höre auf das, was ich dir sagen werde! Siehe! Ich will meine Ferse auf den Erdboden setzen und ein Volk soll emporsprossen, wo jetzt der Wald die Fläche bedeckt und der Eber dem Speere des Unfreien erliegt, und der Ur der Falle des jungen Jägers. Ich werde es groß machen unter allen Völkern der Erde. Die Sonne, die vom Süden die Welt erleuchtet und erwärmt, will ich nach Norden versetzen und aus den Gegenden des Schreckens und der Nacht soll ein Licht ausgehen, dergleichen man bisher nie gesehen. Aus Germaniens Gründen wird ein Strom hervorquellen, der die ganze Welt überflutet.

Wehe jenen, die sich erkühnen, dem Laufe dessen zu widerstehen, der seine Pflugschar über die Berge zieht und den Staub seiner Füße gegen Abend am Meere abschüttelt. Es wird unter den Stämmen Germaniens ein Volk auferstehen und ein Haupt werden über all seine Brüder. Langer Zwiespalt wird dem Glanze seiner Macht vorangehen. Der Herr wird gegen den Knecht und der Untergebene wider seinen Vorgesetzten sein Recht behaupten und verfechten. Dann wird ein Mann auferstehen mitten aus dem Strudel der Parteiungen. Er wird, ohne dem Unrecht Stützpunkt zu sein, doch mit dem Rechte Recht sprechen wider das Recht, und vom Aufgange zum Niedergange wird sein Name in aller Leute Mund sein. Verdammt und gehabt von den einen, wird er bewundert von den andern werden. Zwar wird unsägliches Elend an seine Schritte geknüpft sein und sein Name leben in der Geschichte inmitten von Leichenhügeln und Tod.

Auch wird nicht das geschehen, was die Mehrzahl der Menschen glauben wird, daß er erstrebe. Er wird vielmehr das Werkzeug des Geschickes sein, dazu bestimmt, die alte Welt in Trümmern zu schlagen und, wollend oder nicht wollend, das Volk aus dem er hervorgegangen, zur Freiheit zu bringen. Wehe dem, der in jener furchtbaren, aber großen Zeit lebend, seinen Standpunkt versetzt und, geblendet durch das Gaukelspiel trügerischer Dämone, sich auf Abwege begibt, die ihm selbst, seinem Volke und Geschlechte verderbenbringend werden. Denn es werden in jenen Tagen des Zweifels und des Unglaubens falsche Propheten aufstehen und mit gleißender Stimme ihr Gift feilbieten und jene elendig zugrunde richten, die leichtgläubig und von einseitigen Vorurteilen befangen, ihnen Glauben schenken.

Wer Ohren hat, zu hören, der höre; wer Augen hat, zu sehen, der säume nicht, sie dem Lichte zu öffnen. Ein mächtiges Reich wird in jenen Tagen zugrunde gehen und ein mächtigeres an seine Stelle treten. Von Osten her weht ein Sturm und aus Westen heult der Wind. Wehe allem, das in den Bereich dieses furchtbaren Wirbels geraten wird. Tausendjährige Herrschersitze werden herabsinken aus ihrer Höhe, gleichwie der Wirbelwind das Strohdach der Hütte fortführt. Zwischen dem Rhein und der Elbe und dem morgenwärtsfließenden Strome Donau wird ein weites Leichenfeld sich ausdehnen, eine Landschaft der Raben und Geier. Und wenn dereinst wieder der Landmann seinen Samen ausstreuen wird und dieser emporkeimt, Ähren tragend und Früchte, dann wird jeder Halm in einem Menschenherzen stehen und jede Ähre in eines Menschen Brust ihre Wurzel haben."

Als Hepidan diese Schauung hatte, wagte er es, seinen Schutzgeist zu fragen, wann denn solche schrecklichen Tage hereinbrechen würden. Bruder Bartholomäus berichtet ausführlich, was der mystische und gelehrte Mönch hierüber erfuhr.

Hepidan erzählte: Ich war bei all dem Schrecklichen, das ich vernahm, doch begierig zu wissen, wann es sich ereignen würde und ob die Menschheit bald oder vielleicht erst nach vielen Jahrhunderten für jene Tage reif sei. Als ich diese meine Ansicht meinem Schutzgeiste äußerte, erwiderte er: "Keinem Sterblichen wird es gegeben, das Jahr und den Tag zu erfahren, wann das in Erfüllung gehen soll, dessen Verlauf ihm offenbart worden. Aber ich will dich die Zeichen lehren, die jenen Tagen voraufgehen werden und sie ankündigen wie die herüberkommende Schwalbe die Wiederkehr des Frühlings."

Als der Genius dies gesagt, verschwand plötzlich die weite Fernsicht, welche Bruder Hepidan gehabt, und als er die Augen erhob gegen die Decke seiner Zelle, erblickte er diese nicht mehr, sondern sah den blauen, sternbedeckten Himmel über sich. Der Geist sagte: "Schau empor! Erkenne das Sternbild der himmlischen Krone dort mittagwärts von deinem Scheitelpunkte. In dieser Sternenkrone wird ein neues Juwel eingesetzt werden und ein Stern hellglänzend da erscheinen, wo du jetzt nur die unerforschte Bläue des Weltenraumes erblickst. Wenn dieser Stern als weithin leuchtendes Feuerzeichen erscheinen wird, dann ist die Zeit nahe, wo jene Tage über die Menschheit kommen werden, von denen ich zu dir gesprochen habe. Dann sind die Tage vieler gezählt wie die Tage der Ernte, wenn der Schnitter die Sichel wetzt. Aber die Zeit, wann jenes Zeichen am Himmel erscheinen wird, vorher zu wissen ist keinem Sterblichen gegeben."

Als ich mich einst mit unserm ehrwürdigen Bruder Hepidan über die Fortschritte unterhielt, welche die umwohnenden Völkerstämme bereits im Laufe der Jahrhunderte gemacht hatten, seit unser Kloster errichtet worden, sagte er zu mir: Ich sah einst in einer nächtlichen Schau einen Mann von riesigem Wuchs. Er saß an einem Bache und war damit beschäftigt, einen Streitkolben aus verschiedenen dürren Holzstäben herzustellen. Als er die Stäbe lose aneinander hielt, leisteten sie nur geringen Nutzen; und ein Schlag, den er damit führte, zerging machtlos in der Luft. Da faßte er die Stäbe und befestigte sie dicht aneinander durch eine Anzahl von eisernen Reifen und Nägeln. Da bemerkte ich einen starken Ur, der mit Wut gegen den am Bache sitzenden Mann anstürmte. Dieser aber richtete sich ohne Furcht empor, trat seinen drohenden Feinden entgegen und streckte ihn durch einen Schlag vor die Stirn zu Boden. Als ich dieses gesehen, sprach die Geisterstimme zu mir: "Sieh! So wird dereinst sich ein geteiltes Volk zusammenscharen und umschlungen von mächtigen Banden, und es wird seinen Feinden die Spitze bieten und dieselben mit mächtigen Schlägen niederschmettern. Nachdem dieses aber geschehen, wird das eiserne Band, das alle umschlang und zu vereinter Tat verband, sich lösen und jeder einzelne wird, wenngleich mit der Gesamtheit verbunden, als selbständiges Reis seine eigenen Wege emporstreben."

Ein andermal sah Hepidan sich im Geiste versetzt und erblickte einen unzähligen Schwarm von Gewappneten, welche über den Donaufluß setzten und unter tobendem Geschrei nach Norden zogen. Von der Elbe nahte sich ein anderer Gewalthaufen, wohl ausgerüstet und bewehrt. Inmitten eines großen Gebirgskessels trafen sich beide Heere. Ein furchtbarer Kampf entstand und eine ungeheure Menge von Toten und Verwundeten fielen auf beiden Seiten. Die Elbe floß gleich einem Blutstrom durch die Gefilde und ein unaufhörlich rollender Donner lag über der ganzen Gegend. Mein Blick verdunkelte sich, meine Sinne schwanden allmählich und eine Stimme sprach zu mir, dem fast Ohnmächtigen: "Du siehst jetzt nichts als Kämpfe, Blut, Schlachten und Tod, aber das Geschlecht der Menschen wird nach diesen Kämpfen herrlicher aufblühen als je zuvor. Allerdings werden sehr viele unter den zu jenen Zeiten Lebenden diese glücklichen Zeiten nicht mehr sehen. Sie werden untergehen unter der Brandfackel des Krieges und Unkraut wird über ihren Gräbern wuchern. Aber alles dieses wird den Lauf der Welt nicht aufhalten. Mögen sich aber jene, die alsdann leben werden, wohl vorsehen."

Bruder Bartholomäus schreibt weiter: "Als wir einst nach dem Begräbnisse eines Klosterbruders von dem Kirchhofe heimkehrten, sprach ich viel mit unserm ehrwürdigen Hepidan über den dereinstigen Untergang der Welt. Er äußerte sich darüber gegen mich in folgender Weise: "Es kann niemand das Jahr und den Tag oder die Stunde bestimmen, wann die Welt ihren Kreislauf erfüllt hat und zu dem uranfänglichen Zustand der Finsternis, Wüste und Leere zurückkehren wird. Soviel weiß ich indes bestimmt, daß dieser Tag nicht mehr solange auf sich warten lassen wird wie jener Zeitraum, der zwischen heute und dem Tage liegt, an welchem unser Herr auf die Erde herabkam."

"Ehe aber der Untergang der Weit erfolgt, werden vorerst gewaltige Kriege ausbrechen und ungeheure staatliche Umwälzungen stattfinden. Den furchtbaren Kämpfen, welche hiermit verbunden sind, wird eine Reihe von glücklichen Jahren folgen. Es wird dann ein Mann aufstehen, der sich dem Laufe der Dinge entgegenstemmt und seinem Anhange wird es gelingen, eine neue Ordnung ins Dasein zu rufen. Diese wird aber nicht von langer Dauer sein, indem der Untergang alles Lebenden dann vor der Türe steht."

In anderen Schauungen sah Hepidan den dreißigjährigen Krieg, die französische Revolution, das siegreiche Auftreten Napoleons I. und dessen Tod voraus, welche der Herausgeber leider nicht mitveröffentlichte.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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